A. Allgemeines
B. Bitte
C. Charta
D. Dank
E. WWW/Suchmaschinen
F. Häufig gestellte/beantwortete Fragen
F.1. Elektronikversender
F.2. Grundausstattung des Bastlers
F.3. Schaltungsvorschläge
F.4. Löten
F.4.1. Entlöten
F.4.2. Crimpen
F.4.3. Steckerbelegungen
F.5. Software zur Erstellung von Schaltplänen und Layoutvorlagen
F.5.1. Schaltungssimulation
F.5.2. Taschenrechner
F.5.3. VCC & Co.
F.6. Herstellung von Leiterplatten
F.6.1. Durchkontaktieren
F.6.2. Silberleitlack
F.6.3. Lötstoplack
F.6.4. Layout
F.6.5. Folienleiter
F.7. Microcontroller
F.7.1. Atmel AVR Controller
F.7.2. Microchip PIC
F.7.3. Intel 8051 kompatible
F.7.4. EPROMs / GALs programmieren
F.7.5. EPROMs löschen
F.7.6. Massenspeicher an Mikrocontrollern
F.7.7. Flash-EEPROMs
F.7.8. A/D - D/A Wandler
F.7.9. serielle Schnittstelle RS232
F.7.10. Speicherprogrammierbare Steuerungen SPS
F.8. LEDs
F.8.1. Multiplexanzeigen
F.8.2. Laufschrift
F.8.3. Infrarot Fernbedienungen
F.9. Netzteile
F.9.1. Labornetzteile
F.9.2. Symmetrische Versorgungsspannung für OpAmps
F.9.3. Kleinnetzteil ohne Trafo
F.9.4. Einschaltstrombegrenzung
F.9.4.1. MOV Überspannungsschutz
F.9.5. Solarladeregler
F.9.6. Spannungsreferenzen
F.10. Schrittmotoren
F.11. LCD Flüssigkristallanzeigen
F.12. VFD Vakuumfluoreszenzanzeigen
F.13. Bauteile prüfen
F.13.1. MOS-Transistoren
F.13.2. Farbcodes
F.13.3. linear oder logarithmisch ?
F.14. Kondensatoren
F.14.1. Abblockkondensatoren Stützkondensatoren
F.15. VA = W?
F.16. Welche Sendefrequenzen für Bastler?
F.16.1. Schädlichkeit von elektrischen Feldern und elektromagnetischen Wellen
F.17. Laserdioden
F.18. Wasserstandsmesser
F.19. Wellenwiderstand eines Kabels
F.20. Firma aufbauen
F.20.1. CE-Zeichen / Elektronikschrott / RoHS / WEEE / Bleifrei
F.21. Akkus und Memory Effekt
F.21.1. Schutz gegen Tiefentladung
F.21.2. Verpolschutz
F.22. Transistoren und Dioden
F.22.1. MOSFET Treiber
F.23. Das KFZ-Bordnetz
F.24. Schaltregler
F.24.1. KFZ 'Netzteile'
F.25. Motoren & Dimmer
F.25.1. Snubber
F.25.2. Entstörung von Relais an Mikrocontrollern
F.26. Roboter
F.27. Oszilloskop
F.28. Drehstrom
F.29. Quadraturdecoder für Inkrementaldrehgeber
F.29.1. Entprellen von Tastern
F.30. Audioverstärker
F.30.1. Operationsverstärker
F.30.2. Audioeffektgeräte
F.30.3. Dynamikkompressoren / Limiter
F.30.4. Dezibel
F.31. Oszillatoren
F.32. Temperaturmessung
F.32.1. Gas-Sensoren
F.33. Drosseln & Spulen
F.34. Gehäuse
G. Links
H. Drucker (Tinte / Laser)
H.1. CD-Player / CD-Brenner / DVD-Laufwerke
I. Magazine
J. ASCII art oder: Warum kann ich die gepostete Schaltung nicht lesen ?
K. Kritiken und Buchempfehlungen
L. Patente
M. Elektroinstallationen
N. Schluss
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- Wenn du ein Problem gelöst hast, freuen wir uns auch über eine Erfolgsmeldung. Du produzierst damit keinen überflüssigen Traffic, sondern es können alle von dir lernen, deren Antwort nicht passte.
Danke.
de.sci.electronics Elektronik in Theorie und Praxis, gegründet 1994 von Thomas Schaerer und Martin Huber
Die folgenden Gruppen befassen sich auch mit Elektronik in deutscher Sprache:
auch erreichbar über
das Batronix Forum
Bei spezifischen Themen frage besser in den Newsgruppen, die sich speziell mit dem Thema befassen, da wissen die Leute einfach mehr.
Wenn du etwas verkaufen oder anbieten möchtest, sind die oben genannten Newsgruppen der falsche Ort dafür. Nimm:
Und wenn du der englischen Sprache mächtig bist, gibt es eine Reihe englischsprachiger Newsgruppen, in denen sich teilweise Antworten auf schwierige Fragen erhalten lassen. In sci.electronics.design findest du z.B. Winfield Hill, einen der Autoren des vielzitierten Buches "Art of Electronics / Hohe Schule der Elektronik".
Und der Vollständigkeit halber:
Allgemeine Regeln zur Benutzung von Newsgruppen finden sich hier:
Von: Ralf Stephan 23.11.1999
Hiermit Dank an alle Usenet-Autoren und denen, die an diesem Dokument mitwirkten:
Von: Ralf Stephan 23.11.1999 und MaWin 17.7.2000
Das WWW und dessen Suchmaschinen sind deine Freunde. Die meisten Hersteller elektronischer Bauteile und Geräte haben sehr früh begriffen, wozu das WWW taugt (kein Wunder, Branchennähe). Du findest inzwischen sehr viel im Netz, wenn du nur das richtige Stichwort in die richtige Suchmaschine eingibst. Das heisst, das die meisten Leute in d.s.e damit umgehen können - sei daher nicht beleidigt, wenn man Dich darauf hinweist, wie einfach du dir auch selbst deine Fragen beantworten kannst.
Vor dem Posten solltest du natürlich auch mal in den Nachrichten blättern, die auf deinem News-Server eh schon vorliegen.
Das heisst nicht, dass alte Fragen in neuem Gewand und mit interessanten Neuerungen hier verpönt sind -- im Gegenteil.! -- von guten Fragen und Antworten lebt dieses Forum sprichwörtlich. Achte aber bitte auf exakte und ausführliche Fragestellung, in der alle dir bekannten Angaben zum Problem enthalten sind, auch wenn sie dir unwichtig erscheinen. Schliesslich fragst du, weil du beim Nachdenken in eine Sackgasse gelaufen bist. Meistens hätte man schon bevor das Problem auftauchte einen anderen Weg einschlagen sollen. Die 'Antworter' sind keine Hellseher und es gibt meist viel mehr Lösungsvarianten, als du dir denken kannst, daher sind Hintergrundinformationen unbedingt notwendig.
Was nicht schon in d.s.e oder anderen spezielleren Foren durchgekaut ist, liegt aber womöglich auf einer der Milliarden Webseiten. Die zur Zeit besten Suchmaschinen, neben Metasearchern, dafür sind wohl:
Diese Maschinen geben auch auf deutschsprachige Stichwörter Ergebnisse, die dann meist auf deutschsprachige Seiten verweisen.
Datenblätter für aktuelle Bauteile werden meist problemlos von allgemeinen Suchmaschinen entdeckt, zudem gibt es umfangreiche Verzeichnisse
Auch die Hersteller haben meist kostenlose Suchmaschinen für ihre Produkte. http://www.bgs.nu/sdw/ und http://www.xs4all.nl/~ganswijk/chipdir/index.htm helfen dir beim Finden der Firmen-Webseite, auch ausgehend von der IC-Bezeichnung. http://www.sachon-zvei-elektro-einkaufsfuehrer.de nennt Hersteller nach Produktgruppen, ähnlich die Kennzifferzeitschrift Markt & Technik, die zur Standardlektüre jedes Elektronikfertigenden gehört.
Eine Liste der Halbleiterhersteller mit URLs, deutschen Adressen und Distributoren, Versender, Broker und Beschaffer in D + CH + A ist auf http://www.aufzu.de/semi/halbleit.html und eine Anfrage bei 20+ Händlern geht mit http://www.findchips.com/ schnell.
Viele Hersteller bieten kostenlos CDs mit dem Inhalt ihrer WebSites an, und manchmal werden diese kostenlosen CDs dann teuer von Elektronikversendern weiterverkauft :-(
Antworten auf viele Fragen beantworten die folgenden Sites. Allerdings sind hier meist englischsprachige Texte referenziert. Trotzdem, versuche es bitte erst hier, gerade wenn es um Reparatur von Handelselektronik geht:
Von: Ralf Stephan 23.11.1999
Dieses Kapitel enthält herausragende Artikel einiger d.s.e-Autoren. Die Auswahl musste natürlich subjektiv stattfinden, und konnte erst einen kleinen Teil der Artikel berücksichtigen.
Von: MaWin 17.7.2000
> Gibt es ausser Conrad noch andere Elektronikhändler ?
Die meisten Versender sind inzwischen online erreichbar. Es lohnt sich, die Preise zu vergleichen. Aber Beschaffbarkeit und Lieferbarkeit spielt letztlich die grössere Rolle. Wenn man ein spezielles Teil braucht, wird man auch den Rest bei diesem Versender kaufen, um Portokosten zu sparen. Es lohnt sich, immer etwas Nützliches auf der Wunschliste zu haben (Tintenpatronen :-) Distributoren sind für gewerbliche Kunden und liefern meist nur ganze Verpackungseinheiten. Die in vielen Städten noch bestehenden lokalen Elektronikgeschäfte sind zwangsweise teurer und haben eine geringere Auswahl. Also unterstützt eure Elektronikläden, wenn euch daran liegt, das es sie morgen auch noch gibt. Wer selbst Bauteile übrig hat und diese nicht bei eBay einstellen möchte, kann Bauteile auch hier anbieten, und natürlich suchen:
Gewerbliche Kunden erfahren Beschaffungsquellen aus den kostenlosen Kennzifferzeitschriften wie Markt & Technik, Elektronik, Design & Elektronik (http://www.elektroniknet.de/). Die Marktübersichten sind online verfügbar. Beschaffungsquellen aus China sind zu finden bei http://www.alibaba.com .
Speziellere Bauteile (Sensoren etc.) finden sich bei spezielleren Händlern. Siehe http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/mawin.htm
Vergleichstypen sucht man bei http://www.electronica-pt.com/db/componentes.php und manchmal werden welche genannt bei http://www.ersatzteilblitz.de/
Bei http://www.bsh-group.de/ finden sich (wenn man sie findet bei der katastrophen WebSite) im Notfall Ersatzteile für Siemens und Bosch Geräte per Versand, aber zu superfrechen Preisen: Ein Geschirrspüler, der neu 499 EUR kostet, kostet in Ersatzteilen 2187 EUR. Man kauft dort also nur, was man woanders nicht bekommt, und was man nicht ersetzen kann, und keinesfalls Schrauben, elektronische Einzelbauteile oder so. Ein Kondensator, den es bei Reichelt für 89 Cent gibt, wird dort schon mal für 25 EUR vertackert.
Von: MaWin 17.7.2000, Michael Rübig 18.5.2010
Man hat den Eindruck, als ob sich immer weniger Leute mit Elektronikbastelei als Hobby beschäftigen. Dabei war es noch nie so kostengünstig wie heute, und noch nie so einfach, sich die notwendigen Informationen zu beschaffen.
Zwar kann man alle elektronischen Geräte des täglichen Bedarfs preiswert fertig kaufen, aber das Spektrum der 'selbstbaubaren' Geräte ist wesentlich umfangreicher als früher. Vom Selbstbau-Handy, -Fernseher oder -PC wird man die Finger lassen, aber interessanterweise sind bereits HiFi-Verstärker (DIE Paradebeispiele für angeblichen Preisdruck) billiger im Selbstbau als im Laden. Und bei Reparaturen zahlen sich Elektronikkenntnisse erst recht aus.
Von: Clemens Waechter, 25.3.2008
Ein prinzipieller Einstieg ist leichter geworden. Wenn man sich aber an Techniken wie USB und Ethernet versuchen will, dann ist das für mich ähnlich schwierig wie das was Du damals [Vor-Internet-Aera] gemacht hast.
Allerdings gibt es auch da inzwischen Fertigpakete, die einem das Leben leichter machen: Ethernet: Lantronix XPort, Olimex ENC28J60H, Pollin AVR NetIO. USB: FTDI FT232RL (auch auf Platine über eBay), wenn man keine hohe Performance braucht.
Von: MaWin 17.7.2000
Besser als ein fertiges Starterset ist es, wenn man sich einige Gerätschaften selber zusammenkauft. Für Schüler gab es bis 2001 die Elektronikkästen von Schuco (früher Philips) http://ee.old.no/ oder die einfacheren von Kosmos http://www.generalatomic.com/teil1/index.html . Deren Anleitungsbücher kann man sich herunterladen, aber so toll waren die nicht, es wird zwar erklärt wie man z.B. einen aufgebauten Multivibrator langsamer blinken lässt, aber nicht wie sich die darin beteiligten Transistoren gegenseitig sperren, also nur oberflächliche Bedienweise statt tiefergehendem Verständnis gelehrt. Im Ausland
Heute sind die Steckbrett-Baukästen von http://www.franzis.de/ trotz ähnlicher Qualität der Handbücher die bessere Wahl, vor allem seit einer Preissenkung auf 29.95 EUR. Lernpaket Elektronik ISBN 978-3-7723-5296-6, Lernpaket Elektronische Schaltungen selbst entwickeln und aufbauen ISBN 978-3-7723-5778-7, als Restposten günstig bei Pearl
Für den Lehrbetrieb gibt es
Wer es ohne Baukasten probieren will:
a) Ein Lötkolben. Für den Anfang tut es gut ein Ersa TIP260 mit Lötspitze 162KD von z.B. http://www.reichelt.de/. Für SMD hilft gut ein zweiter, der darf dann auch temperaturgeregelt sein. Luxuslötkolben kommen z.B. von Pace oder Metcal, aber JBC's AD2950 hat die Klassiker wohl ausgebootet. Billige 5 EUR Lötkolben sollte man sich nicht antun.
b) 100g bleihaltiges Elektroniklötzinn 1mm, 1.7m Entlötlitze 2mm, Flussmittel als Stift oder Kolophonium (http://www.conrad.de/ 813419) in Spiritus auflösen. Kein Lötlackspray (davon geht 90% daneben und es klebt ewig bis man es endlich mit dem Haarfön trocknet), und auf keinen Fall Lötfett oder Salzsäure, in solchen absoluten Notfällen noch eher Tannenharz mit etwas Aspirin.
c) Ein einfaches Digitalmessgerät, die es um 5 EUR gibt (M-830B 4.55 EUR von http://www.csd-electronics.de/ ), aber besser eines mit durchgängigen Bereichen (fragt, ob es auch einen 2A= und einen 0.2V~ Messbereich hat). Teurere Messgeräte sollten dann TrueRMS beherrschen (externer Vorsatz http://www.elv.de/ 60-077-91), damit bei Wechselspannung der angezeigte Wert auch bei nicht-Sinusförmigem Signal mit dem effektiven Durchschnittswert übereinstimmt. Das Metex 3650 hat wohl Startprobleme bei schwacher Batterie und einen zu langsam reagierenden Durchgangsprüfer. Das Metex 3640d zeigt unterhalb 2 Ohm nur Zufallszahlen an.
d) Ein 10er Satz Prüfstrippen mit Krokoklemmen. Achtung: Die Krokomäuler müssen für feinste Litzen ganz zugehen, es gibt da oft Ramsch. ML6028 von http://www.reichelt.de/ ist zwar teuer, aber kontaktsicherer, leider nicht vergoldet.
e) Ein Cutter (feiner Seitenschneider, der dünnste Drähte trennt) ist Gold wert. Die billigen taugen meist nichts (schneiden keine Litze). Stahldraht sollte man aber von allen fern halten.
f) Pinzette, Zange, Schraubendreher, Abisolierzange, etc. aus dem Bastelkeller
g) Das Buch "Art of Electronics" / "Hohe Schule der Elektronik". Siehe unter K.
h) PC zur Layouterstellung, Simulation und zum Datenblattlesen (hast du ja :-)
und dann je nach Entwicklung
i) Ein Experimentiersteckbrett (Labor-Steckboards, Experimentierboard, Breadboard, Protoboard, günstig bei http://www.reichelt.de/, http://www.conelek.de/, http://www.pollin.de/ und http://www.elv.de/)
j) Ein regelbares Netzteil. Eine einfache Version mit LM317 und vielleicht einigen Konstantspannungen (LM78xx) kann man sich als erstes Projekt selbst bauen (siehe F.9. Netzteil), ein 'dickes Ding' wird man besser kaufen (Ratho RPS2305 = Reichelt LM305 0-30V/5A 70 EUR, DF-1731 http://www.pollin.de/ 2*0-30V/3A 180 EUR), siehe Schaltpläne zu 512982, 518077, 511412, 510391, 510343, 512028 von http://www.conrad.de/ oder die Geräte von http://www.elv.de/.
k) 3 DIN-A5 Fotoschalen und 1 Warmhalteplatte, Natriumhydroxid (Ätznatron) als Entwickler, Eisen-III-chlorid als Ätzmittel und eine Belichtungsvorrichtung (siehe F.6 Leiterplattenherstellung)
l) Wer Platinen aus Epoxy (FR4) herstellen will, sollte eine Kleinbohrmaschine mit Bohrständer für Hartmetallbohrer kaufen. Dafür tut es kein 'Hobbydrill' oder 523666 oder 523674 von Conrad, auch ein Dremel ist sinnlos da es dafür keine vernünftigen Bohrständer gibt und die Lager schon nach kurzer Zeit ausschlagen sollen. "Finger weg vom Dremel. Der hatte bei mir damals mehr Spiel als der Bohrerdurchmesser. Ich hab den dann bei eBay vertickt und mir ne Proxxon gekauft. Kein Spiel und auch viel mehr Drehmoment für die größeren Sachen. Und billiger auch noch."
Geeignet ist z.B. der Proxxon IB/E + Bohrständer MBS140 oder Micromot 40/E + NG2/S + Bohrständer aus Geschenkkoffer 28514 + Spannzangenset (damit die 1/8" Industriebohrer verwendet werden können, das 40/E kann nur 3mm), Das Schnellspannbohrfutter ist für die hohen Drehzahlen nicht geeignet. Die Proxxon TBM220 ist sehr laut und serviceunfreundlich aufgebaut. Vollhartmetallbohrer holt man bei http://www.hartmetalltools.de 1.65 EUR nachgeschliffene vom Nachschleifservice http://www.ch-instruments.de/ (10 Bohrer kosten um 5.50EUR), oder über eBay und keinesfalls von Proxxon, schon gar nicht das 'Elektroniker Set', aber eine Trennscheibe ist nützlich (nicht mit Diamant).
m) Ein LRC-Meter (Induktivitäts- und Kapazitätsmessgerät) wie das 122211 für 40 EUR von http://www.conrad.de/ oder das SE8280 von http://www.elv.de/ oder selbstgebaut siehe unter "Kapazitätsmessgerät / Induktivitätsmessgerät"
n) Und wenn man es sich leisten kann ein Oszilloskop, siehe Abschnitt F.27.
o) Für Basteleien an Schaltnetzteilen ein (200 VA) regelbarer Trenntrafo.
p) Ein Chipprogrammiergerät wie GALEP von http://www.conitec.net/ oder Xeltek SuperPro 280U USB von http://www.xeltek.com/
Das Geld für Zeitschriften spart man heute besser, siehe Abschnitt I.
Die genannten Produkte und Markennamen bedeuten nicht, das dies die einzigen verwendbaren Teile sind. Aber es sind welche, die sich bewährt haben (bzw. eben nicht).
http://www.pollin.de/ hat einige brauchbare Sortimente, ansonsten findet sich eine kleine Bauteilegrundausstattung für Experimente auf dem Experimentierbrett:
und jetzt fehlen nur noch hunderte von kleinen Beispielschaltungen dafür :-) Einige davon befinden sich in dieser FAQ, im Übungsbuch zu 'Art of Electronics', in den Online-Büchern auf http://www.vias.org/electronics.html und in AN-32, AN-20 von http://www.national.com/ und holt euch die Datenblätter von allen gekauften Bauelementen.
Megabytegrosse Datenblattsammlungen (DL111/126 Transistoren, DL135 MOSFETs, DL128 Analog-IC-Übersicht, DL129 Digital-HCMOS-ICs) gibt's bei http://www.onsemi.com/ , recht geeignet um mal eine Übersicht und einen Datenblatt-Grundstock zu bekommen. Sogar die Pocket Guide gibt es noch http://focus.ti.com/lit/ug/scyd013b/scyd013b.pdf
Chiptypennummern nach Verwendungszweck als Startpunkt der Bauteilsuche:
Einstellbare Spannungsregler: LM2931/LM317L (100mA) LM317, LM337 (1.5A) , LT1086 (1.5A low drop), LM350, LM333, LT1085 (3A), LM338 (5A), LT1084 (5A low drop), LT1083 (7.5A), LT1038 (10A), PQ7DV10 (10A 1.5-7V Sharp, edel-schrott.de) ADP3310 (extern low drop) Hochvoltregler: LM317HV 1.25-60V1.5A, L146 = 80V uA723, LM2576HV 1.25-60V3A (NS) B3171V (1.2-57V1.5A RFT) TL783 1.25-125V700mA(TI), LR8 1.25-450V10mA (Eingangsspannungsflankensteilheit>50us) LR12 1.2-88V50mA (Supertex), VB408 1.2-400V40mA (ST), LT3010 80V50mA (Linear), HIP5600 (50V..) (Harris) VB409 (ST, nur AC, 5V40mA), MAX610 (5V/40mA aus 230V~) IXCY10M90S (1-100mA bis 900V, Darisus) Präzisere Spannungsregler: LP2954AIT (TO220 250mA 0.1% NS) LP2986AIM (SOT8 200mA 0.5% NS), LT1086 (1% 1.5A 0.015% TO220 Linear) Abschaltbare Spannungsregler ADP3367 (5V 0.3A LBO genau verkehrt für SHDN) LT1579 (5V 0.3A 2 Eingänge 2 LBO passend für SHDN), LM2941 (1A ADJ low=on) LP2951 (0.1A ADJ low=on), LP2985 (0.15A ADJ low=off Rückstromdiode), BAxxCC/BAxxDD (1A/3A, low=aus, Rohm), UCC383 (3A, 1.25-8.5V, Ube low=aus, TI) TPS76801 (1A, 1.2-5.5V, TTL hi=aus, TI) Niedrigstleistung-Spannungsregler: HT71xx (2.2uA Holtek) MCP1702-33 -50 (2uA OnSemi, bei Reichelt) NCP551 (4uA OnSemi) S817 (1.2uA Seiko) Niedrigstspannungs-Step-Up-Schaltregler für 1 Zelle: AS1322 (AMS) L6920 (ST), LTC3401 (Linear) ZXSC100 (Zetex) TPS61000 (TI) NCP1450 (OnSemi), LTC3108 (Linear, ab 20mV) Referenzdioden: LM336/385/4040/4041 (NS), REF12Z/25/ADR291/AD1582 (Analog), ICL8069 (Intersil), TC04, ZRA245/250 (Zarlink), LT1009 (Linear), MC1403, CS1009 (OnSemi) Zaehler/7SegDecoder: MM74C92x (NS) ICM7217 (4 stellig), U125D, ICM7249 (6 stellig), ICM7226 (8 stellig) (Intersil) HEX zu 7-Segment: MC14495, DM8880/9368, V40511, D345, D346, 4311, 4368, 74C915 oder eben ein GAL16V8 VFD-Treiber: A681x/A581x (Allegro), MAX6920-32 (Maxim), LB1240 (Sanyo), PT6311 (Princeton), NE594, MM58241/58242/58248/58341/58342/58348 (NS) MSC1162/1163 (Oki), SED2020/2032 (Seiko Epson), CS1087-1089 (OnSemi) EL-Folien-Treiber: SP4403 (Sipex) Ladungspumpen: ICL7660/LTC1044/MAX1044/LM2660 (5V/10mA), XC6351 (1.2V <10mA Torex) LT1026/MAX680/681(=MAX232 ohne RS232), LTC1044A (12V/10mA) ICL7662 (15V/10mA), MAX619/LTC1046 (5V/50mA) LTC1144 (15V/50mA) MAX662 (5V->12V/30mA) LTC1263 (5V->12V/60mA) LTC/MAX660 (5V/100mA) (Intersil/Linear/Maxim) MAX665 (8V/100mA) TPS61000 (100mA TI) MAX889 (5V/200mA) TPS60130 (300mA/5V TI) GHz-Vorteiler/Prescaler: CND2047, PMB2312/2313, MC12017/12079/12080/12095, U664/666/813 (schwingen leicht) U891/893/6024, SP4908/8718/8719/8792/8910/8755/8720/8786A, M54462AL (:256 1GHz Mitsubishi) LMX2322/2326, SAB6456, HMC426MS8 (Hittite) RESET-Controller für 8051: DS1833 (Dallas) RESET-Controller für 5V/12V: MB3771 (Fujitsu) Klangregler Volume/Treble/Bass: LM1036 (NS), TDA1074A, TDA4292, TDA7318 (Philips), LC7530, LC7532, LC7533, LC7535, LC7537 (Sanyo) DDS: ML2035/2036 (25/50kHz Fairchild), HSP45102/45106/45116 ISL5314 (Harris), AD7008/9832/9850/9851 (Analog) Q2240I (Qualcom) rauscharme OpAmp fuer Audio (Linepegel): TL071 (TI, nicht TL072/074), NE5532/5534 (Philips), MC33078 (Mot), LM833/837 (NS), OPA134/604 (TI) OP176/275 (Analog) billiger Rail-To-Rail OpAmp: LMV324/824 LMC6482/6484 (NS), AD82x (Analog), TS912-924 (ST), TLV272/2372 (TI) LMC662 geht in latchup bei Vin > V+ - 1V Niedrigstspannungs-1V-OpAmps: LM10 (NS), MC33501/502/503, NCS2001 (OnSemi), MAX4289 (Maxim, langsam) XC221 (Torex) OpAmps für höhere Spannungen PR2201/2202 (80V Prema), MC1436 (60V OnSemi) OpAmp mit Referenz: LM10 (NS), TSM101, TSM103, TSM106, TSM107 (ST) NCP4300 (OnSemi) TL103 (TI). präzise hochohmige OpAmps: OP07A (TI), LTC1150/2050 (Linear), AD707/8571 (Analog), LT1014A, LTC2050 (zero drift, R2R 2uV/us Slew, Linear) extrem rauscharme OpAmps für niederohmige Quelle (Audio-MC-Phonovorstufe, dyn. Mikro): LT1028/1115 (Linear), AD797 (Analog) chopperstabilisierte OpAmps: LTC1049/1050/1052/1150 open collector OpAmp: TAA761/861, TAE/TAF1453/2453/4453, TAA752/765/765/2761/4761/2765/4761/4765A, B761D/B765D/B861D/B865D/B2761D/B2765D/B4761D/B4765D over the top beyond the Rail OpAmp: TLV2401, OPA2340 (0.5V, TI), INA117 (200V, TI), LT1490/LT1491/LT1638/LT1639 (44V, Linear), CA3130/CA3140/CA3160 (8V, RCA), TL071/072/074/etc LF411 etc. LF356/357 (50V http://www.national.com/an/AN/AN-447.pdf) high side Strommessung: ZXCT1009 (Darisus) sauschnelle OpAmps: THS4303, THS3201, THS3001, OPA847 (18-4GHz TI), OpAmp für hohe kapazitive Last: LT1363 (Linear), LM8261/8272/6161/6261/6361/6362/6364/6365 (NS), AD817/826/827/847/848/849 (Analog) http://www.analog.com/library/analogDialogue/archives/31-2/appleng.html OpAmp für Ansteuerung Piezo, EOMs, Pockelszellen bis MHz: PA97 PA98 PA85 (Apex) Normale OpAmps steuern höhere Spannungen: http://www.national.com/ AN271, AN272 Leistungs-OpAmp schneller als L272 mit weniger Offset: LT1210 (1.1A 35MHz, Linear), L2722/2724 (ST), TCA0372 (OnSemi) (nicht für Audio geeignet, da wie LM324/358 ruhestromlos) verbesserter LM386 1W/8 Ohm Audioamp für 5V ohne Ausgangselko: LM4861/4871/488x (NS) Kopfhöhrerverstärker (32 Ohm, 0.15W): MC34119 (OnSemi, nicht mehr hergestellt), NJM2113 (NJR, will besser abgeblockt werden als der MC34119), TDA7050/TDA2822 (Philips) TS922 (ST) Lautsprecherschutzschaltungen: uPC1237, TA7317 KFZ-Audioleistungsverstärker: TDA7375 (4*4W/2*22W), TDA7560 (4*30W) TDA8563 (2*40W an 2 Ohm) Heim-Audioleistungsverstärker: TDA7294 (ST), auch als Piezotreiber gut, TDA7293 parallelschaltbar, LM3875 LM3886 (NS) OpAmp für Ausgang Funktionsgenerator: LT1206 (Linear) Elektrometer: AD549L AD515, OPA111/128/129, LPC660/LMC6041 (2fA typ 4pA max), AppNotes: AN242 LB37 AN241 (NS), AB075 (BurrBrown) Instrumentenverstärker: AD620/621/624/625/626 (Analog), INAxxx (TI), LT1167/1168 (Linear) Platin-Temperaturmesswiderstandsverstärker, Pt100, Pt1000, RTD: ADT70 (Analog) Thermoelementmessverstärker: MAX6675 (Maxim), LT1025 (Linear) Dehnungsmessstreifenverstärker und -Wandler: MAX1400-1403 (Maxim) Mikrofonverstärker mit Kompressor: SSM2165 (Analog) VCAs: 2181 (That), AD600/602/604 SSM2010/2013/2014/2018/2020/2022/2118/2120/2122/2164 (Analog), BA7655 (Rohm), M5244 (Mitsubishi), CLC5523 (NS), SL550 (Plessey), VCA2612/2613/2614/610 (TI) OTAs: BA6110 (Rohm), CA3060/3080/3280 (Intersil), LH0045 LM3080, LM13600/13700 (NS) = NE5517 (Philips) = NJM13700 (New Japan Radio), OPA2662/660 (TI), LT1228 (Linear) Transimpedanzverstärker: OPA665 (TI) AD9617//9618 (Analog) SA5211/5212/5214/5217/5225 (Philips) TZA3023/3033/3034/3043/3044 (TI) (Sander Electronic) Multiplizierer: XR2208 (Exar), ICL8013 (Intersil), RC4200 (Fairchild), AD532/633 (Analog) MPY100/634 (TI) logAmps: MAX4206/4207 (Maxim) BB4127/LOG100/101/102 (TI), AD8304 (Analog) [teilweise stückweise lineare Interpolation] TrueRMS Konverter: AD536/636/736/737 (Analog), LTC1966, LT1088 (Linear) Hall-Strommesser: ACS750 (Allegromicro), Sanken CS-Series bis 5A Hallsensoren: KSY10/13/14 (Infineon), A1321+A3141-44 (Allegromicro) , THS125 (Toshiba), HG106 (Asahi-Kasei), GH700 (F.W. Bell), Micronas, Melexis LiIon Protection in SOT23-6: NCP800, R5421, T63H0002A, AAT8633, MC33349, S8231 (SO8) Akkulader-ICs: ADP3811, BQ2000/2002/2004, CH127/128, MC33092, MAX1640/1641/1647/712/713/846, ICS1700/1702/1722, AIC1781-1783, LM3647, LT1512/1571, LTC1759, TEA1102/1103/1104 Nullspannungsdetektor: TDE2907, 8T363 Fensterkomparator: MC34161 (Motorola), TCA965 (Infineon, veraltet) TRIAC-SteuerIC: alt: TDA1023/24, U217B=T2117, U106, U208 (alle veraltete) neuer: U2008/2010 (Temic, Atmel), TCA785, SL440/SL441/SL443 (Plessey, veraltet, Weller Lötkolben, Hinkel-Elekctronic) NE555=SE555=LM555 (4.5-16V, 500kHz) in CMOS: ICM7555 (2-18V, 1MHz Intersil), TLC551 (1-16V, 2MHz, TI), TLC555 (2-15V, 2.1MHz, TI), TS555 (3-16V, 2.7MHz, ST), LMC555 (1.5-12V, 3MHz, NS), ZSCT1555 (0.9-6V, 330kHz, Zetex), IR2151 (Gegentakt MOSFET Treiber Ausgang) MIC1555 (2.7-18V, SOT23-5) Langzeittimer: U6046/6047/6049, ICL8250, XR2240, 74HC5555 F->V Konverter/Tachometer-ICs/Frequenz-Spannungswandler: LM2907/2917 (NS), ADVFC32 AD636 (Analog), TC9400 (Tel) IR(De)Coder (RECS/RC5): SAA3004/3006/3007/3009/3010/3027/3049 SAB3210/3209 (Infineon), HT11/12 (Holtek), MC14497/145026/27/28 (OnSemi) uPD6121/uPD6122 (NEC) 21/2222+2225 (princeton.com.tw) IR-Coder (PPM): PTPT2221/2222 (Princeton), uPD6120/21 (NEC) oder LC7461M/62M (Sanyo), UM3750/3758 (UMC) Infrarotdemodulationsempfaenger: SFH505A SFH5110 TFMS5300/5360 (Infineon), TSOP17xx/18xx/48xx (Vishay), IS1U60 IS1460 (Sharp) PIC26043SM einstellbare Demodulationsempfänger: SL486, U2538B/T2525/T2527, AIC1862, TDA4050B, TBA2800 IrDA: IRM3001, TFDS3000/4000/4500/6500, TOIM3000/3232 PLL FSK Demodulation: NE567/NJM2211 AM Radio ICs: TCA440, TDA1056, A244 FM Radio ICs: TEA5767HL DCF Funkuhr: UE6005, T4227 (Atmel) U4223/4224 (alt) StereoCD D/A: LC7881 7.10, PCM56 (TI) StereoDecoder: MC1310 diffuse LEDs: TLVR/TLVG/TLVY4200, Superflux Uhren-ICs: alt: MM5314/5316/50250 (NS), U125, neuer: LM8560 (Sanyo)=TMS3450 (TI), HT1340/1391 (Holtek) RTC-ICs: M41T00 (ST,0.8uA), PCF8563/8573/8583 PCA8565 (10-200uA, Alarm) PCF8593 (wenig Strom, Alarm, Philips), DS1307 (Dallas) Fernsteuerservo: alt: SN76604/SN28654=B654, ZN409, NE544, neuer: NJR2611, M51660, M52461 Funkfernsteuerungsencodersender: LM1871 Märklin Modellbahn: MC145026, MC145027 (Motorola) RS485: SN75176BP SN75LBC176 (TI), LTC485 (Linear), MAX487 MAX489E MAX490E (Maxim) IL485 (Isolationskoppler, NVE) RS422: µA9638 4-20mA: XTR110 (TI), AD420 (Analog), AM422 http://www.analogmicro.de/ HPIB, GPIB, IEEE488: alt: TMS9914A, SN75160 (Daten), SN75161 (Steuersignale) (TI) USB: CY7C6300x (Cypress), PDIUSB11/12 (Philips), FT8U232/245 (FTDI), PIC16C765 (Microchip), TUSB3210 (TI) RGB->Composite PAL-Encoder: MC1377 (schlecht, Trafo, OnSemi), TDA8501+TDA4568 (Philips) Videodigitalisierer/Framegrabber: SAA7111/7113 (Philips) RDS Decoder: TDA7330, SAA6588 schnelle SRAMs: ISSI, Cypress, Alliance Semiconductor I2C-Repeater: PCA9515 (Philips), IL712 (Isolationskoppler, NVE) Quadraturdecoder: LS7166, LS7266 (LSI Logic), HCTL2022/2032 (HP), DDM01 (amira.de) Analogschalter: CD4016 (alt), CD4066 (15V), LC4966 (37V), DG2xx, DG4xx, Audio: SSM2402/04 (Analog) TDA1028 (ST), NJM2750 (JRC) Kreuzschienenverteiler: AD75019 (Analog) MT8808, MT8816 (Zarlink) TEA6420 3-Klang Gong: alt: SAB0600, neuer: SAE800 OnScreenDisplays: PCA8516, SAA5242, STV5730A Sensor-Dimmer: alt: S566/576 SLB0586/0587 (Siemens), auch schon alt: HT7700C/7703/7704 (Holtek), neu: LS7231-33/7314-15/7237/7339-40/7535/7538-39/7631-32 (LSI CSI) Bargraphanzeige: U237/247/257, LB1403-1426, dabei 1412 5.50 (Peak,12, Sanyo), LB1494, LM3914-16/LM4700 (10) MM5451 (35, NS), U1096 (30), A277 UAA170 UAA180 (12), KAA2281 (2*5) KAA2283 (10), TC826 (40 LCD Microchip), LC7556 (2*12 Peak VFD Sanyo) TL476/487/489/490/491 (alt), D620 (TFK, 10) Audio Spektrum-Analyzer-Display: BA3826/30/33-35 (Rohm) 7band +-12db uC Graphic Equalizer: LM835 (NS), LC7522, LC7523, 5-Band: TDA7317 (ST) BA3812/22-24 (Rohm) MOSFET-Treiber: MMH0026=DS0026=MC34151/34152 (OnSemi, schwingt leicht), LM5112 (7A NS) UCC37321-325 (9A TI), TPS2811/12/13 (TI, ähnlich 0026 mit Spannungsregler), ICL7667 (Intersil, Hysterese), TC429 (9A Hysterese) LTC1693 (Linear), HIP4080-82A (Harris, nicht die nicht-A-Typen, siehe TB321, aber lese AN9404, on/off time einstellbar), IXDD430 (30A, Ixys), SN75374 (500mA, versorgungsspannungsflexibel, TI) DRF1200 (13A 30MHz 1kV isol. Microsemi Hybrid) TC426 (Toshiba), MAX4426/4427/4428 (Maxim), MIC4422 (Micrel, gut) TC4422 (TelCom+Maxim, unzuverlässig) MOSFET-Treiber mit Ladungspumpe für NMOSFET an positiver Rail: MIC5011 (highside, Micrel) L6384-6 (ST), LTC1154/1155/1158 (Linear, gute dead time, teuer), IR2110 (IRF, dead-time sehr kurz), MAX620/MAX621 (Maxim) TLE6280 TLE7184 (3 Phasen, Infineon) MOSFET Treiber mit Strombegrenzung: MIC5020 (lowside) MIC5021 (highside+charge pump, Micrel) MIC5013 (high side für MOSFET mit Sense-Ausgang) IR2121 (lowside) IR2125 (highside) IR2130 (3-phase) LT1158 (lowside, highside) Vollbrücken: BA6208/6209/6218/6219/6229/6283/6285-6288/6417/6418/6920 BD622x (Rohm), TLE420x, TLE6209R (Infineon), TCA3727/4727 (Philips), BTS780 (30A Siemens), VNH3SP30 (30A ST) TMC32NP2 (Trinamic) si9986 (1A SO8 Vishay) Vollbrückentransistoren: TA8403K (7V 0.8A Toshiba, Reichelt) ZHB6792TA (NPN+PNP 70V 1A Zetex, Reichelt) ZXMHC6A07T8TA (MOSFETs 60V 2.2A Zetex, Reichelt) DTMF: Empfänger: MT8800, Sender: MT8880 (Mitel) Signalspannungsbegrenzung: QS3244/32244 Quickswitch (IDT), TXS02612, TXB010X, 74LVC8T245, 74CBTD3861, TL7726 (TI), GTL2002 (Philips), MAX3370-3397/MAX13047 (Maxim), FXLP34 NC7WZ07 (Fairchild) High-Side Driver: ULN2076, SAA1300 (5 x 85mA I2C) Audioleistungstransistoren: MJL4302/4281 (OnSemi bei Reichelt) 2SA1494+2SC3858 (für 150Wrms an 4R), 2SA1295+2SC3264, 2SC2921+2SA1215, 2SC2922+2SA1216 (70mOhm Ringemitter) 2SC4386+2SA1671 2SC4388+2SA1673 2SA2151/2SC6011 (Sanken) STD0xN/P (Sanken, tempco Diode) 2SB1163/2SD1718=2SA1302/2SC3281=2SB1317/2SD1975 (Toshiba/Panasonic) MJL21193/4/5/6 (OnSemi), BD245+246 BD249+250 (jeder) Audio-MOSFETs: 2SK133-135+175-176+1056-1058+2220-2221/2SJ48-50+55-56+160-162+351-352 (Hitachi lateral) ECF/ECX10P16+20+ECF/ECX10N16+20 (Exicon lateral), BUZ900+905/901+906/901D+906D (Philips) Audio-Treibertransistoren: BC550/560, NE856/85633 (eigentlich HF, aber voll spezifiziert) 2SK389 (JFET, 0.5dB) matched Pairs: NPN: BCV61 PNP: BCV62 (NXP) MAT02 (0.05mV), MAT01/LM194 (or 0.1mV), LM394BH SSM2210/20 (0.2mV), MAT03 (rauscharm), MAT04 (Linear) HFA3134/35 CA3083 (Intersil) (Achtung: Unterschiedliche Qualität bei 3083, NS soll schlecht sein) 2SC3381 (80V, obsolet) Doppeltransistoren: BC846BS+BC856S/BC847BS+BC857S lowCEsat bipolar NPN Kleinleistung: 2SC2878 (42mV, hohe UBEreverse) ZTX1047 und andere von Zetex, PBSS4120T und andere BISS von Philips, 2SC5707 (typ 110mV bei 2A, schnelle Schaltzeit, bis 8A, Reichelt) high beta Transistor: BCX70/71 (hFE>380 2mA) MPSA18 (500-1500 10mA) 2SC3112A (hFE 600-1800 2mA) 2SC3112B (hFE 1200-3600 2mA, Toshiba) kleiner LogicLevel NMOSFET: BSS295, BSP297, 2N7002, IRF7401 (SO8) LogicLevel PMOSFET: IRF7416 (SO8), IRLML5203 (SOT23), BSS84 (SOT23) MOSFET mit >20V Ugs: FQPF12P10, STH8NA60FI 2SK2251-01 (Fuji) IRFPC50A 20V/2.5A/0.1Ohm LogicLevel NMOSFETs in SOT23: Si2302DS (Vishay/Philips) selbstleitende depletion NMOSFET: BSS126/139/169, BSP135/149 (Infineon), LND150/LND250+DN2540+DN2470-DN3545 (Supertex bis 700V 500mA 6Ohm) MOSFET, 0.9V Uth bei 3V durchschaltet: IRF7401 (NMOS) / IRF7404 (PMOS) (IRF) TN0200T (NMOSFET), TP0101T (PMOSFET) (Vishay/Philips) BSH103 schnelle kleine MOSFETs ohne Diode auf einem Chip: SD5000-Serie JFET mit niedrigem RDSon: J105 MOSFET mit Bulkanschluss/herausgeführtem Substrat: BSS83 (von NXP), 2N4351, BSD22, SD210 SD5000 SD5400 Serie, SST210 Serie, MIC94030/94031, CD4007 Niedriger Eingangsstrom: 3fA DF703 (Röhre), 80fA PF5301 (JFET) 100pA SD210 (MOSFET), 75fA AD515AL OPA128 LMC6041 (OpAmp, kompensiert) Hcohspannungs-MOSFETs: BUZ50, 2SK1119, STP5NK100, 2SK1489 (1000V) STP4N150 2SK1317 (1500V) Hochspannungs-IGBTs: DIM400XSM65 (6.5kV/Dynex) 5SNA0400J650 (6.5kV/ABB) MIO600-65 (6.5kV/Ixys) FZ200R65 (6.5kV/Eupec) CM600HG-130H (6.5kV/PowerEx) QIS4506001 (4.5kV/60A), IXEL40N400 (4kV/40A) NPN bipolare Hochspannungstransistoren: BUH2M20AP (1200V ST), 2SC4686A (1200V/50mA Toshiba), BUX87 (1000V TO126) STX616 (500V TO92) 3DD13001 (400V TO92) PNP bipolare Hochspannungstransistoren: 2SB832 (900V Sony) 2SA1967/2SA1968 (900V Sanyo) 2SA1831 (800V Sanyo) 2SA1379/2SA1807/2SA1413Z/2SA1486/2SA1627 (600V) ZTX560 (500V Zetex) 2N5852 (500V) 2SA1862 (400V) NPN bipolare Hochstromtransistoren: BUX75, BUR50 Tunneldioden: http://store.americanmicrosemiconductor.com/diodes-tunnel-diodes-general-purpose.html AM Kapazitätsdioden: BB212 (Philips), KV1235, KV1560NT (Toko, compotex.de)
Von: MaWin 17.7.2000
Zunächst mal finden sich gute Schaltungsvorschläge zu letztlich allen denkbaren Themen in den Application Notes der Chip und Sensor Hersteller. Man muss nur lange die geeignetste suchen, denn es gibt so viele. Die technischen Daten dieser Schaltungsvorschläge werdet ihr nur bei perfektem Aufbau erreichen, denn da waren natürlich Profis am Werk. Es hilft, wenn bei der AppNote ein Platinenlayout dabei ist, wie viele von http://www.st.com/ und http://www.maxim-ic.com/. Natürlich favorisieren die Chiphersteller wo möglich ihre eigenen Bauteile. Oft kann man die Schaltungen genau so gut (und manchmal besser :-) mit Bauteilen anderer Hersteller aufbauen. Allgemeines erst mal hier:
Wer bloss Schaltungsideen sucht, sollte mal hier reinschauen:
Die als PDF http://www2.produktinfo.conrad.com/ downloadbaren Anleitungen für Conrad-Bausätze enthalten die vollständigen Schaltpläne und Platinenlayouts. Man muss sich also die Bausätze nicht kaufen, wenn man die Platine sowieso selber machen will.
Bei http://www.elv.de/ kosten Anleitungen meist Geld (Ausnahmen als PDF gibt es, vor allem indirekt bei Conrad). Das ist aber immer noch billiger, als regelmässig die Zeitschrift zu kaufen bis mal was brauchbares dabei ist, und die Platinen und Spezialteile kann man so gleich mitbestellen. Leider kostet bei ELV der Katalog Geld (scheinbar bei Onlinebestellung nicht), und die Zeitschriften sind nur ein verkapptes Katalogupdate.
Dann gibt es zu vielen kommerziellen Geräten die Schaltpläne. Wenn man will, kann man die also nachbauen, soweit keine Spezialteile verbaut wurden. Findet man im Internet nach Eingabe der Modellbezeichnung in eine Suchmaschine keinen Schaltplan http://raupenhaus.de/down/load.php und schickt einem der Hersteller auf Nachfrage keinen Schaltplan kostenlos zu, so kann man versuchen, Kopieen davon für teures Geld zu kaufen:
Bei kommerziellen Geräten zählt jeder Cent, insbesondere bei Consumerware die millionenmal hergestellt wird. Deswegen meiden Hersteller teure Chips selbst wenn sie besser sind oder Schaltungen mit viel weniger Bauteilen erlauben. Daher die unglaublich vielen Schaltungen mit LM324 und Einzeltransistoren. Für den Hobbyelektroniker spielt der Preisunterschied keine so grosse Rolle, er kann und sollte die besseren Chips verwenden. Wer wissen will, WIE schlecht der LM324 ist, sollte mal seinen Vergleich im Datenblatt des LMV324 angucken. Zur Auswahl steht alles, was der Elektronikversender im Katalog hat. Die hochpräzisen Chips von Analog, Linear, Burr-Brown sind dann wieder so teuer, das der Hobbyist, der die technischen Daten dieser Chips mangels physikalischer Grundlagenkenntnisse eh nicht ausreizen kann, von selbst Abstand nimmt, und diese Chips besser den Profis überlässt.
Schaltpläne von Hobbyelektronikern sind zahllos im WWW vertreten. Diese sollten sich mit geschickt gewählten Suchbegriffen festnageln lassen. Einen umfassenden Einstieg gibt http://www.epanorama.net/ . Allerdings funktionieren nicht alle Schaltungen, die man im Web so findet, und die meisten schreiben voneinander ab oder vergessen beim Abschreiben von AppNotes die Hälfte. Daher verweisen bei ePanorama leider die meisten Links auf Schrott.
Von: MaWin 17.7.2000
Das Löten von normalen Platinen und Schaltlitzen ist mit einem Elektroniker Lötkolben kein Problem, wenn die Metallflächen OXIDFREI und sauber sind und man dem Lötkolben passend Zeit zum Aufheizen gibt. Das im Lötzinn enthaltene Flussmittel sorgt für eine gute Lötstelle. Oxidierte Oberflächen verhindern jedoch gute Lötstellen. Die Industrie verwendet i.A. keine Bauteile mehr, die länger als 1 Jahr ausserhalb einer Stickstoffatmosphäre gelagert wurden. Ein temperaturgeregelter Lötkolben ist im industriellen Einsatz sein Geld wert, als Hobbyist kann man abwarten, bis der Lötkolben die passende Temperatur hat bzw. ihn ausstöpseln oder in den feuchten Zelluloseschwamm drücken, wenn er zu heiss wird, oder einen normalen Dimmer vorschalten (nichts anderes ist beispielsweise in der elektronischen Lötstation WTC100 drin http://www.uoguelph.ca/~antoon/circ/wlc100.html oder in MS 250 von Ersa), dann man ihn wenigstens einstellen kann. Im Moment ist der Ersa Multi-Pro 25W Lötkolben für 25 EUR besonders interessant, weil es für ihn kostengünstige MicroWave SMD-Lötspitzen SolderWell gibt.
Die berühmten Weller Magnastat sind technisch überholt (zu klobig, teure Lötspitzen), für das ganze Sortiment gibt es aber offenbar jahrzehntelang Ersatzteile bis zur kleinsten Schraube. http://www.hinkel-elektronik.de/pdf_node/134.pdf
Wer NiCd-Akkus ohne Lötfahnen direkt am Boden (laut den Datenblättern der Hersteller ist das nicht erlaubt, man soll punktschweissen, Anlage siehe http://www.guido-speer.de/html/punktschweissgerat.html und http://www.teralab.co.uk/Electronics/Spot_Welder/Spot_Welder_Page1.htm ) ähnlich massive Dinge löten will, braucht einen richtig dicken Lötkolben und geeignetes Lötzinn. Wer es mit einem 25W Lötkolben und rumbraten probiert, beschädigt den Akku. 150 Watt und eine kurze dicke Lötspitze, dann lassen sie sich (direkt nach dem man sie mit feinem Sandpapier saubergeschliffen hat) in wenigen Sekunden löten, ohne das der Akku selbst heiss wird. Alu (Bleche, keine Kühlkörper) oder Stahl (Akkus und Glühlampensockel) lassen sich mit Multicore Alu-Sol Lot und einem heissem Lötkolben gut löten. Bitte Dauerlötspitzen (Ersadur etc.) nicht verbiegen oder gar dran rumfeilen und kein PVC damit anschmurgeln, die Beschädigungen der Beschichtung führen sonst sofort zum Weggammeln der Lötspitze.
Wer vor seinem ersten Bausatz mal das Löten üben will: Es gibt die klassischen Lehrstücke: 10 10cm lange Stücke Schaltdraht abisolieren, im 5 x 5 Gittermuster aufeinanderlegen und zusammenlöten. Dasselbe nochmal mit alten oxidierten Drähten :-) Und man sollte auch mal zur Übung BEWUSST so lange auf einer alten Platine rumbraten, bis die Leiterbahnen abgehen, damit man lernt, wie lange das dauert.
Bei Lochrasterplatinen ohne Kupfer steckt man die Bauteile durch, biegt die Anschlussdrähte so, das die zu verbindenden Anschlüsse verschiedener Bauteile zusammenkommen, und lötet die zusammen. Es gibt ein Problem, sobald sich Leitungen kreuzen, also sind die Platinen nur für allereinfachste Anwendungen. Ausserdem halten die Bauelemente nicht besonders, weil sie ja letztlich nicht festgelötet sondern nur angebunden sind. Sie eignen sich aber als Träger für die Fädeltechnik (Anschlüsse mit Kupferlackdraht verbinden) besser als Platinen mit Lötaugen, weil man die notfalls auch wieder auslöten kann.
Bei Streifenrasterplatinen ordnet man die Bauteile so an, das die zu verbindenden Anschlüsse jeweils nebeneinander (in Richtung der Kupferstreifen) liegen. Dabei sind mehrere Gruppen pro Kupfersteifen möglich, man muss nur den Kupferstreifen (an einer dazwischenliegenden Stelle) durchtrennen. Dann lötet man die Bauteile ein. Wegen den nur in einer Richtung verlaufenden Kupferstreifen benötigt man oft Brücken oder Drähte, mit denen man quer zum Kupferstreifen verlaufende Verbindungen herstellt. Die brauchen viel Platz, daher sind diese Platinen nur für einfache Schaltungen geeignet. Für 230V~ gibt es Platinen mit 5mm Rasterabstand.
Bei Lochrasterplatinen mit Lötaugen lötet man erst ganz normal die Bauteile ein und schneidet die Drähte ab, und setzt dann mit nicht zu heissem Lötkolben auf jedes Lötpad auf dem Weg der zukünftigen Leiterbahn einen Hügel aus viel Lötzinn und 'schleppt' ihn zum vorherigen Pad. Dann lässt man ihn erkalten, bevor man den nächten Pad angeht. So bekommt man schnell ansehnliche Lochrasterplatinen. Das Umbiegen der Anschlussdrähte der Bauteile sollte man vermeiden, da damit späteres Auslöten erschwert wird. Extra Kupferdraht ist unnötig. Das dicke Lötzinn ist leitfähig genug.
Und dann gibt es noch die Lochrasterplatinen, die mit Kupferstreifen die Verbindungen der Experimentierbretter (5 quer, 2 längs) nachahmen. Da lötet man de Bauteile und Drähte so drauf, wie man sie im Experimentierbrett stecken hatte :-) als wilder Verhau.
Bei SMD ICs wird die Verarbeitung kritisch. Verwende viel Flussmittel (aus einer Spritze mit z.B. Kolophonium in Spiritus), die Platine sollte beim Löten nass sein, dann lassen sich ICs problemlos einlöten. Im Prinzip hängt dabei das Lötzinn an der Lötspitze, mit der man über die IC-Pins rollt. Das extra Flussmittel verhindert, das das Lötzinn zwischen den Pins hängen bleibt. Passiert das doch, probiert man es nochmal mit mehr Flussmittel, sonst muss man es mit Entlötlitze und Flussmittel wieder entfernen. Bei 1.27mm Pinabstand geht das, aber bei 0.5mm kaum noch.
Man kann auch zuerst die Pads durch drüberrollen mit einer Lötzinnkugel dick verzinnen, dann das Bauteil plazieren und an 2 Ecken je einen Pin anlöten, alles mit Flussmittel einstreichen und per Heissluft löten. Dabei den IC, nicht die einzelnen Pins herunterdrücken.
SMD Lötpaste braucht man nicht, da einem sowieso die Möglichkeit fehlt, diese in exakter Menge aufzubringen. Wenn man bei http://www.pcb-pool.de/ für 100 EUR eine Schablone fertigen lässt, oder in eine 0.15mm Overheadprojektorfolie per CNC die Löcher bohrt, kann man mit einem Rakel (Fenstergummi) Lötpaste aufbringen und in einem handelsüblichen Mini-Grill Reflow-Löten:
Eine verzinnte Leiterplatte ist hilfreich, die Industrie rollverzinnt oder macht HAL hot air levelling, das kann man selber mit Rosol3 und Heissluft bewerkstelligen:
Jedoch mit dem Lötkolben Zinn aufbringen oder Glanzzinn bei 35-40 GradC (normalerweise 5g Zinn-II-Chlorid oder -Sulfat und 50g Thioharnstoff THS in schwefelsaurer Lösung (50g Batteriesäure) in 1l Wasser, Seno macht aber was anderes, Sn-II-Cl in NaOH geht ab 60GradC auch) bringt meist mehr Ärger als Nutzen. Auf jeden Fall Glanzzinn sofort mit heissem Wasser gründlich abwaschen und mit einem festen Tuch blank polieren.
Halbindustriell kann man im Tauchbad löten. Eine flache Schale aus Alu oder Eisen auf einer Herdplatte oder ähnlichen Heizquelle, gefüllt mit Lötzinn dessen Oxidschicht vor dem Löten per Rakel zur Seite geschoben wird, in die man die mit Schaumfluxer / Flussmittel besprühten lötstopplack-beschichteten Platinen waagerecht mit einem Halter (aus Alu) ein paar Sekunden eintaucht, und alle Lötstellen sind auf ein Mal verlötet. Ein Eigenbau ist nicht schlechter als teure kommerzielle Lösungen, das professionellste ist dabei das 220-250 GradC Thermostat.
Dann hat man auch eine Maschine, die Bauelemente aus einem Gurt im gewünschten Raster biegt und die Drähte passend abschneidet. Seitenschneider ade.
Die Entlötfederpumpen sind eine Qual (muss möglichst schwer sein und so dicht, das der Kolben bei zugehaltener Spitze mehr als 10 Sekunden braucht um zurückzulaufen), und einen Entlötkolben mit Vakuumpumpe wird man nicht haben. 2-beinige Bauteile gehen raus, in dem man erst die eine Lötstelle heiss macht und den Draht rauszieht, dann die andere. Bei 3-beinigen muss man ihn reihum in Schritten rauskanten. Bei DIL-ICs auf einseitigen Leiterplatten entfernt man zunächst mit Entlötlitze das alte Zinn (es gibt schlecht funktionierende Entlötlitze: mit extra Flussmittel tränken), wackelt dann mit der Pinzette an jedem Beinchen, um es vom Rand zu lösen, und zieht den IC dann raus. Wenn bei durchkontaktierten Leiterplatten die Löcher gross genug sind, kann man eine Spritzennadel über den Pin durch das Loch in das heisse Zinn stecken und die Pins damit einzeln blosslegen. Bei durchkontaktierten Leiterplatten mit zu kleinen Löchern siehe SMD Vielbeiner. Von Ersa & Weller gibt es für bestimmte Lötkolben Lötspitzen, mit denen sich alle 16 oder 28 Pins eine DIL-ICs gleichzeitig erhitzen lassen. Die sind aber umständlich, weil man den Lötkolben senkrecht in einen Schraubstock spannen muss, die Lötspitze aufheizen lassen muss, und dann die IC-Beinchen der Platine in die Rillen der Lötspitze halten muss. Da feilt man sich doch lieber aus Alu einen Block mit Rillen passend zum jeweils auszulötenden IC, den man mit einer Gasflamme oder elektrisch erhitzt. Sooo high-tech ist Löten ja nun auch nicht, als das es bei den Preisen nicht auch ein Provisorium täte, vor Allem wenn man es nur seltenst braucht. Sind die Anschlussdrähte draussen, kann man die Löcher freilegen, in dem man einen dünnen Stroh-(die Betonung liegt auf Stroh, also unschmelzbar)-halm im Mund das Loch freipustet, das man mit dem Lötkolben von unten erhitzt.
Bei SMD mit 2 Anschlüssen nimmt man am besten 2 Lötkolben als Pinzette (Achtung: Das Bauteil schnell wieder abschütteln, es ist dann weg), sind die Spitzen breit genug reicht das auch für Grössere. Bei Vielbeinigen fangen die Probleme an: Entlöten geht leicht, wenn man ENTWEDER das Bauteil ODER die Platine retten will. Platine retten: Pins mit Minitrennscheibe am Bauteil absägen und mit Lötkolben Platine saubermachen. Bauteil retten: Platine von unten mit Heissluft (oder auf Ceran Herdplatte) heiss machen, Bauteile mit Pinzette abheben. Schwierig wird es, wenn man beides bewahren will :-) Ein Verbiegen der Pins verhindert ein späteres Einlöten, die Pins brechen beim Zurückbiegen meist ab. Jeder hat da so seine eigene Methode, abhängig vom Werkzeug, das zur Verfügung steht. Letztlich gibt es Entlötspitzen für alles ausser BGAs, und natürlich hat es einen Grund, das die Industrie bei SMD meist komplette Platinen tauscht.
BGA Sockel: http://www.ironwoodelectronics.com/ (vorher hinsetzen)
Quetschverbindungen sind elektrisch gesehen besser als Löten, weil der Kontakt direkt, ohne Lötzinn dazwischen erfolgt. Aber die Quetschverbindung muss *gasdicht* sein. Die 'isolierten Kabelschuhe' für's Auto mit Blechzange für 2.50 EUR im Baumarkt sind das nicht und daher der programmierte Wackelkontakt. Aber die klassischen 'unisolierten Kabelschuhe' von AMP, Pfostenstecker, BNC oder Telefon- und Netzwerkstecker funktionieren hervorragend, *wenn* man die passende Crimpzange verwendet. In zum Löten ungeeigneten heissen Umgebungen sollte man vernickelte Stahlstecker crimpen, denn Messing verliert seine Federkraft. Eine geeignete Zange für unisolierte Kabelschuhe (aka AMP Stecker) gibt es für 9.95 EUR bei http://www.pollin.de/, BNC kostet dort 8.95 EUR, http://www.elpro.org/ hat die EWZ202B fuer 4.27 EUR, http://www.reichelt.de/ für 29.95 EUR die Zange für PSK-Kontakte. Für Flachbandkabelpfostenstecker u.ä. tut es ein Schraubstock, Aderendhülsen werden beim Festschrauben eh gequetscht. Bleibt RJ11 Telefon und RJ45 Netzwerkkabel, für die es billige Plastikzangen gibt.
Die Unterschiede zwischen 50 Ohm und 75 Ohm BNC-Steckern sind kleiner als gedacht: http://www.amphenolrf.com/products/bnc.asp
Wenn kommerzielle Crimpzangen exorbitant teuer sein sollten, ebenso wenn sie für die industrielle Fertigung zu unbequem sind, besteht natürlich immer die Möglichkeit, einen Einsatz für eine der normalen Crimpzangen oder einen Automaten oder Schraubstock selber anzufertigen. Es gibt nicht umsonst den Beruf des Werkzeugmachers, was zeigt, das man Werkzeuge auch selber machen kann und nicht zu Wucherpreisen kaufen muss.
Von: MaWin 17.7.2000
Schaltzeichen
Es gibt ausreichend viel Software gratis, wenn auch die Einschränkungen der Demoversionen oft weh tun (das sollen sie ja, sie sollen zum Kauf animieren, aber wenn schon die limitierte Demo unzumutbar oft abstürzt, wie bei Protel 98, Target 2001 oder Eagle 4.0 ist das natürlich nicht besonders werbewirksam). Aber es ist nicht notwendig, sich ein billiges und übersimples Programm wie Sprint Layout von http://www.abacom-online.de/ zu kaufen. Dennoch wirst du bei JEDEM Layoutprogramm feststellen, das schon für die erste Schaltung ein Bauteil in der Library fehlt. Man malt es sich halt selber. Ebenso normal ist die 'gewöhnungsbedürftige' Bedienung. Für Eagle findet man weitere Bibliotheken bei http://www.cadsoft.de/, und wer Eagle unter Windows NT verwenden will sollte im Control Panel unter Options des User interface Always vector font einschalten. IB Friedrichs Politik, alle 18 Monate eine neue Target-Version mit minimalen Funktionserweiterungen rauszubringen, und neue Library-Teile erfordern die, bei Support einer dann älteren Version hört man 'kaufen Sie die neue', steigert nicht gerade die Beliebtheit. Werbung wie "Machen Sie Mund-zu-Mund-Propaganda und erhaschen Sie 10% Rabatt auf den Preis für ein Update oder Upgrade, wenn Sie TARGET in einem nationalen oder internationalen Elektronik-Forum lobend erwähnen, und unser Produkt dadurch in's Gespräch bringen" bedeutet, daß jeder positive Bericht über Target unglaubwürdig ist (stand mal unter http://www.ibfriedrich.com/billiger.htm).
Wer glaubt, das er zum Verteilen von Bauelementen auf einer Lochrasterplatine ein Computerprogramm wie Stripboarddesigner oder LochMaster von http://www.abacom-online.de/ benötigt, sollte sich ein anderes Hobby suchen. Der einzige Grund, warum man sich mit einem umständlichen CAD-Programm statt einer schnellen Handskizze beschäftigt, besteht in der Erzeugung eines sauber gezeichneten Leiterbahnbildes. Eben genau dieses ist bei Lochrasterplatinen / Streifenplatinen schon fertig.
Von: Oliver Bartels 25.8.2001
> Aber wenn der Hobbymensch mit 100 * 160mm Eurokarte auskommt,
> darf ich daran erinnern, dass wir gerade auf vielfache Nachfrage seitens
> dieses Forums eine unter 100 Euro Version des BAE eingeführt haben,
> und kostenlosen Schaltplaneditor gibt's auch: http://www.bartels.de/
Was? BAE für 100 EUR ???! Na das ist ja interessant...
Ich habe vor etlichen Jahren (fünf vielleicht) mit BAE gearbeitet - 3.2 war damals glaube ich angesagt. War insgesamt ein sehr schönes System, stabil, guter Autorouter - aber die Bedienung... Bezeichnend war damals, daß das Handbuch für die User-Language doppelt so dick war wie das BAE-Handbuch. Und einfach zu bedienen wars nicht - durch die extreme Flexibilität hatte man ja auch die Möglichkeit, beliebig viel falsch zu machen. Wettgemacht hat das Ganze aber der sagenhaft gute Telefonsupport - typischwerweise telefonierte man mit jemandem, schilderte ein Problem (..."ich glaube, sowas habe ich schonmal irgendwann programmiert - mal suchen") - und am Nachmittag war die Lösung als user-language-code da. Wirklich klasse. Wenn ich daran denke, wie grauenhaft schlecht der Support von Viewlogic war (und was ich von Mentor kenne, ist auch nicht besser). Aber wehe, man hatte den BAE mal ein paar Monate nicht mehr benutzt - dann war man schon wieder draußen.
Ich erinnere mich noch, wie die erste Windows-Version rauskam: Was für eine Enttäuschung: Nix mit File->new, sondern einfach die alte BAE-Menüstruktur in Windows gepackt, die natürlich überhaupt nicht dazu gepaßt hat. Damals war BAE wirklich gut, wenn man ständig damit gearbeitet hat, extrem mächtig und sehr flexibel. Aber definitiv nichts für Gelegenheitsbenutzer. Ich frage mich, wie sich das geändert hat - von irgendwem (Vertrieb ?) habe ich gehört, daß das vor allem am Chef läge, dem saubere Programm- und Datenstrukturen und leistungsfähige Autorouter-Algorithmen wichtig wären, aber Benutzerfreundlichkeit...
Überhaupt habe ich mich schon immer gefragt, wie Ihr eigentlich Geld verdienen könnt. Ich lese regelmäßig alle möglichen Elektronikzeitschriften, aber ich habe noch keine einzige Werbung für BAE gesehen ! Sicher, der Router ist auch in anderen Systemen drin, aber wenn man Werbung von anderen Programmen sah, war das meistens auch irgendwas shape-based oder so (und das ist BAE definitiv nicht). Das kann ja fast nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda funktionieren!
Aber wenn BAE in der Bedienerführung und Dokumentation nicht massiv besser geworden ist, wird ein Hobby-User seine liebe Not mit dem Programm haben, könnte ich mir vorstellen ! Andererseits, wenn jemand sich wirklich interessiert und sich einarbeitet, bekommt er für 100 EUR viel fürs Geld !
> Welche Schaltungssimulationsprogramme kann man empfehlen ?
Spice ist DER Standard zur Simulation elektronischer Schaltungen. Die aktuelle Version 3f5 gibt es im Quellcode gratis, verbesserte Versionen wie PSpice (kann Analog und Digital, also mixed-mode) kosten Geld. Aber es gibt Stolperfallen, nicht bloss das man in jeder Schaltung ein GROUND vergisst, oder vergisst, jedem kondensatorabgekoppelten Teilnetz einen (hochohmigen) Pfad nach GND zu geben.
sci.electronics.cad "Spice 3F5 and transistor bug on Linux" von Charles Williams news:C.D.H.Williams-2103021613440001@cw-mac.ex.ac.uk
OK, ich hab' den Übeltäter: statt '.END' muss es '.end' heissen! Hätte ich die Beispiele vorher gesehen wäre das wohl nicht passiert. Bemerkenswert: Thomas' SPICE3f5 frißt die Großschreibung, meins nicht (ich hatte Doku von 2G6 und PSPICE in der alles großgeschrieben war).
und Tina6, CircuitMaker2000, SuperSpice, VisualSpice, MicroCap7, MultiSim, SpiceA/D, SpiceCreator, AimSpice, Edison, Simetrix, Aplac, Target3001 ...
Obwohl OffTopic, kommt oft die Frage: Soll ich einen Taschenrechner von Hewlett Packard mit UPN (umgekehrte polnische Notation, also 3 Enter 4 + statt 3 + 4 = ) Eingabe nehmen oder einen 'normalen' von Texas Instruments (http://www.ticalc.org/ http://www.datamath.org/) oder einem der anderen Hersteller ? Diese Frage hat der Markt entschieden. HP stellt keine Taschenrechner mehr her. Die ACO Division ist nach 10 Jahren Untätigkeit pleite: http://www.hpcalc.org/goodbyeaco.php
Und nicht mal eine Pleite währt ewig: http://www.shopping.hp.com/calculator
Der HP28 hat ein zugeschweisstes Gehäuse (Plastikzapfen unter der Alufront) das man zu Reparaturzwecken kaum zerstörungsfrei aufbekommt.
Ich persönlich finde übrigens die Formeldarstellung und Matrixrechnung der Casio Serie FX-ES am angenehmsten weil edierbar.
> Was bedeuten die Bezeichnungen VCC, VDD, ...
Das Problem bei der Sache: Das sind bloss NAMEN. Ob man VCC und VDD miteinander verbinden darf, hängt von der Schaltung ab. Und ebenso, ob man VCC des einen und VCC eines anderen Chips miteinander verbinden soll. Insofern ist Platinenlayoutsoftware, die gleichnamige Power-Anschlüsse automatisch miteinander verbindet, obwohl auf den ersten Blick bequem, eigentlich Unfug. Und sogar unbrauchbar, wenn sie das erzwingt.
Von: MaWin 17.7.2000
Als Bastler, der i.A. eine Schaltung nur ein Mal aufbaut, stellt sich zuerst die Frage, ob überhaupt eine geätzte Leiterplatte benötigt wird. Gerade Anfänger investieren oft besonders viel Mühe in eine möglichst perfekte Platine, bevor sie ihre Schaltung überhaupt das erste Mal ausprobiert haben. Später siegt oft der Pragmatismus und die Lochrasterplatine.
Zum Ausprobieren einer Schaltung mit bedrahteten Bauelementen eignen sich Experimentiersteckbretter (Labor-Steckboards, Experimentierboard, Breadboard, Protoboard, von http://www.conelek.de/, http://www.pollin.de/ und http://www.elv.de/ , z.B. 68-172-58). Solange man keine zu dicken Drähte einsteckt halten sie sehr lange, ansonsten neigen sie zu Kontaktproblemen. Bei Kontaktproblemen kann man aus einem kleinen Experimentierboard die Metallkontaktstreifen herausnehmen und die defekten im grossen Board damit ersetzen.
Kleine Schaltungen lassen sich fliegend verdrahten, auf ein Brett mit blanken Reisszwecken als Lötstützpunkte als Brettschaltung montieren, oder auf einer Lochrasterplatine aufbauen.
Oder man verwendet eine kupferbeschichtete Leiterplatte als Massefläche, lötet dann alle mit Masse zu verbindenden Bauteileanschlüsse darauf fest, biegt die anderen hoch und bringt die restlichen Bauteile fliegend dazwischen an (Dead Bug Methode). Das eignet sich gut für Schaltungen die im Steckbrett nicht besonders gut funktionieren, wie Schaltregler oder Hf.
Wenn man allerdings eine Schaltung dauerhaft aufbauen will, übersehen die meisten Bastler die Notwendigkeit eines soliden mechanischen Aufbaus. Bei Netzspannung führenden Teilen ist ein perfekter Aufbau Pflicht ! So ein Gerät muss auch nach mehrmaligem Runterfallen noch elektrisch sicher sein !
Wenn man also eine geätzte Leiterplatte benötigt, stellt sich die Frage, ob nicht eine Einseitige reicht, wie sie die Industrie aus Kostengründen in praktisch allen Consumer-Geräten (Fernseher etc.) verwendet, auch in Mischbestückung bedrahtet (oben) und SMD (Unterseite), oder ob es eine Doppelseitige sein muss. Multilayer kann man sowieso nur (200 EUR teuer) herstellen lassen (http://www.pcb-pool.com/). Für SMD auf Lochraster gibt es 'Mini-Mount' Adapterplatinen (siehe auch bei http://www.elv.de), man kann solche Adapter aber auch bei PCB-Pool oder so herstellen lassen, das ist oft billiger.
Es lohnt sich auf jeden Fall, so lange am Layout herumzuzeichnen und Drahtbrücken zu setzen, bis eine einseitige Platine möglich wird, denn das sogenannte Durchkontaktieren ist für Bastler nervend. Da lohnt sich jede Zeit, die man vorher in ein gutes Layout investiert. Ein Autorouter wird kein gutes Layout erzeugen, kann einem als restartbarer Router aber helfen.
Wenn man recht viele Leiterbahnen auf der Unterseite unterbringen kann und nur noch ganz wenige auf der Oberseite hat, die allerdings kreuz und quer verlaufen und daher für Brücken ungeeignet sind, kann man auch Fädeln, d.h eine einseitige Platine herstellen und die restlichen Verbindungen mit Kupferlack-, Wire-Wrap- oder 'Patch'-Draht herstellen. Als Draht tut es jeder lötbare 0.2mm Kupferlackdraht, als Führung der Vero-Fädelstift.
Das komplette Fädeln einer komplexen Platine ist auch möglich, man kann damit sogar Boards realisieren, die mehreren Lagen Multilayer entsprechen, aber es ist SEHR fehleranfällig, ebenso wie Wire-Wrap, das zu dem recht teure Gerätschaften (Farnell, Seltronics) erfordert. Elektrisch ist fädeln aber einwandfrei, solange es nicht um wirklich hohe Ströme oder Spannungen geht. Man kann versuchen, die Stromversorgung und weitere einfache Verbindungen auf eine einseitige Platine zu ätzen und nur die verbleibenden Verbindungen fädeln. Wire-Wrap neigt per Hand gewickelt schon mal zu Wackelkontakten, und wenn dann nur die letzten Windungen nicht fest anliegen ist gleichstrommässig alles einwandfrei aber es bilden sich kleine Induktivitaeten, die high speed digital stören.
Ist das Layout einfach genug und erlaubt breite Leiterbahnen und grosse Abstände, kann man es mit einem Edding 2104 / 400 / 3000 direkt auf die blankgescheuerte oder mit Metallputzmittel (Sidolin) gereinigte Kupferseite einer bereits gebohrten Hartpapierplatine malen, die Platine in einen Beutel mit Eisen-III-chlorid-Lösung stecken (nach Anleitung auf der Packung ansetzen bei 40-70 Grad, üblich sind 800g der gelben Brocken aus Eisen-III-chlorid-Hexahydrat mit einem Anteil von 56% Eisen-III-Chlorid in 1 Liter Wasser, was eine 25%ige noch nicht so stark schäumende Lösung ergibt, höhere Konzentration sind für Schaumätzanlagen sinnvoll) und hat nach einigen Minuten Schwenken seine fertige Platine.
Einseitige Layouts mit nicht zu dünnen Leiterbahnen und ausreichenden Abständen (alles >1mm, also nicht durch IC-Pins) kann man mit Laserdrucker oder Kopierer auch auf dünnem glattem Zeitschriftenpapier (Der Spiegel, Reichelt-Katalog) drucken und mit einem Laminator (Conrad 774192 kann auf 180 GradC modifiziert werden und schafft 1.6 mm durchzuziehen) auf eine blankgescheuerte oder mit Metallputzmittel (Sidolin) geputzte Platine übertragen. Das Papier löst sich in Wasser auf, der Toner bleibt als Schutzlack. Misslungene Platinen kann man mit Aceton wieder reinigen.
Muss man den fotografischen Weg gehen, benötigt man zuerst eine Vorlage. Jahrzehntelang war es industriell üblich, mit Abrubbelsymbolen und Kreppbändern, meist im Massstab 1:2, auf Folie ein Layout zu zeichnen, die Erklärung spar ich mir hier aber.
Man nimmt besser ein Layoutprogramm, einen Laser oder Tintenstrahldrucker und geeignete Folien. Schwer zu empfehlen ist für Laserdrucker die Zweckform Avery Folie #3491 "Laser-Folien für die Druckformerstellung" (100 Blatt im Bürobedarf, für 30 EUR bei SMA 08024 641343). Schwarz ist da im Auflicht sattschwarz, in Durchsicht dunkelgrau, ergibt also genau dieselbe Deckung wie auf Papier. Nur der Träger ist halt transparent. Niemand käme nun auf die Idee, beim Belichten noch ein unbedrucktes weisses Blatt dazwischenzulegen. Das wäre dann identisch mit dem Druck der Vorlage auf Papier statt Folie. Leider ist die Folie nur für schwarz/weiss Laserdrucker tauglich. Für Tintendrucker nimmt man die vom Druckerhersteller empfohlenen InkJet-Folien, eventuell 2 mal bedrucken (Achtung: Für Epson gibt es Folien mit 'Abstandshaltern', die sind unbrauchbar), oder Zweckform Avery #2502/#2503 z.B. von Reichelt. Gute Vorlagen kann man per Photoplot auch bei einer örtlichen Druckerei erstellen lassen (DIN A4 Siebdruckvorlage ca. 10 EUR) http://so-pbdl.de/leiterplattenfilme.htm, die sind dann wirklich lichtdicht und erlauben einen grösseren Belichtungsspielraum als die halbtransparenten selbstgedruckten. Etwas schwärzer (aber auch kantenunschärfer) wird's mit Tonerverdichter (Butylacetat) http://www.huber-troisdorf.com/ (Solvent50, Plastik70, Oranex) wenn sich der Toner davon anlösen lässt, was je nach Hersteller wohl unterschiedlich ist.
Wenn man auf oberflächenglattes Transparentpapier oder Kopiererpapier druckt, sollte man nur Sorten ohne optischen Aufheller verwenden, da sonst das mühsam erzeugte UV-Licht sinnlos verpufft. Wegen dem hohen Reflexionsgrad bei diesen Materialien hat man sowieso schon merklich erhöhte Belichtungszeiten (ca. x 4), insbesondere wenn man keinen Belichtungskasten verwendet (im Kasten würde reflektiertes Licht wieder zurückreflektiert werden, bis es durch die Vorlage hindurchkommt, wenn man nur eine Glühlampe über die Vorlage hängt kommt reflektiertes Licht ja nicht wieder). Klare OHP-Folien führen meist zu Haarrissen. Das Aufeinanderlegen von 2 Folien geht nur für anspruchslose Layouts. Da die obere Folie ja nicht mit der bedruckten Seite direkt auf der Platine liegt, kann sie nur unscharf die Fehler der Unteren verdecken. Bedenkt, das die meisten Leute nur von EINEM Detail ihres Erfolges reden, z.B. "hey, bei mir geht Papier sehr gut in 1 Minute" und dabei den Rest vergessen "aber ich habe eine professionelle Siebdruckbelichtungsanlage". Fragen wie 'wie lange belichtet ihr' sind daher sinnlos. Es müsste die ganze Apparatur beschrieben werden, damit man mit der Antwort was anfangen kann, und keine 2 Leute haben wohl alles (Aufbau, Platinenmaterial, Konzentration, Lampenalter, Temperatur) identisch vor sich. Die Belichtungsreihe ist die EINZIGE Methode, die richtige Belichtungszeit zu ermitteln. Und wenn dann beim nächsten Mal der Entwickler nicht 25 GradC sondern nur noch 20 GradC hat, muss man sich nicht wundern, wenn kein ordentliches Ergebnis bei rauskommt.
Man braucht: Eine Platine, die man in zig 2 x 2 cm kleine Stücke schneidet, eine Belichtungsvorlage und eine Eieruhr. Man schreibt auf die Rückseite des 1. Stücks eine 1, legt sie exakt 1 Minute im Belichter auf die Vorlage, legt sie dann exakt 1 Minute in den korrekt konzentrierten Entwickler (mit Badbewegung bzw. Pinsel), und wirft sie dann in das Ätzbad. Die Platine 2 kommt 2 Minuten ins UV-Licht, dann 1 Minute in den Entwickler, dann ins Ätzbad. Platine 3 4 Minuten, Platine 4 satte 8 Minuten, Platine 5 16 Minuten belichten, Platine 6 32 Minuten, aber alle nur 1 Minute in den Entwickler. Je nach dem, welche Platine am besten geworden ist, probiert man noch einen Mittelwert (3 Minuten oder je nach dem). Da man jedesmal auf die gleiche Art entwickelt hat, hat man nur einen freien Parameter (Belichtungszeit). Hätte man versucht, beim Entwicklen das Optimum herauszuholen, wäre die Probiererei ein Fass ohne Boden. Beim beschriebenen Verfahren muss man nur nach der besten Platine im Ätzbad suchen und kann sich später sogar den Ätztest zur Ermittlung der richtigen Entwicklungszeit sparen.
Man sollte als Platinenmaterial auf jeden Fall hellbraunes Hartpapier (Phenol FR1, FR2) oder FR3 Epoxy nehmen, (dunkelbraunes hat oft schlechte Qualität), denn das kann man mit normalen HSS-Bohrern und Säge bearbeiten. Glasfaser Epoxy (FR4) wird in der Industrie nur verwendet, wenn chemisch durchkontaktiert werden muss, und das kann man als Hobbyist sowieso nicht. Man braucht es höchstens wegen der Festigkeit (Einsteckkarten). Dafür muss man Epoxy mit Hartmetallbohrern (Stück 2.42 EUR bei http://www.elpro.org/), in einer spielfreien Bohrmaschine mit Bohrständer ( z.B. Proxxon Micromot40/E in MBS140, vergesst hier den fetten Bosch Bohrhammer im Wolfcraft Billigbohrständer) bohren, und kann sie nur mit Trennscheibe, Hartmetallsäge oder Schlagschere trennen. Die Glasfasern ruinieren normales Werkzeug sofort.
Wenn man keine fertig beschichtete Ware kaufen will, sollte man es erst gar nicht mit Photopositivlack probieren, sondern blaue Photonegativ-Rollenware laminieren mit einem üblichen Bürolaminator wie PLG-5210, GBC1200, SSI10PAK, mit beheizten Rollen durch den die 1.5mm Platinen durchpassen. Die nicht-glänzende Schutzfolie auf der Innenseite (dorthin, wo sich die Folie zusammenrollt) abziehen (mit Tesa an der Ecke anheben). Bei Bungard kosten 25m 43 EUR, a.seck@t-online.de bietet DIN A4. 15 Sekunden belichten, mit Natriumcarbonat entwicklen.
Hat man sein Layout erstellt und eine Vorlage gemacht, muss sie mit einer UV-Lampe auf die fotobeschichtete Platine kopiert werden. Ein paar 8-15 Watt Schwarzlicht-, Bräunungs- oder BL350 Insektenkiller-Leuchtstoffröhren sind geeignet, wenn man sie in einem Kasten mit dünner Glasscheibe reinbaut (leerer Flachbettscanner :-) und an Drossel und Starter für 8W Leuchtstofflampen oder der Elektronik aus zerbrochener Energiesparlampe
8W Stabform Ø16mm: 150mA 56V Länge 294mm 7W Doppelrohr Ø13mm: 175mA 47V Länge 112mmoder an
+--4u7--150R--+
| 250V 1W |
| | 1N4007
+-------+-220nF/X2--+----|>|------+--|>|--+
| | | 1N4007 | | |
| | | 1N4007 | +---+
o | +-(----|>|------+ | |
230V~ 0.1uF/X2 | | | 8W|
o | | +----|<|----+ | |
| | | 1N4007 | +---+
| | | 1N4007 | | |
+-------+---------+------|<|----+----22R--+
| | 2W
+--4u7--150R--+
250V 1W
Abstand der Röhren untereinander doppelt so gross wie von der Glasscheibe.
Dämpft die Glasscheibe zu viel UV ? Ausprobieren: UV-Lampe auf weisses
Papier oder T-Shirt mit optischem Aufheller strahlen lassen, verschiedene
Glasscheiben dazwischen, man sieht, welche stark und welche wenig dämpft.
Ein Gesichtsbräuner mit 4 UV-Röhren für 10 EUR vom Flohmarkt oder 30 EUR neu ist eine gute Wahl, Drosseln, Starter und Zeitschaltuhr sind schon drin. Nitraphot/Vitalux (brennt schnell durch) und Quartzbrenner (hartes UV Licht, augenschädigend) sollte man meiden. Früher ging eine 1000W Fotoleuchte oder ein 500W Baustrahler bei herausgenommener Glasscheibe, aber inzwischen haben Halogenlampen einen UV-Stop und eignen sich genau so wenig wie normale Glühlampen. Und die Sonne scheint in Deutschland bekanntlich kaum und vor allem nicht zuverlässig.
Schutzfolie von der Platine abziehen, die Vorlage (bedruckte Seite zur Platine) auf die Platine, eine dünne Glasscheibe drauf (Am besten wäre Quartzglas, das ist viel UV-durchlässiger als Fensterglas. Unbrauchbar sind teure Bilderrahmen deren Glas einen UV-Stop hat), und belichten. Die einzige Methode, um die richtige Belichtungszeit zu bestimmen, ist die oben angeführte Belichtungsreihe. Man KANN hier keine Angaben machen da jedes Platinenmaterial, jede Lampe, jede Folie, jede Glasscheibe anders sind. Aber so 1 Minute (Quartzhochdruck) bis 10 Minuten (UV Leuchtstoffröhren) sollte es dauern, bei Halogenlampen bis 30 Minuten.
Ein doppelseitiges Belichtungsgerät für doppelseitige Platinen erspart Zeit und Ärger mit verrutschten Vorlagen. Ansonsten fertigt man durch Aufkleben von 2 Platinenresten auf den beiden Folien eine Tasche, in die die zu belichtende Platine eingeschoben wird und belichtet zwei mal. Die Platine an 2 vorher gebohrten kleinen Löchern und passenden Marken auf der Vorlage auszurichten, ist im Halbdunkel beim Belichten nervig.
Die belichtete Platine kommt in den Entwickler (7g Natriumhydroxid in 1 Liter Wasser, bei Bungard-Platinen 20g NaOH/Liter, oder nach dem Aufdruck auf der Packung, die Lösung bitte jeden Tag neu ansetzen, sie hält sich nicht sondern verwandelt sich mit dem Kohlendioxyd aus der Luft in Natriumhydrogencarbonat. NaOH freier Entwickler ist nicht besser, auch er macht entgegen der Werbung Probleme bei falscher Zeit oder Konzentration, er verätzt nur die Augen nicht so. Bad bewegen (oder mit einem weichen Pinsel über die Platinenoberfläche streichen) bis die belichteten Stellen komplett frei sind. Wer zuvor eine Belichtungsreihe gemacht hat, entwickelt wieder genau so lange und kennt das Ergebnis.
Wer keine Belichtungsreihe gemacht hat (ist selber schuld) MUSS einen Ätztest machen. (Platine kurz in Ätzlösung, wenn nach 30 Sekunden unabgedeckte Stellen nicht rötlich werden (kristallines Kupfer) abwaschen und zurück in den Entwickler). Denn: Selbst wenn es so aussieht, als ob der Fotolack ab ist, man sieht es nicht. Es ist je nach Photoschicht verschieden, aber meist bildet sich beim Entwickeln violette Farbe und man kann violette Leiterbahnen erkennen. Aber fertig ist die Platine erst, wenn die auch verschwinden und die Platine 'ganz leer' erscheint. Man sieht Leiterbahnen dann nur nach dem Herausnehmen im Auflicht leicht hellgelb schimmern. Dauerte das Entwickeln länger als 2 Minuten, sollte man das nächste Mal länger belichten.
Alle Bedingungen (Platinenmaterial, Lampe, Abstand, Belichtungszeit, Glasplatte, Folie, Entwicklerkonzentration) MÜSSEN exakt gleich bleiben. Wer also jedesmal die Anlage neu nach Gutdünken aufbaut und den Entwickler mit dem Löffel abschätzt, muss sich über dauernde Probleme nicht wundern. Bekommt man anderes Platinenmaterial, muss man die Belichtungsreihe neu durchziehen. Insofern kann sich der Kauf von 'definiertem' Platinenmaterial (Bungard) lohnen.
Nach Angaben von Kontakt Chemie halten Photolacke je nach Temperatur maximal 2 Jahre. Optimale Ergebnisse gibt es innerhalb der ersten 3 Monate, danach steigt die benötigte Belichtungsdauer.
Stimmte die Belichtung und die Entwicklung, sollte dem Ätzen nichts mehr im Wege stehen. Eisen-III-chlorid (500g/l, unkritisch, man verbraucht ca. 40g pro Europakartenseite) eignet sich gut als Ätzmittel in einer Fotoschale auf einer Warmhalteplatte bei 40-70 Grad (unkritisch) oder das Einmachglas (wenig Ätzmittel, zuschrauben, schütteln), und wird benötigt für Schaumätzanlagen (http://www.conrad.de/ 530018 nur einseitig Euro). Wegen Schaumbildung ist es aber nicht so gut für Blubberätzmaschinen geeignet. Natriumpersulfat (270g/l dest Wasser, kritisch) bei 40-50 Grad Ätztemperatur (kritisch) ist dafür die richtige Wahl, aber nicht besonders für die Fotoschale (zu wenig Bewegung). Blubberätzmaschine mit 150W Heizstab kostet 90 EUR bei http://www.hw-electronics.de/, 150 EUR bei http://www.saemann-aetztechnik.de/aetzanlagen/index.html, 115 EUR bei http://www.reichelt.de/, 150 EUR bei http://www.conrad.de/ . Gummis lösen sich aber auf wenn das Ding monatelang mit Ätzmittel rumsteht.
Salzsäure/Wasserstoffperoxid (770ml Wasser, 220ml HCl 35%ig dazutun, 30ml H2O2 30%ig dazutun, sehr kritisch, etwas verbrauchtes Ätzmittel als 'Katalysator' dazutun sonst startet der Ätzvorgang nur aus Zufall, hat man bis dahin mehr H2O2 hinzugetan hauts einem das Zeug um die Ohren) eignet sich am Besten für eine Sprühätzanlage (Industrie). Da die Mischung korrosive Gase erzeugt und von alleine zerfällt, daher jedes Mal neu angesetzt werden muss, wobei das H2O2 auch pur nicht lange lagerfähig ist, ist sie für Hobbyisten nicht zu empfehlen. Sie kann explodieren und hat so schon Leiterplattenfabriken das Dach vom Haus gesprengt. Der Hauptgrund, warum die das einsetzen, liegt in der verhältnismässig einfachen Kupferrückgewinnung, die sich als Hobbyist eh nicht lohnt. Verbrauch etwa 80ml pro Eurokarte.
Schon mit Eisen-III-chlorid kommt man auf Ätzzeiten von unter 2 Minuten, wenn man den Prozess beherrscht und ausreichend schüttelt. Beherrscht man ihn nicht, macht aber das Umsteigen auf kritischere Lösungen keinen Sinn.
Verbrauchte Ätzlösung nicht ins Klo kippen (das legt eine feine Spur bis ins Klärwerk, in dem jemand sauer wird, weil ihm die Bakterien verrecken), sondern gratis beim Schadstoffmobil abgeben. Die Lösungen sind verbraucht, wenn das Ätzen deutlich länger dauert, und Persulfate zerfallen auch von alleine. APS durch Umkristallisation, Natriumpersulfat durch Abspaltung von Sauerstoff (daher nie in gasdichten Behältern aufbewahren) in auskristallisierendes Natriumsulfat. Eisen-III-chlorid kann man durch Zugabe von Salzsäure (35% techn.) eine Zeit lang auf demselben pH-Wert halten wobei sich ein Teil des Schlamms wieder löst. Natriumpersulfat nimmt ca. 30g Kupfer pro Liter auf, Eisen(III)chlorid 50g.
Eine Platine kann man mit 3M Orgol 8600 Überzugslack schützen, dann bleibt sie lötbar, und es gibt Verdünner und Reparaturkits damit man die Platinen wieder lackfrei bekommt.
Von: Uwe Bredemeier und Michael Linnemann 1999
> "Laser-Folien für die Druckformerstellung", Zweckform No. 3491. Gibts
> im hiesigen Büro-Fachhandel, ohne extra Bestellung oder so. Der
> 100er-Pack kostete meiner Erinnerung nach so um die 35 EUR, und
> funktioniert einwandfrei.
Ist das beste (und einzig taugliche) was mir bislang untergekommen ist. Ausser Satzbelichter oder Fotoplot natürlich. Bis zur Entdeckung dieser Folie habe ich die Layouts für Prototypen/Bastelprojekte geplottet. Allerdings ist auch das ein heikles Thema an dem ich lange herumgefeilt habe.
Ich habe über die Jahre immer mal verschiedene Folien mit Laser und Tintenstrahldrucker getestet, war immer enttäuschend. Bei klarer (Overhead-) Folie im Laser scheinen Lichtbrechungen in der Folie das Problem zu sein, beim Tintendrucker eine Neigung zur Tropfenbildung. Besagte Folie, mattiertes Polyester, wird mit dem Laser schon mit Standardeinstellung vollständig undurchlässig. (Laserjet 4). Ein Test mit dem Tintenstrahler (Deskjet 850C) brachte ebenfalls ein erfreuliches Ergebnis. (Die Folie ist nicht für Tintendrucker geeignet, bei denen die Tinte nicht trocknet, sondern auf salzhaltigem Papier gerinnt, wie bei Epson).
Scannen und Drucken von Vorlagen aus Zeitungen ist problemlos möglich. Für die Belichtung ist die mattierte Folie kein Problem. Etwas länger halt. Das "spiegelverkehrt" gedruckt werden sollte ist doch wohl selbstverständlich?
Von: Oliver Betz 2000
Platinenbohrer: Hartmetall-Speerspitzbohrfräser (Bürklin 4.10 EUR) sind viel robuster als Wendelbohrer und auch freihändig (ohne Bohrständer) verwendbar. Sie machen aber auch unsaubrere Löcher. Eine Alternative könnten auch die HSS Platinenbohrer von http://www.RS-Components.de sein (suche nach "HSS Platine") mit einem Schaftdurchmesser von 2.4mm.
aus: http://www.fpga-faq.org/FAQ_Pages/0043_Steps_to_make_a_Printed_Circuit_Board.htm
Von: Matthias Heinrichs 27.11.2007
Fragt euch, ob euer Lohnbestücker wenigstens die Grundlagen beherrscht:
Information zum Ätzen:
Gehäuseabmessungen:
Anbieter Platinenherstellung:
Einseitige kann man günstig bei den semiprofessionellen Anbietern bei eBay machen lassen. Für doppelseitig durchkontaktierte Leiterplatten sind die Profis zuständig. Zoll wird bei der Einfuhr erst ab 22 EUR (Sendungen mit geringen Wert, privat, Porto fliesst nicht in Zollwert ein) oder ab 50 EUR (Muster und Warenprobe, gewerblich, Porto fliesst in zu verzollenden Wert ein) fällig, falls der Zollwert selbst ueber 5 EUR liegt. Ab 350 EUR Warenwert kommen 19% für Mehrwertsteuer hinzu. Wenn die Ware mit einem Paketdienst geliefert wird, nimmt der oft 20 EUR Bearbeitungsgebühr auch wenn kein Zoll anfällt. Die Post macht es kostenlos, wenn alle Unterlagen vollständig dabei sind.
Aber Achtung: Der deutsche Zoll zieht zur Maximierung der Staatsfinanzen auch
das komplette Porto zum Zollwert hinzu, obwohl die Leistung ja im Ausland
abgegolten wurde und per Gesetz die Verzollung des Inlandtransportanteils
nicht erlaubt ist.
Auf Grund der mit der Realität kollidierenden Regelung hat der Zoll
Schwierigkeiten mit Sendungen von Digikey, bei denen (ab 65 EUR) keine
Versandkosten berechnet werden, und schlägt, weil Digikey INCOTERM 2000: DDP
statt INCOTERM 2000: DDP
Gerber Dateiformat wie es die Leiterplattenhersteller gerne hätten:
> Wie schliesse ich 2 Leuchtstoffröhren an 230V~ an ?
Starter für Tandemschaltung: Osram ST151 + ST172, Sylvania FS-22,
Philips S2, SiS2 und S2-E. Normale Starter sind nicht geeignet. Ebenso
kann man als Drossel für 2 x 18W in Tandemschaltung nicht eine für
36W nehmen, sondern muss eine nehmen die bei der geringeren
Restspannung denselben Strom wie bei einer einzelnen 18W Lampe
fliessen lässt.
Billige 'elektronische' Starter enthalten neben einer Diode ein Relais
um den Heizstromkreis nach 2 Sekunden zu unterbrechen. Um in 0.2 Sekunden
eine Leuchtstoffröhre mit konventionellem Vorschaltgerät zu zünden,
lassen elektronische Schnellstarter beim Starten per Diode nur eine
Halbwelle durch, so das die Drossel in Sättigung geht, um einen höheren
Heizstrom erzielen zu können. Aber heute nimmt man besser gleich ein
elektronisches Vorschaltgerät, die sparen mehr Strom als sie kosten:
> Wie lange hält eine Leuchtstofflampe
Von: Rolf Bombach
Die norm-Einschaltdauer, auf welche sich die angegebenen Lebensdauern
beziehen, ist 3 Stunden. Bei nur 10 Minuten Einschaltdauer reduziert
sich die Lebensdauer auf 20%. Bei non-stop-Brennenlassen erhöht sich
reichlich spekulativ die Lebensdauer auf das vier- bis fünffache.
Ist aber Extrapolation, da kaum jemand Kurven publiziert, die über
24h resp. 150% hinausgehen.
> Muss man Leuchtstoffröhren unbedingt heizen ?
> Wie schliesse ich eine 8W Leuchtstofflampe an 12V an ?
Osram Accutronic AT7/9/12L 30x40x80mm sind offenbar besser als
KFZ-Bastelleuchten oder http://www.conrad.de/ 192422 weil die
Röhre damit heller ist (effektiver) und schonender betrieben wird
und die Elektronik offenbar haltbarer ist.
Elektronische Vorschaltgeräte:
Normale Kabel (Y) sind nur bis zu 70GradC einsetzbar, bis 120GradC gehen
7Y Kabel.
Wer eine doppelseitige Platine herstellt, muss nach dem Bohren
durchkontaktieren. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, alle sehr
arbeitsaufwändig:
- bei VIAs Draht durchstecken und oben und unten anlöten.
- bei zugänglichen bedrahteten Bauteilen ebenfalls oben und unten anlöten,
das geht auch bei den sogenannten 'Präzisions-IC-Fassungen', wenn man
von der Seite mit dem Lötkolben rankommt.
- bei sonstigen Bauteilen zuerst dünne Litze aus 230V~ Kabeln durchstecken
und oben auf wegführender Leiterbahn anlöten, dann erst Bauteil einstecken
und unten verlöten.
- kurze Aderendhülsen oder Hohlnieten (http://www.reichelt.de/) durchstecken,
oder verpressen lassen (http://www.gsel.de/): Man muss diese oben anlöten,
sonst gibt es in kürzester Zeit einen Wackelkontakt, ohne das einem das Loch
zuläuft, also Einsteckwerkzeug (Zahnstocher :-) während des Lötens drin
lassen. Auch Verpressen (Bungard) hilft dagegen nicht. Scheissarbeit. Die
Nieten dürfen auf keinen Fall korrodiert sein, müssen also entweder neu oder
vergoldet sein.
- Bauteilpin in Lötpaste eintunken und in genau passendes Loch stecken.
Die Paste schiebt sich oben zusammen und schmilzt beim Einlöten des Bauteils,
auf dem man ein bischen länger rumbraten muss als sonst. Dosierung der
Menge muss man üben. Platine hinterher waschen.
Oder eben echtes chemisches Durchkontaktieren oder gleich herstellen lassen
(siehe oben). Eine doppelseitige Eurokarte ist mit 50 EUR zwar teuer, aber
bei hunderten von Durchkontaktierungen wird man das Geld gerne ausgeben.
40g NaOH in 1 L aq. dest. bei 60-80 GradC und 20-35 g KMnO4 (wenn Lösung grün
wird ist sie zu alkalisch) in Fotoschale, Platine rein bis sich nicht mehr
abwaschbar braune Beläge in den Löschen bilden, gründlich spülen, dann in
500ml Lösung von 50..80 ml Isopropanol und 5 bis 10gr Pyrrol oder Thiophen
und etwas Hcl oder Zitronensäure zum leichten ansäuern in aq. dest. Diese
Mischung reagiert mit dem angelagerten Manganionen und polymerisiert dabei
das Pyrrol zu einer elektrisch leitenden Polypyrrolschicht. Diese leitende
Polymerschicht ist dann im nachfolgendem Galvanikprozess direkt metallisierbar.
Etwas besser haftet es wenn die Platine vorher in einen Queller kommt aus
Butylcarbitol (Diethylenglykolmonobutylether) ca. 200-300 ml/l, Ethylenglycol
50-100 ml/l, 3-1o g/l NaOH T 40-80°C ca 3min
Wie machen es die Leiterplattenfabriken ? Es wird unterschieden nach
den Innenlagen einer Multilayerplatine, die belichtet und geätzt werden wie
beschrieben, und den Aussenlagen, die erst bearbeitet werden, wenn alle
Lagen der Platine verklebt sind. Es werden dann die Löcher gebohrt, und
danach das Epoxy ein wenig weggeätzt (z.B. mit heisser Kaliumpermanganat
Lösung oder Plasmaätzen) damit das Kupfer der Innenlagen nicht mit Epoxy
verschmiert ist, sondern sogar etwas hervor steht. Dann wird die Platine
chemisch in einer Kollodiallösung (oft EDTA oder formalinhaltig) mit feinen
Kupfer oder Palladiumpartikeln beschichtet oder mechanisch mit Graphit
bestaubt, danach wird dünn stromlos Kupfer darauf abgeschieden, dann
noch dicker galvanisch (mit 1A/dm^2) verkupfert. Dann kommt die
Photoschicht darauf, wird belichtet und entfernt von den Stellen, wo später
Leiterbahnen sind. Danach kommt galvanisch eine ätzfeste Schicht (Gold,
Silber, Nickel, Blei-Zinn oder Glanzzinn) auf die freien Kupferflächen und
in die Löcher, der Photolack kommt runter und es wird das ungeschütze
Kupfer weggeätzt. So bleibt das Kupfer in den Löchern. Wenn man
Leiterplatten länger lagert, sollte man lieber chemisch Gold als chemisch
Zinn verwenden. Also verdammt viel Aufwand, dafür sind 50 EUR für eine
einzelne Eurokarte fast geschenkt, und der Preis fällt rapide mit der
Stückzahl.
Platinenstecker oder so sollte man vergolden. Alle Kontakte werden durch
eine Leiterbahn verbunden, die ausserhalb der Platine verläuft und nachher
abgesägt wird. Dann zuerst reinigen (Sidolin Metallputzmittel), - an die
Leiterbahn, dann mit einem Vileda-Tuch auf Edelstahlelektrode an + eines
Netzteils. Vernickeln auf 4-6um bei 4.5V/300mA (531057 von
http://www.conrad.de/), dann erst 1.5um vergolden bei 3V/300mA (530522
von http://www.conrad.de/) denn direkt Gold auf Kupfer verträgt sich nicht.
Es gibt Ferro-Graph-Galvano-Leitlack, den man durch die Löcher presssen
könnte, um sie dann galvanisch zu verkupfern, aber irgendwie funktioniert
das nicht.
Von: (Name war dem Autor bekannt)
> Taugt der Leitsilberlack von Conrad was ?
Ich hatte früher mal Gelegenheit, mit Silberleitlack professioneller Qualität
zu arbeiten und war dann Jahre später von der "Conrad-Silbersuppe" L100
schwer enttäuscht.
Mein Eindruck ist der, dass hier jemand professionellen Leitlack mit der
zehnfachen Menge Verdünnung gestreckt hat. Für sinnvolle Anwendungen ist der
Conrad-Leitlack IMHO unbrauchbar. Er läßt sich nicht vernünftig auftragen
und ist für die gelieferte Winzmenge total überteuert.
P.S.: Es scheint inzwischen andere Ware zu sein, zumindest sieht die Flasche
anders aus. Dafür sehen die von Reichelt und Pollin so aus, wie die alte von
Conrad :-(
> Warum sind die meisten Platinen eigentlich so grün, aber im Laden bekomme
Weil praktisch alle industriellen Platinen mit Lötstopplack überzogen sind,
und der ist meist grün (oder selten rot). Epoxy als Basismaterial ist fast
immer milchig weiss und nur ganz selten mal blau. Beim Lötstopplack sind nur
die Lötpads nicht abgedeckt.
Lötstopplack soll verhindern, das im Durchlauflötbad der industriellen
Fertigung die ganzen Leiterbahnen voller Lötzinn sind (kostet Geld) und
Lötzinn zwischen Leiterbahnen hängen bleibt (Kurzschluss). Als Bastler, der
per Hand lötet, braucht man das nicht. Eine Platine ohne Lötstopplack ist
also ein Zeichen von Qualität aus einer Manufaktur.
Wer nicht so gut löten kann und einen gewissen Schutz der Leiterbahnen haben
will, ätzt im Dunklen und belichtet nochmal mit einer Maske, die die Lötpads
nicht abdeckt, und entwickelt noch mal an statt die Platine komplett zu
entschichten.
Bei http://www.octamex.de/ , Bungard und http://www.walterlemmen.de/
gibt es UV lichtempfindliche Lötstopplackfolie (grün) als Trockenresist zum
Laminieren, die recht einfach zu verarbeiten ist.
> Und wie bekomme ich Lötstopplack auf meine Platinen ?
Von: Falko Jahn
Für alle die es interessiert, habe es endlich geschafft, Lötstoplack auf
meine Platinen zu bringen!
Viele werden jetzt sagen, man sollte das lieber machen lassen, womit
sie wohl auch recht haben, aber für diejenigen die für wenig Geld
eine professionelle Platine haben wollen und genug Zeit haben, meine
bisherigen Erfahrungen.
Von http://www.peters.de/ gibt es ELPEMER fotostrukturierbaren
Lötstopplack. Dort bekommt man auch kostenlose Muster. Es ist ein 2
Komponenten Lack.
Also Lack 4:1 mischen und auf die Platine bringen. Ich habe das im
Siebdruckverfahren gemacht (mit einen zusammengebastelten Holz Rahmen,
werd mir aber demnächst was "richtiges" kaufen, habe auch von der
Airbrush Methode gehört, hab ich aber nicht getestet). Dann im Backofen
vorgetrocknet, das ist recht kritisch, wenn zu lange vorgetrocknet wird,
läßt sich der Lack nicht mehr entwickeln.
Bei mir waren es ca. 30min bei 75°C mit Umluft, hab die Tür leicht
aufstehen lassen, damit die Lösungsmittel entweichen können. Dann
abkühlen lassen und belichten. Die Zeit muss man ausprobieren (bei mir
waren es bei durchsichtiger Folie und 4 Röhren a 25W ca, 20cm Abstand
- 3 min). Dann Entwickeln mit 1% Natriumcarbonat Lösung.
Natriumcarbonat gibt es in der Apotheke - 1kg ca. 8 EUR - dauert ca.
1-2 min Endhärtung bei 150°C im Backofen ca. 1h. Fertig !!!
Das sind meine ersten Erfahrungen. Es gibt bei Peters auch
fotostrukturierbaren Bestückungsdrucklack. Einfach hobbymässig kann
man aber auch den Bestückungsdruck auf hochkalandriertes Papier
(glaenzend und dünn wie die Seiten aus der Zeitschrift 'Spiegel')
oder Tonertransferfolie drucken und auf die Platine überbügeln.
Zum Schutz vor Witterungseinflüssen kann man Platinen nach der
Bestückung lackieren, z.B. mit 3M ORGOL 8600 UEBERZUGSLACK.
Bevor man seine Schaltung aufbaut, muss man entscheiden, welche Bauteile
man in bedrahteter Form (thru hole) und welche man als SMD Bauelemente nimmt.
Das hängt etwas von der erwarteten Stückzahl ab.
Bedrahtete Bauelemente werden bei Handbestückung bevorzugt. Das geht schnell,
eine Bestückerin schafft mehr als 5000 Bauteile pro Tag. Die Drähte werden
meist auf einen Rutsch vor dem Löten gekürzt, manchmal von der
Drahtbiegemaschine vor dem Bestücken, und normalerweise nicht einzeln per
Frontalschneider.
Es stellt sich auch die Frage, wie gelötet wird. Per Hand, per Lötbad oder
per Durchlauf-Wellenlötanlage. Einerseits hängt das davon ab, was da ist,
andererseits kann man 10 Platinen problemlos per Hand löten, 100 Platinen
per Lötbad, und bei 1000 wird man sicher eine Durchlauf-Wellenlötanlage
verwenden wollen.
SMD kann gut ein Automat bestücken, der klatscht die Bauteile schneller
auf die Platine als man gucken kann, insbesondere wenn Bauteile nur wenig
verschiedene Werte haben und alle in derselben Orientierung plaziert wurden.
Leider muss dem Automat vorher gesagt werden, wo hin das Bauteil kommt,
also sind die Rüstkosten so hoch, das es sich bei weniger als 1000 Platinen
kaum lohnt. Einzelne SMD Bauteile kann man per Hand bestücken (lassen), aber
schon bei wenigen Bauteilen verwendet man besser eine Schablone (Stencil)
zum Auftragen der Lötpaste.
SMD lötet man gerne mit Heissdampf, weniger gerne per Infrarotstrahlung
und nur bei unkritischen Teilen durch Eintauchen in flüssiges Lötzinn in
einer Lötanlage.
Wenn man bedrahtete Bauteile und SMD mischt, muss man zwischen
verschiedenen Kombinationen wählen:
Einseitige Platine. SMD muss auf die Unterseite und im Lötbad verlötet
werden, also sollten nur wärmeunempfindliche SMD Bauteile (Widerstände
und Keramikkondensatoren, notfalls kleine Transistoren und ICs) verwendet
werden, und sie müssen aufgeklebt werden.
Doppelseitige Platine: Empfindlichere SMD Bauteile können oben bestückt
werden und per Reflow verlötet werden, die Unterseite steht wie bei der
einseitigen Platine zur Verfügung.
Wenige bedrahtete Bauteile: Man kann beidseitig empfindliche SMD Bauteile
bestücken und Reflow verlöten, weil die bedrahteten Bauteile per Hand
nachträglich eingelötet werden können, wenn es eine überschaubare Anzahl
von Platinen ist.
Preisbeispiel Bestückung der SMD-Teile für
http://bibo.iqo.uni-hannover.de/dokuwiki/doku.php?id=eigenbau:temperaturregler_diodenlaser
> sah so aus: Lötpastenschablone, einmalig : 90 EUR
Bei einer einseitig Automat-SMD bestückten Platine mit 20 Bauteilen, davon 2
ICs, kostet die Bestückung ohne Bauteilkosten so 20 ct wenn man 1000 abnimmt,
auch in Deutschland. Bei 10000 aus China so 7 ct:
Siehe http://www.analog.com/ FF_Sect10.pdf (GROUNDING IN MIXED SIGNAL SYSTEMS)
Beachte die Regel für getrennten Analog und Digital Ground, und lege Analog
und Digital in räumlich getrennte Bereiche (Analog links, Digital rechts :-) aber
verbinde danach alles mit einer grossen Ground Plane, das verbessert EMV und
schadet nicht, weil der Strom immer die kürzeste Verbindung nimmt, also dennoch
da lang fliesst, wo er nicht die anderen stört..
Für OpAmps siehe Kapitel 17 aus http://www-s.ti.com/sc/psheets/slod006b/slod006b.pdf
http://eportal.apexmicrotech.com/mainsite/support/pages/app_notes.asp AN28 und
http://www.analog.com/library/analogDialogue/archives/39-09/layout.pdf (A Practical
Guide to High-Speed Printed-Circuit-Board Layout) Siehe auch Layouttipps im Kapitel
F.24. Schaltregler
Die Induktivität einer Leiterschleife hängt von der umschlossenen Fläche ab.
Wenn ein (Rechteck-)Signal zu klingeln anfängt
Leitfähigkeit von
> Welchen Abstand sollten Leiterbahnen voneinander haben ?
Nun, das hängt von vielen Faktoren ab, der Spannung, der Verschmutzung,
der Isolationsklasse, dem Land, der Höhe über NN des Einsatzortes, daher
gibt es keine einfache Antwort. Für 230V~ in Verschmutzungklasse 2 bei
doppelter Isolation sind 4.8mm erforderlich.
> welche Breite sollten Leiterbahnen haben ?
> aus welchene Gründen, kann man eigentlich bei verschiedenen Geräten
Normalerweise ist bei einer Audioanlage der Verstärker geerdet und alle
anderen Geräte nicht. Das ist sinnvoll, weil es in einer Anlage einen
gemeinsamen Erdungspunkt geben sollte (erstens leitet das Einstrahlungen
ab, zum anderen fliegt dann die Sicherung wenn zufälligerweise irgendwo
ein Isolationsproblem auftritt), und der Verstärker zentral ist.
Dummerweise gibt es bei grösseren Anlagen noch weitere Verbindungen zur
Erde, nämlich über Antennenkabel und Telefonleitung, und es entstechen
Brummschleifen (eine leitende Verbindung über Schutzleiter und
Abschirmungen hinweg die eine grossen Kreis bilden und daher wie eine
Trafowicklung wirken in der der durch 50Hz induzierte Strom fliesst und
je nach Leitungswiderstand einen Spannungsabfall verursacht, der dann als
Signal mitverstärkt wird), wenn sie nicht per Mantelstromfilter oder
Audiotrennübertrager getrennt wird.
Bei besseren Verstärkern kann man die Verbindung zwischen Masse und
Schutzleiter trennen, da ist auch ein besserer Trafo drin.
Von: Emil Obermayr
Jede Signalmasse soll auf Erdungspotential liegen, muß also wenigstens an einem
Punkt mit dieser zusammengeschaltet sein. Nur derjenige der den Schaltplan der
kompletten Anlage kennt weiß, welcher Punkt der Erdung dafür sinnvoll ist.
Deswegen kann man bei manchen Geräten "aussuchen" ob man die Masse 'hier' erden
möchte. Im folgenden die Ansatzpunkte, nach denen man eine Erdung planen und
die Erde/Masse-Verbindungspunkte auswählen kann:
Häufig sind Erdungsleitungen nicht sehr niedrohmig ausgeführt. Das fängt bei
Leitungen mit zu niedrigem Querschnitt an und wird durch schlechte Verbindungen
in/an den Geräten noch schlimmer. Dann sind die Erdungspotentiale von
zusammengeschalteten Geräten nicht auf gleichem Niveau. Wenn man nun Masse und
Erde zusammenschaltet, fliessen Ausgleichsströme über die Masseleitungen der
Signalleitungen. Das kann sich negativ auf die Signalqualität auswirken und
Regelkreise beeinträchtingen.
In stark elektromagnetisch "verseuchten" Bereichen sammeln Ring-förmig
zusammengeschaltete Leitungen induktiv Brummspannungen ein (meist deutlich
schwächer tut das jede 'gerade' Leitung auch kapazitiv). Wenn man das auf
Signalmasse legt, hat man dieses Brummen auch auf den Signalleitungen. Das
umgeht man, indem man die Erdung Stern-förmig plant. Leider geht das nicht
immer. Verstärkt wird dieser Effekt durch nicht hinreichend niederohmige
Leitungen (s.o.), denn erst durch den Leitungswiderstand wird aus dem
Induktionsstrom eine Brumm_Spannung_. Nebenbemerkung: Deswegen sind
Stromschleifen auch immer so angelegt, daß sie keine elektromagnetische
Strahlung aufnehmen, üblicherweise durch verdrillen der Signalleitungen.
Und dann kommt es vor, daß Geräte die Erdung durch Störspannung direkt
verseuchen. Z.B. Motoren oder Relais, deren Entstörung unzureichend oder
defekt ist. Das fängt man sich dann ein, wenn man Masse und Erde verbindet.
Auch dieser Effekt wird schlimmer mit zu hohen Leitungs-Widerständen.
Tausende Folienleiter findet man in der Aswo Euras Ersatzteildatenbank
(zugänglich z.B. über http://www.elv.de/ Ersatzteil-Shop und
http://www.ersatzteile-online.biz/ unter STECKER/KABEL/ADAPTER
AUDIO/VIDEO-VERBINDUNGEN FOLIENLEITERBAHN) aber es gibt natürlich viel mehr.
Die Newsgroup zum Thema ist news:comp.arch.embedded
Ein deutschsprachiges Forum http://www.mikrocontroller.net/
Von: MaWin 17.7.2000
Die meisten elektronischen Schaltungen sind Steuerungen oder Regelungen und
lassen sich mit Microcontrollern heute einfacher realisieren, als das noch
vor ein paar Jahren der Fall war. Viele Spezialchips vergangener Zeiten
lassen sich heute durch billigere Microcontroller ersetzen, wenn auch in
anderer Beschaltung. Man sollte sich also gerade bei alten Bauvorschlägen
fragen, ob dieses heute mit einem uC nicht einfacher geht. Man muss eben
neben der Schaltung auch das passende Programm für den Controller erstellen.
Aber für Analog- oder Hochfrequenztechnik sind sie kaum zu gebrauchen.
Welcher Chip wird in der Industrie bevorzugt eingesetzt ? Der billigste, der
die Aufgabe erfüllen kann. Punkt. Wobei 'der billigste' alle Nebenkosten mit
einschliesst, und das kann für geringe Schulungskosten bedeuten, einfach den
uC zu nehmen, den man schon kennt, oder den, bei dem der Hersteller passende
Problemlösungen als application notes anbietet.
Nicht jeder Chip ist leicht beschaffbar und ohne Aufwand zu programmieren.
Daher haben sich unter Hobbybastlern gewisse Chips verbreitet, die sich
einfach verwenden lassen: AT90Sxxxx ATtiny/ATmega (AVR) und AT89Sxxxx (8051
kompatibel) von http://www.atmel.com/, PIC16F8xx von http://www.microchip.com/,
Flash-EEPROMs statt EPROMs, GALs statt PALs, schon alleine weil ICs im Gehäuse
mit Quartzfenster zum Löschen durch UV-Licht teuer sind. Alle genannten Chips
lassen sich mit kostenlos im Netz verfügbarer Software programmieren, so das
man die angebotenen Starterkits nicht benötigt, die aber ängstlichen Personen
eine gewisse Funktionssicherheit geben können.
Eine schöne Anfänger-Einführung "Understanding Small Microcontrollers"
http://www.freescale.com/files/microcontrollers/doc/ref_manual/M68HC05TB.pdf
auf Basis des HC05 kommt von Motorola/Freescale. Freescale erlaubt gerade
mit dem Flexis QE128 auch den direkten Vergleich von 8 bit CPU zu 32 bit CPU
bei anonsten gleichen Bedingungen, 8 Bit $3,59/10k 11mA, 32 Bit $3,80/10k
27mA. Der 8 Bit hat natürlich bessere Codedichte und es gibt ihn auch
optional in kleinerem Gehäuse (wohl wegen besserer Chipfläche).
Das Problem lautet: Welche Programmiersprache: BASIC, C oder Assembler ?
In BASIC programmierbare Microcontroller sind durch die Bank schlecht,
wenig leistungsfähig, teuer, eben wie C-Control (es gibt da noch die
Basic-Briefmarke, Basic-Matchbox, 8052AH Basic). Es gibt dafür eigentlich
gar keinen technischen Grund, denn für so eine simple Programmiersprache
wie BASIC liesse sich ein hervorragend optimierender CrossCompiler erstellen,
aber Dummköpfe werden halt abgezockt.
Wenn man bereit ist, uC in ihrer Assemblersprache zu programmieren, tut sich
ein riesiges Angebot an billigen guten Chips auf. Für manche gibt es auch
kostenlose C-Compiler (oder Interpreter :-), aber das lohnt sich erst bei
Programmspeicher über 1k (manche sagen 8k).
Von: Erik Hermann
Es sei denn Du bist so blöd wie wir und kaufst den (IAR) Compiler beim
Prozessorhersteller (NEC) statt bei IAR direkt. Wir hatten nämlich ein
Problem das am Compiler hing und bekamen von IAR die lapidare Auskunft das der
Compiler ein OEM Produkt ohne direkten Support sei. Der Prozessorhersteller
konnte den Fehler zwar nachvollziehen, aber leider nichts dran ändern,
zumindest nicht in endlicher Zeit. Leider verloren. Support gibt's bei IAR eh
nicht, siehe d.s.e Message-ID 3DA0175D.28E0C75D@uc-elektronik.de
> Ich benötige für den Modellbau einen Microprozessor.
Von: MaWin 1999
Analogausgänge gibt es (fast) nicht, es werden fast immer schnell ein- und
ausgeschaltete Digitalausgänge verwendet (PWM), auch beim C-Control, um
IM MITTEL eine Analogspannung zu erzeugen, die man dann noch mit einem
Tiefpass filtern muss, wenn das angeschlossene Gerät (Glühbirne, Motor) nicht
sowieso zu träge ist. Braucht man echte Analogausgänge, muss man externe
D/A-Wandler-ICs verwenden, weil D/A-Wandler eine ganze andere
Chiptechnologie verwenden (lasergetrimmte Dünnschichtwiderstände) als
Microcontroller (klassische CMOS Technologie). ANALOGEINGÄNGE werden
immer häufiger. Hier nur die reprogrammierbaren:
- AT90S8535 von http://www.atmel.com/ 8k Programm, 512 Byte RAM, 512 Byte
EEPROM, 8 A/D 10bit, 10 EUR bei http://www.reichelt.de/ oder ATMega163
- PIC16F877 von http://www.microchip.com/ 8k Programm, 368 Byte RAM, 256
Byte EEPROM, 8 A/D 10bit, 10 EUR bei http://www.reichelt.de/
- MB90F497 von http://www.fujitsu.com/ 64kB Programm, 2kB RAM, 2 UART
(auch SPI), 8 A/D 10 bit, CAN, PWM, 6 EUR bei http://www.glyn.de/
oder MB90F549 mit 256kB Flash und 6kB RAM für 11 EUR.
Alles was du brauchst (Datenblatt, Assembler, Applikationen, Debugger) gibt
es kostenlos zum Download bei den Herstellern, die Programmierschaltungen
sind einfach (ISP-Programmierung über Parallelport) und Programmiersoftware
gibt es reichlich im WWW.
Ponyprog http://www.lancos.com/prog.html hat Probleme mit modernen
GHz-Pentiums und behandelt 0 als gesetzt bei Fuse-Bits von manchen
AVRs (ATmega8, ATmega128L), läßt sich aber seit ich-weiß-nicht-wann von
der Kommandozeile aus steuern, wenn auch nicht über Parameter, sondern über
script files. Ponyprog damit in automatisierte Compilerläufe einzubauen, ist
wirklich einfach http://www.lancos.com/e2p/ponyprog2000.html#s4
Und wenn du fragst, wieviel Programmspeicher man braucht:
http://www.picoweb.net/ zeigt einen kompletten Web-Server in 7k
Programmspeicher. Man kann, wenn man nicht so doof ist wie Microsoft, auch
in 8k eine Menge machen. In 512 Byte passt z.B. eine (Funk-)Uhr mit Datum &
Wecker wenn man ein paar Programmierkniffe kennt.
Alternativ Motorola MC14500 ICU, ein 1 Bit Prozessor in 3-18V CMOS Technik
mit beliebigem Programmspeicher, eher als kleiner Industriekontroller.
Von: Andi Gysi
Ich weiss, der C-Control schien mir zuerst auch verlockend, jetzt liegen zwei
davon hier rum und ich weiss nicht, was ich damit anfangen soll...
> Mitsubishi M16C / Renesas R8C
Billige Prozessoren mit grossem Flash-EEPROM stellt Mitsubishi/Renesas her.
Das Starterkit mit dem M30624FGAFP gibt's für 50 EUR bei http://www.glyn.de/,
programmiert wird der uC in circuit über die serielle Schnittstelle. Die CPU
ähnelt dem MC68000. Es gibt reichlich C-Compiler für ihn, unter anderen GCC.
Seit dem Artikel in der Elektor Nov. 2005 hat der kleine Bruder, der R8C,
weitere Verbreitung unter Hobbybastlern gefunden, gab es doch den Controller
mit C-Compiler umsonst. Nur die Programmierschaltung musste man selber bauen.
Der R8C ist AUCH ein 16 bit Prozessor, aber mit 8 bit Datenbus, also so was
wie der 8088 im Vergleich zum 8086. Leider gibt es noch nicht viele
Applikationsbeispiele für den Chip und noch nicht so viele Foren und
Benutzergemeinschaften, so das das Zusammensammeln von Vorgefertigtem nicht
so leicht ist wie bei AVR. Der M16C kann leider die Datenrichtung der Ports
nicht bitweise umschalten, sondern nur Portweise, und ist insofern etwas
unflexibel. Auch Funktionen wie SPI sind unsinnigerweise auf 8 bit limitiert.
> Cypress PSoC
sind M8C basierte Microcontroller mit zusätzlichen nützlichen Baugruppen auf
dem Chip, darunter bis 14 bit A/D und D/A Wandler, Operationsverstärker,
Filter und Komparatoren, PWM, SPI und UART, I2C, SPI und USB, in Stückzahlen
ab 2 EUR zu bekommen und der Grund dafür, warum aus Asien die besser Elektronik
kommt, daher auch viele WebSeiten aus Asien.
> ARM (Advanced Risc Machine) http://de.wikipedia.org/wiki/ARM-Architektur
Ist der Kern von manchen Prozessoren in Microcontrollern, wie XScale von Intel,
StrongARM von DEC, PXA270, LPC2000 von NXP, AT91 von Atmel. Da die meisten für
PDAs konstruiert wurden enthalten sie meist einen integrierten LCD-Controller
und sind interessant wenn größere LCDs anzuschliessen sind.
Leider ist die CPU schlecht dokumentiert. Hier ist wohl das Basisdokument:
Von: Volker Stegmann
Wenn du einen C-Compiler für den M16C brauchst, laß die Finger von dem IAR
Compiler, solange du in der Lage bist, Makefiles zu schreiben, oder eine IDE
hast, die das auch für dich macht.
Ich hab bezüglich Compilerfehlern schlimme Erfahrungen damit gemacht. Nimm
besser den NC30 von Mitsubishi. Der ist meiner Meinung nach ausgezeichnet.
Carlos Duerschmidt sagt dazu:
Mit dem Prozessor kämpfe ich auch gerade. Im Moment sieht es noch so aus, als
ob der Prozessor gewinnt.
> Embedded Linux
Wer etwas mehr Rechenleistung haben will, und statt einem Microcontrollerchip
eine ganze Platine einsetzen kann, die unter Linux mit Ethernet-Schnittstelle
verwendbar ist, kann vorkonfektioniert von Atmel den AVR32 nehmen:
oder Ethernet-WLAN-Boards mit dem RTL8181/RTL8186 und PCI-Interface verwenden:
> MSP430
Von: Alexander Weiss 20.11.2000
Der MSP430 ist ein baulich kleiner und billiger 16bit uC mit geringem
Strombedarf von http://www.ti.com/ , der seit seiner Erwähnung in der c't bei
Bastlern mehr Verbreitung findet. Seine Struktur ist ähnlich der PDP-11. Er
lässt sich anständig in C programmieren, allerdings sind die
Entwicklungsumgebungen noch recht teuer und der Chip ist schwer einzulöten.
Seine I/O-Pins sind nicht 5V tolerant, was die Verwendung von
Periperiebausteinen einschränkt.
Wenn man jedoch batteriebetriebene winzige Schaltungen aufbauen will, ist der
uC trotz überdimensionierter 16 bit Wortbreite derzeit eine gute Wahl, läuft
er doch an einem 32kHz Uhrenquartz mit nur 1.5uA und nur bei Bedarf mit einem
internen Frequenzmultiplier. Dazu passt dann ein MAX1724 Spannungsregler,
klein und extrem stromsparend. Und Dank stromsparen auch als Uhr erhältlich:
> Siemens/Infineon C167 Verfügbarkeit
Die "normalen" C167 gibts noch ganz gut (3 Monate Lieferzeit sind üblich),
die Katastrophe geht bei den Flash-Typen los. Nachdem Infineon den
Flash-Prozess nicht auf die Reihe bekommen hat, haben sie sich mit ST
zusammengetan, von denen gibt es die ST10-Serie, die mit den C167
kompatibel ist.
Nachdem wir aufgrund der schlechten Verfügbarkeit der C167 ziemlichen
Ärger hatten, sind wir auf die Fujitsu 16LX-Serie umgestiegen (MB90F543
etc.), die sind von der Leistung vergleichbar, haben 5V-Flash on chip,
einen kostenlosen C-Compiler und kosten die Hälfte der C167er.
> Wo bekommt man den Fujitsu MB90Fxxx und was für Werkzeuge gibt es?
Von: Erik Hermann
Beliebige Stückzahlen (auch Einzelstücke) bekommt der Geschäftskunde bei
http://www.glyn.de/. Workbench mit C-Compiler, Assembler und Debugger
bekommt man kostenlos auf CD oder im Internet
Programmiert werden die Dinger über RS232, d.h. ohne zusätzliche Hardware
(ausser einem MAX232 o.ä. auf dem Controllerboard).
MB90F497 64kB Flash, 2kB RAM, 2 UART (auch SPI), 10Bit 8Kanal
ADC, CAN, PWM, etc., ca. 6 EUR
MB90F549 256kB Flash, 6kB RAM, 2 UART, 2SPI, ADC, CAN,
PWM, etc. ca. 11 EUR
> 68HC08
Von: Rafael Deliano
Heutzutage sind 68HC908QY4 viel schöner. Der ist DIL16 mit 14 verwertbaren
Pins weil RC-Takt und Resetgenerator auf dem Chip ist. Das macht sich auch
bezüglich EMV gut. Dadurch dass die I/O ziemlich einheitlich ist, kann man
man als Emulation einen 68HC908GP32 in DIL40 nehmen. Die "überzähligen"
Pins von dem sind zum Softwaretest sehr erfreulich weil man dann Testpins
hat um mit Oszilloskop zu sehen was die Applikation in Echtzeit so tut.
> Hat jemand. Erfahrung mit FFMC16 Controllern?
Die CPU ist im Vergleich zu C167 oder M16C langsamer (Akkumulatormaschine) -
Weiterhin ist ein bischen lästig, dass man die Priorität von
Software-Interrupts nicht vorher einstellen kann. Ein Software-Interrupt
wird immer mit höchster Priorität aufgerufen und man muss dann in der ISR
den Level einstellen. Damit wird evtl. ein hochpriorer Interrupt
unterbrochen, der Software-Interrupt gestartet, der dann seine Priorität
selbst zurücksetzt - das kostet ziemlich Rechenzeit.
Ein weiterer Nachteil: In der Toolchain von Fujitsu fehlt ein Monitor-Debugger
(es gibt nur einen Simulator), den Debugger gibts aber von uns zu kaufen.
http://www.accemic.com/.
Die gute Verfügbarkeit war für uns der Grund, von den ST10-Flash-Typen auf
16LX umzusteigen.
Sehr günstig im Vergleich zu vergleichbaren 16-Bittern mit CAN und Flash.
Eva-Boards gibts von Glyn für 49 Euro.
Ein Bonbon noch: Von http://www.segger.com/ gibts ein Echtzeitbetriebssystem
(in der Trial-Version auf 2 Tasks beschränkt), mit dem man aber sehr gut die
Arbeitsweise eines RTOS studieren kann. Für Diplomarbeiten lohnt es sich zu
fragen, um eine kostenlose Voll-Lizenz zu bekommen ;-)
> Videosignalerzeugung PAL / TFT LCD mit Microcontrollern:
Hitachis H8S (ähnlich 68000) hat Zähler und DMA drin, mit denen die Erzeugung
der Signale möglich ist, aber mit 24k RAM nicht genug internes RAM für ein
Graphikbild. Für den direkten Anschluss einer VGA an einen Controller eignet
sich der MB91FV310A.
> Hat jemand über den Motorola 68HC332 positive oder negative Erfahrungen
Von: Hartmut Schaefer
> Welchen Wert sollen die Kondensatoren beim Schwingquartz bekommen ?
Kein Wunder, die hängen mehr vom Quartz und Leiterplattenlayout ab, als vom
Oszillator des uC, und wer hat schon die Datenblätter der Quartze...
Aber glücklicherweise sind die meistens ähnlich. Nimm 22pF. Erklärung:
32kHz Uhrenquartze haben eine kleinere Leistung als die normalerweise
verwendeten Quartze, die in Resonanz einen Widerstand von 50 Ohm haben und
ca. 1mW Leistung verbraten. Schalte einen Widerstand von 100k bis 470k in
Serie davor (also zwischen XOUT und dem Kondensator am Eingang des Quartzes)
und einen 1-10MOhm Widerstand parallel zum Quartz, bis die Kurvenform der
grösstmögliche saubere Sinus ist (Achtung: Kapazität des Oszilloskoptastkopfes
kann stören). Alle normalen Quartze arbeiten in Serienresonanz. Der Colpitts
Oszillator ist am einfachsten und betriebssichersten.
> Ich habe 2 Controller an einem Quartz angeschlossen, d.h. XOUT von
Ja. Verbinde XOUT und XIN des zweiten Controllers über 1MOhm, und XOUT des
ersten Controllers über 100pF mit XIN des zweiten Controllers. Und schliesse
den Quartz wie gehabt an den ersten Controller an. Die Ursache und Begründung
für diese kapazitive Kopplung liegt im eventuell unterschiedlichen
Gleichspannungspegel der Oszillatoren.
> Wie lange dauert es bis der Quartzoszillator eines uC sauber läuft ?
Von: Oliver Bartels, Oliver Betz, Uwe Hercksen, Rafael Deliano
Typischerweise kommt so ein uC Quarzoszillator bei z.B. 8 MHz in <1ms hoch,
die Amplitude ist dann aber noch nicht völlig stabil.
Berechenbar ungefähr über die Güte Q der Gesamtschaltung als gespiegelte
Exponentialfunktion:
A(t) = A0 (1- exp(- (omega t) / (2 Q) ) )
Das Omega ist wie gehabt 2 pi f_res, die Güte von einem Wald- und Wiesen-Quarz
alleine liegt ca. bei 40000 bis 50000, das Loaded Q (Quarz mit Schaltung als
Last) eher <10000 je nach Chip und Schaltung.
Keramikschwinger schwingen offensichtlich deutlich schneller an als ein Quarz.
Anderer Aspekt beim Einschalten des Gateoszillator ist die RC-Zeitkonstante
(R parallel zum Quartz, C nach Masse) die erstmal auf VCC/2 hochgelaufen sein
muß damit überhaupt was schwingt. Kleiner Kerko und 1 MOhm statt 10 MOhm
ist schneller.
Der Colpitts-Oszillator eines 68HC912D60A ist so schlapp, daß er mehrere
Millisekunden braucht. Aber der uC rennt schon bei kleinsten Amplituden los
und stürzt dann gerne mal ab, wenn das Rauschen schneller war als der maximal
mögliche Bustakt.
> Wo gibt's den C-Compiler für Hitachis SH uC ?
> Gibt es auch schlechte Microcontrollerfamilien ?
Zumindest Motorola's 6803, dem ST62 von ST und Infineon's C166 sagt man das nach.
> Warum gibt es eigentlich keine Mikrocontroller mit ebenso hohen Taktfrequenzen
Weil die Entwickler von solchem Kleinkram wie Mikrocontrollern alles Deppen
sind, noch heute auf dem Stand (von Intel & Co.) von 1985. Sicher wäre ein
schnellerer uC teurer, aber sicher nicht so teuer wie ein Pentium. Eigentlich
bietet sich ein uC geradezu an, um mit hoher Taktfrequenz zu arbeiten,
schliesslich bleiben alle hochfrequenten Leitungen auf dem Chip und müssen
nicht herausgeführt werden. Intel baut auch kleine Gigahertz-uC um ihre
Fertigungstechnik zu testen, verkauft sie aber nie. Die leistungsfähigsten
sind die DSPs: Analog Blackfin (600MHz), TI C55X (500MHz), Intel XScale/ARM
(400MHz), Toshiba TMPR495x (400MHz) aber es gibt nichts schnelles kleines.
Ebenso gibt es praktisch keine uC mit ausreichend RAM, weil die Hersteller es
schon seit zig Jahren nicht in den Griff bekommen, dynamisches RAM und
Flash-EEPROM auf denselben Chip zu packen, und zu geizig sind, ausreichend
viele statische RAM Zellen dazuzulayouten. Der Philips LPC2106 hat zum 60MHz
ARM7 wenigstens 128kFlash und 64kRAM und 32 I/O-Pins, leider hat sich Philips
bei seiner XA-Architektur als nicht besonders zuverlässig herausgestellt.
Klassisch sind Marketing-Aussagen wie solche von Siemens (heute Infineon):
Keiner brauche angeblich uC mit Flash, sagten die, es wäre total unsinnig und
daher würde Siemens auch keine herstellen. Bis zu dem Tage, als auch Siemens
Flash produzieren konnte (weil die Technologie teuer von ST eingekauft wurde,
die Fertigung dort hin ausgelagert wurde). Seit dem ist Flash plötzlich die
beste Erfindung seit dem Rad.
> Was ist ein DSP ?
Ein Digitaler Signal Prozessor, das ist ein Microprozessor der möglichst
schnell gewisse mathematische Operationen (vor allem Fouriertransformationen)
ausführen kann. Früher gab es einzelne Prozessoren, heute eher 'Controller'
bei denen Peripherie mit integriert ist, die in bestimmten Anwendungen, wie
Handys, benötigt wird. Billige Evaluationboards bei http://www.ti.com/, nette
Prozessoren bei http://www.mot.com/ (siehe auch F.30.1. Audioeffektgeräte).
Eventuell hat jemand hierfür eine Anwendung (Boards mit bis 100MHz per FPGA
realisiertem uC mit fast 1MB Flash/RAM, viel Peripherie und C-Compiler):
Ähnlich dem Propeller gibt es für Inmos Transputer-Fans von XMOS einen
concurrent optimierten Prozessor mit eigener Programmiersprache namens XC:
Die AVRs von http://www.atmel.com/ gehören derzeit wohl zu den
interessantesten Microcontrollern für Hobbyanwendungen. Atmel bietet eine
sehr umfangreiche Serie von Winzigchips (ATTiny) mit A/D-Wandler bis hin
zum 128kByte fassenden ATMega103. Allerdings sind die älteren AVR's
(AT90) sehr EMV empfindlich (der Chip selbst fängt sich die Störungen ein,
also hilft auch bestes Leiterplattenlayout nicht), bei den neueren (ATTiny,
ATMega) hat Atmel nachgebessert. Dafür hat der AT90USB1287 eingebautes USB.
Hier hast du ein bischen was zum AVR:
und richtig, du kannst sie alle mit einem selbstgebastelten Kabel (5 Leitungen)
vom Parallelport des PC aus programmieren. Software brauchst du nicht selber zu
schreiben, PonyProg, AVR.EXE und andere gibt's gratis.
Wenn du mit einem STK200 Kabel den ATmega mit Atmel's Software programmieren
willst, und eine Meldung bekommst, das du das 'Value added pack dongle'
brauchst, löte einen Draht von Pin 2 zu Pin 12 des Druckerports, damit die
Software dein Kabel als STK200+ Kabel akzeptiert. Achtung: Bei einigen ATmega
sind die Pins MISO, MOSI für die ISP-Programmierung nicht identisch mit der
Pinbelegung am Anfang des Datenblattes ! Auf jeden Fall unter Serial
Downloading im Datenblatt nachsehen welche Pins für die ISP-Programmierung
verwendet werden. Unter Linux tut's uisp am AN910-Programmer.
> ich habe die AVR´s bisher immer in Assembler programmiert, möchte jetzt
Von: Andreas Schwarz 22.3.2001
Der meiner Meinung nach beste freie C-Compiler für die AVRs ist AVR-GCC.
Er kann von der Leistungsfähigkeit her mit anderen Compilern locker mithalten,
sogar C++-Programme sind möglich, was man bei anderen Herstellern erst ab
ein paar Tausend EUR bekommt (wobei man den Sinn von C++ auf 8 bit-uC
allerdings in Frage stellen kann...). Hier ein paar Links zu AVR-GCC:
Andere kostenlose Compiler:
> Was ist der Unterschied zwischen dem AT90S1200 und dem AT90S1200A ?
Beim A-Typ ist der RC-Oszillator statt dem Quartzoszillator voreingestellt.
Das ist nützlich, wenn man den Atmel seriell programmiert, da man dabei nicht
die Oszillatorart verstellen kann. Allerdings sollte man anstelle des AT90S1200
sowieso lieber den AT90S2313 kaufen, da ist mehr drin zu fast demselben Preis.
Dann hat man das Oszillator-Umschaltungsproblem nämlich nicht.
Der AT90S1200 hat auch noch einen anderen unangenehmen Effekt: Er lässt sich
nur beim Einschalten durch RESET auf low in den Programmiermodus schalten,
ein erneutes Einschalten des Programmiermodus ist ohne Abklemmen der
Versorgungsspannung nicht möglich. Da der Programmieralgorithmus auch noch
unterschiedlich zu den anderen AVRs ist, kann man anhand der ID auch nicht
herausfinden, um welchen uC es geht. Aber avrdude beherrscht den 1200er.
> Das Problem ist, dass uisp den Prozessor mal erkennt (eher selten) und mal
Von: Gnoomy
Hat sich gerade erledigt, ich hab mal so probeweise einen 100nF Kondensator
zwischen VCC und GND gehängt und jetzt tuts.
> woran könnte es liegen, das der interne RC-Oszillator vom AT90S2343
Von: Christoph Brudy
Ich hab' hier ein Errata Sheet zum AT90S2343, dort steht ungefähr folgendes:
"Wenn VCC beim Einschalten kurzzeitig negativ wird, kann es sein, dass das
RCEN-Bit irrtümlich als nicht gesetzt angesehen wird". Ansonsten scheint der
AT90S2343 auch gegen zu langsames Ansteigen der Betriebsspannung allergisch
zu sein. So wie bei den ATmega161 errata: "At certain frequencies and
voltages ... may fail." Auf deutsch: "Wir haben keine Ahnung, was wir da
verramscht haben, aber manchmal geht es halt doch" ;-(
> AVR ALE tot ?
Von: Jesper Hansen
Die Latch-Pulse auf ALE sind SEHR kurz, ca. 30ns bei 8MHz. Zugriffe auf
internes SRAM erzeugen ebenfalls 1-20ns kurze Pulse auf ALE (siehe Seite
53 "Interface to External SRAM" und die Abbildungen 43 und 44 im
AT90S8515 Datenblatt). Der 74HC573 und ähnliche Latches sind kritisch,
manche funktionieren und andere nicht. Ein 100pF Kondensator zwischen
Enable und GND kann helfen.
Von: Jan-Hinnerk Reichert
Das externe RAM-Interface des AT90S8515 hat einige Merkwürdigkeiten.
Zunächst ist die RD-Pulsweite sehr viel kleiner als die WR-Pulsweite. Hier
kann das Einschalten von Waitstates Abhilfe schaffen.
Das weitaus größere Problem ist aber, daß es beim Schreibzugriff keine
garantierte Dataholdtime gibt, d.h. der Datenbus wird gleichzeitig mit /WR
zurückgesetzt. Viele Peripherie-Chips brauchen aber die Daten noch einige
ns. Oft bewegt sich das ganze im Grenzbereich, so daß das Schreiben
manchmal oder fast immer funktioniert. Auch unscheinbare Änderungen in der
Schaltung können so plötzlich zu Fehlern führen (geringfügige Verzögerung
von Signalen durch parazitäre C).
Waitstates können hier *keine* Abhilfe schaffen!
Ich habe in einem Fall durch Längswiderstände (150 Ohm) auf dem Datenbus,
eine ausreichende Verzögerung erreichen können. Möchte das aber nicht
unbedingt weiterempfehlen, da sich die Verzögerung eines RC-Glieds mit
unbestimmtem C schlecht ausrechnen läßt ;-)
IMHO sollte man für Projekte mit externem RAM, den ATmega161 (bzw. den
Nachfolger ATmega162). Der mega161 hat ein deutlich überarbeitetes
SRAM-Interface und auch sonst ein paar nette Features mehr (BOR und
Bootloader sollen fehlerhaft sein)
> Gibt es AVRs für niedrige Betriebsspannung so wie die PIC16Lxxx ?
AtTiny43U ab 0,7V, ATtiny12V, ATtiny28V ab 1,8V, die L-Typen laufen ab 2.7V,
und Silabs hat 8051er Chips die ab 0.9V per internen DC/DC-Wandler laufen.
> Passende RESET-Controller ?
MC34064-5 (4.6V), TL7757 (4.55V), MC34164-xx (4.3V,2.7V), TS831-5 (4.33V),
MC33464-xxATZ (0.9V, 2.0V, 2.7V, 3.0V, 4.5V). ICL7665(A/B), MN138x1 (2-4.9V),
MAX809/917/918/637x/6806, TL7702/7705, S1009N46 (270nA, sii-ic.com)
> Wie ändere ich mehrere Port-Pin-Zustände ?
Von: http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_PIC_51-Vergleich
Das ist besonders bei AVRs (außer den Typen seit 2004: ATtiny2313 usw.) ein
Problem. Architekturbedingt ist nur ein Teil der Ports bitweise schaltbar,
kein Port kann mehrere Bits gleichzeitig interrupt-fest schalten. Daher ist
es eigentlich oft (dann wenn die betreffenden Register in Interrupt-Routinen
und im Hauptprogramm verändert werden) nötig, um Port-I/O herum Port-ändernde
Interrupts abzuschalten, was aber kaum jemand macht, zu dem es keine
unterschiedlich priorisierten Interrupts gibt. Folge: ab und zu
"seltsames Verhalten", nicht reproduzierbar. Besonders gefährlich bei
Software-Baukasten-Prinzip, wenn da manche Selbstverständlichkeiten eines
Moduls plötzlich nicht mehr so selbstverständlich sind.
Von: MaWin 17.7.2000
Die PICs von http://www.microchip.com/ sind vor den Atmels erschienen und
werden daher oft genannt. Allerdings sind nur die F Modelle (PICxxFxxx)
elektrisch reprogrammierbar und damit basteltauglich. Die C Modelle (PICxxCxxx)
sind im Plastikgehäuse nur ein mal programmierbar (OTP) und nur im teuren JW
Gehäuse mit Quartzfenster mit UV-Licht löschbar (siehe F.7.5.) zum erneuten
programmieren. Microchip hat sehr gute Application Notes, auch für Atmel
Benutzer lesenswert, und die A/D-Wandler sind schneller. Dafür ist die
Architektur (W-Register und die Aufteilung des RAMs in mehrere 'banks')
grausam. Sie wurde 1975 von General Instruments als 'Peripherial Input
Controller' entworfen, ist also sogar älter als der 8051, und man merkt das.
Diese Links führen dich erstmal weiter, allerdings machen viele der primitiven
Programmierschaltungen Probleme, weil sie nicht auf deinem Rechner laufen,
nicht deinen PIC programmieren, irgendwelche Bits falsch setzen, gar die erste
Stelle des EEPROM zerstören, Fehlermeldungen liefern obwohl keine Fehler
aufgetreten sind, etc. pp. Leider habe ich keinen Link auf einen frei
erhältlichen Programmer, der auch unter Windows NT, auch auf 2GHz-Prozessoren,
auch mit dem PIC16F84A, etc. zuverlässig läuft.
Microchips eigener Programmer PICStart+ bis Version -R4 muss zum Brennen
neuerer PICs geupdatet werden, wozu man erst einen teuren PIC17C44JW-25
kaufen muss und zwingend MPLAB IDE V5.7.x statt V6 benötigt. Ganz neue
PICs sind damit dennoch nicht programmierbar. Bei Version -R5 bis -R19
braucht man einen PIC18F6720, den man aber noch nirgends bekommt, und
benötigt MPLAB IDE ab v6.40 . Erst ab Version -R20 ist der updatefähige
PIC18F6720 schon drin.
Das Problem der 13V in-circuit-Programmierspannung bei den 16F84 ist mit der
16F87x-Reihe beseitigt, die von der Austattung her den 17ern ähnlich sind.
> Kann man den in alten Bauanleitungen angegebenen PIC16C84 durch den
Im Prinzip ja. Der 16F84 hat doppelt so viel RAM (daher geht's umgekehrt nicht
immer) und man muss das ConfigBit PWRTE invertiert programmieren (das kann
man aber an Programmiersoftware, die nur den 16C84 kennt, meist einstellen).
Im Datenblatt zum PIC16F84A 35007a.pdf gibt es ein ganzes Kapitel mit den
Unterschieden der Prozessoren.
> Lässt sich ein PIC16F84A mit Programmern für den PIC16F84 brennen ?
Im Prinzip ja. Allerdings will der A-Typ recht genau 13V an MCLR als
Schaltspannung sehen, viele Primitivprogrammierschaltungen verwenden dort
nur 9V. Also mal nachmessen. Siehe auch DS30189D.PDF von Microchip.
> Warum läuft mein PIC16C711 nicht mit dem Quartz, der am PIC16C71 geht ?
Es scheint Typen zu geben, deren Vorwärtsleitwert < 100uS statt 450uS ist.
> Warum funktioniert PortA von meinem PIC16F628 nicht wie vorgesehen ?
Es scheint Probleme mit diesem Chip und TRISA zu geben, das sich von selbst
verstellt, siehe d.s.e Message-ID 3F17CA22.8060202@alpha.pl
> Warum funktioniert mein PIC16F648A beim EEPROM-Programmieren nicht ?
Siehe Errata 80151e.pdf "Unexpected program execution may occur during
data EEPROM write cycles" in PIC16F648A Silicon revision A1.
> Warum kann ich aus meinem PIC16C5..JW auch nach dem Löschen nur
Alle CP0 und CP1 protection bits auf 1 gesetzt ?
Von unglaublich vielen Herstellern
werden uC hergestellt, deren Kern (und damit Assemblersprache) kompatibel
zum alten 8051er von http://www.intel.com/ ist, so dass sich viele Leute
schon mit der Architektur auskennen und viele Beispiele existieren.
Schon http://www.atmel.com/ hat eine ganze Palette vom kleinen AT89C2051
über AT89C51/53, der auch mit externem Speicher erweitert werden kann,
und den T89C51CC01 von Atmel/Temic mit 32k Flash, 2k EEPROM, 8*10bit 4,
CAN Bus (der T89C51RD2 vergisst jedoch ohne Reset-Controller manchmal den
Inhalt des Programmspeichers) bis 66 MHz. Bis 300 GradC arbeiten HT83C51
im Keramikgehäuse von http://www.honeywell.com/hightemp und bis 12V arbeiten
Micronas HVC22xyA auch an den Eingängen/Ausgängen.
https://www.silabs.com/ bietet 16*12bit A/D+2*12bit D/A, 64 I/O und 64k
Flash+4k RAM, http://www.analog.com/ hat den ADUC824/834 mit 24bit A/D,
3 x 16 bit A/D, 12 bit D/A, PWM und 62k Flash, 4k EEPROM, 2k RAM und
http://www.infineon.de/ (Siemens) hat den (veralteten) 80C537 und neue C5xx,
und http://www.dalsemi.com/ (Maxim) den 33MHz schnellen DS87C550, Silicon
Labs den C8051F4 mit 100MHz, Tezzaron den TSCR8051L bis 200MHz, und
http://www.ti.com/ den TUSB3210 mit USB Interface (miese Doku, kein
Herstellersupport) Cypress EZ-USB (bessere Doku) oder den MSC1210 mit
32k Flash (partitionierbar für Daten und Programm), 1k RAM, 24 Bit ADC mit
PGA und 2 UARTs. Der Philips P89LPC932 hat wohl noch reihenweise
Maskenfehler.
Beim 87C51 - einem 8051-Derivat mit Bus für externen ROM/RAM - kann man
Code aus dem RAM ausführen, in dem man PS (Programmstrobe) mit RD verknüpft.
Zum simplen Programmieren von AT89C2051/4051 gibt es BlowIt und Prog2051.
Die grösseren AT89C sind nur parallel so wie Intel's 8751 zu programmieren.
Die AT89S hingegen (bis auf 8253) lassen sich besonders einfach mit AVR ISP
V2.65 über 5 Leitungen vom Parallelport eines PC programmieren, aber:
"Experiments using AT89S devices have shown that if the user code writes to
any of the ISP I/O pins (MOSI, MISO, SCK) within approximately 500ms of the
user code coming out of RESET condition, any subsequent serial programming
operation fails. The problem is then that the only way to re-program the
device successfully is to physically remove it from the target board and
erase it in a parallel programmer. Make sure that the user code does not
access any of the ISP I/O pins within 500ms of coming out of RESET condition"
Man braucht einen anderen Adapter, um mit der Atmel "ISP89 Software" zu
programmieren. Damit kann man dann den AT89S8253, sowie auch die neuen
kleinen MCs AT89S4051 und AT89S2051 und weitere Typen der 89S / 89LS /
89LP -Serie programmieren.
http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/isp_C_v5.PDF
Dabei handelt es sich um einen JTAG-Adapter. Man braucht nur die Signale
neu zuzuordnen. TCK=SCK TDO=MISO TMS=RST TDI=MOSI (An manchen LPT-Ports
könnte es mit den 100R-Serien-Widerständen Probleme geben, dann ggf. auf
47R verringern.) Hier ein Bsp. für vereinfachten Adapter und Anschaltung:
http://www.fi.uba.ar/materias/6609/docs/NotasISP.pdf
Der Adapter lässt sich noch stark abrüsten, entspricht im wesentlichen dem
gängigen AVR ISP-Adapter, nur mit anderer Belegung der Steckverbinder.
Bei den T89C von Atmel erfolgt die Programmierung über die serielle
Schnittstelle, ebenso wie bei vielen von Philips. https://www.silabs.com/
verkauft $99 billige Development Toolkits. Die anderen genannten Chips
erfordern meist eine aufwändigere Programmierschaltung. GnuC gibt es leider
nicht, aber Keil und SDCC.
> Mein AT89S8252 lässt sich seriell (z.B. mit PonyProg) nicht programmieren.
Siehe http://www.atmel.com/atmel/acrobat/doc1486.pdf (89S ISP errata)
> Mein AT89S8252 liefert beim Programmieren immer 0x00, 0x01, 0x02, .. 0xFF, 0x00, 0x01, ...
Dann sind die Lock-Bits (durch einen Programmierversuch mit fehlerhaftem Timing ?
Durch Spannungsversorgungsprobleme ?) gesetzt. Lösche den ganzen Chip.
> Gibt's einen billigen einfachen Reset-Controller für den active high Reset der
DS1833 (TO92), LM810/MAX810 (SOT23), TS836, ICL7665, TL7705 (DIL8)
Atmel hat dazu auch eine Application Note: "External Brown-out
Protection for C51 Microcontrollers with Active High Reset Input"
Von: Dieter Petz
Der Keil C51 Compiler in der Version 4.01 ist bestens bekannt mit Falschmeldungen´
jeder Art. Danach die Fehler zu suchen ist meist Zeitverschwendung,
Syntaxfehler werden meist nicht erkannt und die 'lustigsten' Fehlermeldungen
produziert.
Verschiedene C-Compiler verlangen nach unterschiedlicher Syntax, z.B. bei der
Definiton von Interruot-Routinen:
sdcc: void service_routine(void) interrupt 0 { }
Keil: void interrupt 0 service_runtime(void) { }
Von: MaWin 17.7.2000
Die Bauvorschläge sind meist nur für wenige Typen geeignet, und halten sich
nicht 100% an die Herstellervorschriften. Wer sich was fertiges leisten will,
der ist mit dem GALEP gut bedient (beherrscht erst ab Version 4 auch 3.3V
Chips) aber der ist nicht von den Chipherstellern zertifiziert. Wenn man sich
bei denen wegen nicht-programmierbarer Bausteine beschweren will (und bei hohen
Stückzahlen will man das), kommt also nur ein noch teureres Gerät in Frage,
z.B. von DataIO.
Kommerzielle Universalprogrammiergeräte enthalten meist hunderte von
Transistoren um die Universal Pin Driver zu realisieren oder Spezial-ICs
die Edge (http://www.semtech.com/) für Fertigungstestanlagen herstellt.
Viel zu teuer oder aufwändig zum Selbstbau. Da man als Hobbyist aber
sowieso nur wenige Chiptypen verwenden wird, und diese in grösserem
zeitlichen Abstand, kann man es sich einfach machen, wenn man GND, VCC
und VPP umsteckt. Alle (40) Pins kommen über ein Kabeljumperpatchfeld oder
ein dickes vorverdrahtetes 84 pin Steckermodul an normale I/O eines
Microcontrollers, der TTL kompatibel ist und zumindest bis 6.5V VCC
toleriert, wie AT89S8252 und AT90S8515 und es werden nur die obigen
Anschlüsse direkt mit per D/A-Wandler (TLC7528) einstellbaren
Spannungsquellen verbunden. Macht 5 Chips (2*AT90S8515, TLC7528, MAX232,
TLC272) tutto completti.
Programmieralgorithmen in den Datenblättern und hier:
Bauvorschläge:
GAL Programmiergeräte zum Selbstbau findet man unter
GALs brauchen auf Grund ihrer internen Struktur (Analogtechnik) unglaublich
viel Strom und reagieren sehr empfindlich auf Latch-Up, also wenn die Spannung
an einem Eingang mal höher ist als die Versorgungsspannung ist (das passiert
z.B. wenn man im Betrieb mal einen entladenen 100nF Kondensator über die
Versorgungsspannungsanschlüsse klemmt oder aus Versehen die Versorgungsspannung
kurzschliesst und Kondensatoren an irgendwelchen Eingängen hängen) und zu viel
Strom von den Eingängen über die Eingangsschutzdioden zum
Versorgungsspannungsanschluss fliesst. Dann zündet intern ein Thyristor,
schliesst VCC und GND kurz und das GAL stirbt an zu hoher
Kurzschlussstromaufnahme. Wenn man Glück hat, ist es nachher 'nur' gelöscht
(inklusive der PES). Viele GAL Anwender schwören auf eine externe zusätzliche
Diode vom EDIT-Eingang (Pin 2, Anode) nach VCC um versehentliches Umschalten
in den Programmiermodus zu verhindern.
Kommerziell:
Atmels FPSLIC (also AVR und FPGA in einem Gehäuse, leider externes EEPROM
notwendig weil kein Flash drin ist) sind trotz 'Evaluation Kit' für Bastler
ungeeignet, da die donglegeschützte IAR Software >500 Euro pro Jahr kostet.
Grössere Stückzahlen bekommen eh nur gute Atmel-Kunden, also sind sie auch
für Firmen uninteressant. ST fängt auch gerade an, einen uC mit (schlappen)
16 Makrozellen zu erweitern.
Wer nicht unbedingt 5V-Teile braucht, sondern mit 3.3V oder 2.5V auskommt,
findet bei Lattice kostengünstige ispMACH M4A CPLDs, erhältlich bei Reichelt
und Kessler.
APEX20K FPGAs erfordern (entgegen ihrem Datenblatt), das VINT erst mit oder
nach VIO angelegt wird (also Schaltregler für VINT an VIO hängen), sonst
gehen sie in Latch Up.
Analoge FPAAs konnten sich bisher nicht durchsetzen.
Von: jetmarc
Ich finde, das wichtigste beim VHDL lernen ist, nicht die ganze Sprache
zu lernen. Es gibt so viele Konstrukte die sich hinterher gar nicht
synthetisieren lassen. Ich nenne das "akademisches VHDL". Die Fachbücher
sind voll davon, und man kann daraus niemals funktionierende Chips machen.
Stattdessen sollte man sich auf einen einfachen Grundnenner beschränken.
Den findet man am besten in den Help-Dateien des Synthesizers, und im
Usenet (comp.lang.vhdl). Man braucht die Grundstruktur eines Registers,
eines Latch, synchroner Reset, asynchroner Reset, kombinatorische Logik,
Multiplexer, Tristate. Dazu noch elementare Dinge wie if/case und die
Zusammenführung mehrerer Blöcke durch port/map.
Das ist einfacher zu lernen als C, und funktioniert auch in der Praxis !
> und wenn es statt VHDL echte Chips sein sollen...
allerdings kostet eine 130nm Maske so 400000 EUR, da wird man sich mit einem
MPW (multi project wafer) Run begnügen müssen.
> und wenn man Polymerelektronik Transistoren einfach selber drucken möchte
...dann kauft man bei http://www.hcstarck.de/ flüssiges organisches Clevios
Halbleitermaterial von http://www.baytron.com/, füllt es in einen Epson
Piezo-Tintendrucker mit iColor Tank (enthalten keinen Schwamm) wie z.B.
C80/C82/C84, der fast alles verdruckt, auch Lebensmittelfarben, füllt in
den anderen Tank gelöstes PVP als Isolatormaterial, und druckt los.
Und wem Halbleiter zu modern sind, der kann auch Röhren selber bauen.
Dieses ist wohl die allerhöchste Kunst der Beschäftigung mit Elektronik.
Von: MaWin 17.7.2000
EPROMs werden durch ein paar Minuten Bestrahlung mit UV-Licht der Wellenlänge
254nm gelöscht. Dazu tut's keine Schwarzlicht-, Bräunungs- oder
Insektenkillerlampe oder UV-LED, sondern nur eine G4T5 oder TUV4, als
Ersatzlampe für EPROM-Löscher von http://www.conrad.de/ 982270,
http://www.reichelt.de/ und anderen für ca. 15 EUR zu haben (oder die
ozonerzeugenden 185nm Lampen, aber die wird man auch kaufen müssen, und Ozon
ist schädlich, das wäre dann also eher ein Fehlkauf):
Man muss diese Lampe in einen lichtdichten Kasten einbauen, da das Licht die
Netzhaut schädigt (http://www.misty.com/~don/uvbulb.html). Man betreibt die
Lampe in einer Fassung mit Drossel und Starter für 4 Watt Leuchtstoffröhren,
oder an der Elektronik einer zerbrochenen 5 Watt Energiesparlampe. Lege die
Chips in Leitschaumstoff ca. 1 cm bis 3 cm an die Lampe ran.
National Semiconductors schreibt: "The recommended integrated dose is
6Wsec/cm2 at a wavelength of 254nm." Und an anderer Stelle: "If the device
appears erased after 8 minutes, continue exposure for a total of 24 minutes."
Das gilt für uralte ebenso wie für aktuelle Chips.
Bevor ihr einen eigenen Zeitgeber baut: Schaut doch mal, ob ihr den nicht aus
einer alten Mikrowelle/Grill ausschlachten könnt. Auch Treppenlichtautomaten
gehen. Ansonsten gibt es fertige digitale Steckerschaltuhren mit Count-Down
Timer für keine 10 EUR, meist aber nur im Minutentakt. Musst halt mal im
Baumarkt suchen... Zum Selbstbau von Langzeittimern mit Zeiteinstellung per
Poti ohne Displayanzeige eignet sich der CD4541 oder 74HC5555.
> Kann man EPROMs mit Röntgenstrahlen löschen ?
Von: W.Riedel 9.5.2001
Habe ich doch: 1980er mit OTP-2708 in Kunststoffgehäuse.
Quelle war ein Röntgenfluoreszenzspektrometer. Anodenspannung 40 kV.
Strahlungsintensität unbekannt, aber ausreichend, um in einer roten
PVC-Halterung nach einigen Versuchen eine gelbliche Verfärbung zu
erzeugen. Mehrere kurze Löschzyklen mit anschliessendem Auslesen,
sollten ausreichende Löschdauer bestimmen. Hat geklappt, lohnt sich
aber nicht. Eines ist jedoch sicher: Einige Gepäckdurchleuchtungen
können keine EPROMs löschen. (Wurde manchmal vermutet).
Es sieht so aus, als ob die meisten Chips mit Dosen zwischen 10kR und 100kR
gelöscht werden, das dabei aber der Chip selbst so beschädigt wird, das z.B.
die Stromaufnahme DRASTISCH ansteigt und der Datenerhalt nach
Neuprogrammierung nicht mehr gewährleistet werden kann.
> Wie schliesse ich eine Festplatte / CD-ROM / DVD-ROM / CompactFlash
Im Prinzip: Direkt. Vorausgesetzt es sind genügend PortPins frei. Ein 16 bit
uC macht die Arbeit einfacher. Unter den unendlich vielen MP3-Projekten
wird auch eines mit deinem Controller sein. Schwieriger ist es, ein Projekt
zu finden, was Daten auch schreiben kann (eh nur auf Festplatte/Flash),
weil man dafür fast das ganze DOS nachbilden muss. Das passt kaum in 8k
Programmspeicher :-(
> Wie schliesse ich ein Floppylaufwerk an einen Mikrocontroller an ?
Nicht direkt :-( Die Floppy liefert Takt und Daten auf einer Leitung und es
muss ein Datenseparator her. Dafür sind Mikrocontroller i.A. zu langsam,
man braucht mindestens 16Msps Abtastrate. Aber es gibt kleine feine
Single Chip Floppycontroller, gerade auf uralten PC Multifunktionskarten,
wie Goldstar GM82C765, HMC HM83740, Winbond W82765, FDC9266, DP8473,
die auf der einen Seite einen 8 bit Bus haben und auf der anderen direkt
den Anschluss eines Floppylaufwerks erlauben. Und da man bei einem
Mikrocontroller eh Treiber bräuchte, um die Floppylaufwerkanschlüsse
mit ausreichend viel Strom bedienen zu können, sind es auf diese
intelligente Art sogar weniger Bauteile.
Wie man den Controller bedient, steht im BIOS deines Rechners :-) Das
komplizierte kommt erst noch: Man muss das DOS nachbasteln. Daher ein
Tip, wenn man nur Daten schreiben will (z.B. 32k): Einfach mal eine Floppy
auf dem PC so formatieren und beschreiben, dann (mit DEBUG)
nachschauen was draufsteht, und vom uC nach dem Neuformatieren alle
Sektoren, ausser den eigentlichen Datensektoren, ohne Verständnis des
Inhalts schreiben lassen, wie sie auf der Beispiel-Floppy waren. Die Datei
hat dann zwar immer dasselbe Datum (der uC weiss vermutlich eh nicht wie
spät es ist), und Bad Sectors kann man nicht ausmappen (sondern muss
eine solche Floppy mit Verifyfehler abweisen), aber was soll's...
Auf Grund der Unzuverlässigkeit von Floppys, die auf einem anderen
Laufwerk beschrieben werden als sie formatiert wurden, sollte man die
Floppy auch stets formatieren.
> Und wie schliesse ich einen USB-Memory-Stick, eine SD/MMC Karte an ?
Das sind serielle Protokolle, bei denen man über die notwendige
Hardwareunterstützung am uC verfügen sollte (USB, SPI) damit
die Datenübertragung ausreichend schnell geht. Man findet
Quellcode bei den passenden uC ebenfalls im MP3-Player Umfeld.
Gute Erklärungen vieler Interfaces und Beschaffungsquellen für Stecker
> Ich suche ein möglichst grosses seriell ansprechbares Flash-EEPROM
AT45Dxxx von http://www.atmel.com/, Geht bei 1 MBit los. gibt's bei
http://www.ineltek.de/ (11,80 EUR P&V) und http://www.segor.de/ zu
kaufen, und http://www.ssti.com/ bei http://www.endrich.com/ zu bekommen,
und 512kBit gibt es bei http://www.st.com/ mit I2C
Und wenn das Flash nicht will: Für scharfe Flanken auf den Timing-kritischen
Leitungen sorgen, und einen dicken Bypass-Kondensator (4u7 Ta) an VCC.
> Warum funktioniert mein serielles 93C46 EEPROM nicht ?
Manche 93C46 haben einen Write-Protect-Pin, manche nicht.
93C46 gibt es mit 8-bit- sowie mit 16-bit-Organisation, manche
Typen sind über einen Pin (ORG) auf 8- oder 16-bit konfigurierbar.
93C46 gibt es mit verschiedenen Versorgungsspannungs-Spezifikationen,
nicht jeder läuft z.B. mit 3.3V, die meisten jedoch mit 5V.
Die genau zu den Chips passenden Datenblätter wären da sicher hilfreich.
Oder die Serie einfach meiden.
> serielles RAM:
> Was ist der Unterschied zwischen Flash und einem EEPROM ?
Beides sind EEPROMs, also elektrisch überschreibbare Festwertspeicher. Beim
teureren EEPROM kann man einzelne Bytes ändern, bei den Flash-EEPROMs kann
man nur ganze Seiten (eventuell den ganzen Chip) löschen, dafür sind sie pro
Bit billiger und mit grösserer Kapazität erhältlich. Im Allgemeinen sind die
nicht-Flash EEPROMs auch öfter überschreibbar, aber schau in's Datenblatt.
Bei beiden gibt es Varianten, die eine extra Programmierspannung von meist 12V
benötigen, und solche, die sich aus der 5V Betriebsspannung selber eine machen.
> Was ist der Unterschied zwischen NOR und NAND/AND Flash ?
Der interne Aufbau. Der führt allerdings dazu, das bei NAND/AND-Flash nicht
garantiert werden kann, das alle Bits richtig programmiert werden. Obwohl viele
NAND/AND-Chips EEC (Error Correction) enthalten, verwendet man also besser
NOR-Flash für Programmspeicher, und NAND eher für Audio oder solche Daten.
Beim NOR-Flash hängen alle Speicherzellen nebeneinander an der Wortleitung
(wired OR), beim NAND Flash ist jeweils nur ein Bit mit der Wortleitung
verbunden, die anderen Bits dahinter, deswegen braucht NAND weniger
Verdrahtungsfläche und bietet doppelt so viel Kapazität pro Fläche. NOR lässt
sich schnell direkt adressiert auslesen (random access), bei NAND ist hingegen
der sequentielle Zugriff schneller. Inzwischen speichert man 2 und sogar 4 bit
in einer Flash-Speicherzelle.
> analog? digital?
Von: Joachim Wehlack, 3.9.05
Ein Signal ist digital, wenn eine abzählbare Menge von Signalzuständen
definiert ist und analog, wenn die Menge von Signalzuständen nicht per
Definition eingeschränkt ist.
Wenn z.B. *alle* Werte zwischen 4 mA und 20 mA als gültig definiert sind, dann
ist die Menge gültiger Werte unendlich groß. Es ist dann ein Analogsignal.
> Welche Analog->Digital und Digital->Analog Wandler sind denn für
(und vor allem billig...) Einfache softwarebasierte A/D-Wandlung ?
Bis 6 bit gehen selbstgebaute R-2R-Ketten aus 1% Metallfilmwiderständen an
einem ordentlichen HC-MOS-Ausgang (nur der liefert 'fast' 0V und 'fast' 5V,
vorausgesetzt man betrachtet die +5V als Referenz oder gewinnt sie aus einer
Referenzspannungsquelle (LM336-5.0, bei LS-TTL sind die Spannungen zu
ungenau), aber für mehr als 6 bit braucht man 0.1% Widerstände und die sind
teurer als fertige Chips.
bei mehrkanaligen bis 10bit A/D sind die in uC eingebauten meist billiger,
manchmal braucht man aber einen teureren Besseren, schliesslich stört
der uC spätestens das 9te Bit seines eigenen Wanders selbst.
Grundlagen zum Einsatz von D/A-Wandlern als Potiersatz siehe AN-19.PDF
von http://www.analog.com/.
> Datenerfassung am PC
Das Gameport dient bereits als A/D-Wandler, allerdings für einen regelbaren
Widerstand von 0 bis 100k Ohm. Durch den wird, intern über weitere 2k2 in
Reihe, ein 10nF Kondensator im PC geladen bis er 3.3V erreicht hat und vom
BIOS die dazu benötigte Zeit mit einem Zahlenbereich von 0 bis 255 gestoppt.
Schon der Anschluss von anderen Potis (Kreuzknüppel Funkfernsteuerung,
regeln meist nur von 2k bis 3k) bereitet Schwierigkeiten. Wenn man jedoch
überlegt, das durch den Joystick ein mittlerer Ladestrom zwischen 33uA und
1.5mA fliesst, erkennt man, das extern eine (steuerbare) Stromquelle reicht.
Der Strom durch das 2-3k Poti führt zu einem Spannungsabfall von 0.68-0.955V
am 510R. Der Stromspiegel überträgt diesen Spannungsabfall auf den 180R, wo
entsprechend weniger Strom durch den Transistor in das Gameport fliesst. Und
damit bei der 3k Poti Einstellung nur sehr wenig Strom fliesst, wird der 180R
mit dem 330R/47R Spannungsteiler auf eine 0.62V unter 5V vorgespannte
Spannung gelegt. Der 47R macht also Nullpunktanpassung, der 180R bestimmt die
'Verstärkung' zur Anpassung an eigene Potis.
Es tut auch eine mit hoher Frequenz mit 0-100% PWM gepulste 5V Spannungsquelle
Den MAX186 (8 Kanäle mit 12 bit) oder MAX192 (8 Kanäle mit 10 bit) kann man auf
Grund des niedrigen Stromverbrauchs direkt an den seriellen Port des PC
anschliessen und mit einem ganz einfachen Programm 8 Spannungswerte in
Millivoltschritten von 0V bis 4,095V oder -2,048V..2,047V auslesen
http://www.circuitcellar.com/library/designforum/features/KL-9503012/index.asp
Der 68HC11 stellt 8 analoge Eingänge mit 8 bit Auflösung und mehrere
digitale Ein- und Ausgänge zur Verfügung. Davon können einige Dank
hardwareunterstützer PWM zur Ausgabe einer gemittelten (durch RC oder
aktive Filter wie Bessel geglätteten) Analogspannung verwendet werden.
Der 68HC11 wird über den MAX232 mit der seriellen Schnittstelle des PC
verbunden. Man schreibt ein winziges Programm, das in den 512 Byte des
internen EEPROM des uC Platz findet, das die Werte der A/D-Eingänge
seriell an den PC sendet und vom PC die Anweisungen erhält, welche
Ausgänge einzuschalten sind. Nachher wird man PD0(RxD) mit PD1(TxD)
verbinden. Das Programm läuft dann selbsttätig aus dem EEPROM ab 0xB600
los. Diese Schaltung ist billig, einfach, passt an jeden PC, ist wegen der
seriellen Schnittstelle leicht zu Programmieren, und der uC kann kleine
Tätigkeiten direkt ausführen, z.B. Umrechnungen oder eben die
PWM-Signale erzeugen. Als Protokoll zur Kommunikation mit dem PC kann
man einfaches ASCII verwenden, mit CRLF als Datensatztrenner und zur
Synchronisation. Leider habe ich kein fertiges Programm. Vielleicht schickt
mir jemand eines, das ausreichend universell ist.
Aber der 68HC24 Porterweiterungschip wird nur noch von http://www.tekmos.com/
hergestellt (http://www.elektronikladen.de/ verkauft ihn), ebenso wie der
X68C75 nicht mehr von http://www.xicor.com/ hergestellt wird, insofern ist
der 68HC11 nicht mehr so interessant wie früher.
Verbessern kann man das über eine genauere analoge Referenzspannung
per LM336-5.0 und Eingangsverstärker wie z.B. LMC6484 mit Trimmpotis für
Verstärkung und Nullpunkt, sowie Ausgangsverstärker wie ULN2803 oder
Schrittmotortreiber wie L297+L298. Dadurch wird ein richtig universelles
Teil daraus, je nach Anwendungsgebiet (Messtechnik, Roboter). Hier zur
ratiometrischen Temperaturmessung mit Platinwiderstandssensoren:
Verwendet man zur Temperaturmessung den LM75 (3.3V oder 5V) oder LM76,
so sollte man einen Entkoppelkondensator (z.B. die üblichen 100nF) über die
Versorgungsspannungsanschlüsse löten und einen 1k Widerstand in Reihe vor
den SCL Eingang löten, sonst zeigt das Teil eventuell falsche Temperaturen an
(ggf. 120GradC statt 40GradC weil Strom über die Eingangsschutzdiode fliesst).
Auf der seriellen Schnittstelle werden digitale Signale mit (für Digitaltechnik)
hoher Spannung (LO = 3..15V, HI = -3..-15V) aber kurzschlusssicher mit
Strombegrenzung (10-20mA, so als ob ein 330 Ohm Widerstand in Reihe liegt)
übertragen, so das sich die Schnittstelle eignet, um daraus Kleingeräte
(Computermaus) zu versorgen. Der Norm-Eingangswiderstand liegt bei
3 bis 7kOhm, ein RS232 Ausgang sollte auf 20mA und 30V/us Slew-Rate
begrenzt sein.
Auf Senderseite liegen die notwendigen Versorgungsspannungen (10..15,
-10..-15V) bei einfachen Geräten, die meist nur mit 5V versorgt werden, leider
nicht vor.
Es gibt deshalb den Klassiker MAX232 (auch ICL232, AD232, HIN232, ST232,
LT1x81...), der aus 5V per Kondensatorwandler selbst +10V und -10V macht.
Nimm Alu-Elkos, keine Tantalkondensatoren, der teurere MAX232CPE kommt
sogar mit noch kleineren Keramik-Kondensatoren aus.
Der LT1x81 ist wohl weniger ESD empfindlich, der HIN232 kritischer in
der Anwendung: Bei ihm darf beim Einschalten keine Last an V- hängen.
Siehe d.s.e Message-ID 3CC041A6.AECF9D43@ibl-automation.de .
Soll der Kondensator von V+ an VCC oder GND angeschlossen werden ? Es ist
bei Maxim egal, nach VCC braucht er weniger Spannungsfestigkeit, aber
ältere Sipex gingen wohl in den Latch-Up, wenn der Kondensator an GND
angeschlossen wurde. Siehe d.s.e Message-ID
4602d47d$0$6440$9b4e6d93@newsspool2.arcor-online.net .
Nachbauten, die mit VCC Probleme haben, sind mir nicht bekannt. Ein
universelles Layout sollte den Elko also an VCC legen, siehe
http://www.devicemart.co.kr/mart7/upload/pdf/20070110150145.pdf
Damit spart man sich den Aufwand, den man mit einem SN75185=GD75232, den
MC1488=SN75188/MC1489=SN75189 oder MAX202/AD202 hätte. Schliesst man auf
Empfängerseite einen (ausreichend schnellen !) Optokoppler mit Schutzdiode
(1N4148) an
Da eine serielle Schnittstelle mehrere (Steuer-)leitungen hat, kann man,
wenn man softwareseitig dafür sorgt, das mindestens 2 Steuerleitungen
unterschiedlichen Pegel haben, auch die Spannungsversorgung vom
Muttergerät nehmen und einen RS232-kompatiblen Ausgang daraus ableiten.
Den Kurzschlussschutz liefert das Muttergerät.
Den MAX232 kann man auch verwenden, wenn man in einer Digitalschaltung mal
eben wenige mA aus +10V/-10V zur Versorgung von Operationsverstärkern braucht.
Braucht man die serielle Schnittstelle nicht, oder hat man Angst das bei
Belastung der seriellen Schnittstelle die +10V/-10V zusammenbrechen, macht das
der LT1026 oder MAX680/681.
Aber besonders sauber ist die auf diese Art erzeugte Versorgungsspannung nicht.
Nun, eine per StepUp Schaltregler erzeugte Spannung wäre es ebenfalls nicht.
Also gut filtern.
Will man sich seine Steuerung nicht auf Basis eines Mikrocontrollers selber
bauen, gibt es fertige SPS von Siemens (Logo, S7), Moeller (Easy) oder
Beckhoff, zu Preisen, bei denen man hintenüberkippt, ob als Einzelstück
oder zum halben Preis für 1000 Stück. Ein Blick nach Asien hilft:
http://www.mitsubishi-automation.de/products/microcontrollers_ALPHAXL.html
Schon die Programmierkabel werden unverschämt teuer angeboten, bei Moeller
ist eine unbekannte Elektronik drin, das Siemens-Kabel ist in Elektor Juli
1999, LOGO!-Interface, beschrieben, aber der Stecker ist nicht erhaeltlich,
das Memory Modul 6ED1 056 kostet bei eBay manchmal 10 EUR, sonst 25 EUR.
http://www.mikrocontroller.net/topic/12192
http://www.muff-electronic.ch/
http://www.microsps.com/
Von: MaWin 30.4.2001
Das 'kalte', farbenreine Licht der Leuchtdioden fasziniert viele Leute. Als
einfache Kontrollanzeigen oder Hintergrundbeleuchtungen sind LEDs inzwischen
jedem bekannt. Aber ebenso ranken sich auch heute noch Mythen um die Dinger.
Schaut man direkt in eine LED, interessiert die Helligkeit, daher wird bei
LEDs, die als Kontrolllampen vorgesehen sind, die Helligkeit in Candela
angegeben. Möchte man mit einer LED aber etwas beleuchten, interessiert die
Lichtmenge, LEDs zu Beleuchtungszwecken haben also eine Angabe in Lumen.
Leider lassen sich beide Zahlen nicht ohne weiteres ineinander umrechnen,
siehe Beitrag von Rolf weiter unten.
Die Helligkeit von kleinen LEDs reicht von unter 1 Millicandela bis über 1
Candela, die hellsten LEDs entsprechen also tausenden von Billig-LEDs aus
dem 'Sortimentsbeutel' (sprich Ausschuss), obwohl der Strombedarf (20mA)
derselbe ist. Eine kleine LED braucht 3.6V@20mA=72mW und erzeugt daraus
6mW optische Leistung (http://www.nichia.co.jp/). Daher kann eine kleine
LED nicht spürbar warm werden.
Der Wirkungsgrad der guten LEDs übertrifft inzwischen den Wirkungsgrad von
Halogenlampen. Allerdings liegen LEDs in einer kleineren Leistungsgröße als
Halogenlampe, man braucht also mehrere. Will man dieselbe Lichtmenge wie bei
einer Halogenlampe erzeugen, muss man viele LEDs verwenden, und dieses
LED-Array wird dann ebenso viel (Ab-)Wärme erzeugen, wie die Halogenlampe und
ebenso heiss (wer ein Mal vor einer LED-Videowand gestanden hat, weiss wie
heiss LEDs strahlen können). Dummerweise vertragen LEDs nicht so viel Wärme...
Also vergesst besser LEDs als Zimmerbeleuchtung, Halogen ist billiger und
einfacher zu verwenden und haben ausserdem nicht so eine grausam künstliche
Lichtfarbe. Für wenig Licht (Taschenlampe, Fahrradlicht), tun es 1 oder 3 Watt
LEDs von http://www.luxeon.com/ http://www.cree.com/ http://www.nichia.com/
(NCCW002E) oder http://www.osram-os.com/ (LA W57B, LY W57B) oder ein paar
hocheffektive 5mm LEDs mit je z.B. 3 Lumen, um eine Glühbirne zu ersetzen.
100W 6500lm Hochleistungsleds von OptoFlash gibt es bei http://www.tme.eu/ .
3200lm aus 50W macht die Edison Highpower Star, weisses Licht aus 4 Farben
macht beispielsweise die ACULED VHL RGBY von PerkinElmer von
http://www.pur-led.de/ oder die P5-III von Seoul, dort gibt es auch die P7
mit 900lm aus 7.2 Watt. Die Linienlampen von http://www.advancedillumination.com/
sind leider sauteuer, etwas günstiger von OptoFlash bei TME.
Wenn man farbenreines Licht haben will, das man aus einer weissen Lichtquelle
erst mühsam per Farbfilter erzeugen müsste, steht eine LED prinzipiell besser
da als eine Halogenlampe mit Farbfilter, das macht sie z.B. bei einer
Dunkelkammerleuchte effektiv (allerdings fällt mir nicht ein wozu man gerade
in dem Fall auf teure Art Strom sparen sollte). Immerhin kann man sie als
bunte, schnell ein- und ausschaltbare Effektbeleuchtung einsetzen, wie man
inzwischen auf der Bühne bei Musikveranstaltungen sehen kann.
Beim http://www.mood-light.com/ strahlen je 7 superhelle rote/grüne/blaue 5mm
LEDs seitlich in ein Kachelviertel, macht 5 Watt LED-Input, Rest versackt in
der uC-gesteuerten PWM-Elektronik. Die LEDs kosten bei Reichelt 184 EUR.
Es bringt auch nichts, eine LED zur angeblichen Helligkeitssteigerung mit
Impulsen höheren Stroms zu betreiben, z.B. statt 20mA nur 10% der Zeit 200mA
zu verwenden. Die LED wird NICHT heller, weil der mittlere Strom und damit
die mittlere Helligkeit gleich ist, stattdessen sind die Verluste minimal
höher. Probierts einfach selber aus bzw. lest mal ein LED-Datenblatt.
Bei extremer Abkühlung steigt bei gleichem Strom die Flussspannung der LEDs
stark an, die Farbe wird bläulicher, die Helligkeit bleibt jedoch vergleichbar.
> Wie rechnet man Candela in Lux um ?
Von: Rolf Bombach
1 cd entspricht bei grün (555nm) ca. 1.46 mW/sr, bei anderen Farben mehr,
1 mW/sr entspricht bei grün (555nm) ca. 684 mcd, bei anderen Farben weniger,
siehe Augenempfindlichkeitskurve, DIN-mässig festgelegt ohne Rücksicht auf
dein individuelles Empfinden, die bei rot und blau nur die Hälfte hat.
1 cd in 1 m Entfernung macht 1 lux, also lumen pro Quadratmeter.
Die Beleuchtungsstärke nimmt mit der Entfernung quadratisch ab. Eine LED
von 1,7 cd hat 2,5mW/sr und produziert in 5 Meter Entfernung
1.7cd / (5m)^2 = 0.07 lux, und 10 davon 0.7 lux. 1 Lux = 0.5mW/cm2.
Wenn die Lampe gleichmässig rundrum strahlt, und in jeder Richtung eine
Helligkeit von 1 candela hat, liefert sie 4 * pi, also ca. 12.5 lumen.
Candela sagt also nur, wie hell du die LED empfindest und sagt nichts
über den abgegebenen Lichtstrom (Lumen) ab. Die Helligkeit in Candela
wird natürlich umso grösser, je besser man das abgestrahlte Licht bündelt.
Allerdings nur, wenn man genau geradeaus vor der LED steht.... Mit einer
Lupe betrachtet ist die LED dann noch heller, da sie die Lupengrösse
nicht ausfüllt. (Dein Bildschirm mit einer Lupe betrachtet wird *nicht*
heller). Mit einer Optik kannst du die Candelas nochmals massiv erhöhen,
ohne das ein einziges Photon mehr rauskommt. Zu Lasten des Abstrahlwinkels
natürlich. Kurzum, Candela-Angaben sind Angabe :-))
Seit dem kommenden Glühlampenverbot haben Hersteller plötzlich Hochvolt-
Halogenlampen mit besserer Energieffizienzklasse erstmals zu sparsamen
Preisen (unter 2 EUR) im Angebot, sogar in klassischer Glühlampenform.
Offenbar haben die Hersteller aber aus dem Fiasko der Energiesparlampen
nichts gelernt, denn erneut betrügen sie in der Werbung den Kunden nach
Strich und Faden. Nicht nur weil bei Osram die Lampenkörper kleiner ist.
So soll die 42W Lampe eine 60W Lampe ersetzen, erzeugt aber nur 630 Lumen
statt 710 Lumen. Da ist eine Energieeinsparung um 30% leicht möglich,
kommen doch 12% schon mal durch die geringere Lichtmenge.
Das ist keine Einsparung. Die teurere Halogentechnik (1.99 EUR für 2000
Stunden Haltbarkeit) bringt gegenüber der billigeren Normalglühlampe
(0.34 ct für 1000 Stunden Haltbarkeit) nur 20% bessere Effizienz, spart
bei 20ct/kWh im Lampenleben von 2000h 2*(0.34+1000*52.8)-1.99+2000*42
/1000*0.2 = 4.30 EUR ein. Na immerhin, die teurere Lampe für 1.99 kaufen
und trotzdem 4.30 zu sparen als wenn man zur billigeren Lampe von 0.34 EUR
gegriffen hätte. Vorausgesetzt, die Glühbirne lebt tatsächlich 2000 Stunden.
Die 10 EUR, die bisher eine Hochvolt-Halogen gekostet hat, haben sich
nämlich nie gelohnt, zudem haben die Dinger keinerlei Energie gespart.
IKEA bietet baugleiche Osrams zum günstigeren Preis an.
Da üblicherweise 500 Lux (=500 Lumen/m2) als Beleuchtungsstärke am
Arbeitsplatz angenommen werden, und diese mindestens 50 cm drumrum eingehalten
werden muss, ist eine Lampe mit 2000 Lumen zur (direkten, indirekt geht ja
noch mehr verloren, ein Alublechreflektor wirft nur 70% zurück) Beleuchtung
von 4m2 erforderlich, oder 120 1 Watt LuxeonStar-LEDs oder 8000 5mm LEDs oder
1500-4500 Watt LED Licht. LEDs sind zur Beleuchtung also völlig ungeeignet.
Da der LED Betriebsspannungsbedarf mit der Temperatur schwankt, darf man eine
LED nicht direkt (also ohne weitere Bauteile) an eine Spannungsquelle
anschliessen. Die Helligkeit einer LED hängt vom durch sie hindurch
fliessenden STROM ab, sie benötigt also eine STROMquelle (meist von 20mA für
volle Helligkeit), die Spannung an der LED stellt sich dann schon passend ein.
Wenn man nur eine Gleichspannungsquelle hat, muss diese eine Spannung liefern,
die grösser ist, als die Spannung, die die LED unter ungünstigsten Umständen
benötigt. Zwischen LED und Spannungsquelle kommt dann ein Widerstand, der den
Strom auf die benötigten 20mA begrenzt. Für eine blaue LED (benötigt bis 4V)
wäre also eine 5V Spannungsquelle ausreichend, für eine hellrote LED (2.1V)
reichen schon 2 Alkali-Mangan-Batteriezellen aus, aber nicht mehr wenn sie
leer werden (1.8V).
Wenn nun der Spannungsbedarf der LED wegen Temperaturänderungen von 3.2V bis
4V schwankt, ändert sich der Strom von 26mA bis 15mA und damit die Helligkeit
nicht mal um 1:2, was meist akzeptabel ist. Wenn zusätzlich auch noch die
Spannungsquelle nachlässt (Batterie statt Spannungsregler) sieht es schon
schlechter aus, dann muss die Spannung der Spannungsquelle noch deutlich
höher über dem Spannungsbedarf der LED liegen.
Bei den superbilligen Taschenlampen und Schlüsselfindern wie 'Photonenpumpe'
ist die LED manchmal ohne Vorwiderstand direkt an ein paar (Alkali-Mangan
oder Lithium) Knopfzellen angeschlossen. Das widerspricht scheinbar der oben
gemachten Aussage, daß man eine LED nicht direkt an eine Spannungsquelle
anschliessen darf. Es geht aber, weil die billigen Knopfzellen einen hohen
Innenwiderstand haben, der als Vorwiderstand wirkt. Gut ist die Konstruktion
dennoch nicht, weil die Helligkeitsänderung im Laufe der Batterielebensdauer
zu stark ist. Am Anfang (gut für den Anbieter beim Ausprobieren im Geschäft)
wird die LED massiv über ihren Grenzwerten betrieben, ist richtig hell, es
fliesst zu viel Strom. Die Batterie wird aber schnell leer, ihre Spannung
fällt und reicht eigentlich nicht mehr für die LED aus. Es kommt dann nur
noch Schummerlicht raus, bis man den Schrott endlich wegschmeisst, denn
Batterietausch lohnt meist nicht. Man darf bei den Lampen auch keine
qualitativ höherwertigen Batterien mit geringerem Innenwiderstand einsetzen,
weil sonst die LED noch mehr leidet.
Wenn man ganz knapp kalkuliert, und z.B. den LD39300-3.3 Spannungsregler mit
ausgemessener Ausgangsspannung von 3.30V hat, eine LED wie Cree XP-G so
montiert ist dass sie bei 3.2W ca. 40 GradC heisser wird und dann einen
ausgemessenen Spannungsabfall von 3.178V hat, dann kann man einen 0.12 Ohm
Widerstand an diesen Spannungsregler vor die LED hängen.
Die LED wird im Einschaltmoment, wo sie noch kalt ist, 84mV mehr Spannung
benötigen und damit nur mit 720mA betrieben, was deutlich dunkler ist.
Sie heizt sich aber auf und wird heller, was teilweise durch die geringere
Helligkeit bei steigender Temperatur kompensiert wird.
Sackt die Akkuspannung unter 3.35V, wird der Spannungsregler nicht mehr die
volle Spannung liefern und die LED nicht mehr mit vollem Strom betrieben,
sondern bei 2.8V (Abschaltspannung eines LiIon Akkus) auf 120mA zurückgehen.
Diese Schaltung ist möglich, und trotz linearem Spannungsregler mit 88% recht
effektiv, aber die Bauteile müssen ausgemessen werden, die Toleranzgrenzen
sind zu knapp. Man braucht nur 4 Bauteile.
Eine blaue/weisse LED (Spannungsbedarf 3.6-4V) an einer (0.9V-1.5V) oder zwei
(1.8V-3V) Batteriezellen erfordert einen Step-Up Spannungswandler. Es geht
der PR4401 von http://www.prema.com , in chinesischen Gartenleuchten ist der
4-polige ANA608 oder ZE002 verbaut der im Hellen auch gleich ausschaltet.
Effektiv aber ungeregelt ist der ZXSC300 von http://www.zetex.com/ .
Geregelter Output kommt aus Stromschaltreglern wie LT1073 oder LT1110 von
http://www.linear.com/ (aber nicht die -5 oder -12 Varianten). Sie sind
effektiv wegen einer Feedback-Spannung von bloss 0.2V, leider sind sie teuer
und liefern maximal 40mA (also maximal 4 LEDs in 2 Strängen a 2 LEDs), dafür
ist aber noch ein Batterie-Leer-Sensor drin.
+---L1---+--+
| | |
+--+---+--+ +-|<|-+ |A | Dimensionierung siehe Datenblatt
| R1 2| 3| |5 | LED |
+| | +--------+8 | | |+
9V +-| LT1073 |---)--+ 47uF
| 1+--------+ | R2 |
| |4 | | |
+---------+-------+--+--+
Für 1W Luxeon Stars wurde der ZXSC310/400 geschaffen, siehe Design Note DN61,
wenn man nicht einfach 4 NiCd-Zellen mit 3R9 Vorwiderstand nimmt. Der TPS61020
versorgt bei minimaler Bauteilanzahl eine 1W Star aus 1.8V bis 6.5V und
verbraucht nur 0.5V, er ist aber für Hobbyisten nicht lötbar. Der LTC3454 oder
LTC4390 geht da schon eher. Der ZD850 von Zywyn regelt die LEDs sogar an bis
zu 16V Wechselspannung. Der L6920 von http://www.st.com/ reicht wohl nicht
ganz. Bleibt nur der LT1305. Der TPS61030 schafft 5W Stars. Ebenso Linear's
LT1618 (http://darisusgmbh.de) mit bloss 50mV Feedback, zu dem verhindert er
gleichzeitig Überspannung. LM3404 regelt bis 1A runter bei 0.2V Feedback. Der
MAX1763 unterstützt an/aus Taster, man muss bei ihm aber ebenso wie beim
LM2623 die Feedback-Spannung anheben, sonst hat man zu grosse Verluste. Die
Schwankungen einer Diode in der Feedback Leitung sind bei dieser Anwendung
gerade noch tolerierbar. Bis 6W step-up liefert CAT4240 (darisusgmbh.de). Als
StepDown taugt der ZXLD1362 von Zetex. Der LT1961 hat einen ausreichend
präzisen Unterspannungssensor um Batterietiefentladungen zu verhindern.
Oft reicht eine simple (einstellbare) Konstantstromregelung, bei der man am
Strommesswiderstand aber möglichst weniger als 0.7V Spannung verlieren will:
Also nutzt man besser den Blindwiderstand eines Kondensators an Wechselstrom
und nimmt einen 270nF X2 Kondensator (120nF für 10mA LED, 27nF für 2mA LED,
470nF wenn eine 20mA LED antiparallel mit einer einzelnen Diode anstelle des
Brückengleichrichters verwendet wird) parallel zu 1M5/0.25W und in Reihe mit
1k/0.6W Sicherungswiderstand an einen B250C800 Brückengleichrichter
an dem die 20mA LED hängt. Das ergibt geringere Verluste.
Leider ist diese Schaltung empfindlich bei Hochfrequenzstörungen aus dem
Netz, wie sie durch Rundsteuerimpulse oder Powerline-Modems auftreten, und
man müsste sie durch eine Drossel abblocken. Die ist dann leider so gross
wie ein Trafo. Zudem fordert VDE eine zusätzliche Plastikabdeckung, da die
LED keine ausreichende Isolierwirkung hat. Nimm also gleich eine Glimmlampe
:-) die braucht nicht mal 1mA. Allerdings beträgt die mittlere Lebensdauer
einer Glimmlampe auch nur 10000 Stunden, als Betriebsanzeige also ok, als
Dauerlicht eher nicht zu gebrauchen.
> Wie schliesst man Optokoppler und Lichtschranken an ?
Lichtschranken lassen sich durch Umgebungslicht stören, wenn man das Licht
nicht moduliert. Dafür eignet sich z.B. ein NE/LM567C oder der neuere LMC567
(Bauteilewertanpassung nach Datenblatt) als kombinierter Sender/Empfänger
(aus Elektor 7/8 98), der Empfänger reagiert dann nur auf Licht passender
Frequenz:
> LED als Lichtsensor
Wer wissen will, ob es überhaupt dunkel genug ist, um LEDs einschalten zu
müssen, kann die LED auch als Lichtsensor nutzen:
> Wie funktionieren eigentlich Glimmlampen ?
Die klassischen meist orange leuchtenden Glimmlampen kommen auf Grund
ihrer recht hohen Betriebsspannung von ca. 70V leider aus der Mode, dabei
sind es interessante Bauteile. Für den Betrieb reicht eine Spannungsquelle
ab 120V und ein Vorwiderstand von ca. 47k (bei 120V) bis 270k (an 230V~)
normaler Leistung (0.25W), weil eine Glimmlampe nur 0.5 bis 2.5mA benötigt.
Da eine Glimmlampe eine höhere Zündspannung (beispielsweise 100V) als
Brennspannung (z.B. 70V) besitzt, hat sie einen Betriebsbereich mit negativer
Widerstandskennlinie und kann deshalb als Oszillator (F.31.) und Speicher
(siehe F.28.) verwendet werden. Als Dauerbetriebsleuchten (Lichtschalter)
halten sie leider nur ein paar Jahre, als Betriebsanzeige (Waschmaschine)
aber i.A. das ganze Geräteleben lang.
Wenn man mehrere Stellen von 7-Segment LED Anzeigen haben will, oder gar
alphanumerische 16-Segment Anzeigen ansteuern muss, bietet sich ebenso wie
bei Laufschriften das Multiplexverfahren an. Manchmal wird es von
mehrstelligen Modulen gar erzwungen, weil die Anschlüsse schon so
verschaltet sind:
(siehe Multiplexbetrieb von LCDs im Abschnitt F.11. LCD Flüssigkristallanzeigen)
Im Multiplexbetrieb ist zu einer Zeit nur eine Stelle (Digit) an, also
leuchten nur dort die gewünschten Segmente. Da das bei einer N-stelligen
Anzeige aber auch nur 1/N-tel der Zeit sein kann, muss es derweil N mal
heller sein, also der N-fache Strom fliessen (der bei normalen 7-Segment
Anzeigen 10mA/Segment beträgt, also N*10mA). Bei den Digitleitungen, über die
bei 7-Segment Anzeigen ja der gesamte Strom von den 7 Segmenten und dem
Dezimalpunkt fliessen muss, ist der Strom noch höher, nämlich 8*N*10mA. Mehr
als 10 Stellen sollte man nicht zusammen multiplexen, denn mehr als 100mA
schadet den Anzeigen.
Das steuernde IC (meist ein Microcontroller) muss also ausreichend Strom
liefern können. Teste mal (mit einem 1k Poti), bei welchem Strom (bei Display
mit gemeinsamer Anode von +5V in einen auf LO geschalteten Ausgang und bei
Displays mit gemeinsamer Kathode von einem HI Ausgang nach GND) der Ausgang
auf 1V von seiner Versorgungsspannung weggezogen wird. Bei M Segmenten und N
Digits entsteht dabei schon alleine für die Segmente eine Verlustleistung von
M*N*10 [mW], also bei einer 4-stelligen 7-Segment Anzeige mit Dezimalpunkten
0.32W. Mehr Strom sollte man also nicht entnehmen, die IC-Hersteller werden
gar nur den Maximalstrom für 0.8V angeben.
Also muß man den Strom meist verstärken, dazu dienen externe Transistoren. Es
gibt mehrere Möglichkeiten:
1. bipolare Transistoren als Emitterfolger
Verringert die Strombelastung des IC-Ausgangs um den Stromverstärkungsfaktor
des Transistors (braucht also nur 1mA um 100mA schalten zu können), benötigt
keine zusätzlichen Bauteile (Widerständ) kostet aber mehr als 0.7V
Spannungsabfall am Transistor und bewirkt entsprechende Verlustleistung (die
allerdings meist kein Problem darstellt).
Blaue/weisse LEDs an 5V zu multiplexen ist damit nicht möglich, denn es
bleibt keine Spannung mehr übrig für den unbedingt notwendigen Widerstand der
den Strom definiert der durch die LED fliesst übrig (5V-3.6V-0.7V-0.7V= 0V,
(er bräuchte so 1V), die Schaltung taugt nur für rote bis grüne 2.1V LEDs.
Allerdings eignen sich blaue/weisse LEDs wegen des geringeren Verhältnisses
von Dauerstrom zu Spitzenstrom eh nicht so gut zum Multiplexen.
1.1. Strom in eine Anode
2. bipolare Transistoren in Emitterschaltung
Schalten einen etwa 10 mal höheren Strom als der IC-Ausgang liefern kann, R1
muss angepasst werden. R2 ist nur nötig, wenn der IC-Ausgang nicht auf +5V
schaltet (open collector, seiterseits Transistor, ...) bzw. auf Masse.
Man benötigt also zusätzliche Bauteile (Widerstände), denn nicht mal
Digitaltransistoren helfen weil die bereits eingebauten Widerstände zu hohe
Werte haben. Am ehesten taugt noch DDTB122.
Vorteil: Der Transistor schaltet in Sättigung und insbesondere LowSat
Transistoren wie BC368/BC369/ZTX1047/ZTX1147 dabei einen niedrigeren
Spannungsabfall als beim Emitterfolger. Das bewirkt nicht nur geringere
Verlustleistung, sondern mehr Spannung für die LED, was insbesondere bei
blauen/weissen LEDs und niedriger Gesamtspannung (5V) eine Notwendigkeit ist,
um den Strom durch Vorwiderstände ausreichend genau einstellen zu können.
Wählt man als Transistoren jedoch ICs wie ULN2803, so ist der Vorteil des
niedrigen Spannungsabfalls konterkariert, die bewirken noch mehr Verluste als
ein Emitterfolger, ebenso wenn man mehr als 20-fache Stromverstärkung braucht
und deswegen auf Darlingtontransistoren wie BC517 zurückgreift. Man nimmt
besser saturated driver wie TPIC2701 (TI) und TD62381/2 (Toshiba).
2.1. Strom in eine Anode
3. MOSFETs
MOSFETs wie IRF7401/IRF7314 lösen das Problem mit der Stromverstärkung, dem
Spannungsabfall und den zusätzlichen Bauteilen, sind aber baulich grösser und
teurer. Man braucht Typen mit niedriger Uth Schwellspannung (LogicLevel) weil
man ja i.A. nur mit 5V arbeitet.
3.1. Strom in eine Anode
Wenn die Betriebsspannung der Ansteuerschaltung nicht mehr ausreicht, um die
LEDs zu versorgen (weil im Display mehrere in Reihe geschaltet sind), sind die
Schaltungen nicht mehr geeignet. Man braucht Source Driver wie UDN2981. Die
haben zwar einen noch weit grösseren Spannungsabfall, aber man hat sowieso
eine höhere Spannung zur Verfügung. Bei Spannungen unter 20V können Dual
MOSFET-Treiber-ICs sinnvoll angewendet sein. Diskret kann man das nur mit 2
bipolaren Transistoren aufbauen:
Verfügbare ICs:
Baut man eine Multiplexanzeige mit nicht strombegrenzten Treibern auf, muß
der Strom durch die LEDs durch Widerstände in den Zuleitungen definiert
werden. Dabei gibt es eine untere und eine obere Toleranz durch Streuungen
im Spannungsverlust an Transistoren und LEDs, für den meist in Datenblättern
nur typische Werte in Diagrammen angegeben werden die nicht mal bis zu den
Spitzenströmen reichen. Der Widerstand muss also so dimensioniert sein, dass
bei minimal möglichen Spannungsverlusten der maximal erlaubte Spitzenstrom
der LEDs nicht überschritten wird, und gleichzeitig bei maximal denkbaren
Spannungsverlusten immer noch ein ausreichend hoher Strom und damit eine
ausreichenden Helligkeit der Anzeige entsteht. Deswegen muss der
Spannungsabfall am Widerstand deutlich grösser sein als die Toleranz der
anderen Spannungsabfälle, man sollte so 2V am Widerstand erreichen. Damit
wird die Gesamtversorgungsspannung schon zu einem Problem. Glücklicherweise
eignen sich die weissen und blauen LEDs mit 3.6V nominellem spannungsabfall
eh nicht so zum Multiplexen, denn sie erlauben meist keine deutlich höheren
Pulsströme, so dass rote und grüne LEDs mit typ. 2.1V für Multplexanzeigen
besser passen. Da zum Schalten von Spitzenströmen auch ausreichende
Basisströme nötig sind, ist auch eine Kalkulation der Baisströme nötig, bei
der man schnell erkennt, daß die übliche Sättigungssgtrom con 1/10 Ic nicht
erreichbar ist, und man im Datenblatt des Transistors genauer hingucken
muss, welcher Strom wirklich nötig ist.
Bei einer 4-stelligen 7-Segment Anzeige mit 10mA/Segment für Normalhelligkeit
fliessen also 40mA pro Segment, und 320mA pro Digit (wenn alle Segmente der
Stelle AN sind). Bei 120 Ohm Basisvorwiderstand fliessen 32mA Basisstrom.
20mA pro LED bei 1:8 Multiplex braucht 160mA pro Zeile (Achtung: Viele LEDs,
insbesondere blaue und weisse, dürfen gar nicht mit 8-fachem Nennstrom
betrieben werden, eignen sich also nicht für ein so grosses Multiplex-Array),
8 LEDs parallel macht 1.024A pro Spalte. Ein helle rote LED mit 160mA
Spitzenstrom kann schon 2.5V Spannungsabfall haben, an den MOSFETs fallen
zusammen nicht mal 50mV ab, bleiben 2.5V für den Widerstand für 1A also 2.5
Ohm bei einer mittleren Belastung von 0.05W.
Achtung bei RGB: Die meisten blauen (und weissen) LEDs erlauben gar keine
so hohen Spitzenströme wie für Multiplexbetrieb nötig sind. Man sieht das
Drama an solchen Multiplexanzeigen wie
http://www.watterott.com/download/2088RGBMatrix.pdf
die für 20mA spezifiziert sind, aber nur 70mA peak erlauben, wo die 20mA
also gar nicht genutzt werden können sondern maximal 8mA Durchschnittsstrom
bei eben nur 1/3 der angegebenen Helligkeit (die sowieso nicht so überragend
ist). Immerhin reduzieren solche Anzeigen die Anforderungen an die
Treiberschaltung :-)
Und hey: Wenn einem das Display bei Normalstrom zu hell erscheint: Man muss
ja die Stellen nicht jeweils 1/N-tel der Zeit anlassen :-)
Es wird eine Menge darüber erzählt, das schnell 'gepulstes' Licht (kein
Blinklicht) vom Auge besser wahrgenommen wird, aber das ist Unsinn. Kann
jeder selbst ganz leicht mit einer LED ausprobieren, bevor aus Halbwissen
wieder endlose Threads in d.s.e rumtheoretisieren.
http://members.misty.com/don/ledp.html . Standard-LEDs sind bei Nennstrom am
effektivsten, low current LEDs und high efficiency rote LEDs sind jedoch bei
höherem Strom, wie er sich z.B. bei Multiplexansteuerung ergibt, effektiver
als bei Nennstrom, siehe Datenblatt. Braucht man keine Multiplexansteuerung
könnten solche LEDs mit gepulstem Strom etwas effizienter betrieben werden,
aber die Effekte sind so klein, das sich keine zusätzlichen Strom
verbrauchende Pulsschaltung lohnt. Schon gar nicht darf man von einer LED auf
andere Typen verallgemeinern.
Wenn das Gerät mit Netzspannung betrieben wird, kann man auf besonders
einfache Art ein Display im Duplex-Multiplexbetrieb betreiben, um die Hälfte
der IC-Anschlüsse einzusparen und braucht dennoch keine leistungsstarken
Zeilentreiber: Es ergibt halt flimmrige 50Hz. Ein Trafo mit 2 Wicklungen in
Mittelpunktschaltung erlaubt:
Bei Digitaluhren werden viele Displays verwendet:
Matrixanzeigen bei denen hunderte von LEDs, eventuell mehrfarbig, ein Bild
oder Laufschrift erzeugen können, sind einfach aufzubauen, solange man sich
über EMI-Störstrahlung keine Gedanken machen muss. Unterschätzt aber den
Verdrahtungsaufwand und Stromverbrauch nicht und nehmt nicht die billigsten
LEDs, sondern nach Helligkeit selektierte, oder noch besser fertige 7x5 oder
8x8 Anzeigeblöcke. Die sind zwar teuer, aber nicht bloss gleichmässig hell
sondern sogar von schräg betrachtet gleichmässig hell. Da die grossen
Hersteller von Laufschriften irren Mengenrabatt bekommen und selber
selektieren, gibt es billige Laufschriften mit geringwertigen LEDs für
weniger Geld, als die LEDs alleine kosten (und die von denen aussortierten
LEDs landen dann im 1000er Pack).
Man kann die LEDs jeweils per Vorwiderstand an eine Kette von zig 74HC595
anschliessen, das erlaubt volle 20mA pro LED:
oder NLSF595 (74HC595 mit SPI von OnSemi) oder HEF4894 oder UCN6277 oder
UAA2022 (obsolet, 16, SPI) oder PCA9532D (16*25mA dimmbar I2C, Philips bei
Sander-Electronic), TD6276 (Toshiba), HM6276 (Hopefind) oder MBI5016
(Macroblock, 16*bis 90mA) TB62706 (Toshiba, 16*bis 90mA). Oder M5450/5451
(ST, Micrel) / MM5450/5451 (NS) nehmen, an den 34/35 15mA LEDs ohne
Vorwiderstand passen (bei Farnell um 6 EUR). Rohm hat BD7851FP, BU2092/F/FV,
BU2098/F/FV, BU2099/F/FV, BD7871FP mit bis zu 50mA Konstantstromtreibern,
erhältlich bei http://www.weisbauer.de/ .
Im Multiplexbetrieb spart man Anschlüsse, aber der Strom summiert sich (siehe
Abschnitt F.8.1. Multiplexanzeigen) so das man entweder starke Treiber oder
effektive 2mA LEDs verwenden muss oder Schummerlicht in Kauf nimmt.
Der MC14489 schafft 25 Einzel LEDs mit 7mA. Oder, wenn 5mA pro LED ausreichen,
je 64 Stück an einen MAX7221 oder 128 an einen MAX6954/55/60-63. Oder den
billigeren und leichter beschaffbaren ICM7218A, der bringt aber nur 3.8mA/LED
und ist nicht wirklich seriell anschliessbar.SAA1064 geht notfalls auch. Wie
man 64 LEDs an 9 Leitungen hängt oder 56 an 8 zeigt
und wenn man nur Ausgänge ohne TriState hat und nur 1 LED leuchten muss
kann man auch ein bischen mehr rausholen:
Q0----------+--+
| |
R R
LEDs | |
+--|>|--+ |
Q1--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q2--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q3--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q4--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q5--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q6--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q7--+--|<|-----+
Billiger ist es, sich die Multiplexelektronik selber zu bauen: Bei 128 LEDs
in 8x16 Matrix und 20mA/LED sind das 2.56A aus 5V für den Spaltentreiber, der
an einem Decoder mit open collector Ausgängen wie 74141 hängt, und 160mA für
jeden Zeilentreiber, dafür gehen zwei TPIC6B595 sehr gut (http://www.ti.com/,
1.33 EUR bei http://www.elpro.org/).
Wer einfach nur ein simples Lauflicht haben will, ohne dafür gleich einen
Microcontroller zu programmieren, muss wohl mindestens 2 ICs verwenden.
Entweder einen Oszillator (74HC14, TC4S584, NE555 oder ganz besonders
schlau eine Blink-LED am PullUp als Oszillator, den U880B gibt es ja leider
nicht mehr) und einen Zähler mit Decoder (CD4017, erlaubt auch weniger als 10
LEDs durch Rückführung eines Ausgangs an RST, CD4022) oder ein Oszillator mit
Zähler (CD4060) und Decoder (CD4028). An Q9 auch eine LED, Q1+Q8 parallel an
eine LED, ebenso Q7+Q2, Q6+Q3, Q5+Q4 für Knight Rider K.I.T.T. Lauflicht.
Geht der 270R Widerstand der LED nicht an GND sondern an den Ausgang des
NE555, blitzen die LEDs, vor allem wenn R1 gross im Vergleich zu R2 ist.
Es geht auch ganz analog mit einem Sinus- oder Dreieckoszillator (XR2206,
ICL/XR8038) und einer Leuchtpunktanzeige wie LM3914 (http://www.national.com/ ),
aber obwohl der LM3914 mit 3V auskommt, brauchen die XR mindestens 10V.
Und wer einfach nur einen Zähler mit Grossanzeige will (oft gefragt) kann
aus mehreren LEDs in Reihe die Segmente bilden und einen mit bis zu 15V
versorgten up/down-Zähler CD40110 nehmen (http://www.elpro.org/).
Und elektronische Würfel:
gehen manchmal kaputt und müssen ersetzt werden, oder man möchte eigene
Geräte bauen, und praktischerweise fertige Fernbedienungssender verwenden. Um
die Codes herauszufinden, klemmt man ein Oszilloskop an die Sende-LED einer
vorhandenen Fernbedienung und protokolliert die Impulse und deren
Trägerfrequenz. Es gibt viele verschiedene Sendeverfahren, eine gute Quelle
ist hier: http://www.mikrocontroller.net/articles/IRMP
Wenn man den üblich sparsambilligen HiFi-Geräten einige Tasten von der
Fernbedienung auf die Frontplatte bauen will, nimmt man eine zweite
Fernbedienung (oder zumindest deren Chip oder man programmiert einen uC
denselben Job zu tun), baut deren Tasten in die Frontplatte, entfernt die
Sende-LED und schliesst deren Zuleitung an den Ausgang des IR Empfängers des
Geräts per wired-or an (dabei muss man die Potentiale beachten, aber ihr
erkennt sicher das Prinzip).
Möchte man ein nicht-fernbedienbares Gerät fernsteuern, nimmt man eine
bestehende Fernbedienung und den dazu passenden Empfängerchip (oder
programmiert einen uC dasselbe zu tun), lässt von jedem dekodierten Ausgang
einen CD4066 Analogschalter schalten, der den jeweils gewünschten Taster im
Gerät überbrückt. VDD/VEE des CD4066 kommt an die höchste/niedrigste
Betriebsspannung des steuernden Geräteteils.
So muss man sich keine Gedanken machen um eine eventuelle Multiplexabfrage
der Tasten des Geräts. Potis muss man natürlich durch Motorpotis und
entsprechende Ansteuerung ersetzen.
Universell lernfaehige Fernbedienung:
Empfänger:
IR-Einschalter fuer PC
Von: MaWin 17.7.2000
Klassischerweise gehört zum ersten selbstgebauten Gerät ein einfaches
Netzteil mit integriertem Spannungsregler. Üblicherweise wird dieses erst mal
mit falscher Bauteiledimensionierung aufgebaut und hält dann keine Dauerlast
aus oder liefert keine saubere Ausgangsspannung bei Netzstörungen. Auch
Bauvorschläge aus Zeitschriften oder gekaufte Bausätze sind manchmal falsch
ausgelegt.
Siehe Application Note 1707.pdf "Power Supply Design Basics" von
http://www.st.com/ und "Linear & Switching Voltage Regulator Handbook"
HB206/D von http://www.onsemi.com/ mit sehr detaillierter und begründeter
Siebkondensatorauswahl, Kühlkörperberechnung, Leiterplattenlayouttipps,
Transistorparallelschaltung, Schaltnetzteilauswahlkriterien, und allein 20
Seiten Erklärung wie man einen Transistor auf einen Kühlkörper schraubt.
Ebenso AN1040/D (z.B. in DL111-D enthalten) von Motorola mit seitenlangen
Montageanweisungen und Wärmewiderstandsberechnungen auch für exotische
Transistorgehäuse mit vielen Messwerten und Zahlenangaben zu Isolatoren.
Alles was mit dem Stromnetz verbunden wird muss besonders sorgfältig
aufgebaut werden, damit auch beim mehrmaligen Runterfallen keine Gefahr
besteht. Bei Schutzklasse I ist ein Metallgehäuse mit dem Schutzleiter
verbunden. Geht innendrin ein Kabel ab, gibt es einen Kurzschluss und die
Sicherung fliegt raus, aber für den Menschen bestand keine Gefahr.
Schutzklasse II hat einen 2-poligen Eurostecker und Plastikgehäuse und
alles ist doppelt gesichert: Selbst wenn ein Draht abgeht oder eine Isolation
durchschmurgelt, darf damit keine Netzspannung an berührbare Kontakte
kommen. Alles was galvanisch getrennt ist und maximal 25V~ oder 60V=
bringt, darf nach Schutzklasse III berührbar sein.
Merkwürdigerweise gibt es, seit dem sich Firmen mit CE Bapperl selbst die
Zulässigkeit ihrer Geräte zusprechen, Metallgehäuse ohne Schutzerde in
denen 230V an der Platine liegt, so das schon eine abgefallene Schraube
an der falschen Stelle eingeklemmt zu einen 'heissen' Gehäuse führt. Solchen
Pfusch sollten Hobbybastler lieber lassen. Consumerschrott ist leider nicht
immer ein Vorbild für preiswerten, einfachen Aufbau (aber oftmals doch).
Lichterketten, bei denen nach Glasbruch der kleinen Lämpchen (und wem ist
das noch nicht passiert...) 230V offen rumliegen, weil sich der Hersteller
den Trenntrafo gespart hat, oder Toaster, die ein festgebackenes Toast
verbrennen, wenn man es nicht schnell - autsch - mit dem Frühstücksmesser
rauspult - wo die 230V an den Heizwendeln nicht mal 1 cm weit weg sind, weil
der Hersteller ein Ceranglas gespart hat, halte ich aber für vorsätzlichen
Mord.
EN 61010 (Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und
Laborgeräte), EN 60335 (Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch,
EN 60950 (Sicherheit von Einrichtungen der Informationstechnik), 72/23/EEC
(Niederspannungsrichtlinie), 2004/108/EC (EMV-Richtlinie), 93/68/EEC
(Richtlinie zur CE-Kennzeichnung), 85/374/EEC (Produkthaftungsrichtlinie).
Bei Telekommunikation, Aufzügen, Schienenfahrzeugen, Medizintechnik:
98/37/EC (Maschinenrichtlinie), EN 60601 (Medizinische elektrische Geräte) =
UL60601 (Medizin) http://www.psui.com/1upower/pdf/906_ref.pdf , 93/42/ECC
(Richtlinie für medizinische Geräte), 98/79/EC (Richtlinie für in-vitro
Diagnostik), 94/9/EC (ATEX-Richtlinie), 2001/95/EC
(Produktsicherheitsrichtlinie). http://www.bbr-service.de/umrichter.pdf
http://www.brand-rex.com/espana/getFile.php?fileType=TUTORIAL&id=238
EN 61000-3-2 und 61000-3-3 beschreiben die zulässigen Oberwellen bei
Netzversorgung, EN 61000-4-5 welche Surges das Gerät überstehen muss.
Die Niederspannungsrichtlinie fordert, daß zu jedem Produkt eine technische
Dokumentation angelegt werden muss und legt die Art der darin enthaltenen
Informationen und Dokumente fest. Sie dient dem Nachweis, dass die Sicherheit
eines Produktes richtig beurteilt wurde. Sie muss für 10 Jahre nach der
Herstellung des letzten Produkts unverändert aufbewahrt werden.
Für bestimmte Ausgangsspannungen tun es Festspannungsregler-ICs sehr gut.
MC78LCxx für 80mA, 78Lxx für 0.1A, MC78FCxx für 120mA, TA78DLxx für 0.25A
low drop, AN78Nxx für 0.3A, 78Mxx für 0.5A, 78xx für 1A, 78Sxx für 2A
(KA278RxxC abschaltbar), 78Txx für 3A, 78Hxx für 5A, CS5207 für 7A, CS5208
für 8A, 78Pxx für 10A an einem Graetz-Brückengleichrichter.
Ist die Stromaufnahme der Schaltung (die z.B. 5V braucht) nahezu konstant
(z.B. 1..1.5A), und die Eingangsspannung am Spannungsregler auch definiert
(z.B. 10V bis 16V, bei +/-10% Netzspannung), kann man den immer zu hohen
Spannungsanteil (hier 10-(5+2.5)=2.5V bei 1.5A = 1.3 Ohm + 20% Toleranz)
in einem Vorwiderstand R1 zum Spannungsregler verbraten, und den immer
fliessenden Strom (1A bei 16V auf 5V = 14 Ohm - 20% Toleranz) durch einen
Widerstand R2 parallel zum Spannungsregler leiten, um einen etwas kleineren
Spannungsregler verwenden zu können (wie es z.B im Commodore C16 gemacht
wurde). Geht allerdings in der Schaltung etwas kaputt (Bruch eines Drahtes)
kann die ganze Schaltung einer zu hohen Spannung ausgesetzt werden.
Wenn man eine positive und eine negative Versorgungsspannung braucht, reicht
ein Trafo. Wenn er 2 Wicklungen oder eine Wicklung mit Mittenanzapfung hat,
geht
48V Phantomspeisung aus 2 * 24V Trafo
+-|>|-+--|>|--------+-- + (LM317 für 48V, 20mA)
| | |
| C4 C3
| | |
+--(--+--(--|>|--+--+--)-- + (7815)
| | | | | | |
S | | +--|>|--+ C1 |
| | | | | |
+--+--)--)----------+--+-- Masse
| | | |
S +--)--|<|--+ C2
| | | |
+--------+--|<|--+--+----- - (7915)
Der Trafo muss auch bei 10% Netzunterspannung (0.9) nach Gleichrichtung (1.414)
eine Spannung liefern, die die gewünschte maximale Ausgangsspannung um die
Verluste des Spannungsreglers (2.5V drop out), der Gleichrichterdioden (2*1V)
und dem Elko (0.8 = 80% gehalten = 20% Ripple) übersteigt.
also für ein 5V/1A Netzteil mit 7805 als Regler: 9V Trafo. Trafos dürfen im
Kurzzeitbetrieb stärker belastet werden:
Der Elko soll bei Maximalstrom die Spannung nach dem Gleichrichter auf < 20%
glätten, bei 9V Trafospannung und 1 Ampere Maximallast also 4700uF. Für 10%
Ripple wären schon satte 10000uF notwendig (<10% Ripple ist eher unüblich,
der kleinere Stromflusswinkel führt dann zu verstärkten Verlusten im Trafo, für
die er nicht berechnet ist). Bei 50Hz nach Vollwellengleichrichtung, also 100Hz
Ripple oder 0.01s, ist die Formel ganz einfach:
Wenn das Netzteil sich nicht durch den Ausfall von ein paar Halbwellen des
230V~ Netzes stören lassen soll, wie es beim Anlaufen von schweren Maschinen
der Fall sein kann, muss der Elko grösser gewählt werden. Bei 1 Halbwelle
also doppelt so gross, bei 3 Halbwellen 4 mal so gross. Zu Hause testet man
das, in dem der Staubsauger in derselben Steckdose eingeschaltet wird, und
ein RESET-Controller den Spannungsregler-Ausgang unter Volllast prüft.
Der Elko muss dabei die gleichgerichtete (+41% = *1.414) Leerlaufspannung
(ca. +15% = *1.15) des Netztrafos bei 10% Überspannung (*1.1) im Netz aushalten,
also in unserem Fall:
Kleine Trafos produzieren oft hohe Leerlaufspannungen, also im Notfall messen:
Trafo+Gleichrichter+spannungsfesten Elko fast beliebiger Kapazität dran, keine
Last und dann messen und zur Sicherheit *1.1 (=10% Netzüberspannung) nehmen.
Aber bereits eine geringe Last (LED als Kontrollleuchte) bringt die Spannung
meist in akzeptable Regionen, weil sich ganz schnell der Diodenspannungsabfall
einstellt. Und Trafos mit grossem Leerlaufspannung/Nennspannung Quotienten
haben einen hohen Innenwiderstand und belasten somit die Gleichrichterdioden
viel weniger, weil der Stromflusswinkel viel grösser ist als bei Trafos mit
niedrigem Innenwiderstand.
Wenn man ein Netzteil Surge und Burst Tests unterwirft, kann die
Wicklungskapazität des Trafos hohe Spannungen auf Sekundärseite übertragen,
die die Sperrspannung der Dioden des Brückengleichrichters überschreiten können.
10 bis 100 nF parallel zu jeder Diode koppeln diese auf den Ladeelko, so dass
die Dioden überleben. Die Kondensatoren bekämpfen auch die Störungen, die
entstehen, weil die Diode nicht sofort sperrt, wenn die Trafospannung die
Elkospannung unterschreitet, sondern erst Strom in Gegenrichtung fliessen
lassen, der dann abrupt gestoppt wird, was Nadelimpulse erzeugt, die über den
Siebelko hinweg die Schaltung stören können. Zudem verhindern sie die
Gleichrichtung hochfrequenter Einstreuungen.
Der Chip des Spannungsreglers darf bei der anfallenden Verlustleistung von
Maximalstrom*(1.57*Trafospannung-2-minimaleAusgangsspannung) Watt (hier
7.13 Watt) nicht über 150 Grad heiss werden (Tj im Datenblatt), also braucht er
einen Kühlkörper dessen Wärmewiderstand bei 40 Grad Umgebungstemperatur
zusammen mit dem Wärmewiderstand des Gehäuses (TO220: 5 K/W) nicht über
(150-40) / 7.13 - 5 liegt, also hier 10 Kelvin/Watt. Da Kühlkörper selten so
optimal eingebaut sind, das ihre Werbe-Datenblattwerte erreicht werden, nimm
ruhig einen dickeren Kühlkörper von 5 K/W. Immerhin enthalten die 78xx eine
Übertemperaturschutzschaltung. Fehlt diese, muss man mal einen Dauerlauftest
unter den ungünstigsten Bedingungen machen und bei Überhitzungsgefahr
eine Temperatursicherung dranschrauben.
Der Trafo muss die LEISTUNG liefern können, den die Schaltung maximal
benötigt, hier 5 Watt Ausgangsleistung + 7.13 Watt für den Regler + 1.4 Watt
für den Gleichrichter ergeben ~14 Watt. Also 14VA, das sind bei 9V ca. 1.6A.
Diesen meist so 1.4 bis 1.8 mal höheren Strom am Trafo vergessen die meisten.
Da der Strom im Trafo in Pulsen fliesst (90% der Zeit gar nicht, 10% der Zeit
läd der 10fache Nominalstrom den Elko auf) und die Verlustleistung durch den
Widerstand des Kupferdrahtes quadratisch vom Strom abhängt, also (10% von
10*10) = 10 mal höher ist als bei Gleichstrom (den's beim Trafo nicht gibt,
aber RMS), ist der benötigte Trafo sogar noch grösser.
Folgende Korrekturfaktoren nennen Trafohersteller, um vom Strom, den man dem
Ladeelko entnehmen will, auf den Strom zu kommen, den der Trafo nach Aufdruck
(also als RMS-Wert) liefern können muss:
Trafos gibt es mit maximaler Innentemperatur von 130, 155 oder 180 GradC, die
halten bei der Temperatur dann im Mittel 10 Jahre. 10 GradC weniger verdoppelt
die Lebensdauer, es lohnt sich also, sie nicht voll auszulasten. Grössere Trafos
übertragen bei 50Hz so 70W/kg, kleinere deutlich weniger
Die primäre Sicherung probiert man am besten aus: Netzteil anschliessen, voll
belasten und Primärstrom messen. Eine träge Sicherung mit 1.25 bis 2 fachem
Strom nehmen. Sie darf beim Einschalten des voll belasteten Netzteils noch nicht
durchbrennen. Wenn man aber den Elko auf Sekundärseite kurzschliesst, und dann
das Gerät einschaltet, sollte sofort die Sicherung durchbrennen. Hat der Trafo
mehrere Sekundärwicklungen, muss die primäre Sicherung ja bei Kurzschluss jeder
einzelnen durchbrennen. Tut sie dies nicht, sind Sicherungen sekundär angezeigt.
Von: Bernd Wiebus 14.7.2008
Achtung: (5x20 und 6.3x32 mm Fein-)sicherungen werden nach europäischem
Standard mit der Stromstärke bedruckt, die die Sicherung noch sicher führen
kann, nach amerikanischem Standard mit der Stromstärke, bei der sie sicher
auslöst, Umrechnungsfaktor ca. 1.4 laut einem Fachartikel von Wickmann
(nicht mehr verfügbar seit dem Wickmann von Littlefuse aufgekauft wurde).
Wenn man die Bauteile (Trafo, Kühlkörper) unterdimensioniert, sollte man
Temperatursicherungen (meist 105 Grad) einbauen. Ein Netzteil ist
unterdimensioniert, wenn es keinen Dauerkurzschluss aushält, also zählt
nicht der Nennausgangsstrom (hier 1A), sondern die Strombegrenzung des
Spannungsreglers (hier 1.5A). Man kann auch einen PTC (z.B. Polyfuse)
verwenden, um eine unkaputtbare Strombegrenzung zu erreichen.
Also kauft Steckernetzteile, so lange die möglich sind, bei FRIWO, die
28% aller weltweiten Handyladenetzteile produzieren, z.B. kosten die im
Schnitt 1.13 EUR und bringen 3 ct Gewinn lt. Geschäftsbericht.
Ab 75W gilt EN61000-3-2, und deren Grenzwerte für Oberschwingungsströme
lassen sich mit einem einfachen Netztrafo nur schwer erfüllen, so bald ihm
eine klassische Gleichrichterschaltung folgt.
Ein Labornetzteil sollte als Spannungsquelle und als Stromquelle einsetzbar
sein und demnach neben der Spannungseinstellung eine regelbare Strombegrenzung
haben, die die Spannung nicht weiter erhöht, wenn schon bei niedrigerer
Spannung so viel Strom fliesst wie eingestellt. In Einzelfällen kann an Stelle
der Strombegrenzung auch eine abschaltende Sicherung zum Schutz des
angeschlossenen Geräts sinnvoll sein, die sollte aber eine umschaltbare
Trägheit haben.
Ansonsten wird jeder seine eigenen Anforderungen an so ein Netzteil haben.
Spannungsbereich (der eine will 0-30V, der andere 10-300V), Strom (je mehr je
besser aber auch teuer), Genauigkeit (normalerweise nicht besonders hoch, aber
es gibt Ausnahmen), Ausregelgeschwindigkeit (es gibt furchtbar langsame
Netzteile), beständig gegen induktive (Überspannung durch Zündfunke beim
Abschalten einer Spule, abgefangen durch rückwärtsleitende Diode über dem
Regeltransistor) und hochfrequente (Drossel am Ausgang soll verhindern
das Hf hoher Leistung ins Gerät zurückfliesst) Lasten, digital einstellbar per
RS232/IEEE488, eventuell mit Zurückübermittlung der aktuellen Messwerte.
Auch interessant ist der Fall, in dem an den Ausgang eines auf 30V und 350mA
eingestellten Labornetzteils eine 1W LED angeschlossen wird. Wenn dabei das
Netzteil am Ausgang einen dicken Elko hat, der eine zu langsame Regelschaltung
kaschieren soll, brennt die LED trotz der eingestellten Strombegrenzung durch,
weil sich erst mal der Elko mit weit mehr als den eingestellten 350mA entlädt.
Also auf einen möglichst kleinen Elko direkt am Ausgang des Netzgeräts achten.
Beim Preisvergleich (boh sind fertige Labornetzteile teuer, ähm die Bauteile
alleine kosten auch so viel, es sei denn man schlachtet einen dicken
HiFi-Verstärker, von dem meist Gehäuse, Trafo, Gleichrichter, Elkos,
Leistungstransistoren, Potis, Knöpfe, Kühlkörper und OpAmps zu verwenden
sind, insbesondere für ein Netzteil mit positivem und negativem Ausgang,
aber Achtung: Aus einen 4*120-Watt Verstaerker wird kein 2*30V/8A Netzteil,
Verstärker-Angaben sind durch RMS-Angaben nach oben geschönt, nachrechnen)
sollte man die verbilligenden Tricks der Hersteller kennen: Ich habe hier
z.B. die Wuchtbrumme PS2403D von Conrad. Aus der Referenz LM336 regelt
Strom und Spannung ein RC1458 über LEDs verodert per TIP31C einen 2N3773
auf SK02/100mm Kühlkörper. Das geht nur, weil der 2*160VA Trafo per Relais
in 3 Stufen umgeschaltet wird, ansonsten könnte weder der Kühlkörper noch
der Transistor die Leistung aushalten. Dafür merkt man schon beim Drehen am
Spannungsknopf, wie das Gerät beim Umschalten aus der Regelung fällt. Und
wenn ein 12V Akku dranhängt, leuchtet eine LED auch, wenn der Netzstecker
draussen ist. Schliesst man eine Dauerlast bei ungünstiger Spannung an, so
das am 2N3773 eine hohe Verlustleistung abfällt, reicht trotz
Trafoumschaltung der Kühlkörper nicht und es nützt nichts das auf ihm ein
Thermoschalter als Übertemperaturschutz geschraubt ist: Der Transistor
legiert wegen Überhitzung zuerst durch, und nimmt den OpAmp gleich mit,
wenn man dann den Spannungsreglerknopf auf 0V stellt. So was kann man
natürlich billiger bauen, als ein Gerät, das bei geringer Ausgangsspannung
die volle Trafospannung am Ladeelko hält, um in Mikrosekunden nach
Belastungsende auf volle Ausgangsspannung kommen zu können (was man aber
auch nur selten braucht).
Bei regelbaren Labornetzteilen kann man die Spannung am Elko vorregeln.
Allerdings verringert sich die Nachregelgeschwindigkeit dadurch drastisch.
Siehe AN32 von http://www.linear.com/ . Der MOSFET in folgender Schaltung von
Winfield Hill aus s.e.d. arbeitet als Schalter der nur am Anfang jeder
Halbwelle den Ladekondensator C2 niederohmig an den Trafo koppelt.
> Wie schliesse ich digitale Einbauinstrumente (wie das DVM210 126594
Die Panelmeter benötigen, ausser den teuren DPM951/952/961/962 197564 von
http://www.conrad.de/ (die durch den verwendeten MAX138 letztlich nichts
anderes enthalten als das unten mit ICL7660 zusammengebaute), eine
potenzialgetrennte Versorgungsspannung von 9-12V, die man im Netzteil
normalerweise nicht hat, es sei denn man klaut aus einer alten
Ethernetkarte den 5V->9V Wandler oder baut die Schaltung aus dem Februar
1997 Magazin ltm9702.pdf von http://www.linear.com/ nach oder portiert die
Messspannung mit einem LTC1043. Es funktioniert NICHT, aus dem Ladeelko mit
einem 78L09 eine Betriebsspannung herzustellen, und dann eine Spannung ab 0V
oder gar darunter zu messen. Es ergeben sich zwar Messwerte, aber die stimmen
überhaupt nicht und schwanken stark mit der Versorgungsspannnung.
Man kann einen extra 6.3V-Trafo per Einweggleichrichtung ungeregelt, oder
einen 12V/0.33VA Trafo mit Brückengleichrichter, Elko und 78L09
Spannungsregler spendieren. Wenn man die in den meisten Modulen intern
verbundenen Anschlüsse COM und INLO (Pin 30 und 32 des ICL7106) trennen kann
(das geht beim DVM210 von Conrad NICHT) oder mit dem ICL7106 ein Messgerät
selbst gebaut hat, geht es, mit einem 78L05 erst 5V herzustellen, und dann
aus den 5V mit einem ICL7660 -5V zu erzeugen und dann das Messgerät zwischen
5V und -5V anzuschliessen. Dann kann es Spannungen um 0V messen, also mit
Spannungsteiler R1/R2 oder Stromshunt R auf Masse bezogene 200mV.
Strommessung mit Differenzverstärkern hat schnell ein Genauigkeitsproblem
http://electronicdesign.com/article/power/what-s-all-this-error-budget-stuff-anyhow-12629.aspx
besser ist es man spiegelt den Strom nach Masse wie der ZXCT1009 es tut
also statt
Wer einen Wechselspannungs-Netztrafo hat, kann immer irgendwie zur normalen
positiven Versorgungsspannung noch eine negative Versorgungsspannung
hinzuzaubern (siehe F.9. Netzteile), aber ungewöhnlich oft wird danach
gefragt, wie man aus einer 'einfachen' Gleichspannungsquelle (sei es eine 9V
Batterie oder ein 12V= Steckernetzteil) eine symmetrische Spannungsversorgung
macht, wie sie von OpAmp Schaltungen benötigt wird (obwohl man dann eigentlich
zwei 9V Batterien oder ein Wechselstromnetzteil nehmen sollte). Aber es gibt
dennoch Möglichkeiten:
Wenn die Spannung doppelt so hoch ist wie benötigt und 'halbiert' werden kann,
nimm einen Spannungsteiler und schalte einen OpAmp als Puffer (Spannungsfolger,
Buffer) dahinter (siehe TLE2425/TLE2426 von TI, Datenblatt des LM675 von
http://www.national.com/ ). Der OpAmp muss i.A. nur wenig Strom liefern können,
weil meist sowieso nur ein paar Widerstände an der virtuellen Masse hängen (in
Gedanken einfach alle Ausgänge voll auf + und Strom berechnen), und selbst wenn
ein anderer OpAmp vollen Strom nach Masse ableitet, hat er meist eine
Strombegrenzung von 20mA. In ungewöhnlich kritischen Fällen schalte über einen
Vorwiderstand noch 2 Elkos zur Entkopplung dahinter:
Reicht der Strom nicht aus, bleibt nur ein Schaltregler wie MC34063. Siehe
AN-1118 von http://www.national.com/ wie ein LM2595 5V zu +/-12V macht, oder
nimm gleich den MAX743.
Aber Vorsicht: Die höherfrequenten Störungen auf der Versorgungsspannung, die
Ladungspumpen oder Schaltregler liefern, werden von OpAmps VIEL schlechter
unterdrückt, als 50Hz oder 100Hz Störungen, für die der PSRR Wert angegeben
wird. Also immer gut filtern, das geht bei höherer Frequenz ja auch leichter
(also bleibt der Bauteileplatzbedarf etwa gleich gross). Natürlich geht auch
ein (meist ungeregelter) Spannungswandler mit potentialfreiem Ausgang, dessen
positiven Anschluss man mit Masse der Schaltung verbindet, aber solche Module
sind meist zu teuer.
> Wie kann ich ohne Trafo aus 230V~ z.B. 24V mit ein paar mA erzeugen ?
Wenn man ohne Potenzialtrennung auskommt, gibt es mehrere Möglichkeiten:
Mit Kondensatoren in Form eines kapazitiven Netzteils wie in TB008/AN954 von
http://www.microchip.com/ gezeigt oder mit ICs http://www.intersil.com/
(HIP5600), http://www.st.com/ (VB408 für 5V)
ABER: Man braucht X2 Kondensatoren statt normaler Folienkondensatoren, und
die ICs sind teurer und nicht ausreichend robust gegen die Widrigkeiten eines
realen Stromnetzes und alle Varianten reagieren sauer auf hochfrequente
Signale im Netz (Surge-Test, Rundsteuersignale, Powerlinemodems) und sollten
daher eigentlich eine Drossel vorgeschaltet bekommen, die ab 60Hz zu dämpfen
anfängt und leider ebenso gross wie ein Trafo wäre. Ich hab hier ein Gerät
von Sigma, welches trotz 15V 0.6W Z-Diode reproduzierbar seinen 78L05 und
dann die nachfolgende Schaltung himmelt, wenn der Stecker kurz nacheinander
eingesteckt wird, weil das Kondensatornetzteil mit 1.5uF ausgerüstet werden
musste, weil die Schaltung viel Strom brauchte. Nimm also doch besser einen
kleinen Trafo, der ist nicht nur wesentlich billiger, sondern auch sicherer
und unterdrückt noch kostenlos Netzstörungen, oder ein Schaltnetzteil.
In http://www.microchip.com/ DD1002 findet man noch eine lustige Variante mit
LEDs + Photozellen.
> grössere Leistungen ?
> Und die Gegenrichtung ?
http://www.atmel.com/ AppNote AVR182 "Zero Cross Detector"
http://www.microchip.com/ AN521 "Interfacing to AC Power Lines"
Von: MaWin 29.8.2001, Ralf Kusmierz 22.9.2004
Grosse Trafos (so ab 500 VA) und Motoren brauchen eine Begrenzung des Stromes
beim Einschalten, sonst leidet der Netzschalter und es donnert ggf. die
Haushaltssicherung raus.
Zum Einen braucht das Gerät im Einschaltmoment mehr Strom, weil erst die
Siebelkos im Netzteil aufgeladen werden müssen. Zum Anderen fliesst im Trafo
durch dessen parasitäre Induktivität um 90 Grad der Spannung nacheilender
Wechselstrom. Dieser Strom wäre, wenn der Trafo nicht im Spannungsmaximum
eingeschaltet wurde, im Einschaltmoment nicht 0 gewesen. Er muss jedoch beim
Einschalten bei 0 beginnen. Der Wechselstrom ist daher mit einer abklingenden
Gleichstromkomponente überlagert. Das erste Strommaximum kann durchaus beim
Doppelten des üblichen Werts liegen. Es dauert nun etwas, bis diese
Gleichstromkomponente verschwindet. Zeitkonstante L/R, mit L von mehreren
Henry bei grossen Trafos und R Wicklungsdrahtwiderstand und Impedanz des
Stromnetzes, also einige Ohm.
Eine Möglichkeit zur Reduzierung des Einschaltstromes ist ein Vorwiderstand
der in Reihe zur Primärwicklung liegt. Statron verwendete einfach einen
Drehschalter als Einschalter dessen Mittelstellung "Vormagnetisierung" über
einen hochohmigen Widerstand führt der nur die Restremanenz aus dem Kern
holt, automatisiert kann man ihn von einem (230V) Wechselstromrelais
überbrücken lassen, das einfach parallel zur Primärwicklung angeschlossen
wird. Etwas unzuverlässiger ist ein Gleichstromrelais am Siebelko.
Allerdings wird man den Widerstand von der Wattzahl und Grösse her so auslegen
müssen, das er nicht länger als eine Sekunde den Strom durchhält, und bekommt
daher ein Problem, wenn das Relais mal ausfällt. Ein Widerstand mit
Rücklötauslöser (ein am Widerstand festgelöteter federnder Draht, der abgeht,
wenn der Widerstand so heiss wird, das das Lötzinn schmilzt, weil er nicht
schnell genug vom Relais überbrückt wird, http://www.krah-rwi.de/d_fth.pdf)
oder ähnlicher Überlastungssicherungseinrichtung ist erforderlich.
Statt dem Widerstand kann man einen NTC ('Anlaufheissleiter', current inrush
limiter, http://www.thinking.com.tw/, http://www.epcos.com/) nehmen. Den legt
man auf den maximalen Dauerstrom des Gerätes aus.
Murata http://www.murata.com/thermis/index.html sagt, welcher NTC bei 240V~
zu welchem primären Siebelko passt: Bis 69uF: 16R/9mm, bis 99uF: 8R/9mm, bis
122uF: 4R/9mm, bis 139uF: 11mm, bis 243uF: 12mm, bis 469uF: 16mm, bis 868uF:
20mm, bis 1493uF: 23mm. So spart man sich das Relais, allerdings ist der NTC
noch heiss, wenn man das Gerät nur kurz ausschaltet. Vielleicht ist so lange
aber auch der Elko noch voll, vor allem wenn der Netzschalter kurz vorher
auch sekundär den Verbraucher trennt.
Und dann kann man elektronisch verzögert den NTC überbrücken, sobald die
Ausgangsspannung stabil ist. Dann kühlt der NTC ab, während das Gerät an ist,
und man kann das Gerät auch mal kurz aus- und wieder einschalten. Für eine
Schaltung siehe
Kühlschrankkompressoren haben dafür übrigens eine simple Kapsel drin, beim
Klixon heizt ein Widerstand einen Bimetall, um die Kurzschlusswicklung des
Spaltpolmotors nach dem Anlaufen zur Wirkungsgradverbesserung abzutrennen.
Nicht wirklich hi tech, braucht aber auch einen Moment zum Abkühlen.
Metalloxidvaristoren (MOVs, VDRs) bieten Überspannungsschutz, in dem sie bei
Überschreiten einer bestimmten (aber nicht besonders genau festlegbaren)
Spannung zu leiten anfangen, ähnlich wie Z-Dioden aber bidirektional, aber
sie halten nicht ewig:
Of prime concern is the fact that MOVs have a lifetime "joule" rating. The
joule is an engineering term for energy (energy can be measured in joules).
The joule rating for an MOV means that when a particular MOV has received the
specified amount of energy, it no longer works! This could be the result of
one or two large surges or several small surges. Therefore, for MOVs to be
used reliably, a strict replacement schedule is necessary. It is like not
having a gas gauge in your car - you never know when you are going to run out
of gas so you have to keep putting more gas in your car! Lack of replacement
can have very serious results - MOVs have been known to cause fires.
Eine sinnvolle Schaltung besteht aus 2 MOVs VDR140 für 140V~ in Reihe, deren
Verbindungspunkt per Gasableiter mit Schutzerde verbunden wird, wobei jeder
MOV mit einer drangeklemmten Temperatursicherung für 98 GradC auf Überlastung
und Alterung kontrolliert wird, und eine Kontrolllampe (entweder Glimmlampe
mit Vorwiderstand oder LED mit Schaltung für 230V~, siehe F.8. LEDs an 230V~)
signalisiert, ob die Schaltung nicht schon lange beschädigt ist:
Statt ungenauer aber robuster MOVs verwendet man in Niederspannungsschaltungen
meist genauere aber schwächere TRANSILs (arbeiten wie eine Z-Diode) und
TRISILs (arbeiten wie eine CrowBar bzw. Gasableiter).
oder baut sich eine Crowbar:
Achtung, der Thyristor muss nicht nur ein grösseres Schmelzintegral aushalten
als die Sicherung, sondern auch das dI/dt aushalten, sonst legt er nach der
ersten Aktion das Netzteil für immer lahm. ALso nicht den dicksten aber dafür
langsamsten Thyristor nehmen, sondern so was wie 2N6505 .
>Wie funktioniert eigentlich ein Shunt-Solarladeregler?
Einfaches Ding:
Das Solarmodul ist über eine Diode, welche u.A. verhindern soll, dass sich
Nachts die Batterie in das Modul entlädt, an den Akku angeschlossen. Über
dem Modul ist ein LeistungsMOSFET angeordnet, der bei Erreichen der
Ladeschlussspannung des Akkus das Modul kurzschliesst. Da bei
Spannung=0 der Strom fast egal ist, entsteht dadurch keine nennenswerte
Verlustleistung, weder im Solarmodul noch im MOSFET.
Der ICL7665 enthält einen zweiten Komparator und kann damit gleichzeitig
einen Tiefentladeschutz für den Akku durch Lastabwurf mit einem NMOSFET
in der Masseleitung zum Verbraucher machen. Siehe Datenblatt.
Die besseren Solarladeregler verwenden einen Schaltregler und arbeiten im
maximum power point (MPP tracking, entnimmt also der Solarzelle so viel
Strom, das ihre Spannung nur so weit zusammenbricht, das die entnommene
Leistung gerade maximal ist, LT3652) so lange der Akku noch nicht seine
Ladeschlusspannung erreicht hat, und wandelt die Spannung (meist per
StepUp) in die gerade aktuelle Akkuspannung um. Hat der Akku seine
Ladeschlusspannung erreicht, wird aus der Solarzelle dramatisch mehr
oder drastisch weniger Strom entnommen, so das sich ihr Arbeitspunkt so
verschiebt, das sie nur noch die benötigte Leistung liefert, bei
randvollem Akku bis hin zum Kurzschluss- (oder Leerlauf)betrieb in dem
die Solarzelle keine Leistung mehr liefert.
Um für irgendwas (Messschaltung, Netzteil) eine genaue Spannung zu bekommen,
gibt es reihenweise Chips. Ein paar ausgesuchte:
Von: MaWin 17.7.2000
Ein Bauteil allgemeinen Interesses sind die Schrittmotoren aus alten Druckern
und Floppylaufwerken. Es gibt unipolare Motoren, bei denen jeweils 2
gegenläufige Wicklungen pro Magnetfeld vorhanden sind von denen nur eine von
Strom durchflossen wird, die benötigen 5 oder 6 Anschlüsse, und bipolare
Motoren für die 4 Anschlüsse ausreichen, bei denen der Strom in den Wicklungen
umgepolt werden muss was eine aufwändigere Steuertechnik erfordert aber
bessere Ausnutzung ermöglicht. Man kann jeweils nur ein Magnetfeld mit Strom
versorgen und bekommt den leistungsschwachen Wave Betrieb, oder man versorgt
im Vollschrittbetrieb 2 Phasen für mehr Kraft bei mehr Abwärme, die
Kombination von beiden ergibt den Halbschrittbetrieb. Hier gut erklärt:
Weicher laufen die Motoren im Mikroschrittbetrieb, durch den auch die maximale
Stromaufnahme und Verlustleistung verbessert wird.
Motoren gibt es als Variable Reluctance (Weicheisenkern) oder Permanentmagnet
(meist im Blechfingerkäfig) oder Hybrid (beides zusammen). Hat der Motor 3
Spulen, die mit 60 Grad phasenversetztem Sinusstrom versorgt wird, ist es ein
Drehstrommotor (im Rotor sind kurzgeschlossene Spulen, in die Strom induziert
wird und die daraufhin ein Magnetfeld aufbauen welches um so stärker wird je
grösser der Schlupf ist) oder ein BLDC (im Rotor ist ein Permanentmagnet, der
dreht sich synchron zum umlaufenden Magnetfeld bis die Last zu hoch wird,
dann verliert er den Antrieb): Ansteuerung z.B. A8925 oder A8984 (Allegromicro).
Regelmässig bauen Leute erst die Teile aus, und fragen dann, wie man sie
ansteuert. Leute, messt VOR dem Ausbauen, und nehmt die Ansteuerschaltung
gleich mit, die braucht ihr nämlich.
Schrittmotoren sollte man nicht auseinanderbauen, es kann sonst sein, daß sie
nach dem Zusammenbau teilweise magnetisiert bzw. entmagnetisiert sind.
Schiebt vorher ein Eisenrohr um den Rotor.
Schrittmotoren haben, vor allem bei simpler Ansteuerung (UCN5804, SAA1027)
einen schlechten Wirkungsgrad und kommen ohne Bremsresonatorplatte schnell
an ihre Eigenresonanzgrenze. Ein Floppymotor muss halt nur den Kopf verschieben
können. Wie viel sind die xx Nm (Newton-Meter) Drehmoment bzw. Haltemoment
des Motors eigentlich ? 1 N ist die Erdanziehung von 102 Gramm. Baut man an den
Motor eine Seilrolle von 1 Meter Radius, kann ein Motor mit 1 Nm also ein
Gewicht von 102 Gramm anheben, oder 10kg bei einer Rolle von 2cm Durchmesser.
Kein Wunder, das Floppyschrittmotoren bloss milliNewtonMeter (ab 0.001 Nm)
haben. Bei Nenndaten (z.B. 6V/1A pro Spule, also 12W) wird der Motor innendrin
ca. 65 GradC wärmer als die Umgebung, kühlt man ihn verträgt er mehr Leistung.
Will man einen Motor voll ausnutzen, benötigt man eine mehrfach überhöhte
Betriebsspannung und Ansteuerung per Stromchopper oder gleich Mikroschritt.
Also etwas Grundlagen zum Schrittmotor:
Grundschaltung für unipolare Schrittmotoren ( _ aus, - an).
+----+
| |--Phase1--+
| | |
| ULN|--Phase2--+--+
|2003| |
|o.ä.|--Phase3--+--+-- +5V
| | |
| |--Phase4--+
+----+
Phase 1 +++o---o
Phase 2 -o+++o--
Mikroschritt
Phase 1 sinus
Phase 2 cosinus
Schrittmotoransteuerung
Von: MaWin 17.7.2000
Eine weiteres Bauteil allgemeinen Interesses sind die LC-Displays. Dabei gilt
es 4 Varianten zu unterscheiden:
a) einfache Gläser aus Uhren und Taschenrechnern
werden mit Rechteckwechselspannung von ca. 5V angesteuert (die
Mindestspannung hängt vom verwendeten Flüssigkristall ab, aber 5V reicht
eigentlich immer). Das ist einfach bei direkt angesteuerten (siehe AN563 von
http://www.microchip.com/), geht noch bei 2-fach gemultiplexten
(http://www.zilog.com/ Z8 Appnote lcd_apnt.pdf und auch AN563)
und sollte bei mehrfach gemultiplexten mit speziellen LCD-Treiberchips
wie PCF211x/8566/8577 von http://www.nxp.com/
oder LC7582/75821/75823/75850 von http://www.sanyo.co.jp/ erfolgen.
Sonst siehe AN786 von http://www.national.com/ mit variabler
Betriebsspannung zur Kontrastregelung, nicht jedermanns Sache.
b) Punktmatrixanzeigen aus FAX-Geräten und Kartenlesern sind fast alle gleich,
basierend auf Hitachi's HD44780 oder kompatiblen wie Samsungs KS0066 oder
Sunplus SPLC780
Aber fast alle Leute haben Probleme damit, weil sie keine negative
Kontrastspannung bei Typen mit erweitertem Temperaturbereich anlegen oder das
Timing bei der Initialisierung nicht einhalten. Es wird manchmal behauptet,
dass die Controller unterschiedliche Initialisiserungssequenzen brauchen,
weil unterschiedliche im Datenblatt stehen, aber das ist falsch, sie sind nur
verschieden angeordnet.
Unterlängen bei 11-pixeligen Displays sieht man nur nach function set
Umschaltung und bei bestimmten (anderen) Zeichencodes. Zum Umschalten in den
4-bit Modus verwendet man am besten 3 mal 0x20. Das geht auch, wenn das
Display schon im 4-bit Modus war. Dann kommt ein 0x01 (in 2 Nibbles).
Einzeilige Displays mit 16 Zeichen (1*16) sind als 2-zeilige zu initialisieren
und zu behandeln als ob 2 mal 8 Zeichen hintereinander stehen. Das Timing
sollte nicht zu knapp sein, schliesslich fährt nicht jeder Hersteller sein
Display mit derselben Taktfrequenz wie Hitachi in seinem Datenblatt, und das
Originaldatenblatt hat man ja meist nicht.
Und wer nach seriell (I2C) ansteuerbaren LCD-Modulen fragt: PCF8574 (LCD
im 4 bit Modus) davorlöten statt teuer fertig kaufen ?
oder aus Nokia 3310 ausbauen. Der Controller
http://www.nxp.com/acrobat/datasheets/pcd8544_1.pdf
ist per SPI ansteuerbar:
c) Die digitalen TFT-Displays aus Laptops etc. verwenden oft den Flat Panel
Display Link (FPD-Link) http://www.national.com/an/AN/AN-1032.pdf aber die
Stecker sind nicht genormt, man muss Kabel mit Adaptern zusammenfummeln.
Neue Grossdisplays haben http://en.wikipedia.org/wiki/OpenLDI .
Ältere Displays sind nicht standardisiert, man kommt nicht drumrum das
Datenblatt zu besorgen. Nur leider gibt es kaum Datenblätter. Mit Glück
findet man die Ansteuerung in der Beschreibung eines LCD-Grafikcontrollers
von Samsung, Oki, Epson (SED1335, S1D1370x) oder Toshiba. Bei den meisten
gibt es mehr oder weniger nur eine Taktleitung und n Datenleitungen (Pixel).
Zudem eine Leitung die das erste Pixel pro Zeile markiert und eine die die
erste Zeile des Bilds markiert. Die Alternating Line bei DSTN-Displays muss
bei jedem Bild den Zustand wechseln. Die Signale müssen mit stabilem Timing
generiert werden, bevor die LCD Spannung aufgebaut wird, und beim Abschalten
auch erhalten bleiben bis die LCD Spannung wieder komplett weg ist. Also
sollte man tunlichst die 'Grafikkarte' aus dem Laptop mit ausbauen, denn an
eine normale Grafikkarte für VGAs passen die nicht. Brauchbarer sind da schon
die Typen aus CamCordern mit Videosignal Eingang.
Von: Andreas Schwarz 11.8.2000
d) Die meisten kleinen Grafik-LCDs (128x32) haben den HD61830 als Controller,
die grösseren (240x128) oft den T6963C, die ganz grossen (320x240) den
SED1330. Das dumme am SED1330 ist, dass er AFAIK keinen Zeichengenerator
eingebaut hat, ansonsten gibt's keine grossen Unterschiede, und an einen
uC-Bus hängen kannst du sie alle. Aber wenn man sich ein LCD in einer
bestimmten Grösse rausgesucht hat, hat man meistens keine Wahl mehr, welchen
Controller man bekommt.
> Woher bekommt man eigentlich die für LCD Hintergrundbeleuchtung bei Laptops oder
CCFL sind Leuchtstofflampen ohne Heizung, in denen wenige Milligramm Quecksilber
UV-Licht aussenden, das vom Leuchtstoff in sichtbares Licht konvertiert wird. Bei
40 GradC sind sie am hellsten, bei 0 GradC kommen nur noch 25% der Helligkeit
wie bei 25 GradC heraus, bei 1,5-fachem Spannungsbedarf. Erst nach 30 Sekunden
erreicht die Helligkeit ca. 90%, von 70% direkt nach dem Zünden.
Von: MaWin 15.5.2001
Das sind die meist blaugrün leuchtenden Anzeigen in HiFi-Geräten. Das sind
noch echte Röhren mit Heizung, Anode und Kathoden und einem Leuchtstoff
wie in der Fernseherbildröhre, sie sind aber Dank Niederspannung einfach
anzusteuern. Datenblätter sind oft nicht zu bekommen, da die Anzeigen meist
kundenspezifisch hergestellt werden, also sollte man vor dem Ausbauen mal
nachmessen.
Die Heizung benötigt Wechselspannung, aufdrehen bis die Heizdrähte bei meist
4V im Dunklen dunkelrot glühen, die Segmente eine positive Spannung gegenüber
der Heizung von ca. 26V (von 6V bis 40V aufdrehen) bei weniger als 1mA pro
Segment. Für Multiplexbetrieb liegt zwischen den Heizdrähten und den
Segmenten noch ein Gitter. Ist das Gitter mit der Heizung (oder ein bischen
negativer) verbunden, sind die dahinterliegenden Segmente aus, ist es mit
der Segmentspannung (oder ein bischen weniger) verbunden, sind sie an.
Von: MaWin 17.7.2000
Das häufigste Problem beim Reparieren von Geräten ist das Prüfen von
Bauteilen. Es geht um das Prüfen der Grundfunktion, dann aber auch um das
vollständige Prüfen. Je nach Schaltung kann es notwendig sein, das Bauteil
abzuklemmen, um es ausmessen zu können. Daher lohnt sich ein Verständnis der
Schaltung (oder gar ein Schaltplan, in dem meist auch Sollspannungsangaben
drin sind) beim Messen. Manchmal hat man Glück, und hat ein vergleichbares
heiles Bauteil da, das ersatzweise eingelötet wird (es kann aber die Schaltung
so weit kaputt sein, das dieses heile Bauteil beim Test zerstört wird, aber bei
Zeilentrafos ist dieses Vorgehen der einfachste Weg)
Für das Prüfen der Grundfunktion gibt es Messgeräte. Einen Ohmbereich,
Diodentest und Transistortest hat schon das 5 EUR Vielfachmessinstrument,
ein LRC-Meter (wie 122211 für 40 EUR von http://www.conrad.de/ oder selber
bauen siehe unter "Kapazitätsmessgerät / Induktivitätsmessgerät") ist nützlich
damit man auch Kondensatoren und Spulen bestimmen kann. Was dann meist
fehlt, sind Messgeräte für hochkapazitive Elkos und MOSFETs, IGBTs,
Thyristoren, TRIACs. Bei ICs hilft meist nur, sich das Verhalten des Chips in
der Schaltung anzusehen und mit den Datenblattangaben zu vergleichen, z.B.
die Stromaufnahme.
Dieser simple Durchgangstester aus einem OpAmp mit Offsetabgleich hat einen
besonderen Vorteil: Er wird so eingestellt, das er nur unter 0.1 Ohm anschlägt
und man kann dadurch tatsächlich durch Leitungen verbundene Stellen von
solchen unterscheiden, bei denen Bauteile dazwischenliegen. Die Messspannung
von 1 Millivolt reicht nämlich nicht aus, ausreichend Strom durch die Bauteile
fliessen zu lassen (bis auf den 0.01 Ohm Shunt, aber den wird man auch so finden).
ABER: Selbst wenn ein Bauteil den Grundfunktionstest besteht, kann es dennoch
in der Schaltung der Grund des Ausfalls sein. Ein Bauteil kann z.B. erst bei
hoher Spannung oder Wärmebelastung sein Fehlverhalten zeigen, daher ist
Kältspray ein übliches Mittel in Werkstätten. Und die ganzen Daten eines
Bauteils (z.B. Güte von Spulen, ESR von Elkos) kann nur ein Komponententester
ermitteln.
Den ESR von Elkos und Spulen kann man messen, wenn einem das Datenblatt fehlt:
Elkos sind bei älteren Geräten ein häufiger Ausfallgrund. Man könnte sie pro
forma gleich ersetzen. Aber Vorsicht: 105 Grad Typen sollte man nicht durch
85 Grad Typen ersetzen, sonst hat man das Problem in kurzer Zeit wieder, und
low-ESR Elkos nicht durch normale Elkos (und machmal nicht umgekehrt).
Und da man die spezielleren Elkos selten da hat, lässt man die alten besser
drin, solange sie noch gehen.
Von: MaWin 17.7.2000
Bei einem NJFET verbindet man G und S mit - Batterie und schliesst D über ein
Milliamperemeter an + einer 9V Batterie an. Es soll ein Strom von 0.1-100mA,
meist 5-10mA, fliessen.
Ein Thyristor oder TRIAC hat einen Zündstrom und einen Haltestrom (meist
50mA). Man schliesst A (A2) über eine ca. 12V/50mA Glühlampe an + und K (A1)
an - einer 9V Batterie an. Die Lampe bleibt aus. Verbindet man G über 180
Ohm mit + der Batterie, geht die Lampe an und bleibt an, auch wenn man G
wieder abtrennt oder mit - verbindet. Sie geht erst aus, wenn die Lampe kurz
abgeklemmt wird oder (trickreicher) der TRIAC mit einem Taster (der eignet
sich dann auch zum Lampentest) überbrückt wird.
Beim TRIAC funktioniert das auch, wenn die Batterie verpolt wird, beim
Thyristor nicht.
> Wie schliesse ich einen TRIAC richtig an ?
A1 ist der Bezugspunkt, sozusagen der Emitter. Ein verkehrt eingebauter
TRIAC (A1 und A2 vertauscht) geht kaputt und nimmt die Schaltung mit.
Die meisten TRIACs zünden in allen 4 Quadranten, also sowohl wenn A2
in Bezug zu A1 positiv als auch negativ ist und sowohl wenn in G Strom
nach A1 hineinfliesst als auch aus G herausfliesst. Nur die moderneren
'snubberless' TRIACs zünden nicht in Quadrant IV. Da manchmal statt
dem Quadranten auch die Triggerart genannt wird, hier eine Tabelle:
I positiv gegenüber A1 positiv gegenüber A1 I+
II positiv gegenüber A1 negativ gegenüber A1 I-
III negativ gegenüber A1 negativ gegenüber A1 III-
IV negativ gegenüber A1 positiv gegenüber A1 III+
Weil die Zuleitung (Induktivität) und das Gate (Kapazität) einen Schwingkreis
bilden, und so eine Schwingneigung bei sehr hohen Frequenzen existiert, die
durch Verschlechterung der Güte des Schwingkreises durch den Widerstand
gemindert wird. Das könnte man auch mit einer Ferritperle beheben. Aber
zudem befindet sich zwischen Gate und Drain des MOSFET ein Kondensator,
und schnell ansteigende Impulse am Drain schlagen auf das Gate durch und
können den steuernden IC in den LatchUp treiben, wenn man den Strom nicht
per Widerstand begrenzt.
Der erste Ring ist oft breiter als die anderen, der letzte Ring ist oft
abgesetzt von den anderen. Jeder kennt sie, aber kennt ihr auch diese ?
Kohleschichtwiderstände
Die ersten beiden Farbringe sind die Ziffern, der dritte Farbring die Anzahl
der Nullen, der vierte die Toleranz und der fünfte die Betriebsspannung
Metallschichtwiderstände
Die ersten drei Farbringe sind die Ziffern, der vierte Farbring die Anzahl
der Nullen, der fünfte die Toleranz und der sechte die Betriebsspannung
Wie Kohleschichtwiderstände in uH. Militärisch spezifizierte Spulen beginnen
mit einem dicken silbernen Ring, dann die 3 Widerstandsfarbringe, dann der
Toleranzringvon 1%, 2%, 3% bis 4% (braun, rot, orange, gelb) zusätzlich zu 5%,
10% und 20%. Oder Kapazität in uH mit goldenem Ring an Stelle des Kommas
z.B. rot gold violett braun 2.7uH 1%
z.B. silber(breit) blau grau braun orange 680uH 3% mil
bei DDR Polyesterkondensatoren zeigt ein Farbfleck an der Seite die
Spannungsfestigkeit: blau 25V, gelb 63V, rot 160V, grün 250V, braun 400V,
schwarz 630V, orange 1000V.
Dioden
Im bedrahteten Glasgehäuse gibt es Farbringe als Ziffern von 1Nxxxx,
beginnend beim dicken Ring, der die Kathode kennzeichnet
z.B. weiss braun gelb = 1N914, gelb braun gelb grau = 1N4148
oder,
wenn sie mit rot oder seltener braun beginnt eventuell nach Pro Elektron
bei SMD Gehäusen MELF DO-213AB GL41 hat Vishay seine eigene Codierung
1. Ring
2. Ring
1. Ring
2. Ring
1. Ring
1. Ring
2. Ring
> Auf einem SMD Elko steht 470 jFK 4k3, der hat wohl 470uF, aber welche
Das wird ein Panasonic FK Elko sein:
g=4V, j=6.3V, A=10V, C=16V, E=25V, V=35V, H=50V, J=63V, K=80V, 2A=100V
Trifft auch für andere Elkoserien zu, wie TG, HA, HB,
aber Serie S verwendet Ziffern 4=4V, 6=6.3V, 10=10V, ....
> Ich habe hier einen Scheibenkondensator mit folgender Aufschrift: 241K
241 ist die Kapazität in pF, wobei die letzte Ziffer die Anzahl der Nullen
angibt, also 240pF. Also vergleichbar mit SMD-Widerstandsmarkierungen oder
den Widerstandsfarbringen. Da 240 entweder als 240pF oder 24pF verstanden
werden könnte, lässt man die 0 dann weg. Der Buchstabe ist die Toleranz:
A=Sondertoleranz, B=0,1pF, C=0,25pF, D=0,5pF/0.5%, F=1pF/1%, G=2pF/2%,
H=2,5%, J=5%, K=10%, M=20%, P=+100%/-0%, R=+30%/-20%, S=+50%/-20%,
Z=+80%/-20%, X = GMV (was auch immer GMV heisst).
Ein zweiter Buchstabe kann die Spannungsfestigkeit nach DIN41930 angeben:
a=50V, (Kapazitätswert unterstrichen)=63V, b=125V, c=160V, d=250V, e=350V,
(keine Angabe)=400V, f=500V, g=700V, h=1000V.
Heute relevanter: Z=30V, Y=63V, X=160V, V=400V, U=630V.
> Auf einem SMD-Keramikkondensator steht S4. Was bedeutet das ?
Der Buchstabe steht nach EIA für die Kapazität in pF
Welcher Hersteller ?
Bei Potis verwenden manche einen angehängten Kennbuchstaben A oder B, wobei
nicht standardisiert ist, was A oder B bedeutet, also muss man nachmessen,
ob das Poti bei halber Stellung halben Widerstandswert hat oder eben nicht.
Japanisch eher A = log und B = lin, europäisch eher A = lin und B = log, in
älteren Produkten findet man auch gelegentlich A = lin taper, C = log. for
audio taper, F = antilog taper. Habe auch M- bzw. S-Type gefunden.
Von: Ing. Franz Glaser 1999
> Wie hart ist die Grenze der Spannungsfestigkeit von Becherelkos ?
Das ist einfach eine Frage der Lebensdauer der Elkos. Die Grenze ist ja nicht
eine harte Kante, sondern ab der Nennspannung gibt es zunehmend Durchschläge,
die allerdings selbstheilend sind.
Meine Erfahrung zeigt, dass das nicht so schlimm ist, wenn der Elko nicht auf
hoher Temperatur betrieben wird, z.B. mit hohem Ripplestrom. Und es kommt auch
auf das Fabrikat an. Ein guter Industrie-Elko verträgt viel mehr Spannung als
aufgestempelt ist unter normalen Umgebungsbedingungen. Das lässt sich ungefähr
mit dem Verhältnis Volumen (mechanisch) zu Coulomb ausdrücken.
Ich habe vor vielen Jahren einen Siemens Elko der professionellen Baureihe mit
einem halb so voluminösen einer anderen Firma in diesem Zusammenhang
verglichen. Der 40V-Elko von Siemens gab die ersten hörbaren Knacker bei über
80V von sich, der andere bei 46V. Beide waren 470uF / 40V.
An den Elkos erkennt man übrigens sehr schnell, wes Geistes Kind der
Hersteller / Entwickler ist!
Elkos lassen sich behutsam hochformieren. Das heisst, dass man sie zu etwas
höheren Spannungen hin "erziehen" kann, wenn man die Spannung eine Zeitlang
über einen Widerstand anlegt. Aber ich habe einfach vergessen, wie der
dimensioniert sein soll :-)) Sie verlieren dabei aber entsprechend an
Kapazität.
Von: MaWin 7.11.2000
Beim Einsatz von Elkos sollte man sich noch Gedanken machen, WELCHE Elkos
man verwendet. Siehe "power supply noise reduction and filtering" in
"mixed-signal and DSP design techniques" section 10 von
http://www.analog.com/ "Training and Events"
Es gibt
1. die Aluminiumfolienelkos
Haben hohe Toleranzen und trocknen mit der Zeit aus. Isolator ist Aluminumoxid
mit Dielektrizitätskonstante von ca. 7 und einer Durchschlagspannung von
800000V/mm. Die Kapazitäten werden mit Gleichspannung (G-Kapazität) oder 100Hz
Wechselspannung (W-Kapazität, ca. 1.1 bis 1.5 kleiner), gemessen. Elkos die
nur für Zeitgeber gedacht sind haben also die G-Kapazität aufgedruckt, andere
Elkos die W-Kapazität. Bei tiefen Temperaturen (z.B. -40 Grad) haben Elkos
insbesondere bei hoher Frequenz (z.B. 16kHz) eine wesentlich grössere Impedanz
(*100) als bei hohen Temperaturen, z.B. 85 Grad. Hochvolttypen, die lange
gelagert wurden, sollte man vor der ersten Verwendung vorsichtig formieren,
d.h. über einen Widerstand an Formierungsspannung (meist 1.5 * Nennspannung)
legen, damit er sich langsam in ein paar Sekunden aufladen kann, und dann noch
eine Zeit dranlassen. Vor dem Abklemmen entladen ! Sonst gibt's einen
gewischt. Es gibt verschiedene Typen:
1.1. die normalen 'Elko rauh'
Nimmt man, solange nichts besseres notwendig ist. Sind verhältnismässig
klein in der Bauform. 'Schaltfest' sind heute eigentlich alle, d.h. sie dürfen
durch einen Kurzschluss entladen werden ohne das sie dabei gleich sterben.
Aber dennoch sollte man z.B. für Blitzgeräte passende Elkos verwenden, auch
in dicken 50Hz Netzteilen lohnt sich ein 'besserer' Elko zur Siebung oder die
Parallelschaltung mehrerer Elkos. Denn wenn man den Wechselstrom durch
einen Elko mit dessen ESR-Widerstand betrachtet, so führt die entstehende
Verlustleistung von I*I*R zu einer Erwärmung des Elkos von innen, und so
was verkürzt die Lebensdauer ungemein.
1.2. glatte Elkos
Sind für ganz spezielle Anwendungsfälle im Audiobereich geeignet, da sich die
Kapazität mit steigender Frequenz nicht so ändert wie das bei den 'rauhen'
Elkos der Fall ist. Allerdings passt es bei vielen Audioanwendungen, wie bei
Koppelkondensatoren, eher, wenn die Kapazität mit steigender Frequenz sinkt.
Die 'Audio-Caps' z.B. von Elna sind nicht wirklich glatt, sondern nur nicht so
rauh. Ich habe hier noch einen alten Glattelko von 15000uF/16V in der Grösse
einer Bierdose.
1.3. low ESR Elkos
Haben einen geringen Innenwiderstand und möglichst geringe parasitäre
Induktivität. Gut zur Filterung von Schaltreglern geeignet. (Klassischerweise
gilt: Je mehr Volumen ein Elko bei ansonsten gleichen Daten hat, je geringer
ist sein ESR. Widersteht der Elko mehr Spannung als nötig, hat er auch mehr
Volumen. Die Parallelschaltung von 2 Elkos ist nur ganz wenig besser als
einer mit doppelter Kapazität, aber montagetechnisch oft günstig). LowESR
wird bei hohem Ripplestrom benötigt, damit dieser am Innenwiderstand
möglichst nicht zu mehr als 20 K Temperaturerhöhung im Inneren des Elkos
führt. Besonders niederohmig sind organische Elektrolyte wie in OS-CON und
Poscap.
1.4. 105 GradC Elkos
Das sind die 'länger haltbaren' Elkos. Sie sind notwendig, wenn sich der Elko
durch hohe Rippleströme und deren ohmsche Verluste zwangsweise stärker
erwärmt, wie es in Schaltreglern der Fall ist. Die Gradangaben sind ziemlich
übertrieben, ein 85 GradC Elko hält nur 1000 bis 5000 Stunden bei dieser
Temperatur durch, ein 105 GradC Elko ebensowenig bei seiner Temperatur,
aber laut Arrhenius wird pro 10 K geringerer Temperatur die Lebensdauer
verdoppelt, also Elkos immer schön kühl halten und nicht direkt neben
Kühlkörpern plazieren.
1.5. bipolare Elkos
Bestehen aus 2 gegeneinander verpolten Elkos doppelter Kapazität in Reihe.
Oft in Tonfrequenzweichen verwendet, obwohl man die Dinger eigentlich meiden
sollte. Denn an der inneren Verbindung sollte sich ja /eigentlich/ eine
Spannung einstellen, die grösser (oder kleiner, je nach Polung) ist als die
Spannung an jedem einzelnen Anschluss, sonst wäre ja ein Elko verpolt.
Allerdings arbeitet der endliche Widerstand des Dielektrikums
(Spannungsteiler) dagegen an und es funktioniert nur, weil gelegentlich
einer der beiden durchschlägt. Hat man eine Spannung, die nie positiver
(oder nie negativer) ist, als beide Elkoanschlüsse (des benötigten bipolaren
Elkos), baut man lieber 2 normale Elkos in Reihe und legt die Verbindungsstelle
mit einem hochohmigen Widerstand an die Spannung.
1.6. Blitzelkos
Sind extra für die gelegentliche starke Entladung ausgelegt und sauklein.
Normale Elkos passen als Ersatz nicht rein, Blitzelkos gibt es aber kaum bei
den Versendern.
2. Tantalelkos
Gesintertes Tantal mit trockenem Mangandioxid als Elektrolyt und
Tantalpentoxid mit Dielektrizitätskonstante 30 als Isolator. Wegen ihrem
geringem Reststrom gut für Langzeitgeber geeignet, haben aber hohe Toleranz.
Werden gerne bei SMD verarbeitet, als Entkoppelkondensatoren. Vertragen
aber keine hohen Ladeströme, z.B. das direkte Anlegen der Nennspannung über
einen Schalter. Daher nicht geeignet in Schaltreglern zur Siebung, dabei
explodieren sie gerne. Man sollte die Spannungsfestigkeit bei Tantal immer
deutlich (*2..*4) höher wählen, damit die Dinger ausreichend zuverlässig
werden. Tantalelkos trocken nicht aus, halten aber auch nicht ewig. Eine ganze
Platine voller 20 Jahre alten Tantalperlen ist mir beim ersten Anlegen der
Betriebsspannung einfach explodiert, also lösen die sich auch innerlich
irgendwie auf und halten nur 80 GradC aus.
3. Doppelschichtkondensatoren (Goldcaps, UltraCaps)
Bestehen nicht aus Gold, sondern haben ihre hohe Kapazität im Faradbreich
weil sich auf den beiden Kohlenstoffelektroden in schwefeliger Säure jeweils
eine superdünne Isolierschicht bildet, die leider nur 2.3V aushält (höhere
Spannung nur durch interne Reihenschaltung). Haben aber auch einen relativ
hohen Innenwiderstand. Sind als Ersatz für Akkus zur Pufferung von
CMOS-RAM zu verwenden, weil sie keine besondere Ladeschaltung benötigen.
Reparaturbetriebe berichten aber, das sie nicht zuverlässiger als Akkus sind.
Mehr Strom können die Ultracaps von http://www.maxwell.com/ultracapacitors/
Nicht mehr erhältlich sind 2700F/2.3V und 470F/13.8V von http://www.epcos.com/
. Bei Panasonic SD zeigt die Spitze der Dreiecke auf den Minuspol.
4. Folienkondensatoren
Für höhere Ansprüche an die Zuverlässigkeit, weil Ausfälle tödlich sein
könnten, gibt es Kondensatorklassen (EN60950):
X2: Verwendung zwischen 230V Phase und Null (Kurzschluss löst Sicherung aus, 2.5kV Test)
X1: Zwischen 400V Drehstromphasen (Kurzschluss löst Sicherung aus, 4kV Test)
Y2: Zwischen 230V Phase und berührbaren aber geerdeten Geräteteilen (Kurzschluss tödlich wenn Erdung defekt, 5kV Test)
Y1: Verwendung zwischen Phase und berührbar nicht geerdeten Geräteteilen (Kurzschluss wäre tödlich, 8kV Test, 2 * X1 in Reihe)
Vergleichsliste Aluminium-Elektrolytkondensatoren, nur um mal zu zeigen wie
viele verschiedene es gibt, die alle gleich aussehen:
Beispiele zur Haltbarkeit von Aerovox:
Formal gibt es eine DIN zur Kennzeichnung von Folienkondensatoren:
/ DIN Code :
/ M = Metal layer ---------- M K S
/ K = Plastic ----------------------| |
/ Third is the dielectric types : -----|
/ S = Polystyrol (MKS = MKY)
/ P = Polypropylen (MKP)
/ C = Polycarbonat (MKC = MKM)
/ T = Polyethereftalate (MKT = MKH)
/ U = Zelluloid (MKU = MKL)
Real:
Epcos Vishay MKT metallisierte Polyester
Epcos Vishay MKP " Polypropylene
http://www.wima.de hat für Polyester geringfügig andere Bezeichnung:
Polyester : MKS FKS
Polypropylen : MKP FKP
Polycarbonat : MKC FKC
WIMA MKS2 metallisierte Polyester miniaturisiert
WIMA MKS4 " " für erhöhte Anforderungen, grösser
> Ich suche engtolerierte und temperaturstabile Kondensatoren
C0G (temperaturstabile Keramik +/-30ppm), Glimmer (Mica): 0..+70 ppm,
Polycarbonat, Polystyrol (Styroflex): -50..-250 ppm, Polysulfon
HF-Kondensatoren geringer Toleranz und hoher Güte
gespeicherte Energie in Kondensatoren hängt quadratisch von der Spannung ab:
und führt zum Kondensatorproblem: http://www.hcrs.at/KOND.HTM
Von: Christian Almeder 1999
> Wie testet man, ob son Ding noch in Ordnung ist ? Mit ´nem Standard-
Oje, wenns 11uF angezeigt hat, geht er wahrscheinlich nicht mehr...
Trotzdem eine Methode:
Auf eine bekannte Spannung U aufladen (ein paar Volt reichen, aber
Nennspannung wäre gut zum Testen der Spannungsfestigkeit), einen Widerstand
R anschliessen und tau stoppen (die Zeit, bis nur noch 37% der Spannung
anliegen). tau ist die sog. Zeitkonstante: Mit u=U*e^(-t/tau) und tau=R*C
ist dann C=(-t/ln(u/U))/R=tau/R Ich würde ca. 10s messen wollen, 30uF also
mit R=tau/C=10s/30uF=ca. 330k Ohm
Kapazitätsmessgerät / Induktivitätsmessgerät:
Von: MaWin 1999
> Wo findet man ein paar Daumenregeln für sowas?
Bei TTL/LS/HC: 100nF Keramik Z5U, möglichst SMD
Bei S/F/AC: eher 10nF Keramik Z5U SMD
So ein Kondensator muss den Strom liefern können, den der Chip beim
Umschalten zieht, BEVOR (aufgrund ihrer Induktivität) die Zuleitung den
Strom nachliefern kann, ohne dass der zwischenzeitliche
Versorgungsspannungsabfall eine Fehlfunktion provoziert. Ein CMOS-IC ohne
Takt zieht fast keinen Strom, nur beim Schalten, was je nach Taktfrequenz
zigmillionenmal pro Sekunde passiert. Die grössten Umschaltimpulse gibt
es, wenn ein Ausgang mit kapazitiver Last umschaltet. 100nF ist
normalerweise viel grösser als alle kapazitiven Lasten zusammen (und das
sollte er auch um mehr als den Faktor 25 sein), aber dicke FPGAs brauchen
ganze Batterieen von Kondensatoren. Ist der Kondensator zu gross, kann er
nicht schnell genug reagieren (Streuinduktivität) und hilft nicht am
Impulsanfang. Braucht man grosse Kondensatoren (1uF Tantal oder so), muss
ein kleiner (27nF oder so) dazu, um erstmal am Anfang eines jeden Impulses
den Strom liefern zu können. Es spielt keine Rolle, wie oft der IC
schaltet (1 mal pro Sekunde oder 1 Mrd mal pro Sekunde), sondern wie
schnell er schaltet (langsames CD4xxx oder schnelle AHC)
Das Keramikmaterial Z5U ist superbillig und speziell dafür gemacht (vermeidet
Resonanz durch Kapazitätsänderung in Abhängigkeit von der Spannung, für
andere Anwendungen taugt es nicht), leider fallen sie öfters mal mit Kurzschluss
aus.
Sitzen auf einer Platine viele 100nF Abblockkondensatoren, sollten auch noch
einige normale 10uF Elkos dazu, die durch ihren Serienwiderstand die
Schwingneigung dämpfen, die sonst das Board irgendwo zwischen 5 und 20MHz hätte.
Bedrahtete 100nF Keramikkondensatoren verlieren oberhalb 7MHz ihre Wirkung
SMD 100nF Keramikkondensatoren verlieren oberhalb von 17MHz ihre Wirkung
100nF in Präsisionsfassungen schon oberhalb von 3MHz
Von: Thomas Rehm 2.2002
Bei 1 GHz (nochmal angemerkt, das es hier um die Flankensteilheit und nicht
unbedingt die Impulswiederholrate geht) sind Kondensatoren größer 1nF schlicht
unwirksam.
Beispiel: 10nF-Kondensator in SMD-Technik, Bauform 0805, also
etwa 2mm lang. Als Faustformel sagt man haben 1cm Leitungslänge
etwa 10nH Induktivität. Der 10nF-Kondensator hat also etwa
2nH Induktivitätsbelag, dazu kommen noch Leiterbahnlängen.
Im bestmöglichsten Falle (2nH) wird der 10nF-Kondensator also
eine Serienresonanzfrequenz von 37 MHz(!) besitzen (Thomsonsche
Schwingungsformel). Oberhalb von 37 MHz wird der Kondensator
zu höheren Frequenzen hin mehr und mehr induktiv, also hochohmiger.
Du siehst also nun, warum du bei 1 GHz keine "Probleme" mit
Kondensatoren 20n..100n hast? ;-)
Für optimale, breitbandige Abblockung bis 1GHz müßte man eigentlich
eine Kondensatorbatterie zusammenschalten: 10pF, 100pF, 1nF, 10nF.
Bei zu groß gewähltem Abstand der Werte kann es jedoch zu
Parallel-Resonanzen kommen, wodurch es erst Recht Probleme gibt.
Wenn man also tatsächlich bis 1GHz abblocken muß, wird man nicht
drumherum kommen, Layout und Abblockmassnahmen sinnvoll zu kombinieren
(Ground und Power als eigene Planes z.B., und Leiterbahnen zuerst an
die Abblockmaßnahmen heranführen, nicht zunächst an die abzublockenden
Bauteile etc.).
Von: Robert Hoffmann
Die Dinger nennt man meist "Stützkondensatoren" bei Digitalschaltungen bzw.
"Bypass-Kondensatoren" bei Analogschaltungen. Sie sollen für die
hochfrequenten Anteile des Stroms, den der Baustein zieht, einen möglichst
niederohmigen und bei sehr schnellen Schaltungen auch einen möglichst
niederinduktiven (d.h. Ko sehr nahe ans IC) Pfad darstellen. Damit erreicht
man, dass Bezugspotenziale (insbesondere Masse) möglichst "rein" bleiben.
Z.B. benötigen CMOS-Bausteine statisch praktisch keinen Strom, während sie
im Umschaltvorgang Strom ziehen. Die entsprechende Energie kommt aus dem
Stützkondensator und kann insbesondere in den Schaltpausen von der externen
Versorgung relativ langsam "nachgefüllt" werden.
Prinzipiell hängt die Grösse des Kondensators davon ab, wie gross diese
Stromspitzen sind, wie oft sie auftreten und wie gut die externe Quelle den
Ko aufpäppeln kann. Bei den meisten Digitalschaltungen werden so typ. 47nF
bis 100nF KERKOS (am besten Vielschichtvarianten wenn nicht ohnehin SMD)
verwendet. Bei Bausteinen mit sehr grossem Stromverbrauch z.B. grosse FPGAs
kann man dann noch zusätzlich einen Tantal-Elko hinzufügen, dabei sollte der
Kerko aber näher beim IC sitzen, als der Ta-Elko.
Übrigens: wenn die Kondensatoren irgendwo anders sitzen, dann bilden sie mit
der Zuleitung zum Verbraucher einen Schwingkreis (1nH/mm als Faustregel pro
Hin- bzw. Rückleitung) und erzeugen dann ein sog. "Klingeln" auf der Leitung,
das man erstens auf andere Leitungen überkoppeln kann => Störung, bzw. die
Versorgung, die der IC an seinen Anschlüssen sieht wird verhunzt. Das kann
dann heissen, dass er Digitalpegel nicht mehr richtig erkennen kann. Ähnlich
dramatische Auswirkungen auf eine Analogschaltung kannst du dir ja dann
vorstellen.
Von: Ing. Franz Glaser 1999
In der Wirklichkeit ist es aber so, dass viele Laien und Halbfachleute
überhaupt nicht daran denken, dass die Watt-Angabe von elektrischen Geräten
was ganz Anderes besagt als die U*I - Formel vermuten liesse.
Ein typisches Beispiel ist ein Kühlschrankmotor. Ich nehme den hier deswegen,
weil er ein 230V - Verbraucher ist. Der hat zwar laut Typenschild eine
Nennleistung von z.B. 500W, aber das ist die Leistung an der Welle, nicht die
vom Netz aufgenommene ! Und die Angabe besagt auch überhaupt nicht, dass er
500W abgibt, sondern das ist nur eine Angabe, die sich auf seine BELASTBARKEIT
bezieht. So, dass er nicht durchbrennt. Ein Motor nimmt immer so viel Saft
aus dem Netz, wie er an der Welle gerade abgeben muss, im Gegensatz zu einem
Heizkörper.
So ein Motor hat einen Wirkungsgrad von angenommen 75% und einen cos_phi von
0,7 womit sich eine Scheinleistung von 952 VA ergibt. Die Stromstärke wäre
daher ca. 4,33A. Und das ist nur der Nennwert. Bei einem Kühlschrank wird der
nur beim Einschalten überschritten, und zwar um ein Vielfaches, weshalb
Gefriertruhen und Kühlschränke erfahrungsgemäss nicht an 10A - Sicherungen
hängen können. Andere Antriebe können repetitive Stossbelastungen erzeugen,
die weit höher sind als die Motor-Nennleistung. Da kann man sich zwar mit
trägen Sicherungen oder Schutzschaltern abhelfen, aber es ist in jedem Fall
zuerst die Sicherung zu dimensionieren und darauf aufbauend die Belastbarkeit
zu ermitteln.
Oder umgekehrt: Die Stromaufnahme der Verbraucher bestimmt, welche Sicherung
eingesetzt werden muss und daraus ergibt sich die nötige Draht-Dimensionierung.
Und deswegen habe ich mich dagegen gesträubt, mich auf die Watt einzulassen
und stattdessen die Ampere-Betrachtung eingeführt.
Von: Oliver Bartels 1999
> Frage: Darf ich in Deutschland überhaupt mit etwas selbstgebasteltem
Es gibt die ISM Bänder (27MHz, 40MHz, 434MHz, 2,45GHz, 5,8GHz, 24GHz, also
für jeden etwas ...) sowie das SRD Band (868MHz mit sehr genauen
Nutzungsvorgaben), auf denen Geräte mit begrenzter Sendeleistung unter einer
allgemeinen Frequenzzuteilung (d.h. ohne "Anmeldung") arbeiten können.
Voraussetzung ist die Einhaltung der einschlägigen Normen (ETS 300 220, ETS
300 440, ETS 300 328 für erhöhte Leistung mit Frequency Hopping im 2,4GHz
Bereich), diese begrenzen im allgemeinen die Leistung auf 10mW (im GHz-
Bereich teilweise mehr).
Wenn ein Gerät zu mehr als nur Testzwecken genutzt und insbesondere in
Stückzahlen produziert werden soll, braucht es für die Nutzung dieser Bänder
eine EU Baumusterbescheinigung. Die gibt es entgegen landläufiger Meinung von
vielen Stellen, nur nicht von der Post (der Begriff "Postzulassung" ist daher
schlicht Quatsch), in Deutschland sind (m.W. nach) derzeit acht Testhäuser
als benannte Stelle beliehen, die so etwas ausstellen. Allerdings wird man die
EU Baumusterbescheinigung nur dann beauftragen, wenn die Entwicklung
abgeschlossen ist. Auf deren Basis schreibt dann der Hersteller selber die
Konformitätserklärung für das ce-Zeichen. (Der Test vorher ist nach dem EMVG
ausdrücklich zugelassen, sofern niemand gestört wird. Auf Messen dürfen mit
Hinweisschild auch Geräte noch ohne Zulassung gezeigt werden, auch solange
niemand gestört wird.)
Es gibt auch die Möglichkeit, einzeln höhere Leistungen und spezielle
Frequenzen zugestanden zu bekommen, im Extremfall für kurze Zeit sogar breite
Bänder (was meinst du wohl, wieviel von dem bei F1-Rennen genutzten Equipment,
das irgendwo herumfunkt, zertifiziert ist, das geht alles über spezielle
Zuteilungen ... Soviele Kanäle für On Board Kameras gibt es nornalerweise gar
nicht ;-)
Der Knackpunkt für den "Bastler" ist nur das Einhalten der Vorgaben z.B. nach
den ETS-Normen. Ohne Geräte wie Spektrumanalyser oder Messempfänger ist das
sehr schwierig, die Wahrscheinlichkeit, das irgendwelche Nebenwellen jemanden
stören, ist recht gross.
Im Grunde gilt das auch für viele Amateurfunker, nur nutzen die (wegduck ;-)
sowieso bloss wieder fertige Kisten, die dann auch wieder zertifiziert sind.
Daneben ist gerade bei Bastlern und hohen Frequenzen die Wahrscheinlichkeit
eh' recht gross, dass der Sender infolge Konstruktionsfehler gar nichts
sendet, bei 2,4GHz reichen da z.B. 5..10mm (!) Draht anstelle einer
impedanzrichtigen Leitung an manchen Stellen völlig aus. Ohne
Netzwerkanalysator (noch so eine Kiste, hat mit dem Spektrumanalysator wenig
gemein und dient zum Bestimmen der sogenannten s-Parameter, welche u.a. etwas
über die Anpassung aussagen) schaut man da recht alt aus. Die Störfestigkeit
ist daneben bei der ce auch ein Thema, hier sind u.a. Signalgeneratoren recht
nützlich ...
Ein Beispiel: 434MHz Modul mit PLL.
Problematik: Störstrahlung, Nebenwellen in ca. 13 MHz Abstand links und rechts
vom Träger.
Ursache: Einstreuung einer Teilerfrequenz der PLL, Mischung, festgestellt
mittels Spektrumanalyser und Probe.
Abhilfe: Layoutänderung und eine Massnahme im Signalpfad.
Folge: Neue Leiterkarte, neue Bestückung ...
Problematik: Grosssignalfestigkeit, SAW Filter notwendig,
Kunde baut ihn testweise ein, nach Einbau geht nichts mehr.
Ursache: Fehler in der 50 Ohm-Anpassung des Filters.
Messung mittels Netzwerkanalysator.
Nach Messung, Berechnung und Realisierung eines Anpassungs-
netzwerks geht es besser als vorher ;-)
So, und nun wünsche ich unserem Bastler mit dem 250 EUR
Conrad-Skop (wenn überhaupt) viel Glück, er wird es brauchen.
Um einen Preiseindruck zu geben:
- Messtechnik:
Spektrumanalyser brauchbar so ab 10000-15000 EUR
Networkanalyser dto., wobei gut da eher bei 30000-40000 EUR liegt
Signalgenerator ca. 5000-25000 EUR je nach Modulationsart.
Probe für HF so um die 2500 EUR
achja, es gibt auch DSOs, Programmer, Counter, Multimeter,
Netzteile usw.
- Entwicklung, Test:
Leiterkarten : etwa zwei bis vier Durchgänge (je einige Tausend EUR,
insbesondere bei anderem Basismaterial als FR4, oder wenn
man nicht auf den Pool warten will, Bestückung der bei hohen
Frequenzen nötigen SMDs nicht zu vergessen).
Testhauskosten : realistisch 5000-15000 EUR je nach Schwierigkeit.
... und nicht zu vergessen: einige Mannmonate Zeitaufwand für
die reine Entwicklung.
All das macht die Sache für ein Bastelprojekt nicht gerade einfach.
Darum war das klassische Bastelprojekt früher die 27MHz/40MHz
Fernsteuerung (LM1871) für Modelle aller Art, weil da die Anforderungen
an den Schaltungsaufbau eher gering sind. Bei 434MHz wird es schon
sehr schwierig (ich kenne einige Leute bei Fahrzeugherstellern,
denen bestimmte Zähne fehlen, weil sie sich diese daran ausgebissen
haben ;-), darüber hinaus sieht es ohne Messmittel eher nach
Glücksspiel aus ...
Das ist auch der Grund, warum Anfragen nach Schaltbildern hier
regelmässig Freude und Heiterkeit auslösen. Jeder, der sich auch nur
ein bisschen mit HF auskennt, weiss, das ein einfaches Verdrahten der
Bauteile nach Schaltplan ohne geeignete Leiterplattenkonstruktion und
ohne Auswahl der richtigen Bauteile (gilt selbst für simple Kondensatoren)
schlicht nicht funktioniert, von der Einhaltung der ETS-Normen einmal
ganz zu schweigen. Wer das weiss, fragt nicht nach Schaltbildern, wer
das konstruieren kann, macht sich auch das Schaltbild schnell selber.
Und wer's nicht lassen kann: Schaltungen und Platinenlayouts in den
Datenblättern und AppNotes von Atmel Chips T5754, U2741, U2745,
T5743, T5744, U3741, U3742, U3745, Mono-FM-UKW-Sender MAX2606,
und dazu zeigt AN192 von Philips ein UKW Radio mit TDA7000.
Antennen auf Platine:
Von: MaWin am 20.8.02
Grenzwerte für Feldstärken im Bereich 10-400MHz:
Von: MaWin 2002
Funk, also elektromagnetische Wellen, und elektrische Felder, sind ebenso
wie magnetische Felder seit Anbeginn der Welt um uns und um alle Tiere und
Pflanzen herum. Sie stammen aus dem Weltall, von Blitzen, und vom Magnetfeld
der Erde. Sie sind sogar recht stark im Vergleich mit den technisch erzeugten,
beispielsweise ist die Erde gegenüber den Wolken so stark negativ geladen,
das dein Kopf in einer Gegend ist, die ca. 200 Volt positiver ist, als deine
Füsse (dennoch passiert nichts, weil die Luft so ein schlechter Leiter ist,
so das der 'Kurzschluss' durch den menschlichen Körper sofort zu einer
Angleichung der Spannung führt, zum Zusammenbrechen des Feldes, aber das
nur als technische Erklärung am Rande). Bei DEUTLICH mehr als 100V/m,
je nach Luftfeuchte nämlich so ab 100000V/m, gibt es einen Blitz :-)
Auch Nordlichter sind letztlich 'offene' Neonröhren von immensem Ausmass
(über 100GW = 100000000000 Watt), und irgendwo ist zu jeder Zeit eins aktiv,
ebenso wie irgendwo auf der Erde zu jeder Zeit gerade ein Gewitter blitzt.
Und wir wissen alle, das viele technische Geräte durch Gewitterblitze und
Sonnenwindeffekte in ihrer normalen Funktion gestört oder zerstört werden,
was zeigt, wie stark die Naturgewalten hier sind.
Die Stromversorgung in Kanada brach 1989 in ganzen Bundesländern
zusammen, weil elektrisch geladene Teilchen von der Sonne an den Polen
bis zur Erdoberfläche durchdringen und in den Hochspannungsleitungen
so hohe Ströme induzieren, das im Stromnetz die Sicherungen rausflogen.
Selbst der menschliche Körper (Nerven, Gehirn, Muskeln) arbeitet elektrisch,
und die bewegten elektrischen Teilchen produzieren damit elektromagnetische
Wellen (wie auch der Laie am EEG und EKG erahnen kann). Merkwürdigerweise
gibt es Personen, die Magnetismus eine positive Wirkung zuschreiben und
Elektrizität eine negative Wirkung unterstellen, dabei tritt untrennbar immer
beides zusammen auf.
Niemand behauptet, das elektrische Felder und elektromagnetische Wellen
KEINEN Einfluss auf Menschen und die anderen biologischen Lebewesen haben.
Vielleicht gäbe es uns Menschen ohne sie nicht, ebenso wie es uns ohne
Radioaktivität wegen fehlender Mutation nie gegeben hätte. Möglicherweise
haben sie sogar schädliche Auswirkungen, eventuell würden wir ohne sie 200
Jahre alt oder wären doppelt so klug....
Es nützt also nichts, alle technischen Quellen von 'Elektrosmog' abzustellen,
denn es gibt viel zu viele natürliche Quellen die oftmals stärker sind, und
oft ausgeprägter sind (das impulsartige Spektrum von Blitzen überdeckt
fast alle technisch genutzen Frequenzbereiche, die 230V der Steckdose
entspechen gerade mal der Feldstärke von 2 Metern, etc.).
Wer den Test machen will, ob es ihm ohne elektrische Felder und ohne
elektromagnetische Wellen besser oder schlechter geht, der kann sein Leben
in einem faradyschen Käfig (einer Kiste aus Blech) verbringen, denn dort
dringen keine Funkwellen hinein und dort herrscht kein elektrisches Feld.
Als Mensch habe ich dazu keine Lust. Aber viele Tiere mussten schon ihr
ganzes Leben in Käfigen (aus Metall, und damit faradaysche) verbringen.
Das war sicher ein doofes Leben, aber biologisch verbessert (oder
geschadet) hat es ihnen millionenfach erkennbar nicht.
und Leute die nicht daran glauben:
> Ist Gleichstrom oder Wechselstrom gefährlicher ?
Gesetzliche Grenzwerte für potentialfreie offen liegende elektrische Teile:
25V bei Wechselspannung und 60V bei Gleichspannung, es sind aber auch schon
Leute unter extrem ungünstigen Bedingungen an einer 9V Batterie gestorben.
http://www.darwinawards.com/darwin/darwin1999-50.html
Leider macht technisch Gleichstrom bei Schaltern schon ab 40V Probleme wegen
Funkenlöschen, was bei Wechselstrom kein Problem ist.
Von: Andreas Ferber
Der Unterschied liegt in der Physiologie der Muskelzellen begründet.
Eine Muskelzelle wird durch elektrischen Strom zur Kontraktion
angeregt. Dabei löst ein einzelner Impuls nur ein kurze Zuckung der
Muskelzelle aus, ebenso das Einschalten eines lang andauernder
konstanter Strom. Danach erschlafft die Zelle sofort wieder. Wenn
mehrere Impulse kurz aufeinander folgen, erschlafft die Faser nicht
vollständig bevor die nächste Kontraktion beginnt. Je dichter
aufeinanderfolgend die Impulse sind, desto stärker wird die
durchschnittliche Kontraktion der Muskelfaser, bis ab einer gewissen
Schwelle der sogenannte Tetanus eintritt (dann sind die Fasern
vollständig kontrahiert).
Der Punkt, an dem ein Loslassen eines umfassten elektrischen Leiters
nicht mehr möglich ist, nennt man die Loslassstromstärke. Bei der
50Hz-Wechselspannung unseres Stromnetzes liegt sie bei 10-20mA.
Trägt man die Loslassstromstärke gegenüber der Frequenz des Stroms
auf, so erhält man ungefähr den folgenden Verlauf:
Tödlich kann der Wechselstrom sein, weil die oben beschriebenen
Vorgänge natürlich genauso auch beim Herz zu finden sind, daher löst
der Strom u.U. einen Herzstillstand oder Kammerflimmern aus.
Bei reinem Gleichstrom sieht das ganze ein wenig anders aus. Wenn der
Gleichstrom eingeschaltet wird (ob gewollt oder nicht), verkrampfen
die stromdurchflossenen Muskeln einmal kurz und erschlaffen dann
wieder. Häufig führt dies bereits dazu, daß der Kontakt zu der
Spannungsquelle unterbrochen wird, da man durch die Muskelzuckungen
fortgeschleudert wird. Beim Ende des Stromflusses sind auch wieder
Bedingungen gegeben, die zu einer Muskelverkrampfung führen, daher
gibt es beim Abschalten auch noch einmal einen kurzen Krampf. Während
der Strom aber konstant fliesst, ist ein Loslassen unabhängig von der
Stromstärke immer möglich. Beim Gleichstrom hat man von daher nur
Messungen gemacht, ab welcher Stromstärke freiwillige Versuchspersonen
nicht mehr bereit sind, die Krämpfe beim Ein- und Ausschalten
hinzunehmen, und der Versuch daher beendet wurde. Diese Stromstärke
liegt bei ca. 75mA, also bereits deutlich höher als die Loslassstromstärke
beim Wechselstrom.
Reiner Gleichstrom ist aber im Gegensatz zu Wechselstrom i.d.R. nicht
in der Lage, ein Kammerflimmern oder gar einen Herzstillstand zu
verursachen (dies kann nur dann geschehen, wenn das Ein-/Abschalten
des Stroms genau in die sogenannte "vulnerable Phase" des Herzschlags
kurz vor Beginn der Diastole fällt, aber selbst dann ist es relativ
unwahrscheinlich), daher sind tödliche Unfälle mit reinem Gleichstrom
ziemlich unwahrscheinlich (selbst bei höheren Spannungen von mehreren
100V).
Anders sieht es mit technischem Gleichstrom aus, der noch eine gewisse
Welligkeit besitzt. Dieser setzt sich im Prinzip aus einem reinen
Gleichstrom und einem Wechselstrom zusammen, und diese beiden Ströme
kann man im Hinblick auf ihre physiologische Wirkung getrennt
betrachten. Ein aus Wechselspannung durch eine einfache Diode ohne
Glättung gewonnener pulsierender Gleichstrom ist sicherlich nicht
wesentlich weniger gefährlich als der Wechselstrom.
Eine andere Wirkung, die unabhängig von der Art des Stromes immer
auftritt, ist die thermische Wirkung des Stroms. Diese ist jedoch
relativ selten tödlich, nur bei Hochspannungsunfällen ist sie eine
häufige Todesart. Dabei ist zu beachten, daß damit nicht nur äussere
Verbrennungen gemeint sind. Ein Stromopfer kann äusserlich relativ
unverletzt sein, während das Körperinnere regelrecht verkocht ist.
Auch z.B. das bei Hochspannungsunfällen häufig auftretende
Nierenversagen hängt mit diesen Effekten zusammen. Äussere
Verbrennungen entstehen meistens durch Lichtbögen, die vor allem bei
Mittel- und Hochspannungsunfällen häufig entstehen.
Zum Spielen eignen sich mit 1mW (CD-Player) bis 10mW (CD-Brenner) infrarot
strahlende (und damit nur sinnvoll mit einer Videokamera erkennbare)
Laserdioden oder mit 1mW (Laserpointer) bis 25mW (DVD-Brenner) sichtbar rot
strahlende Laserdioden (wobei solche mit 635nm 4 mal heller erscheinen als
solche mit 670nm gleicher Leistung). Aber behandelt die Dioden vorsichtig,
sie gehen durch elektrostatische Entladung in Nanosekunden kaputt (Vor dem
Ausbauen oberhalb der Platine einen blanken Draht ein paar mal um die 3 Pins
wickeln, erst nach dem Einbau wieder entfernen). Ab einem bestimmten Strom
beginnen die Dioden zu leuchten, ab einem höheren Strom zu lasern und bei
noch höherem Strom gehen sie schlagartig kaputt und werden zur teuren LED.
Leider weiss man nicht wie weit man den Strom aufdrehen darf weil die
Herstellungsschwankungen locker 1:5 betragen (schaut mal in so ein Datenblatt).
Wenn man die Diode nicht riskieren will, nimmt man eine Photodiode wie BPW33,
lässt einen Laser gleicher Wellenlänge bekannter Leistung komplett darauf
scheinen und vergleicht den Photostrom mit dem warmgelaufenen einzustellenden
Laser. Echte Laserpowermeter sind kalibriert und vermeiden zusätzlich Streulicht
und Spiegelung. Da kalte und alte Laserdioden in der Leistung nachlassen, haben
alle Laserdioden eine Photodiode eingebaut, mit der man den Strom so regeln
kann, das die Helligkeit gleich bleibt, was auch jeder CD-Player aber nicht
jeder Laserpointer tut. Leider ist auch der Photostrom kein absoluter Messwert,
sondern schwankt je nach Exemplar um 1:4 so das ein Einstellen per
(Selbstbau-)Laserpowermeter nicht zu vermeiden ist. Daher lohnt sich unbedingt
der Kauf von fertigen Lasermodulen mit bereits justierter Regelelektronik,
passender Laserdiode und ordentlich montierter und justierter Linse. Denn der
Laserstrahl ist ohne Optik absolut nicht gebündelt, sondern divergiert um 30
Grad in der horizontalen und 10 Grad in der vertikalen, ist also schlechter
gebündelt als eng abstrahlende LEDs.
Mit einer Linse (wie im CD-Player) kann man ihn fokussieren, will man einen auf
grosser Länge gleichdicken runden Strahl braucht man schon 2 justierbare Linsen,
und die Mechanik bekommt man kaum besser und billiger hin als in fertigen
Modulen. Wenn das aus irgendwelchen hoffentlich wirklich guten Gründen nicht
geht, gibt es die Regelschaltungen auch einzeln überall wo es Laserdioden gibt,
aber wenn man den Strahl schnell ein- und ausschalten (modulieren) will, z.B.
um Daten zu übertragen, braucht man spezielle (eben modulierbare) Lasermodule
bzw. Regelschaltungen. Einen Strahl hoher Qualität (konstante Wellenlänge,
kein Modensprung, hohe Kohärenzlänge, holographietauglich) bieten einige
Laserdioden wenn man die Chiptemperatur per Peltier konstant hält und den Strom
komplett rauschfrei (da ist eine Batterie besser als ein Spannungsregler) durch
die Diode schickt.
Laser(module) gibt es z.B. bei:
Und wer Musik in schlechter Qualität über Lichtleiter senden will nimmt
60-280-49 von http://www.elv.de/ oder aus Funkamateur 4/2008
http://www.sander-electronic.de/bs0006.html, für gute Qualität
wandelt man A/D auf Senderseite und D/A auf Empfängerseite mit klassischen
DigitalAudiochips (Cirrus Logic) und überträgt digital (z.B. im
Standardformat S/P DIF).
Für das von BlueTooth verwendete CVSD (continuously variable slope
delta) Modulations-Verfahren gibt es haufenweise Chips (MC34115, CMX639,
HC55564), ansonsten geht ADPCM noch recht einfach. Zur Datenübertragung
gibt es viele Vorschläge
Der Benzinstand im Auto wird mit Schwimmer gemessen, der über einen Hebel
den Schleifer eines Potis um einige Grad bewegt. Man kann auch einen Draht
(bewusst kein temperaturunabhängiges Konstantan, sondern eher Edelstahl mit
höherem Widerstand) von oben nach unten durch den Tank laufen lassen, ein
mal den Widerstand messen, dann erneut mit hohem Stromfluss messen, da der
Teil im Wasser gekühlt wird, ist die Widerstandserhoehung proportional zum
Wasserstand. Man kann auch einen Drucksensor als hydrostatischen Füllstands-
sensor im Tank versenken, wie http://www.tecson.de/partikel.htm oder oben
im Tankverschluss einen Ultraschallentfernungsmesser drankalten.
Von: Hans-Joachim Koch
Von: Mario Ruetti 1999
(Zusammenfassung des Threads)
Von: Michael Linnemann 1999
Ein konkreter Vorschlag (den ich hier schon ein paar mal breitgetreten
habe...) ist eine kapazitive Sonde. Die besteht aus zwei i.A. zylindrischen
Elektroden (z.B. zwei Kupferrohre unterschiedlichen Durchmessers), von denen
die dünnere in der dickeren steckt, um einen Zylinderkondensator zu bilden.
Beide werden durch Abstandshalter voneinander getrennt und sind zusätzlich
durch Lack isoliert, um genau die evtl. vorhandene Leitfähigkeit des Wassers
etc. aus der Messung rauszuhalten.
Der Trick ist, dass das Wasser in den Zwischenraum zwischen den Elektroden
eindringt und die Kapazität der Anordnung ändert. Man erhält also eine
Parallelschaltung aus einem Zylinderkondensator der Länge l-h (mit l als
Gesamtlänge und h als Fullhöhe) und der Dielektrizitätszahl 1, und einem der
Länge h und der Dielektrizitätszahl 81 (die von Wasser). Und zur Auswertung
Mein Vorschlag wäre: Schau dir Applikationsbeispiele für den 555-Timer an, und
such dir eine Schaltung raus, die mit deinem Sensor (Selbstbau, Ehrensache)
Ausgangsfrequenzen im hörbaren Bereich verspricht. Häng einen Kopfhörer dran
und probier es aus! Ziel auf einen "mittleren" Frequenzbereich (1kHz), denn du
wirst das Ziel womöglich gehörig verfehlen, und dann willst du wissen wo du
gelandet bist. Wenn du so weit bist, dass eine brauchbare Frequenz rauskommt,
kannst du die direkt an deinen Mikrocontroller verfüttern, um die Frequenz zu
messen.
Von: MaWin 1999
Mach's doch so wie alle: Druck messen. Ein Schlauch (unten angeschlossen, nach
oben führend) voller Luft, oben ein fertiger Druckmesser dran. Wenn's billig
sein soll und Schaltstufen reichen, bau eine Druckdose aus einer Waschmaschine
aus.
Von: Oliver Betz 2000
Bei langfristiger Anwendung wird der Schlauch mit der Zeit voller Wasser sein,
denn "ganz dicht" ist schwierig. Deshalb mit einer kleinen (Membran-) Pumpe
wenig (!) Luft in den Schlauch pumpen, so daß unten Bläschen rausblubbern. Das
wird z.B. industriell im Ex-Bereich (Benzintank usw.) eingesetzt.
Von: Rafael Deliano 1999
Oder einfach die Schachtel mit dem Sensor auf Grund senken. Es gibt z.B. von
Siemens (für 75 EUR allerdings) hübsche Piezosensoren mit korrosionsfester
Metallmembran. Könnte man wohl mit einigen ICs als 4-20mA beschalten.
Temperaturempfindlichkeit des Sensors problematisch, wenn der Behälter flach
ist. Dann müsste man den Temperaturfühler auch noch beschalten. Druck ist
nicht so billig wie kapazitiv, macht aber weniger Überraschungen.
Ultraschall gäbs auch noch. Entweder von Grund zur Oberfläche (Flüssigkeit
ist für Ultraschall günstiger als Luft) oder durch Luft von oben zur
Oberfläche (Weniger Probleme mit Korrosion, Dichtigkeit). Man kann sich
jedoch ekelhafte Probleme durch Mehrfachechos von Seitenwänden holen. Zudem
nicht billig und schaltungstechnisch aufwendig. Je niedriger die Frequenz,
je weiter kommt man. Bei 40kHz nur 20m, bei 1kHz gar durch Staub hindurch.
Die Ultraschalllaufzeit ist temperaturabhängig, man muss also kompensieren.
Von: ? 1999
Rad auf Achse lagern und an dieser ein Drehpotentiometer oder einen digitalen
Drehgeber befestigen. über das Rad eine Schnur füren, an welcher ein Schwimmer
und ein Gegengewicht befestigt ist.
> Den Prof angesprochen, dass man sich da nichts vorstellen kann, antwortete der:
Von: Bernd Langmann
Wenn du an eine Leitung eine Spannung anlegst, welcher Strom fliesst dann im
ersten Moment ? Die Spannungsquelle kann ja wegen der endlichen
Ausbreitungsgeschwindgkeit des Lichts nicht wissen, was sich am hinteren
Ende der Leitung befindet. Der Strom wird also zunächst nur durch die
Parameter der Leitung (Induktivität, Kapazität) bestimmt, der
Proportionalitätsfaktor zwischen Spannung und Strom ist der Wellenwiderstand
oder die Impedanz des Kabels. Nun läuft eine Welle mit dem Spannungssprung
durch die Leitung, nicht ganz mit Lichtgeschwindigkeit, etwas langsamer
(Verkürzungsfaktor), bis zum Ende. Je nach Leitungsabschluss wird dann eine
positive oder negative Welle reflektiert (oder keine) und erst wenn das sich
ausgleicht, fliesst der Strom entsprechend "richtig".
Für Hochfrequenzanwendungen wird man versuchen, die rücklaufende Welle zu
vermeiden, indem man den Abschlusswiderstand gleich gross wie die
Leitungsimpedanz macht. Da man sich aber nicht sicher sein kann, das es
keine rücklaufende Welle gibt, muss man auch den Ausgangswiderstand der
Quelle an den Wellenwiderstand es Kabels anpassen, um wenigstens dort die
Reflektion zu unterdrücken.
Früher gab es 60 Ohm Koaxialkabel und 240 Ohm Antennenleitungen, dann hat
man sich aus technischen Gründen im professionallen Bereich, vor allem bei
Sendern, für 50 Ohm entschieden (die Impedanz eines Lambda/4 Stabes mit 4
abwärtsgewandten Lambda/4 Radials als Hf-Ground) damit man maximale Leistung
über das Kabel transportieren kann, und beim Empfang 'zu Hause' für 75 Ohm
(die Impedanz einer Lambda/2 Dipol Antenne, leider mit Balun von symmetrisch
zu asymmetrisch zu transformieren), weil dort die Verluste am niedrigsten
sind, zumindest wenn man Luft als Dielektrikum nutzen würde. Die normalen
2-adrigen Leitungen (Telefon, Klingeldraht, Flachbandleitung) haben um 120
Ohm.
Auch eine Antenne ist nichts anderes als ein Impedanzwandler von den 50 Ohm
des Sendeantennenkabels auf die 377 Ohm des freien Raums. Ein gefalteter
Lambda/2 Dipol hat 300 Ohm und für Fernsehempfang geeignete grosse Bandbreite
und wird oft mit Yagi-Direktoren/Reflektoren versehen.
Von: Oliver Bartels 1999
1. Vor-/Rücklaufende Welle:
Strom kann in beide Richtungen fliessen, und kann auch an beiden Enden eines
Kabels eingespeist werden. Ganz einfaches Beispiel: Wenn ich einen kleinen
Akku an das eine Ende vom Kabel hänge, und eine Birne an das andere Ende,
wird Energie aus dem Akku in die Birne transferiert, sie leuchtet. Ersetze ich
nun die Birne durch ein Ladegerät, so wird der Akku geladen, es fliesst
Energie zurück vom Ladegerät in den Akku. Das ist eine Binsenweisheit, gilt
aber auch für Wechselspannungen und für Hochfrequenz. Die Energie kann in
beide Richtungen fliessen.
2. Wellenwiderstand:
Ein am einen Ende der Leitung angelegtes Signal ist nicht unendlich schnell
am anderen Ende, es braucht seine Zeit. Warum ? Was ist denn das
wesentliche an einem Leiter: Elektronen, die sich in gewissen Grenzen frei
bewegen können (sog. Leitungsband nahe am Valenzband). Nun "schubsen"
die Elektronen sich aber nicht gegenseitig, sondern stossen sich sogar ab,
weil allesamt negativ geladen. Ausserdem sind sie sehr langsam, wer es
nachrechnet, wird feststellen, dass die Dinger bei Gleichstrom sich im
Kupferkabel in der Geschwindigkeitsregion Meter/Minute (sic!) bewegen.
Was da schnell ist (das Einschalten der Lampe dauert keine Minute ...) sind
also nicht die Elektronen, sondern das Feld. Die Elektronen führen nur das
Feld am Leiter, die Energie selber steckt im Feld! Das Feld ist das gleiche
wie das für das Licht, nämlich das elektromagnetische, ergo breitet sich so
eine Welle maximal mit Lichtgeschwindigkeit aus.
Was passiert dabei: Die Ladungsverschiebung baut ein Magnetfeld auf
(das will die Physik so), das sich ändernde Magnetfeld baut wieder ein
elektrisches Feld auf, dass sich anfänglich dem ursprünglichen Feld
entgegenstemmt. Deshalb braucht es etwas länger, bis das Signal sich
ausbreitet. Abhängig vom Dielektrikum des Kabels kann es kürzer oder
länger dauern, bis sich das elektrische Feld aufgebaut hat, weil da u.U. im
Material zwischen den Leitern noch ein paar Elektronen oder gar Moleküle
mit Ihrer trägen Masse verschoben oder gedreht werden wollen (Polarisation).
Man kann diesen Vorgang nun durch ein Modell nachbilden, bei dem ein
Bauteil, dass gerne steigenden Strömen Spannungen entgegenstellt,
nämlich eine Induktivität, mit einem anderen Bauteil, das auch etwas Zeit
braucht, bis es geladen ist (d.h. in ihm sich das Feld aufgebaut hat), nämlich
einem Kondensator, verknüpft. Der Kondensator hängt dabei parallel zu den
Polen der Quelle, die Induktivität davor in Serie. Um das Modell nun genauer
zu machen, hängt man mehrere solcher Teil-Modelle hintereinander und
lässt am Ende deren Zahl gegen unendlich gehen. Dafür muss man
natürlich die Induktivitäts- und Kapazitätswerte durch die Anzahl der
Teilmodelle teilen, und wenn es um unendlich kleine Grössen geht, ist die
Infinitesimalrechnung das Mittel der Wahl.
Und die zeigt nun (hier ohne Nachweis, füllt mehrere Buchseiten), das eine
Quelle dann keine Induktivitäts- oder Kapazitäts- werte mehr sieht (also nur
noch einen realen Widerstand), wenn die Leitung mit einem realen
Widerstand Z abgeschlossen ist, der die Grösse (ohne reale
Widerstandbeläge) Z = sqrt (L'/C') hat. Optimal funktioniert die
Energieübertragung dann, wenn die Quelle den selben Innenwiderstand hat,
man kann aber auch mit Leitungen solche Innenwiderstände transformieren
(sic!).
3. Stehwellen:
(habt Ihr das alle vergessen ;-)
Wenn die Leitung nicht mit einem solchen realen Widerstand abgeschlossen ist,
bleibt irgendwo in der Leitung Energie im Feld stecken (quasi bezahlt und
nicht abgeholt ;-), und die führt zu einem rücklaufenden Strom (Woher weiss
der Strom, in welche Richtung er fliesst: Wie beim Akku, wenn z.B. bei
positiver Spannung Strom in den Pluspol reinfliesst, ist die Quelle keine
Quelle, sondern eine Senke ;-), da wir es aber hier mit Feldern zu tun haben,
gibt es eine rücklaufende Welle. Diese Reflexion findet im Modell an der
Stelle statt, an der sich die Diskontinuität befindet, also an der sich
entweder der Wellenwiderstand ändert (z.B. Stecker!) oder der
Abschlusswiderstand nicht gleich dem Wellenwiderstand ist. Auch dieses Signal
braucht wieder seine Zeit zurück bis zur Quelle.
Bei richtiger HF (also nicht zittrigem Gleichstrom ;-) hat aber in der Zeit,
in der der Strom einmal über das Kabel läuft, dieser schon einige Mal seine
Richtung geändert, d.h. die Wellenlänge ist kurz gegenüber der Kabellänge.
Jetzt wird klar, warum das Kabel in Teilstücken gerechnet werden muss: An
jeder Stelle ist eine andere Spannung vorhanden und eine andere Stromrichtung!
Das Modell erlaubt es nun, die vor- und rücklaufenden Wellen zu addieren (d.h.
Spannungen werden addiert, Ströme subtrahiert, laüft auf sogenannte
Bilineartransformationen hinaus), das Ergebnis ist eine Interferenz dieser
Wellen, die Stehwellen erzeugt. D.h. es gibt Stellen auf der Leitung, bei
denen in Summe keine Spannung zu sehen ist, und solche, bei denen die
doppelte Spannung zu sehen ist (Genauer muss man das eigentlich auch mit den
Strömen rechnen, deshalb nimmt man normierte Wellen, weil beides bei HF
so schlecht zu messen ist, das führt dann zu den s-Parametern und zu einem
sündteuren Messgerät namens Networkanalyser. Billiger gehts mit der SWR-
Messbrücke, die aber wieder nur die Hälfte anzeigt, die Phaseninfo fehlt ...).
Diese Stehwellen führen im günstigsten Fall zu merkwürdigen Effekten, im
ungünstigsten Fall können sich so hohe Spannungen aufbauen, dass sich die
Quelle auf französisch verabschiedet und den Reparaturetat belastet. Letzeres
passiert gerne bei leistungsstarken Sendern, wenn z.B. ein Windstoss die
Antenne "klaut" ...
4. Videosignal/75 Ohm Abschluss:
Wo diese Minima und Maxima liegen, ist frequenzabhängig. Und genau da liegt
das Problem für das Videosignal: Eine schlecht angepasste Leitung beeinflusst
das Videosignal in einer frequenzabhängigen Art und Weise, insbesondere bei
hohen Frequenzanteilen (karierte Kleidung, kleine Schrift usw.)
Bei kurzen Kabeldistanzen würde das noch nicht viel ausmachen, bei langen
Distanzen (3MHz entsprechen ca. 100m, 30MHz 10m Wellenlänge in Luft, aber
verkürzt, da Kabel langsamer, um gut einen Faktor zwei bis drei (ungefähr
sqrt(eps_r) für mu_r~=1), also bei einem Monitorkabel mit 100MHz nur noch z.B.
1m für eine komplette Welle mit beiden Polaritäten!). Man sieht, dass die
Problematik bei Fernseh-Video noch nicht so gross ist, hingegen bei
Computermonitoren je nach Zusammensetzung des Bildes bei schlechter Anpassung
die schönsten Muster entstehen können, je nach Bild und Länge des Kabels!
5. Audio:
Bei Audio bringt das nichts, weil die Wellenlänge im km-Bereich liegt und
zudem der reale Widerstand des Kabels im Modell signifikant wird
(Z=sqrt((R'+i omega L')/(G'+i omega C') mit realen Belägen, da omega klein,
wird R' signifikant, das mögen sich die HiFi-Kabel-Fritzen hinter die Ohren
schreiben).
6. Merkregel, Buchempfehlung:
a.) Der Leitungswellenwiderstand ist das Verhältnis einer einzigen, in positiver
Leitungsrichtung laufenden Spannungswelle zur damit verbundenen Stromwelle.
b.) Die Merkregel zu a.) stammt aus Hoffmann, Hochfrequenztechnik, Springer
Verlag (ISBN 3-540-61667-5, auch wenn die ISBN nicht streng wissenschaftlich
ist ;-)
7. Genauigkeit von Modellen:
Dieses Modell bedingt, dass die Leitung sich in etwa durch solche Teilstücke
simulieren lässt. Das ist nicht selbstverständlich, weil Spulen Magnetfelder
erzeugen, die auf andere Spulen wirken können und das auch tun (siehe Trafo),
gleiches gilt für das elektrische Feld von Kondensatoren. Solange wie das
modellierte Kabel halbwegs homogen ist, funktioniert das Modell aber ganz
gut.
Andernfalls wird es sehr kompliziert, man muss dann eine echte 3D
Feldberechnung anhand der (von Oliver Heaviside in die uns heute bekannte
Form überführten) Maxwellschen Gleichungen durchführen, das geht mit FEM,
FMM oder FDTD Simulatoren, die komplex zu bedienen und zumeist nicht
ganz billig sind. Die Maxwellschen Gleichungen sind nette partielle
Differentialgleichungen mit ersten Ableitungen von allen Feldkomponenten
jeweils nach allen Raumdimensionen und der Zeit, ineinandergeschachtelt gibt
das zweite Ableitungen und die MW-Gleichungen sind, ausser für einfache Fälle
(Transversalwellen, einfachste Antennen und Kabel etc.) analytisch nicht
lösbar. Selbst für eine schnöde Leiterbahn gibt es nur Schätzformeln, die
sich rein von ihrer Grösse und Komplexität "gewaschen" haben.
Die Simulation ist aber nötig, weil solche inhomogenen Kabel auch Filter aller
Art (eben Leitungsbauteile), aber auch Zirkulatoren oder Antennen sein können,
ganz lustig wird es, wenn dann auch noch dielektrische Materialien mit
seltsamen Eigenschaften dazukommen (geht hin bis zum magnetisch abstimmbaren
YIG-Oszillator).
Von: Oliver Betz 2000
Die Newsgroup zum Thema: news:de.etc.beruf.selbstaendig
> Von der Idee zum Produkt
Ihr habt eine Schaltungsidee, und sogar schon einen Prototypen aufgebaut ?
Ihr glaubt, das sich das als Produkt verkaufen lässt ? Nur zu, aber es gibt
eine Menge Hürden, die für die etablierten Firmen alle kein Problem sind,
nicht zuletzt die Handwerkskammern, für die so was in den Bereich
"Elektrotechnisches Handwerk" fällt und die dazu einen Meistertitel oder
Ingenieur sehen wollen, wenn man was von "Inbetriebnahme", "Installation",
"Reparatur" auf die Gewerbeanmeldung geschrieben hat statt "entwickeln",
"herstellen", "vertreiben" wofür die IHK zuständig wäre, produzieren geht
immer im Rahmen eines Hilfsbetriebes.
DARF das Produkt verkauft werden ? Verstösst es gegen keine Patente und hält
es die Vorschriften ein und ist es im Sinne der Produkthaftung unbedenklich ?
Das ist schon schwer zu prüfen, aber ein batteriebetriebenes Gadget ohne
spitze Kanten kann höchstens nicht-funktionieren. Nach IEC61508 und 61511 ist
für Geräte, die höchstens leichte Verletzung einer Person bzw. kleinere
schädliche Umwelteinflüsse verursachen können, keine SIL-klassifizierten
Teile verwenden werden. Bei netzbetriebenen Schaltungen sollte man die 230V~
im Steckernetzteil lassen, so lange dieses möglich ist, das erspart eine
Menge Probleme. Sobald etwas funkt, an die Telefonleitung oder im Auto
eingebaut wird, werden die Vorschriften zur Wissenschaft.
KANN das Produkt sinnvoll hergestellt werden ? Manch einer hat eine Idee, die
sich dann aber als zu teuer in der Fertigung herausstellt. Massenproduktion
senkt die Herstellungskosten immens, aber die Investitionen sind auch nicht
ohne. Und die meisten wollen garantierte Abnahmemengen, bevor sie sich auf
gute Preise einlassen. Diese Garantie darf man natürlich nie geben. Ein
kommerzielles Produkt benötigt ein ordentliches Plastikgehäuse
(Spritzgussform ohne Einleger kostet so um 3000 EUR, mit 2 Einlegern, z.B.
Messinggewindebuchsen schon 5000 EUR), eine bestückte gedruckte Leiterplatte,
ein gedrucktes Manual und einen ordentlichen Karton, ein CE-Bapperl und eine
EAN-Nummer, und bei all den Dingen muss man 1000, besser 5000 Stück auf ein
Mal abnehmen, damit die Preise interessant werden. Handarbeit ist bei
geringen Stückzahlen gar nicht mal so teuer, ihr glaubt nicht wie schnell man
100 Platinen bestückt, in ein Gehäuse eingebaut, in einen Karton gesteckt, in
Folie eingeschweisst und auf eine Palette gestapelt hat, man braucht dazu mit
Übung nur 1 Tag und ein Tauchlötbad mit Drahtabschneider. Bei Handbestückung
werden bei passender Arbeitsumgebung bloss 3 Sekunden pro Bauteil angesetzt.
Ihr könnt also selbst ausrechnen, wie viel Gewinn bei 'nur 3,5 cent/Bauteil'
dem Bestücker bleibt. Für SMD Hühnerfutter sind 0,5 cent reichlich, das wird
schliesslich automatisch platziert. In China fällt ein DVD-Player für 7 Euro
mit Verpackung vom Band.
KENNST du die nötigen Leute ? Wer nicht schon Abnehmer und Lieferanten
kennt, bekommt schlechtere Konditionen oder gar keinen Fuss in die Tür. Nicht
umsonst lebt dieses Land von Beziehungen und Bestechungen. Und das ist
auch kein Wunder, denn wenn du dir selbst überlegst, mit wem du Geschäfte
machen möchtest, denkst du auch zunächst an Freunde und Bekannte, obwohl
du weisst, das die nicht unbedingt die Allerbilligsten oder Allerbesten sind,
aber man weiss bei ihnen wenigstens, was man hat, und hofft, nicht total
beschissen zu werden.
WIRD das Produkt den Kunden erreichen ? Herstellen alleine genügt nicht, das
Produkt muss auch an den Mann gebracht werden, und ihr ahnt nicht, wie
schwer es ist, einen Karton in die Regale grosser Handelsketten zu bekommen.
Ohne Bestechung (aka Regalfläche mieten) geht da eigentlich gar nichts.
Glücklicherweise ist der Vertrieb seit dem Online Shop im Internet wesentlich
einfacher geworden, aber manche Produkte müssen halt im Einzelhandel unter
die Leute gebracht werden. Und Werbung ist noch ein ganz anderes Kapitel.
Einfacher ist es, wenn man Zulieferer ist, und man den Abnehmer schon kennt,
dafür verdient man dabei auch weniger weil man vom Abnehmer abhängig ist.
HÄLT das Produkt, was es verspricht ? Ausfälle und Reklamationen sind teuer.
So lange sie nur am Gewinn zehren, geht das noch, aber es kann anfangen, mehr
Geld zu kosten, als die ganze Sache ursprünglich eingebracht hat. Erst Recht,
wenn Anwälte und Gerichte ins Spiel kommen. Warum stecken in vielen
kommerziellen Geräten mehr Bauteile, als in der Application Note des
Herstellers ? Warum werden bestimmte Bauteile verbaut, andere (bessere,
billigere) aber nicht ? Das hat meist etwas mit der Erfahrung der anderen
Anbieter zu tun. Sie ergänzen die Schaltung, damit sie zuverlässig
funktioniert, sie meiden Bauteile, die für Ausfälle oder Beschaffungsprobleme
bekannt sind. All das weisst du nicht. Insofern lohnt es sich immer, ein
ähnlich geartetes Gerät der Konkurrenz zu kaufen, und die darin verwendeten
Bauteile und Methoden zu übernehmen, solange nichts dagegen spricht.
Patente stören weniger als man denkt, denn die meisten Schaltungstricks sind
schon alt und die Patente lange lange ausgelaufen. Bekommt man Ärger, lohnen
sich eigene Patente, die man zum Tausch anbieten kann. Das ist letztlich auch
der einzige Anwendungszweck für ein eigenes Patent, denn zum Schutz vor
Konkurrenten sind die eigentlich untauglich: Die Anmeldung ist ohne 5000 EUR
Patentanwalt unmöglich, 18 Jahre Gebühren kosten ebenso viel, aber wenn man
sich die Kosten der 3 Gerichtsverfahren zum Streitwert nicht leisten kann,
muss man das Patent erst gar nicht anmelden.
Sollte ein Unternehmensberater also lediglich auf die steuerlichen Aspekte
eingehen, schmeisst ihn gleich wieder raus. Denkt allerdings als Freiberufler
an die Betriebshaftpflicht, denn ohne GmbH seid ihr voll haftbar, nicht nur
bei Vorsatz (dann hilft auch keine Haftpflicht). Und eine 1 Mio Versicherung
kostet locker 1500 EUR im Jahr.
Von: Rafael Deliano 1999
> Gefühl für Elektronik-Preise
Dass man sich alle Fakten nicht aus dem Finger saugen kann ist klar, aber auf
Gefühl sollte man sich nicht verlassen.
> Automobilbereich
Immer im Auge behalten, dass "einfache" Schaltungen, dort nicht mehr einfach
sind. Die Teile sollen erweiterten Temperaturbereich haben (nicht immer
billig, nicht immer handelsüblich), die Aufbauten sollen vibrationsfest,
korrosionsfest sein. Es gibt spezielle EMV-Anforderungen für Abstrahlung, seit
sie ABS, Funktelefone usw. haben. Das Bordnetz ist bekannt schmutzig, man
muss also auch störfest sein. Alles in der Entwicklungsphase raussuchen,
Liefersperre vom Kunden während der Fertigungsphase kann für kleine Firmen
der Ruin sein. Pfuschen ist für Grossfirmen eben leichter. Kunden habe ferner
scharfe Stichprobenprüfungspläne. Einige Nieten können zu Rücksendungen
ganzer Lieferungen führen (= Lieferausfall, teuer). D.h. kosteneffektive und
gute Testbarkeit berücksichtigen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei hohen
Stückzahlen Ausfälle durch Bauteilstreuung oder Lötfehler nicht mehr durch
Reparatur so nebenbei zu beheben sind, es sind dann einfach zu viele Boards
die man bearbeiten müsste. Niemand kann im Prüffeld eine chinesische Armee
aufbauen um solche Fehler zu suchen und wem nicht klar ist, warum man die
Baugruppen nicht wegwerfen kann, dem kann ich das gerne separat erläutern.
Also Optimierung von Schaltung und Layout dahingehend frühzeitig ernsthaft
betreiben.
> Stückzahlen 1...3 Mio/a.
Real oder Vertriebsprognose ? Meine Erfahrung: Inschinöre schätzen um Faktor
2, echte Vertriebsleute um Faktor 4 - 10 zu hoch, wenns um zu erwartende
Stückzahlen für ein Produkt geht, das die Firma bisher nicht produziert hat.
> Aber wie bekommt man die zu erwartenden Preise in den Griff?
- Im Rechner der Distributoren stehen bekanntlich Preise bis 100 St als
Listenpreise. Oberhalb 1k wirds recht schnell Verhandlungssache. Wobei der
Kunde die besten Karten hat, der über längere Jahre hohe Stückzahlen bei dem
Distributor gekauft hat. D.h. ein neues, unbekanntes Unternehmen kriegt hohe
Preise genannt, kalkuliert dementsprechend teuer, fliegt bei Ausschreibung
sofort raus.
- Da der Wechselkurs oft in den Preis eingeht (Distributor fragen, wie er
abrechnet), kann es interessant sein Wechselkurse über die Jahre bezüglich
bestimmter Währungen zu beobachten. Von Katastrofen abgesehen, gibt es immer
Trends die ein paar Jahre halten. Man hat schliesslich die freie Wahl, ob man
als Controller einen Japaner oder Amerikaner einbaut.
- Lieferfähigkeit ist während der Produktionsphase wichtiger als der Preis
(sieht jeder erst ein wenn's zu spät ist). Manche Mengen kann man nicht vom
Lager der verschiedenen Distributoren zusammentelefonieren. Auch mündliche
Zusagen der Distributoren über Lieferfähigkeit sind wertlos, nach einem
halben Jahr erinnert sich da niemand mehr dran. Aber andererseits will
niemand langfristige Lieferverträge mit Distributoren abschliessen. Wenn die
Fertigung schleppend hochfährt, oder die Stückzahlprognose zu hoch lag oder
die ewig fleissigen Entwickler das Teil schon wieder rausdesigned haben kriegt
man Teile die man nicht braucht und soll sie zahlen. Die Lieferverträge decken
manchmal das Währungsrisiko ab, hängt aber oft ab was im Detail vereinbart
wurde.
Wenn man sich ohne langfristige Verträge bei Halbleitern durchmogeln muss:
- second source verfügbar ? Heute oft kaum noch möglich das zu
berücksichtigen. Upgrades funktioniert oft noch: d.h. OP mit Standardpinning
immer durch anderen, besseren ersetzbar.
- Reputation des Bauteilherstellers bezüglich Lieferfähigkeit beachten. Einige
sind berüchtigt: Motorola, Maxim ...
- Unbekannte Hersteller die über Preis in einen Markt eindringen wollen, aber
praktisch noch nichts fertigen oder verkaufen sind auch verdächtig. Sie gehen
so schnell wie sie kommen.
- Bei Distributoren anfragen welche Stückzahlen er ab Lager liefern könnte.
Hohe verfügbare Menge deutet auf viele design-ins hin und das Teil sollte damit
gängig sein.
- Zu alte oder zu neue Teile meiden. Alte, exotische Teile (vor 1990) werden
oft abgekündigt, weil der Hersteller die Fertigungslinie abbaut. Bei neuen
Teilen sammelt er oft schon Bestellung, kriegt die Fertigung aber nicht so
schnell hoch wie er meint. Rückstau zwangsläufig, kleinster Kunde hat
geringste Priorität.
Für kleine Firmen sind die hohen Stückzahlen oft eher eine Einladung sich das
Genick zu brechen, als eine lukrative Gelegenheit.
Von: Rafael Deliano 1999
>> Lieferfähigkeit ... wichtiger als der Preis
Man kann auch sagen warum: wenn geliefert wird, kommt Zahlung rein. Ob das
Produkt statt ein wenig Gewinn, ein wenig Miese macht, merkt man selbst oft
erst beim Nachrechnen. Die Bank jedenfalls merkt nichts. Wenn jedoch wegen
Lieferunfähigkeit keine Zahlung kommt, wird die Bank nervös und knipst einem
oft vorschnell das Licht aus.
>> (ca. 1 kB ROM, ca. 200 Byte RAM)
Ein derartiger Controller (20 Pins) wie der 68HC707J1A kostet bei 1k als OTP
nur noch 1.20 EUR. Die Variante KJ1A (16 Pin) als OTP bei 1k -.80 EUR ist bei
grösseren Stückzahlen (500k) unter -.45 EUR. (Das sind Preise die Future mal
veröffentlichte) ROMs sind nochmal billiger, aber die Stückzahlen ab denen sie
der Hersteller annimmt sind dementsprechend hoch. Offensichtlich sind Typen
wo man die Fertigung mit OTPs hochfahren kann und erst wenn alles stabil ist
auf ROM wechselt empfehlenswert.
> kundenspezifischen ASIC
Wie oben gesehen ist gegen Standardcontroller vom Preis nicht viel zu holen.
CPLDs sind teuer und brauchen viel Strom, Gate Arrays sind nicht so
änderungsfreudig wie Software und es dauert oft Monate bis die Samples kommen.
Ich hab vor 10 Jahren mal ein kleines gemacht: 50% der Zeit ging drauf das
Programm für den Tester zu schreiben ...
5 Punkte gäb's noch um am Preis für hohe Stückzahlen zu bohren:
- Für simple Anwendungen ist 8 Bit oft überdimensioniert. 4 Bit CPUs werden
speziell für Preiskriege immer noch gemacht. Hauptsächlich Japaner. Aber z.B.
in Deutschland (Eching/Heilbronn Fertigung in Frankreich) MARC4 von
Atmel/Temic. Einige Teile auch OTPs. Einsatz z.B. mit Transpondern in
KFZ-Schliessanlagen (Temic gehörte mal Daimler-Benz). Wenn man beim
Distributor fragt, wird man meist abgewimmelt. Besagt aber nichts, die Teile
werden hauptsächlich für einen Kundenkreis, der nicht bei Distributor kauft,
gefertigt. Besser direkt beim Hersteller bohren.
- bipolare Analogschaltungen kann man mit Zetex als "analoge" GateArrays
fertigen, braucht allerdings Stückzahlen (10k/Jahr ?). Auf dem Chip sind NPN,
(lausige) PNP, Widerstände, kleine Kondensatoren. Man zahlt nur eine
Metallisierungsmaske. Die Standard-ICs die Zetex selbst anbietet basieren alle
auf diesen vorgefertigten Arrays. War bei vielen Produkten von Ferranti und
Exar genauso. Hat den Vorteil, dass die Parameterstreuung ständig kontrolliert
wird und das Ausgangsprodukt billig ist. Zum Entwickeln gibts DIL-IC-Kits die
die Transistoren enthalten. So kann man Breadboards aufbauen. Ferner gibts die
Transistordaten in PSPICE-Format, man kann also auch MonteCarlo-Analyse
machen (konnt man bei Ferranti damals noch nicht).
- Leiterplatten aus Fernost in FR1/FR2 und einlagig sind billiger. Die Sorte
wird in Deutschland zwar kaum noch produziert, aber immer noch von vielen
Firmen bei preiskritischen Produkten verwendet. Technisch ist es nötig das
Layout (Leiterbahnbreite, Lötaugendurchmesser) sorgfaltig abzustimmen, wegen
der schlechteren Haftfestigkeit des Kupfers. Man kriegt auch einfache
SMD-Schaltungen drauf. Als Material gibt es die "echten schlechten" braunen
aus Fernost, aber auch das gelbliche, plastikartige FR3-Material das z.B. auch
für Posttelefone eingesetzt werden durfte und in Europa noch produziert wird.
Vorher abklären wie es in der Anwendung um Anforderung an Flammschutz,
Aufquellen bei Feuchtigkeit, mechanischer Festigkeit aussieht. Bei grossen
Boards (Netzteilen) verzieht sich FR1 beim Schwallen oft unschön oder hängt
bei Trafos durch.
Wenn man weiches Leiterplattenmaterial hat, muss man die Boards auch nicht
mehr bohren sondern kann Stanzwerkzeug (allerdings grösserer Lochdurchmesser)
machen, was bei hohen Stückzahlen sinnvoll sein kann.
- Lieber mehr als weniger herumtelefonieren, wenn Teile teuer und der Markt
uneinheitlich ist. Trifft besonders für elektromechanische Teile und ähnliche
Exoten zu. Ich brauchte unlängst einen 600:600 Ohm Übertrager ohne weitere
Anforderungen. Erste Anruf an Haufe/Deutschland: die wollten 5 EUR. Weiter
zu Consar, der amerikanische Trafos für Modems führt. Kompakte Teile, guter
Qualität aus automatischer Fertigung, aber etwa 2 EUR. Verwendet wurde dann
ein Teil aus Fernost das etwas über -.50 EUR kostet. Es ist keine Augenweide,
funktioniert aber auch.
- Versuchen Probleme prinzipiell anders anzugehen, insbesondere in Software zu
verlagern. Ich habe hier eine Leiterplatte mit einem kleinen Controller und
einem bipolaren analogen Freisprech-IC (4 EUR) das zusätzlich einen Schwung
kleiner Aluelkos benötigt. Da der Controller abgekündigt wurde, kommt ein
etwas grösserer rein der zusätzlich A/D-Wandler und mehr Pins hat. Alles nicht
benötigt, aber der Typ ist die preiswerteste Alternative in der Familie.
Gleichzeitig werde ich versuchen das Freisprech-IC durch einen Analogschalter
4066 (0,10 EUR) zu ersetzen und den Controller die Schalterei machen zu lassen.
Er kann sich durch die A/D-Wandler den Pegel in beiden Kanälen bestimmen und
tut während des Sprechens ohnehin sonst nichts.
> "Entwickeln" kann man ja eigentlich nicht sagen, da das ja eh nur
Manch einer denkt, daß Seriengeräte nur nachgebaute ApplicationNotes sind.
Für industrielle Anwendung ist servicefreie Lebensdauer, also verbesserter
Blitzschutz interessant.
die analoge Beschaltung kann oft deutliche Auswirkung auf die Fehlerhäufigkeit
BER haben. Eher bei höheren Geschwindigkeiten ein Problem.
die analogen Telefonnetze in Europa sind nicht sonderlich kompatibel und daß es
Zulassungstests besteht bedeutet nicht, daß es in der Praxis dann auch überall
funktioniert. Z.B. innerhalb Nebenstellenanlagen.
einige (Modem-)Chipsätze hatten Macken. Rockwell z.B. manchmal nur
Verbindungsaufbau zwischen Rockwell-Chips aber nicht zu anderen Modems.
Auch der automatische Wechsel zwischen Geschwindigkeiten im Betrieb war
früher oft problematisch.
D.h. "jeder" kann zwar ein bischen ein Modem bauen, aber nur spezialisierte
Firmen mit KnowHow und geeigneten Meßgeräten können Produkte basteln die
marktfähig sind. Ist in den meisten Branchen so.
Wer beim Aufkleben des CE-Bapperls Skrupel hat, ist als Unternehmer charakterlich
ungeeignet.
Jedes in Europa verkaufte Gerät muss den in seinem Bereich geltenden
Richtlinien und Gesetzen folgen, und das bringt der Hersteller oder Importeur
durch Aufkleben des CE-Zeichen zum Ausdruck. Klagen können Wettbewerber, wenn
sie herausfinden, daß das Gerät gegen eine Vorschrift verstösst. Man sollte
also die für einen geltenden Vorschriften kennen und im Zweifel messen ob die
eigenen Geräte sie einhalten, sonst kann man böse Überraschungen erleben. Wer
nach Amerika liefern will, muss eine Zulassung der Underwriter Laborytories UL
haben.
Für in KFZ eingebaute (inkl. Autoradio excl. in Zigarettenanzünder gesteckte)
Geräte braucht man die e-Typgenehmigung nach 72/245 EG (aktueller
Änderungsstand 2006/28 EG) bzw. die E-Typgenehmigung nach ECE R10, sie
unterliegen dafür im Gegenzug nicht der WEEE. E1 kommt aus Deutschland, E13
aus Luxenburg ist oft preiswerter zu bekommen und hier auch gültig.
Nach Anfangsbewertung deines Unternehmens durch das Kraftfahrbundesamt, bei
der eine Zertifizierung nach ISO 9000 ff. hilfreich ist, gehst du mit deinem
Equipment zu einem vom KBA zertifizierten Prüflabor, das Dich berät, ein
Gutachten erstellt, und den Antrag zur Typgenehmigung beim KBA einreicht.
Das KBA erteilt dann nach Prüfung der Unterlagen gegen Gebühr 522,00 € die
Typgenehmigungsnummer. Gelegentlich wird deine Fertigung vom KBA Dresden
gemäß 70/156/EWG, Anhang X, geprüft.
In explosionsgefährdeten Bereichen brauchen Geräte eine ATEX (EEx Zone 0, 1,
2, 22) Zulassung:
Ab März 2006 muss Elektronikschrott von den Herstellern zurückgenommen und
entsorgt werden. Europaweit http://www.weee-forum.org/members_list.htm und in
Deutschland ist die http://www.stiftung-ear.de/ zuständig. Für kleine
Hersteller ergibt das viele Fragen, gerade wenn sie viele unterschiedliche
nicht direkt vom Endverbraucher einzusetzende aber in ganz Europa direkt
bestellbare Sachen produzieren, wie z.B. uC-Entwicklungsboards. Präventiv
kann man schon mal alle Geräte gleich machen, in dem man sie mit einem
übergeordneten Begriff versieht (statt ARM-Developer, PIC-Master etc. einfach
uCDevelop for ARM, uCDevelop for PIC). Eine gute Darstellung findet sich hier:
Die Gegenseite liefert solches hanebüchenes:
Die möglichen Kosten sind immens und übersteigen den mit dem Verkauf zu
erzielenden Gewinn bei Weitem. Auch wer wenig produziert, bekommt eventuell
grosse Mengen an Elektronikschrott zur Entsorgung aufgedrückt. Zur Entsorgung
können sich viele Kleinanbieter zusammenschliessen, die Anmeldung muss jedoch
jeder selbst durchführen und bezahlen. So lange er es nur in andere EU-Länder
verschickt, reicht eine Anmeldung in Deutschland, kommt es im anderen Land
aber unter einem anderen Namen von einem lokalen Vertretung, muss es dort
gemeldet werden. Wenn man bedenkt, das in das System auch hundertausende
Tonnen von Altgeräten einfliessen, sollten kleine Hersteller gar keine Rolle
spielen und ausgenommen werden. Betrachtet man die Anmeldungen bei EAR, sieht
es so aus, als ob die meisten Importeure sich nicht anmelden. So lange man
seinen Produkten keine Namen gibt, sondern sie nur an andere Leute verkauft,
die ihren Namen draufstempeln bevor die Geräte an Endanweder gehen, ist man
als OEM nicht vom EAR betroffen. Eventuell muss man die VerpackV beachten,
die gegenüber dem ElektoG mit 27 Seiten recht harmlos ist und mit 20 EUR
erledigt werden kann. Wer Batterien (von der Knopfzelle bis zum Bleiakku)
in Deutschland erstmals in verkehr bringt (also herstellt oder importiert),
der muss sich beim Umweltbundesamt registrieren und ein Mülltonnen-Zeichen
auf seinen Produkten anbringen.
Bausätze werden wie die sich daraus ergebenden Geräte behandelt.
Bei Kleinmengen unter 30kg bzw. 300kg/Jahr reicht inzwischen die Anmeldegebühr
von 200 EUR. Vermutlich sind allerdings die von der EAR in Rechnung gestellten
Kosten nach Az. AN 11 K 08.01161 vom 29.10.2008 rechtswidrig, also immer
Einspruch einlegen damit man ggf. zurückerstattet bekommt.
Die RoHS Richtlinie verbietet die Verwendung von Bleilegierungen als Lot in
Consumer-Geräten (Medzintechnik und Fernmeldetechnik ist teilweise
ausgenommen)und man hört von bis 3mm langen Zinn-Nadeln (Tin-Whiskers) die
Probleme bei Verwendung von Reinzinn vor allem an nicht-verlöteten
Bauteilanschlüssen verursachen:
Derzeit wird behauptet, daß die immense Ausfallsquote bei Microsofts XBox360
von über 30% mit Schäden von über 1 Milliarde Dollar auf bleifreies Lot an
wärmebelastetem BGA zurückzuführen ist. Auch der Ausfall des LHC soll auf
bleifreies Lot zurückzuführen sein. Man kann das unterschiedlich bewerten,
da aber RoHS in Japan eingeführt wurde auch mit dem Ziel, nicht-RoHS-konforme
Importe verhindern zu können, ist das ein voller Sieg von Sony. RoHS hat es
geschafft, einen ausländischen Konkurrenten zu schaden.
Bei Jägern, die jährlich 3000-4000 Tonnen Blei allein in Deutschland verpusten,
hat man das Bleiverbot wieder gekippt:
Die Firmen selbst müssen ihre elektrischen Einrichtungen auch prüfen oder
prüfen lassen nach BGV A3 (VDE702), was unter 5 EUR pro Gerät kosten sollte,
und das muss dokumentiert werden damit Versicherungsschutz besteht, sollte
von dem Gerät ein Schadensfall ausgehen.
Von: MaWin 4.7.2000
> Wie lädt man Akkus wieder auf ?
In Nickel-Cadmium (NiCd) und Nickel-Metallhydrid (NiMH) Akkus kann man einfach
14 Stunden lang einen Strom hineinschicken, dessen Mittelwert einem Zehntel der
Kapazität entspricht, also z.B. einen 700mAh Akku mit 70mA aufladen. Das tun
die ganzen Billigladegeräte, bei denen der spezielle Trafo gleich die
Strombegrenzung übernimmt (Prinzip Klingeltrafo) und die man nach 14 Stunden
abklemmen soll.
Achtung: Es lohnt sich, bei gekauften Ladegeräten mal den mittleren Ladestrom
bei halbvollem Akku (1.2V/Zelle) mit einem einfachen Analoginstrument oder
Digitalinstrument nachzumessen. Der Strom liegt meist so weit vom Sollwert
entfernt, das man die aufgedruckte Ladezeit entsprechend korrigieren sollte.
Manche Akkus sind mit höherem Strom auch in 4 Stunden schnellladefähig.
Am Fahrrad tun es 5 NiCd-Zellen (6V) hinter einem Brü
F.6.1. Durchkontaktieren
F.6.2. Silberleitlack
F.6.3. Lötstoplack
> ich nur milchig-weisses Epoxy Basismaterial ?
F.6.4. Layout
> Einrichtung, einmalig : 90 EUR (bei Folgeauftrag 45 EUR)
> Fertigung : 14,60 Material : 2,70 (im wesentlichen Hühnerfutter und ein paar OP07)
> Für die Bestückung der 16 Leiterplatten haben wir am Ende
> 460 EUR plus MwSt bezahlt. Das bleibt ein Stück unter den
> von Dir genannten Beträgen.
+---------------+
| |
X Z
| |
+------Y--------+
kann eine andere Leitungsführung mit viel weniger umschlossener Fläche viel
bewirken. Die geringere Induktivität verringert auch die Störausstrahlung und
Störempfindlichkeit (EMV).
+-+ +-+
X | | Z
| +-----------+ |
+------Y--------+
Masseflächen sind gut, aber unter grossen Bauelementen (Spulen) vergrössern
sie die Streukapazität.
Silber 0,016 Ohm mm^2/m
Kupfer 0,0179
Lötzinn Sn60Pb38Cu2 0,086
Lötzinn Sn60Pb40 0,2
> den Schutzleiteranschluss mit dem GND (0V) des entsprechenden Gerätes
> direkt (z.B. über Jumper) verbinden?
F.6.5. Folienleiter
F.7. Microcontroller
> Es sollen ca. 4 analoge und 3 digitale Sensoren, mit wenigen externen
> Bauelementen angeschlossen werden.
> Es müssen mindestens 4 analoge Ausgänge vorhanden sein.
> Ich habe mir das 'C-Control' von CONRAD (Seite 76) angeschaut
> Kennt jemand ein vergleichbares Gerät ?
> PS. Sollte nicht grösser als eine Zigarettenschachtel sein . . . .
> mitzuteilen?
> Dazu steht irgendwie nichts im Datenblatt des Microcontrollers...
> Controller 1 an XIN von Controller 2, aber es schwingt nicht.
> Gibt es eine zuverlässige Lösung ?
> wie richtige Prozessoren (Pentium & Co.) ?
F.7.1. Atmel AVR Controller
> aber lieber in C weitermachen. Dazu habe ich mich schon im Netz umgeschaut,
> aber eigentlich hat mir nur das Programm von Imagecraft richtig gut gefallen,
> naja bis auf den Preis halt :) Gibt es denn keine vergleichbare Software
> die (kostenlos)/preiswerter ist ?
> nicht.
> nach dem Anlegen der Betriebsspannung nicht anschwingt ?
F.7.2. Microchip PIC
> PIC16F84 ersetzen ?
> Nullen auskesen ?
F.7.3. Intel 8051 kompatible
> Er reagiert gar nicht und liefert immer 0xFF. Andere AT89S8252 gehen.
> Nein, mein Rechner ist nicht zu schnell für PonyProg.
> d.h. nur eine solche 'Programmdatei' lässt sich ohne Fehlermeldung brennen.
> 8051er, damit das interne EEPROM nicht versehentlich überschrieben wird ?
F.7.4. EPROMs / GALs programmieren
F.7.5. EPROMs löschen
F.7.6. Massenspeicher an Mikrocontrollern
> an meinen Microcontroller an ?
F.7.7. Flash-EEPROMs
F.7.8. A/D - D/A Wandler
> einfache Anwendungen zu empfehlen ?
--+
Q0|--10k--+---------|+\ TLC271 oder so an 12V oder mehr
| 5k | >-+-- ergibt 0-10V Ausgang
Q1|--10k--+ +-|-/ |
| 5k | |
Q2|--10k--+ +--10k-+
| 5k |
Q3|--10k--+ |
| 5k 10k
Q4|--10k--+ |
| 5k | (bitte exakt 5k, nicht 4k7, lieber 2*10k 1% parallel)
Q5|--10k--+--10k--+-- Masse
--+
Analogausgänge gibt es bei uC fast nicht, weil die einen abweichenden
Herstellungsprozess mit lasergetrimmten Dünnschichtwiderständen auf
dem Chip benötigen würden. Man verwendet statt dessen schnell mit
variablem prozentualen Tastverhältnis zwischen HI und LO wechselnde
Digitalausgänge, sogenanntes PWM (pulse width modulation), für die
die meisten uC Hardwarezähler besitzen, und bildet mit einem Filter den
Mittelwert der Ausgangsspannung.
Möchte man 8 bit auflösen, darf sich die Spannung an C pro Impuls nur
um 20mV ändern. Sie wird sich aber auch nur in so winzigen Schritten an
die Sollspannung annähern. Besteht der Impuls aus 256 Zeiteinheiten a 1 us,
also 256us, und der C aus 1uF, darf R minimal 33kOhm betragen. Dadurch braucht
der Ausgang 0.2 Sekunden, bis er sich auf 1/256tel (20mV) an die Sollspannung
angenähert hat. Man versucht also eine hohe Frequenz, möglichst unterstützt
durch PWM Hardware im uC, zu benutzen. Wird man zu schnell, verschlechtert
die endliche Flankensteilheit des PWM-Ausgangs wieder das Ergebnis.
Es kann sich auch lohnen, statt dem simplen RC-Filter einen mehrstufigen aktiven
Filter mit besserer Sprungantwort zu verwenden, z.B. einen 4 poligen Bessel.
Damit die Ausgangsspannung halbwegs genau wird, sollte der PWM-Ausgang
symmetrisch sein. Ausgänge eines uC der 8051 Familie sind nicht so gut, weil sie
nicht auf gleiche Art nach Masse und +5V verbinden. Es kann sich lohnen, einen
74HCxx als Puffer zu verwenden den man mit einer genauen Referenzspannung
versorgt, z.B. aus einem LM336-5, damit die Analogspannung ähnlich genau
werden kann.
uC --R--+-- Analog (gering belastbar) --|+\ besser
| | >-+- belastbar
C +-|-/ |
| | |
Masse +------+
Echte D/A - A/D-Wandler
Schaltung : im PC Gameport
+--------+----:------- +5V
| | :
| 47R :
| | :
510R +-+-+ :
| | | :
| 330R 180R:
E| | |E :
PNP >|--+--(--|< PNP wie BC557
| | | | :
+---+ | | :
| | | ;
Poti | +--:-2k2-+- NE555
| | : 10nF
+------+------:-----+- GND
Wer eine Spannung messen will, baut stattdessen eine spannungsgesteuerte
Stromquelle vor das Gameport (klassische Howland-Variante reicht, genauer ist
das Gameport eh nicht), mit einem OpAmp der am Ausgang bis mindestens 3.5V
geht inklusive dem Spannungsabfall am Messwiderstand bei Maximalstrom.
+-100k-- +5V
|
0-100% PWM --|>|--+------- Gameport
MAX186/MAX192 +--100u---+
(+5V)| |
0-4V +--------+ +--ZD5V1--+
| | | |
In1 --|1 VDD|------+-|<|-+ |
In2 --|2 SCLK|-47k--------+---(-- DTR
In3 --|3 CS|------+---------+-- GND
In4 --|4 DIN|-47k--(-----+---(-- RTS
In5 --|5 STRB|- ( | |
In6 --|6 DOUT|------(-----(---(-- CTS
In7 --|7 DGND|------+ | |
In8 --|8 AGND|------+ | |
+--|VSS ADJ|-100n-+ | |
| -|SHDN REF|--10u-+ | |
| +--------+ 1N4148 | |
+------------------+-|>|-+ |
| |
+--ZD5V1--+
(-5V)| |
+--100u---+
http://www.franksteinberg.de/SOURCE/MAX192.BAS
Ähnliches geht mit LTC1290 (8 Kanäle mit 12 bit) und LTC1090 (8 Kanäle mit 10 bit)
siehe DN35.PDF von http://www.linear.com/ und http://www.conrad.de/ 190226 und
967653 und auch http://www.franksteinberg.de/SOURCE/LTC1290.TXT
bzw. dem Evaluation-Kit des 68HC11A1 (Bauplan in pcbug11.pdf) im Special Bootstrap
Modus, also MODA und MODB an GND. Es besteht lediglich aus dem 68HC11A1, einem
MAX232, einem MC34064-5, 8MHz Quartz und den üblichen Kondensatoren und Pull-Ups
(und einen 7805 Regler) und ist somit für weniger als 10 EUR auf Lochraster
aufbaubar bzw. fertig erhältlich bei http://www.mct.de/ oder
http://www.elektronikladen.de/ .
+-----+---+------- Vref+ Beispielwerte (hängen ja vom gewünschten Temperaturbereich ab)
R1 R2 |
+-----)---)-R3-+ RTD = Pt1000 RTD = Pt100
| | | | R1 = 3k9 R1 = 3.01k
+-R6--)--|+\ | R2 = 39k R2 = unendlich
| | | >--+-- A/D R3 = 107k R3 = 11.8k
| +--|-/ | R4 = 1k R4 = 12.4k
| | | | R5 = 27k R5 = 105k
RTD +---)-R5-+ R6 = 941 Ohm R6 = 11k (kompensiert Eingangsstrom)
| R4 |
+-----+---+------- Vref-
Rechenformeln siehe http://www.maxim-ic.com/appnotes.cfm/appnote_number/3450
http://www.umnicom.de/Elektronik/Schaltungssammlung/Temperatur/Pt1000/Pt1000.html
F.7.9. serielle Schnittstelle RS232
+--470R-- +5V
+-----+ |
Signal ----1k--+--|A C|--+-------- Signalausgang
+-|>|-+ | B|
Masse --+--------|K E|----------- GND
1N4148 +-----+ 6N136
spart man sich die teure galvanische Trennung auf Senderseite (MAX250 mit
Trafo und Optokopplern), ausserdem ist das kompatibel mit einer 20mA
Stromschleife (HCPL4100/4200).
+-|>|----+--+--+-- +10V --+----+
| | | | | |
| +-|>|-+ | |+ | |
| | | | | |
| | +-|>|-+ Elko | +---+ 1/4 LC4966
Steuer --+ | | | +--|A | oder OpAmp
| | | | | |
Signal --)--+--)--... Masse ...-----|S X|-- Ausgang
| | | | | |
Steuer --)--)--+ |+ +--|B |
| | +-|<|-+ Elko | +---+
| | | | | |
| +-|<|-+ | | | |
| | | | | |
+-|<|----+--+--+-- -10V --+----+
Ein anderer interessanter Weg findet sich hier http://www.oliverbetz.de/icl.htm
F.7.10. Speicherprogrammierbare Steuerungen SPS
F.8. LEDs
Normalgluehlampe Osram CLAS A CL 15W 230V E27 FS1 230V/15W: 90 Lumen, 6 lm/W
Normal 2.5V/0.30A: 6 Lumen 8 lm/W
Krypton 2.4V/0.50A: 10 Lumen 8.3 lm/W
Halopin 25W/230V: 230 lm 9.2 lm/W Hochvolt-Halogen
Normalglühlampe Osram CLAS A CL 100W 230V E27 FS1 230V/100W: 1340 Lumen, 13.4 lm/W
Halogen 2.8V/0.85A: 35 Lumen 14.7 lm/W
Halolux Ceram 100W: 1470 Lumen 14.7 lm/W Hochvolt-Halogen
Normalglühlampe Osram CLAS A FR 200W 230V E27 FS1 230V/200W: 3040 Lumen, 15.2 lm/W
Halogen 12V/20W/1.67A: 350 Lumen 17.5 lm/W
Haloline 1000W/230V: 22000 Lumen 22lm/W
Halogen Osram 64447 ES 65W/12V: 1700 Lumen 26 lm/W (4000h Lebensdauer)
Halogen Projektorlampe 24V/250W/10.42A: 8000 Lumen 32 lm/W (50h Lebensdauer)
Philips MSA 2500DE 2500W: 260000 Lumen 104 lm/W (2000h Lebensdauer, 500 EUR)
WeisslichtLED Osram LW 541C-BW: 3.6V/0.02A: 1.7 Lumen 22 lm/W
WeisslichtLED Osram LW 541C-DW: 3.6V/0.02A: 2.8 Lumen 33 lm/W
LuxeonStar weiss LXHL-MW1C: 3.4V/0.35A typ 45 Lumen 37 lm/W
Osram OPAL OLED: <10W 500 Lumen 46 lm/W (5000h Lebensdauer)
Osram OStar LE W E3B: 20V/0.35A 50 lm/W 21V/0.7A 35 lm/W
+--+---+-L1-+-|>|-+---+ L1 = 120uH/>400mA/<0.5Ohm
| R1 |2 |3 |A | -|>|- = SB120 oder 1N5817, notfalls 1N4148
+| | +--------+8 LED |+ R1 = 130 Ohm
1.5V +-| LT1073 |---+ 47uF R2 = 10 Ohm (bei 20mA LED, 22 Ohm für 10mA LED)
| 1+--------+ R2 | LED = auch 2 LEDs in Reihe bei L1 = 68uH/>680mA/<0.25Ohm
| |4 |5 | |
+------+----+-----+---+
Die TPS610xx-Serie von http://www.ti.com/ bietet 0.5V FeedBack Spannung und
wesentlich mehr Leistung, bei leider sehr geringer Spannungsfestigkeit. Beim
LT1932 wird der Strom indirekt eingestellt, praktisch zum Dimmen per Poti.
Allerdings ändern Weisslicht LEDs und gelbe LEDs bei geringerem Strom ihre
Farbe. Dimmen kann man effektiver per PWM (schnellem ein/aus Schalten).
Der LM2803 hat den dazu nötigen on/off-Eingang, aber leider 1.23V Feedback,
treibt aber 5 weisse LEDs aus 2 Batteriezellen, da könnte man auch den LT1303
nehmen.
-|>|-+-----+---+
| |A |
1k LED |
FB --+-|>|-+ 47uF
1N4148 R | R = 30 Ohm (20mA/LED) 1R8 (350mA/LED)
-----------+---+
Die Bauweise ist lustig http://www.emanator.demon.co.uk/bigclive/joule.htm
aber der Wirkungsgrad mies, ausserdem muss man an den Windungszahlen des
Trafos rumprobieren bis bei dieser Bastelei alles gut zusammenpasst.
--------+---+--+--|>|-+ Last, hier LED
| | | |
R | R |
| | | |
1N4148| | +-----|I NMOSFET (bei weniger als 9V Betriebsspannung nimm LogicLevel)
+-|<|-+ | | |S
| | | +--+ |
| | | | | |
| | >|-+-|< | 2 möglichst gleiche NPN (BC847BS, LM394N, CA3046)
| | |E E| |
| Poti--+ +---+
| | |
| | Shunt (für Spannungsabfall von 0.7V bei maximaler Potieinstellung)
| | |
--+-----+-------------+
Der LM10 ermöglicht 0.2V und hat einen geringen Eigenverbrauch, ist aber eher
teuer. Das Poti (250 Ohm bis 2k5 Ohm) regelt die Helligkeit. R und C müssen
angepasst werden damit es nicht schwingt aber noch ausreichend schnell regelt.
+--------+-- +4.5-7V
LM10C | |A
+-----+ Luxeon Star
+--|1 7 | |
| | 6|-+--|I LogicLevel NMOSFET mit RDSon (bei UGS 3V) um 0.2 Ohm
+--|8 | C |S
| | 2|-+-R-+
Poti-|3 4 | |
| +-----+ Shunt für 0.2V Spannungsabfall bei Nennstrom
| | |
+-----+--------+-- Masse
Will man immer volle Helligkeit, entfällt das Poti und 3 geht an 8. Verwendet
man einen NPN Bipolartransistor statt dem MOSFET kommt man ohne R und C aus.
+--------+-- +4.5-7V
LM10C | |A
+-----+ Luxeon Star
+--|1 7 | |
| | 6|----|< NPN wie BD135
+--|8 | |E
| | 2|-----+
+--|3 4 | |
+-----+ Shunt für 0.2V Spannungsabfall bei Nennstrom
| |
+--------+-- Masse
Soll mehr als eine LED parallel angeschlossen werden, braucht man
Stromverteilungswiderstände, und einer davon bildet dann den Shunt. Dann muss
aber ein PMOSFET oder PNP Transistor verwendet werden. Der soll Gesamtstrom
und Verlustleistung aushalten bei möglichst hoher Stromverstärkung da vom
LM10 nicht mehr als 20mA kommen und dennoch niedriger Sättigungsspannung
(also kein Darlington, sonst müsste man sich die Kosten des LM10 wegen der
0.2V niedrigem Referenzspannung nicht aufhalsen sondern hätte LM358 + LM385
oder TL103 nehmen können). Brauchen die LEDs mehr Spannung (5W Luxeon Star
oder mehrere pro Strang in Reihe) kann der LM10 bis 40V (statt 7V beim LM10L)
vertragen. Liegt die Betriebsspannung unter 9V braucht man einen seltenen
LogicLevel-Power-PMOSFET, liegt sie zwischen 10V und 20V reicht ein normaler
PMOSFET, über 20V muss man dessen Gate schützen.
+---------+-- +4.5-40V
LM10 | |E
+-----+ +--|< PNP oder PMOSFET
+--|1 7 | 470R |
| | 6|--+ +---+---+- ...
+--|8 | LED LED LED
| | 3|------+ | |K
+--|2 4 | | | |
+-----+ R R R (für 0.2V Spannungsabfall bei Nennstrom/LED)
| | | |
+---------+---+---+-- Masse
An 230V~ sind normale 20mA-LEDs nur mit Aufwand anzuschliessen. Daher nimm
eine 2mA low current LED an +/- eines Brückengleichrichters (<5V/<5mA so
lange die LED keinen Wackelkontakt hat, ein B250C800 ist echt
überdimensioniert, vier 1N4148 tun's locker) der über einen spannungsfesten
(also 3 normale Widerstände in Reihe) 120k/0.5W Vorwiderstand an 230V~ hängt.
+--|>|--+--|<|--+
| |A |
~ o--39k--39k--39k--+ LED +--o ~
| |K |
+--|<|--+--|>|--+ 4 x 1N4148
Eine 20mA LED würde einen 12k/5W Widerstand benötigen. In der simpleren
Schaltung (1N4148 antiparallel an LED statt Brückengleichrichter) gar 5k6/10W.
LED
+--|>|--+
~ o--5k6/10W--+ +--o ~
+--|<|--+
1N4148
Und 10 Watt zu verheizen um eine Lichtleistung von weniger als 1 Milliwatt zu
produzieren ist ein wahrlich schlechter Wirkungsgrad, unendlich viel schlechter
als jede Glühlampe.
~ o--1k/0.6W--+------270nF/X2------+--|>|--+--|<|--+--o ~
| | |A |
| | LED |
| | |K |
+--470k--470k--470k--+--|<|--+--|>|--+ 4 x 1N4148
LED Phototransistor
+--2k2-- +5V (oft auch 470R (schneller) und 10k (langsamer))
+-----+ |
+5V ----------|A C|--+------- Signal
out --220Ohm--|K B|
| E|---------- Masse
+-----+
Einen eventuell vorhandenen Basisanschluss lässt man offen. Legt man ihn über
einen Widerstand (1k-10k) an den Emitter, wird der Phototransistor
unempfindlicher, geht aber schneller wieder aus.
+---+--+----------------+------+--+-- +5V
| | | | | |
| 4k7 | +----+---+ 1M 220R
E| | | | 4 | | |
>|--+--(--4k7---+--|5 1|--+ |
|BC307 | 10k |LM/NE567| | |A
| | +--|6 | | LED
| | | | | | |
100R 10kPoti-22n-(--|3 2 7 8|--(--+-- kann bis 100mA nach Masse schalten
| | | +--+--+--+ |
A| C| | | | |
LED=PhotoTrans 22n 2u2 | 4u7
| | | | | |
+------+--------+-----+--+-----+----- GND
Alternativ erzeugt man mit 2 Oszillatoren aus einem NE556 mit 50Hz
getastete 36kHz für die LED und nimmt als Empfänger einen der üblichen
IR Demodulations Empfänger für Fernbedienungen wie den TSOP1736, der
dann aber 50Hz am Ausgang produziert und sich von Fernbedienungen
stören lässt).
230V~ L ---270k---(||)-- N
Ebenso funktionieren Nixie-Röhren. Jede Ziffer ist eine dort Glimmlampe. Die
Betriebsspannung muss über der Zündspannung (ca. 100V) liegen, also so bei
120 bis 160V. Vor jede Stelle muss ein Vorwiderstand, der den Strom auf den
Nennwert von meist so 2mA begrenzt, wenn man von der Betriebsspannung die
Brennspannung (meist so 70V) abzieht, also 33k bei 130V. Die Ansteuerung
erfolgt mit 7441 (70V) und 74141=K155D1 (60V) , jeweils die Brennspannung der
Nixie (ca. 70V) hinzuzählen für maximale Betriebsspannung, ergibt dann so
130V. Bei Plasmaanzeigen ist jedes Segment eine Glimmlampe. Leuchtstoffröhren
(erzeugen mit Quecksilber UV Licht das der Leuchtstoff ins sichtbares
transformiert) und CCFL (Leuchtstofflampe ohne Heizwendeln) bis hin zum
Fernseherplasmaflachbildschirm (jeder Bildpunkt ist eine CCFL
Leuchtstofflampe) sind auch Glimmlampen.
F.8.1. Multiplexanzeigen
+5V
|
Pin ----|< NPN
|E
Anode der LED-Anzeige
1.2. Strom aus einer Kathode
Kathode der LED-Anzeige
|E
Pin ----|< PNP
|
GND
+---+-- +5V
R2 |E
Pin --R1-+--|< PNP (z.B. BC369/BC328)
|
Anode der LED-Anzeige
2.2. Strom aus einer Kathode
Kathode der LED-Anzeige
|
Pin --R1-+--|< NPN
R2 |E
+---+-- GND
+5V
|
Pin ----|I PMOSFET
|S
Anode der LED-Anzeige
3.2. Strom aus einer Kathode
Kathode der LED-Anzeige
|S
Pin ----|I NMOSFET
|
GND
+---+-- +Ub
R4 |E R4 z.B. 10k
+--|< PNP
R3 | R3 z.B. 10 * Ub / Anodenstrom
| Anoden der LEDs
Pin --R1-+--|< NPN R1 z.B. 100 * 5V / Anodenstrom
R2 |E R2 überflüssig wenn Pin ein CMOS-Ausgang ist,
+---+-- GND in Digitaltransistor aber meist drin
+---------------+
--56R--|a |
--56R--|b |
--56R--|c 4-stellige |
--56R--|d 7-Segment |
--56R--|e Anzeige |
--56R--|f mit 10mA |
--56R--|g |
--56R--|d.p. |
+---------------+
| | | |
--120R--|< | | |
|E | | |
--120R---(--|< | | PNPs bei Display mit gemeinsamer Anode,
| |E | |
--120R---(---(--|< | NPNs bei Display mit gemeinsamer Kathode.
| | |E |
--120R---(---(---(--|<
| | | |E Plus bei Display mit gemeinsamer Anode,
+---+---+---+-- Masse bei Display mit gemeinsamer Kathode.
Also noch mal zur Erinnerung: Bei obenstehender Schaltung werden ca. 40mA an
den Anschlüssen benötigt. Das ist mehr als die Datenblattangabe der meisten
uC erlaubt. Es kann sinnvoll sein, pro Segment 2 Ausgänge parallel zu
schalten. Oder man verstärkt die Stromlieferfähigkeit der Ausgänge mit einem
Emitterfolger durch den man allerdings weitere 0.7V verliert:
+--+--+--+--+--+--+--+-- +5V
| | | | | | | |
--(--(--(--(--(--(--(-|< NPN (BC547, BC337)
--(--(--(--(--(--(-|< E| +-------------------+
--(--(--(--(--(-|< E| +-15R--|a |
--(--(--(--(-|< E| +----15R--|b |
--(--(--(-|< E| +-------15R--|c 5 x 8 LED |
--(--(-|< E| +----------15R--|d Matrix |
--(-|< E| +-------------15R--|e mit 20mA |
-|< E| +----------------15R--|f |
E| +-------------------15R--|g |
+----------------------15R--|h |
100mA Zeilenstrom +-------------------+
| | | | |
--120R-------------------------|< | | | |
|E | | | |
--120R--------------------------(--|< | | | 800mA Spaltenstrom
| |E | | |
--120R--------------------------(---(--|< | |
| | |E | |
--120R--------------------------(---(---(--|< |
| | | |E |
--120R--------------------------(---(---(---(--|< NPN (BC337, BC369, ZTX1048)
| | | | |E
GND --+---+---+---+---+
Bei mehr Strom und mehr LEDs sind kräftigere Treiber notwendig und wenn man
nur 5V zur Verfügung hat will man an ihnen nur eine möglichst geringen
Spannungsabfall damit an den Widerständen noch genug Spannung für eine
ausreichend genaue Strombegrenzung abfällt, daher sind MOSFETs eine gute
Wahl. Die gibt es in als DualLogicLevel in SO8 von IRF (IRF7331/IRF7329)
oder Vishay (Si9926/Si9934) für beachtliche Ströme.
+--+--+--+--+--+--+--+-- +5V
| | | | | | | |S
--(--(--(--(--(--(--(-|I
--(--(--(--(--(--(-|I | +-------------------------------+
--(--(--(--(--(-|I | +--2.7R--|a |
--(--(--(--(-|I | +-----2.7R--|b |
--(--(--(-|I | +--------2.7R--|c 8 x 8 LED |
--(--(-|I | +-----------2.7R--|d Matrix |
--(-|I | +--------------2.7R--|e mit 20mA |
-|I | +-----------------2.7R--|f |
| +--------------------2.7R--|g |
+-----------------------2.7R--|h |
PMOSFETs +-------------------------------+
| | | | | | | |
---------------------------------|I | | | | | | |
|S | | | | | | |
----------------------------------(--|I | | | | | |
| |S | | | | | |
----------------------------------(---(--|I | | | | |
| | |S | | | | |
----------------------------------(---(---(--|I | | | | NMOSFETs
| | | |S | | | |
----------------------------------(---(---(---(--|I | | |
| | | | |S | | |
----------------------------------(---(---(---(---(--|I | |
| | | | | |S | |
----------------------------------(---(---(---(---(---(--|I |
| | | | | | |S |
----------------------------------(---(---(---(---(---(---(--|I
| | | | | | | |S
GND --+---+---+---+---+---+---+---+
Braucht die Anzeige mehr als 5V, muss bei den Zeilentreibern ein
Pegelwandler her. Dazu kann man UDN2981 mit Darlinton-Emitterfolgern
nehmen die weitere 2V kosten, oder man baut diskret gesättigte PNP
Schalter auf:
+----+---- +Ub (z.B. 12V)
R3 |E
+---|< PNP Leistungstransistor, z.B. BC368 für 1A
| | R3 pull up, so 1k
R2 +-- LED-Display
| R2 = 120R für 100mA Basisstrom des PNP
--R1--|< BC547 (schaltet 100mA)
|E R1 = 220R für 10mA Basisstrom des NPN
GND
Das bei vielen AppNotes z.B. AN529 "Multiplexing LED Drive and 4x4 Keypad
Sampling" von http://www.microchip.com/ oder AppNote AVR242 "Multiplexing
LED Drive & a 4x4 Keypad" von http://www.atmel.com/ die Anzeigen mit
weniger Strom versorgt werden, heisst nicht, das das oben Stehende falsch ist,
sondern daß die AppNote, weil die Microcontroller sonst überlastet würden,
Schummerlicht in Kauf nimmt oder teurere 2mA low current 7-Segmentanzeigen
voraussetzt, weil man den Leser nicht mit Schaltungsdetails abschrecken will.
+--|>|-- Zeile1 -----------------|>|--R--+
| LED |
+---R--------- Multiplexsignal |
| |
o--+ +--+--|>|--+--+-- Betriebsspannung |
S|S | C Segmentausgang --+
S|+----------)--+-- Masse (20mA bei 10mA LED) |
S|S | |
o--+ +--+--|>|--+ |
|4*1N4148 LED |
+--|>|-- Zeile2 -----------------|>|--R--+
F.8.2. Laufschriften
+8V (je nach LED-Farbe) LED-Kathoden
|E |
Spalte --100R-|< BDX34C R für Spaltenanzahl*LED_Strom
| |
LED-Anoden Zeile aus TPIC6B595
+-----+---+-----------+----- +5V bis 9V
| | | |
| | | +------(-----270R--+
| | | | | |
R1 | | | +-------+ LEDs |
| +-------+ | | Q0|--|>|--+
+---|DIS | | | Q1|--|>|--+
R2 | NE555 | | | Q2|--|>|--+
+---|TRG OUT|--+--|CLK Q3|--|>|--+
+---|THR | | Q4|--|>|--+
| +-------+ | Q5|--|>|--+
C | | Q6|--|>|--+
| +---------|/EN Q7|--|>|--+
| | | Q8|-----+
| | +--|RST Q9|-- |
| | | +-------+ |
| | | | |
| | +------(---------+
| | |
+-------+-------------+------ GND
Und diese Variante macht aus Leuchtpunkten eine Balkenanzeige, wenn man
einen ausreichend spannungsfesten Treiber und eine Konstantstromquelle
hat, und nicht 45 Dioden spendieren will.
+------+ 7441 LEDs
-|A Q0|-----------------------------------------------------+-|<|-+-62R-LM317-- +30V
-|B Q1|-----------------------------------------------+-|<|-+ | out| in
-|C Q2|-----------------------------------------+-|<|-+ +-------+
-|D Q3|-----------------------------------+-|<|-+ adj
| Q4|-----------------------------+-|<|-+
| Q5|-----------------------+-|<|-+
| Q6|------------------+|<|-+
| Q7|------------+-|<|-+
| Q8|------+-|<|-+
| Q9|--|<|-+
+------+
Weitere in
+++++++---+++++++--GND
||||||| |||||||K
DDDDDDD DDDDDDD <- 1 - 6 LEDs
||||||| |||||||A in Reihe
||||||| |||||||
RRRRRRR RRRRRRR <- passender VCC
||||||| ||||||| Vorwiderstand |
||||||| ||||||| 10k
+-------+ +-------+ 40106 |
| 40110 |-| 40110 |--o<|--+--47k--+
+-------+ +-------+ | |
| | | | 47n Taster hochzählen +1
| | | | | |
| | | | GND GND
| | | |
| | | +---o<|-- (wie oben) Taster setzen 1
| | |
| +----)--------o<|-- (wie oben) Taster setzen 10
| |
+---------+--------o<|-- (wie oben) Reset
oder den 4 stelligen ICM7217 oder 4-1/2 stellig ICM7224, ICM7225 oder 5-stellige
HEF4534B, MC14534, oder 8 stelligen ICM7226 in passender Variante (A/B/C/D),
beschaltet nach Datenblatt von http://www.intersil.com/ . Oder soll es gar eine
ganze Uhr sein ? Die findet sich auf http://www.microchip.com/ in AN590 "A
Clock Design Using the PIC16C54 for LED Displays and Switch Inputs" und
zig weiteren AppNotes von Microchip.
F.8.3. Infrarot Fernbedienungen
F.9. Netzteile
Trafo Gleichr. +-----+
o--+ +---+-|>|-+---+----+--|78?xx|--+-- OUT
| | | | | | +-----+ |
S:S +-(-|>|-+ | | | |
S:S | | Elko 100nF | 100nF
S:S | +-|<|-+ | | | |
| | | | | | | |
o--+ +-+---|<|-+---+----+-----+-----+-- GND
(Trafo, Gleichr. und Elko = Steckernetzteil)
Amerikaner verwenden oft anders gewickelte Trafos in Mittelpunktschaltung und
kommen mit 2 Dioden aus. Wenn man dafür einen in Europa gefertigten Trafo
mit 2 Wicklungen verwendet, bei dem beide Wicklungen für Dauerstrom und
nicht nur für 50%ige Nutzung ausgelegt sind wodurch sich ein anderes
Masseverhältnis von Eisenkern zu Wicklungskupfer ergibt, kostet das nur
unnötiges Geld für den dickeren Trafo. Als Hobbyist egal, bei kommerzieller
Pfennigfuchserei aber wichtig. Im Umkehrschluss heisst das, das bei
amerikanischen Trafos nicht beide Wicklungen gleichzeitig voll belastet
werden dürfen, aber da der Trafo eh für 127V~ und 60Hz ausgelegt ist,
erübrigt sich dessen Verwendung meistens sowieso. Bei professioneller
Auslegung wird der Trafoinnenwiderstand zwischen Leerlaufspannung
und Gleichrichterspitzenstrom eingepasst (Section 8 in HB206 von OnSemi),
als Bastler muss man nehmen was angeboten wird. Die Mittelpunktschaltung
hat nur 1 Diodenspannungsabfall, da aber bei gleichem Kern der
Wicklungswiderstand und damit der Spannungsabfall im Belastungsfall höher
ist, wird dieser Vorteil oftmals wieder aufgehoben.
Trafo Gleichrichter +-----+
o--+ +-|>|-+------+----+--|78?xx|--+-- OUT
S:S | | | +-----+ |
S +-----(--+ Elko 100nF | 100nF
S:S | | | | | |
o--+ +-|>|-+ +---+----+-----+-----+-- GND
Wenn man nur knapp mehr Eingangsspannung hat, als die Ausgangsspannung
betragen soll benötigt man einen teuren 'low drop' Regler. Z.B. für geregelte
5V aus einer 9V Blockbatterie die zum Ende hin ja nur noch 6V abgibt, oder
wie ein 2*6V Trafo, dessen 6*1.414=8.5V durch einfachen Gleichrichter (-1V)
und Siebelko (-10%) bei 10% Netzunterspannung gerade mal diese 6V abliefert.
Schau bei http://www.st.com/ nach erschwinglichen Varianten wie L4940 und
LD1117, oder bei http://www.nsc.com/ nach LM1084/85/86-3.3/5 bevor du bei
http://www.linear.com/ Luxus einkaufst, und achte auf die Anschlussbelegung,
die sich meist von den 78xx-Typen unterscheidet, ebenso wie sich der negative
Regler 79xx vom 78xx unterscheidet. LowDrop/79xx haben auch andere
Spezifikationen. Manche brauchen eine Mindestlast, manche widerstehen nur
geringeren Eingangsspannungen als entsprechende 78xxer und manche brauchen
einen grösseren Kondensator am Ausgang um ihre Schwingneigung zu
unterdrücken. 3V Regler sind auch selten: HT7130 (Holtek, TO92).
Wenn man genauere (LP2954, LP2986, LT1086) oder rauscharme (LP2985/3985,
MAX8877/8878, TPS79301, LT1761/LT1762/LT1763/LT1964) Spannungsregler haben
will, oder welche mit geringem Eigenverbrauch (XC6206 (Torex), TPS79730 (TI),
LM2936, LP2950) kann man auch nach Alternativen anstelle der 78xx sehen, denn
damit ein Regler was regeln kann, muss ja erst eine Abweichung vom Sollwert
vorliegen, und bei universellen Bauteilen wie den 78xx darf die Verstärkung
nicht zu hoch sein, da sie sonst zu leicht ins Schwingen kommen. Bei
Spannungsreglern sind einige Dutzend Millivolt Regelabweichung also normal.
Aber selbst die 78xx unterscheiden sich bei verschiedenen Herstellern und
werden mit den Herstellungsjahren immer besser. Oder es diskret aufbauen:
+10..16V --+-------R2----+
| +-----+ |
+-R1-|V-Reg|--+-- out 5V
+-----+
|
GND
Wenn man aus einem Trafo mit 2 Wicklungen umschaltbar die ganze oder doppelte
Spannung erhalten möchte, geht diese Schaltung, die zwischen Grätz-Brücke und
Mittelpunktgleichrichtung umschaltet:
Trafo Gleichrichter
o--+ +--------+-|>|-+--------+-- +
| | | | |
S:S +-|>|-+ | |
S:S | | |
S +--(-----------(--+ Elko
S:S | | | |
S:S +-|>|-+ | | |
| | | | | o\ |
o--+ +--(-----+-|>|-+ \o--+-- GND
+--------------o
+--+---|>|-+-+- + (7805)
| | | |
S | +-|>|-+ C1 (C1, C2: 4700uF ergibt 2V Ripple = 'Kondensatorverlust' bei 1A Belastung)
| | | |
+--)-)-------+- M
| | | |
S +-)-|<|-+ C2
| | | |
+----+-|<|-+-+- - (7905)
wenn er nur eine Wicklung hat (aber genug VA), geht
+--+-|>|-+- + (7805)
| | |
S | C1 (C1, C2: 10000uF ergibt 2V Ripple = 'Kondensatorverlust' bei 1A Belastung)
| | |
+--)-----+- M
| |
| C2
| |
+-|<|-+- - (7905)
aber C1 und C2 müssen dann doppelt so gross sein wie oben. Wenn aber
die negative Spannung nur mit wenigen mA belastet ist, geht es mit einer
zusätzlichen Villard-Schaltung
+--+-------|>|-+-+- + (7805)
| | | |
| | +-|>|-+ C1
| | | |
S +-----)-|<|---+
| | | |
+--(-----+-|<|---+- M
| | |
| C2 C3
| | |
+-|<|-+-|<|---+- - (79L05)
besser (C1 normal gross, C2 und C3 sind eh für wenig Strom). Ähnlich kann
man sich eine gering belastbare höhere Spannung basteln, siehe:
48V Phantomspeisung aus 2 * 18V Trafo
+-|>|-+--|>|--------+-- + (LM317 für 48V, 20mA)
| | |
| C4 C3
| | |
+--+--(--|>|--+--+--)-- + (7815)
| | | | | |
S | +--|>|--+ C1 |
| | | | |
+--)--)----------+--+-- Masse
| | | |
S +--)--|<|--+ C2
| | | |
+-----+--|<|--+--+----- - (7915)
Wenn die Eingangsspannung immer mehr als 4.5V über der gewünschten
Ausgangsspannung liegt, kann man einen Standardfestspannungsregler wie
78xx mit einem externen PNP Transistor passender Leistungsfähigkeit
verstärken, ohne den Kurzschlussschutz zu verlieren. Man verliert jedoch die
Übertemperatursicherung und den SOA-Schutz. R1= 1/(Ioutmax-1) bei
entsprechender Wattzahl. Der 1R muss 2 Watt aushalten. Leider führen diese
zumindest 4.5V Spannungsverlust gerade bei hohem Ausgangsstrom zu
immensen Verlusten im externen Transistor, so das ein Schaltregler (F.24.)
dann die bessere Wahl ist.
in --+---R1---+----------+
| | |
| 10R |
| | |E
1R +---------|< PNP-Leistungstransistor (kein Darlington)
| | |
| 1N5401 | +----+ |
+---|>|--+--|78xx|--+-- out
| +----+ |
330n | 100n
| | |
GND ----------+----+-----+-- GND
Für krumme Ausgangsspannungen empfiehlt sich der LM317L bis 0.1A, LM317 bis 1A,
LM350 bis 3A, LM338 bis 5A (alle http://www.national.com/ ), CS5207-1 bis 7A,
CS5208-1 bis 8A (http://www.onsemi.com/ ) und LT1038 bis 10A
(http://www.linear.com/ ).
Schaltpläne findest du jeweils in den Datenblättern bei den Herstellern.
AH-28 von http://www.micrel.com/ zeigt, wie man 4-beinige Spannungsregler
ab 0V verwendet. Aber achte auf den eingebauten SOA (save operating area)
Schutz dieser Chips. Ein LM317 wird z.B. keine 1.5V mit 1.5A liefern, wenn er
mit 30V versorgt wird, und 10A kommen aus dem LT1038 nur bei knappster
Eingangsspannung. Daher sind diese Chips für Labornetzteile (z.B. 1.2 bis
24V regelbar) nicht so geeignet, man nimmt dazu lieber diskret aufgebaute
Transistorschaltungen oder macht die Trafospannung umschaltbar. Da der
LM317 auch nicht direkt als Stromquelle gebaut wurde, muss man sich nicht
wundern, wenn er in dieser Verwendung nicht bei jeder Last stabil bleibt.
Trafo 4*1N4001 +-----+
o--+ +---+-|>|-+----+--|LM317|--+---+-- OUT
| | | | | +--+--+ | |
S:S +-(-|>|-+ + | | 240R |
S:S | | Elko 100nF +-----+ 4u7
S:S | +-|<|-+ | Poti5k |
| | | | | | |
o--+ +-+---|<|-+----+-----+---------+-- GND
LM317 mit nachgerüsteter definierter Strombegrenzung, die jedoch im
Kurzschlussfall bis zum Maximalstrom den LM317 (ca. 2A) hochläuft:
+-----+
----|LM317|--+---+
+-----+ | |
| 240R |
| | |
+-----+ Last
| | |
| R1 |
| | |
NPN >|-1k-+---+
E| |
| Shunt (für 0.6V Spannungsabfall bei Nennstrom)
| |
-------+-----+
> Dimensionierungshinweise:
Volllaststrom
Siebelkogrösse [in Farad] = -----------------------------------------
(Trafospannung * 1.4 - 2) * (Ripple in %)
1 Wicklung 1 Diode Halbwellengleichrichter: Trafo Strom = 2.3 * Last Strom
1 Wicklung mit Mittenanzapfung 2 Dioden: Faktor 1.2 pro Wicklung
1 Wicklung 4 Dioden Graetz Brückengleichrichter: Faktor 1.8
1 Wicklung 2 Dioden Villard Spannungsverdoppler: Faktor 4
Wie gross muss so ein Trafo sein ? Bei normalen Verhältnissen bzw. unbekannten
Trafos reicht eine Tabelle, in Katalogen wird manchmal nach oben geschummelt:
M55/20: 11VA
EI84/28: 50VA
UI70/20: 70VA
UI75/25: 100VA
Unser 9V Trafo muss also 1.8A aufgedruckt haben, also 16.2VA liefern können,
um nach Regelung 5V/1A zu liefern.
Temperaturklassen der Isolationsmaterialien gemäss IEC 85
Temperaturklasse Max. Temperatur (C°)
Y 90
A 105
E 120
B 130
F 155
H 180
200 200
220 220
250 250
F.9.1. Labornetzteile
rectified
ac in p-channel
Q1 FET +38V
--|>|---+----+-------+---+-- s d ----+----+---o 4A
| | | \_|_ g | |
--|>|---+ | R2 /_\ | IRF9Z | | C2
| | | | D2 | 34N | ===
C1 | | +---+-----' | |
=== R1 | ,--------+ gnd
| | | | |
| | Q2 | Q3 | R5 R1 12k
gnd | 5V c c | R2 12k
+---- b b ------+ R3 4.7k
\_|_ e --+-- e | R4 2.49k
D1 /_\ | R4 R5 16.2k
| LM336- R3 | C1 100uF
| 5.0 | gnd C2 10,000uF
gnd gnd
> von www.conrad.de, aber auch alle anderen mit ICL7xx6 aufgebauten)
> an mein Netzgerät an ?
+Ub --+---------Hauptregler-------+------ out
| | R1
78L05-+---+------)---------+ +---+
| | | | | R2 |
GND --+---)---)--+-R-+---------)--+---)-- GND
| | | | | | | |
ICL7660--)--)---)--+------)--)---)--+
| | | | | | | |
+-------------+ +-------------+
|+B -In +In -B| |+B -In +In -B|
|Ampereanzeige| | Voltanzeige |
+-------------+ +-------------+
INLO und COMMON getrennt !
Elektor Juni 2005 zeigt auch eine Lösung, um Spannungen um den Nullpunkt
messen zu können, ohne eine galvanisch getrennte Versorgungsspannung zu
benötigen. Die Abweichung des Messergebnisses liegt im Rahmen der
Offsetspannung des OpAmps (OP07 etc. verwendbar).
+5V (mindestens 3V+Drop-Out Spannung des OpAmps über GND und In)
|
GND --|+\
| >---+
+-|-/ | B+
| | +-----+
+--(--|InLo | Panel
In ----(--|InHi | Meter
| +-----+
| | B-
-5V ---+-----+
Kapazitive Isolation aus einem per 12V versorgten CD40106:
+----------|>o--100pF--+--|>|----+---+-----+
| +--|<|--+ | | | +
| CD40106 | | 100nF Panelmeter
+--|>o---+--|>o--+--|>o--100pF--+--|>|--(-+ | | -
| | | +--|<|--+-----+-----+
+--100R--+ | 1N4148
| | +--|>o--100pF--+--|>|----+---+-----+
100pF | +--|<|--+ | | | +
| | | | 100nF Panelmeter
GND +----------|>o--100pF--+--|>|--(-+ | | -
+--|<|--+-----+-----+
Bei Schaltungen für tragbare Messgeräte sollte man die Batterieanschlüsse
als +Ub und -Ub eventuell benötigter OpAmps hernehmen und COM liefert dann
problemlos die virtuelle Masse ca. 2.8V unter +Ub. Bei Widerstandsmessung,
einfachen NTC Sensoren oder Brücken (KMZ10 Magnetfeldsensor) kann man
beim ICL7xx6 sogar ratiometrisch ohne irgendwelche Verstärker und
Referenzspannungsquellen messen. Ein passender AC/DC-Wandler zur
Wechselspannungsmessung ist in Datenblatt des ICL7611 beschrieben.
--+--R--+--
| | +---20k--+
| | | |
| +--1k--+--|-\ |
| | >--+--
+--------1k--+--|+/
|
20k
|
GND
welche besser 0.1% Widerstände benötigen würde lieber
--+-----R------+--
| |
1k |
+---------+ |
S| /-|--+ |
I|--< | |
| \+|-----+
20k
|
GND
F.9.2. Symmetrische Versorgungsspannung für OpAmps
+ --+------+-----------------+-- +/2
| | |
| +---)---------+ 47uF
| | | | |
10k +--|-\ | |
| | >--10R--+--10R--+-- GND
+-----|+/ |
10k | L272 47uF
- --+------+-----------------+-- -/2
Wenn zur positiven Spannung eine gleich grosse negative Spannung hinzukommen
soll, die nur wenig belastet wird, nimm einen der üblichen Ladungspumpen
Spannungsverdoppler ICL7660/LTC1044/MAX1044 (5V/10mA), LT1026/MAX680,
LTC1044A (12V/10mA) ICL7662 (15V/10mA), MAX619/LTC1046 (5V/50mA) LTC1144
(15V/50mA) LTC/MAX660 (5V/100mA) MAX665 (8V/100mA) MAX889 (5V/200mA)
(Intersil/Linear/Maxim). Schaltplan jeweils im Datenblatt.
F.9.3. Kleinnetzteil ohne Trafo
F.9.4. Einschaltstrombegrenzung
F.9.4.1. MOV Überspannungsschutz
F.9.5. Solarladeregler
Diode
+--------+--|>|---+------+
| | | |
| | +-------+ |
Solarmodul I|---|ICL7665| Akku
| S| +-------+ |
| | | |
+--------+--------+------+
MOSFET
Angesteuert wird der MOSFET von einem Komparator, der die gemessene
Batteriespannung mit einer Referenz vergleicht, z.B. in Form des fertigen
Überspannungssensor ICL7665 eingestellt auf 13.8V. Der Komparator
schaltet bei einer höheren Spannung den MOSFET ein und erst bei einer
niedrigeren Spannung wieder aus (Hysterese), dadurch wird verhindert
das der MOSFET im Analogbetrieb 'halbdurchlässig' wird. Die dabei
entstehende Verlustleistung hält er nämlich nicht aus. Die Hysterese darf
durchaus klein sein (also z.B. 0.1V und nicht 1V), so das der MOSFET
auch bei vollem Akku immer wieder kurz eingeschaltet wird, das führt
zur Erhaltungsladung. That´s it. Wahlweise kann man den MOSFET mit
konstanter Frequenz ansteuern und bei Annäherung von 13.7V an 13.8V
die relative Einschaltdauer von 100% auf 0% zurücknehmen (PWM).
Weiteres unter F.21. Bleiakkus.
Bei einem (Wasser-/Wind-)Generator möchte man nicht kurzschliessen,
sondern die überschüssige Energie verheizen. Also schliesst du deinen
Heizwiderstand einfach in Reihe mit dem Kurzschliess-MOSFET.
F.9.6. Spannungsreferenzen
F.10. Schrittmotoren
Phase 1 ----____----
Phase 2 ____----____
Phase 3 __----____--
Phase 4 --____----__
Eine einfache Methode, um Motoren etwas leistungssteigernd zu betreiben,
ist eine niedrigere Spannung bei Stillstand, eine (für Dauerstillstand zu hohe,
wegen der Spuleninduktivität im Betrieb aber tolerable) Spannung beim Bewegen,
wie in folgender Schaltung für 6V Spulen, oft in Floppys eingesetzt:
+--R--+-- +12V
| |E
Stillst --R--+----|< PNP
+----+ |
| |--Phase1--+ |
| | | |
| ULN|--Phase2--+--+
|2003| |
|o.ä.|--Phase3--+--+--|<|-- +5V
| | |
| |--Phase4--+
+----+
Und wenn ihr einen Schrittmotor mit nur 4 Anschlüssen findet (bipolar), nehmt
gleich einen ordentlichen IC mit Takt- und Richtungssignal (A3977, MC3479,
SAA1042, L297 (Achtung: Geht gerne von Rückwirkungen des Motortreibers in
Latch-Up) +L298, L6506+L6501/2/3, L6208/6209, TA8435) oder 2 Vollbrücken
vom uC aus (L293=SN754410, L298, L6201/2/3, LMD18200, LMD18245, BD622x,
TLE4205/5204/5205/6209) und steuert sie direkt, mit Stromreglung (L297,
L6506, TLE472x/5250, TEA3718) oder im Mikroschritt (PBL3717, TMC236,
A3955/57/72/73/77, L6258, M54640/670/679, MB86521, LB1847/11847,
NJM3772+NJU39610, TA8435 (Toshiba)=IMT901, TB6560 40V 3.5A)
Vollschritt
Phase 1 ++--
Phase 2 -++-
Halbschritt
http://www.trinamic.com/ baut ganze Servo-ICs (regelt Schrittmotor per Encoder
auf Sollposition, inklusive Mikroschritt, jedoch eher nicht geeignet wenn man
mit 2 Motoren Kreise fahren will), jedoch leider in bipolar statt DMOS.
A2919S A3957S A3962S A3964S A3966S A3972SB A3955 Allegro Microsystems Inc
AN6664S AN6668NS AN8208S Matsushita, Panasonic
BA6343 BA6845FS BA6846FS BA6846FV Rohm Co Ltd
CS279 CS293DN16BW CS3710M15 CS3717 CS3770 CS4161 CS8441N8 CS8442N8 Cherry Semiconductor Corp
HA13421A HA13475P Hitachi America
IP293 Semelab PLC
KA2820 KA3100D Fairchild Semiconductor Corp Samsung Electronics Inc
L293 L297 L6219 L6223 L6506 L9925 L9935 ST Microelectronics
LB11946, LB11945H, LB11847, LB1946, LB1945H, LB1945D, LB1847, LB1845, LB1924, LB1923M, LB1823, LB1823M, LB1838M Sanyo Semiconductor Corp
M54640P M54646AP M54670P M54671SP M54672SP M54676P M54677FP M54678FP Mitsubishi Electronics America Inc
MC33192DW Motorola Semiconductor Products Inc
MC3479 ST Microelectronics Motorola Semiconductor Products Inc ON Semiconductor
MTD1110 MTD1120 MTD2001 MTD2003 MTD2005 MTD2007F MTD2009J Shindengen Electric Mfg
PBL3717A ST Microelectronics
SAA1027, SAA1042 Philips
SDK03M SI7230M SI7500A SLA7020M SLA7021M SLA7022MU SLA7024M SLA7026M SLA7027MU SLA7029M
SLA7042M SLA7044M SMA7022MU SMA7029M Allegro Microsystems Inc
http://www.allegromicro.com/ic/motor.asp
SN754410NE Texas Instruments Inc
STK6713 STK672 Sanyo Semiconductor Corp
TA7289 TA7774 TA8068L TA8415P TA8430AF TA8435H TA8529F TB62200 TB6504F
TB6512AF TB6528P TB6560 Toshiba Electronic Components Inc
http://www.semicon.toshiba.co.jp/eng/solution/mtele/moter/steping.html
TCA3727 Infineon Technologies AG
TD6330BP Toshiba Electronic Components Inc
TEA3717DP TEF3718 ST Microelectronics
TLE4726G TLE4727 TLE4728G TLE4729G TLE5250 Infineon Technologies AG
UC1517 UC1717J UC3517 UC3717 UC3770 Unitrode Corp
UCN5804B UCN5804LB UDN2916 UDN2917EB UDQ2916 Allegro Microsystems Inc
UPD16803GS UPD16808GS UPD16813GS UPD16814GS UPD16818 UPD16833 UPD16835 NEC Electronics Inc
F.11. LCD Flüssigkristallanzeigen
> in Scannern verwendeten CCFL (Kaltkathodenfluoreszenz) Leuchtstoffröhern her ?
F.12. VFD Vakuumfluoreszenzanzeigen
F.13. Bauteile prüfen
+---+----------+----+
10k | Summer |
o--+--|+\------+ | |
10R | >-----)--+ Batterie
o--+--|-/-Poti-+ |
10k | | |
+---+----+----------+
Ein genial einfacher Transistortester von Erich Schock ist mit einer
Piezoscheibe mit 3 Anschlüssen aufgabut, wie sie in manche Rauchmeldern
eingesetzt werden (Conrad 712930 hat nach Bild im Katalog auch einen dritten
Anschluss, aber nicht nach Masszeichnung, also kann man sich wohl nicht
darauf verlassen, das Conrad was geeignetes liefert), und bildet einen
Oszillator der automatisch auf der Frequenz der Piezoscheibe schwingt, mit
einem Umschalter ausgestattet um NPN und PNP Transistoren testen zu können.
/o--+-----+---------+
+ --o/ | 220k 510R
: o | +--+ +--+
: | | | | | |
: | | | Piezo |
3..15V : | | | | |
: +--)--+--(----+ |
: | | | | |
:/o | | +---10k--|< <-- zu prüfender Transistor
- --o/ | | |E
o--+ +------------+
http://web.archive.org/web/20050212160036/http://de.geocities.com/xantia99at/tr_pruef.pdf
F.13.1. MOS-Transistoren
ein o-+---+----------------+
+-o/o-o/ | 12V50mAGlühlampe |
| : o | +--D S G--180R--250R Poti
|+ : | | Taster | |
9V : +-)---+----+-----------+
|- : | |
| : o | NPN/NMOSFET/TRIAC+THYRISTOR
+-----o/ |
o-+ PNP/PMOSFET/TRIAC
Man nimmt eine 9V Batterie, hängt den N-Kanal MOSFET mit D über eine
Glühlampe 12V/50mA an + und S an - der Batterie, und das Gate über einen
180 Ohm Widerstand an ein 250 Ohm Poti, das mit + und - verbunden ist.
Ein Aufdrehen des Potis sollte den MOSFET zum Leiten bringen. Bei P-Kanal
MOSFET Batterie verpolen.
Quadrant A2 Gate Triggerart
> Warum sollte bei einem MOS Transistor ein Vorwiderstand vor das Gate ?
F.13.2. Farbcodes
Ring 1 2 3 4 5
schwarz 0 0 *1
braun 1 1 *10 100V
rot 2 2 *100 200V
orange 3 3 *1000 300V
gelb 4 4 *10000 5% 400V
grün 5 5 *100000 500V
blau 6 6 *1000000 600V
violett 7 7 *10000000 700V
grau 8 8 *100000000 800V
weiß 9 9
gold *0,1 5% 1000V
silber *0,01 10% 2000V
ohne 20% 500V
schwarz 0 0 0 *1
braun 1 1 1 *10 1% 100V
rot 2 2 2 *100 2% 200V
orange 3 3 3 *1000 300V
gelb 4 4 4 *10000 5% 400V
grün 5 5 5 *100000 0,5% 500V
blau 6 6 6 *1000000 600V
violett 7 7 7 *10000000 700V
grau 8 8 8 *100000000 800V
weiß 9 9 9 Sicherungswiderstand
gold *0,1 5% 1000V
silber *0,01 10% 2000V
ohne 500V
Sicherungswiderstände sind Metallschichtwiderstände, die bei Überlastung
definiert durchbrennen, und haben oft einen weissen 5ten Farbring (aber
nicht immer, Vishay NFR25 hat violett, andere sind normal beschriftet)
und ein Ausrufungszeichen auf der Platine
)
Meßwiderstände mit Angabe des Temperaturkoeffizienten (DIN 41429 / IEC 115-1-4.5)
schwarz 0 0 0 *1 250ppm
braun 1 1 1 *10 1% 100ppm
rot 2 2 2 *100 2% 50ppm
orange 3 3 3 *1000 15ppm
gelb 4 4 4 *10000 5% 25ppm
grün 5 5 5 *100000 0,5% 20ppm
blau 6 6 6 *1000000 0,25% 10ppm
violett 7 7 7 *10000000 0,1% 5ppm
grau 8 8 8 *100000000 0,05% 1ppm
weiß 9 9 9 Sicherungswiderstand
gold *0,1 5%
silber *0,01 10%
ohne 20%
NTC-Widerstände (Widerstandswert bei t=25°C)
schwarz 0 0 *1
braun 1 1 *10
rot 2 2 *100 2%
orange 3 3 *1000
gelb 4 4 *10000
grün 5 5 *100000
blau 6 6 *1000000
violett 7 7
grau 8 8
weiß 9 9
gold 5%
silber 10%
ohne 20%
Farbcodes von Kondensatoren (Toleranz absolut bei <10pF, relativ bei >=10pF)
schwarz 0 0 *1pF 20%
braun 1 1 *10pF 0,1pF/1% 100V
rot 2 2 *100pF 0,25pF/2% 200V
orange 3 3 *1nF 300V
gelb 4 4 *10nF 400V
grün 5 5 *100nF 0,5pF/5% 500V
blau 6 6 600V
violett 7 7 700V
grau 8 8 *0,01pF 800V
weiß 9 9 *0,1pF 1pF/10% 900V
gold 1000V
silber 2000V
ohne 20% 500V
EIA-96 - Widerstands-Wertkennzeichnung (meist auf SMD)
Diese Tabelle zeigt die ersten zwei Ziffern der drei-Zeichen-EIA96-Kodierung:
01=100 13=133 25=178 37=237 49=316 61=422 73 562 85 750
02=102 14=137 26=182 38=243 50=324 62=432 74 576 86 768
03=105 15=140 27=187 39=249 51=332 63=442 75 590 87 787
04=107 16=143 28=191 40=255 52=340 64=453 76 605 88 806
05=110 17=147 29=196 41=261 53=348 65=464 77 619 89 825
06=113 18=150 30=200 42=267 54=357 66=475 78 634 90 845
07=115 19=154 31=205 43=274 55=365 67=487 79 649 91 866
08=118 20=158 32=210 44=280 56=374 68=499 80 665 92 887
09=121 21=162 33=215 45=287 57=383 69=511 81 681 93 909
10=124 22=165 34=221 46=294 58=392 70=523 82 698 94 931
11=127 23=169 35=226 47=301 59=402 71=536 83 715 95 953
12=130 24=174 36=232 48=309 60=412 72=549 84 732 96 976
Der folgende Buchstabe ist ein Multiplikator:
Y (alt: S)=0.01 X (alt: R)=0.1 A=1 B=10 C=100 D=1000 E=10000 F=100000
Spulen
schwarz X 0 0
braun AA 1 1
rot BA 2 2
orange S 3 3
gelb T 4 4
grün V 5 5
blau W 6 6
violett 7 7
grau Y 8 8
weiß Z 9 9
z.B. rot blau violett grün = BAW75
> Spannungsfestigkeit ?
> Könnte mir jemand mal erklären, wie man diese Angaben entschlüsselt?
A=1.0, B=1.1, C=1.2, D=1.3, E=1.5, F=1.6, G=1.8, H=2.0, J=2.2, K=2.4, a=2.5
L=2.7, M=3.0, N=3.3, b=3.5, P=3.6, Q=3.9, d=4.0, R=4.3, S=4.7, f=5.0, T=5.1,
U=5.6, m=6.0, V=6.2, W=6.8, n=7.0, X=7.4, t=8.0, Y=8.2, y=9.0, Z=9.1
und die Ziffer gibt den Exponenten an. S4 ist also 47nF, eine 9 bezeichnet den
Exponenten -1 (also pF-Angabe mal 0.1). Ein vorangestellter weiterer Buchstabe
kennzeichnet den Hersteller.
F.13.3. linear oder logarithmisch ?
F.14. Kondensatoren
> Ich habe unlängst eine Schaltung gesehen, in der ein
> 2x45V-Trafo-Netzteil mit zwei 63V-Elkos versehen war. Wenn man es
> genau nimmte wäre das eine Leerlaufspg. (beim Nennwert der Netzspg.)
> von (90*sqrt(2)-2)/2=62.6V an den Elkos und das würde ich hinsichtlich
> der Toleranz der Netzspannung als reichlich knapp dimensioniert
> bezeichnen.
Hersteller Elna Illinois Mallory Marcon Nichicon Panasonic Richey Rubycon Sanyo Tecate TF UCC
Chip Electrolytics WX CD50
General Purpose, Axial-Leaded TTA TC/TCG/ TVX SU MDI 701 SME-T, 53D
Low Leakage, Axial-Leaded TLS Z MDIL 714
Hi Temp/-40+105 C. TCX HFA 715E KME-T
Low ESR/-55+105 C. HF, HFS, NHE PZA
Non-Polar, Axial-Leaded SU-NP NA
Non-Polar SU-NP MDIN
NP Speaker Crossover Y MDIN(L)
NP Speaker Crossover Y NA(L) TN
General Purpose RE2 CKR SKR CESEM UVX SU LC TWSS, YK 711 SME-VB
Low Profile RC RSS UVS LP 730 SRG
Hi Temp/-40+105C RJ4 RMR TKR CEUSM UVZ NHE HFR SSP, YXA 725E CD26L KME-VB
Super Miniature RC2 PUM SSR CESSM USA, USL KA SM MS7 724S CD11CX SRAC
Hi Temp SM RC2S PGM CEASM RZ HSM MH7 724SE KMA
Low Leak RB(LL) RLR CE04W-MD KL Z LCL TWL 724E LLA
Three-leaded LC RP2 LCT
Low ESR/-55+105 C. RSE RZM VPR CESFM UPR HFQ PZ TRZ LXF
Low ESR/Hi Rip/Hi Frequency RSH RZS WGR UPL HF/HFU PZ(L)
Non-polar RBP2 BPS CEBPM UVP Bi-Polar SU NC NW RNB CD71 SME-BP
7mm Non-Polarized NS CD71C
NP Speaker Crossover UKZ NC(L) BIW
TV Deflection NC(TV) RNH CDSH KSA-BP
Standard LH2 LBA LPW CEAWF LQ TS TR USP LG SMH
Hi Temp/-40+105° C. LP3J LMU LP CEAUF GQ TRH MXR LGE CD294 KMH
Computer Grade CGS NR CT LSQ CD13N
Es lohnt also, sich auch mal Datenblätter von so profanem Zeugs wie Elkos
anzusehen, z.B. bei Panasonic oder Rubycon
> Multimeter mit Kapazitätsmessung bis 20uF, das dann ca. 11uF anzeigt wohl
> eher nicht ;)
F.14.1. Abblockkondensatoren Stützkondensatoren
F.15. VA = W?
F.16. Welche Sendefrequenzen für Bastler?
> auf irgendeiner Frequenz senden? Gibt es vielleicht so etwas wie eine
> "Bastlerfrequenz"?
F.16.1. Schädlichkeit von elektrischen Feldern und elektromagnetischen Wellen
I [mA] ^
|
55 | /
45 | /
35 | /
25 | /
15 | \___________________/
5 |
+-------------------------------->
10 100 1000 10000 f [Hz]
Bei Frequenzen oberhalb von ca. 7kHz kann man nicht mehr von einer
Loslassstromstärke sprechen, da hier die oben beschriebenen Effekte
i.d.R. nicht mehr auftreten, die Vorgänge in der Muskelzelle sind
einfach zu langsam.
F.17. Laserdioden
F.18. Wasserstandsmesser
F.19. Wellenwiderstand eines Kabels
> "Ich auch nicht. Habe ich Ihnen gesagt, sie sollen sich darunter was vorstellen?"
> Deswegen hier meine Frage: Was kann man sich darunter vorstellen?
____________________
Ausgang --50R---____________________---+-- Eingang
50R Leitung | |
| 50R
| |
GND GND
F.20. Firma aufbauen
> ... Diesen Punkt hätte ich beinahe aus den Augen verloren.
> ein Zusammenstellen einiger hochintergrierter Chips ist.
F.20.1. CE-Zeichen / Elektronikschrott / RoHS / WEEE / Bleifrei
F.21. Akkus und Memory Effekt
Trafo Diode
o---+ +---|>|--o +
230V~ S:S Akku (geht nur mit speziellem Trafo!)
o---+ +--------o -
Der Akku muss bei diesem simplen Ladeverfahren vor dem Aufladen ausreichend
entladen sein, damit man ihn nicht überläd. Er ist entladen, wenn unter
Belastung die Spannung unter 0.9V/Zelle fällt, da lässt das Gerät dann auch
meist deutlich nach. Entlädt man einen Akku aus mehreren Zellen weiter,
beginnt die Tiefentladung, die dem Akku schadet, so bald eine Zelle unter
0V entladen wird, also von den anderen Zellen über das Gerät hinweg umgepolt
wird. Hat der Akku deswegen einen Zellenschluss (also eine intern
kurzgeschlossene Zelle mit dauerhaft 0V) wird oft das billige Ladegerät
überlastet, so das dessen interne Temperatursicherung abschaltet. Man muss
dann zusätzlich zum Akku im Gerät auch die Temperatursicherung im Trafo des
Laders auswechseln, falls sie auswechselbar ist.