de.sci.electronics-FAQ V2.60 Stand: 1.9.2010 A. Allgemeines B. Bitte C. Charta D. Dank E. WWW/Suchmaschinen F. Häufig gestellte/beantwortete Fragen F.1. Elektronikversender F.2. Grundausstattung des Bastlers F.3. Schaltungsvorschläge F.4. Löten F.4.1. Entlöten F.4.2. Crimpen F.4.3. Steckerbelegungen F.5. Software zur Erstellung von Schaltplänen und Layoutvorlagen F.5.1. Schaltungssimulation F.5.2. Taschenrechner F.5.3. VCC & Co. F.6. Herstellung von Leiterplatten F.6.1. Durchkontaktieren F.6.2. Silberleitlack F.6.3. Lötstoplack F.6.4. Layout F.6.5. Folienleiter F.7. Microcontroller F.7.1. Atmel AVR Controller F.7.2. Microchip PIC F.7.3. Intel 8051 kompatible F.7.4. EPROMs / GALs programmieren F.7.5. EPROMs löschen F.7.6. Massenspeicher an Mikrocontrollern F.7.7. Flash-EEPROMs F.7.8. A/D - D/A Wandler F.7.9. serielle Schnittstelle RS232 F.7.10. Speicherprogrammierbare Steuerungen SPS F.8. LEDs F.8.1. Multiplexanzeigen F.8.2. Laufschrift F.8.3. Infrarot Fernbedienungen F.9. Netzteile F.9.1. Labornetzteile F.9.2. Symmetrische Versorgungsspannung für OpAmps F.9.3. Kleinnetzteil ohne Trafo F.9.4. Einschaltstrombegrenzung F.9.4.1. MOV Überspannungsschutz F.9.5. Solarladeregler F.9.6. Spannungsreferenzen F.10. Schrittmotoren F.11. LCD Flüssigkristallanzeigen F.12. VFD Vakuumfluoreszenzanzeigen F.13. Bauteile prüfen F.13.1. MOS-Transistoren F.13.2. Farbcodes F.13.3. linear oder logarithmisch ? F.14. Kondensatoren F.14.1. Abblockkondensatoren Stützkondensatoren F.15. VA = W? F.16. Welche Sendefrequenzen für Bastler? F.16.1. Schädlichkeit von elektrischen Feldern und elektromagnetischen Wellen F.17. Laserdioden F.18. Wasserstandsmesser F.19. Wellenwiderstand eines Kabels F.20. Firma aufbauen F.20.1. CE-Zeichen / Elektronikschrott / RoHS / WEEE / Bleifrei F.21. Akkus und Memory Effekt F.21.1. Schutz gegen Tiefentladung F.21.2. Verpolschutz F.22. Transistoren und Dioden F.22.1. MOSFET Treiber F.23. Das KFZ-Bordnetz F.24. Schaltregler F.24.1. KFZ 'Netzteile' F.25. Motoren & Dimmer F.25.1. Snubber F.25.2. Entstörung von Relais an Mikrocontrollern F.26. Roboter F.27. Oszilloskop F.28. Drehstrom F.29. Quadraturdecoder für Inkrementaldrehgeber F.29.1. Entprellen von Tastern F.30. Audioverstärker F.30.1. Operationsverstärker F.30.2. Audioeffektgeräte F.30.3. Dynamikkompressoren / Limiter F.30.4. Dezibel F.31. Oszillatoren F.32. Temperaturmessung F.32.1. Gas-Sensoren F.33. Drosseln & Spulen F.34. Gehäuse G. Links H. Drucker (Tinte / Laser) H.1. CD-Player / CD-Brenner / DVD-Laufwerke I. Magazine J. ASCII art oder: Warum kann ich die gepostete Schaltung nicht lesen ? K. Kritiken und Buchempfehlungen L. Patente M. Elektroinstallationen N. Schluss *----- A. Allgemeines Die aktuellste Version dieses Dokuments ist erhältlich auf http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.txt (ASCII-Version) Diese Zusammenstellung ist unter der Einschränkung kopierbar, dass dieser Absatz an dieser Position gut und unverändert lesbar bleibt. Die Rechte an den Beiträgen bleiben bei den Autoren. Deren Einverständnis mit der Veröffentlichung wird vorausgesetzt bis wir gegenteiliges hören. Jeder, der zur FAQ etwas beitragen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Ob du nur Tippfehler verbessern willst, einen Link korrigieren kannst, einen Stichpunkt in einer Liste hinzufügen möchtest, einen Absatz durch einen besser verständlichen ersetzen möchtest oder gleich ein ganzes Kapitel dazuschreibst, alles ist willkommen. Es sollte sich halt nur möglichst auf tatsächlich "häufig gestellt Fragen" beziehen, nicht Grundlagen per se. Schicke deine Änderungen an mich (eMail-Adresse siehe Newsgruppe), damit sie eingearbeitet werden können. Preisangaben sind nur als Anhaltspunkte gedacht, denn der Anbieter kann seit Erfassung seine Preise verändert haben. Alle Preise wurden am 1.1.2002 von DM auf Euro umgestellt und grosszügig gerundet. Es bleibt Ihnen also nichts anderes übrig, als die Preise noch mal nachzurecherchieren. Falls Sie dabei eine Abweichung erkenne, würden wir uns um Nachricht freuen. Alle eMail-Adressen wurden zur Bekämpfung von Spam entfernt. Kontakt siehe http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ . Da auf Grund der Vielzahl der Links nicht alle regelmässig überprüfbar sind, bitten wir um Hinweise wenn der referenzierte Inhalt rechtlich zweifelhaftes enthält oder ein Link nicht mehr gültig ist, die Seite woanders liegt *----- B. Bitte - news:de.newusers.infos lesen, vor allem die dämliche, typisch deutsche Realnamensdiskussion nicht ständig mit falschen Behauptungen neu aufrollen http://www.realname-diskussion.info/faq.htm - richtig diskutieren, sachlich und inhaltlich korrekt. Ignoriert Flames, OffTopic, Crossposts und Werbung, das wächst sich sonst zu einem nervend langen Thread aus. - Vollquotes und dann nur einen kurzen Satz dazuschreiben ist bäh - alles zum Thema dir bekannte bereits in der ersten Frage hinschreiben. Wer erst hinterher mit wesentlichen Rahmenbedingungen ankommt, weil er vorher sie zwar schon kannte, aber zu faul war sie hinzuschreiben, verhält sich wie ein Arschloch, der jemanden um Hilfe bittet (z.B. "Kannst du mir mal das Radio reparieren"), dann aber das reparierte Radio unmittelbar in den Mülleimer wirft und weitergeht. Die Leute, die sich zu Beginn bemüht haben, Antworten auf die faule Frage zu finden, fühlen sich zu Recht verprellt. - keine Meckerei über Rechtschreibfehler und Sprachschwierigkeiten oder angebliche Formfehler. - Unter das Zitierte schreiben, nicht (TOFU) drüber ! Seufz. - echten Namen verwenden, alles andere ist unhöflich - keine unaufgeforderte Werbung posten, ausser es ist die konkrete Antwort auf eine dazu passende Anfrage, und du machst das nicht zu oft (das nervt und du riskiert es im Killfile zu landen !). - wundere Dich nicht über einen Fremdcancel, wenn du in mehr als drei Gruppen oder mehrere identische Artikel postest. - keine Grafiken, die werden von vielen News-Servern eh automatisch gelöscht. Wenn du ein Bild oder eine Schaltung posten willst, leg's auf eine kostenlose Homepage und poste den Link. - wenn man sich auf Sachen von Conrad bezieht, bitte postet auch die 6-stellige Bestellnummer (die letzten 2 Ziffern sind nur die Katalognummer), nicht die Katalogseitenzahl alleine. So kann man über http://www.conrad.de/ sich schnell anzeigen lassen, was du meinst, oder sich bei http://www.produktinfo.conrad.com/index_de.html Datenblätter und Bauanleitungen holen. Bei http://www.pollin.de/ sind die ersten beiden Stellen der Katalogbestellnummer auf der WebSite webzulassen, sonst wird der Artikel nicht gefunden. Ebenso bei http://www.elv.de/ und http://www.farnell.de/ bitte Bestellnummern angeben. - Wenn du ein Problem gelöst hast, freuen wir uns auch über eine Erfolgsmeldung. Du produzierst damit keinen überflüssigen Traffic, sondern es können alle von dir lernen, deren Antwort nicht passte. Danke. *----- C. Charta de.sci.electronics Elektronik in Theorie und Praxis, gegründet 1994 von Thomas Schaerer und Martin Huber In diesem Diskussionsforum soll es um den praktischen Erfahrungsaustausch über analoge und digitale Schaltungstechnik, elektronische Komponenten, Entwicklungsmethoden, Entwicklungspraxis, Messgerätepraxis, Computerperipherie, Mikroprozessoren und -controller, DSPs, etc., aber auch um Grundlagen gehen. Dieses Forum soll dem Anfänger in gleicher Weise dienen wie dem Fortgeschrittenen. Die gegenseitige Unterstützung in allen Belangen der Elektronik soll der Leitgedanke dieser neuen Newsgruppe sein. Obwohl die Praxis im Vordergrund stehen soll, heisst dies nicht, dass keine theoretischen Diskussionen stattfinden sollen. Die folgenden Gruppen befassen sich auch mit Elektronik in deutscher Sprache: news:fido.ger.elektronik (zumindest auf online.de nicht geführt) news:maus.technik.elektronik news:z-netz.alt.elektronik auch erreichbar über http://www.newsoffice.de/ http://groups.google.de/ das Batronix Forum http://www.progforum.com/ Bei spezifischen Themen frage besser in den Newsgruppen, die sich speziell mit dem Thema befassen, da wissen die Leute einfach mehr. news:de.sci.ing.elektrotechnik (Verkabelung, Motoren, Generatoren) news:de.rec.tv.technik news:de.comp.* insbesondere news:de.comp.hardware.* news:de.comm.isdn.technik news://news.cadsoft.de/eagle.support.ger (Eagle Leiterplattenlayoutprogramm) http://www.sps-net.de/cgi-bin/board/view.pl (SPS) news:de.etc.fahrzeug.auto news:de.etc.fahrzeug.misc news:de.rec.heimwerken news:de.rec.modelle.bahn news:de.rec.musik.audio news:de.alt.radioscanner news:de.sci.chemie news:de.sci.ing news:de.sci.mathematik news:de.sci.physik Wenn du etwas verkaufen oder anbieten möchtest, sind die oben genannten Newsgruppen der falsche Ort dafür. Nimm: news:z-netz.fundgrube.biete.elektronik news:z-netz.fundgrube.suche.elektronik news:de.markt.comp.hardware http://www.funkboerse.de/ Und wenn du der englischen Sprache mächtig bist, gibt es eine Reihe englischsprachiger Newsgruppen, in denen sich teilweise Antworten auf schwierige Fragen erhalten lassen. In sci.electronics.design findest du z.B. Winfield Hill, einen der Autoren des vielzitierten Buches "Art of Electronics / Hohe Schule der Elektronik". news:sci.electronics.basics (Grundlagenfragen) news:sci.electronics.cad (Leiterplattenerstellung) news:alt.electronics.manufacture.circuitboard (Leiterplattenherstellung) news:sci.electronics.components (Bauteile und Beschaffung) news:sci.electronics.design (Schaltungsentwicklung) news:sci.electronics.equipment (Messgeräte) news:sci.electronics.misc news:sci.electronics.repair (Reparatur elektronischer Geräte) news:alt.engineering.electrical Forum www.rft-hifi.de (Reparatur von RFT-Geraeten) news:comp.arch.embedded (Microcontroller) news:comp.arch.fpga (programmierbare Logikbausteine) Und der Vollständigkeit halber: news:aus.electronics news:es.ciencia.electronica news:fr.sci.electronique news:japan.handmade.electronics news:misc.industry.electronics.marketplace news:misc.industry.utilities.electric news:rec.boats.electronics news:sci.chem.electrochem.battery news:sci.engr.electrical.compliance news:sci.engr.electrical.sys-protection news:sci.physics.electromag news:tw.bbs.sci.electronics Allgemeine Regeln zur Benutzung von Newsgruppen finden sich hier: news:de.newusers.infos http://www.faqs.org/ http://www.bruhaha.de/laws.html *----- D. Dank Von: Ralf Stephan 23.11.1999 Hiermit Dank an alle Usenet-Autoren und denen, die an diesem Dokument mitwirkten: Ralf Stephan (Initiator, bis V1.2) Jan Torben Heuer (Mitinitiator) Markus Wannemacher (Mitinitiator) Manfred Winterhoff (Schreiber, V1.3) Patrick Schnabel (WebSite) Christian Almeder (Schreiber, V1.4) Ing. Franz Glaser (Schreiber, Mirror) Thomas Steffen (Schreiber) Uwe Bredemeier (Schreiber) Michael Linnemann (Schreiber) Jürgen Neumann-Zdralek (Schreiber) Thorsten Klose (Schreiber) Robert Hoffmann (Schreiber) Thomas Rehm (Schreiber) Roland Praml (Schreiber) Oliver Bartels (Schreiber) Mario Ruetti (Schreiber) Rafael Deliano (Schreiber) Oliver Betz (Schreiber) Manuel Borchers (Mirror) Thorsten Ostermann (Mirror) *----- E. WWW/Suchmaschinen Von: Ralf Stephan 23.11.1999 und MaWin 17.7.2000 Das WWW und dessen Suchmaschinen sind deine Freunde. Die meisten Hersteller elektronischer Bauteile und Geräte haben sehr früh begriffen, wozu das WWW taugt (kein Wunder, Branchennähe). Du findest inzwischen sehr viel im Netz, wenn du nur das richtige Stichwort in die richtige Suchmaschine eingibst. Das heisst, das die meisten Leute in d.s.e damit umgehen können - sei daher nicht beleidigt, wenn man Dich darauf hinweist, wie einfach du dir auch selbst deine Fragen beantworten kannst. Vor dem Posten solltest du natürlich auch mal in den Nachrichten blättern, die auf deinem News-Server eh schon vorliegen. Das heisst nicht, dass alte Fragen in neuem Gewand und mit interessanten Neuerungen hier verpönt sind -- im Gegenteil.! -- von guten Fragen und Antworten lebt dieses Forum sprichwörtlich. Achte aber bitte auf exakte und ausführliche Fragestellung, in der alle dir bekannten Angaben zum Problem enthalten sind, auch wenn sie dir unwichtig erscheinen. Schliesslich fragst du, weil du beim Nachdenken in eine Sackgasse gelaufen bist. Meistens hätte man schon bevor das Problem auftauchte einen anderen Weg einschlagen sollen. Die 'Antworter' sind keine Hellseher und es gibt meist viel mehr Lösungsvarianten, als du dir denken kannst, daher sind Hintergrundinformationen unbedingt notwendig. Was nicht schon in d.s.e oder anderen spezielleren Foren durchgekaut ist, liegt aber womöglich auf einer der Milliarden Webseiten. Die zur Zeit besten Suchmaschinen, neben Metasearchern, dafür sind wohl: http://www.alltheweb.com/ http://www.northernlight.com/ http://www.google.com/ (auch Newsgruppenarchiv) http://www.lycos.com/ http://www.yahoo.com/ http://www.yahoo.de/ http://searchpdf.adobe.com/ http://www.octopart.com/ (Elektronikhändler nach Rubriken) Diese Maschinen geben auch auf deutschsprachige Stichwörter Ergebnisse, die dann meist auf deutschsprachige Seiten verweisen. Datenblätter für aktuelle Bauteile werden meist problemlos von allgemeinen Suchmaschinen entdeckt, zudem gibt es umfangreiche Verzeichnisse http://www.alldatasheet.com/ http://www.datasheetlocator.com/ http://www.bgs.nu/sdw/a.html (Links auf Herstellerseiten) http://www.datasheetcatalog.com/ http://www.datasheetarchive.com/ http://www.uk-electronic.de/sch_blaetter_a.html (Synthesizer) http://www.mif.pg.gda.pl/homepages/frank/index.html http://www.shinjo.info/frank/index.html (Röhren) http://www.ic-ts-histo.de/ (privat) http://sluzhebka.com/DataSheet/DataSheets%20TI%20+%20SSI.PDF (CD-ROM/Festplattenchips von TI) http://computer-refuge.org/bitsavers/ http://bitsavers.informatik.uni-stuttgart.de/ http://www.textfiles.com/bitsavers/ (uralte Intel/Zilog und Computerhandbücher ab 1946) http://www.tu-chemnitz.de/etit/zentral/ddr/ http://www.elektron-bbs.de/elektronik/tabellen/ddr/index.htm (DDR Vergleichstypen) http://oldradio.tesla.hu/ Auch die Hersteller haben meist kostenlose Suchmaschinen für ihre Produkte. http://www.bgs.nu/sdw/ und http://www.xs4all.nl/~ganswijk/chipdir/index.htm helfen dir beim Finden der Firmen-Webseite, auch ausgehend von der IC-Bezeichnung. http://www.sachon-zvei-elektro-einkaufsfuehrer.de nennt Hersteller nach Produktgruppen, ähnlich die Kennzifferzeitschrift Markt & Technik, die zur Standardlektüre jedes Elektronikfertigenden gehört. Eine Liste der Halbleiterhersteller mit URLs, deutschen Adressen und Distributoren, Versender, Broker und Beschaffer in D + CH + A ist auf http://www.aufzu.de/semi/halbleit.html und eine Anfrage bei 20+ Händlern geht mit http://www.findchips.com/ schnell. Viele Hersteller bieten kostenlos CDs mit dem Inhalt ihrer WebSites an, und manchmal werden diese kostenlosen CDs dann teuer von Elektronikversendern weiterverkauft :-( Antworten auf viele Fragen beantworten die folgenden Sites. Allerdings sind hier meist englischsprachige Texte referenziert. Trotzdem, versuche es bitte erst hier, gerade wenn es um Reparatur von Handelselektronik geht: http://www.michaelruge.de/download.htm (MausNet Elektronik FAQ) http://www.bruker.de/~ah/papers/de.rec.musik.hifi-FAQ.txt (d.r.m.h FAQ) http://www.repairfaq.org/ (Sam's sci.electronics.repair FAQ) http://www.repairfaq.org/filipg/LINK/F_LINK_IN.html (Fil's FAQ-LinkIn Corner) http://www.repdata.de/ http://www.amasci.com/amateur/elehob.html (ELECTRONICS HOBBYIST) http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/mawin.htm (MaWin's Linklist) http://www.elektronik-kompendium.de/ (Grundlagenkurse online) *----- F. Häufig gestellte/beantwortete Fragen Von: Ralf Stephan 23.11.1999 Dieses Kapitel enthält herausragende Artikel einiger d.s.e-Autoren. Die Auswahl musste natürlich subjektiv stattfinden, und konnte erst einen kleinen Teil der Artikel berücksichtigen. *----- F.1. Elektronikversender Von: MaWin 17.7.2000 > Gibt es ausser Conrad noch andere Elektronikhändler ? Die meisten Versender sind inzwischen online erreichbar. Es lohnt sich, die Preise zu vergleichen. Aber Beschaffbarkeit und Lieferbarkeit spielt letztlich die grössere Rolle. Wenn man ein spezielles Teil braucht, wird man auch den Rest bei diesem Versender kaufen, um Portokosten zu sparen. Es lohnt sich, immer etwas Nützliches auf der Wunschliste zu haben (Tintenpatronen :-) Distributoren sind für gewerbliche Kunden und liefern meist nur ganze Verpackungseinheiten. Die in vielen Städten noch bestehenden lokalen Elektronikgeschäfte sind zwangsweise teurer und haben eine geringere Auswahl. Also unterstützt eure Elektronikläden, wenn euch daran liegt, das es sie morgen auch noch gibt. Wer selbst Bauteile übrig hat und diese nicht bei eBay einstellen möchte, kann Bauteile auch hier anbieten, und natürlich suchen: http://www.bauteiletauschen.de/ Metasuchmaschine: http://www.findchips.com/ http://www.reichelt.de/ (10 EUR Mindestbestellwert) http://www.pollin.de/ (Restposten) http://www.edel-schrott.de/ (Restposten, Versand 4 EUR) http://www.oppermann-electronic.de/ (Restposten, Mindestbestellwert 10 EUR, Versand ab 5.95 EUR) http://www.segor.de/ (achte auf 'Lagertyp', c't Projekte) http://www.darisus.de/ = http://darisusgmbh.de/ (hat, was andere nicht haben, kaum teurer als Reichelt, Versand ab 5 EUR) http://www.conrad.de/ = http://www.cxtreme.de/ (schnellere WebSite) http://www.elpro.org/ (Nettopreise!) http://www.schuro.de/ (viele Audio-Teile) http://www.sander-electronic.de/ (viele Sensoren) http://www.kessler-elektronik.de/ (auch eBay, Mindestbestellwert 10 EUR, Versand ab 4,95) http://www.hinkel-elektronik.de/ (Mindestbestellwert 20 EUR, Versand ab 7.14 EUR) http://www.tn-electronics.de/ (Mindestbestellwert 10 EUR) http://www.csd-electronics.de/ (Versand ab 3,59 EUR) http://www.rec-electronic.de/ (auch Bausätze) http://www.derelektronikershop.de/ (Versand ab 3,50 EUR) http://www.conelek.de/ (Versand ab 6,10 EUR) http://www.muekra.de/ (Versand ab 5,90 EUR) http://www.geist-electronic.de/ http://www.it-wns.de/ http://www.heho-elektronik.de/ (Mindestbestellwert 10 EUR) http://www.rockinger.com/ (Musikelektronik) http://www.farnell.de/ (online, an privat erst ab 50 EUR) http://www.hbe-shop.de/ (für Privatkunden) http://www.technik-welt.at/ (Farnell-Wiederverkaeufer) http://de.digikey.com/ (unter 65 EUR Bestellwert 18 EUR Versand, dazu Einfuhrumsatzsteuer die per Nachnahme erhoben wird welche noch mal 11,90 EUR ausmacht, man aber von Digikey erstattet bekommen kann) http://www.rs-components.de/ http://www.rsonline.de/ http://www.tme.eu/ (aus Polen) http://www.elektronikladen.de/ (Microcontrollerboards) http://www.strixner-holzinger.de/ (Altware, Halbleiterliste download) http://www.bassenberg.de/ (Neu- und Altware) http://www.bg-electronics.de/ (Neu- und Altware, Mindestbestellwert 10 EUR Versand ab 4 EUR) http://www.demotronic.de/ (Altware, Halbleiterliste download) http://www.materialboerse.de/ (Chipbroker) http://www.4source.de/ (Chipbroker) http://shop.spulen.com/ (Kupferlackdraht, Kerne, Anfertigung) http://www.musikding.de/ (Musikelektronik, Versand ab 2.50) http://www.elv.de/ (Bausaetze) http://www.box73.de/ (Funkamateur-Shop) http://www.elw-shop.de/ http://www.mir-elektronik.de/ (Schrittmotoren) http://www.gev-elektronik.de/ (Leistungs- und Präzisionswiderstände) http://www.btb-elektronik.de/ (Roehren) http://www.flick-elektronik.de/ (Batterien, Akkus, Roehren) http://www.tec-shop.de (Roboterbauteile, Versand ab 2.95) http://www.neuhold-elektronik.at/ http://www.griederbauteile.ch/ http://www.nova-elektronik.de/ (Distri) http://www.lta.at/ http://www.ribu.at/ http://www.elcomp.at/ http://www.ng-electronic.at/ http://www.technotronic.at/ http://www.drauelectronic.at/ http://www.it-wns.de/ (Bausätze von Thomas Held und deren Einzelteile verkauft von Ute Held) http://business.lieske-elektronik.de/ (Ela-Bedarf) http://www.accu.de/ (teure Spezialakkus) http://www.die-wuestens.de/ (seltene Roehren teuer etc.) http://www.tube-town.net/ http://www.military-tubes.com/ http://store.tubedepot.com/tubesbybrand.html (Röhren aus aktueller Produktion) http://www.schukat.de/ (gewerblich) http://www.ebv.com/ (AvNet Distri) http://www.fischerelektronik.de/ (Fassungen, Gehaeuse, Luefter, Distri) http://www.atlantikelektronik.com/ (Distri) http://www.futureelectronics.com/ http://www.buerklin.de/ (mag keine Privatpersonen) http://www.menges-electronic.de/ (kein Katalog online) http://www.usbid.com/ (abgekündigte Bauteile) http://www.materialboerse.de/ (so was wie usbid) http://www.glyn.de/ (Japanware, Liste download, gewerblich) http://www.fg-elektronik.de/ (Stromversorgung, Trafowickeln) http://www.pkelektronik.com/ (Werkzeuge, Weller, Wire-Warp) http://www.nessel-elektronik.de/ (Modellbau Crimptechnik) http://www.spezial.de/ (Distri Maxim, Epson) http://www.distrelec.de/ http://www.schuricht.de/ (Distri) http://www.muetron.de/ (Distri) http://www.msc-ge.com/ (Distri) http://www.holz-elektronik.de/ (Distri) http://www.hev-electronic.com/ (Distri) http://www.rutronik.com/ (Distri) http://www.retronic.de/ (Distri) http://www.spoerle.com/ (Distri) http://www.pr-tronik.de/ http://www.framos.de/ (Distri) http://www.andyfunk.de/ http://www.andyquarz.de/pageID_4902356.html (kundenspezifische Quartze, siehe auch Si571) http://www.astroelectronic.de/epson.htm (Epson programmierter Oszillator fuer 25 EUR) http://www.wimo.com/ (Funkgeraete, Restposten) http://www.sauter-trafo.de/ (Trafokerne, Kupferlackdraht, Wickelkörper, Isolierfolie) http://www.av-tv.de/ http://elektro-ersatzteile.org/ (Antriebsriemen) http://www.tvteile.de/ http://www.batt-mann.de/ http://www.led-discount.com/ = http://www.eska-technik.com/ http://www.digitallehrer.de/ (Quartze Standardfrequenzen und Sonderanfertigungen, Silikontastaturmatten) http://www.albs.de/ (ALPS Kleinmengen) http://www.amidon.de/ (Profi Elektronik) http://www.deltron-components.de/ (Advanced Interconnections BGA Sockel) http://www.alphastat.de/ (Potentiometer) http://www.securitec-gerlach.de/ (Video) http://www.elektronikersatzteil.com/ (ehemals Meinhard-Electronic.de, Japantransitoren.de Zeilentrafos.de) http://www.polytec.de/ (Hochtemperatur-Keramik-Vergußmassen, Kleber von Cotronics, Abformmaterial Replicast. Keramikpapier (mech. Eigenschaften ähnlich Schreibmaschinenpapier, aber feuerfest), Silberkleber, Epoxikleber DURALCO temperaturfest für Teflon el./therm. leitfähig, Wärmeleitpaste bis 260°. X-Y-Positionier-Tische mit DC- und Schrittmotor-Antrieb, Monochromatoren, Diodenarray-Spektrometer (-bausätze).) http://www.ersatzteile-online.biz/ http://www.ts-audio.biz/ (günstige LCD Gläser) http://www.arcadechips.com/ (alte Spielkonsoltenchips) http://www.hzd.biz/ Bauteilbroker http://www.goldmine-elec.com/ (Restposten U.S.A.) Friesenhan Elektronik Hohengehren 07153 945241 EBT Optronic Bad Dürkheim (weisse LEDs für 1.50) MIRA Nürnberg (SMD Kleinmengen) Meyer Elektronik Karlsruhe 0721 377171 (19" Gehaeuse) A.J. Mayer Electronic Heimertingen, 08335 1214, AV-IC's T. Hartwig Elektronik Staufenberg 05543 3317 (Endstufengehaeuse) Heinze & Bolek Coburg 09561 5548-0 (Roehren) Seltronics GmbH, Beethovenstr. 35, 85521 Ottobrunn, Tel. 089/609 1001, Fax 089/609 1005 (Wire-Wrap) Gerwert-Electronik, Albbruck, 07753/92130, Japanteile Stuut & Bruin, den Haag, Nederlande, 070/3604993 ruf electronics, Höhenkirchen, 08102-7443-0 (Praezisionswiderstaende) Gewerbliche Kunden erfahren Beschaffungsquellen aus den kostenlosen Kennzifferzeitschriften wie Markt & Technik, Elektronik, Design & Elektronik (http://www.elektroniknet.de/). Die Marktübersichten sind online verfügbar. Beschaffungsquellen aus China sind zu finden bei http://www.alibaba.com . Speziellere Bauteile (Sensoren etc.) finden sich bei spezielleren Händlern. Siehe http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/mawin.htm Vergleichstypen sucht man bei http://www.electronica-pt.com/db/componentes.php und manchmal werden welche genannt bei http://www.ersatzteilblitz.de/ Bei http://www.bsh-group.de/ finden sich (wenn man sie findet bei der katastrophen WebSite) im Notfall Ersatzteile für Siemens und Bosch Geräte per Versand, aber zu superfrechen Preisen: Ein Geschirrspüler, der neu 499 EUR kostet, kostet in Ersatzteilen 2187 EUR. Man kauft dort also nur, was man woanders nicht bekommt, und was man nicht ersetzen kann, und keinesfalls Schrauben, elektronische Einzelbauteile oder so. Ein Kondensator, den es bei Reichelt für 89 Cent gibt, wird dort schon mal für 25 EUR vertackert. *----- F.2. Grundausstattung des Bastlers Von: MaWin 17.7.2000, Michael Rübig 18.5.2010 Man hat den Eindruck, als ob sich immer weniger Leute mit Elektronikbastelei als Hobby beschäftigen. Dabei war es noch nie so kostengünstig wie heute, und noch nie so einfach, sich die notwendigen Informationen zu beschaffen. Zwar kann man alle elektronischen Geräte des täglichen Bedarfs preiswert fertig kaufen, aber das Spektrum der 'selbstbaubaren' Geräte ist wesentlich umfangreicher als früher. Vom Selbstbau-Handy, -Fernseher oder -PC wird man die Finger lassen, aber interessanterweise sind bereits HiFi-Verstärker (DIE Paradebeispiele für angeblichen Preisdruck) billiger im Selbstbau als im Laden. Und bei Reparaturen zahlen sich Elektronikkenntnisse erst recht aus. Von: Clemens Waechter, 25.3.2008 Ein prinzipieller Einstieg ist leichter geworden. Wenn man sich aber an Techniken wie USB und Ethernet versuchen will, dann ist das für mich ähnlich schwierig wie das was Du damals [Vor-Internet-Aera] gemacht hast. Allerdings gibt es auch da inzwischen Fertigpakete, die einem das Leben leichter machen: Ethernet: Lantronix XPort, Olimex ENC28J60H, Pollin AVR NetIO. USB: FTDI FT232RL (auch auf Platine über eBay), wenn man keine hohe Performance braucht. Von: MaWin 17.7.2000 Besser als ein fertiges Starterset ist es, wenn man sich einige Gerätschaften selber zusammenkauft. Für Schüler gab es bis 2001 die Elektronikkästen von Schuco (früher Philips) http://ee.old.no/ oder die einfacheren von Kosmos http://www.generalatomic.com/teil1/index.html . Deren Anleitungsbücher kann man sich herunterladen, aber so toll waren die nicht, es wird zwar erklärt wie man z.B. einen aufgebauten Multivibrator langsamer blinken lässt, aber nicht wie sich die darin beteiligten Transistoren gegenseitig sperren, also nur oberflächliche Bedienweise statt tiefergehendem Verständnis gelehrt. Im Ausland http://www.ramseyelectronics.com/cgi-bin/commerce.exe?preadd=action&key=PL130 Heute sind die Steckbrett-Baukästen von http://www.franzis.de/ trotz ähnlicher Qualität der Handbücher die bessere Wahl, vor allem seit einer Preissenkung auf 29.95 EUR. Lernpaket Elektronik ISBN 978-3-7723-5296-6, Lernpaket Elektronische Schaltungen selbst entwickeln und aufbauen ISBN 978-3-7723-5778-7, als Restposten günstig bei Pearl http://www.pearl.de/a-PK3751-8355.shtml oder im Ausland http://www.makershed.com/ProductDetails.asp?ProductCode=MKSL1&Show=ExtInfo weil echte elektronische Bauelemente und ordentliche Steckbretter verwendet werden. Bausätze übertreiben oft (Mückenscheuchen verscheuchen keine Mücken, etc.) können aber den Einstieg in die Elektronik erleichtern. Wer nur ein Buch für Kinder haben will, ist vielleicht mit "Der kleine Elektroniker: Band 1 - Erste Versuche" ISBN 3837003310 zufrieden. http://www.elv.de/ http://www.velleman.be/ http://www.kemo-electronic.com/ http://www.electronicum.at/ http://www2.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/900000-924999/909222-an-01-de-CONRAD_ADVENTSKALENDER_24_EXPERIMENTE.pdf Für den Lehrbetrieb gibt es http://www.conatex.com/shop/product_info.php?cPath=1_322_323&products_id=325 http://www.grs-physik-shop.de/pdf/discitron_prospekt.pdf http://www.lectron.de/ Wer es ohne Baukasten probieren will: a) Ein Lötkolben. Für den Anfang tut es gut ein Ersa TIP260 mit Lötspitze 162KD von z.B. http://www.reichelt.de/. Für SMD hilft gut ein zweiter, der darf dann auch temperaturgeregelt sein. Luxuslötkolben kommen z.B. von Pace oder Metcal, aber JBC's AD2950 hat die Klassiker wohl ausgebootet. Billige 5 EUR Lötkolben sollte man sich nicht antun. b) 100g bleihaltiges Elektroniklötzinn 1mm, 1.7m Entlötlitze 2mm, Flussmittel als Stift oder Kolophonium (http://www.conrad.de/ 813419) in Spiritus auflösen. Kein Lötlackspray (davon geht 90% daneben und es klebt ewig bis man es endlich mit dem Haarfön trocknet), und auf keinen Fall Lötfett oder Salzsäure, in solchen absoluten Notfällen noch eher Tannenharz mit etwas Aspirin. c) Ein einfaches Digitalmessgerät, die es um 5 EUR gibt (M-830B 4.55 EUR von http://www.csd-electronics.de/ ), aber besser eines mit durchgängigen Bereichen (fragt, ob es auch einen 2A= und einen 0.2V~ Messbereich hat). Teurere Messgeräte sollten dann TrueRMS beherrschen (externer Vorsatz http://www.elv.de/ 60-077-91), damit bei Wechselspannung der angezeigte Wert auch bei nicht-Sinusförmigem Signal mit dem effektiven Durchschnittswert übereinstimmt. Das Metex 3650 hat wohl Startprobleme bei schwacher Batterie und einen zu langsam reagierenden Durchgangsprüfer. Das Metex 3640d zeigt unterhalb 2 Ohm nur Zufallszahlen an. d) Ein 10er Satz Prüfstrippen mit Krokoklemmen. Achtung: Die Krokomäuler müssen für feinste Litzen ganz zugehen, es gibt da oft Ramsch. ML6028 von http://www.reichelt.de/ ist zwar teuer, aber kontaktsicherer, leider nicht vergoldet. e) Ein Cutter (feiner Seitenschneider, der dünnste Drähte trennt) ist Gold wert. Die billigen taugen meist nichts (schneiden keine Litze). Stahldraht sollte man aber von allen fern halten. f) Pinzette, Zange, Schraubendreher, Abisolierzange, etc. aus dem Bastelkeller g) Das Buch "Art of Electronics" / "Hohe Schule der Elektronik". Siehe unter K. h) PC zur Layouterstellung, Simulation und zum Datenblattlesen (hast du ja :-) und dann je nach Entwicklung i) Ein Experimentiersteckbrett (Labor-Steckboards, Experimentierboard, Breadboard, Protoboard, günstig bei http://www.reichelt.de/, http://www.conelek.de/, http://www.pollin.de/ und http://www.elv.de/) j) Ein regelbares Netzteil. Eine einfache Version mit LM317 und vielleicht einigen Konstantspannungen (LM78xx) kann man sich als erstes Projekt selbst bauen (siehe F.9. Netzteil), ein 'dickes Ding' wird man besser kaufen (Ratho RPS2305 = Reichelt LM305 0-30V/5A 70 EUR, DF-1731 http://www.pollin.de/ 2*0-30V/3A 180 EUR), siehe Schaltpläne zu 512982, 518077, 511412, 510391, 510343, 512028 von http://www.conrad.de/ oder die Geräte von http://www.elv.de/. k) 3 DIN-A5 Fotoschalen und 1 Warmhalteplatte, Natriumhydroxid (Ätznatron) als Entwickler, Eisen-III-chlorid als Ätzmittel und eine Belichtungsvorrichtung (siehe F.6 Leiterplattenherstellung) l) Wer Platinen aus Epoxy (FR4) herstellen will, sollte eine Kleinbohrmaschine mit Bohrständer für Hartmetallbohrer kaufen. Dafür tut es kein 'Hobbydrill' oder 523666 oder 523674 von Conrad, auch ein Dremel ist sinnlos da es dafür keine vernünftigen Bohrständer gibt und die Lager schon nach kurzer Zeit ausschlagen sollen. "Finger weg vom Dremel. Der hatte bei mir damals mehr Spiel als der Bohrerdurchmesser. Ich hab den dann bei eBay vertickt und mir ne Proxxon gekauft. Kein Spiel und auch viel mehr Drehmoment für die größeren Sachen. Und billiger auch noch." Geeignet ist z.B. der Proxxon IB/E + Bohrständer MBS140 oder Micromot 40/E + NG2/S + Bohrständer aus Geschenkkoffer 28514 + Spannzangenset (damit die 1/8" Industriebohrer verwendet werden können, das 40/E kann nur 3mm), Das Schnellspannbohrfutter ist für die hohen Drehzahlen nicht geeignet. Die Proxxon TBM220 ist sehr laut und serviceunfreundlich aufgebaut. Vollhartmetallbohrer holt man bei http://www.hartmetalltools.de 1.65 EUR nachgeschliffene vom Nachschleifservice http://www.ch-instruments.de/ (10 Bohrer kosten um 5.50EUR), oder über eBay und keinesfalls von Proxxon, schon gar nicht das 'Elektroniker Set', aber eine Trennscheibe ist nützlich (nicht mit Diamant). m) Ein LRC-Meter (Induktivitäts- und Kapazitätsmessgerät) wie das 122211 für 40 EUR von http://www.conrad.de/ oder das SE8280 von http://www.elv.de/ oder selbstgebaut siehe unter "Kapazitätsmessgerät / Induktivitätsmessgerät" n) Und wenn man es sich leisten kann ein Oszilloskop, siehe Abschnitt F.27. o) Für Basteleien an Schaltnetzteilen ein (200 VA) regelbarer Trenntrafo. p) Ein Chipprogrammiergerät wie GALEP von http://www.conitec.net/ oder Xeltek SuperPro 280U USB von http://www.xeltek.com/ Das Geld für Zeitschriften spart man heute besser, siehe Abschnitt I. Die genannten Produkte und Markennamen bedeuten nicht, das dies die einzigen verwendbaren Teile sind. Aber es sind welche, die sich bewährt haben (bzw. eben nicht). http://www.pollin.de/ hat einige brauchbare Sortimente, ansonsten findet sich eine kleine Bauteilegrundausstattung für Experimente auf dem Experimentierbrett: Widerstände: 2*1Ohm 5 Watt, 2*10Ohm 2 Watt, 2*100Ohm 1 Watt Metallfilm (0.6W) oder Kohleschicht (0.25W) Widerstände: 10*220 Ohm, 10*1k, 10*10k, 10*100k, 2*1MOhm Folienkondensatoren (MKS, MKH, MKT oder so): 2*1nF, 2*10nF (meist 63V, aber 35V reicht auch) Keramik(vielschicht)kondensatoren (Z5U oder X7R): 10*100nF (meist 50V, aber 35V reicht auch) Elektrolytkondensatoren: 2*1uF, 2*10uF, 2*100uF, 2*1000uF (alle zumindest 35V) Spulen: DST10mH (kleine zylindrische Festinduktivität der Art 09P mit Ferritkern stehend) [Die Spule wurde ausgewählt, damit man mit einfachen Experimenten feststellen kann, wozu Spulen brauchbar sind. Die 10mH können einen einfachen Oszillator ergeben, einen kleinen StepUp/StepDown-Spannungswandler, können filtern und als Magnetfeldsensor arbeiten] Dioden: 10*1N4148 oder 1N4448 oder 1N914, 10*1N4007 und zum Vergleich 1 Schottky-Diode: SB130 bis SB360 oder MBR360 oder 1N5819 bis 1N5822 Transistoren: NPN: 4*BC338, PNP: 4*BC328, JFET: 1*BF245B oder 2N7001 oder J300 MOSFET: BUZ10 oder IRF530 o.ä. auf Kühlkörper <3K/W, z.B. V4511D Analog-ICs: OpAmp: LMC6484 (notfalls TLC274, ganz dolle notfalls LM324) Spannungsregler: 7805, mit Kühlkörper <10K/W, z.B. V4330K Spannungsreferenz IC: LM385Z2.5 oder LM336Z2.5 Digital-ICs: 74HC13, 74HC76, 74HC168, CD4051 Mikrocontroller: ATtiny22, AT90S2313, AT90S8535 oder ATmega8353 (DIL wegen Steckbrett) mit 4-20MHz Quartz (Grundton, HC18/49U) und 2 22pF Keramikkondensatoren und, weil man das Daten-EEPROM verwenden will, einen RESET Controller wie MC34064P5/TL7757 dazu eventuell 4 stellige 7 Segment LED Anzeige mit gemeinsamer Anode und 2mA niedriger Stromaufnahme, 10mm (passt i.A. quer ins Steckbrett) oder 13mm (passt nebeneinander ins Steckbrett) oder Modul (nur per Multiplex ansteuerbar) Dazu eventuell 10er/12er/16er Tastenmatrix (Folientastatur, Telefontastatur/Taschenrechnertastatur oder 4-16 Einzeltasten mit einfachem Schliesserkontakt wie 700479 von http://www.conrad.de/) Temperatursensor: NTC ca. 10-25kOhm(25GradC), Halbleitersensor LM234 Lichtsensor: Photodiode (BPW34 oder so), Phototransistor (BPW40 oder so), LDR (LDR03, FW150 oder so) eventuell Hallsensor: KMZ10B oder so, ggf. aus altem Floppymotor ausbauen 2 Taster mit Umschaltkontakt (z.B. Shadow DigiTast) 2 Trimmpotentiometer 10k linear mit Anschlussdrähten die ins Steckbrett passen wie Spectrol 63P Leuchtdioden: 10*5mm rot, 2*5mm grün oder 3mm, high efficiency 20mA lassen ich auch als low current 2mA verwenden Glühlampe 6V/50mA mit Drahtanschlüssen (ggf. mit Lampensockel und Drähte anlöten) Entweder kleiner Piezokeramik-Schallwandler (aus Weckuhr oder so, 751669 von Conrad) mit Drahtanschlüssen oder hochohmiger Plastik-Minilautsprecher (32-50Ohm, Conrad 335407) und eventuell Elektretmikrophon(kapsel) wie Conrad 302104. kleiner (1.5 bis 12V) Elektromotor (Spielzeug/'Solarmotor'/Cassettenrecorder) mit Drahtanschlüssen digitales LCD Vielfachmessgerät 3 1/2 stellig für 5 EUR 9V Blockbatterie mit Anschlussclips oder 3-12V= Steckernetzteil >=250mA als Spannungsquelle 9V~ Steckernetzteiltrafo (von Modems) für Wechselstromexperimente isolierter Starrdraht für's Experimentierbrett 10 Krokoklemmenkabel für die Bauteile, die nicht ins Steckbrett passen und jetzt fehlen nur noch hunderte von kleinen Beispielschaltungen dafür :-) Einige davon befinden sich in dieser FAQ, im Übungsbuch zu 'Art of Electronics', in den Online-Büchern auf http://www.vias.org/electronics.html und in AN-32, AN-20 von http://www.national.com/ und holt euch die Datenblätter von allen gekauften Bauelementen. Megabytegrosse Datenblattsammlungen (DL111/126 Transistoren, DL135 MOSFETs, DL128 Analog-IC-Übersicht, DL129 Digital-HCMOS-ICs) gibt's bei http://www.onsemi.com/ , recht geeignet um mal eine Übersicht und einen Datenblatt-Grundstock zu bekommen. Sogar die Pocket Guide gibt es noch http://focus.ti.com/lit/ug/scyd013b/scyd013b.pdf Chiptypennummern nach Verwendungszweck als Startpunkt der Bauteilsuche:
Einstellbare Spannungsregler: LM2931/LM317L (100mA) LM317, LM337 (1.5A) , LT1086 (1.5A low drop), LM350, LM333, LT1085 (3A), LM338 (5A), LT1084 (5A low drop), LT1083 (7.5A), LT1038 (10A), PQ7DV10 (10A 1.5-7V Sharp, edel-schrott.de) ADP3310 (extern low drop) Hochvoltregler: LM317HV 1.25-60V1.5A, L146 = 80V uA723, LM2576HV 1.25-60V3A (NS) B3171V (1.2-57V1.5A RFT) TL783 1.25-125V700mA(TI), LR8 1.25-450V10mA (Eingangsspannungsflankensteilheit>50us) LR12 1.2-88V50mA (Supertex), VB408 1.2-400V40mA (ST), LT3010 80V50mA (Linear), HIP5600 (50V..) (Harris) VB409 (ST, nur AC, 5V40mA), MAX610 (5V/40mA aus 230V~) IXCY10M90S (1-100mA bis 900V, Darisus) Präzisere Spannungsregler: LP2954AIT (TO220 250mA 0.1% NS) LP2986AIM (SOT8 200mA 0.5% NS), LT1086 (1% 1.5A 0.015% TO220 Linear) Abschaltbare Spannungsregler ADP3367 (5V 0.3A LBO genau verkehrt für SHDN) LT1579 (5V 0.3A 2 Eingänge 2 LBO passend für SHDN), LM2941 (1A ADJ low=on) LP2951 (0.1A ADJ low=on), LP2985 (0.15A ADJ low=off Rückstromdiode), BAxxCC/BAxxDD (1A/3A, low=aus, Rohm), UCC383 (3A, 1.25-8.5V, Ube low=aus, TI) TPS76801 (1A, 1.2-5.5V, TTL hi=aus, TI) Niedrigstleistung-Spannungsregler: HT71xx (2.2uA Holtek) MCP1702-33 -50 (2uA OnSemi, bei Reichelt) NCP551 (4uA OnSemi) S817 (1.2uA Seiko) Niedrigstspannungs-Step-Up-Schaltregler für 1 Zelle: AS1322 (AMS) L6920 (ST), LTC3401 (Linear) ZXSC100 (Zetex) TPS61000 (TI) NCP1450 (OnSemi), LTC3108 (Linear, ab 20mV) Referenzdioden: LM336/385/4040/4041 (NS), REF12Z/25/ADR291/AD1582 (Analog), ICL8069 (Intersil), TC04, ZRA245/250 (Zarlink), LT1009 (Linear), MC1403, CS1009 (OnSemi) Zaehler/7SegDecoder: MM74C92x (NS) ICM7217 (4 stellig), U125D, ICM7249 (6 stellig), ICM7226 (8 stellig) (Intersil) HEX zu 7-Segment: MC14495, DM8880/9368, V40511, D345, D346, 4311, 4368, 74C915 oder eben ein GAL16V8 VFD-Treiber: A681x/A581x (Allegro), MAX6920-32 (Maxim), LB1240 (Sanyo), PT6311 (Princeton), NE594, MM58241/58242/58248/58341/58342/58348 (NS) MSC1162/1163 (Oki), SED2020/2032 (Seiko Epson), CS1087-1089 (OnSemi) EL-Folien-Treiber: SP4403 (Sipex) Ladungspumpen: ICL7660/LTC1044/MAX1044/LM2660 (5V/10mA), XC6351 (1.2V <10mA Torex) LT1026/MAX680/681(=MAX232 ohne RS232), LTC1044A (12V/10mA) ICL7662 (15V/10mA), MAX619/LTC1046 (5V/50mA) LTC1144 (15V/50mA) MAX662 (5V->12V/30mA) LTC1263 (5V->12V/60mA) LTC/MAX660 (5V/100mA) (Intersil/Linear/Maxim) MAX665 (8V/100mA) TPS61000 (100mA TI) MAX889 (5V/200mA) TPS60130 (300mA/5V TI) GHz-Vorteiler/Prescaler: CND2047, PMB2312/2313, MC12017/12079/12080/12095, U664/666/813 (schwingen leicht) U891/893/6024, SP4908/8718/8719/8792/8910/8755/8720/8786A, M54462AL (:256 1GHz Mitsubishi) LMX2322/2326, SAB6456, HMC426MS8 (Hittite) RESET-Controller für 8051: DS1833 (Dallas) RESET-Controller für 5V/12V: MB3771 (Fujitsu) Klangregler Volume/Treble/Bass: LM1036 (NS), TDA1074A, TDA4292, TDA7318 (Philips), LC7530, LC7532, LC7533, LC7535, LC7537 (Sanyo) DDS: ML2035/2036 (25/50kHz Fairchild), HSP45102/45106/45116 ISL5314 (Harris), AD7008/9832/9850/9851 (Analog) Q2240I (Qualcom) rauscharme OpAmp fuer Audio (Linepegel): TL071 (TI, nicht TL072/074), NE5532/5534 (Philips), MC33078 (Mot), LM833/837 (NS), OPA134/604 (TI) OP176/275 (Analog) billiger Rail-To-Rail OpAmp: LMV324/824 LMC6482/6484 (NS), AD82x (Analog), TS912-924 (ST), TLV272/2372 (TI) LMC662 geht in latchup bei Vin > V+ - 1V Niedrigstspannungs-1V-OpAmps: LM10 (NS), MC33501/502/503, NCS2001 (OnSemi), MAX4289 (Maxim, langsam) XC221 (Torex) OpAmps für höhere Spannungen PR2201/2202 (80V Prema), MC1436 (60V OnSemi) OpAmp mit Referenz: LM10 (NS), TSM101, TSM103, TSM106, TSM107 (ST) NCP4300 (OnSemi) TL103 (TI). präzise hochohmige OpAmps: OP07A (TI), LTC1150/2050 (Linear), AD707/8571 (Analog), LT1014A, LTC2050 (zero drift, R2R 2uV/us Slew, Linear) extrem rauscharme OpAmps für niederohmige Quelle (Audio-MC-Phonovorstufe, dyn. Mikro): LT1028/1115 (Linear), AD797 (Analog) chopperstabilisierte OpAmps: LTC1049/1050/1052/1150 open collector OpAmp: TAA761/861, TAE/TAF1453/2453/4453, TAA752/765/765/2761/4761/2765/4761/4765A, B761D/B765D/B861D/B865D/B2761D/B2765D/B4761D/B4765D over the top beyond the Rail OpAmp: TLV2401, OPA2340 (0.5V, TI), INA117 (200V, TI), LT1490/LT1491/LT1638/LT1639 (44V, Linear), CA3130/CA3140/CA3160 (8V, RCA), TL071/072/074/etc LF411 etc. LF356/357 (50V http://www.national.com/an/AN/AN-447.pdf) high side Strommessung: ZXCT1009 (Darisus) sauschnelle OpAmps: THS4303, THS3201, THS3001, OPA847 (18-4GHz TI), OpAmp für hohe kapazitive Last: LT1363 (Linear), LM8261/8272/6161/6261/6361/6362/6364/6365 (NS), AD817/826/827/847/848/849 (Analog) http://www.analog.com/library/analogDialogue/archives/31-2/appleng.html OpAmp für Ansteuerung Piezo, EOMs, Pockelszellen bis MHz: PA97 PA98 PA85 (Apex) Normale OpAmps steuern höhere Spannungen: http://www.national.com/ AN271, AN272 Leistungs-OpAmp schneller als L272 mit weniger Offset: LT1210 (1.1A 35MHz, Linear), L2722/2724 (ST), TCA0372 (OnSemi) (nicht für Audio geeignet, da wie LM324/358 ruhestromlos) verbesserter LM386 1W/8 Ohm Audioamp für 5V ohne Ausgangselko: LM4861/4871/488x (NS) Kopfhöhrerverstärker (32 Ohm, 0.15W): MC34119 (OnSemi, nicht mehr hergestellt), NJM2113 (NJR, will besser abgeblockt werden als der MC34119), TDA7050/TDA2822 (Philips) TS922 (ST) Lautsprecherschutzschaltungen: uPC1237, TA7317 KFZ-Audioleistungsverstärker: TDA7375 (4*4W/2*22W), TDA7560 (4*30W) TDA8563 (2*40W an 2 Ohm) Heim-Audioleistungsverstärker: TDA7294 (ST), auch als Piezotreiber gut, TDA7293 parallelschaltbar, LM3875 LM3886 (NS) OpAmp für Ausgang Funktionsgenerator: LT1206 (Linear) Elektrometer: AD549L AD515, OPA111/128/129, LPC660/LMC6041 (2fA typ 4pA max), AppNotes: AN242 LB37 AN241 (NS), AB075 (BurrBrown) Instrumentenverstärker: AD620/621/624/625/626 (Analog), INAxxx (TI), LT1167/1168 (Linear) Platin-Temperaturmesswiderstandsverstärker, Pt100, Pt1000, RTD: ADT70 (Analog) Thermoelementmessverstärker: MAX6675 (Maxim), LT1025 (Linear) Dehnungsmessstreifenverstärker und -Wandler: MAX1400-1403 (Maxim) Mikrofonverstärker mit Kompressor: SSM2165 (Analog) VCAs: 2181 (That), AD600/602/604 SSM2010/2013/2014/2018/2020/2022/2118/2120/2122/2164 (Analog), BA7655 (Rohm), M5244 (Mitsubishi), CLC5523 (NS), SL550 (Plessey), VCA2612/2613/2614/610 (TI) OTAs: BA6110 (Rohm), CA3060/3080/3280 (Intersil), LH0045 LM3080, LM13600/13700 (NS) = NE5517 (Philips) = NJM13700 (New Japan Radio), OPA2662/660 (TI), LT1228 (Linear) Transimpedanzverstärker: OPA665 (TI) AD9617//9618 (Analog) SA5211/5212/5214/5217/5225 (Philips) TZA3023/3033/3034/3043/3044 (TI) (Sander Electronic) Multiplizierer: XR2208 (Exar), ICL8013 (Intersil), RC4200 (Fairchild), AD532/633 (Analog) MPY100/634 (TI) logAmps: MAX4206/4207 (Maxim) BB4127/LOG100/101/102 (TI), AD8304 (Analog) [teilweise stückweise lineare Interpolation] TrueRMS Konverter: AD536/636/736/737 (Analog), LTC1966, LT1088 (Linear) Hall-Strommesser: ACS750 (Allegromicro), Sanken CS-Series bis 5A Hallsensoren: KSY10/13/14 (Infineon), A1321+A3141-44 (Allegromicro) , THS125 (Toshiba), HG106 (Asahi-Kasei), GH700 (F.W. Bell), Micronas, Melexis LiIon Protection in SOT23-6: NCP800, R5421, T63H0002A, AAT8633, MC33349, S8231 (SO8) Akkulader-ICs: ADP3811, BQ2000/2002/2004, CH127/128, MC33092, MAX1640/1641/1647/712/713/846, ICS1700/1702/1722, AIC1781-1783, LM3647, LT1512/1571, LTC1759, TEA1102/1103/1104 Nullspannungsdetektor: TDE2907, 8T363 Fensterkomparator: MC34161 (Motorola), TCA965 (Infineon, veraltet) TRIAC-SteuerIC: alt: TDA1023/24, U217B=T2117, U106, U208 (alle veraltete) neuer: U2008/2010 (Temic, Atmel), TCA785, SL440/SL441/SL443 (Plessey, veraltet, Weller Lötkolben, Hinkel-Elekctronic) NE555=SE555=LM555 (4.5-16V, 500kHz) in CMOS: ICM7555 (2-18V, 1MHz Intersil), TLC551 (1-16V, 2MHz, TI), TLC555 (2-15V, 2.1MHz, TI), TS555 (3-16V, 2.7MHz, ST), LMC555 (1.5-12V, 3MHz, NS), ZSCT1555 (0.9-6V, 330kHz, Zetex), IR2151 (Gegentakt MOSFET Treiber Ausgang) MIC1555 (2.7-18V, SOT23-5) Langzeittimer: U6046/6047/6049, ICL8250, XR2240, 74HC5555 F->V Konverter/Tachometer-ICs/Frequenz-Spannungswandler: LM2907/2917 (NS), ADVFC32 AD636 (Analog), TC9400 (Tel) IR(De)Coder (RECS/RC5): SAA3004/3006/3007/3009/3010/3027/3049 SAB3210/3209 (Infineon), HT11/12 (Holtek), MC14497/145026/27/28 (OnSemi) uPD6121/uPD6122 (NEC) 21/2222+2225 (princeton.com.tw) IR-Coder (PPM): PTPT2221/2222 (Princeton), uPD6120/21 (NEC) oder LC7461M/62M (Sanyo), UM3750/3758 (UMC) Infrarotdemodulationsempfaenger: SFH505A SFH5110 TFMS5300/5360 (Infineon), TSOP17xx/18xx/48xx (Vishay), IS1U60 IS1460 (Sharp) PIC26043SM einstellbare Demodulationsempfänger: SL486, U2538B/T2525/T2527, AIC1862, TDA4050B, TBA2800 IrDA: IRM3001, TFDS3000/4000/4500/6500, TOIM3000/3232 PLL FSK Demodulation: NE567/NJM2211 AM Radio ICs: TCA440, TDA1056, A244 FM Radio ICs: TEA5767HL DCF Funkuhr: UE6005, T4227 (Atmel) U4223/4224 (alt) StereoCD D/A: LC7881 7.10, PCM56 (TI) StereoDecoder: MC1310 diffuse LEDs: TLVR/TLVG/TLVY4200, Superflux Uhren-ICs: alt: MM5314/5316/50250 (NS), U125, neuer: LM8560 (Sanyo)=TMS3450 (TI), HT1340/1391 (Holtek) RTC-ICs: M41T00 (ST,0.8uA), PCF8563/8573/8583 PCA8565 (10-200uA, Alarm) PCF8593 (wenig Strom, Alarm, Philips), DS1307 (Dallas) Fernsteuerservo: alt: SN76604/SN28654=B654, ZN409, NE544, neuer: NJR2611, M51660, M52461 Funkfernsteuerungsencodersender: LM1871 Märklin Modellbahn: MC145026, MC145027 (Motorola) RS485: SN75176BP SN75LBC176 (TI), LTC485 (Linear), MAX487 MAX489E MAX490E (Maxim) IL485 (Isolationskoppler, NVE) RS422: µA9638 4-20mA: XTR110 (TI), AD420 (Analog), AM422 http://www.analogmicro.de/ HPIB, GPIB, IEEE488: alt: TMS9914A, SN75160 (Daten), SN75161 (Steuersignale) (TI) USB: CY7C6300x (Cypress), PDIUSB11/12 (Philips), FT8U232/245 (FTDI), PIC16C765 (Microchip), TUSB3210 (TI) RGB->Composite PAL-Encoder: MC1377 (schlecht, Trafo, OnSemi), TDA8501+TDA4568 (Philips) Videodigitalisierer/Framegrabber: SAA7111/7113 (Philips) RDS Decoder: TDA7330, SAA6588 schnelle SRAMs: ISSI, Cypress, Alliance Semiconductor I2C-Repeater: PCA9515 (Philips), IL712 (Isolationskoppler, NVE) Quadraturdecoder: LS7166, LS7266 (LSI Logic), HCTL2022/2032 (HP), DDM01 (amira.de) Analogschalter: CD4016 (alt), CD4066 (15V), LC4966 (37V), DG2xx, DG4xx, Audio: SSM2402/04 (Analog) TDA1028 (ST), NJM2750 (JRC) Kreuzschienenverteiler: AD75019 (Analog) MT8808, MT8816 (Zarlink) TEA6420 3-Klang Gong: alt: SAB0600, neuer: SAE800 OnScreenDisplays: PCA8516, SAA5242, STV5730A Sensor-Dimmer: alt: S566/576 SLB0586/0587 (Siemens), auch schon alt: HT7700C/7703/7704 (Holtek), neu: LS7231-33/7314-15/7237/7339-40/7535/7538-39/7631-32 (LSI CSI) Bargraphanzeige: U237/247/257, LB1403-1426, dabei 1412 5.50 (Peak,12, Sanyo), LB1494, LM3914-16/LM4700 (10) MM5451 (35, NS), U1096 (30), A277 UAA170 UAA180 (12), KAA2281 (2*5) KAA2283 (10), TC826 (40 LCD Microchip), LC7556 (2*12 Peak VFD Sanyo) TL476/487/489/490/491 (alt), D620 (TFK, 10) Audio Spektrum-Analyzer-Display: BA3826/30/33-35 (Rohm) 7band +-12db uC Graphic Equalizer: LM835 (NS), LC7522, LC7523, 5-Band: TDA7317 (ST) BA3812/22-24 (Rohm) MOSFET-Treiber: MMH0026=DS0026=MC34151/34152 (OnSemi, schwingt leicht), LM5112 (7A NS) UCC37321-325 (9A TI), TPS2811/12/13 (TI, ähnlich 0026 mit Spannungsregler), ICL7667 (Intersil, Hysterese), TC429 (9A Hysterese) LTC1693 (Linear), HIP4080-82A (Harris, nicht die nicht-A-Typen, siehe TB321, aber lese AN9404, on/off time einstellbar), IXDD430 (30A, Ixys), SN75374 (500mA, versorgungsspannungsflexibel, TI) DRF1200 (13A 30MHz 1kV isol. Microsemi Hybrid) TC426 (Toshiba), MAX4426/4427/4428 (Maxim), MIC4422 (Micrel, gut) TC4422 (TelCom+Maxim, unzuverlässig) MOSFET-Treiber mit Ladungspumpe für NMOSFET an positiver Rail: MIC5011 (highside, Micrel) L6384-6 (ST), LTC1154/1155/1158 (Linear, gute dead time, teuer), IR2110 (IRF, dead-time sehr kurz), MAX620/MAX621 (Maxim) TLE6280 TLE7184 (3 Phasen, Infineon) MOSFET Treiber mit Strombegrenzung: MIC5020 (lowside) MIC5021 (highside+charge pump, Micrel) MIC5013 (high side für MOSFET mit Sense-Ausgang) IR2121 (lowside) IR2125 (highside) IR2130 (3-phase) LT1158 (lowside, highside) Vollbrücken: BA6208/6209/6218/6219/6229/6283/6285-6288/6417/6418/6920 BD622x (Rohm), TLE420x, TLE6209R (Infineon), TCA3727/4727 (Philips), BTS780 (30A Siemens), VNH3SP30 (30A ST) TMC32NP2 (Trinamic) si9986 (1A SO8 Vishay) Vollbrückentransistoren: TA8403K (7V 0.8A Toshiba, Reichelt) ZHB6792TA (NPN+PNP 70V 1A Zetex, Reichelt) ZXMHC6A07T8TA (MOSFETs 60V 2.2A Zetex, Reichelt) DTMF: Empfänger: MT8800, Sender: MT8880 (Mitel) Signalspannungsbegrenzung: QS3244/32244 Quickswitch (IDT), TXS02612, TXB010X, 74LVC8T245, 74CBTD3861, TL7726 (TI), GTL2002 (Philips), MAX3370-3397/MAX13047 (Maxim), FXLP34 NC7WZ07 (Fairchild) High-Side Driver: ULN2076, SAA1300 (5 x 85mA I2C) Audioleistungstransistoren: MJL4302/4281 (OnSemi bei Reichelt) 2SA1494+2SC3858 (für 150Wrms an 4R), 2SA1295+2SC3264, 2SC2921+2SA1215, 2SC2922+2SA1216 (70mOhm Ringemitter) 2SC4386+2SA1671 2SC4388+2SA1673 2SA2151/2SC6011 (Sanken) STD0xN/P (Sanken, tempco Diode) 2SB1163/2SD1718=2SA1302/2SC3281=2SB1317/2SD1975 (Toshiba/Panasonic) MJL21193/4/5/6 (OnSemi), BD245+246 BD249+250 (jeder) Audio-MOSFETs: 2SK133-135+175-176+1056-1058+2220-2221/2SJ48-50+55-56+160-162+351-352 (Hitachi lateral) ECF/ECX10P16+20+ECF/ECX10N16+20 (Exicon lateral), BUZ900+905/901+906/901D+906D (Philips) Audio-Treibertransistoren: BC550/560, NE856/85633 (eigentlich HF, aber voll spezifiziert) 2SK389 (JFET, 0.5dB) matched Pairs: NPN: BCV61 PNP: BCV62 (NXP) MAT02 (0.05mV), MAT01/LM194 (or 0.1mV), LM394BH SSM2210/20 (0.2mV), MAT03 (rauscharm), MAT04 (Linear) HFA3134/35 CA3083 (Intersil) (Achtung: Unterschiedliche Qualität bei 3083, NS soll schlecht sein) 2SC3381 (80V, obsolet) Doppeltransistoren: BC846BS+BC856S/BC847BS+BC857S lowCEsat bipolar NPN Kleinleistung: 2SC2878 (42mV, hohe UBEreverse) ZTX1047 und andere von Zetex, PBSS4120T und andere BISS von Philips, 2SC5707 (typ 110mV bei 2A, schnelle Schaltzeit, bis 8A, Reichelt) high beta Transistor: BCX70/71 (hFE>380 2mA) MPSA18 (500-1500 10mA) 2SC3112A (hFE 600-1800 2mA) 2SC3112B (hFE 1200-3600 2mA, Toshiba) kleiner LogicLevel NMOSFET: BSS295, BSP297, 2N7002, IRF7401 (SO8) LogicLevel PMOSFET: IRF7416 (SO8), IRLML5203 (SOT23), BSS84 (SOT23) MOSFET mit >20V Ugs: FQPF12P10, STH8NA60FI 2SK2251-01 (Fuji) IRFPC50A 20V/2.5A/0.1Ohm LogicLevel NMOSFETs in SOT23: Si2302DS (Vishay/Philips) selbstleitende depletion NMOSFET: BSS126/139/169, BSP135/149 (Infineon), LND150/LND250+DN2540+DN2470-DN3545 (Supertex bis 700V 500mA 6Ohm) MOSFET, 0.9V Uth bei 3V durchschaltet: IRF7401 (NMOS) / IRF7404 (PMOS) (IRF) TN0200T (NMOSFET), TP0101T (PMOSFET) (Vishay/Philips) BSH103 schnelle kleine MOSFETs ohne Diode auf einem Chip: SD5000-Serie JFET mit niedrigem RDSon: J105 MOSFET mit Bulkanschluss/herausgeführtem Substrat: BSS83 (von NXP), 2N4351, BSD22, SD210 SD5000 SD5400 Serie, SST210 Serie, MIC94030/94031, CD4007 Niedriger Eingangsstrom: 3fA DF703 (Röhre), 80fA PF5301 (JFET) 100pA SD210 (MOSFET), 75fA AD515AL OPA128 LMC6041 (OpAmp, kompensiert) Hcohspannungs-MOSFETs: BUZ50, 2SK1119, STP5NK100, 2SK1489 (1000V) STP4N150 2SK1317 (1500V) Hochspannungs-IGBTs: DIM400XSM65 (6.5kV/Dynex) 5SNA0400J650 (6.5kV/ABB) MIO600-65 (6.5kV/Ixys) FZ200R65 (6.5kV/Eupec) CM600HG-130H (6.5kV/PowerEx) QIS4506001 (4.5kV/60A), IXEL40N400 (4kV/40A) NPN bipolare Hochspannungstransistoren: BUH2M20AP (1200V ST), 2SC4686A (1200V/50mA Toshiba), BUX87 (1000V TO126) STX616 (500V TO92) 3DD13001 (400V TO92) PNP bipolare Hochspannungstransistoren: 2SB832 (900V Sony) 2SA1967/2SA1968 (900V Sanyo) 2SA1831 (800V Sanyo) 2SA1379/2SA1807/2SA1413Z/2SA1486/2SA1627 (600V) ZTX560 (500V Zetex) 2N5852 (500V) 2SA1862 (400V) NPN bipolare Hochstromtransistoren: BUX75, BUR50 Tunneldioden: http://store.americanmicrosemiconductor.com/diodes-tunnel-diodes-general-purpose.html AM Kapazitätsdioden: BB212 (Philips), KV1235, KV1560NT (Toko, compotex.de)*----- F.3. Schaltungsvorschläge Von: MaWin 17.7.2000 Zunächst mal finden sich gute Schaltungsvorschläge zu letztlich allen denkbaren Themen in den Application Notes der Chip und Sensor Hersteller. Man muss nur lange die geeignetste suchen, denn es gibt so viele. Die technischen Daten dieser Schaltungsvorschläge werdet ihr nur bei perfektem Aufbau erreichen, denn da waren natürlich Profis am Werk. Es hilft, wenn bei der AppNote ein Platinenlayout dabei ist, wie viele von http://www.st.com/ und http://www.maxim-ic.com/. Natürlich favorisieren die Chiphersteller wo möglich ihre eigenen Bauteile. Oft kann man die Schaltungen genau so gut (und manchmal besser :-) mit Bauteilen anderer Hersteller aufbauen. Allgemeines erst mal hier: http://www.analog.com/ SiteMap Application Notes http://www.cypress.com/ http://fairchildsemi.com/apnotes/ http://www.irf.com/technical-info/ http://apex.cirrus.com/en/products/apex/documents.html (Grundlagenorientierter) http://www.linear.com/ (5 "Linear Technology Magazine Circuit Collections") http://www.maxim-ic.com/Design_Apps/StartPage.htm http://www.microchip.com/ (insbesondere die 'Reference Designs' sind interessant) http://www.powerint.com/ (insbesondere deren Engineering Prototype Reports) http://www.national.com/apnotes/ http://www.onsemi.com/ 8MB "Power Factor Correction Handbook" HBD853/D http://www.nxp.com/#/page/content=[f=/applications/all-applications.xml] http://www2.rohde-schwarz.com/en/service_and_support/Downloads/Application_Notes/ http://www.nxp.com/markets/mms/products/discretes/documentation/rf_manual/ http://www.st.com/ http://www.ti.com/sc/docs/apps/index.htm http://www.zilog.com/ Wer bloss Schaltungsideen sucht, sollte mal hier reinschauen: http://www.ednmag.com/ http://www.edn.com/archive/ (EDN online) http://www.web-ee.com/ (Paul Stenning Electronic-Projects Online) http://sound.westhost.com/ (Audio) http://www.circellar.com/ (Steve Ciarcia's Circuit Cellar) http://www.tinaja.com/ (Don Lancasters Hardware Hacker hackar?.pdf) http://www.tubecad.com/ (Für Röhren) http://www.rainers-elektronikpage.de/html/radio_rim.html (alte RIM Bausätze) http://www.elecdesign.com/ z.B. http://www.elecdesign.com/Articles/Print.cfm?AD=1&ArticleID=16125 Die als PDF http://www2.produktinfo.conrad.com/ downloadbaren Anleitungen für Conrad-Bausätze enthalten die vollständigen Schaltpläne und Platinenlayouts. Man muss sich also die Bausätze nicht kaufen, wenn man die Platine sowieso selber machen will. Bei http://www.elv.de/ kosten Anleitungen meist Geld (Ausnahmen als PDF gibt es, vor allem indirekt bei Conrad). Das ist aber immer noch billiger, als regelmässig die Zeitschrift zu kaufen bis mal was brauchbares dabei ist, und die Platinen und Spezialteile kann man so gleich mitbestellen. Leider kostet bei ELV der Katalog Geld (scheinbar bei Onlinebestellung nicht), und die Zeitschriften sind nur ein verkapptes Katalogupdate. Dann gibt es zu vielen kommerziellen Geräten die Schaltpläne. Wenn man will, kann man die also nachbauen, soweit keine Spezialteile verbaut wurden. Findet man im Internet nach Eingabe der Modellbezeichnung in eine Suchmaschine keinen Schaltplan http://raupenhaus.de/down/load.php und schickt einem der Hersteller auf Nachfrage keinen Schaltplan kostenlos zu, so kann man versuchen, Kopieen davon für teures Geld zu kaufen: http://www.pdf-manuals.com/ (Tektronix US$2) http://bama.edebris.com/manuals/ http://www.schaltungsdienst.de/ = http://www.elv.de/ (aber andere Preise) http://www.schaltplan-dienst.de/ http://www.agtannenbaum.com/ http://web.archive.org/web/20040721060112/63.230.9.155/braun/Launch/manual.pdf http://www.doknet.nl/ http://www.manualmerchant.com/ http://www.manualsplus.com/ http://www.vintage-radio.info/heathkit/ http://www.testequipmentcanada.com/ http://www.oldradios.de/ Bei kommerziellen Geräten zählt jeder Cent, insbesondere bei Consumerware die millionenmal hergestellt wird. Deswegen meiden Hersteller teure Chips selbst wenn sie besser sind oder Schaltungen mit viel weniger Bauteilen erlauben. Daher die unglaublich vielen Schaltungen mit LM324 und Einzeltransistoren. Für den Hobbyelektroniker spielt der Preisunterschied keine so grosse Rolle, er kann und sollte die besseren Chips verwenden. Wer wissen will, WIE schlecht der LM324 ist, sollte mal seinen Vergleich im Datenblatt des LMV324 angucken. Zur Auswahl steht alles, was der Elektronikversender im Katalog hat. Die hochpräzisen Chips von Analog, Linear, Burr-Brown sind dann wieder so teuer, das der Hobbyist, der die technischen Daten dieser Chips mangels physikalischer Grundlagenkenntnisse eh nicht ausreizen kann, von selbst Abstand nimmt, und diese Chips besser den Profis überlässt. Schaltpläne von Hobbyelektronikern sind zahllos im WWW vertreten. Diese sollten sich mit geschickt gewählten Suchbegriffen festnageln lassen. Einen umfassenden Einstieg gibt http://www.epanorama.net/ . Allerdings funktionieren nicht alle Schaltungen, die man im Web so findet, und die meisten schreiben voneinander ab oder vergessen beim Abschreiben von AppNotes die Hälfte. Daher verweisen bei ePanorama leider die meisten Links auf Schrott. http://www.epanorama.net/ (DIE Elektronik Linksammlung) http://www.hut.fi/Misc/Electronics/ (Tomi Engdahl's Electronic Page) http://www.ee.washington.edu/circuit_archive/ (altes Circuit Archive) http://www.discovercircuits.com/ (7000 Hobbyistenschaltplaene) http://www.armory.com/~rstevew/ (Richard Steven Walz's Webpage) http://sterr.narod.ru/ (der sammelt alles) http://www.wcug.wwu.edu/~jamie/schems.html (Music Electronics uArchive) http://www.commlinx.com.au/schematics.htm http://www.b-kainka.de/ http://www.elexs.de/index.htm http://www.intio.or.jp/jf10zl (Funk) http://www.user.fh-stralsund.de/~emasch (Elektro) *----- F.4. Löten Von: MaWin 17.7.2000 http://www.youtube.com/watch?v=I_NU2ruzyc4 Das Löten von normalen Platinen und Schaltlitzen ist mit einem Elektroniker Lötkolben kein Problem, wenn die Metallflächen OXIDFREI und sauber sind und man dem Lötkolben passend Zeit zum Aufheizen gibt. Das im Lötzinn enthaltene Flussmittel sorgt für eine gute Lötstelle. Oxidierte Oberflächen verhindern jedoch gute Lötstellen. Die Industrie verwendet i.A. keine Bauteile mehr, die länger als 1 Jahr ausserhalb einer Stickstoffatmosphäre gelagert wurden. Ein temperaturgeregelter Lötkolben ist im industriellen Einsatz sein Geld wert, als Hobbyist kann man abwarten, bis der Lötkolben die passende Temperatur hat bzw. ihn ausstöpseln oder in den feuchten Zelluloseschwamm drücken, wenn er zu heiss wird, oder einen normalen Dimmer vorschalten (nichts anderes ist beispielsweise in der elektronischen Lötstation WTC100 drin http://www.uoguelph.ca/~antoon/circ/wlc100.html oder in MS 250 von Ersa), dann man ihn wenigstens einstellen kann. Im Moment ist der Ersa Multi-Pro 25W Lötkolben für 25 EUR besonders interessant, weil es für ihn kostengünstige MicroWave SMD-Lötspitzen SolderWell gibt. Die berühmten Weller Magnastat sind technisch überholt (zu klobig, teure Lötspitzen), für das ganze Sortiment gibt es aber offenbar jahrzehntelang Ersatzteile bis zur kleinsten Schraube. http://www.hinkel-elektronik.de/pdf_node/134.pdf Wer NiCd-Akkus ohne Lötfahnen direkt am Boden (laut den Datenblättern der Hersteller ist das nicht erlaubt, man soll punktschweissen, Anlage siehe http://www.guido-speer.de/html/punktschweissgerat.html und http://www.teralab.co.uk/Electronics/Spot_Welder/Spot_Welder_Page1.htm ) ähnlich massive Dinge löten will, braucht einen richtig dicken Lötkolben und geeignetes Lötzinn. Wer es mit einem 25W Lötkolben und rumbraten probiert, beschädigt den Akku. 150 Watt und eine kurze dicke Lötspitze, dann lassen sie sich (direkt nach dem man sie mit feinem Sandpapier saubergeschliffen hat) in wenigen Sekunden löten, ohne das der Akku selbst heiss wird. Alu (Bleche, keine Kühlkörper) oder Stahl (Akkus und Glühlampensockel) lassen sich mit Multicore Alu-Sol Lot und einem heissem Lötkolben gut löten. Bitte Dauerlötspitzen (Ersadur etc.) nicht verbiegen oder gar dran rumfeilen und kein PVC damit anschmurgeln, die Beschädigungen der Beschichtung führen sonst sofort zum Weggammeln der Lötspitze. Wer vor seinem ersten Bausatz mal das Löten üben will: Es gibt die klassischen Lehrstücke: 10 10cm lange Stücke Schaltdraht abisolieren, im 5 x 5 Gittermuster aufeinanderlegen und zusammenlöten. Dasselbe nochmal mit alten oxidierten Drähten :-) Und man sollte auch mal zur Übung BEWUSST so lange auf einer alten Platine rumbraten, bis die Leiterbahnen abgehen, damit man lernt, wie lange das dauert. Bei Lochrasterplatinen ohne Kupfer steckt man die Bauteile durch, biegt die Anschlussdrähte so, das die zu verbindenden Anschlüsse verschiedener Bauteile zusammenkommen, und lötet die zusammen. Es gibt ein Problem, sobald sich Leitungen kreuzen, also sind die Platinen nur für allereinfachste Anwendungen. Ausserdem halten die Bauelemente nicht besonders, weil sie ja letztlich nicht festgelötet sondern nur angebunden sind. Sie eignen sich aber als Träger für die Fädeltechnik (Anschlüsse mit Kupferlackdraht verbinden) besser als Platinen mit Lötaugen, weil man die notfalls auch wieder auslöten kann. http://elm-chan.org/docs/wire/wiring_e.html http://www.rfcafe.com/references/electrical/bob-pease-breadboard.htm http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Dolby_SR_breadboard.jpg http://www.huebsch-gemacht.de/elektronik/zaehler/ http://webpages.charter.net/dawill/tmoranwms/Elec_Compound.html http://home.arcor.de/maazl/temp/pict6119_2.jpg http://home.arcor.de/maazl/temp/pict6120_2.jpg http://www.bilder-hochladen.net/files/9hqp-1-jpg.html (Lochraster für Hf in edel) Bei Streifenrasterplatinen ordnet man die Bauteile so an, das die zu verbindenden Anschlüsse jeweils nebeneinander (in Richtung der Kupferstreifen) liegen. Dabei sind mehrere Gruppen pro Kupfersteifen möglich, man muss nur den Kupferstreifen (an einer dazwischenliegenden Stelle) durchtrennen. Dann lötet man die Bauteile ein. Wegen den nur in einer Richtung verlaufenden Kupferstreifen benötigt man oft Brücken oder Drähte, mit denen man quer zum Kupferstreifen verlaufende Verbindungen herstellt. Die brauchen viel Platz, daher sind diese Platinen nur für einfache Schaltungen geeignet. Für 230V~ gibt es Platinen mit 5mm Rasterabstand. Bei Lochrasterplatinen mit Lötaugen lötet man erst ganz normal die Bauteile ein und schneidet die Drähte ab, und setzt dann mit nicht zu heissem Lötkolben auf jedes Lötpad auf dem Weg der zukünftigen Leiterbahn einen Hügel aus viel Lötzinn und 'schleppt' ihn zum vorherigen Pad. Dann lässt man ihn erkalten, bevor man den nächten Pad angeht. So bekommt man schnell ansehnliche Lochrasterplatinen. Das Umbiegen der Anschlussdrähte der Bauteile sollte man vermeiden, da damit späteres Auslöten erschwert wird. Extra Kupferdraht ist unnötig. Das dicke Lötzinn ist leitfähig genug. Und dann gibt es noch die Lochrasterplatinen, die mit Kupferstreifen die Verbindungen der Experimentierbretter (5 quer, 2 längs) nachahmen. Da lötet man de Bauteile und Drähte so drauf, wie man sie im Experimentierbrett stecken hatte :-) als wilder Verhau. http://www.elexs.de/loet1.htm http://www.epemag.wimborne.co.uk/solderpix.htm http://www.ee.upenn.edu/rca/funstuff/soldering/soldering.html http://wwwbode.cs.tum.edu/~acher/bga/index.html http://www.seattlerobotics.org/encoder/200006/oven_art.htm Bei SMD ICs wird die Verarbeitung kritisch. Verwende viel Flussmittel (aus einer Spritze mit z.B. Kolophonium in Spiritus), die Platine sollte beim Löten nass sein, dann lassen sich ICs problemlos einlöten. Im Prinzip hängt dabei das Lötzinn an der Lötspitze, mit der man über die IC-Pins rollt. Das extra Flussmittel verhindert, das das Lötzinn zwischen den Pins hängen bleibt. Passiert das doch, probiert man es nochmal mit mehr Flussmittel, sonst muss man es mit Entlötlitze und Flussmittel wieder entfernen. Bei 1.27mm Pinabstand geht das, aber bei 0.5mm kaum noch. http://www.youtube.com/watch?v=4V7tBPsECjc http://www.youtube.com/watch?v=V_cDV92IuWY Man kann auch zuerst die Pads durch drüberrollen mit einer Lötzinnkugel dick verzinnen, dann das Bauteil plazieren und an 2 Ecken je einen Pin anlöten, alles mit Flussmittel einstreichen und per Heissluft löten. Dabei den IC, nicht die einzelnen Pins herunterdrücken. http://www.sparkfun.com/commerce/present.php?p=BEE-7-SMDSoldering SMD Lötpaste braucht man nicht, da einem sowieso die Möglichkeit fehlt, diese in exakter Menge aufzubringen. Wenn man bei http://www.pcb-pool.de/ für 100 EUR eine Schablone fertigen lässt, oder in eine 0.15mm Overheadprojektorfolie per CNC die Löcher bohrt, kann man mit einem Rakel (Fenstergummi) Lötpaste aufbringen und in einem handelsüblichen Mini-Grill Reflow-Löten: http://www.stencilsunlimited.com/ http://www.reflow-kit.de/ http://www.frank-buss.de/reflow/index.html http://thomaspfeifer.net/ Eine verzinnte Leiterplatte ist hilfreich, die Industrie rollverzinnt oder macht HAL hot air levelling, das kann man selber mit Rosol3 und Heissluft bewerkstelligen: http://www.youtube.com/watch?v=upE12oObR8c Jedoch mit dem Lötkolben Zinn aufbringen oder Glanzzinn bei 35-40 GradC (normalerweise 5g Zinn-II-Chlorid oder -Sulfat und 50g Thioharnstoff THS in schwefelsaurer Lösung (50g Batteriesäure) in 1l Wasser, Seno macht aber was anderes, Sn-II-Cl in NaOH geht ab 60GradC auch) bringt meist mehr Ärger als Nutzen. Auf jeden Fall Glanzzinn sofort mit heissem Wasser gründlich abwaschen und mit einem festen Tuch blank polieren. Halbindustriell kann man im Tauchbad löten. Eine flache Schale aus Alu oder Eisen auf einer Herdplatte oder ähnlichen Heizquelle, gefüllt mit Lötzinn dessen Oxidschicht vor dem Löten per Rakel zur Seite geschoben wird, in die man die mit Schaumfluxer / Flussmittel besprühten lötstopplack-beschichteten Platinen waagerecht mit einem Halter (aus Alu) ein paar Sekunden eintaucht, und alle Lötstellen sind auf ein Mal verlötet. Ein Eigenbau ist nicht schlechter als teure kommerzielle Lösungen, das professionellste ist dabei das 220-250 GradC Thermostat. Dann hat man auch eine Maschine, die Bauelemente aus einem Gurt im gewünschten Raster biegt und die Drähte passend abschneidet. Seitenschneider ade. *----- F.4.1. Entlöten Die Entlötfederpumpen sind eine Qual (muss möglichst schwer sein und so dicht, das der Kolben bei zugehaltener Spitze mehr als 10 Sekunden braucht um zurückzulaufen), und einen Entlötkolben mit Vakuumpumpe wird man nicht haben. 2-beinige Bauteile gehen raus, in dem man erst die eine Lötstelle heiss macht und den Draht rauszieht, dann die andere. Bei 3-beinigen muss man ihn reihum in Schritten rauskanten. Bei DIL-ICs auf einseitigen Leiterplatten entfernt man zunächst mit Entlötlitze das alte Zinn (es gibt schlecht funktionierende Entlötlitze: mit extra Flussmittel tränken), wackelt dann mit der Pinzette an jedem Beinchen, um es vom Rand zu lösen, und zieht den IC dann raus. Wenn bei durchkontaktierten Leiterplatten die Löcher gross genug sind, kann man eine Spritzennadel über den Pin durch das Loch in das heisse Zinn stecken und die Pins damit einzeln blosslegen. Bei durchkontaktierten Leiterplatten mit zu kleinen Löchern siehe SMD Vielbeiner. Von Ersa & Weller gibt es für bestimmte Lötkolben Lötspitzen, mit denen sich alle 16 oder 28 Pins eine DIL-ICs gleichzeitig erhitzen lassen. Die sind aber umständlich, weil man den Lötkolben senkrecht in einen Schraubstock spannen muss, die Lötspitze aufheizen lassen muss, und dann die IC-Beinchen der Platine in die Rillen der Lötspitze halten muss. Da feilt man sich doch lieber aus Alu einen Block mit Rillen passend zum jeweils auszulötenden IC, den man mit einer Gasflamme oder elektrisch erhitzt. Sooo high-tech ist Löten ja nun auch nicht, als das es bei den Preisen nicht auch ein Provisorium täte, vor Allem wenn man es nur seltenst braucht. Sind die Anschlussdrähte draussen, kann man die Löcher freilegen, in dem man einen dünnen Stroh-(die Betonung liegt auf Stroh, also unschmelzbar)-halm im Mund das Loch freipustet, das man mit dem Lötkolben von unten erhitzt. http://www.epemag.wimborne.co.uk/desolderpix.htm http://www.finetech.de/ Bei SMD mit 2 Anschlüssen nimmt man am besten 2 Lötkolben als Pinzette (Achtung: Das Bauteil schnell wieder abschütteln, es ist dann weg), sind die Spitzen breit genug reicht das auch für Grössere. Bei Vielbeinigen fangen die Probleme an: Entlöten geht leicht, wenn man ENTWEDER das Bauteil ODER die Platine retten will. Platine retten: Pins mit Minitrennscheibe am Bauteil absägen und mit Lötkolben Platine saubermachen. Bauteil retten: Platine von unten mit Heissluft (oder auf Ceran Herdplatte) heiss machen, Bauteile mit Pinzette abheben. Schwierig wird es, wenn man beides bewahren will :-) Ein Verbiegen der Pins verhindert ein späteres Einlöten, die Pins brechen beim Zurückbiegen meist ab. Jeder hat da so seine eigene Methode, abhängig vom Werkzeug, das zur Verfügung steht. Letztlich gibt es Entlötspitzen für alles ausser BGAs, und natürlich hat es einen Grund, das die Industrie bei SMD meist komplette Platinen tauscht. BGA Sockel: http://www.ironwoodelectronics.com/ (vorher hinsetzen) *----- F.4.2. Crimpen Quetschverbindungen sind elektrisch gesehen besser als Löten, weil der Kontakt direkt, ohne Lötzinn dazwischen erfolgt. Aber die Quetschverbindung muss *gasdicht* sein. Die 'isolierten Kabelschuhe' für's Auto mit Blechzange für 2.50 EUR im Baumarkt sind das nicht und daher der programmierte Wackelkontakt. Aber die klassischen 'unisolierten Kabelschuhe' von AMP, Pfostenstecker, BNC oder Telefon- und Netzwerkstecker funktionieren hervorragend, *wenn* man die passende Crimpzange verwendet. In zum Löten ungeeigneten heissen Umgebungen sollte man vernickelte Stahlstecker crimpen, denn Messing verliert seine Federkraft. Eine geeignete Zange für unisolierte Kabelschuhe (aka AMP Stecker) gibt es für 9.95 EUR bei http://www.pollin.de/, BNC kostet dort 8.95 EUR, http://www.elpro.org/ hat die EWZ202B fuer 4.27 EUR, http://www.reichelt.de/ für 29.95 EUR die Zange für PSK-Kontakte. Für Flachbandkabelpfostenstecker u.ä. tut es ein Schraubstock, Aderendhülsen werden beim Festschrauben eh gequetscht. Bleibt RJ11 Telefon und RJ45 Netzwerkkabel, für die es billige Plastikzangen gibt. Die Unterschiede zwischen 50 Ohm und 75 Ohm BNC-Steckern sind kleiner als gedacht: http://www.amphenolrf.com/products/bnc.asp Wenn kommerzielle Crimpzangen exorbitant teuer sein sollten, ebenso wenn sie für die industrielle Fertigung zu unbequem sind, besteht natürlich immer die Möglichkeit, einen Einsatz für eine der normalen Crimpzangen oder einen Automaten oder Schraubstock selber anzufertigen. Es gibt nicht umsonst den Beruf des Werkzeugmachers, was zeigt, das man Werkzeuge auch selber machen kann und nicht zu Wucherpreisen kaufen muss. *----- F.4.3. Steckerbelegungen http://www.elv-downloads.de/downloads/journal/steckverbinder-1003.pdf http://www.pitts-electronics-home.de/electron/steckver.htm *----- F.5. Software zur Erstellung von Schaltplänen und Layoutvorlagen Von: MaWin 17.7.2000 Schaltzeichen http://www.pitts-electronics-home.de/electron/schztbl.htm http://library.thinkquest.org/10784/circuit_symbols.html Es gibt ausreichend viel Software gratis, wenn auch die Einschränkungen der Demoversionen oft weh tun (das sollen sie ja, sie sollen zum Kauf animieren, aber wenn schon die limitierte Demo unzumutbar oft abstürzt, wie bei Protel 98, Target 2001 oder Eagle 4.0 ist das natürlich nicht besonders werbewirksam). Aber es ist nicht notwendig, sich ein billiges und übersimples Programm wie Sprint Layout von http://www.abacom-online.de/ zu kaufen. Dennoch wirst du bei JEDEM Layoutprogramm feststellen, das schon für die erste Schaltung ein Bauteil in der Library fehlt. Man malt es sich halt selber. Ebenso normal ist die 'gewöhnungsbedürftige' Bedienung. Für Eagle findet man weitere Bibliotheken bei http://www.cadsoft.de/, und wer Eagle unter Windows NT verwenden will sollte im Control Panel unter Options des User interface Always vector font einschalten. IB Friedrichs Politik, alle 18 Monate eine neue Target-Version mit minimalen Funktionserweiterungen rauszubringen, und neue Library-Teile erfordern die, bei Support einer dann älteren Version hört man 'kaufen Sie die neue', steigert nicht gerade die Beliebtheit. Werbung wie "Machen Sie Mund-zu-Mund-Propaganda und erhaschen Sie 10% Rabatt auf den Preis für ein Update oder Upgrade, wenn Sie TARGET in einem nationalen oder internationalen Elektronik-Forum lobend erwähnen, und unser Produkt dadurch in's Gespräch bringen" bedeutet, daß jeder positive Bericht über Target unglaubwürdig ist (stand mal unter http://www.ibfriedrich.com/billiger.htm). http://www.terrypin.dial.pipex.com/ECADList.html http://www.cadsoft.de/ (Eagle Light - 80x100mm max) news:news.cadsoft.de/eagle.support.ger http://www.matwei.de/ (Eagle->POVray ULP) http://www.ibfriedrich.com/ (Target Demo - 250 Pins, c't Version 400 Pins) http://www.diptrace.com/ (250 pin Freeware oder 30 Tage Demo) http://www.kov.com/ http://www.autotraxeda.com/ (NT 3.5, 2000, XP erforderlich, free copy) http://groups.yahoo.com/group/autotrax/ http://www.pulsonix.com/ http://www.protel.com/ (30 Tage trial, unlimited old Easytrax DOS version) http://www.bartels.de/ (BAE Linux Demo) http://www.bercher-und-partner.de/ (CADdy) http://www.geda.seul.org/ (Schaltplan Linux) http://www.lis.inpg.fr/realise_au_lis/kicad/ (Mac) ftp://iut-tice.ujf-grenoble.fr/cao/kicad/ (Windows) http://www.freepcb.com/ http://www.klkl.de/PCBWarrior/index.html (Mac) http://www.vutrax.co.uk/ http://www.protonique.com/vutrax/ (demo 256 pin limit) http://www.redac.co.uk/ CadStar http://www.orcad.com/ http://www.pcb123.com/ (free) http://www.microcode.com/ CircuitMaker 2000 (limited demo) http://www.acceltech.com/ P-Cad 2004 (free trial) http://www.merco.nl/ PCB Elegance (limited demo) http://www.holophase.com/ CirCad (limited demo) http://www.douglas.com/ Layout (free version) http://www.mccad.com/ (limited demo) http://www.dde-eda.com/ (limited demo) http://www.pads.com/ http://www.mentor.com/products/pcb/pads/ Mentor PADS PowerPCB http://www.waldherr.com/ (limited demo) http://www.niche.co.uk/ PCB Designer http://www.winqcad.com/ (limited demo) http://www.tsien.info/ BoardMaker3 http://gpleda.org/ (open source) http://www.advancedmsinc.com/ Circuit Creator http://www.capilano.com/ http://www.swcp.com/~jchavez/osmond.html Osmond PCB http://www.baas.nl/ LAY01 http://b.urbani.free.fr/ TCL http://www.csieda.com/ http://www.islandlogix.com/ VisualEDA http://www.ultiboard.com/ (limited demo) http://www.numberone.com/ EasyPCB http://www.seetrax.co.uk/ Ranger (limited demo) http://www.labcenter.co.uk/ Proteus PCB Design (limited demo) http://www.cad-design.com/ RF http://www.abacom-online.de/ (Sprint Layout) http://www.cadint.com/ (30 Tage trial mit limitierten Bibliotheken) http://www.quantumeds.co.uk/ http://www.quantumcad.co.uk/ (300 pin Demo) http://www.lis.inpg.fr/realise_au_lis/kicad/ (GLP open source) http://www.umstec.com/MerliPCB2.html (kostenloses CorelDraw add-on) http://www.freepcb.com/ (open source) http://tinycad.sourceforge.net/ (open source Schaltplaneditor) Wer glaubt, das er zum Verteilen von Bauelementen auf einer Lochrasterplatine ein Computerprogramm wie Stripboarddesigner oder LochMaster von http://www.abacom-online.de/ benötigt, sollte sich ein anderes Hobby suchen. Der einzige Grund, warum man sich mit einem umständlichen CAD-Programm statt einer schnellen Handskizze beschäftigt, besteht in der Erzeugung eines sauber gezeichneten Leiterbahnbildes. Eben genau dieses ist bei Lochrasterplatinen / Streifenplatinen schon fertig. Von: Oliver Bartels 25.8.2001 > Aber wenn der Hobbymensch mit 100 * 160mm Eurokarte auskommt, > darf ich daran erinnern, dass wir gerade auf vielfache Nachfrage seitens > dieses Forums eine unter 100 Euro Version des BAE eingeführt haben, > und kostenlosen Schaltplaneditor gibt's auch: http://www.bartels.de/ Was? BAE für 100 EUR ???! Na das ist ja interessant... (inzwischen kostet BAE Light knapp 200 EUR) Ich habe vor etlichen Jahren (fünf vielleicht) mit BAE gearbeitet - 3.2 war damals glaube ich angesagt. War insgesamt ein sehr schönes System, stabil, guter Autorouter - aber die Bedienung... Bezeichnend war damals, daß das Handbuch für die User-Language doppelt so dick war wie das BAE-Handbuch. Und einfach zu bedienen wars nicht - durch die extreme Flexibilität hatte man ja auch die Möglichkeit, beliebig viel falsch zu machen. Wettgemacht hat das Ganze aber der sagenhaft gute Telefonsupport - typischwerweise telefonierte man mit jemandem, schilderte ein Problem (..."ich glaube, sowas habe ich schonmal irgendwann programmiert - mal suchen") - und am Nachmittag war die Lösung als user-language-code da. Wirklich klasse. Wenn ich daran denke, wie grauenhaft schlecht der Support von Viewlogic war (und was ich von Mentor kenne, ist auch nicht besser). Aber wehe, man hatte den BAE mal ein paar Monate nicht mehr benutzt - dann war man schon wieder draußen. Ich erinnere mich noch, wie die erste Windows-Version rauskam: Was für eine Enttäuschung: Nix mit File->new, sondern einfach die alte BAE-Menüstruktur in Windows gepackt, die natürlich überhaupt nicht dazu gepaßt hat. Damals war BAE wirklich gut, wenn man ständig damit gearbeitet hat, extrem mächtig und sehr flexibel. Aber definitiv nichts für Gelegenheitsbenutzer. Ich frage mich, wie sich das geändert hat - von irgendwem (Vertrieb ?) habe ich gehört, daß das vor allem am Chef läge, dem saubere Programm- und Datenstrukturen und leistungsfähige Autorouter-Algorithmen wichtig wären, aber Benutzerfreundlichkeit... Überhaupt habe ich mich schon immer gefragt, wie Ihr eigentlich Geld verdienen könnt. Ich lese regelmäßig alle möglichen Elektronikzeitschriften, aber ich habe noch keine einzige Werbung für BAE gesehen ! Sicher, der Router ist auch in anderen Systemen drin, aber wenn man Werbung von anderen Programmen sah, war das meistens auch irgendwas shape-based oder so (und das ist BAE definitiv nicht). Das kann ja fast nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda funktionieren! Aber wenn BAE in der Bedienerführung und Dokumentation nicht massiv besser geworden ist, wird ein Hobby-User seine liebe Not mit dem Programm haben, könnte ich mir vorstellen ! Andererseits, wenn jemand sich wirklich interessiert und sich einarbeitet, bekommt er für 100 EUR viel fürs Geld ! *----- F.5.1. Schaltungssimulation > Welche Schaltungssimulationsprogramme kann man empfehlen ? Spice ist DER Standard zur Simulation elektronischer Schaltungen. Die aktuelle Version 3f5 gibt es im Quellcode gratis, verbesserte Versionen wie PSpice (kann Analog und Digital, also mixed-mode) kosten Geld. Aber es gibt Stolperfallen, nicht bloss das man in jeder Schaltung ein GROUND vergisst, oder vergisst, jedem kondensatorabgekoppelten Teilnetz einen (hochohmigen) Pfad nach GND zu geben. sci.electronics.cad "Spice 3F5 and transistor bug on Linux" von Charles Williams news:C.D.H.Williams-2103021613440001@cw-mac.ex.ac.uk OK, ich hab' den Übeltäter: statt '.END' muss es '.end' heissen! Hätte ich die Beispiele vorher gesehen wäre das wohl nicht passiert. Bemerkenswert: Thomas' SPICE3f5 frißt die Großschreibung, meins nicht (ich hatte Doku von 2G6 und PSPICE in der alles großgeschrieben war). .model LED D (Is=2.27n Rs=0.25 N=6.79 Cjo=42p) http://www.linear.com/company/software.jsp (LTSpice, SwitcherCAD III) http://groups.yahoo.com/group/LTspice http://www.elektronikschule.de/~krausg/LTSwitcherCAD/CD_LTSwitcherCAD/pdf-file/LTspice_4_d http://www.gnu.org/software/gnucap/ http://www.ibiblio.org/pub/Linux/apps/circuits/spice3f5sfix.tar.gz http://www.geda.seul.org/tools/ngspice/index.html http://sourceforge.net/project/showfiles.php?group_id=38962 http://www.pspice.com/ http://www.orcadpcb.com/ http://www.orcad.com/ http://www.analog.com/ (NI MultiSim 'Analog Devices' Edition) http://www.aboutspice.com/ http://fides.fe.uni-lj.si/spice/ http://bwrc.eecs.berkeley.edu/Classes/IcBook/SPICE/ (the original site, eher lachhaft) http://newton.ex.ac.uk/teaching/CDHW/Electronics2/userguide http://www.anasoft.co.uk/ http://www.macinit.com/ (Spice Frontend fuer Macintosh) http://www.kemet.com/ (Kemet Spice Simulation Software Modeling the frequency behavior of aluminum, ceramic, and tantalum, surface mount capacitors manufactured by KEMET Electronics) http://www.labcenter.co.uk/ (Proteus) http://www.intusoft.com/demos.htm (ICAP) http://www.digital-simulator.de/ http://www.altera.com/products/software/products/quartus2web/sof-quarwebmain.html http://www.rle.mit.edu/cpg/research_codes.htm (Layout parasitics) und Tina6, CircuitMaker2000, SuperSpice, VisualSpice, MicroCap7, MultiSim, SpiceA/D, SpiceCreator, AimSpice, Edison, Simetrix, Aplac, Target3001 ... *----- F.5.2. Taschenrechner Obwohl OffTopic, kommt oft die Frage: Soll ich einen Taschenrechner von Hewlett Packard mit UPN (umgekehrte polnische Notation, also 3 Enter 4 + statt 3 + 4 = ) Eingabe nehmen oder einen 'normalen' von Texas Instruments (http://www.ticalc.org/ http://www.datamath.org/) oder einem der anderen Hersteller ? Diese Frage hat der Markt entschieden. HP stellt keine Taschenrechner mehr her. Die ACO Division ist nach 10 Jahren Untätigkeit pleite: http://www.hpcalc.org/goodbyeaco.php Und nicht mal eine Pleite währt ewig: http://www.shopping.hp.com/calculator Der HP28 hat ein zugeschweisstes Gehäuse (Plastikzapfen unter der Alufront) das man zu Reparaturzwecken kaum zerstörungsfrei aufbekommt. Ich persönlich finde übrigens die Formeldarstellung und Matrixrechnung der Casio Serie FX-ES am angenehmsten weil edierbar. http://www.casio-europe.com/de/calc/sgr/produkte/wissenschaftlicherechner/fxesserie/ *----- F.5.3. VCC & Co. > Was bedeuten die Bezeichnungen VCC, VDD, ... VC = ist bekanntermassen die Spannung am Collektor eines bipolaren Transistors VBE = Spannung zwischen Basis und Emitter bei Bipolartransistoren VCE = Spannung zwischen Collektor und Emitter bei Bipolartransistoren VCEsat = Spannung zwischen C und E im Sättigungszustand des Transistors VCC = Pluralbildung: Spannung an den Collektoren, bei bipolaren ICs positive Versorgungsspannung VE = Spannung am Emitter VEE = Spannung an den Emittern, negative Versorgungsspannung z.B. bei ECL ICs. VB = Spannung an der Basis VBB = NICHT Spannung an zusammengeschalteten Basisanschlüssen, siehe unten VD = Spannung am Drain eines MOSFETs VDS = Spannung zwischen Drain und Source bei MOSFETs VGS = Spannung zwischen Gate und Source bei MOSFETs VDD = positive Versorgungsspannung von MOS Schaltkreisen die Stelle an der viele Drains der NMOSFETs hängen VS = Spannung am Source VSS = negative Versorgungsspannung von MOS Schaltkreisen, oft identisch mit GND VG = Spannung am Gate VBB = Verbindung der Bulks (Wannen) der MOSFETs, meist -5V VPP = Spannungsdifferenz zwischen positiver und negativer Spitzenspannung (Peak to Peak), aber auch Programmierspannung bei (E)EPROMs VTT = Verbindung der Abschlusswiderstände (Terminatoren) VREF = Referenzspannung VBAT = Batteriespannung VIN = Eingangsspannung VOUT = Ausgangsspannung (oft verbunden mit VIN :-) und hundert weitere, denkt euch selber einen aus :-) Das Problem bei der Sache: Das sind bloss NAMEN. Ob man VCC und VDD miteinander verbinden darf, hängt von der Schaltung ab. Und ebenso, ob man VCC des einen und VCC eines anderen Chips miteinander verbinden soll. Insofern ist Platinenlayoutsoftware, die gleichnamige Power-Anschlüsse automatisch miteinander verbindet, obwohl auf den ersten Blick bequem, eigentlich Unfug. Und sogar unbrauchbar, wenn sie das erzwingt. http://www-s.ti.com/sc/psheets/szza036b/szza036b.pdf *----- F.6. Herstellung von Leiterplatten Von: MaWin 17.7.2000 Als Bastler, der i.A. eine Schaltung nur ein Mal aufbaut, stellt sich zuerst die Frage, ob überhaupt eine geätzte Leiterplatte benötigt wird. Gerade Anfänger investieren oft besonders viel Mühe in eine möglichst perfekte Platine, bevor sie ihre Schaltung überhaupt das erste Mal ausprobiert haben. Später siegt oft der Pragmatismus und die Lochrasterplatine. Zum Ausprobieren einer Schaltung mit bedrahteten Bauelementen eignen sich Experimentiersteckbretter (Labor-Steckboards, Experimentierboard, Breadboard, Protoboard, von http://www.conelek.de/, http://www.pollin.de/ und http://www.elv.de/ , z.B. 68-172-58). Solange man keine zu dicken Drähte einsteckt halten sie sehr lange, ansonsten neigen sie zu Kontaktproblemen. Bei Kontaktproblemen kann man aus einem kleinen Experimentierboard die Metallkontaktstreifen herausnehmen und die defekten im grossen Board damit ersetzen. http://www.lrr.in.tum.de/~acher/imgs/20071119_003.jpg Kleine Schaltungen lassen sich fliegend verdrahten, auf ein Brett mit blanken Reisszwecken als Lötstützpunkte als Brettschaltung montieren, oder auf einer Lochrasterplatine aufbauen. Oder man verwendet eine kupferbeschichtete Leiterplatte als Massefläche, lötet dann alle mit Masse zu verbindenden Bauteileanschlüsse darauf fest, biegt die anderen hoch und bringt die restlichen Bauteile fliegend dazwischen an (Dead Bug Methode). Das eignet sich gut für Schaltungen die im Steckbrett nicht besonders gut funktionieren, wie Schaltregler oder Hf. Siehe http://www.analog.com/ suche Power_sect8.pdf (PROTOTYPING TECHNIQUES) http://amplifier.cd/set/start.html Wenn man allerdings eine Schaltung dauerhaft aufbauen will, übersehen die meisten Bastler die Notwendigkeit eines soliden mechanischen Aufbaus. Bei Netzspannung führenden Teilen ist ein perfekter Aufbau Pflicht ! So ein Gerät muss auch nach mehrmaligem Runterfallen noch elektrisch sicher sein ! Wenn man also eine geätzte Leiterplatte benötigt, stellt sich die Frage, ob nicht eine Einseitige reicht, wie sie die Industrie aus Kostengründen in praktisch allen Consumer-Geräten (Fernseher etc.) verwendet, auch in Mischbestückung bedrahtet (oben) und SMD (Unterseite), oder ob es eine Doppelseitige sein muss. Multilayer kann man sowieso nur (200 EUR teuer) herstellen lassen (http://www.pcb-pool.com/). Für SMD auf Lochraster gibt es 'Mini-Mount' Adapterplatinen (siehe auch bei http://www.elv.de), man kann solche Adapter aber auch bei PCB-Pool oder so herstellen lassen, das ist oft billiger. Es lohnt sich auf jeden Fall, so lange am Layout herumzuzeichnen und Drahtbrücken zu setzen, bis eine einseitige Platine möglich wird, denn das sogenannte Durchkontaktieren ist für Bastler nervend. Da lohnt sich jede Zeit, die man vorher in ein gutes Layout investiert. Ein Autorouter wird kein gutes Layout erzeugen, kann einem als restartbarer Router aber helfen. Wenn man recht viele Leiterbahnen auf der Unterseite unterbringen kann und nur noch ganz wenige auf der Oberseite hat, die allerdings kreuz und quer verlaufen und daher für Brücken ungeeignet sind, kann man auch Fädeln, d.h eine einseitige Platine herstellen und die restlichen Verbindungen mit Kupferlack-, Wire-Wrap- oder 'Patch'-Draht herstellen. Als Draht tut es jeder lötbare 0.2mm Kupferlackdraht, als Führung der Vero-Fädelstift. http://www.verotl.com/node/34 http://www.rrunner.co.uk/ Das komplette Fädeln einer komplexen Platine ist auch möglich, man kann damit sogar Boards realisieren, die mehreren Lagen Multilayer entsprechen, aber es ist SEHR fehleranfällig, ebenso wie Wire-Wrap, das zu dem recht teure Gerätschaften (Farnell, Seltronics) erfordert. Elektrisch ist fädeln aber einwandfrei, solange es nicht um wirklich hohe Ströme oder Spannungen geht. Man kann versuchen, die Stromversorgung und weitere einfache Verbindungen auf eine einseitige Platine zu ätzen und nur die verbleibenden Verbindungen fädeln. Wire-Wrap neigt per Hand gewickelt schon mal zu Wackelkontakten, und wenn dann nur die letzten Windungen nicht fest anliegen ist gleichstrommässig alles einwandfrei aber es bilden sich kleine Induktivitaeten, die high speed digital stören. Ist das Layout einfach genug und erlaubt breite Leiterbahnen und grosse Abstände, kann man es mit einem Edding 2104 / 400 / 3000 direkt auf die blankgescheuerte oder mit Metallputzmittel (Sidolin) gereinigte Kupferseite einer bereits gebohrten Hartpapierplatine malen, die Platine in einen Beutel mit Eisen-III-chlorid-Lösung stecken (nach Anleitung auf der Packung ansetzen bei 40-70 Grad, üblich sind 800g der gelben Brocken aus Eisen-III-chlorid-Hexahydrat mit einem Anteil von 56% Eisen-III-Chlorid in 1 Liter Wasser, was eine 25%ige noch nicht so stark schäumende Lösung ergibt, höhere Konzentration sind für Schaumätzanlagen sinnvoll) und hat nach einigen Minuten Schwenken seine fertige Platine. Einseitige Layouts mit nicht zu dünnen Leiterbahnen und ausreichenden Abständen (alles >1mm, also nicht durch IC-Pins) kann man mit Laserdrucker oder Kopierer auch auf dünnem glattem Zeitschriftenpapier (Der Spiegel, Reichelt-Katalog) drucken und mit einem Laminator (Conrad 774192 kann auf 180 GradC modifiziert werden und schafft 1.6 mm durchzuziehen) auf eine blankgescheuerte oder mit Metallputzmittel (Sidolin) geputzte Platine übertragen. Das Papier löst sich in Wasser auf, der Toner bleibt als Schutzlack. Misslungene Platinen kann man mit Aceton wieder reinigen. http://www.mikrocontroller.net/topic/39028 http://www.youtube.com/watch?v=urv6jArKp6M http://myweb.cableone.net/wheedal/pcb.htm http://www.die-wuestens.de/ (Blaue Transferfolie) Muss man den fotografischen Weg gehen, benötigt man zuerst eine Vorlage. Jahrzehntelang war es industriell üblich, mit Abrubbelsymbolen und Kreppbändern, meist im Massstab 1:2, auf Folie ein Layout zu zeichnen, die Erklärung spar ich mir hier aber. Man nimmt besser ein Layoutprogramm, einen Laser oder Tintenstrahldrucker und geeignete Folien. Schwer zu empfehlen ist für Laserdrucker die Zweckform Avery Folie #3491 "Laser-Folien für die Druckformerstellung" (100 Blatt im Bürobedarf, für 30 EUR bei SMA 08024 641343). Schwarz ist da im Auflicht sattschwarz, in Durchsicht dunkelgrau, ergibt also genau dieselbe Deckung wie auf Papier. Nur der Träger ist halt transparent. Niemand käme nun auf die Idee, beim Belichten noch ein unbedrucktes weisses Blatt dazwischenzulegen. Das wäre dann identisch mit dem Druck der Vorlage auf Papier statt Folie. Leider ist die Folie nur für schwarz/weiss Laserdrucker tauglich. Für Tintendrucker nimmt man die vom Druckerhersteller empfohlenen InkJet-Folien, eventuell 2 mal bedrucken (Achtung: Für Epson gibt es Folien mit 'Abstandshaltern', die sind unbrauchbar), oder Zweckform Avery #2502/#2503 z.B. von Reichelt. Gute Vorlagen kann man per Photoplot auch bei einer örtlichen Druckerei erstellen lassen (DIN A4 Siebdruckvorlage ca. 10 EUR) http://so-pbdl.de/leiterplattenfilme.htm, die sind dann wirklich lichtdicht und erlauben einen grösseren Belichtungsspielraum als die halbtransparenten selbstgedruckten. Etwas schwärzer (aber auch kantenunschärfer) wird's mit Tonerverdichter (Butylacetat) http://www.huber-troisdorf.com/ (Solvent50, Plastik70, Oranex) wenn sich der Toner davon anlösen lässt, was je nach Hersteller wohl unterschiedlich ist. Wenn man auf oberflächenglattes Transparentpapier oder Kopiererpapier druckt, sollte man nur Sorten ohne optischen Aufheller verwenden, da sonst das mühsam erzeugte UV-Licht sinnlos verpufft. Wegen dem hohen Reflexionsgrad bei diesen Materialien hat man sowieso schon merklich erhöhte Belichtungszeiten (ca. x 4), insbesondere wenn man keinen Belichtungskasten verwendet (im Kasten würde reflektiertes Licht wieder zurückreflektiert werden, bis es durch die Vorlage hindurchkommt, wenn man nur eine Glühlampe über die Vorlage hängt kommt reflektiertes Licht ja nicht wieder). Klare OHP-Folien führen meist zu Haarrissen. Das Aufeinanderlegen von 2 Folien geht nur für anspruchslose Layouts. Da die obere Folie ja nicht mit der bedruckten Seite direkt auf der Platine liegt, kann sie nur unscharf die Fehler der Unteren verdecken. Bedenkt, das die meisten Leute nur von EINEM Detail ihres Erfolges reden, z.B. "hey, bei mir geht Papier sehr gut in 1 Minute" und dabei den Rest vergessen "aber ich habe eine professionelle Siebdruckbelichtungsanlage". Fragen wie 'wie lange belichtet ihr' sind daher sinnlos. Es müsste die ganze Apparatur beschrieben werden, damit man mit der Antwort was anfangen kann, und keine 2 Leute haben wohl alles (Aufbau, Platinenmaterial, Konzentration, Lampenalter, Temperatur) identisch vor sich. Die Belichtungsreihe ist die EINZIGE Methode, die richtige Belichtungszeit zu ermitteln. Und wenn dann beim nächsten Mal der Entwickler nicht 25 GradC sondern nur noch 20 GradC hat, muss man sich nicht wundern, wenn kein ordentliches Ergebnis bei rauskommt. Man braucht: Eine Platine, die man in zig 2 x 2 cm kleine Stücke schneidet, eine Belichtungsvorlage und eine Eieruhr. Man schreibt auf die Rückseite des 1. Stücks eine 1, legt sie exakt 1 Minute im Belichter auf die Vorlage, legt sie dann exakt 1 Minute in den korrekt konzentrierten Entwickler (mit Badbewegung bzw. Pinsel), und wirft sie dann in das Ätzbad. Die Platine 2 kommt 2 Minuten ins UV-Licht, dann 1 Minute in den Entwickler, dann ins Ätzbad. Platine 3 4 Minuten, Platine 4 satte 8 Minuten, Platine 5 16 Minuten belichten, Platine 6 32 Minuten, aber alle nur 1 Minute in den Entwickler. Je nach dem, welche Platine am besten geworden ist, probiert man noch einen Mittelwert (3 Minuten oder je nach dem). Da man jedesmal auf die gleiche Art entwickelt hat, hat man nur einen freien Parameter (Belichtungszeit). Hätte man versucht, beim Entwicklen das Optimum herauszuholen, wäre die Probiererei ein Fass ohne Boden. Beim beschriebenen Verfahren muss man nur nach der besten Platine im Ätzbad suchen und kann sich später sogar den Ätztest zur Ermittlung der richtigen Entwicklungszeit sparen. http://www.youtube.com/watch?v=8FWTcNAHIzQ http://www.fh-sw.de/sw/fachb/et/labinfo/lpt/start1.htm Man sollte als Platinenmaterial auf jeden Fall hellbraunes Hartpapier (Phenol FR1, FR2) oder FR3 Epoxy nehmen, (dunkelbraunes hat oft schlechte Qualität), denn das kann man mit normalen HSS-Bohrern und Säge bearbeiten. Glasfaser Epoxy (FR4) wird in der Industrie nur verwendet, wenn chemisch durchkontaktiert werden muss, und das kann man als Hobbyist sowieso nicht. Man braucht es höchstens wegen der Festigkeit (Einsteckkarten). Dafür muss man Epoxy mit Hartmetallbohrern (Stück 2.42 EUR bei http://www.elpro.org/), in einer spielfreien Bohrmaschine mit Bohrständer ( z.B. Proxxon Micromot40/E in MBS140, vergesst hier den fetten Bosch Bohrhammer im Wolfcraft Billigbohrständer) bohren, und kann sie nur mit Trennscheibe, Hartmetallsäge oder Schlagschere trennen. Die Glasfasern ruinieren normales Werkzeug sofort. Wenn man keine fertig beschichtete Ware kaufen will, sollte man es erst gar nicht mit Photopositivlack probieren, sondern blaue Photonegativ-Rollenware laminieren mit einem üblichen Bürolaminator wie PLG-5210, GBC1200, SSI10PAK, mit beheizten Rollen durch den die 1.5mm Platinen durchpassen. Die nicht-glänzende Schutzfolie auf der Innenseite (dorthin, wo sich die Folie zusammenrollt) abziehen (mit Tesa an der Ecke anheben). Bei Bungard kosten 25m 43 EUR, a.seck@t-online.de bietet DIN A4. 15 Sekunden belichten, mit Natriumcarbonat entwicklen. Hat man sein Layout erstellt und eine Vorlage gemacht, muss sie mit einer UV-Lampe auf die fotobeschichtete Platine kopiert werden. Ein paar 8-15 Watt Schwarzlicht-, Bräunungs- oder BL350 Insektenkiller-Leuchtstoffröhren sind geeignet, wenn man sie in einem Kasten mit dünner Glasscheibe reinbaut (leerer Flachbettscanner :-) und an Drossel und Starter für 8W Leuchtstofflampen oder der Elektronik aus zerbrochener Energiesparlampe http://www.pavouk.org/hw/lamp/en_index.html passender Wattzahl betreibt
8W Stabform Ø16mm: 150mA 56V Länge 294mm 7W Doppelrohr Ø13mm: 175mA 47V Länge 112mmoder an
+--4u7--150R--+
| 250V 1W |
| | 1N4007
+-------+-220nF/X2--+----|>|------+--|>|--+
| | | 1N4007 | | |
| | | 1N4007 | +---+
o | +-(----|>|------+ | |
230V~ 0.1uF/X2 | | | 8W|
o | | +----|<|----+ | |
| | | 1N4007 | +---+
| | | 1N4007 | | |
+-------+---------+------|<|----+----22R--+
| | 2W
+--4u7--150R--+
250V 1W
Abstand der Röhren untereinander doppelt so gross wie von der Glasscheibe.
Dämpft die Glasscheibe zu viel UV ? Ausprobieren: UV-Lampe auf weisses
Papier oder T-Shirt mit optischem Aufheller strahlen lassen, verschiedene
Glasscheiben dazwischen, man sieht, welche stark und welche wenig dämpft.
http://www.speedy-bl.com/UV.htm
http://www.thelastinstance.de/elek/project01.phtml
Ein Gesichtsbräuner mit 4 UV-Röhren für 10 EUR vom Flohmarkt oder 30 EUR
neu ist eine gute Wahl, Drosseln, Starter und Zeitschaltuhr sind schon drin.
Nitraphot/Vitalux (brennt schnell durch) und Quartzbrenner (hartes UV Licht,
augenschädigend) sollte man meiden. Früher ging eine 1000W Fotoleuchte oder
ein 500W Baustrahler bei herausgenommener Glasscheibe, aber inzwischen haben
Halogenlampen einen UV-Stop und eignen sich genau so wenig wie normale
Glühlampen. Und die Sonne scheint in Deutschland bekanntlich kaum und vor
allem nicht zuverlässig.
Schutzfolie von der Platine abziehen, die Vorlage (bedruckte Seite zur Platine)
auf die Platine, eine dünne Glasscheibe drauf (Am besten wäre Quartzglas, das
ist viel UV-durchlässiger als Fensterglas. Unbrauchbar sind teure Bilderrahmen
deren Glas einen UV-Stop hat), und belichten. Die einzige Methode, um die
richtige Belichtungszeit zu bestimmen, ist die oben angeführte Belichtungsreihe.
Man KANN hier keine Angaben machen da jedes Platinenmaterial, jede Lampe,
jede Folie, jede Glasscheibe anders sind. Aber so 1 Minute (Quartzhochdruck)
bis 10 Minuten (UV Leuchtstoffröhren) sollte es dauern, bei Halogenlampen
bis 30 Minuten.
Ein doppelseitiges Belichtungsgerät für doppelseitige Platinen erspart Zeit und
Ärger mit verrutschten Vorlagen. Ansonsten fertigt man durch Aufkleben von 2
Platinenresten auf den beiden Folien eine Tasche, in die die zu belichtende
Platine eingeschoben wird und belichtet zwei mal. Die Platine an 2 vorher
gebohrten kleinen Löchern und passenden Marken auf der Vorlage auszurichten,
ist im Halbdunkel beim Belichten nervig.
Die belichtete Platine kommt in den Entwickler (7g Natriumhydroxid in 1 Liter
Wasser, bei Bungard-Platinen 20g NaOH/Liter, oder nach dem Aufdruck auf der
Packung, die Lösung bitte jeden Tag neu ansetzen, sie hält sich nicht sondern
verwandelt sich mit dem Kohlendioxyd aus der Luft in Natriumhydrogencarbonat.
NaOH freier Entwickler ist nicht besser, auch er macht entgegen der Werbung
Probleme bei falscher Zeit oder Konzentration, er verätzt nur die Augen nicht
so. Bad bewegen (oder mit einem weichen Pinsel über die Platinenoberfläche
streichen) bis die belichteten Stellen komplett frei sind. Wer zuvor eine
Belichtungsreihe gemacht hat, entwickelt wieder genau so lange und kennt das
Ergebnis.
Wer keine Belichtungsreihe gemacht hat (ist selber schuld) MUSS einen Ätztest
machen. (Platine kurz in Ätzlösung, wenn nach 30 Sekunden unabgedeckte Stellen
nicht rötlich werden (kristallines Kupfer) abwaschen und zurück in den
Entwickler). Denn: Selbst wenn es so aussieht, als ob der Fotolack ab ist, man
sieht es nicht. Es ist je nach Photoschicht verschieden, aber meist bildet sich
beim Entwickeln violette Farbe und man kann violette Leiterbahnen erkennen.
Aber fertig ist die Platine erst, wenn die auch verschwinden und die Platine
'ganz leer' erscheint. Man sieht Leiterbahnen dann nur nach dem Herausnehmen
im Auflicht leicht hellgelb schimmern. Dauerte das Entwickeln länger als 2
Minuten, sollte man das nächste Mal länger belichten.
Alle Bedingungen (Platinenmaterial, Lampe, Abstand, Belichtungszeit,
Glasplatte, Folie, Entwicklerkonzentration) MÜSSEN exakt gleich bleiben. Wer
also jedesmal die Anlage neu nach Gutdünken aufbaut und den Entwickler mit dem
Löffel abschätzt, muss sich über dauernde Probleme nicht wundern. Bekommt man
anderes Platinenmaterial, muss man die Belichtungsreihe neu durchziehen.
Insofern kann sich der Kauf von 'definiertem' Platinenmaterial (Bungard) lohnen.
Nach Angaben von Kontakt Chemie halten Photolacke je nach Temperatur maximal
2 Jahre. Optimale Ergebnisse gibt es innerhalb der ersten 3 Monate, danach
steigt die benötigte Belichtungsdauer.
Stimmte die Belichtung und die Entwicklung, sollte dem Ätzen nichts mehr im
Wege stehen. Eisen-III-chlorid (500g/l, unkritisch, man verbraucht ca. 40g pro
Europakartenseite) eignet sich gut als Ätzmittel in einer Fotoschale auf einer
Warmhalteplatte bei 40-70 Grad (unkritisch) oder das Einmachglas (wenig
Ätzmittel, zuschrauben, schütteln), und wird benötigt für Schaumätzanlagen
(http://www.conrad.de/ 530018 nur einseitig Euro). Wegen Schaumbildung ist es
aber nicht so gut für Blubberätzmaschinen geeignet. Natriumpersulfat (270g/l
dest Wasser, kritisch) bei 40-50 Grad Ätztemperatur (kritisch) ist dafür die
richtige Wahl, aber nicht besonders für die Fotoschale (zu wenig Bewegung).
Blubberätzmaschine mit 150W Heizstab kostet 90 EUR bei
http://www.hw-electronics.de/, 150 EUR bei
http://www.saemann-aetztechnik.de/aetzanlagen/index.html, 115 EUR bei
http://www.reichelt.de/, 150 EUR bei http://www.conrad.de/ . Gummis lösen sich
aber auf wenn das Ding monatelang mit Ätzmittel rumsteht.
http://www.thelastinstance.de/elek/project06.phtml
http://www.mdaelektronica.nl/
http://de.wikibooks.org/wiki/Platinen_selber_herstellen#.C3.84tzmittel
Salzsäure/Wasserstoffperoxid (770ml Wasser, 220ml HCl 35%ig dazutun, 30ml H2O2
30%ig dazutun, sehr kritisch, etwas verbrauchtes Ätzmittel als 'Katalysator'
dazutun sonst startet der Ätzvorgang nur aus Zufall, hat man bis dahin mehr
H2O2 hinzugetan hauts einem das Zeug um die Ohren) eignet sich am Besten für
eine Sprühätzanlage (Industrie). Da die Mischung korrosive Gase erzeugt und von
alleine zerfällt, daher jedes Mal neu angesetzt werden muss, wobei das H2O2
auch pur nicht lange lagerfähig ist, ist sie für Hobbyisten nicht zu empfehlen.
Sie kann explodieren und hat so schon Leiterplattenfabriken das Dach vom Haus
gesprengt. Der Hauptgrund, warum die das einsetzen, liegt in der verhältnismässig
einfachen Kupferrückgewinnung, die sich als Hobbyist eh nicht lohnt. Verbrauch
etwa 80ml pro Eurokarte.
Schon mit Eisen-III-chlorid kommt man auf Ätzzeiten von unter 2 Minuten,
wenn man den Prozess beherrscht und ausreichend schüttelt. Beherrscht man
ihn nicht, macht aber das Umsteigen auf kritischere Lösungen keinen Sinn.
http://members.optusnet.com.au/~eseychell/PCB/etching_CuCl/index.html
Verbrauchte Ätzlösung nicht ins Klo kippen (das legt eine feine Spur bis ins
Klärwerk, in dem jemand sauer wird, weil ihm die Bakterien verrecken), sondern
gratis beim Schadstoffmobil abgeben. Die Lösungen sind verbraucht, wenn das
Ätzen deutlich länger dauert, und Persulfate zerfallen auch von alleine. APS
durch Umkristallisation, Natriumpersulfat durch Abspaltung von Sauerstoff
(daher nie in gasdichten Behältern aufbewahren) in auskristallisierendes
Natriumsulfat. Eisen-III-chlorid kann man durch Zugabe von Salzsäure (35%
techn.) eine Zeit lang auf demselben pH-Wert halten wobei sich ein Teil des
Schlamms wieder löst. Natriumpersulfat nimmt ca. 30g Kupfer pro Liter auf,
Eisen(III)chlorid 50g.
http://www.elv-downloads.de/downloads/platinenfolien/LEITERPLATTEN.PDF
Eine Platine kann man mit 3M Orgol 8600 Überzugslack schützen, dann bleibt sie
lötbar, und es gibt Verdünner und Reparaturkits damit man die Platinen wieder
lackfrei bekommt.
Von: Uwe Bredemeier und Michael Linnemann 1999
> "Laser-Folien für die Druckformerstellung", Zweckform No. 3491. Gibts
> im hiesigen Büro-Fachhandel, ohne extra Bestellung oder so. Der
> 100er-Pack kostete meiner Erinnerung nach so um die 35 EUR, und
> funktioniert einwandfrei.
Ist das beste (und einzig taugliche) was mir bislang untergekommen ist. Ausser
Satzbelichter oder Fotoplot natürlich. Bis zur Entdeckung dieser Folie habe
ich die Layouts für Prototypen/Bastelprojekte geplottet. Allerdings ist auch
das ein heikles Thema an dem ich lange herumgefeilt habe.
Ich habe über die Jahre immer mal verschiedene Folien mit Laser und
Tintenstrahldrucker getestet, war immer enttäuschend. Bei klarer (Overhead-)
Folie im Laser scheinen Lichtbrechungen in der Folie das Problem zu sein,
beim Tintendrucker eine Neigung zur Tropfenbildung. Besagte Folie, mattiertes
Polyester, wird mit dem Laser schon mit Standardeinstellung vollständig
undurchlässig. (Laserjet 4). Ein Test mit dem Tintenstrahler (Deskjet 850C)
brachte ebenfalls ein erfreuliches Ergebnis. (Die Folie ist nicht für
Tintendrucker geeignet, bei denen die Tinte nicht trocknet, sondern auf
salzhaltigem Papier gerinnt, wie bei Epson).
Scannen und Drucken von Vorlagen aus Zeitungen ist problemlos möglich.
Für die Belichtung ist die mattierte Folie kein Problem. Etwas länger halt. Das
"spiegelverkehrt" gedruckt werden sollte ist doch wohl selbstverständlich?
Von: Oliver Betz 2000
Platinenbohrer: Hartmetall-Speerspitzbohrfräser (Bürklin 4.10 EUR) sind viel
robuster als Wendelbohrer und auch freihändig (ohne Bohrständer) verwendbar.
Sie machen aber auch unsaubrere Löcher. Eine Alternative könnten auch die
HSS Platinenbohrer von http://www.RS-Components.de sein (suche nach "HSS
Platine") mit einem Schaftdurchmesser von 2.4mm.
Frage:
Welche Schritte sind zur Produktion einer Leiterplatte notwendig ?
Antwort:
1) Kläre, was die Schaltung tun soll
2) Zeichne einen Schaltplan der das erfüllt
3) Klären die mechanischen Fragen
4) Wähle die Bauteilgehäuse aus
5) Kaufe ein Leiterplattenlayoutprogramm wenn du sie selber layouten willst
6) Beginne mit der Plazierung der Bauteile
7) Stelle fest, das sie nicht passen, und gehe zurück zu Schritt 3
8) Stelle Plazierung fertig
9) Beginne mit der Leiterbahnverlegung
10) Stelle fest, das die Leiterbahnen nicht passen, und gehe zurück zu Schritt 3
11) Stelle Leiterbahnverlegung fertig
11) Prüfe das vorgeschlagene Layout
12) Verwerfe größere Bereiche und gehe zurück zu Schritt 8
13) Überpüfe die verbesserte Version
14) Überprüfe sie nochmal
15) Erstelle die Gerber-Datei und Bohrdaten
16) Prüfe Gerber-Datei und Bohrdaten
17) Schreibe eine README.TXT
18) Archiviere Gerber-Daten, Bohrdaten und die README.TXT Datei in ein ZIP
19) Hole Angebote von Leiterplattenherstellern ein
20) Wähle einen Anbieter aus und sende ihm die Dateien
21) Erhalte einen Anruf vom Leiterplattenhersteller in dem er dich auf einen Fehler hinweist
22) Gehe zurück zu Schritt 11 und vergössere den Restring um Durchkontaktierungen
23) Die Leiterplatte trifft ein
24) Besorge die notwendigen Bauteile
25) Stelle fest, das du den MOSFET im DPAK-Gehäuse nicht bekommst und gehe zurück zu Schritt 4
26) Bestücke die Leiterplatte
27) Lege die Versorgungsspannung an
28) Wisch dir die verbrannten Bauteile aus dem Gesicht
29) Ersetze die verbrannten Bauteile
30) Lege die Versorgungsspannung diesmal richtig gepolt an
31) Beginne mit der Fehlersuche
32) Stelle fest, das es nicht nur Bauteilwerte sind, die den Fehler hervorrufen
33) Gehe zurück zu Schritt 1
34) Erstelle eine Bauteilliste für den Einkauf
35) Setze dich gegenüber dem Einkauf durch, der die Kosten drücken will
36) Produziere die ersten Musterplatinen
37) Korrigiere die Bauteilliste und die mechanische Zeichnung
38) Beginne mit dem Test der Musterplatinen
39) Baue die Preproduktionsplatinen
40) Mache einen Großserientest
41) Stelle fest, daß das Marketing die Spezifikation geändert hat
42) Gehe zurück zu Schritt 1
aus: http://www.fpga-faq.org/FAQ_Pages/0043_Steps_to_make_a_Printed_Circuit_Board.htm
Von: Matthias Heinrichs 27.11.2007
Fragt euch, ob euer Lohnbestücker wenigstens die Grundlagen beherrscht:
- Einen Lohnbestücker, für den _14 Tage_ Lieferzeit von 100-500
(2-Lagen) Leiterplatten mit ca. 50-70 SMD Bauteilen keine unüberwindbare
Herausforderung ist,
- einen Lohnbestücker, der es schafft auch mal ein oder zwei "spezial"
Bauteile (z.B. einen USB Steckverbinder), die vielleicht nicht in der
Maschine gehen, händisch aufzulöten,
- einen Lohnbestücker, der sich nicht zu schade ist innerhalb von drei
Wochen auf eine sauber formulierte Anfrage ein Angebot zu schicken oder
sich überhaupt zu melden
- einen Lohnbestücker, der feststellt das Ihm beim Via-Bohren der Bohrer
abgebrochen ist und diese Platinen dann NICHT mit unseren Teilen bestückt,
- einen Lohnbestücker, der wenigstens nachfragt und nicht die Teile
unbestückt zurückschickt (nach 3 Wochen), weil die Bauteilekennzeichnung
auf -E statt -I geendet hat
- einen Lohnbestücker, der sich zumindest Mühe gibt ein bestimmtes
Temperaturprofil zu fahren weil nun mal ein empfindliches (=teures)
Bauteil nicht mit "viel hilft viel" Temperatur eingelötet werden darf
(33% der 16EUR Teile -> Schrott).
Information zum Ätzen:
http://www.erikbuchmann.de/ (Ätzen und Belichten)
Gehäuseabmessungen:
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/CASERM-D.PDF
http://www.nxp.com/#/page/content=[f=/static/packages/index.xml]
Anbieter Platinenherstellung:
Einseitige kann man günstig bei den semiprofessionellen Anbietern bei eBay
machen lassen. Für doppelseitig durchkontaktierte Leiterplatten sind die
Profis zuständig. Zoll wird bei der Einfuhr erst ab 22 EUR (Sendungen mit
geringen Wert, privat, Porto fliesst nicht in Zollwert ein) oder ab 50 EUR
(Muster und Warenprobe, gewerblich, Porto fliesst in zu verzollenden Wert
ein) fällig, falls der Zollwert selbst ueber 5 EUR liegt. Ab 350 EUR
Warenwert kommen 19% für Mehrwertsteuer hinzu. Wenn die Ware mit einem
Paketdienst geliefert wird, nimmt der oft 20 EUR Bearbeitungsgebühr auch
wenn kein Zoll anfällt. Die Post macht es kostenlos, wenn alle Unterlagen
vollständig dabei sind.
Aber Achtung: Der deutsche Zoll zieht zur Maximierung der Staatsfinanzen auch
das komplette Porto zum Zollwert hinzu, obwohl die Leistung ja im Ausland
abgegolten wurde und per Gesetz die Verzollung des Inlandtransportanteils
nicht erlaubt ist.
Auf Grund der mit der Realität kollidierenden Regelung hat der Zoll
Schwierigkeiten mit Sendungen von Digikey, bei denen (ab 65 EUR) keine
Versandkosten berechnet werden, und schlägt, weil Digikey INCOTERM 2000: DDP
statt INCOTERM 2000: DDP +---------------+ | | X Z | | +------Y--------+kann eine andere Leitungsführung mit viel weniger umschlossener Fläche viel bewirken. Die geringere Induktivität verringert auch die Störausstrahlung und Störempfindlichkeit (EMV).
+-+ +-+ X | | Z | +-----------+ | +------Y--------+Masseflächen sind gut, aber unter grossen Bauelementen (Spulen) vergrössern sie die Streukapazität. http://www.channel-e.de/fileadmin/Bilder/designcorner/ti_zimnik/Zimnik-_Flesch_Top_oder_Flop.pdf Leitfähigkeit von
Silber 0,016 Ohm mm^2/m Kupfer 0,0179 Lötzinn Sn60Pb38Cu2 0,086 Lötzinn Sn60Pb40 0,2> Welchen Abstand sollten Leiterbahnen voneinander haben ? Nun, das hängt von vielen Faktoren ab, der Spannung, der Verschmutzung, der Isolationsklasse, dem Land, der Höhe über NN des Einsatzortes, daher gibt es keine einfache Antwort. Für 230V~ in Verschmutzungklasse 2 bei doppelter Isolation sind 4.8mm erforderlich. http://www.ce-mag.com/ce-mag.com/archive/01/03/ProductSafety.html > welche Breite sollten Leiterbahnen haben ? http://circuitcalculator.com/wordpress/2006/01/31/pcb-trace-width-calculator/ > aus welchene Gründen, kann man eigentlich bei verschiedenen Geräten > den Schutzleiteranschluss mit dem GND (0V) des entsprechenden Gerätes > direkt (z.B. über Jumper) verbinden? Normalerweise ist bei einer Audioanlage der Verstärker geerdet und alle anderen Geräte nicht. Das ist sinnvoll, weil es in einer Anlage einen gemeinsamen Erdungspunkt geben sollte (erstens leitet das Einstrahlungen ab, zum anderen fliegt dann die Sicherung wenn zufälligerweise irgendwo ein Isolationsproblem auftritt), und der Verstärker zentral ist. Dummerweise gibt es bei grösseren Anlagen noch weitere Verbindungen zur Erde, nämlich über Antennenkabel und Telefonleitung, und es entstechen Brummschleifen (eine leitende Verbindung über Schutzleiter und Abschirmungen hinweg die eine grossen Kreis bilden und daher wie eine Trafowicklung wirken in der der durch 50Hz induzierte Strom fliesst und je nach Leitungswiderstand einen Spannungsabfall verursacht, der dann als Signal mitverstärkt wird), wenn sie nicht per Mantelstromfilter oder Audiotrennübertrager getrennt wird. Bei besseren Verstärkern kann man die Verbindung zwischen Masse und Schutzleiter trennen, da ist auch ein besserer Trafo drin. Von: Emil Obermayr Jede Signalmasse soll auf Erdungspotential liegen, muß also wenigstens an einem Punkt mit dieser zusammengeschaltet sein. Nur derjenige der den Schaltplan der kompletten Anlage kennt weiß, welcher Punkt der Erdung dafür sinnvoll ist. Deswegen kann man bei manchen Geräten "aussuchen" ob man die Masse 'hier' erden möchte. Im folgenden die Ansatzpunkte, nach denen man eine Erdung planen und die Erde/Masse-Verbindungspunkte auswählen kann: Häufig sind Erdungsleitungen nicht sehr niedrohmig ausgeführt. Das fängt bei Leitungen mit zu niedrigem Querschnitt an und wird durch schlechte Verbindungen in/an den Geräten noch schlimmer. Dann sind die Erdungspotentiale von zusammengeschalteten Geräten nicht auf gleichem Niveau. Wenn man nun Masse und Erde zusammenschaltet, fliessen Ausgleichsströme über die Masseleitungen der Signalleitungen. Das kann sich negativ auf die Signalqualität auswirken und Regelkreise beeinträchtingen. In stark elektromagnetisch "verseuchten" Bereichen sammeln Ring-förmig zusammengeschaltete Leitungen induktiv Brummspannungen ein (meist deutlich schwächer tut das jede 'gerade' Leitung auch kapazitiv). Wenn man das auf Signalmasse legt, hat man dieses Brummen auch auf den Signalleitungen. Das umgeht man, indem man die Erdung Stern-förmig plant. Leider geht das nicht immer. Verstärkt wird dieser Effekt durch nicht hinreichend niederohmige Leitungen (s.o.), denn erst durch den Leitungswiderstand wird aus dem Induktionsstrom eine Brumm_Spannung_. Nebenbemerkung: Deswegen sind Stromschleifen auch immer so angelegt, daß sie keine elektromagnetische Strahlung aufnehmen, üblicherweise durch verdrillen der Signalleitungen. Und dann kommt es vor, daß Geräte die Erdung durch Störspannung direkt verseuchen. Z.B. Motoren oder Relais, deren Entstörung unzureichend oder defekt ist. Das fängt man sich dann ein, wenn man Masse und Erde verbindet. Auch dieser Effekt wird schlimmer mit zu hohen Leitungs-Widerständen. *----- F.6.5. Folienleiter Tausende Folienleiter findet man in der Aswo Euras Ersatzteildatenbank (zugänglich z.B. über http://www.elv.de/ Ersatzteil-Shop und http://www.ersatzteile-online.biz/ unter STECKER/KABEL/ADAPTER AUDIO/VIDEO-VERBINDUNGEN FOLIENLEITERBAHN) aber es gibt natürlich viel mehr. *----- F.7. Microcontroller Die Newsgroup zum Thema ist news:comp.arch.embedded Ein deutschsprachiges Forum http://www.mikrocontroller.net/ Von: MaWin 17.7.2000 Die meisten elektronischen Schaltungen sind Steuerungen oder Regelungen und lassen sich mit Microcontrollern heute einfacher realisieren, als das noch vor ein paar Jahren der Fall war. Viele Spezialchips vergangener Zeiten lassen sich heute durch billigere Microcontroller ersetzen, wenn auch in anderer Beschaltung. Man sollte sich also gerade bei alten Bauvorschlägen fragen, ob dieses heute mit einem uC nicht einfacher geht. Man muss eben neben der Schaltung auch das passende Programm für den Controller erstellen. Aber für Analog- oder Hochfrequenztechnik sind sie kaum zu gebrauchen. Welcher Chip wird in der Industrie bevorzugt eingesetzt ? Der billigste, der die Aufgabe erfüllen kann. Punkt. Wobei 'der billigste' alle Nebenkosten mit einschliesst, und das kann für geringe Schulungskosten bedeuten, einfach den uC zu nehmen, den man schon kennt, oder den, bei dem der Hersteller passende Problemlösungen als application notes anbietet. Nicht jeder Chip ist leicht beschaffbar und ohne Aufwand zu programmieren. Daher haben sich unter Hobbybastlern gewisse Chips verbreitet, die sich einfach verwenden lassen: AT90Sxxxx ATtiny/ATmega (AVR) und AT89Sxxxx (8051 kompatibel) von http://www.atmel.com/, PIC16F8xx von http://www.microchip.com/, Flash-EEPROMs statt EPROMs, GALs statt PALs, schon alleine weil ICs im Gehäuse mit Quartzfenster zum Löschen durch UV-Licht teuer sind. Alle genannten Chips lassen sich mit kostenlos im Netz verfügbarer Software programmieren, so das man die angebotenen Starterkits nicht benötigt, die aber ängstlichen Personen eine gewisse Funktionssicherheit geben können. Eine schöne Anfänger-Einführung "Understanding Small Microcontrollers" http://www.freescale.com/files/microcontrollers/doc/ref_manual/M68HC05TB.pdf auf Basis des HC05 kommt von Motorola/Freescale. Freescale erlaubt gerade mit dem Flexis QE128 auch den direkten Vergleich von 8 bit CPU zu 32 bit CPU bei anonsten gleichen Bedingungen, 8 Bit $3,59/10k 11mA, 32 Bit $3,80/10k 27mA. Der 8 Bit hat natürlich bessere Codedichte und es gibt ihn auch optional in kleinerem Gehäuse (wohl wegen besserer Chipfläche). Das Problem lautet: Welche Programmiersprache: BASIC, C oder Assembler ? In BASIC programmierbare Microcontroller sind durch die Bank schlecht, wenig leistungsfähig, teuer, eben wie C-Control (es gibt da noch die Basic-Briefmarke, Basic-Matchbox, 8052AH Basic). Es gibt dafür eigentlich gar keinen technischen Grund, denn für so eine simple Programmiersprache wie BASIC liesse sich ein hervorragend optimierender CrossCompiler erstellen, aber Dummköpfe werden halt abgezockt. Wenn man bereit ist, uC in ihrer Assemblersprache zu programmieren, tut sich ein riesiges Angebot an billigen guten Chips auf. Für manche gibt es auch kostenlose C-Compiler (oder Interpreter :-), aber das lohnt sich erst bei Programmspeicher über 1k (manche sagen 8k). Von: Erik Hermann Es sei denn Du bist so blöd wie wir und kaufst den (IAR) Compiler beim Prozessorhersteller (NEC) statt bei IAR direkt. Wir hatten nämlich ein Problem das am Compiler hing und bekamen von IAR die lapidare Auskunft das der Compiler ein OEM Produkt ohne direkten Support sei. Der Prozessorhersteller konnte den Fehler zwar nachvollziehen, aber leider nichts dran ändern, zumindest nicht in endlicher Zeit. Leider verloren. Support gibt's bei IAR eh nicht, siehe d.s.e Message-ID 3DA0175D.28E0C75D@uc-elektronik.de > Ich benötige für den Modellbau einen Microprozessor. > Es sollen ca. 4 analoge und 3 digitale Sensoren, mit wenigen externen > Bauelementen angeschlossen werden. > Es müssen mindestens 4 analoge Ausgänge vorhanden sein. > Ich habe mir das 'C-Control' von CONRAD (Seite 76) angeschaut > Kennt jemand ein vergleichbares Gerät ? > PS. Sollte nicht grösser als eine Zigarettenschachtel sein . . . . Von: MaWin 1999 Analogausgänge gibt es (fast) nicht, es werden fast immer schnell ein- und ausgeschaltete Digitalausgänge verwendet (PWM), auch beim C-Control, um IM MITTEL eine Analogspannung zu erzeugen, die man dann noch mit einem Tiefpass filtern muss, wenn das angeschlossene Gerät (Glühbirne, Motor) nicht sowieso zu träge ist. Braucht man echte Analogausgänge, muss man externe D/A-Wandler-ICs verwenden, weil D/A-Wandler eine ganze andere Chiptechnologie verwenden (lasergetrimmte Dünnschichtwiderstände) als Microcontroller (klassische CMOS Technologie). ANALOGEINGÄNGE werden immer häufiger. Hier nur die reprogrammierbaren: - AT90S8535 von http://www.atmel.com/ 8k Programm, 512 Byte RAM, 512 Byte EEPROM, 8 A/D 10bit, 10 EUR bei http://www.reichelt.de/ oder ATMega163 - PIC16F877 von http://www.microchip.com/ 8k Programm, 368 Byte RAM, 256 Byte EEPROM, 8 A/D 10bit, 10 EUR bei http://www.reichelt.de/ - MB90F497 von http://www.fujitsu.com/ 64kB Programm, 2kB RAM, 2 UART (auch SPI), 8 A/D 10 bit, CAN, PWM, 6 EUR bei http://www.glyn.de/ oder MB90F549 mit 256kB Flash und 6kB RAM für 11 EUR. Alles was du brauchst (Datenblatt, Assembler, Applikationen, Debugger) gibt es kostenlos zum Download bei den Herstellern, die Programmierschaltungen sind einfach (ISP-Programmierung über Parallelport) und Programmiersoftware gibt es reichlich im WWW. Ponyprog http://www.lancos.com/prog.html hat Probleme mit modernen GHz-Pentiums und behandelt 0 als gesetzt bei Fuse-Bits von manchen AVRs (ATmega8, ATmega128L), läßt sich aber seit ich-weiß-nicht-wann von der Kommandozeile aus steuern, wenn auch nicht über Parameter, sondern über script files. Ponyprog damit in automatisierte Compilerläufe einzubauen, ist wirklich einfach http://www.lancos.com/e2p/ponyprog2000.html#s4 Und wenn du fragst, wieviel Programmspeicher man braucht: http://www.picoweb.net/ zeigt einen kompletten Web-Server in 7k Programmspeicher. Man kann, wenn man nicht so doof ist wie Microsoft, auch in 8k eine Menge machen. In 512 Byte passt z.B. eine (Funk-)Uhr mit Datum & Wecker wenn man ein paar Programmierkniffe kennt. Alternativ Motorola MC14500 ICU, ein 1 Bit Prozessor in 3-18V CMOS Technik mit beliebigem Programmspeicher, eher als kleiner Industriekontroller. Von: Andi Gysi Ich weiss, der C-Control schien mir zuerst auch verlockend, jetzt liegen zwei davon hier rum und ich weiss nicht, was ich damit anfangen soll... > Mitsubishi M16C / Renesas R8C Billige Prozessoren mit grossem Flash-EEPROM stellt Mitsubishi/Renesas her. Das Starterkit mit dem M30624FGAFP gibt's für 50 EUR bei http://www.glyn.de/, programmiert wird der uC in circuit über die serielle Schnittstelle. Die CPU ähnelt dem MC68000. Es gibt reichlich C-Compiler für ihn, unter anderen GCC. Seit dem Artikel in der Elektor Nov. 2005 hat der kleine Bruder, der R8C, weitere Verbreitung unter Hobbybastlern gefunden, gab es doch den Controller mit C-Compiler umsonst. Nur die Programmierschaltung musste man selber bauen. Der R8C ist AUCH ein 16 bit Prozessor, aber mit 8 bit Datenbus, also so was wie der 8088 im Vergleich zum 8086. Leider gibt es noch nicht viele Applikationsbeispiele für den Chip und noch nicht so viele Foren und Benutzergemeinschaften, so das das Zusammensammeln von Vorgefertigtem nicht so leicht ist wie bei AVR. Der M16C kann leider die Datenrichtung der Ports nicht bitweise umschalten, sondern nur Portweise, und ist insofern etwas unflexibel. Auch Funktionen wie SPI sind unsinnigerweise auf 8 bit limitiert. > Cypress PSoC sind M8C basierte Microcontroller mit zusätzlichen nützlichen Baugruppen auf dem Chip, darunter bis 14 bit A/D und D/A Wandler, Operationsverstärker, Filter und Komparatoren, PWM, SPI und UART, I2C, SPI und USB, in Stückzahlen ab 2 EUR zu bekommen und der Grund dafür, warum aus Asien die besser Elektronik kommt, daher auch viele WebSeiten aus Asien. http://www.cypress.com/ (PSoC) http://dr.matrix.jp/cyp.html (Programmieradapter) > ARM (Advanced Risc Machine) http://de.wikipedia.org/wiki/ARM-Architektur Ist der Kern von manchen Prozessoren in Microcontrollern, wie XScale von Intel, StrongARM von DEC, PXA270, LPC2000 von NXP, AT91 von Atmel. Da die meisten für PDAs konstruiert wurden enthalten sie meist einen integrierten LCD-Controller und sind interessant wenn größere LCDs anzuschliessen sind. Leider ist die CPU schlecht dokumentiert. Hier ist wohl das Basisdokument: http://www.altera.com/literature/third-party/ddi0100e_arm_arm.pdf Von: Volker Stegmann Wenn du einen C-Compiler für den M16C brauchst, laß die Finger von dem IAR Compiler, solange du in der Lage bist, Makefiles zu schreiben, oder eine IDE hast, die das auch für dich macht. Ich hab bezüglich Compilerfehlern schlimme Erfahrungen damit gemacht. Nimm besser den NC30 von Mitsubishi. Der ist meiner Meinung nach ausgezeichnet. Carlos Duerschmidt sagt dazu: Mit dem Prozessor kämpfe ich auch gerade. Im Moment sieht es noch so aus, als ob der Prozessor gewinnt. > Embedded Linux Wer etwas mehr Rechenleistung haben will, und statt einem Microcontrollerchip eine ganze Platine einsetzen kann, die unter Linux mit Ethernet-Schnittstelle verwendbar ist, kann vorkonfektioniert von Atmel den AVR32 nehmen: http://www.sander-electronic.de/es0026.html oder Ethernet-WLAN-Boards mit dem RTL8181/RTL8186 und PCI-Interface verwenden: http://www.linux-mips.org/wiki/Rtl8186 http://rtl8181.sourceforge.net/ http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=Category:Planet_WAP-4033 http://store.freenet-antennas.com/images/EW-7206APg-inside.jpg > MSP430 Von: Alexander Weiss 20.11.2000 Der MSP430 ist ein baulich kleiner und billiger 16bit uC mit geringem Strombedarf von http://www.ti.com/ , der seit seiner Erwähnung in der c't bei Bastlern mehr Verbreitung findet. Seine Struktur ist ähnlich der PDP-11. Er lässt sich anständig in C programmieren, allerdings sind die Entwicklungsumgebungen noch recht teuer und der Chip ist schwer einzulöten. Seine I/O-Pins sind nicht 5V tolerant, was die Verwendung von Periperiebausteinen einschränkt. http://www.mikrocontroller.net/msp430.htm Wenn man jedoch batteriebetriebene winzige Schaltungen aufbauen will, ist der uC trotz überdimensionierter 16 bit Wortbreite derzeit eine gute Wahl, läuft er doch an einem 32kHz Uhrenquartz mit nur 1.5uA und nur bei Bedarf mit einem internen Frequenzmultiplier. Dazu passt dann ein MAX1724 Spannungsregler, klein und extrem stromsparend. Und Dank stromsparen auch als Uhr erhältlich: http://wiki.msp430.com/index.php/EZ430-Chronos?DCMP=Chronos&HQS=Other+PR+chronoswiki-pr > Siemens/Infineon C167 Verfügbarkeit Die "normalen" C167 gibts noch ganz gut (3 Monate Lieferzeit sind üblich), die Katastrophe geht bei den Flash-Typen los. Nachdem Infineon den Flash-Prozess nicht auf die Reihe bekommen hat, haben sie sich mit ST zusammengetan, von denen gibt es die ST10-Serie, die mit den C167 kompatibel ist. Nachdem wir aufgrund der schlechten Verfügbarkeit der C167 ziemlichen Ärger hatten, sind wir auf die Fujitsu 16LX-Serie umgestiegen (MB90F543 etc.), die sind von der Leistung vergleichbar, haben 5V-Flash on chip, einen kostenlosen C-Compiler und kosten die Hälfte der C167er. > Wo bekommt man den Fujitsu MB90Fxxx und was für Werkzeuge gibt es? Von: Erik Hermann Beliebige Stückzahlen (auch Einzelstücke) bekommt der Geschäftskunde bei http://www.glyn.de/. Workbench mit C-Compiler, Assembler und Debugger bekommt man kostenlos auf CD oder im Internet Programmiert werden die Dinger über RS232, d.h. ohne zusätzliche Hardware (ausser einem MAX232 o.ä. auf dem Controllerboard). MB90F497 64kB Flash, 2kB RAM, 2 UART (auch SPI), 10Bit 8Kanal ADC, CAN, PWM, etc., ca. 6 EUR MB90F549 256kB Flash, 6kB RAM, 2 UART, 2SPI, ADC, CAN, PWM, etc. ca. 11 EUR > 68HC08 Von: Rafael Deliano Heutzutage sind 68HC908QY4 viel schöner. Der ist DIL16 mit 14 verwertbaren Pins weil RC-Takt und Resetgenerator auf dem Chip ist. Das macht sich auch bezüglich EMV gut. Dadurch dass die I/O ziemlich einheitlich ist, kann man man als Emulation einen 68HC908GP32 in DIL40 nehmen. Die "überzähligen" Pins von dem sind zum Softwaretest sehr erfreulich weil man dann Testpins hat um mit Oszilloskop zu sehen was die Applikation in Echtzeit so tut. > Hat jemand. Erfahrung mit FFMC16 Controllern? Die CPU ist im Vergleich zu C167 oder M16C langsamer (Akkumulatormaschine) - Weiterhin ist ein bischen lästig, dass man die Priorität von Software-Interrupts nicht vorher einstellen kann. Ein Software-Interrupt wird immer mit höchster Priorität aufgerufen und man muss dann in der ISR den Level einstellen. Damit wird evtl. ein hochpriorer Interrupt unterbrochen, der Software-Interrupt gestartet, der dann seine Priorität selbst zurücksetzt - das kostet ziemlich Rechenzeit. Ein weiterer Nachteil: In der Toolchain von Fujitsu fehlt ein Monitor-Debugger (es gibt nur einen Simulator), den Debugger gibts aber von uns zu kaufen. http://www.accemic.com/. Die gute Verfügbarkeit war für uns der Grund, von den ST10-Flash-Typen auf 16LX umzusteigen. Sehr günstig im Vergleich zu vergleichbaren 16-Bittern mit CAN und Flash. Eva-Boards gibts von Glyn für 49 Euro. Ein Bonbon noch: Von http://www.segger.com/ gibts ein Echtzeitbetriebssystem (in der Trial-Version auf 2 Tasks beschränkt), mit dem man aber sehr gut die Arbeitsweise eines RTOS studieren kann. Für Diplomarbeiten lohnt es sich zu fragen, um eine kostenlose Voll-Lizenz zu bekommen ;-) > Videosignalerzeugung PAL / TFT LCD mit Microcontrollern: Hitachis H8S (ähnlich 68000) hat Zähler und DMA drin, mit denen die Erzeugung der Signale möglich ist, aber mit 24k RAM nicht genug internes RAM für ein Graphikbild. Für den direkten Anschluss einer VGA an einen Controller eignet sich der MB91FV310A. > Hat jemand über den Motorola 68HC332 positive oder negative Erfahrungen > mitzuteilen? Von: Hartmut Schaefer + angenehm in Assembler zu programmieren + akzeptable Rechenleistung + ich liebe das BDM Interface, jeder Controller sollte eins haben... + In der Regel lieferbar + TPU, falls man sie braucht + grosse Auswahl an Entwicklungssystemen, Assemblern, Compilern, Debuggern etc.. + Universelles Businterface mit CS-Generatoren + gibt es inzwischen mit 25 MHz - so'n altes Ding könnte schon billiger sein... - die serielle Schnittstelle ist a) eine zu wenig und hat b) keinen FIFO - wäre schön, wenn's mal eine TPU gäbe, die mit vollem Prozessortakt läuft - braucht externen Speicher, wenn man nicht die Flash-Version nimmt, aber der Speicher reicht sowieso nicht. - SCI und Systemtakt koennen nicht getrennt werden. Schlimmer noch beim 68376: SCI-, Sytemtakt und CAN-Takt koennen nicht getrennt werden. - Systemtakt nur max. 25 MHz :-). Hallo Motorola: Warum gibt es noch keinen Coldfire mit TPU ? > Welchen Wert sollen die Kondensatoren beim Schwingquartz bekommen ? > Dazu steht irgendwie nichts im Datenblatt des Microcontrollers... Kein Wunder, die hängen mehr vom Quartz und Leiterplattenlayout ab, als vom Oszillator des uC, und wer hat schon die Datenblätter der Quartze... Aber glücklicherweise sind die meistens ähnlich. Nimm 22pF. Erklärung: http://www.axtal.com/info/buch.html (das grosse Quartzkochbuch) 32kHz Uhrenquartze haben eine kleinere Leistung als die normalerweise verwendeten Quartze, die in Resonanz einen Widerstand von 50 Ohm haben und ca. 1mW Leistung verbraten. Schalte einen Widerstand von 100k bis 470k in Serie davor (also zwischen XOUT und dem Kondensator am Eingang des Quartzes) und einen 1-10MOhm Widerstand parallel zum Quartz, bis die Kurvenform der grösstmögliche saubere Sinus ist (Achtung: Kapazität des Oszilloskoptastkopfes kann stören). Alle normalen Quartze arbeiten in Serienresonanz. Der Colpitts Oszillator ist am einfachsten und betriebssichersten. > Ich habe 2 Controller an einem Quartz angeschlossen, d.h. XOUT von > Controller 1 an XIN von Controller 2, aber es schwingt nicht. > Gibt es eine zuverlässige Lösung ? Ja. Verbinde XOUT und XIN des zweiten Controllers über 1MOhm, und XOUT des ersten Controllers über 100pF mit XIN des zweiten Controllers. Und schliesse den Quartz wie gehabt an den ersten Controller an. Die Ursache und Begründung für diese kapazitive Kopplung liegt im eventuell unterschiedlichen Gleichspannungspegel der Oszillatoren. > Wie lange dauert es bis der Quartzoszillator eines uC sauber läuft ? Von: Oliver Bartels, Oliver Betz, Uwe Hercksen, Rafael Deliano Typischerweise kommt so ein uC Quarzoszillator bei z.B. 8 MHz in <1ms hoch, die Amplitude ist dann aber noch nicht völlig stabil. Berechenbar ungefähr über die Güte Q der Gesamtschaltung als gespiegelte Exponentialfunktion: A(t) = A0 (1- exp(- (omega t) / (2 Q) ) ) Das Omega ist wie gehabt 2 pi f_res, die Güte von einem Wald- und Wiesen-Quarz alleine liegt ca. bei 40000 bis 50000, das Loaded Q (Quarz mit Schaltung als Last) eher <10000 je nach Chip und Schaltung. Keramikschwinger schwingen offensichtlich deutlich schneller an als ein Quarz. Anderer Aspekt beim Einschalten des Gateoszillator ist die RC-Zeitkonstante (R parallel zum Quartz, C nach Masse) die erstmal auf VCC/2 hochgelaufen sein muß damit überhaupt was schwingt. Kleiner Kerko und 1 MOhm statt 10 MOhm ist schneller. Der Colpitts-Oszillator eines 68HC912D60A ist so schlapp, daß er mehrere Millisekunden braucht. Aber der uC rennt schon bei kleinsten Amplituden los und stürzt dann gerne mal ab, wenn das Rauschen schneller war als der maximal mögliche Bustakt. > Wo gibt's den C-Compiler für Hitachis SH uC ? set CYGREL=2.96-sh4-001122 set CYGROOT=C:\Cygnus\sh4-001122 set GCC_EXEC_PREFIX=%CYGROOT%\H-i686-cygwin32\lib\gcc-lib\ set GDBTK_LIBRARY=%CYGROOT%\share\gdbtcl set PATH=%PATH%;%CYGROOT%\H-i686-cygwin32\sh-elf\bin set PATH=%PATH%;%CYGROOT%\H-i686-cygwin32\bin > Gibt es auch schlechte Microcontrollerfamilien ? Zumindest Motorola's 6803, dem ST62 von ST und Infineon's C166 sagt man das nach. > Warum gibt es eigentlich keine Mikrocontroller mit ebenso hohen Taktfrequenzen > wie richtige Prozessoren (Pentium & Co.) ? Weil die Entwickler von solchem Kleinkram wie Mikrocontrollern alles Deppen sind, noch heute auf dem Stand (von Intel & Co.) von 1985. Sicher wäre ein schnellerer uC teurer, aber sicher nicht so teuer wie ein Pentium. Eigentlich bietet sich ein uC geradezu an, um mit hoher Taktfrequenz zu arbeiten, schliesslich bleiben alle hochfrequenten Leitungen auf dem Chip und müssen nicht herausgeführt werden. Intel baut auch kleine Gigahertz-uC um ihre Fertigungstechnik zu testen, verkauft sie aber nie. Die leistungsfähigsten sind die DSPs: Analog Blackfin (600MHz), TI C55X (500MHz), Intel XScale/ARM (400MHz), Toshiba TMPR495x (400MHz) aber es gibt nichts schnelles kleines. Ebenso gibt es praktisch keine uC mit ausreichend RAM, weil die Hersteller es schon seit zig Jahren nicht in den Griff bekommen, dynamisches RAM und Flash-EEPROM auf denselben Chip zu packen, und zu geizig sind, ausreichend viele statische RAM Zellen dazuzulayouten. Der Philips LPC2106 hat zum 60MHz ARM7 wenigstens 128kFlash und 64kRAM und 32 I/O-Pins, leider hat sich Philips bei seiner XA-Architektur als nicht besonders zuverlässig herausgestellt. Klassisch sind Marketing-Aussagen wie solche von Siemens (heute Infineon): Keiner brauche angeblich uC mit Flash, sagten die, es wäre total unsinnig und daher würde Siemens auch keine herstellen. Bis zu dem Tage, als auch Siemens Flash produzieren konnte (weil die Technologie teuer von ST eingekauft wurde, die Fertigung dort hin ausgelagert wurde). Seit dem ist Flash plötzlich die beste Erfindung seit dem Rad. > Was ist ein DSP ? Ein Digitaler Signal Prozessor, das ist ein Microprozessor der möglichst schnell gewisse mathematische Operationen (vor allem Fouriertransformationen) ausführen kann. Früher gab es einzelne Prozessoren, heute eher 'Controller' bei denen Peripherie mit integriert ist, die in bestimmten Anwendungen, wie Handys, benötigt wird. Billige Evaluationboards bei http://www.ti.com/, nette Prozessoren bei http://www.mot.com/ (siehe auch F.30.1. Audioeffektgeräte). http://www.dspguide.com/ Eventuell hat jemand hierfür eine Anwendung (Boards mit bis 100MHz per FPGA realisiertem uC mit fast 1MB Flash/RAM, viel Peripherie und C-Compiler): http://www.rabbitsemiconductor.com/ Ähnlich dem Propeller gibt es für Inmos Transputer-Fans von XMOS einen concurrent optimierten Prozessor mit eigener Programmiersprache namens XC: http://www.mikrocontroller.net/topic/157332 *----- F.7.1. Atmel AVR Controller Die AVRs von http://www.atmel.com/ gehören derzeit wohl zu den interessantesten Microcontrollern für Hobbyanwendungen. Atmel bietet eine sehr umfangreiche Serie von Winzigchips (ATTiny) mit A/D-Wandler bis hin zum 128kByte fassenden ATMega103. Allerdings sind die älteren AVR's (AT90) sehr EMV empfindlich (der Chip selbst fängt sich die Störungen ein, also hilft auch bestes Leiterplattenlayout nicht), bei den neueren (ATTiny, ATMega) hat Atmel nachgebessert. Dafür hat der AT90USB1287 eingebautes USB. Hier hast du ein bischen was zum AVR: http://www.atmel.com/ AVR Studio enthält Assembler, Simulator und Programmierkabelansteuerung http://winavr.sourceforge.net/ GCC fuer AVR wird vom AVR-Studio eingebunden http://www.rowalt.de/mc/avr/progd.htm (Twinavr Programmiersoftware, erst 0.9.9.2 kennt Atmega8515) http://www.lancos.com/prog.html (PonyProg RES-D7 MOSI-D5 SCK-D4 MISO-ACK, Probleme bei GHz-Pentiums, config fuses 0 ist gesetzt) http://elm-chan.org/works/avrx/report_e.html http://www.lancos.com/e2p/avrisp-stk200.gif http://www.fortunecity.com/meltingpot/alberni/1159/id49.htm (STK200 isp Kabel) http://www.elektronik-kompendium.de/public/arnerossius/schalt/mikro/attiny11.htm (ATTiny11 Programmer) https://ssl-id.de/b-redemann.de/hvprog1.shtml (HV Programmer) http://www.iready.org/projects/uinternet/ispdongle.pdf http://www.helmix.at/hapsim/index.htm http://www.avr-asm-tutorial.net/ http://www.ssalewski.de/Misc.html.de (AT90USB1287 mit Software) http://www.mikrocontroller.net/ http://www.mcselec.com/ (Basic 2k freeware, $49) http://www.hpinfotech.ro/ (CodeVision C-Comp) http://www.ckuehnel.ch/ http://www.e-lab.de/ (Pascal, 4k gratis, 8k 25 EUR) http://www.omegav.ntnu.no/avr/resources.php3 http://www.olimex.com/dev/index.html (viele Development-Boards) http://www.ixbat.de/index.php?page_id=135 (Open Source USB Prog mit Zusatznutzen) http://instruct1.cit.cornell.edu/courses/ee476/FinalProjects/ (viele Projekte) http://www.microsps.com/ (SPS, AVR mit Relais, Optoeingängen, RC5, RTC, Display, 4 Tasten für Hutschiene) http://scanwidget.livejournal.com/32928.html http://svn.navi.cx/misc/trunk/avrfid/avrfid.S RFID und richtig, du kannst sie alle mit einem selbstgebastelten Kabel (5 Leitungen) vom Parallelport des PC aus programmieren. Software brauchst du nicht selber zu schreiben, PonyProg, AVR.EXE und andere gibt's gratis. Wenn du mit einem STK200 Kabel den ATmega mit Atmel's Software programmieren willst, und eine Meldung bekommst, das du das 'Value added pack dongle' brauchst, löte einen Draht von Pin 2 zu Pin 12 des Druckerports, damit die Software dein Kabel als STK200+ Kabel akzeptiert. Achtung: Bei einigen ATmega sind die Pins MISO, MOSI für die ISP-Programmierung nicht identisch mit der Pinbelegung am Anfang des Datenblattes ! Auf jeden Fall unter Serial Downloading im Datenblatt nachsehen welche Pins für die ISP-Programmierung verwendet werden. Unter Linux tut's uisp am AN910-Programmer. > ich habe die AVR´s bisher immer in Assembler programmiert, möchte jetzt > aber lieber in C weitermachen. Dazu habe ich mich schon im Netz umgeschaut, > aber eigentlich hat mir nur das Programm von Imagecraft richtig gut gefallen, > naja bis auf den Preis halt :) Gibt es denn keine vergleichbare Software > die (kostenlos)/preiswerter ist ? Von: Andreas Schwarz 22.3.2001 Der meiner Meinung nach beste freie C-Compiler für die AVRs ist AVR-GCC. Er kann von der Leistungsfähigkeit her mit anderen Compilern locker mithalten, sogar C++-Programme sind möglich, was man bei anderen Herstellern erst ab ein paar Tausend EUR bekommt (wobei man den Sinn von C++ auf 8 bit-uC allerdings in Frage stellen kann...). Hier ein paar Links zu AVR-GCC: http://www.mikrocontroller.net/ (Installationsanleitung) http://www.avrfreaks.net/ (Forum, Beispielprogramme) Andere kostenlose Compiler: http://www.mcselec.com/bascom-avr.htm (Basic, Demo mit 2kB-Beschränkung) http://www.jennaron.com.au/smallc/smallc.html (C, Freeware) http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-GCC-Tutorial http://www.e-lab.de/ (Pascal-Compiler, Demo mit 4kB-Beschränkung) http://users.iafrica.com/r/ra/rainier/ (Pascal, Shareware) > Was ist der Unterschied zwischen dem AT90S1200 und dem AT90S1200A ? Beim A-Typ ist der RC-Oszillator statt dem Quartzoszillator voreingestellt. Das ist nützlich, wenn man den Atmel seriell programmiert, da man dabei nicht die Oszillatorart verstellen kann. Allerdings sollte man anstelle des AT90S1200 sowieso lieber den AT90S2313 kaufen, da ist mehr drin zu fast demselben Preis. Dann hat man das Oszillator-Umschaltungsproblem nämlich nicht. Der AT90S1200 hat auch noch einen anderen unangenehmen Effekt: Er lässt sich nur beim Einschalten durch RESET auf low in den Programmiermodus schalten, ein erneutes Einschalten des Programmiermodus ist ohne Abklemmen der Versorgungsspannung nicht möglich. Da der Programmieralgorithmus auch noch unterschiedlich zu den anderen AVRs ist, kann man anhand der ID auch nicht herausfinden, um welchen uC es geht. Aber avrdude beherrscht den 1200er. > Das Problem ist, dass uisp den Prozessor mal erkennt (eher selten) und mal > nicht. Von: Gnoomy Hat sich gerade erledigt, ich hab mal so probeweise einen 100nF Kondensator zwischen VCC und GND gehängt und jetzt tuts. > woran könnte es liegen, das der interne RC-Oszillator vom AT90S2343 > nach dem Anlegen der Betriebsspannung nicht anschwingt ? Von: Christoph Brudy Ich hab' hier ein Errata Sheet zum AT90S2343, dort steht ungefähr folgendes: "Wenn VCC beim Einschalten kurzzeitig negativ wird, kann es sein, dass das RCEN-Bit irrtümlich als nicht gesetzt angesehen wird". Ansonsten scheint der AT90S2343 auch gegen zu langsames Ansteigen der Betriebsspannung allergisch zu sein. So wie bei den ATmega161 errata: "At certain frequencies and voltages ... may fail." Auf deutsch: "Wir haben keine Ahnung, was wir da verramscht haben, aber manchmal geht es halt doch" ;-( > AVR ALE tot ? Von: Jesper Hansen Die Latch-Pulse auf ALE sind SEHR kurz, ca. 30ns bei 8MHz. Zugriffe auf internes SRAM erzeugen ebenfalls 1-20ns kurze Pulse auf ALE (siehe Seite 53 "Interface to External SRAM" und die Abbildungen 43 und 44 im AT90S8515 Datenblatt). Der 74HC573 und ähnliche Latches sind kritisch, manche funktionieren und andere nicht. Ein 100pF Kondensator zwischen Enable und GND kann helfen. Von: Jan-Hinnerk Reichert Das externe RAM-Interface des AT90S8515 hat einige Merkwürdigkeiten. Zunächst ist die RD-Pulsweite sehr viel kleiner als die WR-Pulsweite. Hier kann das Einschalten von Waitstates Abhilfe schaffen. Das weitaus größere Problem ist aber, daß es beim Schreibzugriff keine garantierte Dataholdtime gibt, d.h. der Datenbus wird gleichzeitig mit /WR zurückgesetzt. Viele Peripherie-Chips brauchen aber die Daten noch einige ns. Oft bewegt sich das ganze im Grenzbereich, so daß das Schreiben manchmal oder fast immer funktioniert. Auch unscheinbare Änderungen in der Schaltung können so plötzlich zu Fehlern führen (geringfügige Verzögerung von Signalen durch parazitäre C). Waitstates können hier *keine* Abhilfe schaffen! Ich habe in einem Fall durch Längswiderstände (150 Ohm) auf dem Datenbus, eine ausreichende Verzögerung erreichen können. Möchte das aber nicht unbedingt weiterempfehlen, da sich die Verzögerung eines RC-Glieds mit unbestimmtem C schlecht ausrechnen läßt ;-) IMHO sollte man für Projekte mit externem RAM, den ATmega161 (bzw. den Nachfolger ATmega162). Der mega161 hat ein deutlich überarbeitetes SRAM-Interface und auch sonst ein paar nette Features mehr (BOR und Bootloader sollen fehlerhaft sein) > Gibt es AVRs für niedrige Betriebsspannung so wie die PIC16Lxxx ? AtTiny43U ab 0,7V, ATtiny12V, ATtiny28V ab 1,8V, die L-Typen laufen ab 2.7V, und Silabs hat 8051er Chips die ab 0.9V per internen DC/DC-Wandler laufen. > Passende RESET-Controller ? MC34064-5 (4.6V), TL7757 (4.55V), MC34164-xx (4.3V,2.7V), TS831-5 (4.33V), MC33464-xxATZ (0.9V, 2.0V, 2.7V, 3.0V, 4.5V). ICL7665(A/B), MN138x1 (2-4.9V), MAX809/917/918/637x/6806, TL7702/7705, S1009N46 (270nA, sii-ic.com) > Wie ändere ich mehrere Port-Pin-Zustände ? Von: http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_PIC_51-Vergleich Das ist besonders bei AVRs (außer den Typen seit 2004: ATtiny2313 usw.) ein Problem. Architekturbedingt ist nur ein Teil der Ports bitweise schaltbar, kein Port kann mehrere Bits gleichzeitig interrupt-fest schalten. Daher ist es eigentlich oft (dann wenn die betreffenden Register in Interrupt-Routinen und im Hauptprogramm verändert werden) nötig, um Port-I/O herum Port-ändernde Interrupts abzuschalten, was aber kaum jemand macht, zu dem es keine unterschiedlich priorisierten Interrupts gibt. Folge: ab und zu "seltsames Verhalten", nicht reproduzierbar. Besonders gefährlich bei Software-Baukasten-Prinzip, wenn da manche Selbstverständlichkeiten eines Moduls plötzlich nicht mehr so selbstverständlich sind. *----- F.7.2. Microchip PIC Von: MaWin 17.7.2000 Die PICs von http://www.microchip.com/ sind vor den Atmels erschienen und werden daher oft genannt. Allerdings sind nur die F Modelle (PICxxFxxx) elektrisch reprogrammierbar und damit basteltauglich. Die C Modelle (PICxxCxxx) sind im Plastikgehäuse nur ein mal programmierbar (OTP) und nur im teuren JW Gehäuse mit Quartzfenster mit UV-Licht löschbar (siehe F.7.5.) zum erneuten programmieren. Microchip hat sehr gute Application Notes, auch für Atmel Benutzer lesenswert, und die A/D-Wandler sind schneller. Dafür ist die Architektur (W-Register und die Aufteilung des RAMs in mehrere 'banks') grausam. Sie wurde 1975 von General Instruments als 'Peripherial Input Controller' entworfen, ist also sogar älter als der 8051, und man merkt das. http://www.brouhaha.com/~eric/pic/faq.txt http://www.rhoent.com/pic16xx.pdf Diese Links führen dich erstmal weiter, allerdings machen viele der primitiven Programmierschaltungen Probleme, weil sie nicht auf deinem Rechner laufen, nicht deinen PIC programmieren, irgendwelche Bits falsch setzen, gar die erste Stelle des EEPROM zerstören, Fehlermeldungen liefern obwohl keine Fehler aufgetreten sind, etc. pp. Leider habe ich keinen Link auf einen frei erhältlichen Programmer, der auch unter Windows NT, auch auf 2GHz-Prozessoren, auch mit dem PIC16F84A, etc. zuverlässig läuft. Microchips eigener Programmer PICStart+ bis Version -R4 muss zum Brennen neuerer PICs geupdatet werden, wozu man erst einen teuren PIC17C44JW-25 kaufen muss und zwingend MPLAB IDE V5.7.x statt V6 benötigt. Ganz neue PICs sind damit dennoch nicht programmierbar. Bei Version -R5 bis -R19 braucht man einen PIC18F6720, den man aber noch nirgends bekommt, und benötigt MPLAB IDE ab v6.40 . Erst ab Version -R20 ist der updatefähige PIC18F6720 schon drin. http://www.microchip.com/ (Datenblaetter, Assembler MPLAB, vor allem die 'Reference Designs') http://forum.microchip.com/ http://www.rowalt.de/mc/ (POC) http://home3.inet.tele.dk/frda/picasm/prog.html (Linux) http://www.sprut.de/electronic/pic/index.htm http://www.kingdon5.freeserve.co.uk/jpp877/jpp877.html http://www.sprut.de/electronic/pic/fallen/fallen.html http://www.harald-sattler.de/html/body_icd_nachbau.htm http://www.voti.nl/wisp648/n_index.html aktuelles Programmiergerät http://www.stolz.de.be/ (ICD2-Kabel nur aus Widerständen, ICD für MPLAB6) http://people.freenet.de/dl4yhf/winpicpr.html http://www.jdm.homepage.dk/newpic.htm (viele einfachste PIC16F84 programmer) http://www.jdm.homepage.dk/newpic3.htm (nur 16F84 und 24Cxx) http://www.jdm.homepage.dk/picsoft.htm (PIP02) http://www.rotgradpsi.de/mc (16F87x) http://www.dontronics.com/rfarmer.html (16F87x downloader) http://www.PROuC.de/ (PIC16F84 programmer) http://www.mikroelektronika.co.yu/english/product/books/PICbook/picbook.htm (Komplettes Buch PIC16C84 mit MPLab) http://www.voti.nl/wisp/ http://www.dattalo.com/ (gpsim) http://www.piclist.com/freeicd (und die piclist an sich) http://www.picant.com/c2c/c.html http://www.bknd.com/ (CC5X, 1k free demo) http://www.htsoft.com/ (Free C for 16x84, 2MB download) Das Problem der 13V in-circuit-Programmierspannung bei den 16F84 ist mit der 16F87x-Reihe beseitigt, die von der Austattung her den 17ern ähnlich sind. > Kann man den in alten Bauanleitungen angegebenen PIC16C84 durch den > PIC16F84 ersetzen ? Im Prinzip ja. Der 16F84 hat doppelt so viel RAM (daher geht's umgekehrt nicht immer) und man muss das ConfigBit PWRTE invertiert programmieren (das kann man aber an Programmiersoftware, die nur den 16C84 kennt, meist einstellen). Im Datenblatt zum PIC16F84A 35007a.pdf gibt es ein ganzes Kapitel mit den Unterschieden der Prozessoren. > Lässt sich ein PIC16F84A mit Programmern für den PIC16F84 brennen ? Im Prinzip ja. Allerdings will der A-Typ recht genau 13V an MCLR als Schaltspannung sehen, viele Primitivprogrammierschaltungen verwenden dort nur 9V. Also mal nachmessen. Siehe auch DS30189D.PDF von Microchip. > Warum läuft mein PIC16C711 nicht mit dem Quartz, der am PIC16C71 geht ? Es scheint Typen zu geben, deren Vorwärtsleitwert < 100uS statt 450uS ist. > Warum funktioniert PortA von meinem PIC16F628 nicht wie vorgesehen ? Es scheint Probleme mit diesem Chip und TRISA zu geben, das sich von selbst verstellt, siehe d.s.e Message-ID 3F17CA22.8060202@alpha.pl > Warum funktioniert mein PIC16F648A beim EEPROM-Programmieren nicht ? Siehe Errata 80151e.pdf "Unexpected program execution may occur during data EEPROM write cycles" in PIC16F648A Silicon revision A1. > Warum kann ich aus meinem PIC16C5..JW auch nach dem Löschen nur > Nullen auskesen ? Alle CP0 und CP1 protection bits auf 1 gesetzt ? *----- F.7.3. Intel 8051 kompatible Von unglaublich vielen Herstellern http://www.computer-solutions.co.uk/info/micro-search/8051/bymanuf.asp werden uC hergestellt, deren Kern (und damit Assemblersprache) kompatibel zum alten 8051er von http://www.intel.com/ ist, so dass sich viele Leute schon mit der Architektur auskennen und viele Beispiele existieren. Schon http://www.atmel.com/ hat eine ganze Palette vom kleinen AT89C2051 über AT89C51/53, der auch mit externem Speicher erweitert werden kann, und den T89C51CC01 von Atmel/Temic mit 32k Flash, 2k EEPROM, 8*10bit 4, CAN Bus (der T89C51RD2 vergisst jedoch ohne Reset-Controller manchmal den Inhalt des Programmspeichers) bis 66 MHz. Bis 300 GradC arbeiten HT83C51 im Keramikgehäuse von http://www.honeywell.com/hightemp und bis 12V arbeiten Micronas HVC22xyA auch an den Eingängen/Ausgängen. https://www.silabs.com/ bietet 16*12bit A/D+2*12bit D/A, 64 I/O und 64k Flash+4k RAM, http://www.analog.com/ hat den ADUC824/834 mit 24bit A/D, 3 x 16 bit A/D, 12 bit D/A, PWM und 62k Flash, 4k EEPROM, 2k RAM und http://www.infineon.de/ (Siemens) hat den (veralteten) 80C537 und neue C5xx, und http://www.dalsemi.com/ (Maxim) den 33MHz schnellen DS87C550, Silicon Labs den C8051F4 mit 100MHz, Tezzaron den TSCR8051L bis 200MHz, und http://www.ti.com/ den TUSB3210 mit USB Interface (miese Doku, kein Herstellersupport) Cypress EZ-USB (bessere Doku) oder den MSC1210 mit 32k Flash (partitionierbar für Daten und Programm), 1k RAM, 24 Bit ADC mit PGA und 2 UARTs. Der Philips P89LPC932 hat wohl noch reihenweise Maskenfehler. Beim 87C51 - einem 8051-Derivat mit Bus für externen ROM/RAM - kann man Code aus dem RAM ausführen, in dem man PS (Programmstrobe) mit RD verknüpft. Zum simplen Programmieren von AT89C2051/4051 gibt es BlowIt und Prog2051. Die grösseren AT89C sind nur parallel so wie Intel's 8751 zu programmieren. Die AT89S hingegen (bis auf 8253) lassen sich besonders einfach mit AVR ISP V2.65 über 5 Leitungen vom Parallelport eines PC programmieren, aber: "Experiments using AT89S devices have shown that if the user code writes to any of the ISP I/O pins (MOSI, MISO, SCK) within approximately 500ms of the user code coming out of RESET condition, any subsequent serial programming operation fails. The problem is then that the only way to re-program the device successfully is to physically remove it from the target board and erase it in a parallel programmer. Make sure that the user code does not access any of the ISP I/O pins within 500ms of coming out of RESET condition" Man braucht einen anderen Adapter, um mit der Atmel "ISP89 Software" zu programmieren. Damit kann man dann den AT89S8253, sowie auch die neuen kleinen MCs AT89S4051 und AT89S2051 und weitere Typen der 89S / 89LS / 89LP -Serie programmieren. http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/isp_C_v5.PDF Dabei handelt es sich um einen JTAG-Adapter. Man braucht nur die Signale neu zuzuordnen. TCK=SCK TDO=MISO TMS=RST TDI=MOSI (An manchen LPT-Ports könnte es mit den 100R-Serien-Widerständen Probleme geben, dann ggf. auf 47R verringern.) Hier ein Bsp. für vereinfachten Adapter und Anschaltung: http://www.fi.uba.ar/materias/6609/docs/NotasISP.pdf Der Adapter lässt sich noch stark abrüsten, entspricht im wesentlichen dem gängigen AVR ISP-Adapter, nur mit anderer Belegung der Steckverbinder. Bei den T89C von Atmel erfolgt die Programmierung über die serielle Schnittstelle, ebenso wie bei vielen von Philips. https://www.silabs.com/ verkauft $99 billige Development Toolkits. Die anderen genannten Chips erfordern meist eine aufwändigere Programmierschaltung. GnuC gibt es leider nicht, aber Keil und SDCC. http://developer.intel.com/design/mcs51/docs_mcs51.htm https://www.silabs.com/ http://plit.de/asem-51/ (ASEM51) ftp://ftp.uni-stuttgart.de/pub/systems/msdos/programming/as (Alfred Arnold AS) http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/isp_C_v5.PDF http://www.computer-solutions.co.uk/info/micro-search/index.htm (Vergleichsliste) ftp://rtfm.mit.edu/pub/usenet/comp.answers/microcontroller-faq/8051 (FAQ) http://www.lancos.com/ (PonyProg: RES-D7 MOSI-D5 SCK-D4 MISO-ACK, Probleme bei GHz-Pentiums) http://www.pjrc.com/tech/8051/contrib/prog2051.zip (Paul Hoepping's Prog2051) http://www.aec-electronics.co.nz/software.htm (AT89S51, AT89S52, AT89S53 and AT89S8252) http://www.8052.com/ http://www.atmel.com/atmel/acrobat/doc1486.pdf (89S ISP errata) http://www.vaultbbs.com/pinnacle/ (IDE) http://www.fsinc.com/devtools/default.htm (IDE Demo 4k free) http://mazsola.iit.uni-miskolc.hu/~drdani/embedded/s51/ (Simulator) http://sdcc.sourceforge.net/ (C-Compiler) http://www.nxp.com/acrobat/applicationnotes/AN457.pdf (ext RAM) http://www.8051.co.kr/html/development/pdf/cpu_application_note/Philips/AN417.PDF (dyn RAM) http://www.b-kainka.de/basic.htm (BASIC für 51, 535, 537, auch Compiler) http://www.mikrocontroller-projekte.de/RC-Elektronik/Fahrtregler/ http://www.PROuC.de/ (89S8252 programmer) > Mein AT89S8252 lässt sich seriell (z.B. mit PonyProg) nicht programmieren. > Er reagiert gar nicht und liefert immer 0xFF. Andere AT89S8252 gehen. > Nein, mein Rechner ist nicht zu schnell für PonyProg. Siehe http://www.atmel.com/atmel/acrobat/doc1486.pdf (89S ISP errata) > Mein AT89S8252 liefert beim Programmieren immer 0x00, 0x01, 0x02, .. 0xFF, 0x00, 0x01, ... > d.h. nur eine solche 'Programmdatei' lässt sich ohne Fehlermeldung brennen. Dann sind die Lock-Bits (durch einen Programmierversuch mit fehlerhaftem Timing ? Durch Spannungsversorgungsprobleme ?) gesetzt. Lösche den ganzen Chip. > Gibt's einen billigen einfachen Reset-Controller für den active high Reset der > 8051er, damit das interne EEPROM nicht versehentlich überschrieben wird ? DS1833 (TO92), LM810/MAX810 (SOT23), TS836, ICL7665, TL7705 (DIL8) Atmel hat dazu auch eine Application Note: "External Brown-out Protection for C51 Microcontrollers with Active High Reset Input" Von: Dieter Petz Der Keil C51 Compiler in der Version 4.01 ist bestens bekannt mit Falschmeldungen´ jeder Art. Danach die Fehler zu suchen ist meist Zeitverschwendung, Syntaxfehler werden meist nicht erkannt und die 'lustigsten' Fehlermeldungen produziert. Verschiedene C-Compiler verlangen nach unterschiedlicher Syntax, z.B. bei der Definiton von Interruot-Routinen: sdcc: void service_routine(void) interrupt 0 { } Keil: void interrupt 0 service_runtime(void) { } *----- F.7.4. EPROMs / GALs programmieren Von: MaWin 17.7.2000 Die Bauvorschläge sind meist nur für wenige Typen geeignet, und halten sich nicht 100% an die Herstellervorschriften. Wer sich was fertiges leisten will, der ist mit dem GALEP gut bedient (beherrscht erst ab Version 4 auch 3.3V Chips) aber der ist nicht von den Chipherstellern zertifiziert. Wenn man sich bei denen wegen nicht-programmierbarer Bausteine beschweren will (und bei hohen Stückzahlen will man das), kommt also nur ein noch teureres Gerät in Frage, z.B. von DataIO. Kommerzielle Universalprogrammiergeräte enthalten meist hunderte von Transistoren um die Universal Pin Driver zu realisieren oder Spezial-ICs die Edge (http://www.semtech.com/) für Fertigungstestanlagen herstellt. Viel zu teuer oder aufwändig zum Selbstbau. Da man als Hobbyist aber sowieso nur wenige Chiptypen verwenden wird, und diese in grösserem zeitlichen Abstand, kann man es sich einfach machen, wenn man GND, VCC und VPP umsteckt. Alle (40) Pins kommen über ein Kabeljumperpatchfeld oder ein dickes vorverdrahtetes 84 pin Steckermodul an normale I/O eines Microcontrollers, der TTL kompatibel ist und zumindest bis 6.5V VCC toleriert, wie AT89S8252 und AT90S8515 und es werden nur die obigen Anschlüsse direkt mit per D/A-Wandler (TLC7528) einstellbaren Spannungsquellen verbunden. Macht 5 Chips (2*AT90S8515, TLC7528, MAX232, TLC272) tutto completti. Programmieralgorithmen in den Datenblättern und hier: http://www.ti.com/sc/docs/products/military/prog_log/progspec.htm (PAL) Bauvorschläge: http://s-huehn.de/elektronik/ (2716-27C8001) http://www.silvotronic.de/ http://www.equinox-systems.com http://www.sivava.com/ (WILLEPRO 27/28/29C64-040,24/25C02-65,PIC16C84,12C508) http://www.holger-klabunde.de/ (halbkommerziell) http://www.zws.com/products/index.html (halbkommerziell) http://www.devrs.com/e/ http://www.progshop.com/ (halbkommerziell) http://www.telemaster.ru/cnclab/bidi.htm (russisch) http://www.lecad.uni-lj.si/~leon/electronics/eprom-programmer/index.html c't 1/90 2/90 4/90 8/90 3/92 4/94 EPROP + GAL Extender GAL Programmiergeräte zum Selbstbau findet man unter http://www.embeddedtronics.com/public/Electronics/minidaq/userport/UserPort.zip (XP Port access driver) http://www.hw.cz/Teorie-a-praxe/Konstrukce/ART644-GALblast---Programator-GALu.html (billigere Replika einer alten GALBlast Version) http://www.epsicom.lx.ro/docdown/ep0220.pdf AltaPro 2000 von Robert G. Brown ist wohl verschwunden http://www.asamnet.de/~hilgarte/galhome.php http://www.wrsonline.de/gabi.html (Atari) http://members.surfeu.de/matthias.prinke/electronics/galprog.pdf http://elm-chan.org/reports/pgal/report_e.html GALs brauchen auf Grund ihrer internen Struktur (Analogtechnik) unglaublich viel Strom und reagieren sehr empfindlich auf Latch-Up, also wenn die Spannung an einem Eingang mal höher ist als die Versorgungsspannung ist (das passiert z.B. wenn man im Betrieb mal einen entladenen 100nF Kondensator über die Versorgungsspannungsanschlüsse klemmt oder aus Versehen die Versorgungsspannung kurzschliesst und Kondensatoren an irgendwelchen Eingängen hängen) und zu viel Strom von den Eingängen über die Eingangsschutzdioden zum Versorgungsspannungsanschluss fliesst. Dann zündet intern ein Thyristor, schliesst VCC und GND kurz und das GAL stirbt an zu hoher Kurzschlussstromaufnahme. Wenn man Glück hat, ist es nachher 'nur' gelöscht (inklusive der PES). Viele GAL Anwender schwören auf eine externe zusätzliche Diode vom EDIT-Eingang (Pin 2, Anode) nach VCC um versehentliches Umschalten in den Programmiermodus zu verhindern. Kommerziell: http://www.conitec.net/ (GALEP) http://www.xeltek.com/ http://www.taskit.de/ (c't EPROP+) http://www.multisat.de/anleitungen/rr-prommer.pdf (RR-Prommer) http://www.elv.de/ (UP2000) http://www.grosse-wilde.de/ (Mega Prommer) http://www.needhams.com/ http://www.aec.com.tw/ (Advantech Labtool, Adaptersockel beschrieben) http://www.hed.de/ (HED Chip) http://www.sg.com.tw/ http://www.stag.co.uk/ http://www.dataio.com/ Atmels FPSLIC (also AVR und FPGA in einem Gehäuse, leider externes EEPROM notwendig weil kein Flash drin ist) sind trotz 'Evaluation Kit' für Bastler ungeeignet, da die donglegeschützte IAR Software >500 Euro pro Jahr kostet. Grössere Stückzahlen bekommen eh nur gute Atmel-Kunden, also sind sie auch für Firmen uninteressant. ST fängt auch gerade an, einen uC mit (schlappen) 16 Makrozellen zu erweitern. Wer nicht unbedingt 5V-Teile braucht, sondern mit 3.3V oder 2.5V auskommt, findet bei Lattice kostengünstige ispMACH M4A CPLDs, erhältlich bei Reichelt und Kessler. APEX20K FPGAs erfordern (entgegen ihrem Datenblatt), das VINT erst mit oder nach VIO angelegt wird (also Schaltregler für VINT an VIO hängen), sonst gehen sie in Latch Up. Analoge FPAAs konnten sich bisher nicht durchsetzen. http://www.zetex.com/3.0/appnotes/trac/tan09.pdf Von: jetmarc Ich finde, das wichtigste beim VHDL lernen ist, nicht die ganze Sprache zu lernen. Es gibt so viele Konstrukte die sich hinterher gar nicht synthetisieren lassen. Ich nenne das "akademisches VHDL". Die Fachbücher sind voll davon, und man kann daraus niemals funktionierende Chips machen. Stattdessen sollte man sich auf einen einfachen Grundnenner beschränken. Den findet man am besten in den Help-Dateien des Synthesizers, und im Usenet (comp.lang.vhdl). Man braucht die Grundstruktur eines Registers, eines Latch, synchroner Reset, asynchroner Reset, kombinatorische Logik, Multiplexer, Tristate. Dazu noch elementare Dinge wie if/case und die Zusammenführung mehrerer Blöcke durch port/map. Das ist einfacher zu lernen als C, und funktioniert auch in der Praxis ! > und wenn es statt VHDL echte Chips sein sollen... http://www.mosis.com/Technical/Processes/Old/proc-orb-scna12.html (Design rules) http://www.sm.luth.se/csee/courses/smd/099/scmos72.html http://www.vlsitechnology.org/ (Standardcells) http://www.arraydesign.com/ (Analogarrays http://www.designinganalogchips.com/, hergestellt von http://www.zetex.com/, vertrieben z.B. von http://www.altec-ag.ch/, die nennen auch Preise) http://www.austriamicrosystems.com/ (eigene FAB) http://www.prema.com/ (bipolar analog) http://www.elmos.com/ (digital) http://www.gemac-chemnitz.de/ (Chemnitz) http://www.ic-haus.com/ (auch Opto) http://www.xfab.com/ (Erfurt, mixed signal Waferproduktion, Umsatz < 100Mio/Jahr) http://www.xfab.com/xfab/frontend/index.php?st_id=376&itid=137 http://www.ihp-microelectronics.com/ (Frankfurt/Oder) http://www.creativechips.com/ (Bingen) http://www.trias-mikro.de/ (Krefeld) http://www.mixed-mode.de/ (München) http://www.systemonic.com/ (Philips) http://www.tlsi.com/products/customAsics.shtml (Telefonics) http://www.sci-worx.com/ (Sican, Hannover, Braunschweig) http://www.mazet.de/ http://www.hmt.ch/ http://www.vlsichipdesign.com/ http://www.prodesigncad.de/ (Erfurt) http://www.isytec.com/ (Erfurt) http://www.micro-hybrid.de/ (Hybrid, Thermopile, Beschleunigungssensoren) http://www.minitron.com/deutsch/UltEqu.pdf (Werkzeuge dazu) http://www.microchemicals.de/ (Chemikalien dazu) allerdings kostet eine 130nm Maske so 400000 EUR, da wird man sich mit einem MPW (multi project wafer) Run begnügen müssen. > und wenn man Polymerelektronik Transistoren einfach selber drucken möchte ...dann kauft man bei http://www.hcstarck.de/ flüssiges organisches Clevios Halbleitermaterial von http://www.baytron.com/, füllt es in einen Epson Piezo-Tintendrucker mit iColor Tank (enthalten keinen Schwamm) wie z.B. C80/C82/C84, der fast alles verdruckt, auch Lebensmittelfarben, füllt in den anderen Tank gelöstes PVP als Isolatormaterial, und druckt los. Und wem Halbleiter zu modern sind, der kann auch Röhren selber bauen. Dieses ist wohl die allerhöchste Kunst der Beschäftigung mit Elektronik. http://dailymotion.alice.it/video/x3wrzo_fabrication-dune-lampe-triode_tech http://www.sparkbangbuzz.com/crt/crt6.htm *----- F.7.5. EPROMs löschen Von: MaWin 17.7.2000 EPROMs werden durch ein paar Minuten Bestrahlung mit UV-Licht der Wellenlänge 254nm gelöscht. Dazu tut's keine Schwarzlicht-, Bräunungs- oder Insektenkillerlampe oder UV-LED, sondern nur eine G4T5 oder TUV4, als Ersatzlampe für EPROM-Löscher von http://www.conrad.de/ 982270, http://www.reichelt.de/ und anderen für ca. 15 EUR zu haben (oder die ozonerzeugenden 185nm Lampen, aber die wird man auch kaufen müssen, und Ozon ist schädlich, das wäre dann also eher ein Fehlkauf): Man muss diese Lampe in einen lichtdichten Kasten einbauen, da das Licht die Netzhaut schädigt (http://www.misty.com/~don/uvbulb.html). Man betreibt die Lampe in einer Fassung mit Drossel und Starter für 4 Watt Leuchtstoffröhren, oder an der Elektronik einer zerbrochenen 5 Watt Energiesparlampe. Lege die Chips in Leitschaumstoff ca. 1 cm bis 3 cm an die Lampe ran. http://web.archive.org/web/*/http://www.mikeg2.freeserve.co.uk/eprom/eraser.html National Semiconductors schreibt: "The recommended integrated dose is 6Wsec/cm2 at a wavelength of 254nm." Und an anderer Stelle: "If the device appears erased after 8 minutes, continue exposure for a total of 24 minutes." Das gilt für uralte ebenso wie für aktuelle Chips. http://www.rottmerhusen.com/etronisch/eraseprom/eraseprom.html (Verlauf) Bevor ihr einen eigenen Zeitgeber baut: Schaut doch mal, ob ihr den nicht aus einer alten Mikrowelle/Grill ausschlachten könnt. Auch Treppenlichtautomaten gehen. Ansonsten gibt es fertige digitale Steckerschaltuhren mit Count-Down Timer für keine 10 EUR, meist aber nur im Minutentakt. Musst halt mal im Baumarkt suchen... Zum Selbstbau von Langzeittimern mit Zeiteinstellung per Poti ohne Displayanzeige eignet sich der CD4541 oder 74HC5555. http://www.hobby-elec.org/e_counter.htm (ohne uC) http://www.hobby-elec.org/e_pic6_3.htm (mit uC) http://www.microchip.com/ AppNote AN615 "Clock Design using Low Power/Cost Techniques" beschreibt PIC16C54 Uhr mit 99 Minuten Count-Down Timer leider nur Alarm ohne Schaltausgang http://www.hut.fi/~jalapaav/Electronics/Exptimer/ (leider nur C-Programm ohne I2C initialize/sendbit Funktionen, TRIAC ohne Snubber und Sicherung dargestellt, Versorgung aus Steckernetzteil) > Kann man EPROMs mit Röntgenstrahlen löschen ? Von: W.Riedel 9.5.2001 Habe ich doch: 1980er mit OTP-2708 in Kunststoffgehäuse. Quelle war ein Röntgenfluoreszenzspektrometer. Anodenspannung 40 kV. Strahlungsintensität unbekannt, aber ausreichend, um in einer roten PVC-Halterung nach einigen Versuchen eine gelbliche Verfärbung zu erzeugen. Mehrere kurze Löschzyklen mit anschliessendem Auslesen, sollten ausreichende Löschdauer bestimmen. Hat geklappt, lohnt sich aber nicht. Eines ist jedoch sicher: Einige Gepäckdurchleuchtungen können keine EPROMs löschen. (Wurde manchmal vermutet). Es sieht so aus, als ob die meisten Chips mit Dosen zwischen 10kR und 100kR gelöscht werden, das dabei aber der Chip selbst so beschädigt wird, das z.B. die Stromaufnahme DRASTISCH ansteigt und der Datenerhalt nach Neuprogrammierung nicht mehr gewährleistet werden kann. *----- F.7.6. Massenspeicher an Mikrocontrollern > Wie schliesse ich eine Festplatte / CD-ROM / DVD-ROM / CompactFlash > an meinen Microcontroller an ? Im Prinzip: Direkt. Vorausgesetzt es sind genügend PortPins frei. Ein 16 bit uC macht die Arbeit einfacher. Unter den unendlich vielen MP3-Projekten wird auch eines mit deinem Controller sein. Schwieriger ist es, ein Projekt zu finden, was Daten auch schreiben kann (eh nur auf Festplatte/Flash), weil man dafür fast das ganze DOS nachbilden muss. Das passt kaum in 8k Programmspeicher :-( http://www.sandisk.com/tech/oem_design/cf/Cf_ide.pdf http://www.pcguide.com/ref/hdd/if/ide/std.htm http://margo.student.utwente.nl/el/pc/hd-info/ide-tech.htm http://www.blkbox.com/~jdbaker/SmallSys/8bitIDE.html http://home.freeuk.net/c.ward/6502/ (IDE an 6502, keine Software ?) http://members.tripod.com/piters/atari/astide.htm (IDE an Atari) http://www.kreapc.de/ (IDE an PC) http://www.ata-atapi.com/ http://www.nomad.ee/micros/8052bas.html http://www.myplace.nu/mp3 (yampp, IDE an AVR) http://www.mp3projects.com/ http://www.yampp.com/ http://www.8052.com/ http://hmpeg.virtualave.net/ (HMPeg, IDE an AVR, nicht funktionssicher) http://marcus.overhagen.de/mp3player/ (IDE an AVR) > Wie schliesse ich ein Floppylaufwerk an einen Mikrocontroller an ? Nicht direkt :-( Die Floppy liefert Takt und Daten auf einer Leitung und es muss ein Datenseparator her. Dafür sind Mikrocontroller i.A. zu langsam, man braucht mindestens 16Msps Abtastrate. Aber es gibt kleine feine Single Chip Floppycontroller, gerade auf uralten PC Multifunktionskarten, wie Goldstar GM82C765, HMC HM83740, Winbond W82765, FDC9266, DP8473, die auf der einen Seite einen 8 bit Bus haben und auf der anderen direkt den Anschluss eines Floppylaufwerks erlauben. Und da man bei einem Mikrocontroller eh Treiber bräuchte, um die Floppylaufwerkanschlüsse mit ausreichend viel Strom bedienen zu können, sind es auf diese intelligente Art sogar weniger Bauteile. Wie man den Controller bedient, steht im BIOS deines Rechners :-) Das komplizierte kommt erst noch: Man muss das DOS nachbasteln. Daher ein Tip, wenn man nur Daten schreiben will (z.B. 32k): Einfach mal eine Floppy auf dem PC so formatieren und beschreiben, dann (mit DEBUG) nachschauen was draufsteht, und vom uC nach dem Neuformatieren alle Sektoren, ausser den eigentlichen Datensektoren, ohne Verständnis des Inhalts schreiben lassen, wie sie auf der Beispiel-Floppy waren. Die Datei hat dann zwar immer dasselbe Datum (der uC weiss vermutlich eh nicht wie spät es ist), und Bad Sectors kann man nicht ausmappen (sondern muss eine solche Floppy mit Verifyfehler abweisen), aber was soll's... Auf Grund der Unzuverlässigkeit von Floppys, die auf einem anderen Laufwerk beschrieben werden als sie formatiert wurden, sollte man die Floppy auch stets formatieren. > Und wie schliesse ich einen USB-Memory-Stick, eine SD/MMC Karte an ? Das sind serielle Protokolle, bei denen man über die notwendige Hardwareunterstützung am uC verfügen sollte (USB, SPI) damit die Datenübertragung ausreichend schnell geht. Man findet Quellcode bei den passenden uC ebenfalls im MP3-Player Umfeld. Gute Erklärungen vieler Interfaces und Beschaffungsquellen für Stecker http://www.interfacebus.com/ *----- F.7.7. Flash-EEPROMs > Ich suche ein möglichst grosses seriell ansprechbares Flash-EEPROM AT45Dxxx von http://www.atmel.com/, Geht bei 1 MBit los. gibt's bei http://www.ineltek.de/ (11,80 EUR P&V) und http://www.segor.de/ zu kaufen, und http://www.ssti.com/ bei http://www.endrich.com/ zu bekommen, und 512kBit gibt es bei http://www.st.com/ mit I2C Und wenn das Flash nicht will: Für scharfe Flanken auf den Timing-kritischen Leitungen sorgen, und einen dicken Bypass-Kondensator (4u7 Ta) an VCC. > Warum funktioniert mein serielles 93C46 EEPROM nicht ? Manche 93C46 haben einen Write-Protect-Pin, manche nicht. 93C46 gibt es mit 8-bit- sowie mit 16-bit-Organisation, manche Typen sind über einen Pin (ORG) auf 8- oder 16-bit konfigurierbar. 93C46 gibt es mit verschiedenen Versorgungsspannungs-Spezifikationen, nicht jeder läuft z.B. mit 3.3V, die meisten jedoch mit 5V. Die genau zu den Chips passenden Datenblätter wären da sicher hilfreich. Oder die Serie einfach meiden. > serielles RAM: Sharp 52CV1000SF85LL 128kx8 SRAM im Gameboy AMIS N08M0820L2B 1M*8 SPI und kleiner http://www.edgar-conzen.de/deutsch.html EC128K8IIC 128kx8 SRAM Platine mit I2C Xicor XC25401 256k NOVRAM Ramtron FM2516 16k FRAM OKI MSM63V89C (1Mb), MSM6684 (4Mb), MSM6685 (8Mb) SRAM > Was ist der Unterschied zwischen Flash und einem EEPROM ? Beides sind EEPROMs, also elektrisch überschreibbare Festwertspeicher. Beim teureren EEPROM kann man einzelne Bytes ändern, bei den Flash-EEPROMs kann man nur ganze Seiten (eventuell den ganzen Chip) löschen, dafür sind sie pro Bit billiger und mit grösserer Kapazität erhältlich. Im Allgemeinen sind die nicht-Flash EEPROMs auch öfter überschreibbar, aber schau in's Datenblatt. Bei beiden gibt es Varianten, die eine extra Programmierspannung von meist 12V benötigen, und solche, die sich aus der 5V Betriebsspannung selber eine machen. > Was ist der Unterschied zwischen NOR und NAND/AND Flash ? Der interne Aufbau. Der führt allerdings dazu, das bei NAND/AND-Flash nicht garantiert werden kann, das alle Bits richtig programmiert werden. Obwohl viele NAND/AND-Chips EEC (Error Correction) enthalten, verwendet man also besser NOR-Flash für Programmspeicher, und NAND eher für Audio oder solche Daten. Beim NOR-Flash hängen alle Speicherzellen nebeneinander an der Wortleitung (wired OR), beim NAND Flash ist jeweils nur ein Bit mit der Wortleitung verbunden, die anderen Bits dahinter, deswegen braucht NAND weniger Verdrahtungsfläche und bietet doppelt so viel Kapazität pro Fläche. NOR lässt sich schnell direkt adressiert auslesen (random access), bei NAND ist hingegen der sequentielle Zugriff schneller. Inzwischen speichert man 2 und sogar 4 bit in einer Flash-Speicherzelle. *----- F.7.8. A/D - D/A Wandler > analog? digital? Von: Joachim Wehlack, 3.9.05 Ein Signal ist digital, wenn eine abzählbare Menge von Signalzuständen definiert ist und analog, wenn die Menge von Signalzuständen nicht per Definition eingeschränkt ist. Wenn z.B. *alle* Werte zwischen 4 mA und 20 mA als gültig definiert sind, dann ist die Menge gültiger Werte unendlich groß. Es ist dann ein Analogsignal. > Welche Analog->Digital und Digital->Analog Wandler sind denn für > einfache Anwendungen zu empfehlen ? (und vor allem billig...) Einfache softwarebasierte A/D-Wandlung ? http://www.national.com/ AN-952 "Low Cost A/D Conversion Using COP800" http://www.microchip.com/ AN513 "Analog to Digital Conversion Using a PIC16C54" http://www.atmel.com/ AN524 "Analog-to-Digital Conversion Utilizing the AT89CX051 Microcontrollers" http://www.zilog.com/ AN04001 "Analog-to-Digital Conversion Techniques Using ZiLOG Z8 MCUs" Bis 6 bit gehen selbstgebaute R-2R-Ketten aus 1% Metallfilmwiderständen an einem ordentlichen HC-MOS-Ausgang (nur der liefert 'fast' 0V und 'fast' 5V, vorausgesetzt man betrachtet die +5V als Referenz oder gewinnt sie aus einer Referenzspannungsquelle (LM336-5.0, bei LS-TTL sind die Spannungen zu ungenau), aber für mehr als 6 bit braucht man 0.1% Widerstände und die sind teurer als fertige Chips.
--+ Q0|--10k--+---------|+\ TLC271 oder so an 12V oder mehr | 5k | >-+-- ergibt 0-10V Ausgang Q1|--10k--+ +-|-/ | | 5k | | Q2|--10k--+ +--10k-+ | 5k | Q3|--10k--+ | | 5k 10k Q4|--10k--+ | | 5k | (bitte exakt 5k, nicht 4k7, lieber 2*10k 1% parallel) Q5|--10k--+--10k--+-- Masse --+Analogausgänge gibt es bei uC fast nicht, weil die einen abweichenden Herstellungsprozess mit lasergetrimmten Dünnschichtwiderständen auf dem Chip benötigen würden. Man verwendet statt dessen schnell mit variablem prozentualen Tastverhältnis zwischen HI und LO wechselnde Digitalausgänge, sogenanntes PWM (pulse width modulation), für die die meisten uC Hardwarezähler besitzen, und bildet mit einem Filter den Mittelwert der Ausgangsspannung. Möchte man 8 bit auflösen, darf sich die Spannung an C pro Impuls nur um 20mV ändern. Sie wird sich aber auch nur in so winzigen Schritten an die Sollspannung annähern. Besteht der Impuls aus 256 Zeiteinheiten a 1 us, also 256us, und der C aus 1uF, darf R minimal 33kOhm betragen. Dadurch braucht der Ausgang 0.2 Sekunden, bis er sich auf 1/256tel (20mV) an die Sollspannung angenähert hat. Man versucht also eine hohe Frequenz, möglichst unterstützt durch PWM Hardware im uC, zu benutzen. Wird man zu schnell, verschlechtert die endliche Flankensteilheit des PWM-Ausgangs wieder das Ergebnis. Es kann sich auch lohnen, statt dem simplen RC-Filter einen mehrstufigen aktiven Filter mit besserer Sprungantwort zu verwenden, z.B. einen 4 poligen Bessel. Damit die Ausgangsspannung halbwegs genau wird, sollte der PWM-Ausgang symmetrisch sein. Ausgänge eines uC der 8051 Familie sind nicht so gut, weil sie nicht auf gleiche Art nach Masse und +5V verbinden. Es kann sich lohnen, einen 74HCxx als Puffer zu verwenden den man mit einer genauen Referenzspannung versorgt, z.B. aus einem LM336-5, damit die Analogspannung ähnlich genau werden kann. http://www.microchip.com/ AN538 "Using PWM to Generate Analog Output"
uC --R--+-- Analog (gering belastbar) --|+\ besser
| | >-+- belastbar
C +-|-/ |
| | |
Masse +------+
Echte D/A - A/D-Wandler
4*6 bit D/A: MC144111 (SPI, obsolet)
6*6 bit D/A: MC144110 (SPI, obsolet)
8 bit D/A 3*8bit A/D: PCF8591
8 bit A/D: ADC0804
8 bit D/A: DAC0808, TLC/MX/AD7524
2*8 bit D/A: TLC/MX/AD7528, MAX522, MAX549A
4*8 bit D/A: TLC5620, MAX520, MAX534
8*8 bit D/A: TLC5628, MAX521, MAX528, MB88347
8*8 bit A/D: ADC0838, AD7829
11*8 bit A/D: TLC2543
12*8 bit D/A: M62352A M62392 M62398 MB88346B
2*10 bit D/A: LTC1661
3*10 bit D/A: M62362
8*10 bit A/D: AD7812, MAX192, LTC1090
12 bit A/D: LTC1298 (supply ratiometric), LTC1286
12 bit D/A: MAX538 serial, LTC1451 serial, LTC1257 serial, AD5340 parallel
8*12 bit A/D: MAX186, LTC1290
2*12 bit D/A: MAX532, LTC1454, TLV5618
16 bit D/A Audio: TDA1543, TDA1541, TDA1311, LC7881
besseres Audio: AK5394a (Asahi Kasei) http://www.asahi-kasei.co.jp/akm/en/product/ak5394a/ak5394a_f03e.pdf
Audio D/A I2S: UDA1338H (Philips)
ADAV802 (analog, S/P DIF)
CS5520 CS4398 24 bit Audio 120dB Dynamik -107dB THD+N
24 bit A/D: LTC2400/2402 (Linear), AD771x/773x/AD7794 (Analog), ADS1242/1243/1255 (TI)
8 bit Lautstärkeregler: CS3310 (Cirrus/Crystal) PGA2310 (TI) BH3532 (Rohm) WM8816 (Wolfson) TC9235=PT2256 (Princeton)
Mischer: SSM2163 (Analog)
elektronische Potis für mehr als 5V: AD7376, X9312
bei mehrkanaligen bis 10bit A/D sind die in uC eingebauten meist billiger,
manchmal braucht man aber einen teureren Besseren, schliesslich stört
der uC spätestens das 9te Bit seines eigenen Wanders selbst.
Grundlagen zum Einsatz von D/A-Wandlern als Potiersatz siehe AN-19.PDF
von http://www.analog.com/.
> Datenerfassung am PC
Das Gameport dient bereits als A/D-Wandler, allerdings für einen regelbaren
Widerstand von 0 bis 100k Ohm. Durch den wird, intern über weitere 2k2 in
Reihe, ein 10nF Kondensator im PC geladen bis er 3.3V erreicht hat und vom
BIOS die dazu benötigte Zeit mit einem Zahlenbereich von 0 bis 255 gestoppt.
Schon der Anschluss von anderen Potis (Kreuzknüppel Funkfernsteuerung,
regeln meist nur von 2k bis 3k) bereitet Schwierigkeiten. Wenn man jedoch
überlegt, das durch den Joystick ein mittlerer Ladestrom zwischen 33uA und
1.5mA fliesst, erkennt man, das extern eine (steuerbare) Stromquelle reicht.
Der Strom durch das 2-3k Poti führt zu einem Spannungsabfall von 0.68-0.955V
am 510R. Der Stromspiegel überträgt diesen Spannungsabfall auf den 180R, wo
entsprechend weniger Strom durch den Transistor in das Gameport fliesst. Und
damit bei der 3k Poti Einstellung nur sehr wenig Strom fliesst, wird der 180R
mit dem 330R/47R Spannungsteiler auf eine 0.62V unter 5V vorgespannte
Spannung gelegt. Der 47R macht also Nullpunktanpassung, der 180R bestimmt die
'Verstärkung' zur Anpassung an eigene Potis.
Schaltung : im PC Gameport
+--------+----:------- +5V
| | :
| 47R :
| | :
510R +-+-+ :
| | | :
| 330R 180R:
E| | |E :
PNP >|--+--(--|< PNP wie BC557
| | | | :
+---+ | | :
| | | ;
Poti | +--:-2k2-+- NE555
| | : 10nF
+------+------:-----+- GND
Wer eine Spannung messen will, baut stattdessen eine spannungsgesteuerte
Stromquelle vor das Gameport (klassische Howland-Variante reicht, genauer ist
das Gameport eh nicht), mit einem OpAmp der am Ausgang bis mindestens 3.5V
geht inklusive dem Spannungsabfall am Messwiderstand bei Maximalstrom.
Es tut auch eine mit hoher Frequenz mit 0-100% PWM gepulste 5V Spannungsquelle
+-100k-- +5V
|
0-100% PWM --|>|--+------- Gameport
http://www.franksteinberg.de/
http://www.quasarelectronics.com/3118.htm (freie Software für praktisch direkt angeschlossene Chips)
Den MAX186 (8 Kanäle mit 12 bit) oder MAX192 (8 Kanäle mit 10 bit) kann man auf
Grund des niedrigen Stromverbrauchs direkt an den seriellen Port des PC
anschliessen und mit einem ganz einfachen Programm 8 Spannungswerte in
Millivoltschritten von 0V bis 4,095V oder -2,048V..2,047V auslesen
MAX186/MAX192 +--100u---+
(+5V)| |
0-4V +--------+ +--ZD5V1--+
| | | |
In1 --|1 VDD|------+-|<|-+ |
In2 --|2 SCLK|-47k--------+---(-- DTR
In3 --|3 CS|------+---------+-- GND
In4 --|4 DIN|-47k--(-----+---(-- RTS
In5 --|5 STRB|- ( | |
In6 --|6 DOUT|------(-----(---(-- CTS
In7 --|7 DGND|------+ | |
In8 --|8 AGND|------+ | |
+--|VSS ADJ|-100n-+ | |
| -|SHDN REF|--10u-+ | |
| +--------+ 1N4148 | |
+------------------+-|>|-+ |
| |
+--ZD5V1--+
(-5V)| |
+--100u---+
http://www.franksteinberg.de/SOURCE/MAX192.BAS
Ähnliches geht mit LTC1290 (8 Kanäle mit 12 bit) und LTC1090 (8 Kanäle mit 10 bit)
siehe DN35.PDF von http://www.linear.com/ und http://www.conrad.de/ 190226 und
967653 und auch http://www.franksteinberg.de/SOURCE/LTC1290.TXT
bzw. dem Evaluation-Kit des 68HC11A1 (Bauplan in pcbug11.pdf) im Special Bootstrap
Modus, also MODA und MODB an GND. Es besteht lediglich aus dem 68HC11A1, einem
MAX232, einem MC34064-5, 8MHz Quartz und den üblichen Kondensatoren und Pull-Ups
(und einen 7805 Regler) und ist somit für weniger als 10 EUR auf Lochraster
aufbaubar bzw. fertig erhältlich bei http://www.mct.de/ oder
http://www.elektronikladen.de/ .
http://www.circuitcellar.com/library/designforum/features/KL-9503012/index.asp
Der 68HC11 stellt 8 analoge Eingänge mit 8 bit Auflösung und mehrere
digitale Ein- und Ausgänge zur Verfügung. Davon können einige Dank
hardwareunterstützer PWM zur Ausgabe einer gemittelten (durch RC oder
aktive Filter wie Bessel geglätteten) Analogspannung verwendet werden.
Der 68HC11 wird über den MAX232 mit der seriellen Schnittstelle des PC
verbunden. Man schreibt ein winziges Programm, das in den 512 Byte des
internen EEPROM des uC Platz findet, das die Werte der A/D-Eingänge
seriell an den PC sendet und vom PC die Anweisungen erhält, welche
Ausgänge einzuschalten sind. Nachher wird man PD0(RxD) mit PD1(TxD)
verbinden. Das Programm läuft dann selbsttätig aus dem EEPROM ab 0xB600
los. Diese Schaltung ist billig, einfach, passt an jeden PC, ist wegen der
seriellen Schnittstelle leicht zu Programmieren, und der uC kann kleine
Tätigkeiten direkt ausführen, z.B. Umrechnungen oder eben die
PWM-Signale erzeugen. Als Protokoll zur Kommunikation mit dem PC kann
man einfaches ASCII verwenden, mit CRLF als Datensatztrenner und zur
Synchronisation. Leider habe ich kein fertiges Programm. Vielleicht schickt
mir jemand eines, das ausreichend universell ist.
Aber der 68HC24 Porterweiterungschip wird nur noch von http://www.tekmos.com/
hergestellt (http://www.elektronikladen.de/ verkauft ihn), ebenso wie der
X68C75 nicht mehr von http://www.xicor.com/ hergestellt wird, insofern ist
der 68HC11 nicht mehr so interessant wie früher.
Verbessern kann man das über eine genauere analoge Referenzspannung
per LM336-5.0 und Eingangsverstärker wie z.B. LMC6484 mit Trimmpotis für
Verstärkung und Nullpunkt, sowie Ausgangsverstärker wie ULN2803 oder
Schrittmotortreiber wie L297+L298. Dadurch wird ein richtig universelles
Teil daraus, je nach Anwendungsgebiet (Messtechnik, Roboter). Hier zur
ratiometrischen Temperaturmessung mit Platinwiderstandssensoren:
+-----+---+------- Vref+ Beispielwerte (hängen ja vom gewünschten Temperaturbereich ab) R1 R2 | +-----)---)-R3-+ RTD = Pt1000 RTD = Pt100 | | | | R1 = 3k9 R1 = 3.01k +-R6--)--|+\ | R2 = 39k R2 = unendlich | | | >--+-- A/D R3 = 107k R3 = 11.8k | +--|-/ | R4 = 1k R4 = 12.4k | | | | R5 = 27k R5 = 105k RTD +---)-R5-+ R6 = 941 Ohm R6 = 11k (kompensiert Eingangsstrom) | R4 | +-----+---+------- Vref-Rechenformeln siehe http://www.maxim-ic.com/appnotes.cfm/appnote_number/3450 http://www.umnicom.de/Elektronik/Schaltungssammlung/Temperatur/Pt1000/Pt1000.html Verwendet man zur Temperaturmessung den LM75 (3.3V oder 5V) oder LM76, so sollte man einen Entkoppelkondensator (z.B. die üblichen 100nF) über die Versorgungsspannungsanschlüsse löten und einen 1k Widerstand in Reihe vor den SCL Eingang löten, sonst zeigt das Teil eventuell falsche Temperaturen an (ggf. 120GradC statt 40GradC weil Strom über die Eingangsschutzdiode fliesst). *----- F.7.9. serielle Schnittstelle RS232 Auf der seriellen Schnittstelle werden digitale Signale mit (für Digitaltechnik) hoher Spannung (LO = 3..15V, HI = -3..-15V) aber kurzschlusssicher mit Strombegrenzung (10-20mA, so als ob ein 330 Ohm Widerstand in Reihe liegt) übertragen, so das sich die Schnittstelle eignet, um daraus Kleingeräte (Computermaus) zu versorgen. Der Norm-Eingangswiderstand liegt bei 3 bis 7kOhm, ein RS232 Ausgang sollte auf 20mA und 30V/us Slew-Rate begrenzt sein. Auf Senderseite liegen die notwendigen Versorgungsspannungen (10..15, -10..-15V) bei einfachen Geräten, die meist nur mit 5V versorgt werden, leider nicht vor. Es gibt deshalb den Klassiker MAX232 (auch ICL232, AD232, HIN232, ST232, LT1x81...), der aus 5V per Kondensatorwandler selbst +10V und -10V macht. Nimm Alu-Elkos, keine Tantalkondensatoren, der teurere MAX232CPE kommt sogar mit noch kleineren Keramik-Kondensatoren aus. Der LT1x81 ist wohl weniger ESD empfindlich, der HIN232 kritischer in der Anwendung: Bei ihm darf beim Einschalten keine Last an V- hängen. Siehe d.s.e Message-ID 3CC041A6.AECF9D43@ibl-automation.de . Soll der Kondensator von V+ an VCC oder GND angeschlossen werden ? Es ist bei Maxim egal, nach VCC braucht er weniger Spannungsfestigkeit, aber ältere Sipex gingen wohl in den Latch-Up, wenn der Kondensator an GND angeschlossen wurde. Siehe d.s.e Message-ID 4602d47d$0$6440$9b4e6d93@newsspool2.arcor-online.net . Nachbauten, die mit VCC Probleme haben, sind mir nicht bekannt. Ein universelles Layout sollte den Elko also an VCC legen, siehe http://www.devicemart.co.kr/mart7/upload/pdf/20070110150145.pdf Damit spart man sich den Aufwand, den man mit einem SN75185=GD75232, den MC1488=SN75188/MC1489=SN75189 oder MAX202/AD202 hätte. Schliesst man auf Empfängerseite einen (ausreichend schnellen !) Optokoppler mit Schutzdiode (1N4148) an
+--470R-- +5V
+-----+ |
Signal ----1k--+--|A C|--+-------- Signalausgang
+-|>|-+ | B|
Masse --+--------|K E|----------- GND
1N4148 +-----+ 6N136
spart man sich die teure galvanische Trennung auf Senderseite (MAX250 mit
Trafo und Optokopplern), ausserdem ist das kompatibel mit einer 20mA
Stromschleife (HCPL4100/4200).
Da eine serielle Schnittstelle mehrere (Steuer-)leitungen hat, kann man,
wenn man softwareseitig dafür sorgt, das mindestens 2 Steuerleitungen
unterschiedlichen Pegel haben, auch die Spannungsversorgung vom
Muttergerät nehmen und einen RS232-kompatiblen Ausgang daraus ableiten.
Den Kurzschlussschutz liefert das Muttergerät.
+-|>|----+--+--+-- +10V --+----+
| | | | | |
| +-|>|-+ | |+ | |
| | | | | |
| | +-|>|-+ Elko | +---+ 1/4 LC4966
Steuer --+ | | | +--|A | oder OpAmp
| | | | | |
Signal --)--+--)--... Masse ...-----|S X|-- Ausgang
| | | | | |
Steuer --)--)--+ |+ +--|B |
| | +-|<|-+ Elko | +---+
| | | | | |
| +-|<|-+ | | | |
| | | | | |
+-|<|----+--+--+-- -10V --+----+
Ein anderer interessanter Weg findet sich hier http://www.oliverbetz.de/icl.htm
Den MAX232 kann man auch verwenden, wenn man in einer Digitalschaltung mal
eben wenige mA aus +10V/-10V zur Versorgung von Operationsverstärkern braucht.
Braucht man die serielle Schnittstelle nicht, oder hat man Angst das bei
Belastung der seriellen Schnittstelle die +10V/-10V zusammenbrechen, macht das
der LT1026 oder MAX680/681.
Aber besonders sauber ist die auf diese Art erzeugte Versorgungsspannung nicht.
Nun, eine per StepUp Schaltregler erzeugte Spannung wäre es ebenfalls nicht.
Also gut filtern.
*-----
F.7.10. Speicherprogrammierbare Steuerungen SPS
Will man sich seine Steuerung nicht auf Basis eines Mikrocontrollers selber
bauen, gibt es fertige SPS von Siemens (Logo, S7), Moeller (Easy) oder
Beckhoff, zu Preisen, bei denen man hintenüberkippt, ob als Einzelstück
oder zum halben Preis für 1000 Stück. Ein Blick nach Asien hilft:
http://www.mitsubishi-automation.de/products/microcontrollers_ALPHAXL.html
Schon die Programmierkabel werden unverschämt teuer angeboten, bei Moeller
ist eine unbekannte Elektronik drin, das Siemens-Kabel ist in Elektor Juli
1999, LOGO!-Interface, beschrieben, aber der Stecker ist nicht erhaeltlich,
das Memory Modul 6ED1 056 kostet bei eBay manchmal 10 EUR, sonst 25 EUR.
http://www.mikrocontroller.net/topic/12192
http://www.muff-electronic.ch/
http://www.microsps.com/
*-----
F.8. LEDs
Von: MaWin 30.4.2001
Das 'kalte', farbenreine Licht der Leuchtdioden fasziniert viele Leute. Als
einfache Kontrollanzeigen oder Hintergrundbeleuchtungen sind LEDs inzwischen
jedem bekannt. Aber ebenso ranken sich auch heute noch Mythen um die Dinger.
Schaut man direkt in eine LED, interessiert die Helligkeit, daher wird bei
LEDs, die als Kontrolllampen vorgesehen sind, die Helligkeit in Candela
angegeben. Möchte man mit einer LED aber etwas beleuchten, interessiert die
Lichtmenge, LEDs zu Beleuchtungszwecken haben also eine Angabe in Lumen.
Leider lassen sich beide Zahlen nicht ohne weiteres ineinander umrechnen,
siehe Beitrag von Rolf weiter unten.
Die Helligkeit von kleinen LEDs reicht von unter 1 Millicandela bis über 1
Candela, die hellsten LEDs entsprechen also tausenden von Billig-LEDs aus
dem 'Sortimentsbeutel' (sprich Ausschuss), obwohl der Strombedarf (20mA)
derselbe ist. Eine kleine LED braucht 3.6V@20mA=72mW und erzeugt daraus
6mW optische Leistung (http://www.nichia.co.jp/). Daher kann eine kleine
LED nicht spürbar warm werden.
Der Wirkungsgrad der guten LEDs übertrifft inzwischen den Wirkungsgrad von
Halogenlampen. Allerdings liegen LEDs in einer kleineren Leistungsgröße als
Halogenlampe, man braucht also mehrere. Will man dieselbe Lichtmenge wie bei
einer Halogenlampe erzeugen, muss man viele LEDs verwenden, und dieses
LED-Array wird dann ebenso viel (Ab-)Wärme erzeugen, wie die Halogenlampe und
ebenso heiss (wer ein Mal vor einer LED-Videowand gestanden hat, weiss wie
heiss LEDs strahlen können). Dummerweise vertragen LEDs nicht so viel Wärme...
Also vergesst besser LEDs als Zimmerbeleuchtung, Halogen ist billiger und
einfacher zu verwenden und haben ausserdem nicht so eine grausam künstliche
Lichtfarbe. Für wenig Licht (Taschenlampe, Fahrradlicht), tun es 1 oder 3 Watt
LEDs von http://www.luxeon.com/ http://www.cree.com/ http://www.nichia.com/
(NCCW002E) oder http://www.osram-os.com/ (LA W57B, LY W57B) oder ein paar
hocheffektive 5mm LEDs mit je z.B. 3 Lumen, um eine Glühbirne zu ersetzen.
100W 6500lm Hochleistungsleds von OptoFlash gibt es bei http://www.tme.eu/ .
3200lm aus 50W macht die Edison Highpower Star, weisses Licht aus 4 Farben
macht beispielsweise die ACULED VHL RGBY von PerkinElmer von
http://www.pur-led.de/ oder die P5-III von Seoul, dort gibt es auch die P7
mit 900lm aus 7.2 Watt. Die Linienlampen von http://www.advancedillumination.com/
sind leider sauteuer, etwas günstiger von OptoFlash bei TME.
Wenn man farbenreines Licht haben will, das man aus einer weissen Lichtquelle
erst mühsam per Farbfilter erzeugen müsste, steht eine LED prinzipiell besser
da als eine Halogenlampe mit Farbfilter, das macht sie z.B. bei einer
Dunkelkammerleuchte effektiv (allerdings fällt mir nicht ein wozu man gerade
in dem Fall auf teure Art Strom sparen sollte). Immerhin kann man sie als
bunte, schnell ein- und ausschaltbare Effektbeleuchtung einsetzen, wie man
inzwischen auf der Bühne bei Musikveranstaltungen sehen kann.
Beim http://www.mood-light.com/ strahlen je 7 superhelle rote/grüne/blaue 5mm
LEDs seitlich in ein Kachelviertel, macht 5 Watt LED-Input, Rest versackt in
der uC-gesteuerten PWM-Elektronik. Die LEDs kosten bei Reichelt 184 EUR.
Es bringt auch nichts, eine LED zur angeblichen Helligkeitssteigerung mit
Impulsen höheren Stroms zu betreiben, z.B. statt 20mA nur 10% der Zeit 200mA
zu verwenden. Die LED wird NICHT heller, weil der mittlere Strom und damit
die mittlere Helligkeit gleich ist, stattdessen sind die Verluste minimal
höher. Probierts einfach selber aus bzw. lest mal ein LED-Datenblatt.
Bei extremer Abkühlung steigt bei gleichem Strom die Flussspannung der LEDs
stark an, die Farbe wird bläulicher, die Helligkeit bleibt jedoch vergleichbar.
http://www.misty.com/people/don/led.html
http://www.ledmuseum.org/
http://www.roithner-laser.com/ (LEDs in allen Wellenlängen)
http://www.toolshop.de/ (Taschenlampen)
http://homepage.bluewin.ch/bombach/ledtau.pdf Zeitkonstanten
http://www.lumex.com/en/products/detail/leds7/thru-hole7/round52/5mm60/electrical_features3/15_volt_leds2/ Lumex 1.5V Blue LED
> Wie rechnet man Candela in Lux um ?
http://www.leds.de/i215/Tools/Candela_Lumen
http://www.lumenrechner.de/ (Flash)
Von: Rolf Bombach
1 cd entspricht bei grün (555nm) ca. 1.46 mW/sr, bei anderen Farben mehr,
1 mW/sr entspricht bei grün (555nm) ca. 684 mcd, bei anderen Farben weniger,
siehe Augenempfindlichkeitskurve, DIN-mässig festgelegt ohne Rücksicht auf
dein individuelles Empfinden, die bei rot und blau nur die Hälfte hat.
1 cd in 1 m Entfernung macht 1 lux, also lumen pro Quadratmeter.
Die Beleuchtungsstärke nimmt mit der Entfernung quadratisch ab. Eine LED
von 1,7 cd hat 2,5mW/sr und produziert in 5 Meter Entfernung
1.7cd / (5m)^2 = 0.07 lux, und 10 davon 0.7 lux. 1 Lux = 0.5mW/cm2.
Wenn die Lampe gleichmässig rundrum strahlt, und in jeder Richtung eine
Helligkeit von 1 candela hat, liefert sie 4 * pi, also ca. 12.5 lumen.
Candela sagt also nur, wie hell du die LED empfindest und sagt nichts
über den abgegebenen Lichtstrom (Lumen) ab. Die Helligkeit in Candela
wird natürlich umso grösser, je besser man das abgestrahlte Licht bündelt.
Allerdings nur, wenn man genau geradeaus vor der LED steht.... Mit einer
Lupe betrachtet ist die LED dann noch heller, da sie die Lupengrösse
nicht ausfüllt. (Dein Bildschirm mit einer Lupe betrachtet wird *nicht*
heller). Mit einer Optik kannst du die Candelas nochmals massiv erhöhen,
ohne das ein einziges Photon mehr rauskommt. Zu Lasten des Abstrahlwinkels
natürlich. Kurzum, Candela-Angaben sind Angabe :-))
Normalgluehlampe Osram CLAS A CL 15W 230V E27 FS1 230V/15W: 90 Lumen, 6 lm/W Normal 2.5V/0.30A: 6 Lumen 8 lm/W Krypton 2.4V/0.50A: 10 Lumen 8.3 lm/W Halopin 25W/230V: 230 lm 9.2 lm/W Hochvolt-Halogen Normalglühlampe Osram CLAS A CL 100W 230V E27 FS1 230V/100W: 1340 Lumen, 13.4 lm/W Halogen 2.8V/0.85A: 35 Lumen 14.7 lm/W Halolux Ceram 100W: 1470 Lumen 14.7 lm/W Hochvolt-Halogen Normalglühlampe Osram CLAS A FR 200W 230V E27 FS1 230V/200W: 3040 Lumen, 15.2 lm/W Halogen 12V/20W/1.67A: 350 Lumen 17.5 lm/W Haloline 1000W/230V: 22000 Lumen 22lm/W Halogen Osram 64447 ES 65W/12V: 1700 Lumen 26 lm/W (4000h Lebensdauer) Halogen Projektorlampe 24V/250W/10.42A: 8000 Lumen 32 lm/W (50h Lebensdauer) Philips MSA 2500DE 2500W: 260000 Lumen 104 lm/W (2000h Lebensdauer, 500 EUR) WeisslichtLED Osram LW 541C-BW: 3.6V/0.02A: 1.7 Lumen 22 lm/W WeisslichtLED Osram LW 541C-DW: 3.6V/0.02A: 2.8 Lumen 33 lm/W LuxeonStar weiss LXHL-MW1C: 3.4V/0.35A typ 45 Lumen 37 lm/W Osram OPAL OLED: <10W 500 Lumen 46 lm/W (5000h Lebensdauer) Osram OStar LE W E3B: 20V/0.35A 50 lm/W 21V/0.7A 35 lm/WSeit dem kommenden Glühlampenverbot haben Hersteller plötzlich Hochvolt- Halogenlampen mit besserer Energieffizienzklasse erstmals zu sparsamen Preisen (unter 2 EUR) im Angebot, sogar in klassischer Glühlampenform. Offenbar haben die Hersteller aber aus dem Fiasko der Energiesparlampen nichts gelernt, denn erneut betrügen sie in der Werbung den Kunden nach Strich und Faden. Nicht nur weil bei Osram die Lampenkörper kleiner ist. So soll die 42W Lampe eine 60W Lampe ersetzen, erzeugt aber nur 630 Lumen statt 710 Lumen. Da ist eine Energieeinsparung um 30% leicht möglich, kommen doch 12% schon mal durch die geringere Lichtmenge. Das ist keine Einsparung. Die teurere Halogentechnik (1.99 EUR für 2000 Stunden Haltbarkeit) bringt gegenüber der billigeren Normalglühlampe (0.34 ct für 1000 Stunden Haltbarkeit) nur 20% bessere Effizienz, spart bei 20ct/kWh im Lampenleben von 2000h 2*(0.34+1000*52.8)-1.99+2000*42 /1000*0.2 = 4.30 EUR ein. Na immerhin, die teurere Lampe für 1.99 kaufen und trotzdem 4.30 zu sparen als wenn man zur billigeren Lampe von 0.34 EUR gegriffen hätte. Vorausgesetzt, die Glühbirne lebt tatsächlich 2000 Stunden. Die 10 EUR, die bisher eine Hochvolt-Halogen gekostet hat, haben sich nämlich nie gelohnt, zudem haben die Dinger keinerlei Energie gespart. IKEA bietet baugleiche Osrams zum günstigeren Preis an. Da üblicherweise 500 Lux (=500 Lumen/m2) als Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz angenommen werden, und diese mindestens 50 cm drumrum eingehalten werden muss, ist eine Lampe mit 2000 Lumen zur (direkten, indirekt geht ja noch mehr verloren, ein Alublechreflektor wirft nur 70% zurück) Beleuchtung von 4m2 erforderlich, oder 120 1 Watt LuxeonStar-LEDs oder 8000 5mm LEDs oder 1500-4500 Watt LED Licht. LEDs sind zur Beleuchtung also völlig ungeeignet. http://www.fh-koeln.de/f09-alt/personen/volker.nickich/ss08/WPF-LS/LS_02.pdf Da der LED Betriebsspannungsbedarf mit der Temperatur schwankt, darf man eine LED nicht direkt (also ohne weitere Bauteile) an eine Spannungsquelle anschliessen. Die Helligkeit einer LED hängt vom durch sie hindurch fliessenden STROM ab, sie benötigt also eine STROMquelle (meist von 20mA für volle Helligkeit), die Spannung an der LED stellt sich dann schon passend ein. Wenn man nur eine Gleichspannungsquelle hat, muss diese eine Spannung liefern, die grösser ist, als die Spannung, die die LED unter ungünstigsten Umständen benötigt. Zwischen LED und Spannungsquelle kommt dann ein Widerstand, der den Strom auf die benötigten 20mA begrenzt. Für eine blaue LED (benötigt bis 4V) wäre also eine 5V Spannungsquelle ausreichend, für eine hellrote LED (2.1V) reichen schon 2 Alkali-Mangan-Batteriezellen aus, aber nicht mehr wenn sie leer werden (1.8V). Vorwiderstand = (Versorgungsspannung - LEDBetriebsspannung ) / 0.02 z.B. blaue LED mit 3.6V an 5V Quelle: (5-3.6)/0.02 = 70 Ohm (also 68 Ohm) Wenn nun der Spannungsbedarf der LED wegen Temperaturänderungen von 3.2V bis 4V schwankt, ändert sich der Strom von 26mA bis 15mA und damit die Helligkeit nicht mal um 1:2, was meist akzeptabel ist. Wenn zusätzlich auch noch die Spannungsquelle nachlässt (Batterie statt Spannungsregler) sieht es schon schlechter aus, dann muss die Spannung der Spannungsquelle noch deutlich höher über dem Spannungsbedarf der LED liegen. Bei den superbilligen Taschenlampen und Schlüsselfindern wie 'Photonenpumpe' ist die LED manchmal ohne Vorwiderstand direkt an ein paar (Alkali-Mangan oder Lithium) Knopfzellen angeschlossen. Das widerspricht scheinbar der oben gemachten Aussage, daß man eine LED nicht direkt an eine Spannungsquelle anschliessen darf. Es geht aber, weil die billigen Knopfzellen einen hohen Innenwiderstand haben, der als Vorwiderstand wirkt. Gut ist die Konstruktion dennoch nicht, weil die Helligkeitsänderung im Laufe der Batterielebensdauer zu stark ist. Am Anfang (gut für den Anbieter beim Ausprobieren im Geschäft) wird die LED massiv über ihren Grenzwerten betrieben, ist richtig hell, es fliesst zu viel Strom. Die Batterie wird aber schnell leer, ihre Spannung fällt und reicht eigentlich nicht mehr für die LED aus. Es kommt dann nur noch Schummerlicht raus, bis man den Schrott endlich wegschmeisst, denn Batterietausch lohnt meist nicht. Man darf bei den Lampen auch keine qualitativ höherwertigen Batterien mit geringerem Innenwiderstand einsetzen, weil sonst die LED noch mehr leidet. Wenn man ganz knapp kalkuliert, und z.B. den LD39300-3.3 Spannungsregler mit ausgemessener Ausgangsspannung von 3.30V hat, eine LED wie Cree XP-G so montiert ist dass sie bei 3.2W ca. 40 GradC heisser wird und dann einen ausgemessenen Spannungsabfall von 3.178V hat, dann kann man einen 0.12 Ohm Widerstand an diesen Spannungsregler vor die LED hängen. Die LED wird im Einschaltmoment, wo sie noch kalt ist, 84mV mehr Spannung benötigen und damit nur mit 720mA betrieben, was deutlich dunkler ist. Sie heizt sich aber auf und wird heller, was teilweise durch die geringere Helligkeit bei steigender Temperatur kompensiert wird. Sackt die Akkuspannung unter 3.35V, wird der Spannungsregler nicht mehr die volle Spannung liefern und die LED nicht mehr mit vollem Strom betrieben, sondern bei 2.8V (Abschaltspannung eines LiIon Akkus) auf 120mA zurückgehen. Diese Schaltung ist möglich, und trotz linearem Spannungsregler mit 88% recht effektiv, aber die Bauteile müssen ausgemessen werden, die Toleranzgrenzen sind zu knapp. Man braucht nur 4 Bauteile. Eine blaue/weisse LED (Spannungsbedarf 3.6-4V) an einer (0.9V-1.5V) oder zwei (1.8V-3V) Batteriezellen erfordert einen Step-Up Spannungswandler. Es geht der PR4401 von http://www.prema.com , in chinesischen Gartenleuchten ist der 4-polige ANA608 oder ZE002 verbaut der im Hellen auch gleich ausschaltet. Effektiv aber ungeregelt ist der ZXSC300 von http://www.zetex.com/ . Geregelter Output kommt aus Stromschaltreglern wie LT1073 oder LT1110 von http://www.linear.com/ (aber nicht die -5 oder -12 Varianten). Sie sind effektiv wegen einer Feedback-Spannung von bloss 0.2V, leider sind sie teuer und liefern maximal 40mA (also maximal 4 LEDs in 2 Strängen a 2 LEDs), dafür ist aber noch ein Batterie-Leer-Sensor drin.
+--+---+-L1-+-|>|-+---+ L1 = 120uH/>400mA/<0.5Ohm
| R1 |2 |3 |A | -|>|- = SB120 oder 1N5817, notfalls 1N4148
+| | +--------+8 LED |+ R1 = 130 Ohm
1.5V +-| LT1073 |---+ 47uF R2 = 10 Ohm (bei 20mA LED, 22 Ohm für 10mA LED)
| 1+--------+ R2 | LED = auch 2 LEDs in Reihe bei L1 = 68uH/>680mA/<0.25Ohm
| |4 |5 | |
+------+----+-----+---+
+---L1---+--+
| | |
+--+---+--+ +-|<|-+ |A | Dimensionierung siehe Datenblatt
| R1 2| 3| |5 | LED |
+| | +--------+8 | | |+
9V +-| LT1073 |---)--+ 47uF
| 1+--------+ | R2 |
| |4 | | |
+---------+-------+--+--+
Die TPS610xx-Serie von http://www.ti.com/ bietet 0.5V FeedBack Spannung und
wesentlich mehr Leistung, bei leider sehr geringer Spannungsfestigkeit. Beim
LT1932 wird der Strom indirekt eingestellt, praktisch zum Dimmen per Poti.
Allerdings ändern Weisslicht LEDs und gelbe LEDs bei geringerem Strom ihre
Farbe. Dimmen kann man effektiver per PWM (schnellem ein/aus Schalten).
Der LM2803 hat den dazu nötigen on/off-Eingang, aber leider 1.23V Feedback,
treibt aber 5 weisse LEDs aus 2 Batteriezellen, da könnte man auch den LT1303
nehmen.
http://www.zetex.com/appnotes/apps/an33.pdf (LED an 1 Zelle mit ZXSC100)
http://www.maxim-ic.com/appnotes.cfm/appnote_number/980
Für 1W Luxeon Stars wurde der ZXSC310/400 geschaffen, siehe Design Note DN61,
wenn man nicht einfach 4 NiCd-Zellen mit 3R9 Vorwiderstand nimmt. Der TPS61020
versorgt bei minimaler Bauteilanzahl eine 1W Star aus 1.8V bis 6.5V und
verbraucht nur 0.5V, er ist aber für Hobbyisten nicht lötbar. Der LTC3454 oder
LTC4390 geht da schon eher. Der ZD850 von Zywyn regelt die LEDs sogar an bis
zu 16V Wechselspannung. Der L6920 von http://www.st.com/ reicht wohl nicht
ganz. Bleibt nur der LT1305. Der TPS61030 schafft 5W Stars. Ebenso Linear's
LT1618 (http://darisusgmbh.de) mit bloss 50mV Feedback, zu dem verhindert er
gleichzeitig Überspannung. LM3404 regelt bis 1A runter bei 0.2V Feedback. Der
MAX1763 unterstützt an/aus Taster, man muss bei ihm aber ebenso wie beim
LM2623 die Feedback-Spannung anheben, sonst hat man zu grosse Verluste. Die
Schwankungen einer Diode in der Feedback Leitung sind bei dieser Anwendung
gerade noch tolerierbar. Bis 6W step-up liefert CAT4240 (darisusgmbh.de). Als
StepDown taugt der ZXLD1362 von Zetex. Der LT1961 hat einen ausreichend
präzisen Unterspannungssensor um Batterietiefentladungen zu verhindern.
-|>|-+-----+---+
| |A |
1k LED |
FB --+-|>|-+ 47uF
1N4148 R | R = 30 Ohm (20mA/LED) 1R8 (350mA/LED)
-----------+---+
Die Bauweise ist lustig http://www.emanator.demon.co.uk/bigclive/joule.htm
aber der Wirkungsgrad mies, ausserdem muss man an den Windungszahlen des
Trafos rumprobieren bis bei dieser Bastelei alles gut zusammenpasst.
Oft reicht eine simple (einstellbare) Konstantstromregelung, bei der man am
Strommesswiderstand aber möglichst weniger als 0.7V Spannung verlieren will:
--------+---+--+--|>|-+ Last, hier LED
| | | |
R | R |
| | | |
1N4148| | +-----|I NMOSFET (bei weniger als 9V Betriebsspannung nimm LogicLevel)
+-|<|-+ | | |S
| | | +--+ |
| | | | | |
| | >|-+-|< | 2 möglichst gleiche NPN (BC847BS, LM394N, CA3046)
| | |E E| |
| Poti--+ +---+
| | |
| | Shunt (für Spannungsabfall von 0.7V bei maximaler Potieinstellung)
| | |
--+-----+-------------+
Der LM10 ermöglicht 0.2V und hat einen geringen Eigenverbrauch, ist aber eher
teuer. Das Poti (250 Ohm bis 2k5 Ohm) regelt die Helligkeit. R und C müssen
angepasst werden damit es nicht schwingt aber noch ausreichend schnell regelt.
+--------+-- +4.5-7V
LM10C | |A
+-----+ Luxeon Star
+--|1 7 | |
| | 6|-+--|I LogicLevel NMOSFET mit RDSon (bei UGS 3V) um 0.2 Ohm
+--|8 | C |S
| | 2|-+-R-+
Poti-|3 4 | |
| +-----+ Shunt für 0.2V Spannungsabfall bei Nennstrom
| | |
+-----+--------+-- Masse
Will man immer volle Helligkeit, entfällt das Poti und 3 geht an 8. Verwendet
man einen NPN Bipolartransistor statt dem MOSFET kommt man ohne R und C aus.
+--------+-- +4.5-7V
LM10C | |A
+-----+ Luxeon Star
+--|1 7 | |
| | 6|----|< NPN wie BD135
+--|8 | |E
| | 2|-----+
+--|3 4 | |
+-----+ Shunt für 0.2V Spannungsabfall bei Nennstrom
| |
+--------+-- Masse
Soll mehr als eine LED parallel angeschlossen werden, braucht man
Stromverteilungswiderstände, und einer davon bildet dann den Shunt. Dann muss
aber ein PMOSFET oder PNP Transistor verwendet werden. Der soll Gesamtstrom
und Verlustleistung aushalten bei möglichst hoher Stromverstärkung da vom
LM10 nicht mehr als 20mA kommen und dennoch niedriger Sättigungsspannung
(also kein Darlington, sonst müsste man sich die Kosten des LM10 wegen der
0.2V niedrigem Referenzspannung nicht aufhalsen sondern hätte LM358 + LM385
oder TL103 nehmen können). Brauchen die LEDs mehr Spannung (5W Luxeon Star
oder mehrere pro Strang in Reihe) kann der LM10 bis 40V (statt 7V beim LM10L)
vertragen. Liegt die Betriebsspannung unter 9V braucht man einen seltenen
LogicLevel-Power-PMOSFET, liegt sie zwischen 10V und 20V reicht ein normaler
PMOSFET, über 20V muss man dessen Gate schützen.
+---------+-- +4.5-40V
LM10 | |E
+-----+ +--|< PNP oder PMOSFET
+--|1 7 | 470R |
| | 6|--+ +---+---+- ...
+--|8 | LED LED LED
| | 3|------+ | |K
+--|2 4 | | | |
+-----+ R R R (für 0.2V Spannungsabfall bei Nennstrom/LED)
| | | |
+---------+---+---+-- Masse
An 230V~ sind normale 20mA-LEDs nur mit Aufwand anzuschliessen. Daher nimm
eine 2mA low current LED an +/- eines Brückengleichrichters (<5V/<5mA so
lange die LED keinen Wackelkontakt hat, ein B250C800 ist echt
überdimensioniert, vier 1N4148 tun's locker) der über einen spannungsfesten
(also 3 normale Widerstände in Reihe) 120k/0.5W Vorwiderstand an 230V~ hängt.
+--|>|--+--|<|--+
| |A |
~ o--39k--39k--39k--+ LED +--o ~
| |K |
+--|<|--+--|>|--+ 4 x 1N4148
Eine 20mA LED würde einen 12k/5W Widerstand benötigen. In der simpleren
Schaltung (1N4148 antiparallel an LED statt Brückengleichrichter) gar 5k6/10W.
LED
+--|>|--+
~ o--5k6/10W--+ +--o ~
+--|<|--+
1N4148
Und 10 Watt zu verheizen um eine Lichtleistung von weniger als 1 Milliwatt zu
produzieren ist ein wahrlich schlechter Wirkungsgrad, unendlich viel schlechter
als jede Glühlampe.
Also nutzt man besser den Blindwiderstand eines Kondensators an Wechselstrom
und nimmt einen 270nF X2 Kondensator (120nF für 10mA LED, 27nF für 2mA LED,
470nF wenn eine 20mA LED antiparallel mit einer einzelnen Diode anstelle des
Brückengleichrichters verwendet wird) parallel zu 1M5/0.25W und in Reihe mit
1k/0.6W Sicherungswiderstand an einen B250C800 Brückengleichrichter
an dem die 20mA LED hängt. Das ergibt geringere Verluste.
~ o--1k/0.6W--+------270nF/X2------+--|>|--+--|<|--+--o ~
| | |A |
| | LED |
| | |K |
+--470k--470k--470k--+--|<|--+--|>|--+ 4 x 1N4148
http://www.conrad.de/ 184870 184985, 725862, 725870, 725889
http://www.supertex.com/ (HV9904/HV9906)
Leider ist diese Schaltung empfindlich bei Hochfrequenzstörungen aus dem
Netz, wie sie durch Rundsteuerimpulse oder Powerline-Modems auftreten, und
man müsste sie durch eine Drossel abblocken. Die ist dann leider so gross
wie ein Trafo. Zudem fordert VDE eine zusätzliche Plastikabdeckung, da die
LED keine ausreichende Isolierwirkung hat. Nimm also gleich eine Glimmlampe
:-) die braucht nicht mal 1mA. Allerdings beträgt die mittlere Lebensdauer
einer Glimmlampe auch nur 10000 Stunden, als Betriebsanzeige also ok, als
Dauerlicht eher nicht zu gebrauchen.
> Wie schliesst man Optokoppler und Lichtschranken an ?
LED Phototransistor
+--2k2-- +5V (oft auch 470R (schneller) und 10k (langsamer))
+-----+ |
+5V ----------|A C|--+------- Signal
out --220Ohm--|K B|
| E|---------- Masse
+-----+
Einen eventuell vorhandenen Basisanschluss lässt man offen. Legt man ihn über
einen Widerstand (1k-10k) an den Emitter, wird der Phototransistor
unempfindlicher, geht aber schneller wieder aus.
Lichtschranken lassen sich durch Umgebungslicht stören, wenn man das Licht
nicht moduliert. Dafür eignet sich z.B. ein NE/LM567C oder der neuere LMC567
(Bauteilewertanpassung nach Datenblatt) als kombinierter Sender/Empfänger
(aus Elektor 7/8 98), der Empfänger reagiert dann nur auf Licht passender
Frequenz:
+---+--+----------------+------+--+-- +5V | | | | | | | 4k7 | +----+---+ 1M 220R E| | | | 4 | | | >|--+--(--4k7---+--|5 1|--+ | |BC307 | 10k |LM/NE567| | |A | | +--|6 | | LED | | | | | | | 100R 10kPoti-22n-(--|3 2 7 8|--(--+-- kann bis 100mA nach Masse schalten | | | +--+--+--+ | A| C| | | | | LED=PhotoTrans 22n 2u2 | 4u7 | | | | | | +------+--------+-----+--+-----+----- GNDAlternativ erzeugt man mit 2 Oszillatoren aus einem NE556 mit 50Hz getastete 36kHz für die LED und nimmt als Empfänger einen der üblichen IR Demodulations Empfänger für Fernbedienungen wie den TSOP1736, der dann aber 50Hz am Ausgang produziert und sich von Fernbedienungen stören lässt). > LED als Lichtsensor Wer wissen will, ob es überhaupt dunkel genug ist, um LEDs einschalten zu müssen, kann die LED auch als Lichtsensor nutzen: http://www.merl.com/reports/docs/TR2003-35.pdf http://electronicdesign.com/Articles/Print.cfm?ArticleID=15980 http://reaktivlicht.de/ > Wie funktionieren eigentlich Glimmlampen ? Die klassischen meist orange leuchtenden Glimmlampen kommen auf Grund ihrer recht hohen Betriebsspannung von ca. 70V leider aus der Mode, dabei sind es interessante Bauteile. Für den Betrieb reicht eine Spannungsquelle ab 120V und ein Vorwiderstand von ca. 47k (bei 120V) bis 270k (an 230V~) normaler Leistung (0.25W), weil eine Glimmlampe nur 0.5 bis 2.5mA benötigt. Da eine Glimmlampe eine höhere Zündspannung (beispielsweise 100V) als Brennspannung (z.B. 70V) besitzt, hat sie einen Betriebsbereich mit negativer Widerstandskennlinie und kann deshalb als Oszillator (F.31.) und Speicher (siehe F.28.) verwendet werden. Als Dauerbetriebsleuchten (Lichtschalter) halten sie leider nur ein paar Jahre, als Betriebsanzeige (Waschmaschine) aber i.A. das ganze Geräteleben lang.
230V~ L ---270k---(||)-- NEbenso funktionieren Nixie-Röhren. Jede Ziffer ist eine dort Glimmlampe. Die Betriebsspannung muss über der Zündspannung (ca. 100V) liegen, also so bei 120 bis 160V. Vor jede Stelle muss ein Vorwiderstand, der den Strom auf den Nennwert von meist so 2mA begrenzt, wenn man von der Betriebsspannung die Brennspannung (meist so 70V) abzieht, also 33k bei 130V. Die Ansteuerung erfolgt mit 7441 (70V) und 74141=K155D1 (60V) , jeweils die Brennspannung der Nixie (ca. 70V) hinzuzählen für maximale Betriebsspannung, ergibt dann so 130V. Bei Plasmaanzeigen ist jedes Segment eine Glimmlampe. Leuchtstoffröhren (erzeugen mit Quecksilber UV Licht das der Leuchtstoff ins sichtbares transformiert) und CCFL (Leuchtstofflampe ohne Heizwendeln) bis hin zum Fernseherplasmaflachbildschirm (jeder Bildpunkt ist eine CCFL Leuchtstofflampe) sind auch Glimmlampen. http://www.electricstuff.co.uk/ (Nixie Uhren) http://www.babcockinc.com/babcock/documents/doc_2662.html *----- F.8.1. Multiplexanzeigen Wenn man mehrere Stellen von 7-Segment LED Anzeigen haben will, oder gar alphanumerische 16-Segment Anzeigen ansteuern muss, bietet sich ebenso wie bei Laufschriften das Multiplexverfahren an. Manchmal wird es von mehrstelligen Modulen gar erzwungen, weil die Anschlüsse schon so verschaltet sind: (siehe Multiplexbetrieb von LCDs im Abschnitt F.11. LCD Flüssigkristallanzeigen) Im Multiplexbetrieb ist zu einer Zeit nur eine Stelle (Digit) an, also leuchten nur dort die gewünschten Segmente. Da das bei einer N-stelligen Anzeige aber auch nur 1/N-tel der Zeit sein kann, muss es derweil N mal heller sein, also der N-fache Strom fliessen (der bei normalen 7-Segment Anzeigen 10mA/Segment beträgt, also N*10mA). Bei den Digitleitungen, über die bei 7-Segment Anzeigen ja der gesamte Strom von den 7 Segmenten und dem Dezimalpunkt fliessen muss, ist der Strom noch höher, nämlich 8*N*10mA. Mehr als 10 Stellen sollte man nicht zusammen multiplexen, denn mehr als 100mA schadet den Anzeigen. Das steuernde IC (meist ein Microcontroller) muss also ausreichend Strom liefern können. Teste mal (mit einem 1k Poti), bei welchem Strom (bei Display mit gemeinsamer Anode von +5V in einen auf LO geschalteten Ausgang und bei Displays mit gemeinsamer Kathode von einem HI Ausgang nach GND) der Ausgang auf 1V von seiner Versorgungsspannung weggezogen wird. Bei M Segmenten und N Digits entsteht dabei schon alleine für die Segmente eine Verlustleistung von M*N*10 [mW], also bei einer 4-stelligen 7-Segment Anzeige mit Dezimalpunkten 0.32W. Mehr Strom sollte man also nicht entnehmen, die IC-Hersteller werden gar nur den Maximalstrom für 0.8V angeben. Also muß man den Strom meist verstärken, dazu dienen externe Transistoren. Es gibt mehrere Möglichkeiten: 1. bipolare Transistoren als Emitterfolger Verringert die Strombelastung des IC-Ausgangs um den Stromverstärkungsfaktor des Transistors (braucht also nur 1mA um 100mA schalten zu können), benötigt keine zusätzlichen Bauteile (Widerständ) kostet aber mehr als 0.7V Spannungsabfall am Transistor und bewirkt entsprechende Verlustleistung (die allerdings meist kein Problem darstellt). Blaue/weisse LEDs an 5V zu multiplexen ist damit nicht möglich, denn es bleibt keine Spannung mehr übrig für den unbedingt notwendigen Widerstand der den Strom definiert der durch die LED fliesst übrig (5V-3.6V-0.7V-0.7V= 0V, (er bräuchte so 1V), die Schaltung taugt nur für rote bis grüne 2.1V LEDs. Allerdings eignen sich blaue/weisse LEDs wegen des geringeren Verhältnisses von Dauerstrom zu Spitzenstrom eh nicht so gut zum Multiplexen. 1.1. Strom in eine Anode
+5V
|
Pin ----|< NPN
|E
Anode der LED-Anzeige
1.2. Strom aus einer Kathode
Kathode der LED-Anzeige
|E
Pin ----|< PNP
|
GND
2. bipolare Transistoren in Emitterschaltung
Schalten einen etwa 10 mal höheren Strom als der IC-Ausgang liefern kann, R1
muss angepasst werden. R2 ist nur nötig, wenn der IC-Ausgang nicht auf +5V
schaltet (open collector, seiterseits Transistor, ...) bzw. auf Masse.
Man benötigt also zusätzliche Bauteile (Widerstände), denn nicht mal
Digitaltransistoren helfen weil die bereits eingebauten Widerstände zu hohe
Werte haben. Am ehesten taugt noch DDTB122.
Vorteil: Der Transistor schaltet in Sättigung und insbesondere LowSat
Transistoren wie BC368/BC369/ZTX1047/ZTX1147 dabei einen niedrigeren
Spannungsabfall als beim Emitterfolger. Das bewirkt nicht nur geringere
Verlustleistung, sondern mehr Spannung für die LED, was insbesondere bei
blauen/weissen LEDs und niedriger Gesamtspannung (5V) eine Notwendigkeit ist,
um den Strom durch Vorwiderstände ausreichend genau einstellen zu können.
Wählt man als Transistoren jedoch ICs wie ULN2803, so ist der Vorteil des
niedrigen Spannungsabfalls konterkariert, die bewirken noch mehr Verluste als
ein Emitterfolger, ebenso wenn man mehr als 20-fache Stromverstärkung braucht
und deswegen auf Darlingtontransistoren wie BC517 zurückgreift. Man nimmt
besser saturated driver wie TPIC2701 (TI) und TD62381/2 (Toshiba).
2.1. Strom in eine Anode
+---+-- +5V
R2 |E
Pin --R1-+--|< PNP (z.B. BC369/BC328)
|
Anode der LED-Anzeige
2.2. Strom aus einer Kathode
Kathode der LED-Anzeige
|
Pin --R1-+--|< NPN
R2 |E
+---+-- GND
3. MOSFETs
MOSFETs wie IRF7401/IRF7314 lösen das Problem mit der Stromverstärkung, dem
Spannungsabfall und den zusätzlichen Bauteilen, sind aber baulich grösser und
teurer. Man braucht Typen mit niedriger Uth Schwellspannung (LogicLevel) weil
man ja i.A. nur mit 5V arbeitet.
3.1. Strom in eine Anode
+5V
|
Pin ----|I PMOSFET
|S
Anode der LED-Anzeige
3.2. Strom aus einer Kathode
Kathode der LED-Anzeige
|S
Pin ----|I NMOSFET
|
GND
Wenn die Betriebsspannung der Ansteuerschaltung nicht mehr ausreicht, um die
LEDs zu versorgen (weil im Display mehrere in Reihe geschaltet sind), sind die
Schaltungen nicht mehr geeignet. Man braucht Source Driver wie UDN2981. Die
haben zwar einen noch weit grösseren Spannungsabfall, aber man hat sowieso
eine höhere Spannung zur Verfügung. Bei Spannungen unter 20V können Dual
MOSFET-Treiber-ICs sinnvoll angewendet sein. Diskret kann man das nur mit 2
bipolaren Transistoren aufbauen:
+---+-- +Ub
R4 |E R4 z.B. 10k
+--|< PNP
R3 | R3 z.B. 10 * Ub / Anodenstrom
| Anoden der LEDs
Pin --R1-+--|< NPN R1 z.B. 100 * 5V / Anodenstrom
R2 |E R2 überflüssig wenn Pin ein CMOS-Ausgang ist,
+---+-- GND in Digitaltransistor aber meist drin
Verfügbare ICs:
Multiplex: MC14489, MC14499, MAX7221, ICM7218A, TB62709 (4 digits 40mA), TLC5920 (16*8 LEDs 30mA)
Konstantstrom: A6275=TB62705 (8*90mA), A6276=TB62706=HM6276 (16*90mA), TB62717 (24*90mA) TB62715 (16*150mA) TB62708 (16*90mA) TB62710 (8*90mA), TLC5921 (16*80mA), MM5486 (33*15mA)
Philips I2C: ST2221A, STP08CDC596, PCA9922 (8*60mA)
PWM dimmbar: TLC5940 (16, TI), MAX6966 (10, Maxim), PCA9532 (16, I2C, Philips)
High-Side: TD62708 (1.8A) TD62783, TD62785 (0.5A), UCN5891 UDN2981 UDN2540 UDN2987
LowSide: UDN2597 ULN2064 ULN2803 A6832 (32*100mA)
Graustufen: TB62718 TLC5904 TLC5905 TLC5910 TLC5911
Textdisplay: TB62713 (4*5*7 ASCII decoder 50mA)
Baut man eine Multiplexanzeige mit nicht strombegrenzten Treibern auf, muß
der Strom durch die LEDs durch Widerstände in den Zuleitungen definiert
werden. Dabei gibt es eine untere und eine obere Toleranz durch Streuungen
im Spannungsverlust an Transistoren und LEDs, für den meist in Datenblättern
nur typische Werte in Diagrammen angegeben werden die nicht mal bis zu den
Spitzenströmen reichen. Der Widerstand muss also so dimensioniert sein, dass
bei minimal möglichen Spannungsverlusten der maximal erlaubte Spitzenstrom
der LEDs nicht überschritten wird, und gleichzeitig bei maximal denkbaren
Spannungsverlusten immer noch ein ausreichend hoher Strom und damit eine
ausreichenden Helligkeit der Anzeige entsteht. Deswegen muss der
Spannungsabfall am Widerstand deutlich grösser sein als die Toleranz der
anderen Spannungsabfälle, man sollte so 2V am Widerstand erreichen. Damit
wird die Gesamtversorgungsspannung schon zu einem Problem. Glücklicherweise
eignen sich die weissen und blauen LEDs mit 3.6V nominellem spannungsabfall
eh nicht so zum Multiplexen, denn sie erlauben meist keine deutlich höheren
Pulsströme, so dass rote und grüne LEDs mit typ. 2.1V für Multplexanzeigen
besser passen. Da zum Schalten von Spitzenströmen auch ausreichende
Basisströme nötig sind, ist auch eine Kalkulation der Baisströme nötig, bei
der man schnell erkennt, daß die übliche Sättigungssgtrom con 1/10 Ic nicht
erreichbar ist, und man im Datenblatt des Transistors genauer hingucken
muss, welcher Strom wirklich nötig ist.
Segmentwiderstand:
(Ausgangsspannung - Spannungsabfall an der LED - Spannungsabfall am Transi) / (Nennstrom der LED * Stellenanzahl)
Bei einer 4-stelligen 7-Segment Anzeige mit 10mA/Segment für Normalhelligkeit
fliessen also 40mA pro Segment, und 320mA pro Digit (wenn alle Segmente der
Stelle AN sind). Bei 120 Ohm Basisvorwiderstand fliessen 32mA Basisstrom.
+---------------+
--56R--|a |
--56R--|b |
--56R--|c 4-stellige |
--56R--|d 7-Segment |
--56R--|e Anzeige |
--56R--|f mit 10mA |
--56R--|g |
--56R--|d.p. |
+---------------+
| | | |
--120R--|< | | |
|E | | |
--120R---(--|< | | PNPs bei Display mit gemeinsamer Anode,
| |E | |
--120R---(---(--|< | NPNs bei Display mit gemeinsamer Kathode.
| | |E |
--120R---(---(---(--|<
| | | |E Plus bei Display mit gemeinsamer Anode,
+---+---+---+-- Masse bei Display mit gemeinsamer Kathode.
Also noch mal zur Erinnerung: Bei obenstehender Schaltung werden ca. 40mA an
den Anschlüssen benötigt. Das ist mehr als die Datenblattangabe der meisten
uC erlaubt. Es kann sinnvoll sein, pro Segment 2 Ausgänge parallel zu
schalten. Oder man verstärkt die Stromlieferfähigkeit der Ausgänge mit einem
Emitterfolger durch den man allerdings weitere 0.7V verliert:
+--+--+--+--+--+--+--+-- +5V
| | | | | | | |
--(--(--(--(--(--(--(-|< NPN (BC547, BC337)
--(--(--(--(--(--(-|< E| +-------------------+
--(--(--(--(--(-|< E| +-15R--|a |
--(--(--(--(-|< E| +----15R--|b |
--(--(--(-|< E| +-------15R--|c 5 x 8 LED |
--(--(-|< E| +----------15R--|d Matrix |
--(-|< E| +-------------15R--|e mit 20mA |
-|< E| +----------------15R--|f |
E| +-------------------15R--|g |
+----------------------15R--|h |
100mA Zeilenstrom +-------------------+
| | | | |
--120R-------------------------|< | | | |
|E | | | |
--120R--------------------------(--|< | | | 800mA Spaltenstrom
| |E | | |
--120R--------------------------(---(--|< | |
| | |E | |
--120R--------------------------(---(---(--|< |
| | | |E |
--120R--------------------------(---(---(---(--|< NPN (BC337, BC369, ZTX1048)
| | | | |E
GND --+---+---+---+---+
Bei mehr Strom und mehr LEDs sind kräftigere Treiber notwendig und wenn man
nur 5V zur Verfügung hat will man an ihnen nur eine möglichst geringen
Spannungsabfall damit an den Widerständen noch genug Spannung für eine
ausreichend genaue Strombegrenzung abfällt, daher sind MOSFETs eine gute
Wahl. Die gibt es in als DualLogicLevel in SO8 von IRF (IRF7331/IRF7329)
oder Vishay (Si9926/Si9934) für beachtliche Ströme.
20mA pro LED bei 1:8 Multiplex braucht 160mA pro Zeile (Achtung: Viele LEDs,
insbesondere blaue und weisse, dürfen gar nicht mit 8-fachem Nennstrom
betrieben werden, eignen sich also nicht für ein so grosses Multiplex-Array),
8 LEDs parallel macht 1.024A pro Spalte. Ein helle rote LED mit 160mA
Spitzenstrom kann schon 2.5V Spannungsabfall haben, an den MOSFETs fallen
zusammen nicht mal 50mV ab, bleiben 2.5V für den Widerstand für 1A also 2.5
Ohm bei einer mittleren Belastung von 0.05W.
Achtung bei RGB: Die meisten blauen (und weissen) LEDs erlauben gar keine
so hohen Spitzenströme wie für Multiplexbetrieb nötig sind. Man sieht das
Drama an solchen Multiplexanzeigen wie
http://www.watterott.com/download/2088RGBMatrix.pdf
die für 20mA spezifiziert sind, aber nur 70mA peak erlauben, wo die 20mA
also gar nicht genutzt werden können sondern maximal 8mA Durchschnittsstrom
bei eben nur 1/3 der angegebenen Helligkeit (die sowieso nicht so überragend
ist). Immerhin reduzieren solche Anzeigen die Anforderungen an die
Treiberschaltung :-)
+--+--+--+--+--+--+--+-- +5V
| | | | | | | |S
--(--(--(--(--(--(--(-|I
--(--(--(--(--(--(-|I | +-------------------------------+
--(--(--(--(--(-|I | +--2.7R--|a |
--(--(--(--(-|I | +-----2.7R--|b |
--(--(--(-|I | +--------2.7R--|c 8 x 8 LED |
--(--(-|I | +-----------2.7R--|d Matrix |
--(-|I | +--------------2.7R--|e mit 20mA |
-|I | +-----------------2.7R--|f |
| +--------------------2.7R--|g |
+-----------------------2.7R--|h |
PMOSFETs +-------------------------------+
| | | | | | | |
---------------------------------|I | | | | | | |
|S | | | | | | |
----------------------------------(--|I | | | | | |
| |S | | | | | |
----------------------------------(---(--|I | | | | |
| | |S | | | | |
----------------------------------(---(---(--|I | | | | NMOSFETs
| | | |S | | | |
----------------------------------(---(---(---(--|I | | |
| | | | |S | | |
----------------------------------(---(---(---(---(--|I | |
| | | | | |S | |
----------------------------------(---(---(---(---(---(--|I |
| | | | | | |S |
----------------------------------(---(---(---(---(---(---(--|I
| | | | | | | |S
GND --+---+---+---+---+---+---+---+
Braucht die Anzeige mehr als 5V, muss bei den Zeilentreibern ein
Pegelwandler her. Dazu kann man UDN2981 mit Darlinton-Emitterfolgern
nehmen die weitere 2V kosten, oder man baut diskret gesättigte PNP
Schalter auf:
+----+---- +Ub (z.B. 12V)
R3 |E
+---|< PNP Leistungstransistor, z.B. BC368 für 1A
| | R3 pull up, so 1k
R2 +-- LED-Display
| R2 = 120R für 100mA Basisstrom des PNP
--R1--|< BC547 (schaltet 100mA)
|E R1 = 220R für 10mA Basisstrom des NPN
GND
Das bei vielen AppNotes z.B. AN529 "Multiplexing LED Drive and 4x4 Keypad
Sampling" von http://www.microchip.com/ oder AppNote AVR242 "Multiplexing
LED Drive & a 4x4 Keypad" von http://www.atmel.com/ die Anzeigen mit
weniger Strom versorgt werden, heisst nicht, das das oben Stehende falsch ist,
sondern daß die AppNote, weil die Microcontroller sonst überlastet würden,
Schummerlicht in Kauf nimmt oder teurere 2mA low current 7-Segmentanzeigen
voraussetzt, weil man den Leser nicht mit Schaltungsdetails abschrecken will.
Und hey: Wenn einem das Display bei Normalstrom zu hell erscheint: Man muss
ja die Stellen nicht jeweils 1/N-tel der Zeit anlassen :-)
Es wird eine Menge darüber erzählt, das schnell 'gepulstes' Licht (kein
Blinklicht) vom Auge besser wahrgenommen wird, aber das ist Unsinn. Kann
jeder selbst ganz leicht mit einer LED ausprobieren, bevor aus Halbwissen
wieder endlose Threads in d.s.e rumtheoretisieren.
http://members.misty.com/don/ledp.html . Standard-LEDs sind bei Nennstrom am
effektivsten, low current LEDs und high efficiency rote LEDs sind jedoch bei
höherem Strom, wie er sich z.B. bei Multiplexansteuerung ergibt, effektiver
als bei Nennstrom, siehe Datenblatt. Braucht man keine Multiplexansteuerung
könnten solche LEDs mit gepulstem Strom etwas effizienter betrieben werden,
aber die Effekte sind so klein, das sich keine zusätzlichen Strom
verbrauchende Pulsschaltung lohnt. Schon gar nicht darf man von einer LED auf
andere Typen verallgemeinern.
Wenn das Gerät mit Netzspannung betrieben wird, kann man auf besonders
einfache Art ein Display im Duplex-Multiplexbetrieb betreiben, um die Hälfte
der IC-Anschlüsse einzusparen und braucht dennoch keine leistungsstarken
Zeilentreiber: Es ergibt halt flimmrige 50Hz. Ein Trafo mit 2 Wicklungen in
Mittelpunktschaltung erlaubt:
+--|>|-- Zeile1 -----------------|>|--R--+
| LED |
+---R--------- Multiplexsignal |
| |
o--+ +--+--|>|--+--+-- Betriebsspannung |
S|S | C Segmentausgang --+
S|+----------)--+-- Masse (20mA bei 10mA LED) |
S|S | |
o--+ +--+--|>|--+ |
|4*1N4148 LED |
+--|>|-- Zeile2 -----------------|>|--R--+
Bei Digitaluhren werden viele Displays verwendet:
http://www.pitts-electronics-home.de/electron/schpluhr.htm
*-----
F.8.2. Laufschriften
Matrixanzeigen bei denen hunderte von LEDs, eventuell mehrfarbig, ein Bild
oder Laufschrift erzeugen können, sind einfach aufzubauen, solange man sich
über EMI-Störstrahlung keine Gedanken machen muss. Unterschätzt aber den
Verdrahtungsaufwand und Stromverbrauch nicht und nehmt nicht die billigsten
LEDs, sondern nach Helligkeit selektierte, oder noch besser fertige 7x5 oder
8x8 Anzeigeblöcke. Die sind zwar teuer, aber nicht bloss gleichmässig hell
sondern sogar von schräg betrachtet gleichmässig hell. Da die grossen
Hersteller von Laufschriften irren Mengenrabatt bekommen und selber
selektieren, gibt es billige Laufschriften mit geringwertigen LEDs für
weniger Geld, als die LEDs alleine kosten (und die von denen aussortierten
LEDs landen dann im 1000er Pack).
Man kann die LEDs jeweils per Vorwiderstand an eine Kette von zig 74HC595
anschliessen, das erlaubt volle 20mA pro LED:
http://www.jalcds.de/blinkenleds/hardware.php
oder NLSF595 (74HC595 mit SPI von OnSemi) oder HEF4894 oder UCN6277 oder
UAA2022 (obsolet, 16, SPI) oder PCA9532D (16*25mA dimmbar I2C, Philips bei
Sander-Electronic), TD6276 (Toshiba), HM6276 (Hopefind) oder MBI5016
(Macroblock, 16*bis 90mA) TB62706 (Toshiba, 16*bis 90mA). Oder M5450/5451
(ST, Micrel) / MM5450/5451 (NS) nehmen, an den 34/35 15mA LEDs ohne
Vorwiderstand passen (bei Farnell um 6 EUR). Rohm hat BD7851FP, BU2092/F/FV,
BU2098/F/FV, BU2099/F/FV, BD7871FP mit bis zu 50mA Konstantstromtreibern,
erhältlich bei http://www.weisbauer.de/ .
Im Multiplexbetrieb spart man Anschlüsse, aber der Strom summiert sich (siehe
Abschnitt F.8.1. Multiplexanzeigen) so das man entweder starke Treiber oder
effektive 2mA LEDs verwenden muss oder Schummerlicht in Kauf nimmt.
Der MC14489 schafft 25 Einzel LEDs mit 7mA. Oder, wenn 5mA pro LED ausreichen,
je 64 Stück an einen MAX7221 oder 128 an einen MAX6954/55/60-63. Oder den
billigeren und leichter beschaffbaren ICM7218A, der bringt aber nur 3.8mA/LED
und ist nicht wirklich seriell anschliessbar.SAA1064 geht notfalls auch. Wie
man 64 LEDs an 9 Leitungen hängt oder 56 an 8 zeigt
http://www.maxim-ic.com/appnotes.cfm/appnote_number/1880 (Charlyplexing)
http://ww1.microchip.com/downloads/en/AppNotes/91029a.pdf TB029 "Complementary LED Drive"
und wenn man nur Ausgänge ohne TriState hat und nur 1 LED leuchten muss
kann man auch ein bischen mehr rausholen:
Q0----------+--+
| |
R R
LEDs | |
+--|>|--+ |
Q1--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q2--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q3--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q4--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q5--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q6--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q7--+--|<|-----+
Billiger ist es, sich die Multiplexelektronik selber zu bauen: Bei 128 LEDs
in 8x16 Matrix und 20mA/LED sind das 2.56A aus 5V für den Spaltentreiber, der
an einem Decoder mit open collector Ausgängen wie 74141 hängt, und 160mA für
jeden Zeilentreiber, dafür gehen zwei TPIC6B595 sehr gut (http://www.ti.com/,
1.33 EUR bei http://www.elpro.org/).
+8V (je nach LED-Farbe) LED-Kathoden
|E |
Spalte --100R-|< BDX34C R für Spaltenanzahl*LED_Strom
| |
LED-Anoden Zeile aus TPIC6B595
http://www.woe.onlinehome.de/
http://www.elektor.de/ 2/2000 mit programmierten uC COP8782 für 19,- EUR
http://www.zilog.com/ AN0078 (210 LEDs)
http://www.zilog.com/ AN_MSGDISP (420 LEDs)
http://www.lecad.uni-lj.si/~leon/electronics/panel/index.html
http://www.funkamateur.de/ 3/2000 Matrixanzeige mit Leuchtdioden
http://www.mikrocontroller.net/topic/89563 9x9 RGB DMX512 mit FPGA
Wer einfach nur ein simples Lauflicht haben will, ohne dafür gleich einen
Microcontroller zu programmieren, muss wohl mindestens 2 ICs verwenden.
Entweder einen Oszillator (74HC14, TC4S584, NE555 oder ganz besonders
schlau eine Blink-LED am PullUp als Oszillator, den U880B gibt es ja leider
nicht mehr) und einen Zähler mit Decoder (CD4017, erlaubt auch weniger als 10
LEDs durch Rückführung eines Ausgangs an RST, CD4022) oder ein Oszillator mit
Zähler (CD4060) und Decoder (CD4028). An Q9 auch eine LED, Q1+Q8 parallel an
eine LED, ebenso Q7+Q2, Q6+Q3, Q5+Q4 für Knight Rider K.I.T.T. Lauflicht.
Geht der 270R Widerstand der LED nicht an GND sondern an den Ausgang des
NE555, blitzen die LEDs, vor allem wenn R1 gross im Vergleich zu R2 ist.
+-----+---+-----------+----- +5V bis 9V | | | | | | | +------(-----270R--+ | | | | | | R1 | | | +-------+ LEDs | | +-------+ | | Q0|--|>|--+ +---|DIS | | | Q1|--|>|--+ R2 | NE555 | | | Q2|--|>|--+ +---|TRG OUT|--+--|CLK Q3|--|>|--+ +---|THR | | Q4|--|>|--+ | +-------+ | Q5|--|>|--+ C | | Q6|--|>|--+ | +---------|/EN Q7|--|>|--+ | | | Q8|-----+ | | +--|RST Q9|-- | | | | +-------+ | | | | | | | | +------(---------+ | | | +-------+-------------+------ GNDUnd diese Variante macht aus Leuchtpunkten eine Balkenanzeige, wenn man einen ausreichend spannungsfesten Treiber und eine Konstantstromquelle hat, und nicht 45 Dioden spendieren will.
+------+ 7441 LEDs -|A Q0|-----------------------------------------------------+-|<|-+-62R-LM317-- +30V -|B Q1|-----------------------------------------------+-|<|-+ | out| in -|C Q2|-----------------------------------------+-|<|-+ +-------+ -|D Q3|-----------------------------------+-|<|-+ adj | Q4|-----------------------------+-|<|-+ | Q5|-----------------------+-|<|-+ | Q6|------------------+|<|-+ | Q7|------------+-|<|-+ | Q8|------+-|<|-+ | Q9|--|<|-+ +------+Weitere in http://ourworld.compuserve.com/homepages/Bill_Bowden/page5.htm Es geht auch ganz analog mit einem Sinus- oder Dreieckoszillator (XR2206, ICL/XR8038) und einer Leuchtpunktanzeige wie LM3914 (http://www.national.com/ ), aber obwohl der LM3914 mit 3V auskommt, brauchen die XR mindestens 10V. Und wer einfach nur einen Zähler mit Grossanzeige will (oft gefragt) kann aus mehreren LEDs in Reihe die Segmente bilden und einen mit bis zu 15V versorgten up/down-Zähler CD40110 nehmen (http://www.elpro.org/).
+++++++---+++++++--GND ||||||| |||||||K DDDDDDD DDDDDDD <- 1 - 6 LEDs ||||||| |||||||A in Reihe ||||||| ||||||| RRRRRRR RRRRRRR <- passender VCC ||||||| ||||||| Vorwiderstand | ||||||| ||||||| 10k +-------+ +-------+ 40106 | | 40110 |-| 40110 |--o<|--+--47k--+ +-------+ +-------+ | | | | | | 47n Taster hochzählen +1 | | | | | | | | | | GND GND | | | | | | | +---o<|-- (wie oben) Taster setzen 1 | | | | +----)--------o<|-- (wie oben) Taster setzen 10 | | +---------+--------o<|-- (wie oben) Resetoder den 4 stelligen ICM7217 oder 4-1/2 stellig ICM7224, ICM7225 oder 5-stellige HEF4534B, MC14534, oder 8 stelligen ICM7226 in passender Variante (A/B/C/D), beschaltet nach Datenblatt von http://www.intersil.com/ . Oder soll es gar eine ganze Uhr sein ? Die findet sich auf http://www.microchip.com/ in AN590 "A Clock Design Using the PIC16C54 for LED Displays and Switch Inputs" und zig weiteren AppNotes von Microchip. Und elektronische Würfel: http://www.pitts-electronics-home.de/electron/spielereien.htm http://elektronik.kai-uwe-schmidt.de/index.php?page=digital_wuerfel *----- F.8.3. Infrarot Fernbedienungen gehen manchmal kaputt und müssen ersetzt werden, oder man möchte eigene Geräte bauen, und praktischerweise fertige Fernbedienungssender verwenden. Um die Codes herauszufinden, klemmt man ein Oszilloskop an die Sende-LED einer vorhandenen Fernbedienung und protokolliert die Impulse und deren Trägerfrequenz. Es gibt viele verschiedene Sendeverfahren, eine gute Quelle ist hier: http://www.mikrocontroller.net/articles/IRMP Wenn man den üblich sparsambilligen HiFi-Geräten einige Tasten von der Fernbedienung auf die Frontplatte bauen will, nimmt man eine zweite Fernbedienung (oder zumindest deren Chip oder man programmiert einen uC denselben Job zu tun), baut deren Tasten in die Frontplatte, entfernt die Sende-LED und schliesst deren Zuleitung an den Ausgang des IR Empfängers des Geräts per wired-or an (dabei muss man die Potentiale beachten, aber ihr erkennt sicher das Prinzip). Möchte man ein nicht-fernbedienbares Gerät fernsteuern, nimmt man eine bestehende Fernbedienung und den dazu passenden Empfängerchip (oder programmiert einen uC dasselbe zu tun), lässt von jedem dekodierten Ausgang einen CD4066 Analogschalter schalten, der den jeweils gewünschten Taster im Gerät überbrückt. VDD/VEE des CD4066 kommt an die höchste/niedrigste Betriebsspannung des steuernden Geräteteils. So muss man sich keine Gedanken machen um eine eventuelle Multiplexabfrage der Tasten des Geräts. Potis muss man natürlich durch Motorpotis und entsprechende Ansteuerung ersetzen. Universell lernfaehige Fernbedienung: http://www.lochraster.org/unzap/?de http://home1.stofanet.dk/hvaba/fprc5rx/ Empfänger: http://www.atmel.com/ AVR410 "RC5 IR Remote Control Receiver" http://www.microchip.com/ AN657 "Decoding an Infrared Remote Using a PIC16C5X" IR-Einschalter fuer PC http://www.atric.de/IR-Einschalter/index.php *----- F.9. Netzteile Von: MaWin 17.7.2000 Klassischerweise gehört zum ersten selbstgebauten Gerät ein einfaches Netzteil mit integriertem Spannungsregler. Üblicherweise wird dieses erst mal mit falscher Bauteiledimensionierung aufgebaut und hält dann keine Dauerlast aus oder liefert keine saubere Ausgangsspannung bei Netzstörungen. Auch Bauvorschläge aus Zeitschriften oder gekaufte Bausätze sind manchmal falsch ausgelegt. Siehe Application Note 1707.pdf "Power Supply Design Basics" von http://www.st.com/ und "Linear & Switching Voltage Regulator Handbook" HB206/D von http://www.onsemi.com/ mit sehr detaillierter und begründeter Siebkondensatorauswahl, Kühlkörperberechnung, Leiterplattenlayouttipps, Transistorparallelschaltung, Schaltnetzteilauswahlkriterien, und allein 20 Seiten Erklärung wie man einen Transistor auf einen Kühlkörper schraubt. Ebenso AN1040/D (z.B. in DL111-D enthalten) von Motorola mit seitenlangen Montageanweisungen und Wärmewiderstandsberechnungen auch für exotische Transistorgehäuse mit vielen Messwerten und Zahlenangaben zu Isolatoren. http://www.aavidthermalloy.com/technical/papers/pdfs/select.pdf Alles was mit dem Stromnetz verbunden wird muss besonders sorgfältig aufgebaut werden, damit auch beim mehrmaligen Runterfallen keine Gefahr besteht. Bei Schutzklasse I ist ein Metallgehäuse mit dem Schutzleiter verbunden. Geht innendrin ein Kabel ab, gibt es einen Kurzschluss und die Sicherung fliegt raus, aber für den Menschen bestand keine Gefahr. Schutzklasse II hat einen 2-poligen Eurostecker und Plastikgehäuse und alles ist doppelt gesichert: Selbst wenn ein Draht abgeht oder eine Isolation durchschmurgelt, darf damit keine Netzspannung an berührbare Kontakte kommen. Alles was galvanisch getrennt ist und maximal 25V~ oder 60V= bringt, darf nach Schutzklasse III berührbar sein. Merkwürdigerweise gibt es, seit dem sich Firmen mit CE Bapperl selbst die Zulässigkeit ihrer Geräte zusprechen, Metallgehäuse ohne Schutzerde in denen 230V an der Platine liegt, so das schon eine abgefallene Schraube an der falschen Stelle eingeklemmt zu einen 'heissen' Gehäuse führt. Solchen Pfusch sollten Hobbybastler lieber lassen. Consumerschrott ist leider nicht immer ein Vorbild für preiswerten, einfachen Aufbau (aber oftmals doch). Lichterketten, bei denen nach Glasbruch der kleinen Lämpchen (und wem ist das noch nicht passiert...) 230V offen rumliegen, weil sich der Hersteller den Trenntrafo gespart hat, oder Toaster, die ein festgebackenes Toast verbrennen, wenn man es nicht schnell - autsch - mit dem Frühstücksmesser rauspult - wo die 230V an den Heizwendeln nicht mal 1 cm weit weg sind, weil der Hersteller ein Ceranglas gespart hat, halte ich aber für vorsätzlichen Mord. EN 61010 (Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte), EN 60335 (Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch, EN 60950 (Sicherheit von Einrichtungen der Informationstechnik), 72/23/EEC (Niederspannungsrichtlinie), 2004/108/EC (EMV-Richtlinie), 93/68/EEC (Richtlinie zur CE-Kennzeichnung), 85/374/EEC (Produkthaftungsrichtlinie). Bei Telekommunikation, Aufzügen, Schienenfahrzeugen, Medizintechnik: 98/37/EC (Maschinenrichtlinie), EN 60601 (Medizinische elektrische Geräte) = UL60601 (Medizin) http://www.psui.com/1upower/pdf/906_ref.pdf , 93/42/ECC (Richtlinie für medizinische Geräte), 98/79/EC (Richtlinie für in-vitro Diagnostik), 94/9/EC (ATEX-Richtlinie), 2001/95/EC (Produktsicherheitsrichtlinie). http://www.bbr-service.de/umrichter.pdf http://www.brand-rex.com/espana/getFile.php?fileType=TUTORIAL&id=238 EN 61000-3-2 und 61000-3-3 beschreiben die zulässigen Oberwellen bei Netzversorgung, EN 61000-4-5 welche Surges das Gerät überstehen muss. Die Niederspannungsrichtlinie fordert, daß zu jedem Produkt eine technische Dokumentation angelegt werden muss und legt die Art der darin enthaltenen Informationen und Dokumente fest. Sie dient dem Nachweis, dass die Sicherheit eines Produktes richtig beurteilt wurde. Sie muss für 10 Jahre nach der Herstellung des letzten Produkts unverändert aufbewahrt werden. Für bestimmte Ausgangsspannungen tun es Festspannungsregler-ICs sehr gut. MC78LCxx für 80mA, 78Lxx für 0.1A, MC78FCxx für 120mA, TA78DLxx für 0.25A low drop, AN78Nxx für 0.3A, 78Mxx für 0.5A, 78xx für 1A, 78Sxx für 2A (KA278RxxC abschaltbar), 78Txx für 3A, 78Hxx für 5A, CS5207 für 7A, CS5208 für 8A, 78Pxx für 10A an einem Graetz-Brückengleichrichter.
Trafo Gleichr. +-----+
o--+ +---+-|>|-+---+----+--|78?xx|--+-- OUT
| | | | | | +-----+ |
S:S +-(-|>|-+ | | | |
S:S | | Elko 100nF | 100nF
S:S | +-|<|-+ | | | |
| | | | | | | |
o--+ +-+---|<|-+---+----+-----+-----+-- GND
(Trafo, Gleichr. und Elko = Steckernetzteil)
Amerikaner verwenden oft anders gewickelte Trafos in Mittelpunktschaltung und
kommen mit 2 Dioden aus. Wenn man dafür einen in Europa gefertigten Trafo
mit 2 Wicklungen verwendet, bei dem beide Wicklungen für Dauerstrom und
nicht nur für 50%ige Nutzung ausgelegt sind wodurch sich ein anderes
Masseverhältnis von Eisenkern zu Wicklungskupfer ergibt, kostet das nur
unnötiges Geld für den dickeren Trafo. Als Hobbyist egal, bei kommerzieller
Pfennigfuchserei aber wichtig. Im Umkehrschluss heisst das, das bei
amerikanischen Trafos nicht beide Wicklungen gleichzeitig voll belastet
werden dürfen, aber da der Trafo eh für 127V~ und 60Hz ausgelegt ist,
erübrigt sich dessen Verwendung meistens sowieso. Bei professioneller
Auslegung wird der Trafoinnenwiderstand zwischen Leerlaufspannung
und Gleichrichterspitzenstrom eingepasst (Section 8 in HB206 von OnSemi),
als Bastler muss man nehmen was angeboten wird. Die Mittelpunktschaltung
hat nur 1 Diodenspannungsabfall, da aber bei gleichem Kern der
Wicklungswiderstand und damit der Spannungsabfall im Belastungsfall höher
ist, wird dieser Vorteil oftmals wieder aufgehoben.
Trafo Gleichrichter +-----+
o--+ +-|>|-+------+----+--|78?xx|--+-- OUT
S:S | | | +-----+ |
S +-----(--+ Elko 100nF | 100nF
S:S | | | | | |
o--+ +-|>|-+ +---+----+-----+-----+-- GND
Wenn man nur knapp mehr Eingangsspannung hat, als die Ausgangsspannung
betragen soll benötigt man einen teuren 'low drop' Regler. Z.B. für geregelte
5V aus einer 9V Blockbatterie die zum Ende hin ja nur noch 6V abgibt, oder
wie ein 2*6V Trafo, dessen 6*1.414=8.5V durch einfachen Gleichrichter (-1V)
und Siebelko (-10%) bei 10% Netzunterspannung gerade mal diese 6V abliefert.
Schau bei http://www.st.com/ nach erschwinglichen Varianten wie L4940 und
LD1117, oder bei http://www.nsc.com/ nach LM1084/85/86-3.3/5 bevor du bei
http://www.linear.com/ Luxus einkaufst, und achte auf die Anschlussbelegung,
die sich meist von den 78xx-Typen unterscheidet, ebenso wie sich der negative
Regler 79xx vom 78xx unterscheidet. LowDrop/79xx haben auch andere
Spezifikationen. Manche brauchen eine Mindestlast, manche widerstehen nur
geringeren Eingangsspannungen als entsprechende 78xxer und manche brauchen
einen grösseren Kondensator am Ausgang um ihre Schwingneigung zu
unterdrücken. 3V Regler sind auch selten: HT7130 (Holtek, TO92).
Wenn man genauere (LP2954, LP2986, LT1086) oder rauscharme (LP2985/3985,
MAX8877/8878, TPS79301, LT1761/LT1762/LT1763/LT1964) Spannungsregler haben
will, oder welche mit geringem Eigenverbrauch (XC6206 (Torex), TPS79730 (TI),
LM2936, LP2950) kann man auch nach Alternativen anstelle der 78xx sehen, denn
damit ein Regler was regeln kann, muss ja erst eine Abweichung vom Sollwert
vorliegen, und bei universellen Bauteilen wie den 78xx darf die Verstärkung
nicht zu hoch sein, da sie sonst zu leicht ins Schwingen kommen. Bei
Spannungsreglern sind einige Dutzend Millivolt Regelabweichung also normal.
Aber selbst die 78xx unterscheiden sich bei verschiedenen Herstellern und
werden mit den Herstellungsjahren immer besser. Oder es diskret aufbauen:
http://tangentsoft.net/elec/opamp-linreg.html
http://www.diodes.com/_files/products_appnote_pdfs/zetex/an51.pdf
Ist die Stromaufnahme der Schaltung (die z.B. 5V braucht) nahezu konstant
(z.B. 1..1.5A), und die Eingangsspannung am Spannungsregler auch definiert
(z.B. 10V bis 16V, bei +/-10% Netzspannung), kann man den immer zu hohen
Spannungsanteil (hier 10-(5+2.5)=2.5V bei 1.5A = 1.3 Ohm + 20% Toleranz)
in einem Vorwiderstand R1 zum Spannungsregler verbraten, und den immer
fliessenden Strom (1A bei 16V auf 5V = 14 Ohm - 20% Toleranz) durch einen
Widerstand R2 parallel zum Spannungsregler leiten, um einen etwas kleineren
Spannungsregler verwenden zu können (wie es z.B im Commodore C16 gemacht
wurde). Geht allerdings in der Schaltung etwas kaputt (Bruch eines Drahtes)
kann die ganze Schaltung einer zu hohen Spannung ausgesetzt werden.
+10..16V --+-------R2----+
| +-----+ |
+-R1-|V-Reg|--+-- out 5V
+-----+
|
GND
Wenn man aus einem Trafo mit 2 Wicklungen umschaltbar die ganze oder doppelte
Spannung erhalten möchte, geht diese Schaltung, die zwischen Grätz-Brücke und
Mittelpunktgleichrichtung umschaltet:
Trafo Gleichrichter
o--+ +--------+-|>|-+--------+-- +
| | | | |
S:S +-|>|-+ | |
S:S | | |
S +--(-----------(--+ Elko
S:S | | | |
S:S +-|>|-+ | | |
| | | | | o\ |
o--+ +--(-----+-|>|-+ \o--+-- GND
+--------------o
Wenn man eine positive und eine negative Versorgungsspannung braucht, reicht
ein Trafo. Wenn er 2 Wicklungen oder eine Wicklung mit Mittenanzapfung hat,
geht
+--+---|>|-+-+- + (7805) | | | | S | +-|>|-+ C1 (C1, C2: 4700uF ergibt 2V Ripple = 'Kondensatorverlust' bei 1A Belastung) | | | | +--)-)-------+- M | | | | S +-)-|<|-+ C2 | | | | +----+-|<|-+-+- - (7905)wenn er nur eine Wicklung hat (aber genug VA), geht
+--+-|>|-+- + (7805)
| | |
S | C1 (C1, C2: 10000uF ergibt 2V Ripple = 'Kondensatorverlust' bei 1A Belastung)
| | |
+--)-----+- M
| |
| C2
| |
+-|<|-+- - (7905)
aber C1 und C2 müssen dann doppelt so gross sein wie oben. Wenn aber
die negative Spannung nur mit wenigen mA belastet ist, geht es mit einer
zusätzlichen Villard-Schaltung
+--+-------|>|-+-+- + (7805)
| | | |
| | +-|>|-+ C1
| | | |
S +-----)-|<|---+
| | | |
+--(-----+-|<|---+- M
| | |
| C2 C3
| | |
+-|<|-+-|<|---+- - (79L05)
besser (C1 normal gross, C2 und C3 sind eh für wenig Strom). Ähnlich kann
man sich eine gering belastbare höhere Spannung basteln, siehe:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/labnt1.htm
48V Phantomspeisung aus 2 * 18V Trafo
+-|>|-+--|>|--------+-- + (LM317 für 48V, 20mA)
| | |
| C4 C3
| | |
+--+--(--|>|--+--+--)-- + (7815)
| | | | | |
S | +--|>|--+ C1 |
| | | | |
+--)--)----------+--+-- Masse
| | | |
S +--)--|<|--+ C2
| | | |
+-----+--|<|--+--+----- - (7915)
48V Phantomspeisung aus 2 * 24V Trafo
+-|>|-+--|>|--------+-- + (LM317 für 48V, 20mA)
| | |
| C4 C3
| | |
+--(--+--(--|>|--+--+--)-- + (7815)
| | | | | | |
S | | +--|>|--+ C1 |
| | | | | |
+--+--)--)----------+--+-- Masse
| | | |
S +--)--|<|--+ C2
| | | |
+--------+--|<|--+--+----- - (7915)
Wenn die Eingangsspannung immer mehr als 4.5V über der gewünschten
Ausgangsspannung liegt, kann man einen Standardfestspannungsregler wie
78xx mit einem externen PNP Transistor passender Leistungsfähigkeit
verstärken, ohne den Kurzschlussschutz zu verlieren. Man verliert jedoch die
Übertemperatursicherung und den SOA-Schutz. R1= 1/(Ioutmax-1) bei
entsprechender Wattzahl. Der 1R muss 2 Watt aushalten. Leider führen diese
zumindest 4.5V Spannungsverlust gerade bei hohem Ausgangsstrom zu
immensen Verlusten im externen Transistor, so das ein Schaltregler (F.24.)
dann die bessere Wahl ist.
in --+---R1---+----------+
| | |
| 10R |
| | |E
1R +---------|< PNP-Leistungstransistor (kein Darlington)
| | |
| 1N5401 | +----+ |
+---|>|--+--|78xx|--+-- out
| +----+ |
330n | 100n
| | |
GND ----------+----+-----+-- GND
Für krumme Ausgangsspannungen empfiehlt sich der LM317L bis 0.1A, LM317 bis 1A,
LM350 bis 3A, LM338 bis 5A (alle http://www.national.com/ ), CS5207-1 bis 7A,
CS5208-1 bis 8A (http://www.onsemi.com/ ) und LT1038 bis 10A
(http://www.linear.com/ ).
Schaltpläne findest du jeweils in den Datenblättern bei den Herstellern.
AH-28 von http://www.micrel.com/ zeigt, wie man 4-beinige Spannungsregler
ab 0V verwendet. Aber achte auf den eingebauten SOA (save operating area)
Schutz dieser Chips. Ein LM317 wird z.B. keine 1.5V mit 1.5A liefern, wenn er
mit 30V versorgt wird, und 10A kommen aus dem LT1038 nur bei knappster
Eingangsspannung. Daher sind diese Chips für Labornetzteile (z.B. 1.2 bis
24V regelbar) nicht so geeignet, man nimmt dazu lieber diskret aufgebaute
Transistorschaltungen oder macht die Trafospannung umschaltbar. Da der
LM317 auch nicht direkt als Stromquelle gebaut wurde, muss man sich nicht
wundern, wenn er in dieser Verwendung nicht bei jeder Last stabil bleibt.
Trafo 4*1N4001 +-----+
o--+ +---+-|>|-+----+--|LM317|--+---+-- OUT
| | | | | +--+--+ | |
S:S +-(-|>|-+ + | | 240R |
S:S | | Elko 100nF +-----+ 4u7
S:S | +-|<|-+ | Poti5k |
| | | | | | |
o--+ +-+---|<|-+----+-----+---------+-- GND
LM317 mit nachgerüsteter definierter Strombegrenzung, die jedoch im
Kurzschlussfall bis zum Maximalstrom den LM317 (ca. 2A) hochläuft:
+-----+
----|LM317|--+---+
+-----+ | |
| 240R |
| | |
+-----+ Last
| | |
| R1 |
| | |
NPN >|-1k-+---+
E| |
| Shunt (für 0.6V Spannungsabfall bei Nennstrom)
| |
-------+-----+
> Dimensionierungshinweise:
Der Trafo muss auch bei 10% Netzunterspannung (0.9) nach Gleichrichtung (1.414)
eine Spannung liefern, die die gewünschte maximale Ausgangsspannung um die
Verluste des Spannungsreglers (2.5V drop out), der Gleichrichterdioden (2*1V)
und dem Elko (0.8 = 80% gehalten = 20% Ripple) übersteigt.
Trafospannung=(((Ausgangsspannung+2.5V)/0.8)+2V)/(1.414*0.9),
also für ein 5V/1A Netzteil mit 7805 als Regler: 9V Trafo. Trafos dürfen im
Kurzzeitbetrieb stärker belastet werden:
http://www.isoltra.de/index.php?option=com_content&view=article&id=95&Itemid=55&lang=en
Der Elko soll bei Maximalstrom die Spannung nach dem Gleichrichter auf < 20%
glätten, bei 9V Trafospannung und 1 Ampere Maximallast also 4700uF. Für 10%
Ripple wären schon satte 10000uF notwendig (<10% Ripple ist eher unüblich,
der kleinere Stromflusswinkel führt dann zu verstärkten Verlusten im Trafo, für
die er nicht berechnet ist). Bei 50Hz nach Vollwellengleichrichtung, also 100Hz
Ripple oder 0.01s, ist die Formel ganz einfach:
Ripplespannung [in V] = Volllaststrom (in A] x 0.01 / Siebelkogrösse [in Farad]
Volllaststrom
Siebelkogrösse [in Farad] = -----------------------------------------
(Trafospannung * 1.4 - 2) * (Ripple in %)
http://www.tangentsoft.net/elec/ps-est.html
Wenn das Netzteil sich nicht durch den Ausfall von ein paar Halbwellen des
230V~ Netzes stören lassen soll, wie es beim Anlaufen von schweren Maschinen
der Fall sein kann, muss der Elko grösser gewählt werden. Bei 1 Halbwelle
also doppelt so gross, bei 3 Halbwellen 4 mal so gross. Zu Hause testet man
das, in dem der Staubsauger in derselben Steckdose eingeschaltet wird, und
ein RESET-Controller den Spannungsregler-Ausgang unter Volllast prüft.
Der Elko muss dabei die gleichgerichtete (+41% = *1.414) Leerlaufspannung
(ca. +15% = *1.15) des Netztrafos bei 10% Überspannung (*1.1) im Netz aushalten,
also in unserem Fall:
1.414*1.15*1.1*Trafospannung = 1.78*Trafospannung = 16V
Kleine Trafos produzieren oft hohe Leerlaufspannungen, also im Notfall messen:
Trafo+Gleichrichter+spannungsfesten Elko fast beliebiger Kapazität dran, keine
Last und dann messen und zur Sicherheit *1.1 (=10% Netzüberspannung) nehmen.
Aber bereits eine geringe Last (LED als Kontrollleuchte) bringt die Spannung
meist in akzeptable Regionen, weil sich ganz schnell der Diodenspannungsabfall
einstellt. Und Trafos mit grossem Leerlaufspannung/Nennspannung Quotienten
haben einen hohen Innenwiderstand und belasten somit die Gleichrichterdioden
viel weniger, weil der Stromflusswinkel viel grösser ist als bei Trafos mit
niedrigem Innenwiderstand.
Wenn man ein Netzteil Surge und Burst Tests unterwirft, kann die
Wicklungskapazität des Trafos hohe Spannungen auf Sekundärseite übertragen,
die die Sperrspannung der Dioden des Brückengleichrichters überschreiten können.
10 bis 100 nF parallel zu jeder Diode koppeln diese auf den Ladeelko, so dass
die Dioden überleben. Die Kondensatoren bekämpfen auch die Störungen, die
entstehen, weil die Diode nicht sofort sperrt, wenn die Trafospannung die
Elkospannung unterschreitet, sondern erst Strom in Gegenrichtung fliessen
lassen, der dann abrupt gestoppt wird, was Nadelimpulse erzeugt, die über den
Siebelko hinweg die Schaltung stören können. Zudem verhindern sie die
Gleichrichtung hochfrequenter Einstreuungen.
Der Chip des Spannungsreglers darf bei der anfallenden Verlustleistung von
Maximalstrom*(1.57*Trafospannung-2-minimaleAusgangsspannung) Watt (hier
7.13 Watt) nicht über 150 Grad heiss werden (Tj im Datenblatt), also braucht er
einen Kühlkörper dessen Wärmewiderstand bei 40 Grad Umgebungstemperatur
zusammen mit dem Wärmewiderstand des Gehäuses (TO220: 5 K/W) nicht über
(150-40) / 7.13 - 5 liegt, also hier 10 Kelvin/Watt. Da Kühlkörper selten so
optimal eingebaut sind, das ihre Werbe-Datenblattwerte erreicht werden, nimm
ruhig einen dickeren Kühlkörper von 5 K/W. Immerhin enthalten die 78xx eine
Übertemperaturschutzschaltung. Fehlt diese, muss man mal einen Dauerlauftest
unter den ungünstigsten Bedingungen machen und bei Überhitzungsgefahr
eine Temperatursicherung dranschrauben.
Der Trafo muss die LEISTUNG liefern können, den die Schaltung maximal
benötigt, hier 5 Watt Ausgangsleistung + 7.13 Watt für den Regler + 1.4 Watt
für den Gleichrichter ergeben ~14 Watt. Also 14VA, das sind bei 9V ca. 1.6A.
Diesen meist so 1.4 bis 1.8 mal höheren Strom am Trafo vergessen die meisten.
Da der Strom im Trafo in Pulsen fliesst (90% der Zeit gar nicht, 10% der Zeit
läd der 10fache Nominalstrom den Elko auf) und die Verlustleistung durch den
Widerstand des Kupferdrahtes quadratisch vom Strom abhängt, also (10% von
10*10) = 10 mal höher ist als bei Gleichstrom (den's beim Trafo nicht gibt,
aber RMS), ist der benötigte Trafo sogar noch grösser.
Folgende Korrekturfaktoren nennen Trafohersteller, um vom Strom, den man dem
Ladeelko entnehmen will, auf den Strom zu kommen, den der Trafo nach Aufdruck
(also als RMS-Wert) liefern können muss:
1 Wicklung 1 Diode Halbwellengleichrichter: Trafo Strom = 2.3 * Last Strom 1 Wicklung mit Mittenanzapfung 2 Dioden: Faktor 1.2 pro Wicklung 1 Wicklung 4 Dioden Graetz Brückengleichrichter: Faktor 1.8 1 Wicklung 2 Dioden Villard Spannungsverdoppler: Faktor 4Wie gross muss so ein Trafo sein ? Bei normalen Verhältnissen bzw. unbekannten Trafos reicht eine Tabelle, in Katalogen wird manchmal nach oben geschummelt:
M55/20: 11VA EI84/28: 50VA UI70/20: 70VA UI75/25: 100VAUnser 9V Trafo muss also 1.8A aufgedruckt haben, also 16.2VA liefern können, um nach Regelung 5V/1A zu liefern. http://www.atc-frost.com/products/design/va.htm Trafos gibt es mit maximaler Innentemperatur von 130, 155 oder 180 GradC, die halten bei der Temperatur dann im Mittel 10 Jahre. 10 GradC weniger verdoppelt die Lebensdauer, es lohnt sich also, sie nicht voll auszulasten. Grössere Trafos übertragen bei 50Hz so 70W/kg, kleinere deutlich weniger
Temperaturklassen der Isolationsmaterialien gemäss IEC 85 Temperaturklasse Max. Temperatur (C°) Y 90 A 105 E 120 B 130 F 155 H 180 200 200 220 220 250 250Die primäre Sicherung probiert man am besten aus: Netzteil anschliessen, voll belasten und Primärstrom messen. Eine träge Sicherung mit 1.25 bis 2 fachem Strom nehmen. Sie darf beim Einschalten des voll belasteten Netzteils noch nicht durchbrennen. Wenn man aber den Elko auf Sekundärseite kurzschliesst, und dann das Gerät einschaltet, sollte sofort die Sicherung durchbrennen. Hat der Trafo mehrere Sekundärwicklungen, muss die primäre Sicherung ja bei Kurzschluss jeder einzelnen durchbrennen. Tut sie dies nicht, sind Sicherungen sekundär angezeigt. Von: Bernd Wiebus 14.7.2008 Achtung: (5x20 und 6.3x32 mm Fein-)sicherungen werden nach europäischem Standard mit der Stromstärke bedruckt, die die Sicherung noch sicher führen kann, nach amerikanischem Standard mit der Stromstärke, bei der sie sicher auslöst, Umrechnungsfaktor ca. 1.4 laut einem Fachartikel von Wickmann (nicht mehr verfügbar seit dem Wickmann von Littlefuse aufgekauft wurde). Wenn man die Bauteile (Trafo, Kühlkörper) unterdimensioniert, sollte man Temperatursicherungen (meist 105 Grad) einbauen. Ein Netzteil ist unterdimensioniert, wenn es keinen Dauerkurzschluss aushält, also zählt nicht der Nennausgangsstrom (hier 1A), sondern die Strombegrenzung des Spannungsreglers (hier 1.5A). Man kann auch einen PTC (z.B. Polyfuse) verwenden, um eine unkaputtbare Strombegrenzung zu erreichen. Also kauft Steckernetzteile, so lange die möglich sind, bei FRIWO, die 28% aller weltweiten Handyladenetzteile produzieren, z.B. kosten die im Schnitt 1.13 EUR und bringen 3 ct Gewinn lt. Geschäftsbericht. Ab 75W gilt EN61000-3-2, und deren Grenzwerte für Oberschwingungsströme lassen sich mit einem einfachen Netztrafo nur schwer erfüllen, so bald ihm eine klassische Gleichrichterschaltung folgt. *----- F.9.1. Labornetzteile Ein Labornetzteil sollte als Spannungsquelle und als Stromquelle einsetzbar sein und demnach neben der Spannungseinstellung eine regelbare Strombegrenzung haben, die die Spannung nicht weiter erhöht, wenn schon bei niedrigerer Spannung so viel Strom fliesst wie eingestellt. In Einzelfällen kann an Stelle der Strombegrenzung auch eine abschaltende Sicherung zum Schutz des angeschlossenen Geräts sinnvoll sein, die sollte aber eine umschaltbare Trägheit haben. http://www.slack.com/pdf/HP-AN90B.pdf Ansonsten wird jeder seine eigenen Anforderungen an so ein Netzteil haben. Spannungsbereich (der eine will 0-30V, der andere 10-300V), Strom (je mehr je besser aber auch teuer), Genauigkeit (normalerweise nicht besonders hoch, aber es gibt Ausnahmen), Ausregelgeschwindigkeit (es gibt furchtbar langsame Netzteile), beständig gegen induktive (Überspannung durch Zündfunke beim Abschalten einer Spule, abgefangen durch rückwärtsleitende Diode über dem Regeltransistor) und hochfrequente (Drossel am Ausgang soll verhindern das Hf hoher Leistung ins Gerät zurückfliesst) Lasten, digital einstellbar per RS232/IEEE488, eventuell mit Zurückübermittlung der aktuellen Messwerte. Auch interessant ist der Fall, in dem an den Ausgang eines auf 30V und 350mA eingestellten Labornetzteils eine 1W LED angeschlossen wird. Wenn dabei das Netzteil am Ausgang einen dicken Elko hat, der eine zu langsame Regelschaltung kaschieren soll, brennt die LED trotz der eingestellten Strombegrenzung durch, weil sich erst mal der Elko mit weit mehr als den eingestellten 350mA entlädt. Also auf einen möglichst kleinen Elko direkt am Ausgang des Netzgeräts achten. Beim Preisvergleich (boh sind fertige Labornetzteile teuer, ähm die Bauteile alleine kosten auch so viel, es sei denn man schlachtet einen dicken HiFi-Verstärker, von dem meist Gehäuse, Trafo, Gleichrichter, Elkos, Leistungstransistoren, Potis, Knöpfe, Kühlkörper und OpAmps zu verwenden sind, insbesondere für ein Netzteil mit positivem und negativem Ausgang, aber Achtung: Aus einen 4*120-Watt Verstaerker wird kein 2*30V/8A Netzteil, Verstärker-Angaben sind durch RMS-Angaben nach oben geschönt, nachrechnen) sollte man die verbilligenden Tricks der Hersteller kennen: Ich habe hier z.B. die Wuchtbrumme PS2403D von Conrad. Aus der Referenz LM336 regelt Strom und Spannung ein RC1458 über LEDs verodert per TIP31C einen 2N3773 auf SK02/100mm Kühlkörper. Das geht nur, weil der 2*160VA Trafo per Relais in 3 Stufen umgeschaltet wird, ansonsten könnte weder der Kühlkörper noch der Transistor die Leistung aushalten. Dafür merkt man schon beim Drehen am Spannungsknopf, wie das Gerät beim Umschalten aus der Regelung fällt. Und wenn ein 12V Akku dranhängt, leuchtet eine LED auch, wenn der Netzstecker draussen ist. Schliesst man eine Dauerlast bei ungünstiger Spannung an, so das am 2N3773 eine hohe Verlustleistung abfällt, reicht trotz Trafoumschaltung der Kühlkörper nicht und es nützt nichts das auf ihm ein Thermoschalter als Übertemperaturschutz geschraubt ist: Der Transistor legiert wegen Überhitzung zuerst durch, und nimmt den OpAmp gleich mit, wenn man dann den Spannungsreglerknopf auf 0V stellt. So was kann man natürlich billiger bauen, als ein Gerät, das bei geringer Ausgangsspannung die volle Trafospannung am Ladeelko hält, um in Mikrosekunden nach Belastungsende auf volle Ausgangsspannung kommen zu können (was man aber auch nur selten braucht). http://www.national.com/ LB28 (0-25V/0-10A) nennt Beachtenswertes bei Labornetzteilen http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/175000-199999/190180-as-01-de-Hochleistungsnetzplatine_Bausatz.pdf (0-30V/0-10A, instabil bei anderem Aufbau, siehe die vielen xxx pF-Kondensatoren) http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/510114-sp-01-en-Labornetzgeraet_EA_PS_2032_025.pdf http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/510122-sp-01-en-Labornetzgeraet_EA_PS_2032_050.pdf http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/512982-sp-01-en-Netzteil_Digi_35_CPU.pdf http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/511142-sp-01-en-Labornetzgeraet_VSP2405HE.pdf http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/511400-sp-01-en-Labornetzteil_VLP_1302A.pdf http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/511401-sp-01-en-Labornetzteil_VLP_1303_Pro.pdf http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/511402-sp-01-en-LIN_LABORNETZGERAET_VLP_1602_PRO.pdf http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/511402-sp-01-en-LIN_LABORNETZGERAET_VLP_1602_PRO.pdf http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/511403-sp-01-en-Labornetzteil_VLP_1405_Pro.pdf http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/511405-sp-01-en-Labornetzteil_VLP_2403.pdf (alle gleich) http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/511406-sp-01-en-Labornetzteil_VLP_2403_Pro.pdf http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/518433-sp-01-de-Labornetzgeraet_TNG_235.pdf http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/510929-sp-01-en-Hochstr_Schaltnetzteil_SPS12_120.pdf http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/510063-sp-01-en-Regelb_Schaltnetzteil_SPS1560PFC.pdf http://www.gb97816.homepage.t-online.de/ (Projekt Stromquelle 0-30V/0-60A/900W) http://www.elektroautomatik.de/fileadmin/pdf/manuale/GR03/03100203.pdf (32V/5A, ohne Bauteilangaben) http://cp.literature.agilent.com/litweb/pdf/5964-8275.pdf (zeigt Schaltplan und Nachregelgeschwindigkeit eines digital einstellbaren Labornetzteils) http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/100000-124999/115967-as-01-de-Netzteil_LM_317.pdf http://www.energie.ch/at/trafo/dimensionierung.htm Bei regelbaren Labornetzteilen kann man die Spannung am Elko vorregeln. Allerdings verringert sich die Nachregelgeschwindigkeit dadurch drastisch. Siehe AN32 von http://www.linear.com/ . Der MOSFET in folgender Schaltung von Winfield Hill aus s.e.d. arbeitet als Schalter der nur am Anfang jeder Halbwelle den Ladekondensator C2 niederohmig an den Trafo koppelt.
rectified
ac in p-channel
Q1 FET +38V
--|>|---+----+-------+---+-- s d ----+----+---o 4A
| | | \_|_ g | |
--|>|---+ | R2 /_\ | IRF9Z | | C2
| | | | D2 | 34N | ===
C1 | | +---+-----' | |
=== R1 | ,--------+ gnd
| | | | |
| | Q2 | Q3 | R5 R1 12k
gnd | 5V c c | R2 12k
+---- b b ------+ R3 4.7k
\_|_ e --+-- e | R4 2.49k
D1 /_\ | R4 R5 16.2k
| LM336- R3 | C1 100uF
| 5.0 | gnd C2 10,000uF
gnd gnd
> Wie schliesse ich digitale Einbauinstrumente (wie das DVM210 126594
> von www.conrad.de, aber auch alle anderen mit ICL7xx6 aufgebauten)
> an mein Netzgerät an ?
Die Panelmeter benötigen, ausser den teuren DPM951/952/961/962 197564 von
http://www.conrad.de/ (die durch den verwendeten MAX138 letztlich nichts
anderes enthalten als das unten mit ICL7660 zusammengebaute), eine
potenzialgetrennte Versorgungsspannung von 9-12V, die man im Netzteil
normalerweise nicht hat, es sei denn man klaut aus einer alten
Ethernetkarte den 5V->9V Wandler oder baut die Schaltung aus dem Februar
1997 Magazin ltm9702.pdf von http://www.linear.com/ nach oder portiert die
Messspannung mit einem LTC1043. Es funktioniert NICHT, aus dem Ladeelko mit
einem 78L09 eine Betriebsspannung herzustellen, und dann eine Spannung ab 0V
oder gar darunter zu messen. Es ergeben sich zwar Messwerte, aber die stimmen
überhaupt nicht und schwanken stark mit der Versorgungsspannnung.
Man kann einen extra 6.3V-Trafo per Einweggleichrichtung ungeregelt, oder
einen 12V/0.33VA Trafo mit Brückengleichrichter, Elko und 78L09
Spannungsregler spendieren. Wenn man die in den meisten Modulen intern
verbundenen Anschlüsse COM und INLO (Pin 30 und 32 des ICL7106) trennen kann
(das geht beim DVM210 von Conrad NICHT) oder mit dem ICL7106 ein Messgerät
selbst gebaut hat, geht es, mit einem 78L05 erst 5V herzustellen, und dann
aus den 5V mit einem ICL7660 -5V zu erzeugen und dann das Messgerät zwischen
5V und -5V anzuschliessen. Dann kann es Spannungen um 0V messen, also mit
Spannungsteiler R1/R2 oder Stromshunt R auf Masse bezogene 200mV.
+Ub --+---------Hauptregler-------+------ out
| | R1
78L05-+---+------)---------+ +---+
| | | | | R2 |
GND --+---)---)--+-R-+---------)--+---)-- GND
| | | | | | | |
ICL7660--)--)---)--+------)--)---)--+
| | | | | | | |
+-------------+ +-------------+
|+B -In +In -B| |+B -In +In -B|
|Ampereanzeige| | Voltanzeige |
+-------------+ +-------------+
INLO und COMMON getrennt !
Elektor Juni 2005 zeigt auch eine Lösung, um Spannungen um den Nullpunkt
messen zu können, ohne eine galvanisch getrennte Versorgungsspannung zu
benötigen. Die Abweichung des Messergebnisses liegt im Rahmen der
Offsetspannung des OpAmps (OP07 etc. verwendbar).
+5V (mindestens 3V+Drop-Out Spannung des OpAmps über GND und In)
|
GND --|+\
| >---+
+-|-/ | B+
| | +-----+
+--(--|InLo | Panel
In ----(--|InHi | Meter
| +-----+
| | B-
-5V ---+-----+
Kapazitive Isolation aus einem per 12V versorgten CD40106:
+----------|>o--100pF--+--|>|----+---+-----+
| +--|<|--+ | | | +
| CD40106 | | 100nF Panelmeter
+--|>o---+--|>o--+--|>o--100pF--+--|>|--(-+ | | -
| | | +--|<|--+-----+-----+
+--100R--+ | 1N4148
| | +--|>o--100pF--+--|>|----+---+-----+
100pF | +--|<|--+ | | | +
| | | | 100nF Panelmeter
GND +----------|>o--100pF--+--|>|--(-+ | | -
+--|<|--+-----+-----+
Bei Schaltungen für tragbare Messgeräte sollte man die Batterieanschlüsse
als +Ub und -Ub eventuell benötigter OpAmps hernehmen und COM liefert dann
problemlos die virtuelle Masse ca. 2.8V unter +Ub. Bei Widerstandsmessung,
einfachen NTC Sensoren oder Brücken (KMZ10 Magnetfeldsensor) kann man
beim ICL7xx6 sogar ratiometrisch ohne irgendwelche Verstärker und
Referenzspannungsquellen messen. Ein passender AC/DC-Wandler zur
Wechselspannungsmessung ist in Datenblatt des ICL7611 beschrieben.
Strommessung mit Differenzverstärkern hat schnell ein Genauigkeitsproblem
http://electronicdesign.com/article/power/what-s-all-this-error-budget-stuff-anyhow-12629.aspx
besser ist es man spiegelt den Strom nach Masse wie der ZXCT1009 es tut
also statt
--+--R--+--
| | +---20k--+
| | | |
| +--1k--+--|-\ |
| | >--+--
+--------1k--+--|+/
|
20k
|
GND
welche besser 0.1% Widerstände benötigen würde lieber
--+-----R------+-- | | 1k | +---------+ | S| /-|--+ | I|--< | | | \+|-----+ 20k | GND*----- F.9.2. Symmetrische Versorgungsspannung für OpAmps Wer einen Wechselspannungs-Netztrafo hat, kann immer irgendwie zur normalen positiven Versorgungsspannung noch eine negative Versorgungsspannung hinzuzaubern (siehe F.9. Netzteile), aber ungewöhnlich oft wird danach gefragt, wie man aus einer 'einfachen' Gleichspannungsquelle (sei es eine 9V Batterie oder ein 12V= Steckernetzteil) eine symmetrische Spannungsversorgung macht, wie sie von OpAmp Schaltungen benötigt wird (obwohl man dann eigentlich zwei 9V Batterien oder ein Wechselstromnetzteil nehmen sollte). Aber es gibt dennoch Möglichkeiten: Wenn die Spannung doppelt so hoch ist wie benötigt und 'halbiert' werden kann, nimm einen Spannungsteiler und schalte einen OpAmp als Puffer (Spannungsfolger, Buffer) dahinter (siehe TLE2425/TLE2426 von TI, Datenblatt des LM675 von http://www.national.com/ ). Der OpAmp muss i.A. nur wenig Strom liefern können, weil meist sowieso nur ein paar Widerstände an der virtuellen Masse hängen (in Gedanken einfach alle Ausgänge voll auf + und Strom berechnen), und selbst wenn ein anderer OpAmp vollen Strom nach Masse ableitet, hat er meist eine Strombegrenzung von 20mA. In ungewöhnlich kritischen Fällen schalte über einen Vorwiderstand noch 2 Elkos zur Entkopplung dahinter:
+ --+------+-----------------+-- +/2
| | |
| +---)---------+ 47uF
| | | | |
10k +--|-\ | |
| | >--10R--+--10R--+-- GND
+-----|+/ |
10k | L272 47uF
- --+------+-----------------+-- -/2
Wenn zur positiven Spannung eine gleich grosse negative Spannung hinzukommen
soll, die nur wenig belastet wird, nimm einen der üblichen Ladungspumpen
Spannungsverdoppler ICL7660/LTC1044/MAX1044 (5V/10mA), LT1026/MAX680,
LTC1044A (12V/10mA) ICL7662 (15V/10mA), MAX619/LTC1046 (5V/50mA) LTC1144
(15V/50mA) LTC/MAX660 (5V/100mA) MAX665 (8V/100mA) MAX889 (5V/200mA)
(Intersil/Linear/Maxim). Schaltplan jeweils im Datenblatt.
Reicht der Strom nicht aus, bleibt nur ein Schaltregler wie MC34063. Siehe
AN-1118 von http://www.national.com/ wie ein LM2595 5V zu +/-12V macht, oder
nimm gleich den MAX743.
Aber Vorsicht: Die höherfrequenten Störungen auf der Versorgungsspannung, die
Ladungspumpen oder Schaltregler liefern, werden von OpAmps VIEL schlechter
unterdrückt, als 50Hz oder 100Hz Störungen, für die der PSRR Wert angegeben
wird. Also immer gut filtern, das geht bei höherer Frequenz ja auch leichter
(also bleibt der Bauteileplatzbedarf etwa gleich gross). Natürlich geht auch
ein (meist ungeregelter) Spannungswandler mit potentialfreiem Ausgang, dessen
positiven Anschluss man mit Masse der Schaltung verbindet, aber solche Module
sind meist zu teuer.
*-----
F.9.3. Kleinnetzteil ohne Trafo
> Wie kann ich ohne Trafo aus 230V~ z.B. 24V mit ein paar mA erzeugen ?
Wenn man ohne Potenzialtrennung auskommt, gibt es mehrere Möglichkeiten:
Mit Kondensatoren in Form eines kapazitiven Netzteils wie in TB008/AN954 von
http://www.microchip.com/ gezeigt oder mit ICs http://www.intersil.com/
(HIP5600), http://www.st.com/ (VB408 für 5V)
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/cpowsup.htm
http://www.powerint.com/PDFFiles/di11.pdf
ABER: Man braucht X2 Kondensatoren statt normaler Folienkondensatoren, und
die ICs sind teurer und nicht ausreichend robust gegen die Widrigkeiten eines
realen Stromnetzes und alle Varianten reagieren sauer auf hochfrequente
Signale im Netz (Surge-Test, Rundsteuersignale, Powerlinemodems) und sollten
daher eigentlich eine Drossel vorgeschaltet bekommen, die ab 60Hz zu dämpfen
anfängt und leider ebenso gross wie ein Trafo wäre. Ich hab hier ein Gerät
von Sigma, welches trotz 15V 0.6W Z-Diode reproduzierbar seinen 78L05 und
dann die nachfolgende Schaltung himmelt, wenn der Stecker kurz nacheinander
eingesteckt wird, weil das Kondensatornetzteil mit 1.5uF ausgerüstet werden
musste, weil die Schaltung viel Strom brauchte. Nimm also doch besser einen
kleinen Trafo, der ist nicht nur wesentlich billiger, sondern auch sicherer
und unterdrückt noch kostenlos Netzstörungen, oder ein Schaltnetzteil.
In http://www.microchip.com/ DD1002 findet man noch eine lustige Variante mit
LEDs + Photozellen.
> grössere Leistungen ?
http://www.linear.com/ AN32 "High Efficiency Linear Regulators"
> Und die Gegenrichtung ?
http://www.atmel.com/ AppNote AVR182 "Zero Cross Detector"
http://www.microchip.com/ AN521 "Interfacing to AC Power Lines"
*-----
F.9.4. Einschaltstrombegrenzung
Von: MaWin 29.8.2001, Ralf Kusmierz 22.9.2004
Grosse Trafos (so ab 500 VA) und Motoren brauchen eine Begrenzung des Stromes
beim Einschalten, sonst leidet der Netzschalter und es donnert ggf. die
Haushaltssicherung raus.
Zum Einen braucht das Gerät im Einschaltmoment mehr Strom, weil erst die
Siebelkos im Netzteil aufgeladen werden müssen. Zum Anderen fliesst im Trafo
durch dessen parasitäre Induktivität um 90 Grad der Spannung nacheilender
Wechselstrom. Dieser Strom wäre, wenn der Trafo nicht im Spannungsmaximum
eingeschaltet wurde, im Einschaltmoment nicht 0 gewesen. Er muss jedoch beim
Einschalten bei 0 beginnen. Der Wechselstrom ist daher mit einer abklingenden
Gleichstromkomponente überlagert. Das erste Strommaximum kann durchaus beim
Doppelten des üblichen Werts liegen. Es dauert nun etwas, bis diese
Gleichstromkomponente verschwindet. Zeitkonstante L/R, mit L von mehreren
Henry bei grossen Trafos und R Wicklungsdrahtwiderstand und Impedanz des
Stromnetzes, also einige Ohm.
Eine Möglichkeit zur Reduzierung des Einschaltstromes ist ein Vorwiderstand
der in Reihe zur Primärwicklung liegt. Statron verwendete einfach einen
Drehschalter als Einschalter dessen Mittelstellung "Vormagnetisierung" über
einen hochohmigen Widerstand führt der nur die Restremanenz aus dem Kern
holt, automatisiert kann man ihn von einem (230V) Wechselstromrelais
überbrücken lassen, das einfach parallel zur Primärwicklung angeschlossen
wird. Etwas unzuverlässiger ist ein Gleichstromrelais am Siebelko.
Allerdings wird man den Widerstand von der Wattzahl und Grösse her so auslegen
müssen, das er nicht länger als eine Sekunde den Strom durchhält, und bekommt
daher ein Problem, wenn das Relais mal ausfällt. Ein Widerstand mit
Rücklötauslöser (ein am Widerstand festgelöteter federnder Draht, der abgeht,
wenn der Widerstand so heiss wird, das das Lötzinn schmilzt, weil er nicht
schnell genug vom Relais überbrückt wird, http://www.krah-rwi.de/d_fth.pdf)
oder ähnlicher Überlastungssicherungseinrichtung ist erforderlich.
Statt dem Widerstand kann man einen NTC ('Anlaufheissleiter', current inrush
limiter, http://www.thinking.com.tw/, http://www.epcos.com/) nehmen. Den legt
man auf den maximalen Dauerstrom des Gerätes aus.
Murata http://www.murata.com/thermis/index.html sagt, welcher NTC bei 240V~
zu welchem primären Siebelko passt: Bis 69uF: 16R/9mm, bis 99uF: 8R/9mm, bis
122uF: 4R/9mm, bis 139uF: 11mm, bis 243uF: 12mm, bis 469uF: 16mm, bis 868uF:
20mm, bis 1493uF: 23mm. So spart man sich das Relais, allerdings ist der NTC
noch heiss, wenn man das Gerät nur kurz ausschaltet. Vielleicht ist so lange
aber auch der Elko noch voll, vor allem wenn der Netzschalter kurz vorher
auch sekundär den Verbraucher trennt.
Und dann kann man elektronisch verzögert den NTC überbrücken, sobald die
Ausgangsspannung stabil ist. Dann kühlt der NTC ab, während das Gerät an ist,
und man kann das Gerät auch mal kurz aus- und wieder einschalten. Für eine
Schaltung siehe
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/onilim.htm
http://www.call-n-deal.de/uwe/elrad/sanft_geschaltet/
und ein weiterer Ansatz in http://www.fsm-elektronik.de/
Kühlschrankkompressoren haben dafür übrigens eine simple Kapsel drin, beim
Klixon heizt ein Widerstand einen Bimetall, um die Kurzschlusswicklung des
Spaltpolmotors nach dem Anlaufen zur Wirkungsgradverbesserung abzutrennen.
Nicht wirklich hi tech, braucht aber auch einen Moment zum Abkühlen.
http://www.sensata.com/support/klixon-motor.htm
*-----
F.9.4.1. MOV Überspannungsschutz
Metalloxidvaristoren (MOVs, VDRs) bieten Überspannungsschutz, in dem sie bei
Überschreiten einer bestimmten (aber nicht besonders genau festlegbaren)
Spannung zu leiten anfangen, ähnlich wie Z-Dioden aber bidirektional, aber
sie halten nicht ewig:
http://www.surgex.com/surgetypes.html
Of prime concern is the fact that MOVs have a lifetime "joule" rating. The
joule is an engineering term for energy (energy can be measured in joules).
The joule rating for an MOV means that when a particular MOV has received the
specified amount of energy, it no longer works! This could be the result of
one or two large surges or several small surges. Therefore, for MOVs to be
used reliably, a strict replacement schedule is necessary. It is like not
having a gas gauge in your car - you never know when you are going to run out
of gas so you have to keep putting more gas in your car! Lack of replacement
can have very serious results - MOVs have been known to cause fires.
Eine sinnvolle Schaltung besteht aus 2 MOVs VDR140 für 140V~ in Reihe, deren
Verbindungspunkt per Gasableiter mit Schutzerde verbunden wird, wobei jeder
MOV mit einer drangeklemmten Temperatursicherung für 98 GradC auf Überlastung
und Alterung kontrolliert wird, und eine Kontrolllampe (entweder Glimmlampe
mit Vorwiderstand oder LED mit Schaltung für 230V~, siehe F.8. LEDs an 230V~)
signalisiert, ob die Schaltung nicht schon lange beschädigt ist:
N --TS98--+--VDR140--+
| |
Kontrolle +--GAS600-- PE
| |
L --TS98--+--VDR140--+
Statt ungenauer aber robuster MOVs verwendet man in Niederspannungsschaltungen
meist genauere aber schwächere TRANSILs (arbeiten wie eine Z-Diode) und
TRISILs (arbeiten wie eine CrowBar bzw. Gasableiter).
http://www.brieselang.net/ueberspannungsschutz-adapter-geraeteaufbau.php
oder baut sich eine Crowbar:
http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/topic90210_f26_bxtopic_timexDESC_by1_bz0_bs0.html
Achtung, der Thyristor muss nicht nur ein grösseres Schmelzintegral aushalten
als die Sicherung, sondern auch das dI/dt aushalten, sonst legt er nach der
ersten Aktion das Netzteil für immer lahm. ALso nicht den dicksten aber dafür
langsamsten Thyristor nehmen, sondern so was wie 2N6505 .
*-----
F.9.5. Solarladeregler
>Wie funktioniert eigentlich ein Shunt-Solarladeregler?
Einfaches Ding:
Das Solarmodul ist über eine Diode, welche u.A. verhindern soll, dass sich
Nachts die Batterie in das Modul entlädt, an den Akku angeschlossen. Über
dem Modul ist ein LeistungsMOSFET angeordnet, der bei Erreichen der
Ladeschlussspannung des Akkus das Modul kurzschliesst. Da bei
Spannung=0 der Strom fast egal ist, entsteht dadurch keine nennenswerte
Verlustleistung, weder im Solarmodul noch im MOSFET.
Diode
+--------+--|>|---+------+
| | | |
| | +-------+ |
Solarmodul I|---|ICL7665| Akku
| S| +-------+ |
| | | |
+--------+--------+------+
MOSFET
Angesteuert wird der MOSFET von einem Komparator, der die gemessene
Batteriespannung mit einer Referenz vergleicht, z.B. in Form des fertigen
Überspannungssensor ICL7665 eingestellt auf 13.8V. Der Komparator
schaltet bei einer höheren Spannung den MOSFET ein und erst bei einer
niedrigeren Spannung wieder aus (Hysterese), dadurch wird verhindert
das der MOSFET im Analogbetrieb 'halbdurchlässig' wird. Die dabei
entstehende Verlustleistung hält er nämlich nicht aus. Die Hysterese darf
durchaus klein sein (also z.B. 0.1V und nicht 1V), so das der MOSFET
auch bei vollem Akku immer wieder kurz eingeschaltet wird, das führt
zur Erhaltungsladung. That´s it. Wahlweise kann man den MOSFET mit
konstanter Frequenz ansteuern und bei Annäherung von 13.7V an 13.8V
die relative Einschaltdauer von 100% auf 0% zurücknehmen (PWM).
Weiteres unter F.21. Bleiakkus.
Bei einem (Wasser-/Wind-)Generator möchte man nicht kurzschliessen,
sondern die überschüssige Energie verheizen. Also schliesst du deinen
Heizwiderstand einfach in Reihe mit dem Kurzschliess-MOSFET.
Der ICL7665 enthält einen zweiten Komparator und kann damit gleichzeitig
einen Tiefentladeschutz für den Akku durch Lastabwurf mit einem NMOSFET
in der Masseleitung zum Verbraucher machen. Siehe Datenblatt.
Die besseren Solarladeregler verwenden einen Schaltregler und arbeiten im
maximum power point (MPP tracking, entnimmt also der Solarzelle so viel
Strom, das ihre Spannung nur so weit zusammenbricht, das die entnommene
Leistung gerade maximal ist, LT3652) so lange der Akku noch nicht seine
Ladeschlusspannung erreicht hat, und wandelt die Spannung (meist per
StepUp) in die gerade aktuelle Akkuspannung um. Hat der Akku seine
Ladeschlusspannung erreicht, wird aus der Solarzelle dramatisch mehr
oder drastisch weniger Strom entnommen, so das sich ihr Arbeitspunkt so
verschiebt, das sie nur noch die benötigte Leistung liefert, bei
randvollem Akku bis hin zum Kurzschluss- (oder Leerlauf)betrieb in dem
die Solarzelle keine Leistung mehr liefert.
http://innovexpo.itee.uq.edu.au/2001/projects/s369584/thesis.pdf
http://electronicdesign.com/article/power/maximum-power-point-tracking-solar-battery-charger.aspx
*-----
F.9.6. Spannungsreferenzen
Um für irgendwas (Messschaltung, Netzteil) eine genaue Spannung zu bekommen,
gibt es reihenweise Chips. Ein paar ausgesuchte:
TL431: einstellbar, besser als jede Z-Diode, billig. Weniger Strom: TLV/MVV431.
LM385/LM336: 1.2/2.5/5V billig, aber besser als jeder Spannungsregler, 150ppm.
Nimmt man solange nichts besonderes nötig ist Immer wenn in einer Bauanleitung also
LM385/LM336 steht, könnt ihr jede Referenzspannungsquelle gleicher Voltzahl nehmen.
MC1403: 2.5V billig, 10ppm Nimmt man, wenn es ziemlich tempstabil sein soll. DIL8/SO8
LP2951/LP2950A: 3V 3.3V 5V, 0.5%
MAX6325: 2.5V teuer, 0.5ppm. Nimmt man, es es aussergewöhnlich tempstabil sein soll.
LM4120 (1.8/2.0/2.5/5V, 50ppm, 0.2%) und LP3964EMP-ADJ: 2.0V, teuer, 20ppm, 0.1%,
nimmt man wenn man eine präzise Spannung ohne Abgleich braucht.
MAX6018/6029/6129 1.25..5V wenn man mit 5uA Versorgungsstrom auskommen muss,
REF1112 wenn man mit 1uA auskommen muss.
LTC6655 mit 620nVpp wenn es sehr rauscharm sein soll.
LM199 (2ppm aber 6.95V) und AD588 (3ppm und 10V) sind teuer und heute out,
ebenso Z-Dioden, selbst so präzise wie die 1N829 oder LTZ1000.
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F.10. Schrittmotoren
Von: MaWin 17.7.2000
Ein Bauteil allgemeinen Interesses sind die Schrittmotoren aus alten Druckern
und Floppylaufwerken. Es gibt unipolare Motoren, bei denen jeweils 2
gegenläufige Wicklungen pro Magnetfeld vorhanden sind von denen nur eine von
Strom durchflossen wird, die benötigen 5 oder 6 Anschlüsse, und bipolare
Motoren für die 4 Anschlüsse ausreichen, bei denen der Strom in den Wicklungen
umgepolt werden muss was eine aufwändigere Steuertechnik erfordert aber
bessere Ausnutzung ermöglicht. Man kann jeweils nur ein Magnetfeld mit Strom
versorgen und bekommt den leistungsschwachen Wave Betrieb, oder man versorgt
im Vollschrittbetrieb 2 Phasen für mehr Kraft bei mehr Abwärme, die
Kombination von beiden ergibt den Halbschrittbetrieb. Hier gut erklärt:
http://www.ostermann-net.de/electronic/i_schritt.htm
Weicher laufen die Motoren im Mikroschrittbetrieb, durch den auch die maximale
Stromaufnahme und Verlustleistung verbessert wird.
Motoren gibt es als Variable Reluctance (Weicheisenkern) oder Permanentmagnet
(meist im Blechfingerkäfig) oder Hybrid (beides zusammen). Hat der Motor 3
Spulen, die mit 60 Grad phasenversetztem Sinusstrom versorgt wird, ist es ein
Drehstrommotor (im Rotor sind kurzgeschlossene Spulen, in die Strom induziert
wird und die daraufhin ein Magnetfeld aufbauen welches um so stärker wird je
grösser der Schlupf ist) oder ein BLDC (im Rotor ist ein Permanentmagnet, der
dreht sich synchron zum umlaufenden Magnetfeld bis die Last zu hoch wird,
dann verliert er den Antrieb): Ansteuerung z.B. A8925 oder A8984 (Allegromicro).
Regelmässig bauen Leute erst die Teile aus, und fragen dann, wie man sie
ansteuert. Leute, messt VOR dem Ausbauen, und nehmt die Ansteuerschaltung
gleich mit, die braucht ihr nämlich.
Schrittmotoren sollte man nicht auseinanderbauen, es kann sonst sein, daß sie
nach dem Zusammenbau teilweise magnetisiert bzw. entmagnetisiert sind.
Schiebt vorher ein Eisenrohr um den Rotor.
Schrittmotoren haben, vor allem bei simpler Ansteuerung (UCN5804, SAA1027)
einen schlechten Wirkungsgrad und kommen ohne Bremsresonatorplatte schnell
an ihre Eigenresonanzgrenze. Ein Floppymotor muss halt nur den Kopf verschieben
können. Wie viel sind die xx Nm (Newton-Meter) Drehmoment bzw. Haltemoment
des Motors eigentlich ? 1 N ist die Erdanziehung von 102 Gramm. Baut man an den
Motor eine Seilrolle von 1 Meter Radius, kann ein Motor mit 1 Nm also ein
Gewicht von 102 Gramm anheben, oder 10kg bei einer Rolle von 2cm Durchmesser.
Kein Wunder, das Floppyschrittmotoren bloss milliNewtonMeter (ab 0.001 Nm)
haben. Bei Nenndaten (z.B. 6V/1A pro Spule, also 12W) wird der Motor innendrin
ca. 65 GradC wärmer als die Umgebung, kühlt man ihn verträgt er mehr Leistung.
Will man einen Motor voll ausnutzen, benötigt man eine mehrfach überhöhte
Betriebsspannung und Ansteuerung per Stromchopper oder gleich Mikroschritt.
Also etwas Grundlagen zum Schrittmotor:
http://www.cs.uiowa.edu/~jones/step/
http://www.doc.ic.ac.uk/~ih/doc/stepper/
http://www.eio.com/stepindx.htm
http://www.pcgadgets.com/
Grundschaltung für unipolare Schrittmotoren ( _ aus, - an).
Phase 1 ----____---- Phase 2 ____----____ Phase 3 __----____-- Phase 4 --____----__ +----+ | |--Phase1--+ | | | | ULN|--Phase2--+--+ |2003| | |o.ä.|--Phase3--+--+-- +5V | | | | |--Phase4--+ +----+Eine einfache Methode, um Motoren etwas leistungssteigernd zu betreiben, ist eine niedrigere Spannung bei Stillstand, eine (für Dauerstillstand zu hohe, wegen der Spuleninduktivität im Betrieb aber tolerable) Spannung beim Bewegen, wie in folgender Schaltung für 6V Spulen, oft in Floppys eingesetzt:
+--R--+-- +12V
| |E
Stillst --R--+----|< PNP
+----+ |
| |--Phase1--+ |
| | | |
| ULN|--Phase2--+--+
|2003| |
|o.ä.|--Phase3--+--+--|<|-- +5V
| | |
| |--Phase4--+
+----+
Und wenn ihr einen Schrittmotor mit nur 4 Anschlüssen findet (bipolar), nehmt
gleich einen ordentlichen IC mit Takt- und Richtungssignal (A3977, MC3479,
SAA1042, L297 (Achtung: Geht gerne von Rückwirkungen des Motortreibers in
Latch-Up) +L298, L6506+L6501/2/3, L6208/6209, TA8435) oder 2 Vollbrücken
vom uC aus (L293=SN754410, L298, L6201/2/3, LMD18200, LMD18245, BD622x,
TLE4205/5204/5205/6209) und steuert sie direkt, mit Stromreglung (L297,
L6506, TLE472x/5250, TEA3718) oder im Mikroschritt (PBL3717, TMC236,
A3955/57/72/73/77, L6258, M54640/670/679, MB86521, LB1847/11847,
NJM3772+NJU39610, TA8435 (Toshiba)=IMT901, TB6560 40V 3.5A)
Vollschritt Phase 1 ++-- Phase 2 -++- Halbschritt Phase 1 +++o---o Phase 2 -o+++o-- Mikroschritt Phase 1 sinus Phase 2 cosinushttp://www.trinamic.com/ baut ganze Servo-ICs (regelt Schrittmotor per Encoder auf Sollposition, inklusive Mikroschritt, jedoch eher nicht geeignet wenn man mit 2 Motoren Kreise fahren will), jedoch leider in bipolar statt DMOS. Schrittmotoransteuerung
A2919S A3957S A3962S A3964S A3966S A3972SB A3955 Allegro Microsystems Inc AN6664S AN6668NS AN8208S Matsushita, Panasonic BA6343 BA6845FS BA6846FS BA6846FV Rohm Co Ltd CS279 CS293DN16BW CS3710M15 CS3717 CS3770 CS4161 CS8441N8 CS8442N8 Cherry Semiconductor Corp HA13421A HA13475P Hitachi America IP293 Semelab PLC KA2820 KA3100D Fairchild Semiconductor Corp Samsung Electronics Inc L293 L297 L6219 L6223 L6506 L9925 L9935 ST Microelectronics LB11946, LB11945H, LB11847, LB1946, LB1945H, LB1945D, LB1847, LB1845, LB1924, LB1923M, LB1823, LB1823M, LB1838M Sanyo Semiconductor Corp M54640P M54646AP M54670P M54671SP M54672SP M54676P M54677FP M54678FP Mitsubishi Electronics America Inc MC33192DW Motorola Semiconductor Products Inc MC3479 ST Microelectronics Motorola Semiconductor Products Inc ON Semiconductor MTD1110 MTD1120 MTD2001 MTD2003 MTD2005 MTD2007F MTD2009J Shindengen Electric Mfg PBL3717A ST Microelectronics SAA1027, SAA1042 Philips SDK03M SI7230M SI7500A SLA7020M SLA7021M SLA7022MU SLA7024M SLA7026M SLA7027MU SLA7029M SLA7042M SLA7044M SMA7022MU SMA7029M Allegro Microsystems Inc http://www.allegromicro.com/ic/motor.asp SN754410NE Texas Instruments Inc STK6713 STK672 Sanyo Semiconductor Corp TA7289 TA7774 TA8068L TA8415P TA8430AF TA8435H TA8529F TB62200 TB6504F TB6512AF TB6528P TB6560 Toshiba Electronic Components Inc http://www.semicon.toshiba.co.jp/eng/solution/mtele/moter/steping.html TCA3727 Infineon Technologies AG TD6330BP Toshiba Electronic Components Inc TEA3717DP TEF3718 ST Microelectronics TLE4726G TLE4727 TLE4728G TLE4729G TLE5250 Infineon Technologies AG UC1517 UC1717J UC3517 UC3717 UC3770 Unitrode Corp UCN5804B UCN5804LB UDN2916 UDN2917EB UDQ2916 Allegro Microsystems Inc UPD16803GS UPD16808GS UPD16813GS UPD16814GS UPD16818 UPD16833 UPD16835 NEC Electronics Inc*----- F.11. LCD Flüssigkristallanzeigen Von: MaWin 17.7.2000 Eine weiteres Bauteil allgemeinen Interesses sind die LC-Displays. Dabei gilt es 4 Varianten zu unterscheiden: a) einfache Gläser aus Uhren und Taschenrechnern http://www.ts-audio.biz/tsshop2/WGS/6612/LCD_Display.htm http://fluessigkristalle.com/selbstbau.htm (selber bauen) werden mit Rechteckwechselspannung von ca. 5V angesteuert (die Mindestspannung hängt vom verwendeten Flüssigkristall ab, aber 5V reicht eigentlich immer). Das ist einfach bei direkt angesteuerten (siehe AN563 von http://www.microchip.com/), geht noch bei 2-fach gemultiplexten (http://www.zilog.com/ Z8 Appnote lcd_apnt.pdf und auch AN563) und sollte bei mehrfach gemultiplexten mit speziellen LCD-Treiberchips wie PCF211x/8566/8577 von http://www.nxp.com/ oder LC7582/75821/75823/75850 von http://www.sanyo.co.jp/ erfolgen. Sonst siehe AN786 von http://www.national.com/ mit variabler Betriebsspannung zur Kontrastregelung, nicht jedermanns Sache. http://www.tstonramp.com/~pddwebacc/lcd_ics.htm b) Punktmatrixanzeigen aus FAX-Geräten und Kartenlesern sind fast alle gleich, basierend auf Hitachi's HD44780 oder kompatiblen wie Samsungs KS0066 oder Sunplus SPLC780 http://www.datasheetarchive.com/pdf-datasheets/Datasheets-13/DSA-247674.html http://www.datasheetarchive.com/pdf-datasheets/Datasheets-312/159663.html http://www.datasheetarchive.com/pdf-datasheets/Datasheets-29/DSA-571983.html Aber fast alle Leute haben Probleme damit, weil sie keine negative Kontrastspannung bei Typen mit erweitertem Temperaturbereich anlegen oder das Timing bei der Initialisierung nicht einhalten. Es wird manchmal behauptet, dass die Controller unterschiedliche Initialisiserungssequenzen brauchen, weil unterschiedliche im Datenblatt stehen, aber das ist falsch, sie sind nur verschieden angeordnet. Unterlängen bei 11-pixeligen Displays sieht man nur nach function set Umschaltung und bei bestimmten (anderen) Zeichencodes. Zum Umschalten in den 4-bit Modus verwendet man am besten 3 mal 0x20. Das geht auch, wenn das Display schon im 4-bit Modus war. Dann kommt ein 0x01 (in 2 Nibbles). Einzeilige Displays mit 16 Zeichen (1*16) sind als 2-zeilige zu initialisieren und zu behandeln als ob 2 mal 8 Zeichen hintereinander stehen. Das Timing sollte nicht zu knapp sein, schliesslich fährt nicht jeder Hersteller sein Display mit derselben Taktfrequenz wie Hitachi in seinem Datenblatt, und das Originaldatenblatt hat man ja meist nicht. http://www.apollodisplays.com/pdf/dmcman.pdf (Handbuch für alfanumerische) http://www.sprut.de/electronic/lcd/ http://elm-chan.org/docs/lcd/lcd3v.html (welche laufen mit 3V ?) Und wer nach seriell (I2C) ansteuerbaren LCD-Modulen fragt: PCF8574 (LCD im 4 bit Modus) davorlöten statt teuer fertig kaufen ? http://www.rasmicro.com/projects.htm SPI2LCD oder aus Nokia 3310 ausbauen. Der Controller http://www.nxp.com/acrobat/datasheets/pcd8544_1.pdf ist per SPI ansteuerbar: Pin Signal Erklärung 1 VDD Betriebsspannung (2,7…3,3 V) 2 SCK Serial Clock Input 3 SDIN Serial Data Input 4 D/C Data/Command 5 SCE Chip Enable 6 GND Masse (Ground) 7 VOUT Òutput voltage 8 RES External Reset Input http://www.module.ro/lph7366.html c) Die digitalen TFT-Displays aus Laptops etc. verwenden oft den Flat Panel Display Link (FPD-Link) http://www.national.com/an/AN/AN-1032.pdf aber die Stecker sind nicht genormt, man muss Kabel mit Adaptern zusammenfummeln. Neue Grossdisplays haben http://en.wikipedia.org/wiki/OpenLDI . Ältere Displays sind nicht standardisiert, man kommt nicht drumrum das Datenblatt zu besorgen. Nur leider gibt es kaum Datenblätter. Mit Glück findet man die Ansteuerung in der Beschreibung eines LCD-Grafikcontrollers von Samsung, Oki, Epson (SED1335, S1D1370x) oder Toshiba. Bei den meisten gibt es mehr oder weniger nur eine Taktleitung und n Datenleitungen (Pixel). Zudem eine Leitung die das erste Pixel pro Zeile markiert und eine die die erste Zeile des Bilds markiert. Die Alternating Line bei DSTN-Displays muss bei jedem Bild den Zustand wechseln. Die Signale müssen mit stabilem Timing generiert werden, bevor die LCD Spannung aufgebaut wird, und beim Abschalten auch erhalten bleiben bis die LCD Spannung wieder komplett weg ist. Also sollte man tunlichst die 'Grafikkarte' aus dem Laptop mit ausbauen, denn an eine normale Grafikkarte für VGAs passen die nicht. Brauchbarer sind da schon die Typen aus CamCordern mit Videosignal Eingang. Von: Andreas Schwarz 11.8.2000 d) Die meisten kleinen Grafik-LCDs (128x32) haben den HD61830 als Controller, die grösseren (240x128) oft den T6963C, die ganz grossen (320x240) den SED1330. Das dumme am SED1330 ist, dass er AFAIK keinen Zeichengenerator eingebaut hat, ansonsten gibt's keine grossen Unterschiede, und an einen uC-Bus hängen kannst du sie alle. Aber wenn man sich ein LCD in einer bestimmten Grösse rausgesucht hat, hat man meistens keine Wahl mehr, welchen Controller man bekommt. http://www.eio.com/datashet.htm (viele Datenblaetter) http://home.iae.nl/users/pouweha/lcd/lcd.shtml Chips&Technologies AppNote zu 6555x Anschluesse Grafikdisplays vieler Hersteller http://www.dbit.com/~lansie/CUJ/Hardware.htm (T6963) http://www.nbb.cornell.edu/neurobio/land/STUDENTPROJ/1999to2000/gurnee/index.htm#lcddisp http://www.actron.de/ (Daten CD) http://www.genesis-microchip.com/ (Ansteuerung) http://www.lcd-module.de/ > Woher bekommt man eigentlich die für LCD Hintergrundbeleuchtung bei Laptops oder > in Scannern verwendeten CCFL (Kaltkathodenfluoreszenz) Leuchtstoffröhern her ? CCFL sind Leuchtstofflampen ohne Heizung, in denen wenige Milligramm Quecksilber UV-Licht aussenden, das vom Leuchtstoff in sichtbares Licht konvertiert wird. Bei 40 GradC sind sie am hellsten, bei 0 GradC kommen nur noch 25% der Helligkeit wie bei 25 GradC heraus, bei 1,5-fachem Spannungsbedarf. Erst nach 30 Sekunden erreicht die Helligkeit ca. 90%, von 70% direkt nach dem Zünden. http://www.backlight4you.com/ http://www.farnell.de/ (Kaltkathoden-Leuchtröhren) passender IC: MB3776A *----- F.12. VFD Vakuumfluoreszenzanzeigen Von: MaWin 15.5.2001 Das sind die meist blaugrün leuchtenden Anzeigen in HiFi-Geräten. Das sind noch echte Röhren mit Heizung, Anode und Kathoden und einem Leuchtstoff wie in der Fernseherbildröhre, sie sind aber Dank Niederspannung einfach anzusteuern. Datenblätter sind oft nicht zu bekommen, da die Anzeigen meist kundenspezifisch hergestellt werden, also sollte man vor dem Ausbauen mal nachmessen. Die Heizung benötigt Wechselspannung, aufdrehen bis die Heizdrähte bei meist 4V im Dunklen dunkelrot glühen, die Segmente eine positive Spannung gegenüber der Heizung von ca. 26V (von 6V bis 40V aufdrehen) bei weniger als 1mA pro Segment. Für Multiplexbetrieb liegt zwischen den Heizdrähten und den Segmenten noch ein Gitter. Ist das Gitter mit der Heizung (oder ein bischen negativer) verbunden, sind die dahinterliegenden Segmente aus, ist es mit der Segmentspannung (oder ein bischen weniger) verbunden, sind sie an. http://www.futaba.com/products/displays/app_notes/index.asp http://www.itron-ise.co.jp/ http://www.noritake-elec.com/ http://www.allegromicro.com/ (MUX Treiber A581x/A681x) http://www.maxim-ic.com/ (MUX Treiber MAX6920/21/22/31/32) http://www.princeton.com.tw/ (MUX Treiber PT6311) http://www.okisemi.com/ (Treiber-IC MSC1162/1163/7162) http://www.seiko.com/ (Epson Treiber-IC SED2000/2020/2032/2040/2800) http://www.onsemi.com/ (Treiber-IC CS1087/1088/1089, Mask ROM) http://www.ti.com/ (Treiber-IC SN755721/755731) http://www.sanyo.co.jp/ (Treiber-IC LB1240) http://www.mitsubishichips.com/ (Treiber-IC M56692/56693/56694) http://www.nec.co.cp/ (Treiber-IC uPD16305/16306/16326) http://www.toshiba.co.jp/ (Treiber-IC TD62C949/950) http://www.maxim-ic.com/ (Controller-IC MAX6850-6853) http://www.national.com/ (LM9022 Rechteckwechselspannung für Heizdraht) *----- F.13. Bauteile prüfen Von: MaWin 17.7.2000 Das häufigste Problem beim Reparieren von Geräten ist das Prüfen von Bauteilen. Es geht um das Prüfen der Grundfunktion, dann aber auch um das vollständige Prüfen. Je nach Schaltung kann es notwendig sein, das Bauteil abzuklemmen, um es ausmessen zu können. Daher lohnt sich ein Verständnis der Schaltung (oder gar ein Schaltplan, in dem meist auch Sollspannungsangaben drin sind) beim Messen. Manchmal hat man Glück, und hat ein vergleichbares heiles Bauteil da, das ersatzweise eingelötet wird (es kann aber die Schaltung so weit kaputt sein, das dieses heile Bauteil beim Test zerstört wird, aber bei Zeilentrafos ist dieses Vorgehen der einfachste Weg) Für das Prüfen der Grundfunktion gibt es Messgeräte. Einen Ohmbereich, Diodentest und Transistortest hat schon das 5 EUR Vielfachmessinstrument, ein LRC-Meter (wie 122211 für 40 EUR von http://www.conrad.de/ oder selber bauen siehe unter "Kapazitätsmessgerät / Induktivitätsmessgerät") ist nützlich damit man auch Kondensatoren und Spulen bestimmen kann. Was dann meist fehlt, sind Messgeräte für hochkapazitive Elkos und MOSFETs, IGBTs, Thyristoren, TRIACs. Bei ICs hilft meist nur, sich das Verhalten des Chips in der Schaltung anzusehen und mit den Datenblattangaben zu vergleichen, z.B. die Stromaufnahme. Dieser simple Durchgangstester aus einem OpAmp mit Offsetabgleich hat einen besonderen Vorteil: Er wird so eingestellt, das er nur unter 0.1 Ohm anschlägt und man kann dadurch tatsächlich durch Leitungen verbundene Stellen von solchen unterscheiden, bei denen Bauteile dazwischenliegen. Die Messspannung von 1 Millivolt reicht nämlich nicht aus, ausreichend Strom durch die Bauteile fliessen zu lassen (bis auf den 0.01 Ohm Shunt, aber den wird man auch so finden).
+---+----------+----+
10k | Summer |
o--+--|+\------+ | |
10R | >-----)--+ Batterie
o--+--|-/-Poti-+ |
10k | | |
+---+----+----------+
Ein genial einfacher Transistortester von Erich Schock ist mit einer
Piezoscheibe mit 3 Anschlüssen aufgabut, wie sie in manche Rauchmeldern
eingesetzt werden (Conrad 712930 hat nach Bild im Katalog auch einen dritten
Anschluss, aber nicht nach Masszeichnung, also kann man sich wohl nicht
darauf verlassen, das Conrad was geeignetes liefert), und bildet einen
Oszillator der automatisch auf der Frequenz der Piezoscheibe schwingt, mit
einem Umschalter ausgestattet um NPN und PNP Transistoren testen zu können.
/o--+-----+---------+
+ --o/ | 220k 510R
: o | +--+ +--+
: | | | | | |
: | | | Piezo |
3..15V : | | | | |
: +--)--+--(----+ |
: | | | | |
:/o | | +---10k--|< <-- zu prüfender Transistor
- --o/ | | |E
o--+ +------------+
http://web.archive.org/web/20050212160036/http://de.geocities.com/xantia99at/tr_pruef.pdf
ABER: Selbst wenn ein Bauteil den Grundfunktionstest besteht, kann es dennoch
in der Schaltung der Grund des Ausfalls sein. Ein Bauteil kann z.B. erst bei
hoher Spannung oder Wärmebelastung sein Fehlverhalten zeigen, daher ist
Kältspray ein übliches Mittel in Werkstätten. Und die ganzen Daten eines
Bauteils (z.B. Güte von Spulen, ESR von Elkos) kann nur ein Komponententester
ermitteln.
Den ESR von Elkos und Spulen kann man messen, wenn einem das Datenblatt fehlt:
http://ludens.cl/Electron/esr/esr.html
http://www.qsl.net/iz7ath/web/02_brew/15_lab/06_esr/
http://www.sprut.de/electronic/switch/lc/lc.html#esr
http://www.anatekcorp.com/ttg/tiptrick.htm#Scope%20ESR (Scope ESR)
http://octopus.freeyellow.com/esr.html (ESR Testing) http://octopus.freeyellow.com/99.html
Elkos sind bei älteren Geräten ein häufiger Ausfallgrund. Man könnte sie pro
forma gleich ersetzen. Aber Vorsicht: 105 Grad Typen sollte man nicht durch
85 Grad Typen ersetzen, sonst hat man das Problem in kurzer Zeit wieder, und
low-ESR Elkos nicht durch normale Elkos (und machmal nicht umgekehrt).
Und da man die spezielleren Elkos selten da hat, lässt man die alten besser
drin, solange sie noch gehen.
*-----
F.13.1. MOS-Transistoren
Von: MaWin 17.7.2000
ein o-+---+----------------+
+-o/o-o/ | 12V50mAGlühlampe |
| : o | +--D S G--180R--250R Poti
|+ : | | Taster | |
9V : +-)---+----+-----------+
|- : | |
| : o | NPN/NMOSFET/TRIAC+THYRISTOR
+-----o/ |
o-+ PNP/PMOSFET/TRIAC
Man nimmt eine 9V Batterie, hängt den N-Kanal MOSFET mit D über eine
Glühlampe 12V/50mA an + und S an - der Batterie, und das Gate über einen
180 Ohm Widerstand an ein 250 Ohm Poti, das mit + und - verbunden ist.
Ein Aufdrehen des Potis sollte den MOSFET zum Leiten bringen. Bei P-Kanal
MOSFET Batterie verpolen.
Bei einem NJFET verbindet man G und S mit - Batterie und schliesst D über ein
Milliamperemeter an + einer 9V Batterie an. Es soll ein Strom von 0.1-100mA,
meist 5-10mA, fliessen.
Ein Thyristor oder TRIAC hat einen Zündstrom und einen Haltestrom (meist
50mA). Man schliesst A (A2) über eine ca. 12V/50mA Glühlampe an + und K (A1)
an - einer 9V Batterie an. Die Lampe bleibt aus. Verbindet man G über 180
Ohm mit + der Batterie, geht die Lampe an und bleibt an, auch wenn man G
wieder abtrennt oder mit - verbindet. Sie geht erst aus, wenn die Lampe kurz
abgeklemmt wird oder (trickreicher) der TRIAC mit einem Taster (der eignet
sich dann auch zum Lampentest) überbrückt wird.
Beim TRIAC funktioniert das auch, wenn die Batterie verpolt wird, beim
Thyristor nicht.
> Wie schliesse ich einen TRIAC richtig an ?
A1 ist der Bezugspunkt, sozusagen der Emitter. Ein verkehrt eingebauter
TRIAC (A1 und A2 vertauscht) geht kaputt und nimmt die Schaltung mit.
Die meisten TRIACs zünden in allen 4 Quadranten, also sowohl wenn A2
in Bezug zu A1 positiv als auch negativ ist und sowohl wenn in G Strom
nach A1 hineinfliesst als auch aus G herausfliesst. Nur die moderneren
'snubberless' TRIACs zünden nicht in Quadrant IV. Da manchmal statt
dem Quadranten auch die Triggerart genannt wird, hier eine Tabelle:
Quadrant A2 Gate Triggerart I positiv gegenüber A1 positiv gegenüber A1 I+ II positiv gegenüber A1 negativ gegenüber A1 I- III negativ gegenüber A1 negativ gegenüber A1 III- IV negativ gegenüber A1 positiv gegenüber A1 III+> Warum sollte bei einem MOS Transistor ein Vorwiderstand vor das Gate ? Weil die Zuleitung (Induktivität) und das Gate (Kapazität) einen Schwingkreis bilden, und so eine Schwingneigung bei sehr hohen Frequenzen existiert, die durch Verschlechterung der Güte des Schwingkreises durch den Widerstand gemindert wird. Das könnte man auch mit einer Ferritperle beheben. Aber zudem befindet sich zwischen Gate und Drain des MOSFET ein Kondensator, und schnell ansteigende Impulse am Drain schlagen auf das Gate durch und können den steuernden IC in den LatchUp treiben, wenn man den Strom nicht per Widerstand begrenzt. http://www.microsemi.com/ Datenblatt des SG1844 Figure 15 http://www.fairchildsemi.com/an/AB/AB-9.pdf *----- F.13.2. Farbcodes http://en.wikibooks.org/wiki/Electronics/Component_Identification http://www.ventronicsinc.com/images/smcolorchart.jpg Der erste Ring ist oft breiter als die anderen, der letzte Ring ist oft abgesetzt von den anderen. Jeder kennt sie, aber kennt ihr auch diese ? Kohleschichtwiderstände Die ersten beiden Farbringe sind die Ziffern, der dritte Farbring die Anzahl der Nullen, der vierte die Toleranz und der fünfte die Betriebsspannung
Ring 1 2 3 4 5 schwarz 0 0 *1 braun 1 1 *10 100V rot 2 2 *100 200V orange 3 3 *1000 300V gelb 4 4 *10000 5% 400V grün 5 5 *100000 500V blau 6 6 *1000000 600V violett 7 7 *10000000 700V grau 8 8 *100000000 800V weiß 9 9 gold *0,1 5% 1000V silber *0,01 10% 2000V ohne 20% 500VMetallschichtwiderstände Die ersten drei Farbringe sind die Ziffern, der vierte Farbring die Anzahl der Nullen, der fünfte die Toleranz und der sechte die Betriebsspannung
schwarz 0 0 0 *1 braun 1 1 1 *10 1% 100V rot 2 2 2 *100 2% 200V orange 3 3 3 *1000 300V gelb 4 4 4 *10000 5% 400V grün 5 5 5 *100000 0,5% 500V blau 6 6 6 *1000000 600V violett 7 7 7 *10000000 700V grau 8 8 8 *100000000 800V weiß 9 9 9 Sicherungswiderstand gold *0,1 5% 1000V silber *0,01 10% 2000V ohne 500VSicherungswiderstände sind Metallschichtwiderstände, die bei Überlastung definiert durchbrennen, und haben oft einen weissen 5ten Farbring (aber nicht immer, Vishay NFR25 hat violett, andere sind normal beschriftet) und ein Ausrufungszeichen auf der Platine ) Meßwiderstände mit Angabe des Temperaturkoeffizienten (DIN 41429 / IEC 115-1-4.5)
schwarz 0 0 0 *1 250ppm braun 1 1 1 *10 1% 100ppm rot 2 2 2 *100 2% 50ppm orange 3 3 3 *1000 15ppm gelb 4 4 4 *10000 5% 25ppm grün 5 5 5 *100000 0,5% 20ppm blau 6 6 6 *1000000 0,25% 10ppm violett 7 7 7 *10000000 0,1% 5ppm grau 8 8 8 *100000000 0,05% 1ppm weiß 9 9 9 Sicherungswiderstand gold *0,1 5% silber *0,01 10% ohne 20%NTC-Widerstände (Widerstandswert bei t=25°C)
schwarz 0 0 *1 braun 1 1 *10 rot 2 2 *100 2% orange 3 3 *1000 gelb 4 4 *10000 grün 5 5 *100000 blau 6 6 *1000000 violett 7 7 grau 8 8 weiß 9 9 gold 5% silber 10% ohne 20%Farbcodes von Kondensatoren (Toleranz absolut bei <10pF, relativ bei >=10pF)
schwarz 0 0 *1pF 20% braun 1 1 *10pF 0,1pF/1% 100V rot 2 2 *100pF 0,25pF/2% 200V orange 3 3 *1nF 300V gelb 4 4 *10nF 400V grün 5 5 *100nF 0,5pF/5% 500V blau 6 6 600V violett 7 7 700V grau 8 8 *0,01pF 800V weiß 9 9 *0,1pF 1pF/10% 900V gold 1000V silber 2000V ohne 20% 500VEIA-96 - Widerstands-Wertkennzeichnung (meist auf SMD) Diese Tabelle zeigt die ersten zwei Ziffern der drei-Zeichen-EIA96-Kodierung:
01=100 13=133 25=178 37=237 49=316 61=422 73 562 85 750 02=102 14=137 26=182 38=243 50=324 62=432 74 576 86 768 03=105 15=140 27=187 39=249 51=332 63=442 75 590 87 787 04=107 16=143 28=191 40=255 52=340 64=453 76 605 88 806 05=110 17=147 29=196 41=261 53=348 65=464 77 619 89 825 06=113 18=150 30=200 42=267 54=357 66=475 78 634 90 845 07=115 19=154 31=205 43=274 55=365 67=487 79 649 91 866 08=118 20=158 32=210 44=280 56=374 68=499 80 665 92 887 09=121 21=162 33=215 45=287 57=383 69=511 81 681 93 909 10=124 22=165 34=221 46=294 58=392 70=523 82 698 94 931 11=127 23=169 35=226 47=301 59=402 71=536 83 715 95 953 12=130 24=174 36=232 48=309 60=412 72=549 84 732 96 976Der folgende Buchstabe ist ein Multiplikator:
Y (alt: S)=0.01 X (alt: R)=0.1 A=1 B=10 C=100 D=1000 E=10000 F=100000Spulen Wie Kohleschichtwiderstände in uH. Militärisch spezifizierte Spulen beginnen mit einem dicken silbernen Ring, dann die 3 Widerstandsfarbringe, dann der Toleranzringvon 1%, 2%, 3% bis 4% (braun, rot, orange, gelb) zusätzlich zu 5%, 10% und 20%. Oder Kapazität in uH mit goldenem Ring an Stelle des Kommas z.B. rot gold violett braun 2.7uH 1% z.B. silber(breit) blau grau braun orange 680uH 3% mil bei DDR Polyesterkondensatoren zeigt ein Farbfleck an der Seite die Spannungsfestigkeit: blau 25V, gelb 63V, rot 160V, grün 250V, braun 400V, schwarz 630V, orange 1000V. Dioden Im bedrahteten Glasgehäuse gibt es Farbringe als Ziffern von 1Nxxxx, beginnend beim dicken Ring, der die Kathode kennzeichnet z.B. weiss braun gelb = 1N914, gelb braun gelb grau = 1N4148 oder, wenn sie mit rot oder seltener braun beginnt eventuell nach Pro Elektron
schwarz X 0 0 braun AA 1 1 rot BA 2 2 orange S 3 3 gelb T 4 4 grün V 5 5 blau W 6 6 violett 7 7 grau Y 8 8 weiß Z 9 9z.B. rot blau violett grün = BAW75 bei SMD Gehäusen MELF DO-213AB GL41 hat Vishay seine eigene Codierung 1. Ring weiss BYM10 series weiss GL41 series rot BYM11 series rot RGL41 series grün BYM12 series grün EGL41 series 2. Ring grau 50V rot 100V orange 200V gelb 400V grün 600V blau 800V violett 1000V weiss 1200V braun 1600V 1. Ring orange BYM13 series orange SGL41 series 2. Ring grau 20V rot 30V orange 40V gelb 50V grün 60V 1. Ring blau TGL41 series rot ZGL41 series und in MINIMELF DO-213AA GL34 1. Ring weiss BYM07 series weiss GL34 series rot RGL43 series grün EGL43 series 2. Ring grau 50V rot 100V pink 150V orange 200V braucn 300V gelb 400V grün 600V blau 800V > Auf einem SMD Elko steht 470 jFK 4k3, der hat wohl 470uF, aber welche > Spannungsfestigkeit ? Das wird ein Panasonic FK Elko sein: g=4V, j=6.3V, A=10V, C=16V, E=25V, V=35V, H=50V, J=63V, K=80V, 2A=100V Trifft auch für andere Elkoserien zu, wie TG, HA, HB, aber Serie S verwendet Ziffern 4=4V, 6=6.3V, 10=10V, .... > Ich habe hier einen Scheibenkondensator mit folgender Aufschrift: 241K > Könnte mir jemand mal erklären, wie man diese Angaben entschlüsselt? 241 ist die Kapazität in pF, wobei die letzte Ziffer die Anzahl der Nullen angibt, also 240pF. Also vergleichbar mit SMD-Widerstandsmarkierungen oder den Widerstandsfarbringen. Da 240 entweder als 240pF oder 24pF verstanden werden könnte, lässt man die 0 dann weg. Der Buchstabe ist die Toleranz: A=Sondertoleranz, B=0,1pF, C=0,25pF, D=0,5pF/0.5%, F=1pF/1%, G=2pF/2%, H=2,5%, J=5%, K=10%, M=20%, P=+100%/-0%, R=+30%/-20%, S=+50%/-20%, Z=+80%/-20%, X = GMV (was auch immer GMV heisst). Ein zweiter Buchstabe kann die Spannungsfestigkeit nach DIN41930 angeben: a=50V, (Kapazitätswert unterstrichen)=63V, b=125V, c=160V, d=250V, e=350V, (keine Angabe)=400V, f=500V, g=700V, h=1000V. Heute relevanter: Z=30V, Y=63V, X=160V, V=400V, U=630V. > Auf einem SMD-Keramikkondensator steht S4. Was bedeutet das ? Der Buchstabe steht nach EIA für die Kapazität in pF
A=1.0, B=1.1, C=1.2, D=1.3, E=1.5, F=1.6, G=1.8, H=2.0, J=2.2, K=2.4, a=2.5 L=2.7, M=3.0, N=3.3, b=3.5, P=3.6, Q=3.9, d=4.0, R=4.3, S=4.7, f=5.0, T=5.1, U=5.6, m=6.0, V=6.2, W=6.8, n=7.0, X=7.4, t=8.0, Y=8.2, y=9.0, Z=9.1und die Ziffer gibt den Exponenten an. S4 ist also 47nF, eine 9 bezeichnet den Exponenten -1 (also pF-Angabe mal 0.1). Ein vorangestellter weiterer Buchstabe kennzeichnet den Hersteller. Welcher Hersteller ? http://capacitor.web.fc2.com/ *----- F.13.3. linear oder logarithmisch ? Bei Potis verwenden manche einen angehängten Kennbuchstaben A oder B, wobei nicht standardisiert ist, was A oder B bedeutet, also muss man nachmessen, ob das Poti bei halber Stellung halben Widerstandswert hat oder eben nicht. Japanisch eher A = log und B = lin, europäisch eher A = lin und B = log, in älteren Produkten findet man auch gelegentlich A = lin taper, C = log. for audio taper, F = antilog taper. Habe auch M- bzw. S-Type gefunden. *----- F.14. Kondensatoren Von: Ing. Franz Glaser 1999 > Wie hart ist die Grenze der Spannungsfestigkeit von Becherelkos ? > Ich habe unlängst eine Schaltung gesehen, in der ein > 2x45V-Trafo-Netzteil mit zwei 63V-Elkos versehen war. Wenn man es > genau nimmte wäre das eine Leerlaufspg. (beim Nennwert der Netzspg.) > von (90*sqrt(2)-2)/2=62.6V an den Elkos und das würde ich hinsichtlich > der Toleranz der Netzspannung als reichlich knapp dimensioniert > bezeichnen. Das ist einfach eine Frage der Lebensdauer der Elkos. Die Grenze ist ja nicht eine harte Kante, sondern ab der Nennspannung gibt es zunehmend Durchschläge, die allerdings selbstheilend sind. Meine Erfahrung zeigt, dass das nicht so schlimm ist, wenn der Elko nicht auf hoher Temperatur betrieben wird, z.B. mit hohem Ripplestrom. Und es kommt auch auf das Fabrikat an. Ein guter Industrie-Elko verträgt viel mehr Spannung als aufgestempelt ist unter normalen Umgebungsbedingungen. Das lässt sich ungefähr mit dem Verhältnis Volumen (mechanisch) zu Coulomb ausdrücken. Ich habe vor vielen Jahren einen Siemens Elko der professionellen Baureihe mit einem halb so voluminösen einer anderen Firma in diesem Zusammenhang verglichen. Der 40V-Elko von Siemens gab die ersten hörbaren Knacker bei über 80V von sich, der andere bei 46V. Beide waren 470uF / 40V. An den Elkos erkennt man übrigens sehr schnell, wes Geistes Kind der Hersteller / Entwickler ist! Elkos lassen sich behutsam hochformieren. Das heisst, dass man sie zu etwas höheren Spannungen hin "erziehen" kann, wenn man die Spannung eine Zeitlang über einen Widerstand anlegt. Aber ich habe einfach vergessen, wie der dimensioniert sein soll :-)) Sie verlieren dabei aber entsprechend an Kapazität. Von: MaWin 7.11.2000 http://www.cornell-dubilier.com/calculators.htm (Elkolebensdauerberechnung) http://www.epcos.de/web/generator/Web/Sections/ProductCatalog/Capacitors/AluminumElectrolytic/PDF/PDF__GeneralTechnicalInformation,property=Data__nn.pdf;/PDF_GeneralTechnicalInformation.pdf http://www.kemet.com/ (Kemet Spice Simulation Software Modeling the frequency behavior of aluminum, ceramic, and tantalum, surface mount capacitors manufactured by KEMET Electronics) http://stephan.win31.de/capdist.htm (Übersicht Kondensatoren in Audioanwendungen) Beim Einsatz von Elkos sollte man sich noch Gedanken machen, WELCHE Elkos man verwendet. Siehe "power supply noise reduction and filtering" in "mixed-signal and DSP design techniques" section 10 von http://www.analog.com/ "Training and Events" Es gibt 1. die Aluminiumfolienelkos Haben hohe Toleranzen und trocknen mit der Zeit aus. Isolator ist Aluminumoxid mit Dielektrizitätskonstante von ca. 7 und einer Durchschlagspannung von 800000V/mm. Die Kapazitäten werden mit Gleichspannung (G-Kapazität) oder 100Hz Wechselspannung (W-Kapazität, ca. 1.1 bis 1.5 kleiner), gemessen. Elkos die nur für Zeitgeber gedacht sind haben also die G-Kapazität aufgedruckt, andere Elkos die W-Kapazität. Bei tiefen Temperaturen (z.B. -40 Grad) haben Elkos insbesondere bei hoher Frequenz (z.B. 16kHz) eine wesentlich grössere Impedanz (*100) als bei hohen Temperaturen, z.B. 85 Grad. Hochvolttypen, die lange gelagert wurden, sollte man vor der ersten Verwendung vorsichtig formieren, d.h. über einen Widerstand an Formierungsspannung (meist 1.5 * Nennspannung) legen, damit er sich langsam in ein paar Sekunden aufladen kann, und dann noch eine Zeit dranlassen. Vor dem Abklemmen entladen ! Sonst gibt's einen gewischt. Es gibt verschiedene Typen: 1.1. die normalen 'Elko rauh' Nimmt man, solange nichts besseres notwendig ist. Sind verhältnismässig klein in der Bauform. 'Schaltfest' sind heute eigentlich alle, d.h. sie dürfen durch einen Kurzschluss entladen werden ohne das sie dabei gleich sterben. Aber dennoch sollte man z.B. für Blitzgeräte passende Elkos verwenden, auch in dicken 50Hz Netzteilen lohnt sich ein 'besserer' Elko zur Siebung oder die Parallelschaltung mehrerer Elkos. Denn wenn man den Wechselstrom durch einen Elko mit dessen ESR-Widerstand betrachtet, so führt die entstehende Verlustleistung von I*I*R zu einer Erwärmung des Elkos von innen, und so was verkürzt die Lebensdauer ungemein. 1.2. glatte Elkos Sind für ganz spezielle Anwendungsfälle im Audiobereich geeignet, da sich die Kapazität mit steigender Frequenz nicht so ändert wie das bei den 'rauhen' Elkos der Fall ist. Allerdings passt es bei vielen Audioanwendungen, wie bei Koppelkondensatoren, eher, wenn die Kapazität mit steigender Frequenz sinkt. Die 'Audio-Caps' z.B. von Elna sind nicht wirklich glatt, sondern nur nicht so rauh. Ich habe hier noch einen alten Glattelko von 15000uF/16V in der Grösse einer Bierdose. 1.3. low ESR Elkos Haben einen geringen Innenwiderstand und möglichst geringe parasitäre Induktivität. Gut zur Filterung von Schaltreglern geeignet. (Klassischerweise gilt: Je mehr Volumen ein Elko bei ansonsten gleichen Daten hat, je geringer ist sein ESR. Widersteht der Elko mehr Spannung als nötig, hat er auch mehr Volumen. Die Parallelschaltung von 2 Elkos ist nur ganz wenig besser als einer mit doppelter Kapazität, aber montagetechnisch oft günstig). LowESR wird bei hohem Ripplestrom benötigt, damit dieser am Innenwiderstand möglichst nicht zu mehr als 20 K Temperaturerhöhung im Inneren des Elkos führt. Besonders niederohmig sind organische Elektrolyte wie in OS-CON und Poscap. 1.4. 105 GradC Elkos Das sind die 'länger haltbaren' Elkos. Sie sind notwendig, wenn sich der Elko durch hohe Rippleströme und deren ohmsche Verluste zwangsweise stärker erwärmt, wie es in Schaltreglern der Fall ist. Die Gradangaben sind ziemlich übertrieben, ein 85 GradC Elko hält nur 1000 bis 5000 Stunden bei dieser Temperatur durch, ein 105 GradC Elko ebensowenig bei seiner Temperatur, aber laut Arrhenius wird pro 10 K geringerer Temperatur die Lebensdauer verdoppelt, also Elkos immer schön kühl halten und nicht direkt neben Kühlkörpern plazieren. 1.5. bipolare Elkos Bestehen aus 2 gegeneinander verpolten Elkos doppelter Kapazität in Reihe. Oft in Tonfrequenzweichen verwendet, obwohl man die Dinger eigentlich meiden sollte. Denn an der inneren Verbindung sollte sich ja /eigentlich/ eine Spannung einstellen, die grösser (oder kleiner, je nach Polung) ist als die Spannung an jedem einzelnen Anschluss, sonst wäre ja ein Elko verpolt. Allerdings arbeitet der endliche Widerstand des Dielektrikums (Spannungsteiler) dagegen an und es funktioniert nur, weil gelegentlich einer der beiden durchschlägt. Hat man eine Spannung, die nie positiver (oder nie negativer) ist, als beide Elkoanschlüsse (des benötigten bipolaren Elkos), baut man lieber 2 normale Elkos in Reihe und legt die Verbindungsstelle mit einem hochohmigen Widerstand an die Spannung. 1.6. Blitzelkos Sind extra für die gelegentliche starke Entladung ausgelegt und sauklein. Normale Elkos passen als Ersatz nicht rein, Blitzelkos gibt es aber kaum bei den Versendern. 2. Tantalelkos Gesintertes Tantal mit trockenem Mangandioxid als Elektrolyt und Tantalpentoxid mit Dielektrizitätskonstante 30 als Isolator. Wegen ihrem geringem Reststrom gut für Langzeitgeber geeignet, haben aber hohe Toleranz. Werden gerne bei SMD verarbeitet, als Entkoppelkondensatoren. Vertragen aber keine hohen Ladeströme, z.B. das direkte Anlegen der Nennspannung über einen Schalter. Daher nicht geeignet in Schaltreglern zur Siebung, dabei explodieren sie gerne. Man sollte die Spannungsfestigkeit bei Tantal immer deutlich (*2..*4) höher wählen, damit die Dinger ausreichend zuverlässig werden. Tantalelkos trocken nicht aus, halten aber auch nicht ewig. Eine ganze Platine voller 20 Jahre alten Tantalperlen ist mir beim ersten Anlegen der Betriebsspannung einfach explodiert, also lösen die sich auch innerlich irgendwie auf und halten nur 80 GradC aus. 3. Doppelschichtkondensatoren (Goldcaps, UltraCaps) Bestehen nicht aus Gold, sondern haben ihre hohe Kapazität im Faradbreich weil sich auf den beiden Kohlenstoffelektroden in schwefeliger Säure jeweils eine superdünne Isolierschicht bildet, die leider nur 2.3V aushält (höhere Spannung nur durch interne Reihenschaltung). Haben aber auch einen relativ hohen Innenwiderstand. Sind als Ersatz für Akkus zur Pufferung von CMOS-RAM zu verwenden, weil sie keine besondere Ladeschaltung benötigen. Reparaturbetriebe berichten aber, das sie nicht zuverlässiger als Akkus sind. Mehr Strom können die Ultracaps von http://www.maxwell.com/ultracapacitors/ Nicht mehr erhältlich sind 2700F/2.3V und 470F/13.8V von http://www.epcos.com/ . Bei Panasonic SD zeigt die Spitze der Dreiecke auf den Minuspol. 4. Folienkondensatoren Für höhere Ansprüche an die Zuverlässigkeit, weil Ausfälle tödlich sein könnten, gibt es Kondensatorklassen (EN60950): X2: Verwendung zwischen 230V Phase und Null (Kurzschluss löst Sicherung aus, 2.5kV Test) X1: Zwischen 400V Drehstromphasen (Kurzschluss löst Sicherung aus, 4kV Test) Y2: Zwischen 230V Phase und berührbaren aber geerdeten Geräteteilen (Kurzschluss tödlich wenn Erdung defekt, 5kV Test) Y1: Verwendung zwischen Phase und berührbar nicht geerdeten Geräteteilen (Kurzschluss wäre tödlich, 8kV Test, 2 * X1 in Reihe) http://www.vishay.com/docs/26529/gentecin.pdf Vergleichsliste Aluminium-Elektrolytkondensatoren, nur um mal zu zeigen wie viele verschiedene es gibt, die alle gleich aussehen:
Hersteller Elna Illinois Mallory Marcon Nichicon Panasonic Richey Rubycon Sanyo Tecate TF UCC Chip Electrolytics WX CD50 General Purpose, Axial-Leaded TTA TC/TCG/ TVX SU MDI 701 SME-T, 53D Low Leakage, Axial-Leaded TLS Z MDIL 714 Hi Temp/-40+105 C. TCX HFA 715E KME-T Low ESR/-55+105 C. HF, HFS, NHE PZA Non-Polar, Axial-Leaded SU-NP NA Non-Polar SU-NP MDIN NP Speaker Crossover Y MDIN(L) NP Speaker Crossover Y NA(L) TN General Purpose RE2 CKR SKR CESEM UVX SU LC TWSS, YK 711 SME-VB Low Profile RC RSS UVS LP 730 SRG Hi Temp/-40+105C RJ4 RMR TKR CEUSM UVZ NHE HFR SSP, YXA 725E CD26L KME-VB Super Miniature RC2 PUM SSR CESSM USA, USL KA SM MS7 724S CD11CX SRAC Hi Temp SM RC2S PGM CEASM RZ HSM MH7 724SE KMA Low Leak RB(LL) RLR CE04W-MD KL Z LCL TWL 724E LLA Three-leaded LC RP2 LCT Low ESR/-55+105 C. RSE RZM VPR CESFM UPR HFQ PZ TRZ LXF Low ESR/Hi Rip/Hi Frequency RSH RZS WGR UPL HF/HFU PZ(L) Non-polar RBP2 BPS CEBPM UVP Bi-Polar SU NC NW RNB CD71 SME-BP 7mm Non-Polarized NS CD71C NP Speaker Crossover UKZ NC(L) BIW TV Deflection NC(TV) RNH CDSH KSA-BP Standard LH2 LBA LPW CEAWF LQ TS TR USP LG SMH Hi Temp/-40+105° C. LP3J LMU LP CEAUF GQ TRH MXR LGE CD294 KMH Computer Grade CGS NR CT LSQ CD13NEs lohnt also, sich auch mal Datenblätter von so profanem Zeugs wie Elkos anzusehen, z.B. bei Panasonic oder Rubycon http://www.rubycon.co.jp/de/notes/index.html Beispiele zur Haltbarkeit von Aerovox: Aerovox ALC1: 85GradC, 18,000h Aerovox ALS3: 85GradC, 20,000h Aerovox ALC4: 85GradC, 9,000h Aerovox ALS4: 105GradC, 9,000h Aerovox CGL: 85GradC, 5,000h Aerovox CGS: 85GradC, 2,000h Aerovox CGR: 105GradC, 2,000h http://www.faradnet.com/deeley/book_toc.htm http://www.arcotronics.com/ aec_gen_info.pdf (Elko Grundlagenerklärung) Formal gibt es eine DIN zur Kennzeichnung von Folienkondensatoren: / DIN Code : / M = Metal layer ---------- M K S / K = Plastic ----------------------| | / Third is the dielectric types : -----| / S = Polystyrol (MKS = MKY) / P = Polypropylen (MKP) / C = Polycarbonat (MKC = MKM) / T = Polyethereftalate (MKT = MKH) / U = Zelluloid (MKU = MKL) Real: Epcos Vishay MKT metallisierte Polyester Epcos Vishay MKP " Polypropylene Vishay MKC " Polycarbonat http://www.wima.de hat für Polyester geringfügig andere Bezeichnung: Polyester : MKS FKS Polypropylen : MKP FKP Polycarbonat : MKC FKC WIMA MKS2 metallisierte Polyester miniaturisiert WIMA MKS4 " " für erhöhte Anforderungen, grösser > Ich suche engtolerierte und temperaturstabile Kondensatoren C0G (temperaturstabile Keramik +/-30ppm), Glimmer (Mica): 0..+70 ppm, Polycarbonat, Polystyrol (Styroflex): -50..-250 ppm, Polysulfon http://info.tactnet.co.jp/cgi-bin/soshin/eprodetl.cgi?pf=0401&pm=0401&pn=UC55 HF-Kondensatoren geringer Toleranz und hoher Güte Accu-P von Kyocera/AVX gespeicherte Energie in Kondensatoren hängt quadratisch von der Spannung ab: W [Joule] = 0.5 * C [Farad] * U [V] ^ 2 und führt zum Kondensatorproblem: http://www.hcrs.at/KOND.HTM Von: Christian Almeder 1999 > Wie testet man, ob son Ding noch in Ordnung ist ? Mit ´nem Standard- > Multimeter mit Kapazitätsmessung bis 20uF, das dann ca. 11uF anzeigt wohl > eher nicht ;) Oje, wenns 11uF angezeigt hat, geht er wahrscheinlich nicht mehr... Trotzdem eine Methode: Auf eine bekannte Spannung U aufladen (ein paar Volt reichen, aber Nennspannung wäre gut zum Testen der Spannungsfestigkeit), einen Widerstand R anschliessen und tau stoppen (die Zeit, bis nur noch 37% der Spannung anliegen). tau ist die sog. Zeitkonstante: Mit u=U*e^(-t/tau) und tau=R*C ist dann C=(-t/ln(u/U))/R=tau/R Ich würde ca. 10s messen wollen, 30uF also mit R=tau/C=10s/30uF=ca. 330k Ohm Kapazitätsmessgerät / Induktivitätsmessgerät: http://www.engcyclopedia.de/lcmeter.html http://nov55.com/cap/cap1.htm http://elm-chan.org/works/cmc/report.html http://www.klausrohwer.de/privat/hobbies/elektro/cmess/index.htm http://xavier.fenard.free.fr/LCMeter.htm http://www.aade.com/lcm2binst/LC2Binst.htm http://my.integritynet.com.au/purdic/lc-meter-project.htm http://www.aade.com/lcmeter.htm http://www.circuitcellar.com/library/print/0605/Popov179/index.htm http://www.hw.cz/constrc/lc_metr/lc_metr_2051.html http://www.pic101.com/mcgahee/cmeter.zip http://www.talkingelectronics.com/html/CapMeter.html http://www.mario001.de/elektronik/schaltungen/esrmeter.html http://www.peakelec.co.uk/ (Atlas LCR Passive Component Analyser) *----- F.14.1. Abblockkondensatoren Stützkondensatoren Von: MaWin 1999 > Wo findet man ein paar Daumenregeln für sowas? Bei TTL/LS/HC: 100nF Keramik Z5U, möglichst SMD Bei S/F/AC: eher 10nF Keramik Z5U SMD Siehe DECOUPLE.PDF von http://www.cypress.com/ So ein Kondensator muss den Strom liefern können, den der Chip beim Umschalten zieht, BEVOR (aufgrund ihrer Induktivität) die Zuleitung den Strom nachliefern kann, ohne dass der zwischenzeitliche Versorgungsspannungsabfall eine Fehlfunktion provoziert. Ein CMOS-IC ohne Takt zieht fast keinen Strom, nur beim Schalten, was je nach Taktfrequenz zigmillionenmal pro Sekunde passiert. Die grössten Umschaltimpulse gibt es, wenn ein Ausgang mit kapazitiver Last umschaltet. 100nF ist normalerweise viel grösser als alle kapazitiven Lasten zusammen (und das sollte er auch um mehr als den Faktor 25 sein), aber dicke FPGAs brauchen ganze Batterieen von Kondensatoren. Ist der Kondensator zu gross, kann er nicht schnell genug reagieren (Streuinduktivität) und hilft nicht am Impulsanfang. Braucht man grosse Kondensatoren (1uF Tantal oder so), muss ein kleiner (27nF oder so) dazu, um erstmal am Anfang eines jeden Impulses den Strom liefern zu können. Es spielt keine Rolle, wie oft der IC schaltet (1 mal pro Sekunde oder 1 Mrd mal pro Sekunde), sondern wie schnell er schaltet (langsames CD4xxx oder schnelle AHC) Das Keramikmaterial Z5U ist superbillig und speziell dafür gemacht (vermeidet Resonanz durch Kapazitätsänderung in Abhängigkeit von der Spannung, für andere Anwendungen taugt es nicht), leider fallen sie öfters mal mit Kurzschluss aus. Sitzen auf einer Platine viele 100nF Abblockkondensatoren, sollten auch noch einige normale 10uF Elkos dazu, die durch ihren Serienwiderstand die Schwingneigung dämpfen, die sonst das Board irgendwo zwischen 5 und 20MHz hätte. Bedrahtete 100nF Keramikkondensatoren verlieren oberhalb 7MHz ihre Wirkung SMD 100nF Keramikkondensatoren verlieren oberhalb von 17MHz ihre Wirkung 100nF in Präsisionsfassungen schon oberhalb von 3MHz Von: Thomas Rehm 2.2002 Bei 1 GHz (nochmal angemerkt, das es hier um die Flankensteilheit und nicht unbedingt die Impulswiederholrate geht) sind Kondensatoren größer 1nF schlicht unwirksam. Beispiel: 10nF-Kondensator in SMD-Technik, Bauform 0805, also etwa 2mm lang. Als Faustformel sagt man haben 1cm Leitungslänge etwa 10nH Induktivität. Der 10nF-Kondensator hat also etwa 2nH Induktivitätsbelag, dazu kommen noch Leiterbahnlängen. Im bestmöglichsten Falle (2nH) wird der 10nF-Kondensator also eine Serienresonanzfrequenz von 37 MHz(!) besitzen (Thomsonsche Schwingungsformel). Oberhalb von 37 MHz wird der Kondensator zu höheren Frequenzen hin mehr und mehr induktiv, also hochohmiger. Du siehst also nun, warum du bei 1 GHz keine "Probleme" mit Kondensatoren 20n..100n hast? ;-) Für optimale, breitbandige Abblockung bis 1GHz müßte man eigentlich eine Kondensatorbatterie zusammenschalten: 10pF, 100pF, 1nF, 10nF. Bei zu groß gewähltem Abstand der Werte kann es jedoch zu Parallel-Resonanzen kommen, wodurch es erst Recht Probleme gibt. Wenn man also tatsächlich bis 1GHz abblocken muß, wird man nicht drumherum kommen, Layout und Abblockmassnahmen sinnvoll zu kombinieren (Ground und Power als eigene Planes z.B., und Leiterbahnen zuerst an die Abblockmaßnahmen heranführen, nicht zunächst an die abzublockenden Bauteile etc.). Von: Robert Hoffmann Die Dinger nennt man meist "Stützkondensatoren" bei Digitalschaltungen bzw. "Bypass-Kondensatoren" bei Analogschaltungen. Sie sollen für die hochfrequenten Anteile des Stroms, den der Baustein zieht, einen möglichst niederohmigen und bei sehr schnellen Schaltungen auch einen möglichst niederinduktiven (d.h. Ko sehr nahe ans IC) Pfad darstellen. Damit erreicht man, dass Bezugspotenziale (insbesondere Masse) möglichst "rein" bleiben. siehe: AN-202 von http://www.analog.com/ Z.B. benötigen CMOS-Bausteine statisch praktisch keinen Strom, während sie im Umschaltvorgang Strom ziehen. Die entsprechende Energie kommt aus dem Stützkondensator und kann insbesondere in den Schaltpausen von der externen Versorgung relativ langsam "nachgefüllt" werden. Prinzipiell hängt die Grösse des Kondensators davon ab, wie gross diese Stromspitzen sind, wie oft sie auftreten und wie gut die externe Quelle den Ko aufpäppeln kann. Bei den meisten Digitalschaltungen werden so typ. 47nF bis 100nF KERKOS (am besten Vielschichtvarianten wenn nicht ohnehin SMD) verwendet. Bei Bausteinen mit sehr grossem Stromverbrauch z.B. grosse FPGAs kann man dann noch zusätzlich einen Tantal-Elko hinzufügen, dabei sollte der Kerko aber näher beim IC sitzen, als der Ta-Elko. Übrigens: wenn die Kondensatoren irgendwo anders sitzen, dann bilden sie mit der Zuleitung zum Verbraucher einen Schwingkreis (1nH/mm als Faustregel pro Hin- bzw. Rückleitung) und erzeugen dann ein sog. "Klingeln" auf der Leitung, das man erstens auf andere Leitungen überkoppeln kann => Störung, bzw. die Versorgung, die der IC an seinen Anschlüssen sieht wird verhunzt. Das kann dann heissen, dass er Digitalpegel nicht mehr richtig erkennen kann. Ähnlich dramatische Auswirkungen auf eine Analogschaltung kannst du dir ja dann vorstellen. *----- F.15. VA = W? Von: Ing. Franz Glaser 1999 In der Wirklichkeit ist es aber so, dass viele Laien und Halbfachleute überhaupt nicht daran denken, dass die Watt-Angabe von elektrischen Geräten was ganz Anderes besagt als die U*I - Formel vermuten liesse. Ein typisches Beispiel ist ein Kühlschrankmotor. Ich nehme den hier deswegen, weil er ein 230V - Verbraucher ist. Der hat zwar laut Typenschild eine Nennleistung von z.B. 500W, aber das ist die Leistung an der Welle, nicht die vom Netz aufgenommene ! Und die Angabe besagt auch überhaupt nicht, dass er 500W abgibt, sondern das ist nur eine Angabe, die sich auf seine BELASTBARKEIT bezieht. So, dass er nicht durchbrennt. Ein Motor nimmt immer so viel Saft aus dem Netz, wie er an der Welle gerade abgeben muss, im Gegensatz zu einem Heizkörper. So ein Motor hat einen Wirkungsgrad von angenommen 75% und einen cos_phi von 0,7 womit sich eine Scheinleistung von 952 VA ergibt. Die Stromstärke wäre daher ca. 4,33A. Und das ist nur der Nennwert. Bei einem Kühlschrank wird der nur beim Einschalten überschritten, und zwar um ein Vielfaches, weshalb Gefriertruhen und Kühlschränke erfahrungsgemäss nicht an 10A - Sicherungen hängen können. Andere Antriebe können repetitive Stossbelastungen erzeugen, die weit höher sind als die Motor-Nennleistung. Da kann man sich zwar mit trägen Sicherungen oder Schutzschaltern abhelfen, aber es ist in jedem Fall zuerst die Sicherung zu dimensionieren und darauf aufbauend die Belastbarkeit zu ermitteln. Oder umgekehrt: Die Stromaufnahme der Verbraucher bestimmt, welche Sicherung eingesetzt werden muss und daraus ergibt sich die nötige Draht-Dimensionierung. Und deswegen habe ich mich dagegen gesträubt, mich auf die Watt einzulassen und stattdessen die Ampere-Betrachtung eingeführt. *----- F.16. Welche Sendefrequenzen für Bastler? Von: Oliver Bartels 1999 > Frage: Darf ich in Deutschland überhaupt mit etwas selbstgebasteltem > auf irgendeiner Frequenz senden? Gibt es vielleicht so etwas wie eine > "Bastlerfrequenz"? Es gibt die ISM Bänder (27MHz, 40MHz, 434MHz, 2,45GHz, 5,8GHz, 24GHz, also für jeden etwas ...) sowie das SRD Band (868MHz mit sehr genauen Nutzungsvorgaben), auf denen Geräte mit begrenzter Sendeleistung unter einer allgemeinen Frequenzzuteilung (d.h. ohne "Anmeldung") arbeiten können. Voraussetzung ist die Einhaltung der einschlägigen Normen (ETS 300 220, ETS 300 440, ETS 300 328 für erhöhte Leistung mit Frequency Hopping im 2,4GHz Bereich), diese begrenzen im allgemeinen die Leistung auf 10mW (im GHz- Bereich teilweise mehr). Wenn ein Gerät zu mehr als nur Testzwecken genutzt und insbesondere in Stückzahlen produziert werden soll, braucht es für die Nutzung dieser Bänder eine EU Baumusterbescheinigung. Die gibt es entgegen landläufiger Meinung von vielen Stellen, nur nicht von der Post (der Begriff "Postzulassung" ist daher schlicht Quatsch), in Deutschland sind (m.W. nach) derzeit acht Testhäuser als benannte Stelle beliehen, die so etwas ausstellen. Allerdings wird man die EU Baumusterbescheinigung nur dann beauftragen, wenn die Entwicklung abgeschlossen ist. Auf deren Basis schreibt dann der Hersteller selber die Konformitätserklärung für das ce-Zeichen. (Der Test vorher ist nach dem EMVG ausdrücklich zugelassen, sofern niemand gestört wird. Auf Messen dürfen mit Hinweisschild auch Geräte noch ohne Zulassung gezeigt werden, auch solange niemand gestört wird.) Es gibt auch die Möglichkeit, einzeln höhere Leistungen und spezielle Frequenzen zugestanden zu bekommen, im Extremfall für kurze Zeit sogar breite Bänder (was meinst du wohl, wieviel von dem bei F1-Rennen genutzten Equipment, das irgendwo herumfunkt, zertifiziert ist, das geht alles über spezielle Zuteilungen ... Soviele Kanäle für On Board Kameras gibt es nornalerweise gar nicht ;-) Der Knackpunkt für den "Bastler" ist nur das Einhalten der Vorgaben z.B. nach den ETS-Normen. Ohne Geräte wie Spektrumanalyser oder Messempfänger ist das sehr schwierig, die Wahrscheinlichkeit, das irgendwelche Nebenwellen jemanden stören, ist recht gross. Im Grunde gilt das auch für viele Amateurfunker, nur nutzen die (wegduck ;-) sowieso bloss wieder fertige Kisten, die dann auch wieder zertifiziert sind. Daneben ist gerade bei Bastlern und hohen Frequenzen die Wahrscheinlichkeit eh' recht gross, dass der Sender infolge Konstruktionsfehler gar nichts sendet, bei 2,4GHz reichen da z.B. 5..10mm (!) Draht anstelle einer impedanzrichtigen Leitung an manchen Stellen völlig aus. Ohne Netzwerkanalysator (noch so eine Kiste, hat mit dem Spektrumanalysator wenig gemein und dient zum Bestimmen der sogenannten s-Parameter, welche u.a. etwas über die Anpassung aussagen) schaut man da recht alt aus. Die Störfestigkeit ist daneben bei der ce auch ein Thema, hier sind u.a. Signalgeneratoren recht nützlich ... Ein Beispiel: 434MHz Modul mit PLL. Problematik: Störstrahlung, Nebenwellen in ca. 13 MHz Abstand links und rechts vom Träger. Ursache: Einstreuung einer Teilerfrequenz der PLL, Mischung, festgestellt mittels Spektrumanalyser und Probe. Abhilfe: Layoutänderung und eine Massnahme im Signalpfad. Folge: Neue Leiterkarte, neue Bestückung ... Problematik: Grosssignalfestigkeit, SAW Filter notwendig, Kunde baut ihn testweise ein, nach Einbau geht nichts mehr. Ursache: Fehler in der 50 Ohm-Anpassung des Filters. Messung mittels Netzwerkanalysator. Nach Messung, Berechnung und Realisierung eines Anpassungs- netzwerks geht es besser als vorher ;-) So, und nun wünsche ich unserem Bastler mit dem 250 EUR Conrad-Skop (wenn überhaupt) viel Glück, er wird es brauchen. Um einen Preiseindruck zu geben: - Messtechnik: Spektrumanalyser brauchbar so ab 10000-15000 EUR Networkanalyser dto., wobei gut da eher bei 30000-40000 EUR liegt Signalgenerator ca. 5000-25000 EUR je nach Modulationsart. Probe für HF so um die 2500 EUR achja, es gibt auch DSOs, Programmer, Counter, Multimeter, Netzteile usw. - Entwicklung, Test: Leiterkarten : etwa zwei bis vier Durchgänge (je einige Tausend EUR, insbesondere bei anderem Basismaterial als FR4, oder wenn man nicht auf den Pool warten will, Bestückung der bei hohen Frequenzen nötigen SMDs nicht zu vergessen). Testhauskosten : realistisch 5000-15000 EUR je nach Schwierigkeit. ... und nicht zu vergessen: einige Mannmonate Zeitaufwand für die reine Entwicklung. All das macht die Sache für ein Bastelprojekt nicht gerade einfach. Darum war das klassische Bastelprojekt früher die 27MHz/40MHz Fernsteuerung (LM1871) für Modelle aller Art, weil da die Anforderungen an den Schaltungsaufbau eher gering sind. Bei 434MHz wird es schon sehr schwierig (ich kenne einige Leute bei Fahrzeugherstellern, denen bestimmte Zähne fehlen, weil sie sich diese daran ausgebissen haben ;-), darüber hinaus sieht es ohne Messmittel eher nach Glücksspiel aus ... Das ist auch der Grund, warum Anfragen nach Schaltbildern hier regelmässig Freude und Heiterkeit auslösen. Jeder, der sich auch nur ein bisschen mit HF auskennt, weiss, das ein einfaches Verdrahten der Bauteile nach Schaltplan ohne geeignete Leiterplattenkonstruktion und ohne Auswahl der richtigen Bauteile (gilt selbst für simple Kondensatoren) schlicht nicht funktioniert, von der Einhaltung der ETS-Normen einmal ganz zu schweigen. Wer das weiss, fragt nicht nach Schaltbildern, wer das konstruieren kann, macht sich auch das Schaltbild schnell selber. Und wer's nicht lassen kann: Schaltungen und Platinenlayouts in den Datenblättern und AppNotes von Atmel Chips T5754, U2741, U2745, T5743, T5744, U3741, U3742, U3745, Mono-FM-UKW-Sender MAX2606, und dazu zeigt AN192 von Philips ein UKW Radio mit TDA7000. http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/125000-149999/130428-sp-01-en-Sender_Empfaenger_Modul_Set_433MHz.pdf http://www.speedy-bl.com/empf.htm (Modellbau-Empfänger mit MC2262) Antennen auf Platine: http://www.numatechnologies.com/pdf/foilantennas.pdf Von: MaWin am 20.8.02 Grenzwerte für Feldstärken im Bereich 10-400MHz: Consumer-Elektronik: 3V/m Industriegeräte (darunter Medizintechnik): 10V/m = D2-Handy in 1 Meter Entfernung Mensch: 27.5V/m Automobiltechnik: 30V/m, im Test bei 200-400V/m darf Komfortelektronik vorübergehend gestört werden, Sicherheitselektronik nicht. *----- F.16.1. Schädlichkeit von elektrischen Feldern und elektromagnetischen Wellen Von: MaWin 2002 Funk, also elektromagnetische Wellen, und elektrische Felder, sind ebenso wie magnetische Felder seit Anbeginn der Welt um uns und um alle Tiere und Pflanzen herum. Sie stammen aus dem Weltall, von Blitzen, und vom Magnetfeld der Erde. Sie sind sogar recht stark im Vergleich mit den technisch erzeugten, beispielsweise ist die Erde gegenüber den Wolken so stark negativ geladen, das dein Kopf in einer Gegend ist, die ca. 200 Volt positiver ist, als deine Füsse (dennoch passiert nichts, weil die Luft so ein schlechter Leiter ist, so das der 'Kurzschluss' durch den menschlichen Körper sofort zu einer Angleichung der Spannung führt, zum Zusammenbrechen des Feldes, aber das nur als technische Erklärung am Rande). Bei DEUTLICH mehr als 100V/m, je nach Luftfeuchte nämlich so ab 100000V/m, gibt es einen Blitz :-) Auch Nordlichter sind letztlich 'offene' Neonröhren von immensem Ausmass (über 100GW = 100000000000 Watt), und irgendwo ist zu jeder Zeit eins aktiv, ebenso wie irgendwo auf der Erde zu jeder Zeit gerade ein Gewitter blitzt. Und wir wissen alle, das viele technische Geräte durch Gewitterblitze und Sonnenwindeffekte in ihrer normalen Funktion gestört oder zerstört werden, was zeigt, wie stark die Naturgewalten hier sind. Die Stromversorgung in Kanada brach 1989 in ganzen Bundesländern zusammen, weil elektrisch geladene Teilchen von der Sonne an den Polen bis zur Erdoberfläche durchdringen und in den Hochspannungsleitungen so hohe Ströme induzieren, das im Stromnetz die Sicherungen rausflogen. Selbst der menschliche Körper (Nerven, Gehirn, Muskeln) arbeitet elektrisch, und die bewegten elektrischen Teilchen produzieren damit elektromagnetische Wellen (wie auch der Laie am EEG und EKG erahnen kann). Merkwürdigerweise gibt es Personen, die Magnetismus eine positive Wirkung zuschreiben und Elektrizität eine negative Wirkung unterstellen, dabei tritt untrennbar immer beides zusammen auf. Niemand behauptet, das elektrische Felder und elektromagnetische Wellen KEINEN Einfluss auf Menschen und die anderen biologischen Lebewesen haben. Vielleicht gäbe es uns Menschen ohne sie nicht, ebenso wie es uns ohne Radioaktivität wegen fehlender Mutation nie gegeben hätte. Möglicherweise haben sie sogar schädliche Auswirkungen, eventuell würden wir ohne sie 200 Jahre alt oder wären doppelt so klug.... Es nützt also nichts, alle technischen Quellen von 'Elektrosmog' abzustellen, denn es gibt viel zu viele natürliche Quellen die oftmals stärker sind, und oft ausgeprägter sind (das impulsartige Spektrum von Blitzen überdeckt fast alle technisch genutzen Frequenzbereiche, die 230V der Steckdose entspechen gerade mal der Feldstärke von 2 Metern, etc.). Wer den Test machen will, ob es ihm ohne elektrische Felder und ohne elektromagnetische Wellen besser oder schlechter geht, der kann sein Leben in einem faradyschen Käfig (einer Kiste aus Blech) verbringen, denn dort dringen keine Funkwellen hinein und dort herrscht kein elektrisches Feld. Als Mensch habe ich dazu keine Lust. Aber viele Tiere mussten schon ihr ganzes Leben in Käfigen (aus Metall, und damit faradaysche) verbringen. Das war sicher ein doofes Leben, aber biologisch verbessert (oder geschadet) hat es ihnen millionenfach erkennbar nicht. und Leute die nicht daran glauben: http://www.buergerwelle.de/ http://www.beepworld3.de/members7/morpheus99/weltkontrolle.htm http://www.bunkahle.com/Aktuelles/Astromedizin/HAARP_Tempelhof.html http://www.livescience.com/technology/050202_light_show.html (das macht HAARP) http://www.alaska-info.de/a-z/haarp/alaska_haarp1.html http://www.tolzin.de/e-smog/ http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/mobilf1.htm > Ist Gleichstrom oder Wechselstrom gefährlicher ? Gesetzliche Grenzwerte für potentialfreie offen liegende elektrische Teile: 25V bei Wechselspannung und 60V bei Gleichspannung, es sind aber auch schon Leute unter extrem ungünstigen Bedingungen an einer 9V Batterie gestorben. http://www.darwinawards.com/darwin/darwin1999-50.html Leider macht technisch Gleichstrom bei Schaltern schon ab 40V Probleme wegen Funkenlöschen, was bei Wechselstrom kein Problem ist. Von: Andreas Ferber Der Unterschied liegt in der Physiologie der Muskelzellen begründet. Eine Muskelzelle wird durch elektrischen Strom zur Kontraktion angeregt. Dabei löst ein einzelner Impuls nur ein kurze Zuckung der Muskelzelle aus, ebenso das Einschalten eines lang andauernder konstanter Strom. Danach erschlafft die Zelle sofort wieder. Wenn mehrere Impulse kurz aufeinander folgen, erschlafft die Faser nicht vollständig bevor die nächste Kontraktion beginnt. Je dichter aufeinanderfolgend die Impulse sind, desto stärker wird die durchschnittliche Kontraktion der Muskelfaser, bis ab einer gewissen Schwelle der sogenannte Tetanus eintritt (dann sind die Fasern vollständig kontrahiert). Der Punkt, an dem ein Loslassen eines umfassten elektrischen Leiters nicht mehr möglich ist, nennt man die Loslassstromstärke. Bei der 50Hz-Wechselspannung unseres Stromnetzes liegt sie bei 10-20mA. Trägt man die Loslassstromstärke gegenüber der Frequenz des Stroms auf, so erhält man ungefähr den folgenden Verlauf:
I [mA] ^
|
55 | /
45 | /
35 | /
25 | /
15 | \___________________/
5 |
+-------------------------------->
10 100 1000 10000 f [Hz]
Bei Frequenzen oberhalb von ca. 7kHz kann man nicht mehr von einer
Loslassstromstärke sprechen, da hier die oben beschriebenen Effekte
i.d.R. nicht mehr auftreten, die Vorgänge in der Muskelzelle sind
einfach zu langsam.
Tödlich kann der Wechselstrom sein, weil die oben beschriebenen
Vorgänge natürlich genauso auch beim Herz zu finden sind, daher löst
der Strom u.U. einen Herzstillstand oder Kammerflimmern aus.
Bei reinem Gleichstrom sieht das ganze ein wenig anders aus. Wenn der
Gleichstrom eingeschaltet wird (ob gewollt oder nicht), verkrampfen
die stromdurchflossenen Muskeln einmal kurz und erschlaffen dann
wieder. Häufig führt dies bereits dazu, daß der Kontakt zu der
Spannungsquelle unterbrochen wird, da man durch die Muskelzuckungen
fortgeschleudert wird. Beim Ende des Stromflusses sind auch wieder
Bedingungen gegeben, die zu einer Muskelverkrampfung führen, daher
gibt es beim Abschalten auch noch einmal einen kurzen Krampf. Während
der Strom aber konstant fliesst, ist ein Loslassen unabhängig von der
Stromstärke immer möglich. Beim Gleichstrom hat man von daher nur
Messungen gemacht, ab welcher Stromstärke freiwillige Versuchspersonen
nicht mehr bereit sind, die Krämpfe beim Ein- und Ausschalten
hinzunehmen, und der Versuch daher beendet wurde. Diese Stromstärke
liegt bei ca. 75mA, also bereits deutlich höher als die Loslassstromstärke
beim Wechselstrom.
Reiner Gleichstrom ist aber im Gegensatz zu Wechselstrom i.d.R. nicht
in der Lage, ein Kammerflimmern oder gar einen Herzstillstand zu
verursachen (dies kann nur dann geschehen, wenn das Ein-/Abschalten
des Stroms genau in die sogenannte "vulnerable Phase" des Herzschlags
kurz vor Beginn der Diastole fällt, aber selbst dann ist es relativ
unwahrscheinlich), daher sind tödliche Unfälle mit reinem Gleichstrom
ziemlich unwahrscheinlich (selbst bei höheren Spannungen von mehreren
100V).
Anders sieht es mit technischem Gleichstrom aus, der noch eine gewisse
Welligkeit besitzt. Dieser setzt sich im Prinzip aus einem reinen
Gleichstrom und einem Wechselstrom zusammen, und diese beiden Ströme
kann man im Hinblick auf ihre physiologische Wirkung getrennt
betrachten. Ein aus Wechselspannung durch eine einfache Diode ohne
Glättung gewonnener pulsierender Gleichstrom ist sicherlich nicht
wesentlich weniger gefährlich als der Wechselstrom.
Eine andere Wirkung, die unabhängig von der Art des Stromes immer
auftritt, ist die thermische Wirkung des Stroms. Diese ist jedoch
relativ selten tödlich, nur bei Hochspannungsunfällen ist sie eine
häufige Todesart. Dabei ist zu beachten, daß damit nicht nur äussere
Verbrennungen gemeint sind. Ein Stromopfer kann äusserlich relativ
unverletzt sein, während das Körperinnere regelrecht verkocht ist.
Auch z.B. das bei Hochspannungsunfällen häufig auftretende
Nierenversagen hängt mit diesen Effekten zusammen. Äussere
Verbrennungen entstehen meistens durch Lichtbögen, die vor allem bei
Mittel- und Hochspannungsunfällen häufig entstehen.
*-----
F.17. Laserdioden
Zum Spielen eignen sich mit 1mW (CD-Player) bis 10mW (CD-Brenner) infrarot
strahlende (und damit nur sinnvoll mit einer Videokamera erkennbare)
Laserdioden oder mit 1mW (Laserpointer) bis 25mW (DVD-Brenner) sichtbar rot
strahlende Laserdioden (wobei solche mit 635nm 4 mal heller erscheinen als
solche mit 670nm gleicher Leistung). Aber behandelt die Dioden vorsichtig,
sie gehen durch elektrostatische Entladung in Nanosekunden kaputt (Vor dem
Ausbauen oberhalb der Platine einen blanken Draht ein paar mal um die 3 Pins
wickeln, erst nach dem Einbau wieder entfernen). Ab einem bestimmten Strom
beginnen die Dioden zu leuchten, ab einem höheren Strom zu lasern und bei
noch höherem Strom gehen sie schlagartig kaputt und werden zur teuren LED.
Leider weiss man nicht wie weit man den Strom aufdrehen darf weil die
Herstellungsschwankungen locker 1:5 betragen (schaut mal in so ein Datenblatt).
Wenn man die Diode nicht riskieren will, nimmt man eine Photodiode wie BPW33,
lässt einen Laser gleicher Wellenlänge bekannter Leistung komplett darauf
scheinen und vergleicht den Photostrom mit dem warmgelaufenen einzustellenden
Laser. Echte Laserpowermeter sind kalibriert und vermeiden zusätzlich Streulicht
und Spiegelung. Da kalte und alte Laserdioden in der Leistung nachlassen, haben
alle Laserdioden eine Photodiode eingebaut, mit der man den Strom so regeln
kann, das die Helligkeit gleich bleibt, was auch jeder CD-Player aber nicht
jeder Laserpointer tut. Leider ist auch der Photostrom kein absoluter Messwert,
sondern schwankt je nach Exemplar um 1:4 so das ein Einstellen per
(Selbstbau-)Laserpowermeter nicht zu vermeiden ist. Daher lohnt sich unbedingt
der Kauf von fertigen Lasermodulen mit bereits justierter Regelelektronik,
passender Laserdiode und ordentlich montierter und justierter Linse. Denn der
Laserstrahl ist ohne Optik absolut nicht gebündelt, sondern divergiert um 30
Grad in der horizontalen und 10 Grad in der vertikalen, ist also schlechter
gebündelt als eng abstrahlende LEDs.
Mit einer Linse (wie im CD-Player) kann man ihn fokussieren, will man einen auf
grosser Länge gleichdicken runden Strahl braucht man schon 2 justierbare Linsen,
und die Mechanik bekommt man kaum besser und billiger hin als in fertigen
Modulen. Wenn das aus irgendwelchen hoffentlich wirklich guten Gründen nicht
geht, gibt es die Regelschaltungen auch einzeln überall wo es Laserdioden gibt,
aber wenn man den Strahl schnell ein- und ausschalten (modulieren) will, z.B.
um Daten zu übertragen, braucht man spezielle (eben modulierbare) Lasermodule
bzw. Regelschaltungen. Einen Strahl hoher Qualität (konstante Wellenlänge,
kein Modensprung, hohe Kohärenzlänge, holographietauglich) bieten einige
Laserdioden wenn man die Chiptemperatur per Peltier konstant hält und den Strom
komplett rauschfrei (da ist eine Batterie besser als ein Spannungsregler) durch
die Diode schickt.
http://www.laserfaq.com/
http://www.repairfaq.org/sam/slfarchv
http://www.hut.fi/Misc/Electronics/circuits/laserlink.html
http://www.imagineeringezine.com/ttaoc/r-circuits.html
Laser(module) gibt es z.B. bei:
http://www.lasercomponents.com/
http://www.roithner-laser.com/
http://www.hb-laser.com/
http://www.laser2000.de/
http://www.lcd-module.de/
Und wer Musik in schlechter Qualität über Lichtleiter senden will nimmt
60-280-49 von http://www.elv.de/ oder aus Funkamateur 4/2008
http://www.sander-electronic.de/bs0006.html, für gute Qualität
wandelt man A/D auf Senderseite und D/A auf Empfängerseite mit klassischen
DigitalAudiochips (Cirrus Logic) und überträgt digital (z.B. im
Standardformat S/P DIF).
Für das von BlueTooth verwendete CVSD (continuously variable slope
delta) Modulations-Verfahren gibt es haufenweise Chips (MC34115, CMX639,
HC55564), ansonsten geht ADPCM noch recht einfach. Zur Datenübertragung
gibt es viele Vorschläge
http://www.alphalink.com.au/~derekw/upntcvr.htm (serielle Übertragung)
http://www.matwei.de/
*-----
F.18. Wasserstandsmesser
Der Benzinstand im Auto wird mit Schwimmer gemessen, der über einen Hebel
den Schleifer eines Potis um einige Grad bewegt. Man kann auch einen Draht
(bewusst kein temperaturunabhängiges Konstantan, sondern eher Edelstahl mit
höherem Widerstand) von oben nach unten durch den Tank laufen lassen, ein
mal den Widerstand messen, dann erneut mit hohem Stromfluss messen, da der
Teil im Wasser gekühlt wird, ist die Widerstandserhoehung proportional zum
Wasserstand. Man kann auch einen Drucksensor als hydrostatischen Füllstands-
sensor im Tank versenken, wie http://www.tecson.de/partikel.htm oder oben
im Tankverschluss einen Ultraschallentfernungsmesser drankalten.
Von: Hans-Joachim Koch
http://www.sonotec.de/
http://www.tecson.de/
http://www.nivus.de/
Von: Mario Ruetti 1999
(Zusammenfassung des Threads)
Von: Michael Linnemann 1999
Ein konkreter Vorschlag (den ich hier schon ein paar mal breitgetreten
habe...) ist eine kapazitive Sonde. Die besteht aus zwei i.A. zylindrischen
Elektroden (z.B. zwei Kupferrohre unterschiedlichen Durchmessers), von denen
die dünnere in der dickeren steckt, um einen Zylinderkondensator zu bilden.
Beide werden durch Abstandshalter voneinander getrennt und sind zusätzlich
durch Lack isoliert, um genau die evtl. vorhandene Leitfähigkeit des Wassers
etc. aus der Messung rauszuhalten.
Der Trick ist, dass das Wasser in den Zwischenraum zwischen den Elektroden
eindringt und die Kapazität der Anordnung ändert. Man erhält also eine
Parallelschaltung aus einem Zylinderkondensator der Länge l-h (mit l als
Gesamtlänge und h als Fullhöhe) und der Dielektrizitätszahl 1, und einem der
Länge h und der Dielektrizitätszahl 81 (die von Wasser). Und zur Auswertung
Mein Vorschlag wäre: Schau dir Applikationsbeispiele für den 555-Timer an, und
such dir eine Schaltung raus, die mit deinem Sensor (Selbstbau, Ehrensache)
Ausgangsfrequenzen im hörbaren Bereich verspricht. Häng einen Kopfhörer dran
und probier es aus! Ziel auf einen "mittleren" Frequenzbereich (1kHz), denn du
wirst das Ziel womöglich gehörig verfehlen, und dann willst du wissen wo du
gelandet bist. Wenn du so weit bist, dass eine brauchbare Frequenz rauskommt,
kannst du die direkt an deinen Mikrocontroller verfüttern, um die Frequenz zu
messen.
Von: MaWin 1999
Mach's doch so wie alle: Druck messen. Ein Schlauch (unten angeschlossen, nach
oben führend) voller Luft, oben ein fertiger Druckmesser dran. Wenn's billig
sein soll und Schaltstufen reichen, bau eine Druckdose aus einer Waschmaschine
aus.
Von: Oliver Betz 2000
Bei langfristiger Anwendung wird der Schlauch mit der Zeit voller Wasser sein,
denn "ganz dicht" ist schwierig. Deshalb mit einer kleinen (Membran-) Pumpe
wenig (!) Luft in den Schlauch pumpen, so daß unten Bläschen rausblubbern. Das
wird z.B. industriell im Ex-Bereich (Benzintank usw.) eingesetzt.
Von: Rafael Deliano 1999
Oder einfach die Schachtel mit dem Sensor auf Grund senken. Es gibt z.B. von
Siemens (für 75 EUR allerdings) hübsche Piezosensoren mit korrosionsfester
Metallmembran. Könnte man wohl mit einigen ICs als 4-20mA beschalten.
Temperaturempfindlichkeit des Sensors problematisch, wenn der Behälter flach
ist. Dann müsste man den Temperaturfühler auch noch beschalten. Druck ist
nicht so billig wie kapazitiv, macht aber weniger Überraschungen.
Ultraschall gäbs auch noch. Entweder von Grund zur Oberfläche (Flüssigkeit
ist für Ultraschall günstiger als Luft) oder durch Luft von oben zur
Oberfläche (Weniger Probleme mit Korrosion, Dichtigkeit). Man kann sich
jedoch ekelhafte Probleme durch Mehrfachechos von Seitenwänden holen. Zudem
nicht billig und schaltungstechnisch aufwendig. Je niedriger die Frequenz,
je weiter kommt man. Bei 40kHz nur 20m, bei 1kHz gar durch Staub hindurch.
Die Ultraschalllaufzeit ist temperaturabhängig, man muss also kompensieren.
http://www.vega.com/de/index.htm
Von: ? 1999
Rad auf Achse lagern und an dieser ein Drehpotentiometer oder einen digitalen
Drehgeber befestigen. über das Rad eine Schnur füren, an welcher ein Schwimmer
und ein Gegengewicht befestigt ist.
*-----
F.19. Wellenwiderstand eines Kabels
> Den Prof angesprochen, dass man sich da nichts vorstellen kann, antwortete der:
> "Ich auch nicht. Habe ich Ihnen gesagt, sie sollen sich darunter was vorstellen?"
> Deswegen hier meine Frage: Was kann man sich darunter vorstellen?
Von: Bernd Langmann
Wenn du an eine Leitung eine Spannung anlegst, welcher Strom fliesst dann im
ersten Moment ? Die Spannungsquelle kann ja wegen der endlichen
Ausbreitungsgeschwindgkeit des Lichts nicht wissen, was sich am hinteren
Ende der Leitung befindet. Der Strom wird also zunächst nur durch die
Parameter der Leitung (Induktivität, Kapazität) bestimmt, der
Proportionalitätsfaktor zwischen Spannung und Strom ist der Wellenwiderstand
oder die Impedanz des Kabels. Nun läuft eine Welle mit dem Spannungssprung
durch die Leitung, nicht ganz mit Lichtgeschwindigkeit, etwas langsamer
(Verkürzungsfaktor), bis zum Ende. Je nach Leitungsabschluss wird dann eine
positive oder negative Welle reflektiert (oder keine) und erst wenn das sich
ausgleicht, fliesst der Strom entsprechend "richtig".
Für Hochfrequenzanwendungen wird man versuchen, die rücklaufende Welle zu
vermeiden, indem man den Abschlusswiderstand gleich gross wie die
Leitungsimpedanz macht. Da man sich aber nicht sicher sein kann, das es
keine rücklaufende Welle gibt, muss man auch den Ausgangswiderstand der
Quelle an den Wellenwiderstand es Kabels anpassen, um wenigstens dort die
Reflektion zu unterdrücken.
____________________
Ausgang --50R---____________________---+-- Eingang
50R Leitung | |
| 50R
| |
GND GND
Früher gab es 60 Ohm Koaxialkabel und 240 Ohm Antennenleitungen, dann hat
man sich aus technischen Gründen im professionallen Bereich, vor allem bei
Sendern, für 50 Ohm entschieden (die Impedanz eines Lambda/4 Stabes mit 4
abwärtsgewandten Lambda/4 Radials als Hf-Ground) damit man maximale Leistung
über das Kabel transportieren kann, und beim Empfang 'zu Hause' für 75 Ohm
(die Impedanz einer Lambda/2 Dipol Antenne, leider mit Balun von symmetrisch
zu asymmetrisch zu transformieren), weil dort die Verluste am niedrigsten
sind, zumindest wenn man Luft als Dielektrikum nutzen würde. Die normalen
2-adrigen Leitungen (Telefon, Klingeldraht, Flachbandleitung) haben um 120
Ohm.
http://www.microwaves101.com/encyclopedia/why50ohms.cfm
Auch eine Antenne ist nichts anderes als ein Impedanzwandler von den 50 Ohm
des Sendeantennenkabels auf die 377 Ohm des freien Raums. Ein gefalteter
Lambda/2 Dipol hat 300 Ohm und für Fernsehempfang geeignete grosse Bandbreite
und wird oft mit Yagi-Direktoren/Reflektoren versehen.
Von: Oliver Bartels 1999
1. Vor-/Rücklaufende Welle:
Strom kann in beide Richtungen fliessen, und kann auch an beiden Enden eines
Kabels eingespeist werden. Ganz einfaches Beispiel: Wenn ich einen kleinen
Akku an das eine Ende vom Kabel hänge, und eine Birne an das andere Ende,
wird Energie aus dem Akku in die Birne transferiert, sie leuchtet. Ersetze ich
nun die Birne durch ein Ladegerät, so wird der Akku geladen, es fliesst
Energie zurück vom Ladegerät in den Akku. Das ist eine Binsenweisheit, gilt
aber auch für Wechselspannungen und für Hochfrequenz. Die Energie kann in
beide Richtungen fliessen.
2. Wellenwiderstand:
Ein am einen Ende der Leitung angelegtes Signal ist nicht unendlich schnell
am anderen Ende, es braucht seine Zeit. Warum ? Was ist denn das
wesentliche an einem Leiter: Elektronen, die sich in gewissen Grenzen frei
bewegen können (sog. Leitungsband nahe am Valenzband). Nun "schubsen"
die Elektronen sich aber nicht gegenseitig, sondern stossen sich sogar ab,
weil allesamt negativ geladen. Ausserdem sind sie sehr langsam, wer es
nachrechnet, wird feststellen, dass die Dinger bei Gleichstrom sich im
Kupferkabel in der Geschwindigkeitsregion Meter/Minute (sic!) bewegen.
Was da schnell ist (das Einschalten der Lampe dauert keine Minute ...) sind
also nicht die Elektronen, sondern das Feld. Die Elektronen führen nur das
Feld am Leiter, die Energie selber steckt im Feld! Das Feld ist das gleiche
wie das für das Licht, nämlich das elektromagnetische, ergo breitet sich so
eine Welle maximal mit Lichtgeschwindigkeit aus.
Was passiert dabei: Die Ladungsverschiebung baut ein Magnetfeld auf
(das will die Physik so), das sich ändernde Magnetfeld baut wieder ein
elektrisches Feld auf, dass sich anfänglich dem ursprünglichen Feld
entgegenstemmt. Deshalb braucht es etwas länger, bis das Signal sich
ausbreitet. Abhängig vom Dielektrikum des Kabels kann es kürzer oder
länger dauern, bis sich das elektrische Feld aufgebaut hat, weil da u.U. im
Material zwischen den Leitern noch ein paar Elektronen oder gar Moleküle
mit Ihrer trägen Masse verschoben oder gedreht werden wollen (Polarisation).
Man kann diesen Vorgang nun durch ein Modell nachbilden, bei dem ein
Bauteil, dass gerne steigenden Strömen Spannungen entgegenstellt,
nämlich eine Induktivität, mit einem anderen Bauteil, das auch etwas Zeit
braucht, bis es geladen ist (d.h. in ihm sich das Feld aufgebaut hat), nämlich
einem Kondensator, verknüpft. Der Kondensator hängt dabei parallel zu den
Polen der Quelle, die Induktivität davor in Serie. Um das Modell nun genauer
zu machen, hängt man mehrere solcher Teil-Modelle hintereinander und
lässt am Ende deren Zahl gegen unendlich gehen. Dafür muss man
natürlich die Induktivitäts- und Kapazitätswerte durch die Anzahl der
Teilmodelle teilen, und wenn es um unendlich kleine Grössen geht, ist die
Infinitesimalrechnung das Mittel der Wahl.
Und die zeigt nun (hier ohne Nachweis, füllt mehrere Buchseiten), das eine
Quelle dann keine Induktivitäts- oder Kapazitäts- werte mehr sieht (also nur
noch einen realen Widerstand), wenn die Leitung mit einem realen
Widerstand Z abgeschlossen ist, der die Grösse (ohne reale
Widerstandbeläge) Z = sqrt (L'/C') hat. Optimal funktioniert die
Energieübertragung dann, wenn die Quelle den selben Innenwiderstand hat,
man kann aber auch mit Leitungen solche Innenwiderstände transformieren
(sic!).
http://home.sandiego.edu/~ekim/e194rfs01/jwmatcher/matcher2.html
3. Stehwellen:
(habt Ihr das alle vergessen ;-)
Wenn die Leitung nicht mit einem solchen realen Widerstand abgeschlossen ist,
bleibt irgendwo in der Leitung Energie im Feld stecken (quasi bezahlt und
nicht abgeholt ;-), und die führt zu einem rücklaufenden Strom (Woher weiss
der Strom, in welche Richtung er fliesst: Wie beim Akku, wenn z.B. bei
positiver Spannung Strom in den Pluspol reinfliesst, ist die Quelle keine
Quelle, sondern eine Senke ;-), da wir es aber hier mit Feldern zu tun haben,
gibt es eine rücklaufende Welle. Diese Reflexion findet im Modell an der
Stelle statt, an der sich die Diskontinuität befindet, also an der sich
entweder der Wellenwiderstand ändert (z.B. Stecker!) oder der
Abschlusswiderstand nicht gleich dem Wellenwiderstand ist. Auch dieses Signal
braucht wieder seine Zeit zurück bis zur Quelle.
Bei richtiger HF (also nicht zittrigem Gleichstrom ;-) hat aber in der Zeit,
in der der Strom einmal über das Kabel läuft, dieser schon einige Mal seine
Richtung geändert, d.h. die Wellenlänge ist kurz gegenüber der Kabellänge.
Jetzt wird klar, warum das Kabel in Teilstücken gerechnet werden muss: An
jeder Stelle ist eine andere Spannung vorhanden und eine andere Stromrichtung!
Das Modell erlaubt es nun, die vor- und rücklaufenden Wellen zu addieren (d.h.
Spannungen werden addiert, Ströme subtrahiert, laüft auf sogenannte
Bilineartransformationen hinaus), das Ergebnis ist eine Interferenz dieser
Wellen, die Stehwellen erzeugt. D.h. es gibt Stellen auf der Leitung, bei
denen in Summe keine Spannung zu sehen ist, und solche, bei denen die
doppelte Spannung zu sehen ist (Genauer muss man das eigentlich auch mit den
Strömen rechnen, deshalb nimmt man normierte Wellen, weil beides bei HF
so schlecht zu messen ist, das führt dann zu den s-Parametern und zu einem
sündteuren Messgerät namens Networkanalyser. Billiger gehts mit der SWR-
Messbrücke, die aber wieder nur die Hälfte anzeigt, die Phaseninfo fehlt ...).
Diese Stehwellen führen im günstigsten Fall zu merkwürdigen Effekten, im
ungünstigsten Fall können sich so hohe Spannungen aufbauen, dass sich die
Quelle auf französisch verabschiedet und den Reparaturetat belastet. Letzeres
passiert gerne bei leistungsstarken Sendern, wenn z.B. ein Windstoss die
Antenne "klaut" ...
4. Videosignal/75 Ohm Abschluss:
Wo diese Minima und Maxima liegen, ist frequenzabhängig. Und genau da liegt
das Problem für das Videosignal: Eine schlecht angepasste Leitung beeinflusst
das Videosignal in einer frequenzabhängigen Art und Weise, insbesondere bei
hohen Frequenzanteilen (karierte Kleidung, kleine Schrift usw.)
Bei kurzen Kabeldistanzen würde das noch nicht viel ausmachen, bei langen
Distanzen (3MHz entsprechen ca. 100m, 30MHz 10m Wellenlänge in Luft, aber
verkürzt, da Kabel langsamer, um gut einen Faktor zwei bis drei (ungefähr
sqrt(eps_r) für mu_r~=1), also bei einem Monitorkabel mit 100MHz nur noch z.B.
1m für eine komplette Welle mit beiden Polaritäten!). Man sieht, dass die
Problematik bei Fernseh-Video noch nicht so gross ist, hingegen bei
Computermonitoren je nach Zusammensetzung des Bildes bei schlechter Anpassung
die schönsten Muster entstehen können, je nach Bild und Länge des Kabels!
5. Audio:
Bei Audio bringt das nichts, weil die Wellenlänge im km-Bereich liegt und
zudem der reale Widerstand des Kabels im Modell signifikant wird
(Z=sqrt((R'+i omega L')/(G'+i omega C') mit realen Belägen, da omega klein,
wird R' signifikant, das mögen sich die HiFi-Kabel-Fritzen hinter die Ohren
schreiben).
6. Merkregel, Buchempfehlung:
a.) Der Leitungswellenwiderstand ist das Verhältnis einer einzigen, in positiver
Leitungsrichtung laufenden Spannungswelle zur damit verbundenen Stromwelle.
b.) Die Merkregel zu a.) stammt aus Hoffmann, Hochfrequenztechnik, Springer
Verlag (ISBN 3-540-61667-5, auch wenn die ISBN nicht streng wissenschaftlich
ist ;-)
7. Genauigkeit von Modellen:
Dieses Modell bedingt, dass die Leitung sich in etwa durch solche Teilstücke
simulieren lässt. Das ist nicht selbstverständlich, weil Spulen Magnetfelder
erzeugen, die auf andere Spulen wirken können und das auch tun (siehe Trafo),
gleiches gilt für das elektrische Feld von Kondensatoren. Solange wie das
modellierte Kabel halbwegs homogen ist, funktioniert das Modell aber ganz
gut.
Andernfalls wird es sehr kompliziert, man muss dann eine echte 3D
Feldberechnung anhand der (von Oliver Heaviside in die uns heute bekannte
Form überführten) Maxwellschen Gleichungen durchführen, das geht mit FEM,
FMM oder FDTD Simulatoren, die komplex zu bedienen und zumeist nicht
ganz billig sind. Die Maxwellschen Gleichungen sind nette partielle
Differentialgleichungen mit ersten Ableitungen von allen Feldkomponenten
jeweils nach allen Raumdimensionen und der Zeit, ineinandergeschachtelt gibt
das zweite Ableitungen und die MW-Gleichungen sind, ausser für einfache Fälle
(Transversalwellen, einfachste Antennen und Kabel etc.) analytisch nicht
lösbar. Selbst für eine schnöde Leiterbahn gibt es nur Schätzformeln, die
sich rein von ihrer Grösse und Komplexität "gewaschen" haben.
Die Simulation ist aber nötig, weil solche inhomogenen Kabel auch Filter aller
Art (eben Leitungsbauteile), aber auch Zirkulatoren oder Antennen sein können,
ganz lustig wird es, wenn dann auch noch dielektrische Materialien mit
seltsamen Eigenschaften dazukommen (geht hin bis zum magnetisch abstimmbaren
YIG-Oszillator).
*-----
F.20. Firma aufbauen
Von: Oliver Betz 2000
Die Newsgroup zum Thema: news:de.etc.beruf.selbstaendig
> Von der Idee zum Produkt
Ihr habt eine Schaltungsidee, und sogar schon einen Prototypen aufgebaut ?
Ihr glaubt, das sich das als Produkt verkaufen lässt ? Nur zu, aber es gibt
eine Menge Hürden, die für die etablierten Firmen alle kein Problem sind,
nicht zuletzt die Handwerkskammern, für die so was in den Bereich
"Elektrotechnisches Handwerk" fällt und die dazu einen Meistertitel oder
Ingenieur sehen wollen, wenn man was von "Inbetriebnahme", "Installation",
"Reparatur" auf die Gewerbeanmeldung geschrieben hat statt "entwickeln",
"herstellen", "vertreiben" wofür die IHK zuständig wäre, produzieren geht
immer im Rahmen eines Hilfsbetriebes.
DARF das Produkt verkauft werden ? Verstösst es gegen keine Patente und hält
es die Vorschriften ein und ist es im Sinne der Produkthaftung unbedenklich ?
Das ist schon schwer zu prüfen, aber ein batteriebetriebenes Gadget ohne
spitze Kanten kann höchstens nicht-funktionieren. Nach IEC61508 und 61511 ist
für Geräte, die höchstens leichte Verletzung einer Person bzw. kleinere
schädliche Umwelteinflüsse verursachen können, keine SIL-klassifizierten
Teile verwenden werden. Bei netzbetriebenen Schaltungen sollte man die 230V~
im Steckernetzteil lassen, so lange dieses möglich ist, das erspart eine
Menge Probleme. Sobald etwas funkt, an die Telefonleitung oder im Auto
eingebaut wird, werden die Vorschriften zur Wissenschaft.
KANN das Produkt sinnvoll hergestellt werden ? Manch einer hat eine Idee, die
sich dann aber als zu teuer in der Fertigung herausstellt. Massenproduktion
senkt die Herstellungskosten immens, aber die Investitionen sind auch nicht
ohne. Und die meisten wollen garantierte Abnahmemengen, bevor sie sich auf
gute Preise einlassen. Diese Garantie darf man natürlich nie geben. Ein
kommerzielles Produkt benötigt ein ordentliches Plastikgehäuse
(Spritzgussform ohne Einleger kostet so um 3000 EUR, mit 2 Einlegern, z.B.
Messinggewindebuchsen schon 5000 EUR), eine bestückte gedruckte Leiterplatte,
ein gedrucktes Manual und einen ordentlichen Karton, ein CE-Bapperl und eine
EAN-Nummer, und bei all den Dingen muss man 1000, besser 5000 Stück auf ein
Mal abnehmen, damit die Preise interessant werden. Handarbeit ist bei
geringen Stückzahlen gar nicht mal so teuer, ihr glaubt nicht wie schnell man
100 Platinen bestückt, in ein Gehäuse eingebaut, in einen Karton gesteckt, in
Folie eingeschweisst und auf eine Palette gestapelt hat, man braucht dazu mit
Übung nur 1 Tag und ein Tauchlötbad mit Drahtabschneider. Bei Handbestückung
werden bei passender Arbeitsumgebung bloss 3 Sekunden pro Bauteil angesetzt.
Ihr könnt also selbst ausrechnen, wie viel Gewinn bei 'nur 3,5 cent/Bauteil'
dem Bestücker bleibt. Für SMD Hühnerfutter sind 0,5 cent reichlich, das wird
schliesslich automatisch platziert. In China fällt ein DVD-Player für 7 Euro
mit Verpackung vom Band.
KENNST du die nötigen Leute ? Wer nicht schon Abnehmer und Lieferanten
kennt, bekommt schlechtere Konditionen oder gar keinen Fuss in die Tür. Nicht
umsonst lebt dieses Land von Beziehungen und Bestechungen. Und das ist
auch kein Wunder, denn wenn du dir selbst überlegst, mit wem du Geschäfte
machen möchtest, denkst du auch zunächst an Freunde und Bekannte, obwohl
du weisst, das die nicht unbedingt die Allerbilligsten oder Allerbesten sind,
aber man weiss bei ihnen wenigstens, was man hat, und hofft, nicht total
beschissen zu werden.
WIRD das Produkt den Kunden erreichen ? Herstellen alleine genügt nicht, das
Produkt muss auch an den Mann gebracht werden, und ihr ahnt nicht, wie
schwer es ist, einen Karton in die Regale grosser Handelsketten zu bekommen.
Ohne Bestechung (aka Regalfläche mieten) geht da eigentlich gar nichts.
Glücklicherweise ist der Vertrieb seit dem Online Shop im Internet wesentlich
einfacher geworden, aber manche Produkte müssen halt im Einzelhandel unter
die Leute gebracht werden. Und Werbung ist noch ein ganz anderes Kapitel.
Einfacher ist es, wenn man Zulieferer ist, und man den Abnehmer schon kennt,
dafür verdient man dabei auch weniger weil man vom Abnehmer abhängig ist.
HÄLT das Produkt, was es verspricht ? Ausfälle und Reklamationen sind teuer.
So lange sie nur am Gewinn zehren, geht das noch, aber es kann anfangen, mehr
Geld zu kosten, als die ganze Sache ursprünglich eingebracht hat. Erst Recht,
wenn Anwälte und Gerichte ins Spiel kommen. Warum stecken in vielen
kommerziellen Geräten mehr Bauteile, als in der Application Note des
Herstellers ? Warum werden bestimmte Bauteile verbaut, andere (bessere,
billigere) aber nicht ? Das hat meist etwas mit der Erfahrung der anderen
Anbieter zu tun. Sie ergänzen die Schaltung, damit sie zuverlässig
funktioniert, sie meiden Bauteile, die für Ausfälle oder Beschaffungsprobleme
bekannt sind. All das weisst du nicht. Insofern lohnt es sich immer, ein
ähnlich geartetes Gerät der Konkurrenz zu kaufen, und die darin verwendeten
Bauteile und Methoden zu übernehmen, solange nichts dagegen spricht.
Die Ausfallrate kann man berechnen
http://www.et-inf.fho-emden.de/~elmalab/bauelement/download/BdE_1.pdf
allerdings muss man noch die Temperatur berücksichtigen.
Patente stören weniger als man denkt, denn die meisten Schaltungstricks sind
schon alt und die Patente lange lange ausgelaufen. Bekommt man Ärger, lohnen
sich eigene Patente, die man zum Tausch anbieten kann. Das ist letztlich auch
der einzige Anwendungszweck für ein eigenes Patent, denn zum Schutz vor
Konkurrenten sind die eigentlich untauglich: Die Anmeldung ist ohne 5000 EUR
Patentanwalt unmöglich, 18 Jahre Gebühren kosten ebenso viel, aber wenn man
sich die Kosten der 3 Gerichtsverfahren zum Streitwert nicht leisten kann,
muss man das Patent erst gar nicht anmelden.
Sollte ein Unternehmensberater also lediglich auf die steuerlichen Aspekte
eingehen, schmeisst ihn gleich wieder raus. Denkt allerdings als Freiberufler
an die Betriebshaftpflicht, denn ohne GmbH seid ihr voll haftbar, nicht nur
bei Vorsatz (dann hilft auch keine Haftpflicht). Und eine 1 Mio Versicherung
kostet locker 1500 EUR im Jahr.
Von: Rafael Deliano 1999
> Gefühl für Elektronik-Preise
Dass man sich alle Fakten nicht aus dem Finger saugen kann ist klar, aber auf
Gefühl sollte man sich nicht verlassen.
> Automobilbereich
Immer im Auge behalten, dass "einfache" Schaltungen, dort nicht mehr einfach
sind. Die Teile sollen erweiterten Temperaturbereich haben (nicht immer
billig, nicht immer handelsüblich), die Aufbauten sollen vibrationsfest,
korrosionsfest sein. Es gibt spezielle EMV-Anforderungen für Abstrahlung, seit
sie ABS, Funktelefone usw. haben. Das Bordnetz ist bekannt schmutzig, man
muss also auch störfest sein. Alles in der Entwicklungsphase raussuchen,
Liefersperre vom Kunden während der Fertigungsphase kann für kleine Firmen
der Ruin sein. Pfuschen ist für Grossfirmen eben leichter. Kunden habe ferner
scharfe Stichprobenprüfungspläne. Einige Nieten können zu Rücksendungen
ganzer Lieferungen führen (= Lieferausfall, teuer). D.h. kosteneffektive und
gute Testbarkeit berücksichtigen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei hohen
Stückzahlen Ausfälle durch Bauteilstreuung oder Lötfehler nicht mehr durch
Reparatur so nebenbei zu beheben sind, es sind dann einfach zu viele Boards
die man bearbeiten müsste. Niemand kann im Prüffeld eine chinesische Armee
aufbauen um solche Fehler zu suchen und wem nicht klar ist, warum man die
Baugruppen nicht wegwerfen kann, dem kann ich das gerne separat erläutern.
Also Optimierung von Schaltung und Layout dahingehend frühzeitig ernsthaft
betreiben.
> Stückzahlen 1...3 Mio/a.
Real oder Vertriebsprognose ? Meine Erfahrung: Inschinöre schätzen um Faktor
2, echte Vertriebsleute um Faktor 4 - 10 zu hoch, wenns um zu erwartende
Stückzahlen für ein Produkt geht, das die Firma bisher nicht produziert hat.
> Aber wie bekommt man die zu erwartenden Preise in den Griff?
- Im Rechner der Distributoren stehen bekanntlich Preise bis 100 St als
Listenpreise. Oberhalb 1k wirds recht schnell Verhandlungssache. Wobei der
Kunde die besten Karten hat, der über längere Jahre hohe Stückzahlen bei dem
Distributor gekauft hat. D.h. ein neues, unbekanntes Unternehmen kriegt hohe
Preise genannt, kalkuliert dementsprechend teuer, fliegt bei Ausschreibung
sofort raus.
- Da der Wechselkurs oft in den Preis eingeht (Distributor fragen, wie er
abrechnet), kann es interessant sein Wechselkurse über die Jahre bezüglich
bestimmter Währungen zu beobachten. Von Katastrofen abgesehen, gibt es immer
Trends die ein paar Jahre halten. Man hat schliesslich die freie Wahl, ob man
als Controller einen Japaner oder Amerikaner einbaut.
- Lieferfähigkeit ist während der Produktionsphase wichtiger als der Preis
(sieht jeder erst ein wenn's zu spät ist). Manche Mengen kann man nicht vom
Lager der verschiedenen Distributoren zusammentelefonieren. Auch mündliche
Zusagen der Distributoren über Lieferfähigkeit sind wertlos, nach einem
halben Jahr erinnert sich da niemand mehr dran. Aber andererseits will
niemand langfristige Lieferverträge mit Distributoren abschliessen. Wenn die
Fertigung schleppend hochfährt, oder die Stückzahlprognose zu hoch lag oder
die ewig fleissigen Entwickler das Teil schon wieder rausdesigned haben kriegt
man Teile die man nicht braucht und soll sie zahlen. Die Lieferverträge decken
manchmal das Währungsrisiko ab, hängt aber oft ab was im Detail vereinbart
wurde.
Wenn man sich ohne langfristige Verträge bei Halbleitern durchmogeln muss:
- second source verfügbar ? Heute oft kaum noch möglich das zu
berücksichtigen. Upgrades funktioniert oft noch: d.h. OP mit Standardpinning
immer durch anderen, besseren ersetzbar.
- Reputation des Bauteilherstellers bezüglich Lieferfähigkeit beachten. Einige
sind berüchtigt: Motorola, Maxim ...
- Unbekannte Hersteller die über Preis in einen Markt eindringen wollen, aber
praktisch noch nichts fertigen oder verkaufen sind auch verdächtig. Sie gehen
so schnell wie sie kommen.
- Bei Distributoren anfragen welche Stückzahlen er ab Lager liefern könnte.
Hohe verfügbare Menge deutet auf viele design-ins hin und das Teil sollte damit
gängig sein.
- Zu alte oder zu neue Teile meiden. Alte, exotische Teile (vor 1990) werden
oft abgekündigt, weil der Hersteller die Fertigungslinie abbaut. Bei neuen
Teilen sammelt er oft schon Bestellung, kriegt die Fertigung aber nicht so
schnell hoch wie er meint. Rückstau zwangsläufig, kleinster Kunde hat
geringste Priorität.
Für kleine Firmen sind die hohen Stückzahlen oft eher eine Einladung sich das
Genick zu brechen, als eine lukrative Gelegenheit.
Von: Rafael Deliano 1999
>> Lieferfähigkeit ... wichtiger als der Preis
> ... Diesen Punkt hätte ich beinahe aus den Augen verloren.
Man kann auch sagen warum: wenn geliefert wird, kommt Zahlung rein. Ob das
Produkt statt ein wenig Gewinn, ein wenig Miese macht, merkt man selbst oft
erst beim Nachrechnen. Die Bank jedenfalls merkt nichts. Wenn jedoch wegen
Lieferunfähigkeit keine Zahlung kommt, wird die Bank nervös und knipst einem
oft vorschnell das Licht aus.
>> (ca. 1 kB ROM, ca. 200 Byte RAM)
Ein derartiger Controller (20 Pins) wie der 68HC707J1A kostet bei 1k als OTP
nur noch 1.20 EUR. Die Variante KJ1A (16 Pin) als OTP bei 1k -.80 EUR ist bei
grösseren Stückzahlen (500k) unter -.45 EUR. (Das sind Preise die Future mal
veröffentlichte) ROMs sind nochmal billiger, aber die Stückzahlen ab denen sie
der Hersteller annimmt sind dementsprechend hoch. Offensichtlich sind Typen
wo man die Fertigung mit OTPs hochfahren kann und erst wenn alles stabil ist
auf ROM wechselt empfehlenswert.
> kundenspezifischen ASIC
Wie oben gesehen ist gegen Standardcontroller vom Preis nicht viel zu holen.
CPLDs sind teuer und brauchen viel Strom, Gate Arrays sind nicht so
änderungsfreudig wie Software und es dauert oft Monate bis die Samples kommen.
Ich hab vor 10 Jahren mal ein kleines gemacht: 50% der Zeit ging drauf das
Programm für den Tester zu schreiben ...
5 Punkte gäb's noch um am Preis für hohe Stückzahlen zu bohren:
- Für simple Anwendungen ist 8 Bit oft überdimensioniert. 4 Bit CPUs werden
speziell für Preiskriege immer noch gemacht. Hauptsächlich Japaner. Aber z.B.
in Deutschland (Eching/Heilbronn Fertigung in Frankreich) MARC4 von
Atmel/Temic. Einige Teile auch OTPs. Einsatz z.B. mit Transpondern in
KFZ-Schliessanlagen (Temic gehörte mal Daimler-Benz). Wenn man beim
Distributor fragt, wird man meist abgewimmelt. Besagt aber nichts, die Teile
werden hauptsächlich für einen Kundenkreis, der nicht bei Distributor kauft,
gefertigt. Besser direkt beim Hersteller bohren.
- bipolare Analogschaltungen kann man mit Zetex als "analoge" GateArrays
fertigen, braucht allerdings Stückzahlen (10k/Jahr ?). Auf dem Chip sind NPN,
(lausige) PNP, Widerstände, kleine Kondensatoren. Man zahlt nur eine
Metallisierungsmaske. Die Standard-ICs die Zetex selbst anbietet basieren alle
auf diesen vorgefertigten Arrays. War bei vielen Produkten von Ferranti und
Exar genauso. Hat den Vorteil, dass die Parameterstreuung ständig kontrolliert
wird und das Ausgangsprodukt billig ist. Zum Entwickeln gibts DIL-IC-Kits die
die Transistoren enthalten. So kann man Breadboards aufbauen. Ferner gibts die
Transistordaten in PSPICE-Format, man kann also auch MonteCarlo-Analyse
machen (konnt man bei Ferranti damals noch nicht).
- Leiterplatten aus Fernost in FR1/FR2 und einlagig sind billiger. Die Sorte
wird in Deutschland zwar kaum noch produziert, aber immer noch von vielen
Firmen bei preiskritischen Produkten verwendet. Technisch ist es nötig das
Layout (Leiterbahnbreite, Lötaugendurchmesser) sorgfaltig abzustimmen, wegen
der schlechteren Haftfestigkeit des Kupfers. Man kriegt auch einfache
SMD-Schaltungen drauf. Als Material gibt es die "echten schlechten" braunen
aus Fernost, aber auch das gelbliche, plastikartige FR3-Material das z.B. auch
für Posttelefone eingesetzt werden durfte und in Europa noch produziert wird.
Vorher abklären wie es in der Anwendung um Anforderung an Flammschutz,
Aufquellen bei Feuchtigkeit, mechanischer Festigkeit aussieht. Bei grossen
Boards (Netzteilen) verzieht sich FR1 beim Schwallen oft unschön oder hängt
bei Trafos durch.
Wenn man weiches Leiterplattenmaterial hat, muss man die Boards auch nicht
mehr bohren sondern kann Stanzwerkzeug (allerdings grösserer Lochdurchmesser)
machen, was bei hohen Stückzahlen sinnvoll sein kann.
- Lieber mehr als weniger herumtelefonieren, wenn Teile teuer und der Markt
uneinheitlich ist. Trifft besonders für elektromechanische Teile und ähnliche
Exoten zu. Ich brauchte unlängst einen 600:600 Ohm Übertrager ohne weitere
Anforderungen. Erste Anruf an Haufe/Deutschland: die wollten 5 EUR. Weiter
zu Consar, der amerikanische Trafos für Modems führt. Kompakte Teile, guter
Qualität aus automatischer Fertigung, aber etwa 2 EUR. Verwendet wurde dann
ein Teil aus Fernost das etwas über -.50 EUR kostet. Es ist keine Augenweide,
funktioniert aber auch.
- Versuchen Probleme prinzipiell anders anzugehen, insbesondere in Software zu
verlagern. Ich habe hier eine Leiterplatte mit einem kleinen Controller und
einem bipolaren analogen Freisprech-IC (4 EUR) das zusätzlich einen Schwung
kleiner Aluelkos benötigt. Da der Controller abgekündigt wurde, kommt ein
etwas grösserer rein der zusätzlich A/D-Wandler und mehr Pins hat. Alles nicht
benötigt, aber der Typ ist die preiswerteste Alternative in der Familie.
Gleichzeitig werde ich versuchen das Freisprech-IC durch einen Analogschalter
4066 (0,10 EUR) zu ersetzen und den Controller die Schalterei machen zu lassen.
Er kann sich durch die A/D-Wandler den Pegel in beiden Kanälen bestimmen und
tut während des Sprechens ohnehin sonst nichts.
> "Entwickeln" kann man ja eigentlich nicht sagen, da das ja eh nur
> ein Zusammenstellen einiger hochintergrierter Chips ist.
Manch einer denkt, daß Seriengeräte nur nachgebaute ApplicationNotes sind.
Für industrielle Anwendung ist servicefreie Lebensdauer, also verbesserter
Blitzschutz interessant.
die analoge Beschaltung kann oft deutliche Auswirkung auf die Fehlerhäufigkeit
BER haben. Eher bei höheren Geschwindigkeiten ein Problem.
die analogen Telefonnetze in Europa sind nicht sonderlich kompatibel und daß es
Zulassungstests besteht bedeutet nicht, daß es in der Praxis dann auch überall
funktioniert. Z.B. innerhalb Nebenstellenanlagen.
einige (Modem-)Chipsätze hatten Macken. Rockwell z.B. manchmal nur
Verbindungsaufbau zwischen Rockwell-Chips aber nicht zu anderen Modems.
Auch der automatische Wechsel zwischen Geschwindigkeiten im Betrieb war
früher oft problematisch.
D.h. "jeder" kann zwar ein bischen ein Modem bauen, aber nur spezialisierte
Firmen mit KnowHow und geeigneten Meßgeräten können Produkte basteln die
marktfähig sind. Ist in den meisten Branchen so.
Wer beim Aufkleben des CE-Bapperls Skrupel hat, ist als Unternehmer charakterlich
ungeeignet.
*-----
F.20.1. CE-Zeichen / Elektronikschrott / RoHS / WEEE / Bleifrei
Jedes in Europa verkaufte Gerät muss den in seinem Bereich geltenden
Richtlinien und Gesetzen folgen, und das bringt der Hersteller oder Importeur
durch Aufkleben des CE-Zeichen zum Ausdruck. Klagen können Wettbewerber, wenn
sie herausfinden, daß das Gerät gegen eine Vorschrift verstösst. Man sollte
also die für einen geltenden Vorschriften kennen und im Zweifel messen ob die
eigenen Geräte sie einhalten, sonst kann man böse Überraschungen erleben. Wer
nach Amerika liefern will, muss eine Zulassung der Underwriter Laborytories UL
haben.
http://www.regtp.de/ (EMVG)
http://www.ce-zeichen.de/klassifizierung.html
http://www.dti.gov.uk/innovation/strd/strdpubs/page10946.html
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2009:093:0003:0010:DE:PDF (EG Verordnung 278/2009 Steckernetzteile)
http://download.hager.com/Hager.de/e-volution/files_download/wissen/luk_teil1.pdf (Teil 1 bis 5, Elektroinstallation)
Für in KFZ eingebaute (inkl. Autoradio excl. in Zigarettenanzünder gesteckte)
Geräte braucht man die e-Typgenehmigung nach 72/245 EG (aktueller
Änderungsstand 2006/28 EG) bzw. die E-Typgenehmigung nach ECE R10, sie
unterliegen dafür im Gegenzug nicht der WEEE. E1 kommt aus Deutschland, E13
aus Luxenburg ist oft preiswerter zu bekommen und hier auch gültig.
Nach Anfangsbewertung deines Unternehmens durch das Kraftfahrbundesamt, bei
der eine Zertifizierung nach ISO 9000 ff. hilfreich ist, gehst du mit deinem
Equipment zu einem vom KBA zertifizierten Prüflabor, das Dich berät, ein
Gutachten erstellt, und den Antrag zur Typgenehmigung beim KBA einreicht.
Das KBA erteilt dann nach Prüfung der Unterlagen gegen Gebühr 522,00 € die
Typgenehmigungsnummer. Gelegentlich wird deine Fertigung vom KBA Dresden
gemäß 70/156/EWG, Anhang X, geprüft.
In explosionsgefährdeten Bereichen brauchen Geräte eine ATEX (EEx Zone 0, 1,
2, 22) Zulassung:
http://www.druckgeraete-online.de/seiten/atex/atex_produkt/atex_def_atmosphaere.htm
Ab März 2006 muss Elektronikschrott von den Herstellern zurückgenommen und
entsorgt werden. Europaweit http://www.weee-forum.org/members_list.htm und in
Deutschland ist die http://www.stiftung-ear.de/ zuständig. Für kleine
Hersteller ergibt das viele Fragen, gerade wenn sie viele unterschiedliche
nicht direkt vom Endverbraucher einzusetzende aber in ganz Europa direkt
bestellbare Sachen produzieren, wie z.B. uC-Entwicklungsboards. Präventiv
kann man schon mal alle Geräte gleich machen, in dem man sie mit einem
übergeordneten Begriff versieht (statt ARM-Developer, PIC-Master etc. einfach
uCDevelop for ARM, uCDevelop for PIC). Eine gute Darstellung findet sich hier:
http://www.mikrocontroller.net/articles/WEEE-Anmeldung
Die Gegenseite liefert solches hanebüchenes:
http://www.elektronikpraxis.vogel.de/themen/bauteilebeschaffung/bauteileeinkauf/articles/230330/index.html
Die möglichen Kosten sind immens und übersteigen den mit dem Verkauf zu
erzielenden Gewinn bei Weitem. Auch wer wenig produziert, bekommt eventuell
grosse Mengen an Elektronikschrott zur Entsorgung aufgedrückt. Zur Entsorgung
können sich viele Kleinanbieter zusammenschliessen, die Anmeldung muss jedoch
jeder selbst durchführen und bezahlen. So lange er es nur in andere EU-Länder
verschickt, reicht eine Anmeldung in Deutschland, kommt es im anderen Land
aber unter einem anderen Namen von einem lokalen Vertretung, muss es dort
gemeldet werden. Wenn man bedenkt, das in das System auch hundertausende
Tonnen von Altgeräten einfliessen, sollten kleine Hersteller gar keine Rolle
spielen und ausgenommen werden. Betrachtet man die Anmeldungen bei EAR, sieht
es so aus, als ob die meisten Importeure sich nicht anmelden. So lange man
seinen Produkten keine Namen gibt, sondern sie nur an andere Leute verkauft,
die ihren Namen draufstempeln bevor die Geräte an Endanweder gehen, ist man
als OEM nicht vom EAR betroffen. Eventuell muss man die VerpackV beachten,
die gegenüber dem ElektoG mit 27 Seiten recht harmlos ist und mit 20 EUR
erledigt werden kann. Wer Batterien (von der Knopfzelle bis zum Bleiakku)
in Deutschland erstmals in verkehr bringt (also herstellt oder importiert),
der muss sich beim Umweltbundesamt registrieren und ein Mülltonnen-Zeichen
auf seinen Produkten anbringen.
http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/verpackv_lesef.pdf
http://www.baehr-verpackung.de/cgi-bin/shop/front/shop_main.cgi?func=htmlserv&tmpl=shop_text_win.html&content=my_VerpackV
http://www.jurablogs.com/thema/elektrog
Bausätze werden wie die sich daraus ergebenden Geräte behandelt.
Sicherheitsnormen in der Elektrotechnik, Band 1 Von Harald Probst
http://books.google.at/books?id=0cMGPPa4DlUC&pg=PA30-IA99&lpg=PA30-IA99&dq=%2BBaus%C3%A4tze+%2BCE&source=bl&ots=L8fPu2_TZA&sig=Q8KMy7J5fYmKAvMhyrgSPo6Uhc8&hl=de&ei=E-8UTN6dBpOAOK20yKIG&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=5&ved=0CCYQ6AEwBDgK#v=onepage&q=%20Baus%C3%A4tze%20%20CE&f=false
Bei Kleinmengen unter 30kg bzw. 300kg/Jahr reicht inzwischen die Anmeldegebühr
von 200 EUR. Vermutlich sind allerdings die von der EAR in Rechnung gestellten
Kosten nach Az. AN 11 K 08.01161 vom 29.10.2008 rechtswidrig, also immer
Einspruch einlegen damit man ggf. zurückerstattet bekommt.
http://www.codemercs.com/phpBB2/viewforum.php?f=11
http://bundesrecht.juris.de/elektrogkostv/anhang_2_9.html
http://take-e-way.de/fileadmin/user_upload/EletroG-Kostenverordnung_2010-03.pdf
http://www.mikrocontroller.net/topic/168443#1654269
http://ak-weee.izm.fraunhofer.de/
http://europa.eu.int/eur-lex/pri/en/oj/dat/2003/l_037/l_03720030213en00240038.pdf
http://www.bmu.de/de/1024/js/download/elektro/
http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=332
http://dip.bundestag.de/btd/16/029/1602904.pdf
http://www.vereinigung-mb.de/
http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/downloads/doc/38117.php
http://www.take-e-way.de/
Die RoHS Richtlinie verbietet die Verwendung von Bleilegierungen als Lot in
Consumer-Geräten (Medzintechnik und Fernmeldetechnik ist teilweise
ausgenommen)und man hört von bis 3mm langen Zinn-Nadeln (Tin-Whiskers) die
Probleme bei Verwendung von Reinzinn vor allem an nicht-verlöteten
Bauteilanschlüssen verursachen:
http://nepp.nasa.gov/whisker/
Derzeit wird behauptet, daß die immense Ausfallsquote bei Microsofts XBox360
von über 30% mit Schäden von über 1 Milliarde Dollar auf bleifreies Lot an
wärmebelastetem BGA zurückzuführen ist. Auch der Ausfall des LHC soll auf
bleifreies Lot zurückzuführen sein. Man kann das unterschiedlich bewerten,
da aber RoHS in Japan eingeführt wurde auch mit dem Ziel, nicht-RoHS-konforme
Importe verhindern zu können, ist das ein voller Sieg von Sony. RoHS hat es
geschafft, einen ausländischen Konkurrenten zu schaden.
Bei Jägern, die jährlich 3000-4000 Tonnen Blei allein in Deutschland verpusten,
hat man das Bleiverbot wieder gekippt:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/brandenburg/jaeger-schiessen-wieder-mit-blei/1276010.html
Die Firmen selbst müssen ihre elektrischen Einrichtungen auch prüfen oder
prüfen lassen nach BGV A3 (VDE702), was unter 5 EUR pro Gerät kosten sollte,
und das muss dokumentiert werden damit Versicherungsschutz besteht, sollte
von dem Gerät ein Schadensfall ausgehen.
*-----
F.21. Akkus und Memory Effekt
Von: MaWin 4.7.2000
> Wie lädt man Akkus wieder auf ?
http://www.linear.com/ Power_sect5.pdf (BATTERY CHARGERS)
http://www.drmm.de/akku/
http://www.uni-koblenz.de/~odsbset/profse96/akku-gr/welcome.htm
http://www.basytec.de/links.html (hunderte Links zu Akkus und Brennstoffzellen)
In Nickel-Cadmium (NiCd) und Nickel-Metallhydrid (NiMH) Akkus kann man einfach
14 Stunden lang einen Strom hineinschicken, dessen Mittelwert einem Zehntel der
Kapazität entspricht, also z.B. einen 700mAh Akku mit 70mA aufladen. Das tun
die ganzen Billigladegeräte, bei denen der spezielle Trafo gleich die
Strombegrenzung übernimmt (Prinzip Klingeltrafo) und die man nach 14 Stunden
abklemmen soll.
Trafo Diode
o---+ +---|>|--o +
230V~ S:S Akku (geht nur mit speziellem Trafo!)
o---+ +--------o -
Der Akku muss bei diesem simplen Ladeverfahren vor dem Aufladen ausreichend
entladen sein, damit man ihn nicht überläd. Er ist entladen, wenn unter
Belastung die Spannung unter 0.9V/Zelle fällt, da lässt das Gerät dann auch
meist deutlich nach. Entlädt man einen Akku aus mehreren Zellen weiter,
beginnt die Tiefentladung, die dem Akku schadet, so bald eine Zelle unter
0V entladen wird, also von den anderen Zellen über das Gerät hinweg umgepolt
wird. Hat der Akku deswegen einen Zellenschluss (also eine intern
kurzgeschlossene Zelle mit dauerhaft 0V) wird oft das billige Ladegerät
überlastet, so das dessen interne Temperatursicherung abschaltet. Man muss
dann zusätzlich zum Akku im Gerät auch die Temperatursicherung im Trafo des
Laders auswechseln, falls sie auswechselbar ist.
http://www.ict.fhg.de/deutsch/scope/ae/nikohcd.html
http://www.panasonic.com/industrial/battery/oem/images/pdf/Panasonic_NiCd_Overview.pdf
Achtung: Es lohnt sich, bei gekauften Ladegeräten mal den mittleren Ladestrom
bei halbvollem Akku (1.2V/Zelle) mit einem einfachen Analoginstrument oder
Digitalinstrument nachzumessen. Der Strom liegt meist so weit vom Sollwert
entfernt, das man die aufgedruckte Ladezeit entsprechend korrigieren sollte.
Manche Akkus sind mit höherem Strom auch in 4 Stunden schnellladefähig.
Am Fahrrad tun es 5 NiCd-Zellen (6V) hinter einem Brückengleichrichter weil der
Dynamo konstant 500mA liefert und damit zum Akkuladen ideal geeignet ist, wenn
der Akku ausreichend Kapazität hat (z.B. ein in 4h schnelladefähiger 2Ah-Akku
aus SubC-Zellen wie für Modellbau). Der Akku stabilisiert zu dem die Spannung,
braucht aber einen Tiefentladeschutz.
Gleichrichter Schalter
Dynamo --+---|>|-+--+--o/o--+-------+
| +-|>|-+ | + | |
| | Akku Lampe Rücklicht (6V)
+-(-|<|-+ | - | |
Masse -----+-|<|-+--+-------+-------+ (NICHT Rahmenmasse)
5*1N4001
http://fahrradzukunft.de/11/nabendynamo-lade-adapter/
Es geht auch simpler, wenn es nicht akkugepuffert sein soll:
http://www.led-treiber.de/html/dynamo-treiber.html
Wenn der voll geladene Akku im MP3-Player nur als halbvoll angesehen wird,
liegt es nicht unbedingt an einem defekten Ladegerät, sondern an einer
billigen Akkuanzeige, die nur die aussagelose Spannung anzeigt, und für 1.5V
Batterien statt 1.2V Akkus ausgelegt ist. Bei 0% (0.9V) sind wenigstens beide
leer. Hier Entladekurven üblicher Akkus und Batteriezellen:
http://www.lpilsley.com/viewbatt.htm
Will man ein einfaches Ladegerät mit einem normalen Trafo selber bauen,
benötigt man eine explizite Strombegrenzung, die leider zu zusätzlichen
Verlusten führt. Einfach ein Vorwiderstand, besser eine Glühlampe die
etwas stromregelnd wirkt und Kontrolle zugleich ist, oder aufwändig mit
elektronischer Stromquelle z.B. mit dem LM317, der aber mindestens 4.5V
'verbraucht'. Aber Achtung: Bei der gezeigten einfachen
Gleichrichtervariante ohne Siebung ist der Strom im Mittel geringer, als
das was man mit Spitzenwerten ausrechnet, also schön aufpassen.
Zu dem ändert sich ja die Akkuspannung pro Zelle von 0.9V (je nach
Entladezustand auch 0V) auf 1.5V (je nach Strom der beim Laden fliesst,
bei Schnelladung auch bis 2V), und in allen Varianten soll die
Strombegrenzung zumindest zu ähnlichem Strom führen, also muss die
Trafospannung insbesondere beim einfachen Vorwiderstand und Lampe
deutlich höher liegen als die Akkuspannung. Die letzte Variante mit
einem OpAmp wie TLC271 ist für eine konstante Versorgungsspannung
vorgesehen, die dafür nur so hoch wie die maximal zum Laden benötigte
Spannung von 2V/Zelle sein muss. Wenn Spannungsteiler R1 und R2 0.1V
bildet (also z.B. 49k und 1k bei 5V), dann muss bei 0.1V durch R3 der
gewünschte Ladestrom fliessen (also z.B. 1.42 Ohm für 70mA)
+-----+ --+----+---------+
+--|>|--+ --+ --|LM317|-+ R1 ) Akku
| | | +--+--+ R +---|+\ |
| Lampe R +----+ R2 | >-100R-|< NPN oder NMOSFET
Trafo | | | | +-|-/ |E
| Akku Akku Akku | +--)---------+
| | | | | | R3
+-------+ --+ -----+ --+----+---------+
Am Ende des Ladevorgangs wird jedoch der Akku überladen. Es beginnt
sich der Elektrolyt im Akku zu zersetzen. Dagegen enthält jeder Akku
einen Katalysator, der den Elektrolyten wieder rekombinieren lässt. Aber
nur in geringer Menge pro Zeit. Deshalb sollte man beim Laden eines
eventuell schon vollen Akkus nicht mehr Strom verwenden, als der Akku
laut Datenblatt erlaubt. Meist nur C/10tel und beim Dauerladen gar nur
C/25tel. Damit schadet man dem Akku aber auch nicht übermässig.
(http://www.gpbatteries.com/ sagt z.B. das man 2 Jahre C/20tel verwenden
darf, ohne dem Akku signifikant zu schaden, Sanyo Cadnica H Serie gelten
bei C/30 als dauerladefest). Hat ein Akku nur noch 80% seiner
Nennkapazität, ist er nach DIN 43539 als defekt einzustufen.
Wenn man auch teilentladene Akkus mit mehr Strom aufladen will, muss das
Ladegerät eine automatische Akku-voll-Erkennung und Abschaltung enthalten.
Da ein voller Akku die hineingesteckte Energie nicht mehr chemisch binden
kann, wird die Energie statt dessen in Wärme umgesetzt. Wenn man genügend
Strom zum Laden verwendet (1C), ist die Temperaturerhöhung deutlich
erkennbar, und man kann sie direkt am Akkumetallgehäuse messen und bei ca.
40 GradC abschalten, z.B. mit einem Bimetall-Temperaturschalter und einem
Relais oder Thyristor in Selbsthaltung (denn es soll natürlich nicht
weitergeladen werden wenn die Temperatur wieder unter 40 GradC sinkt). Man
kann einen Widerstand über den Kontakt legen der den Akku abschaltet um mit
geringem Strom von C/50tel eine Erhaltungsladung zu realisieren. Der von
Pollin angebotene Temperaturschalter PEPI-C ist für eine Notabschaltung bei
57 GradC in Ladegeräten gedacht, die normalerweise per -DeltaU abschalten
sollten. Als normale Akku-Voll-Abschalttemperatur ist das zu viel.
+ --+-R-+ Ladestrombegrenzung auf ca. 1C
| |
| o +
| Akku
| o -
| |
| | +-+--+
| | | | |
| o o | o
Relais==\ | / Bimetall-Temperaturschalter
| o | o
+----(--+ |
- -------+-----+
Oder man erkennt die Temperaturerhöhung indirekt weil die chemische Spannung
bei steigender Temperatur sinkt, und wartet darauf, das die Zellspannung beim
Laden nicht mehr steigt, sondern gleich bleibt (NiMH) oder gar fällt (NiCd).
Das Verfahren heisst -DeltaU. Man kann die Spannung messen während Ladestrom
fliesst, bekommt dann aber Probleme mit sinkendem Innenwiderstand lange
gelagerter Zellen während des Ladevorgangs. Schaltet man periodisch zum
Messen den Ladestrom ab, wie es der ICS17xx tut, kann man einerseits effektive
Schaltregler als Stromquelle nutzen, die sonst den A/D-Wandler zu sehr stören
würden, und bekommt andererseits innenwiderstandsunabhängigere Messwerte,
wenn man exakt in derselben Zeit nach Abschaltung misst. Andererseits
bekommt man interessante Erkenntnisse aus dem Vergleich der Zellenspannung
während der Ladestrom floss und kann den Innenwiderstand berechnen.
Lädt man nicht einzelne Akkus, sondern mehrere in Reihe geschaltete Zellen
als Säule, so sind nicht alle Akkus zur Selben Zeit voll. Man muss aber den
hohen Ladestrom abschalten, wenn die erste Zelle voll geworden ist. Da der
-DeltaU Effekt von der steigenden Spannung der anderen Zellen überlagert
wird, kann man nicht mehr auf eine fallende Spannung am Akkupack warten.
Man schaltet ab, wenn sich die Kurve wieder abflacht, also die Ableitung der
Kurve der Ladespannung ihr Maximum überschreitet. Siehe ICS QuickSaver
von Galaxypower.
Da -DeltaU bei NiMH früher abschalten muss als bei NiCd, sollte man NiMH
nicht in automatischen NiCd-Ladern aufladen, das Ladeende wird nicht
rechtzeitig bzw. nicht zuverlässig erkannt, der Akku eventuell überladen.
Umgekehrt geht es, bei NiCd wird halt der Schnellladevorgang etwas früher
beendet. Da bei so einem Ladevorgang der Akku nicht überladen wird, spielt
der auf dem Akku aufgedrucke maximale Ladestrom keine Rolle, schliesslich
darf er auch beim Entladen überschritten werden.
Man nimmt normalerweise 1C (also 1 Stunde Ladezeit), damit die Akkus am
Ende der Ladezeit so 40 GradC warm werden können, weil das Ladegerät nur
an der wegen steigender Wärme fallenden Spannung erkennt, das der Akku
voll ist. Trotz dieser Ladezeiten muss man keine explizit schnellladefähigen
Akkus verwenden, sondern es tun normale mit C/10tel angegebene Akkus.
Lädt man in 15 Minuten mit 4C spielt der Innenwiderstand der Zelle schon
eine Rolle, das sollte man also nur niederohmigen (also vom Hersteller als
hochstromgeeignet und schnellladefähig gekennzeichneten) Zellen zumuten,
läd man in 4 Stunden mit C/4 wird der Akku nicht richtig warm, es sei denn,
er ist in ein Gehäuse verpackt.
Wer neue Akkus kauft, bei denen man nicht weis wie lange sie schon rumliegen,
vor allem NiMH, und wer ein Ladegerät hat, das per -DeltaU elektronisch
abschaltet, der sollte die Akkus erst mal (im Gerät, also auf ca. 0.9V/Zelle)
entladen (sind sie vermutlich eh), dann ausrechnen wie lange sie im Ladegerät
laden müssten (per Kapazität/Ladestrom Berechnung, ohne Korrekturfaktoren wie
140%), sie laden lassen und zur berechneten Zeit aus dem Ladegerät rausnehmen,
im Gerät benutzen bis sie leer sind und noch mal auf die beschriebene Art
laden. Erst danach sollte man das Ladegerät seine eigene Ladeschlusserkennung
anwenden lassen, in der Hoffnung das es die Akkus dann nicht auf 70 GradC
aufkocht, was sonst leicht passiert, weil bei neuen Akkus offenbar das
Ladeeende nicht gut erkannt werden kann und in Ladegeräten oft nur die
zeitgesteuerte Notabschaltung greift, wenn es denn überhaupt eine hat.
Das Schnellladegerät beendet den Schnellladevorgang mehrerer Zellen, wenn die
erste Zelle voll ist. Um die restlichen Zellen voll zu laden, darf man aber
durch die volle Zelle nur noch den Nennladestrom von meist C/10tel schicken.
Der Akku muss also noch einige Zeit (1 Stunde oder so) im topping charge mit
maximal dem aufgedrucken Ladestrom nachgeladen werden. Danach schaltet man in
den trickle charge Modus (mit C/50 oder was das Datenblatt als
Erhaltungsladestrom empfiehlt) zurück, um mit Dauerladung den Akku gegen
dessen Selbstentladung immer voll zu halten, bis er aus dem Ladegerät
entnommen wird. NiCd scheinen mit Dauerladestrom besser zurecht zu kommen
als NiMH.
Das Reflexladeprinzip des ICS170x ist besonders interessant und wird im
NC2000 verwendet. Auch ohne Entladeimpuls eignet sich der IC besonders für
Schaltregler (LM2576T-ADJ) als Stromquelle, weil er vor dem Messen die
Stromquelle abschaltet. GalaxyPower ist pleite und stellt die ICS17xx-Chips
nicht mehr her (Ersatz AIC1781), aber das Patent auf das Reflexladeprinzip
ist auch ausgelaufen, man hat also kein Problem sich den Algorithmus in
einen uC mit 12 bit A/D zu programmieren.
Das Computerized Charging System (CCS9620 von http://www.conrad.de) von BTI
http://www.bticcs.com ist bloss ein vorprogrammierter PIC Microcontroller
ohne A/D-Wandler. Das VDX-Verfahren (Voltage Descend Expander) vergleicht
die Ladespannung mit und ohne Ladestrom und ist hier beschrieben
http://www.elektromodellflug.de/Uploads/fs9801081.pdf und das
Reflex-ähnliche ACT-Verfahren kommt von hier: http://www.actcharge.com/
Ein Überblick findet sich in http://www.basytec.de/ladung/ladung.html
Weiteres: http://www.kriechhammer.at/ecs/
Ein NiCd/NiMH-Akku geht kaputt, wenn er umgepolt wird. Das passiert bei
einer Säule, wenn eine Zelle leer wird (0V) und die anderen Zellen (über den
Innenwiderstand des angeschlossenen Geräts) ihre Spannung entgegen der
Polung an die leere Zelle anlegen. Einen abgeklemmten Akku (kein uA darf
fliessen) kann man problemlos lagern, möglichst leer aber nicht kurzgeschlossen
(Selbstentladung schadet offenbar), und im Kühlschrank. Nach längerer Lagerzeit
muss er, ebenso wie neu gekaufte Akkus, ein paar mal aufgeladen / entladen
werden, bis er seine volle Leistungsfähigkeit wieder erreicht. Hat sich ein
voll aufgeladener und danach abgeklemmt gelagerter NiCd/NiMH Akku schon nach
wenigen Tagen selbst fast ganz entladen, hat man Ausschuss mit defektem
Separator erwischt.
Von: Robert Obermayer 8.2.2006
Die mittels Widerständen gekillten Akkus waren 2200er GP und 2000er
Panasonic (also die besten 4/5 SC NiMH), die durch langes Lagern bei
0V ausgelaufenen waren 1250SCR, CP1700, N-SCRC 1700 (die guten schwarzen)
und einige 650er Varta AA(NiCd). Mindenstens gleich lange rumliegende,
aber nicht gesondert entladene Packs des gleichen Typs haben die
Lagerzeit ohne Kapazitäts (und Flüssigkeits-)verlust überstanden und
hatten noch >1V/Zelle wie ich sie wieder geladen habe.
Panasonic schreibt in einem manual auch sinngemäß:"for extended storage
periods, recharge every year to avoid leakage" und hat da imo. recht
Wie schnell sollte das Ladegerät den Akku aufladen ? Das hängt von der
Verwendung des Akkus ab. Im Prinzip gilt, "ebenso wie er entladen wird".
Bei Hochstromanwendungen (Modellsport) also schnell Laden, bei
Niedrigstromanwendungen (Wecker) besser langsam laden. Der Grund liegt in der
Kristallbildung im Akku: Hohe Ströme brechen die Kristalle, was zu niedrigerem
Innenwiderstand führt (gut bei Hochstrom) aber auch die Selbstentladung
beschleunigt (schlecht bei geringem Strombedarf). Ebenso enthalten
schnellladefähige Akkus viel Katalysator, was ebenfalls die Selbstentladung
beschleunigt. Allerdings *müssen* automatisch abschaltende Ladegeräte
schnellladen, da sich nur dann bei vollem Akku eine Temperaturerhöhung ergibt,
die in Folge zu einer Spannungsänderung führt, die dann gemessen werden kann.
Länger als 4h sollte also kein automatisch abschaltendes Ladegerät brauchen
(und unter 15min wird's auch kritisch). Zeitgesteuerte Ladegeräte sollten den
Akku vorher entladen (auf 0.9V/Zelle) und dann 14h oder 4h aufladen und dann
auf Erhaltungsladung (kleiner C/25tel) umschalten. Bis zu welcher Spannung darf
man einen NiCd/NiMH-Akku entladen ? Im Prinzip 0V, aber dabei muss in einer
Säule JEDE Zelle beachtet werden, da ja keine umpolen darf. Die Akkukapazität
wird aber nach IEC durch eine Entladung bis 0.9V/Zelle gemessen, ebenso wie
bei normalen Zink-Kohle / Alkali-Mangan Batterien, und da man bei
0.9V*Zellenanzahl bei einer Säule davon ausgeht (was in der Praxis oft aber
nicht immer hinhaut), das jede einzelne Zelle noch mehr als 0V hat und nicht
umgepolt wird (was tödlich wäre), nimmt man für Akkus auch 0.9V bei Entladung
von C/10tel. Die Spannung bricht ab 1.1V eh so schnell zusammen das unter 0.9V
eigentlich nichts mehr zu holen ist. Bei Hochstromentladung spielt der
Akkuinnenwiderstand aber eine grössere Rolle, so das bis 0.5V herunter entladen
wird.
http://www.ti.com/ BQ2002 / BQ24007 / BQ2050 (Zählfehler reduzieren Akkukapazität)
http://www.maxim-ic.com/ MAX712 / MAX713 / DS2770 / DS2715
http://www.onsemi.com/ MC33340 / MC33341
http://www.vishay.com/ U2400 / U2402
http://www.nxp.com/ TEA1100 / TEA1102 / TEA1104
GalaxyPower ICS17xx (AN17, AN23)
http://www.analog.com.tw/ (AIC1781-1783)
http://www.analog.com/ fsect5.pdf
http://www.linear.com/ AN64 (LTC1325), AN68 (LTC1510, LTC1511)
http://www.conrad.de/ Anleitung von 130136 (mit U2402)
http://www.mikrocontroller-projekte.de/ (Reflexlader)
http://www.gb97816.homepage.t-online.de/ (Reflexlader C166)
http://www.harald-sattler.de/html/body_tons_lader.htm (NC2000)
http://www-user.rhrk.uni-kl.de/~dittrich/trxcharger/
http://www.akkumatik.de/ (Bausatz)
http://www.elexs.de/led8.htm (PR4403 an Solarleuchte)
http://www.atmel.com/ AppNote AVR450 (NiCd, NiMH)
http://www.microchip.com/ Application Note Reference Design PICREF-2 (NiCD/NiMH + PC-Interface)
http://www.standardics.nxp.com/support/documents/microcontrollers/pdf/an439.pdf(87c751 Fast Nicad Charger)
http://www.freescale.com/files/microcontrollers/doc/app_note/AN2679.pdf (NiCd/NiMH mit 68HC08)
http://www.zilog.com/ an0137.pdf (Z8 based Pb/NiMH/NiCd Battery Charger)
http://www.schulze-elektronik-gmbh.com/
Einfache Schaltung ähnlich AN17 von Galaxy Power ohne überflüssigen DCHG
+-----+
+----------|7805A|-------------------+
| +--+--+ |
+-10k-+-------(----------------------(----------+
| | | |VCC |
| +---+--+ | +---+---+ |
| |on/off| | 1N5404 |VIN | |
o--+-|LM2576|-+--(--L-+-|>|-+-R1-+--|ICS1700|-4k7-|< BC547
| | FB| | | | | | | CHG| |E
30V | +-+--+-+ | | Elko Akku R2 +---+---+ |
| | | | | | | | | |
Elko | +---(--+----(-----+----+------+----------+
| | | | |
| | +--|<|--+ Shunt (0R4 = 3A Ladestrom)
| | | |
o--+---+--------------+-----+
> Bleiakkus
Ein Bleiakku (Pb) wird an eine Spannungsquelle angeschlossen, die pro Zelle
2.3 Volt liefert (bei 20 GradC, temperaturabhängig -4mV/K), also 13.8V für
einen Autoakku. Die Spannungsquelle muss damit klar kommen, das der Akku mehr
Strom haben will, als der Akku aushält und die Spannungsquelle liefern kann.
Wieviel steht i.A. drauf, wenn nicht kann man sich nach Panasonic richten,
die sagen 0.4C bei ihren Bleigelakkus, also 4.8A bei 12Ah Akku. Der Lader
muss also eine Strombegrenzung als Schutzeinrichtung enthalten, wie das
normalerweise bei integrierten Spannungsreglern der Fall ist (z.B. LM317,
einstellbar L200 Schaltung im Datenblatt beachten, PB137, UC3906 macht
temperaturkompensierte Schnelladung mit nachfolgender Erheltungsladung,
AppNote U131, UC2909 ist moderner. Die Temperaturabhängigkeit kann man gut
mit einem Pt100 RTC Platinwiderstandstemperatursensor, NTC oder einer
Siliziumdiode im Spannungteiler des Spannungsreglers ausgleichen, siehe
Datenblatt des LT1038 von http://www.linear.com/ .
Ein Bleiakku geht kaputt, wenn er entladen rumsteht (er sulfatiert dann),
netterweise darf man ihn ewig an einem wie beschrieben spannungsgeregelten
Ladegerät lassen. Der Selbstentladestrom liegt so um 1/100 der Kapazität.
Lädt man ihn nur kurz auf und klemmt ihn dann vom Ladegerät ab, darf man
auf 14.4V (2.4V/Zelle bei 20 GradC) gehen, so wie es die Lichtmaschine im
Auto macht. Die billigen Autoakkuladegeräte enthalten lediglich einen
strombegrenzenden Trafo und einen Gleichrichter ohne jede
Ladespannungsbegrenzung, der volle Akku wird also gnadenlos überladen, er
gast. Beim Autoakku kann man dann das zersetzte destillierte Wasser wieder
nachfüllen, 'wartungsfreie' Bleigel-Akkus sind dauerhaft geschädigt.
Den relativen Akkurestkapazitätszustand kann man über 4-Leiter
Innenwiderstandsbestimmung mit C/5 Entladeimpulsen in Millisekundenlänge
ermitteln.
Üblich ist bei 11.4V eine Akku-Leer-Warnung und bei 10.8V der Lastabwurf,
bei hohem Entladestrom (Automotoranlasser) geht es auch mal unter 8V.
Erst bei 12.6V wird die Last wieder drangeschaltet. Kam der Akku mal unter
11.4V, darf er ein mal bis auf 15V (2.5V/Zelle bei 20 GradC nur bei genauester
Beachtung der Temperaturkompensation) aufgeladen werden, kam er mal unter
12.4V kann man ihn ein mal bis 14.4V aufladen.
Es gibt länger haltbare (Bleigel-)Akkus, z.B. Excide/Sonnenschein A602/200
mit 18 oder Absolyte GP mit 20 Jahren.
http://www.panasonic.com/industrial/battery/oem/images/pdf/Panasonic_VRLA_ChargingMethods.pdf
http://focus.ti.com/lit/an/slua115/slua115.pdf
http://www.microcharge.de/index.php?option=com_content&view=article&id=51&Itemid=56
http://www.taunus-biker.de/~mdvp/Bat/Batterie.html (Bleiakku)
> LiIon/LiPo
Lithium-Ionen-Akkus werden im Prinzip ebenso wie Bleiakkus geladen,
allerdings muss die Ladeschlussspannung von 4.20 Volt (man achte auf die 0)
JEDER ZELLE auf 0.5% genau eingehalten werden, sonst wird sie entweder nicht
voll, 0.1V macht 10% aus, oder fängt beim Überladen Feuer:
http://www.liposack.com/video.htm
0.5% einzuhalten ist nicht so einfach. Nimm einen fertigen LiIon Ladechip,
falls nicht schon ein Li-Ion protection chip im Akkupack enthalten ist. Mit
ihm ist der Ladevorgang ein Kinderspiel: Er schaltet den Akku ab, bevor er zu
tief entladen wird oder wenn das Geraät zu viel Strom zieht (Kurzschluss), und
er klemmt den Akku von der Ladestromversorgung ab, wenn er voll ist oder zu
viel Ladestrom bekommt. LiIon-Akkus mit eingebauter Schutzschaltung sind also
nur für Belastungen und Ladeströme bis zu bestimmten Werten zu gebrauchen,
meist nur bis 1C, darüber trennt die Schutzschaltung den Akku wegen
Überstrom ab, daher verwenden Modellbauer Akkus ohne Schutz und benötigen
deshalb kompliziertere Ladegeräte. Sonst kann zum Laden aber einfach eine
strombegrenzte Spannungsquelle nicht zu hoher Leerlaufspannung (meist unter
6.5V gefordert) verwenden. Man kann den Ladestrom per Vorwiderstand begrenzen,
oder einen schon strombegrenzten Trafo verwenden, oder ein Schaltnetzteil
welches bei zu hoher Belastung die Spannung zurücknimmt. Das nennt man CCCV
Ladung, Ladung zuerst mit konstant begrenztem Strom und dann konstant
begrenzter Spannung. Als Ladeschlusserkennung tut es ein TL431/TLV431 in
folgender Schaltung:
+-------+--|>|--+---+------+
| | | | | angenommen 2mA low current LEDs
| rtLED | grLED | grLED leuchtet, wenn Akku voll
| |K | |K | rtLED leuchtet, wenn Ladespannung da ist
strom- | 39k 1k2 |
begrenzter | | | Gerät
Trafo | +-TL431 | TL431 bei 1 Zelle eingestellt auf 4.5V
| | | | |
| 2k 47k | |
| | | | |
+-------+-------+---+------+
Ein LiIon-Akku geht sofort kaputt, weil sich Lithiumionen in die
Metalloxidelektrode einlagern, die dabei an Volumen zunimmt und zerbröselt,
wenn er unter eine bestimmte Spannung entladen wird, auch durch
Selbstentladung, also rechtzeitig bei meist 3.0V abschalten und gleich wieder
aufladen. LiPolymer sind letztlich LiIon Akkus ohne Hülle, also nichts
prinzipiell anderes, und werden genau so behandelt. Ob 3.6V oder 3.7V als
Nennspannung angegeben wird, ist letztlich egal, nur die Ladeschlussspannung
von 4.1, 4.2 oder 4.3V darf nie überschritten werden. Eine niedrigere
Ladeschlussspannung verlängert angeblich die Akkulebensdauer signifikant
(das halte ich aber für Humbug, auch Sanyo redet bei trickle charge nur von
einer Gefahr die im Akku befindliche Sicherung auszulösen).
http://www.toshiba.com/taec/components/Generic/DS_BT31930297.pdf (LiIon Datenblatt)
http://www.batteryonestop.com/baotongusa/products/datasheets/li-ion/SANYO-UR18650F-26A.pdf
http://industrial.panasonic.com/www-data/pdf/ACA4000/ACA4000PE2.pdf
http://industrial.panasonic.com/www-data/pdf/ACA4000/ACA4000PE4.pdf
http://www.maxim-ic.com/ (z.B. MAX1811/1898 LiIon protection, DS2726 5-10 cell protector/balancer)
http://www.st.com/ (L6924 1 Zelle)
http://www.microchip.com/ MCP73811 500mA max SOT23-5 LiIon protection inklusive Transistor
http://www.seiko.co.jp/ S8241 SOT23-5 1 Zelle LiIon Protection mit externem Transistor für mehr Strom
http://www.intersil.com/ (ISL6298 1 Zelle)
http://www.analog.com.tw/ (LiIonProtection AIC1802/1803/1804/1821)
http://www.onsemi.com/ (MC33351 3 Zellen incl. balancing, CS5361 Notebookakkulader)
http://www.atmel.com/ ATA6870 (6 Zellen kaskadierbar incl. Balancing)
http://www.linear.com/ (LTC6802 4-12 Zellen kaskadierbar incl. Balancing, LTC660 Ultraprecision Voltage Divider als Balancer)
http://www.ti.com/ (BQ24007, BQ2954, TWL2214 Notebookakkulader, BQ77PL900 5-10 Zellen incl. Balancing)
http://www.rutronik.de/ (Panasonic LiIon Einzelzellen)
http://www.mamo-modelltechnik.de/ (LiIon/LiPoly Einzelzellen)
http://www.lipoly.de/ (LiIon/LiPoly Einzelzellen)
http://www.modellbau-bichler.de/ (LiIon/LiPoly/LiMnO2 Einzelzellen)
http://www.elv-downloads.de/service/manuals/LPS1/66765_Schutzschaltung_LPS1.pdf
http://www.aplusproducts.com/gallery/products/batteries/protection_modules.pdf
> Alkali
Es gibt inzwischen auch wiederaufladbare Alkali-Mangan Akkus für Geräte, die
1.5V/Zelle benötigen. Allerdings sind diese Akkus sehr schlecht. Sie können
(sogar nach Herstellerangabe) nur wenige Male (ca. 25) wieder aufgeladen
werden. Rechnet man die Kapazität einer nicht wiederaufladbaren Alkali-Mangan
Zelle (Mignon 2.8Ah) und die Kapazität eines Alkali-Mangan-Akkus (1.5Ah wenn
neu, 0.5Ah kommen bei jedem Wiederaufladen dazu), gegen den Preis auf, lohnt
sich das nicht. Siehe http://horst-lehner.mausnet.de/efaq/efaq.pdf Kapitel 2.6
und c't 23/2002 S. 193. und AppNotes zu BQ2902/2903 von http://www.ti.com/ ,
die von Rayovac verwendet wurden.
> Was tritt eigentlich bei Alkali-Mangan Batterien als weisses Kristallpulver aus ?
Der Elektrolyt aus 35 bis 50 Gew.% KOH, 6 Gew.% ZnO und Zusätzen von LiOH oder
Ca(OH)2.
> Memory-Effekt
Mit 'Memoryeffekt' wird das Verhalten von NiCd-Akkus beschrieben, die mehrfach
nur teilentladen wurden (z.B. durch eine automatische Abschaltung des Geräts)
und dann ein Mal weiter entladen werden soll. Die Spannung bricht an der Stelle
der alten Abschaltgrenze messbar zusammen. Die Restkapazität lässt sich nur bei
verringerter Spannung herausholen. Warum ?
Da die chemische Reaktion 'Ladung' im NiCd nicht gleichmässig über das innere
Volumen abläuft, gibt es bei 'halbleeren' Akkus Zonen die chemisch entladen
sind, wenn andere noch chemisch geladen sind. In einer lange nicht
'angefassten' Region vergrössern sich Kristalle, ebenso wie in einem Akku, der
lange rumliegt. Grössere Kristalle bewirken einen erhöhten Innenwiderstand.
Ein belasteter Akku mit höherem Innenwiderstand bricht in der Spannung ein, er
erscheint dem angeschlossenen Gerät 'leerer', es schaltet früher ab, wodurch
diese 'Zone' des Akkus nie mehr angefasst wird, also auch nicht besser wird.
Man behebt den Effekt durch mehrmaliges entladen (bis die schwächste Zelle nur
noch 0.5V hat) und wieder aufladen.
Siehe section 5 "battery chargers" des "practical design techniques for power
and thermal management" aus "Training and Events" von http://www.analog.com/ .
Es gibt im Web auch eine andere Meinung zu lesen, aber man behebt sie auf
dieselbe Art, so das einem die Physik dahinter egal sein kann.
http://www.repairfaq.org/ELE/F_Battery.html
NiMH Akkus sind von diesem Effekt bei weitem nicht so stark betroffen, aber
ich habe hier NiMH Akkus erlebt, die zwar fast volle Kapazität hatten, aber
mit dem Alter einen immer weiter steigenden Innenwiderstand (2 Ohm) der sich
auch durch Hochstrom-Lade-/Entladezyklen nicht besserte und die damit
unbrauchbar waren.
> Zellen knacken
Unbelastete Akkuzellen haben ja eigentlich, auch wenn sie leer sind, eine
Spannung von um die 1 Volt. Was tun, wenn in einer Akkusäule eine Zelle nur
0 Volt hat ? Diese Zelle ist dann intern kurzgeschlossen. Durch Umpolen der
Zelle während einer Tiefentladung sind Cd-Nadeln gewachsen, die beide
Elektroden miteinander verbinden. Man kann diese Cd-Nadeln durch einen
Hochstromimpuls knacken (z.B. vollgeladenen 10000uF/35V Elko an die Zelle
halten). Das hilft aber nicht wirklich, da sich nicht die ganze Cd-Nadel
zurückbildet. Der Akku hat eine höhere Selbstentladung, wird also in der
Säule wieder als erster leer, wird umgepolt und man hat das Problem erneut.
Ersetzt man nur diese Zelle, hat man in einer gebrauchten (verbrauchten :-)
Säule einen neuen Akku, der seine Stärken nicht ausspielen kann. Ersetze
lieber gleich alle Zellen und verwende die restlichen woanders.
> Wie redet mein Notebook mit seinem Akkupack ?
http://www.sbs-forum.org/
> Wie lädt mein Telefon seinen Akku wieder auf ?
Von: Ingolf Pohl
Beim Entladen wird der Strom gemessen (eher selten) oder die Software
des Telefons kennt die Verbräuche des Gerätes in den einzelnen Zuständen
hinreichend genau. Einige Hersteller veranstalten dazu einen ganz
schönen Aufwand bei der Produktion, bei jedem Telefon im Endtest wird
der Stromverbrauch für die einzelnen Zustände protokolliert und im
geräteeigenen EEPROM abgelegt, ohne ständiges Messen im Betrieb kann
die Software so einigermaßen bilanzieren.
Die Software des Gerätes verwaltet dazu ein Ladekonto mit aktuellem
Ladezustand und maximalem Ladezustand im EEPROM.
Ich versuch jetzt mal so ein Lade-Entladezyklus zu beschreiben,
ausgehend davon dass leere Akkus in ein neues Gerät gesetzt werden.
1. Das Gerät verfügt über eine Voreinstellung des maximalen
Ladezustandes von 500mAh. Es lädt den eingesetzen Akku mit 120% (bis
150% je nach Mut des Herstellers) des maximalen Ladezustandes. Ein
500mAh Akku wäre mit 120% überladen, ein 1600mAh Akku nur zu 1/3
geladen. Das Ladekonto wird auf 500mAh gesetzt
2. Beim Entladen wird je nach Aktion vom Ladekonto abgebucht. Hat es zum
Beispiel 10% erreicht, dann gibt das Telefon bescheid, denn bei einem
angenommenem 500mAh Akku wären ja nur noch 50mAh Rest. Bei einem
1600mAh Akku wären noch 1150mAh Rest.
3. Wird jetzt das Telefon nicht gleich hysterisch auf die Ladeschale
gesteckt, sondern echt leer telefoniert bis die Hardware eine
Tiefenentladung durch Zwangsabschaltung bei kleiner 0.9V/Zelle
vollstreckt, dann hat das Ladekonto (im EEPROM) beim 500mAh Akku
ungefähr 0, beim 1600mAh Akku einen negativen Wert, denn es wurden ja
320% entnommen.
4. Beim nächsten Ladezyklus wird zuerst der maximale Ladezustand
korrigiert, beim 500mAh Akku wird er sich nicht sonderlich ändern, beim
1600mAh Akuu wird er um 220% größer sein, als das letzte Mal. Jetzt wird
wieder mit 120% (der korrigierten Kapazität) oder mehr geladen...
Fazit der Methode ist einfach:
- Das Telefon kann sich an die Kapazitätztoleranzen der Akkus anpassen.
- Verschiedene Akkus können eingesetzt werden.
- Für größere Akkus ist der Ladestrom ungefährlicher.
- Bei größeren Akkus ist die Ladezeit länger.
- Das Einsetzen von vollen Akkus ist nicht so gut, da zuerst geladen wird.
- Die Methode benötigt das (gelegentliche) vollständige Laden/Entladen
(Hier liegt auch die echte Schwäche des Systems, kaum ein Anwender
entlädt den Akku vollständig !)
Ähnliche Methoden wurden (werden) auch bei GSM-Telefonen eingesetzt,
das erklärt auch warum bei einigen die Batterieanzeige nach längerem
Benutzen immer ungenauer wird, oder warum plötzlich bei 50% Anzeige das
Telefon abschaltet. Man muß auch hier öfter mal das Telefon komplett tot
telefonieren und anschließend schön voll laden. Bei meinem ältlichen GSM
ist das tatsächlich so, plötzlich ist bei "halbvollem" Akku Schluss.
Wenn der Strom wieder da ist, dann hat auch das Bilanzprogramm gemerkt,
dass der Akku leer war und die Anzeige wieder auf Null gesetzt...
Laptop-Akkus verfügen oft über eine Fuel-Gauge, also einen Chip im Akku
der rein- und rausfliessenden Strom misst und versucht, die Akkukapazität
mitzuführen, wie BQ2010 (siehe Datenblatt bei http://www.ti.com/ ). Wohl
wegen unzureichender Software im Laptop haben diese Chips die Eigenart,
mit der Zeit immer weniger über den Akkuladezustand zu wissen und auch
leere Akkus nicht mehr nachladen zu wollen oder volle Akkus als leer
anzusehen. Bei vielen hat es geholfen, der Chip mal vom Akku abzulöten
(Rücksetzen) oder per direktem Ansprechen (über die Parallelschnittstelle
des Laptops) umzuprogrammieren, und plötzlich spielten die Akkus wieder
mit. Also: Schaut auch im WWW um, was sich bei eurem Akku machen
lässt, bevor ihr verzweifelt dessen Zellen tauscht.
> Wie baue ich ein Lade-Netzteil für mein Handy bzw. Notebook ?
Handys und Notebooks haben meist eine ganz einfache Akkuladeschaltung
drin: Ein Transistor schaltet den Strom vom Netzteil direkt an den Akku,
der jedoch je nach Ladezustand eine unterschiedliche Spannung benötigt.
Wenn das Netzteil zu viel Strom liefert (weil es seine Nennspannung halten
will) geht, insbesondere bei leerem Akku, dieser Transistor und sonstwas
kaputt. Das Netzteil muss also eine Strombegrenzung haben und darf im
Leerlauf eine nicht zu hohe Spannung liefern. Wie viel, steht meist auf dem
alten Netzteil drauf (z.B. 4.5V/250mA oder 16V/3.8A). Der Grund liegt darin,
das im Gerät (Handy bzw. Notebook) keine zusätzliche Wärme entstehen
soll, und daher ein analog runterregelnder Transistor, der bei ausreichend
Spannung von selbst den Strom begrenzt, wegen der anfallenden Verluste
nicht verwendbar ist.
Daher darf man ein Notebook nicht direkt an den Autoakku anschliessen,
obwohl ja meistens die Spannung des Notebookakkus, zumindest entladen,
niedriger liegt als die Autoakkuspannung und die Spannung des Netzteils
vom Notebook höher liegt als die Autoakkuspannung, es also eigentlich
passen müsste.
Bei leerem Akku würde jedoch das Notebook versuchen, den Akku zu laden,
und dabei würde zu viel Strom fliessen, weil der Autoakku ja hergibt, was er
kann. Wenn man jedoch den Akku aus dem Notebook entfernt, geht es oft,
das Zuleitungskabel sollte jedoch eine KFZ-Schutzschaltung enthalten.
Man kann ein Labornetzteil (so ein Ding mit einstellbarer Maximalspannung
und Maximalstrom) verwenden, in dem man den Maximalstrom auf den zum
Akku passenden Ladestrom einstellt, oder ein vorhandenes (Schalt-)Netzteil
entsprechend umbauen.
Die primitivsten Handyladesteckernetzteile haben einen simplen Trafo drin,
der wie ein Klingeltrafo kurzschlussicher ist, weil bei steigendem Strom
dessen Verluste (Wärmeentwicklung) so hoch ansteigen, das kaum noch
Spannung rauskommt, und dahinter Gleichrichter und Siebelko. Das
allerprimitivste Autoladekabel besteht aus einem Vorwiderstand (13.8V-
Akkuspannung)/Ladestrom und einer Z-Diode (begrenzt Maximalspannung
bei Leerlauf und bietet Schutz vor Verpolung und Überspannung) am
Ausgang, aber die Bauteile verheizen ziemlich viel Leistung (5W
Widerstand, 3W Z-Diode) und sind deswegen nicht billig. Die Besseren
verwenden einen Linearregler wie L200 (nicht die defekte Charge L200C
82A333 ST SING, Reichelt) von http://www.st.com/ mit eingebauter
Strombegrenzung, der braucht aber auch einen Kühlkörper. Effektiver
ist ein Schaltregler wie MC34063, bei dem man zumindest den
Eingangsstrom begrenzen kann, und damit den Ausgangsstrom bei nicht zu
stark abweichender Eingangsspannung im Rahmen halten kann. Siehe auch
F.24. Schaltregler Nokia Laderegler.
Am Besten ist aber eine Konstruktion, bei der ein Schaltregler sowohl
Feedback von der Ausgangsspannung als auch vom Ausgangsstrom
erhält. Siehe LT1510, LT1512, TL494. Hat das Netzteil 3 Leitungen (Masse,
Versorgungsspannung, Ladespannung) ist meist die Ladespannung
strombegrenzt, die Versorgungsspannung nur gegen Kurzschluss geschützt.
Einschalten und Ausschalten der Spannungsversorgung per Taster:
Akku-+---+
1M |E
+--|< PNP oder PMOSFET
| |
1k +-----------+--- Versorgungsspannung für Schaltung
| 10k
+--|>|--+--|<|--+--- uC Eingang LOW Impuls zum abschalten
| |
| +------- Taster nach Masse für ein/aus
|
+---|>|----+
|
NPN >|--1k-- uC Ausgang Einschalten
E|
GND
http://www.call-n-deal.de/uwe/projekte/diverses/C25lader/
> Mein Batteriehalter schmilzt beim Laden weg
Verwende Batteriezellenhalter von Bulgin (bei Conrad, Farnell, RSOnline),
die halten bei Lötfahnenanschluss bis 20A aus.
> Ich brauche über mehrere Jahre Batteriestrom
Für Weidezaungeräte gibt es Batterien und Akkus um 100Ah als Zink-Kohle,
Alkali-Luft, Zink-Luft, und Bleiakkus, die speziell bei geringer
Stromentahme lange Laufzeiten erreichen zu akzeptablen Preisen:
http://www.weja-agri-tech.de/e02.htm
Desweiteren ist die (6V) "Laternenbatterie" recht gross und günstig.
*-----
F.21.1. Schutz gegen Tiefentladung
> Wie schützt man einen Akku vor Tiefentladung ?
Geht am einfachsten mit einem Relais, was bei der Entladeschlusspannung von
alleine abfällt, und dessen Kontakt man zum Einschalten mit einem Taster
überbrückt, aber das braucht Strom und leider sind Relais nicht so besonders
genau. Genauer geht's mit einem Unterspannungssensor (z.B. TL7702, ICL7665,
MC34161, TL431, LTC1440), oder einer Kombination aus OpAmp als Komparator und
Spannungsreferenz (es muss ja nicht der teure LM10 sein), dessen Ausgang so
lange mit Masse verbunden ist (active high Reset Pin), wie die
Betriebsspannung über der Mindestspannung liegt (je nach Unterspannungssensor
fest oder einstellbar), und dessen Ausgang den Spulenstrom des Relais
dauerhaft aushält. Diese Schaltung braucht aber eingeschaltet ebenfalls
zusätzlich den Relaisstrom.
Einschalttaster (Schliesser)
+Akku --+--o/o--+--- +Ub
| |
+--o/o--+ Relaiskontakt
: |
+--Rel--+
| |
+--|>|--+ Freilaufdiode
| |
| +-----+ Unter-
+----| | spannungs-
Ausgang +-----+ sensor
|
-Akku -----o-o--+--- GND
Ausschalttaster (Oeffner, oder zwischen Relais und Ausgang des Unterspannungssensors)
Unterspannungssensor bestehend aus Komparator und Spannungsreferenz
+---+---+---- Batt 10k 8k2 | | +--|-\ | | | >-- Ausgang +---(--|+/ Komparator wie 1/4 LM339 oder OpAmp Ref 2k2 | Ref = 2.5V Referenz wie LM336-2.5 +---+---+---- MasseVerwendet man ein bistabiles Relais und einen Unterspannungssensor mit active low, so braucht die Schaltung praktisch keinen Strom
/
+Akku --+-o o-+-----+-- +Ub
Rel1:Rel2 | bistabiles Relais
| +-|>|-+ Freilaufdiode
o | +---+ Unterspannungs-
AN / +---| | sensor mit
Taster o o +---+ aktiv low Reset
| AUS / |
| o |
-Akku --+-----+-----+-- GND
Man /kann/ auch per RESET-Controller (z.B. dem einstellbaren ICL7665) den
Verbraucher per MOSFET abklemmen, jedoch braucht die Schaltung dann auch
ausgeschaltet doch noch einige uA und darf demnach nicht ewig im Keller
rumliegen, sondern muss demnächst ans Ladegerät oder echt ausgeschaltet
werden. Der RESET-Controller muss jedoch eine ausreichend grosse Hysterese
haben, um nicht bei fehlender Belastung durch die ansteigende Spannung wieder
einzuschalten, sondern erst bei neu aufgeladenem Akku
+-o/o--+-------+ | | Schaltung | +-------+ | Akku |ICL7665|--|I NMOSFET (ggf. LogicLevel) | +-------+ |S | | | +------+-------+> Ladezustand von Akkus anzeigen. Suche nach 'Fuel Gauge/Gas Gauge' von Benchmarq bei http://www.ti.com/ wie BQ2010 und SAA1501 bei Philips. Einige Akkuladegeräte: Conrad Charge Manager 2000: Lädt nur einen Akku zur Zeit, 4 nacheinander Conrad Charge Manager 2010: Lädt 4 gleichzeitig, wegen 2 Lüftern sehr laut, neuere Modelle haben serielle Schnittstelle http://cm2010.sourceforge.net/ ELV ALR100 Accumanager AP2020 Ladestrom 700mA, lädt einzeln Sanyo C100 Ladestrom 700mA, lädt nur 2 oder 4 Akkus in Reihe Ansmann Powerline 4/5/6: Macht Akkus manchmal ZU voll. Schulze ISL6-330d 5.5A 150EUR *----- F.21.2. Verpolschutz Wenn der Spannungsabfall an einer normalen (oder Schottky) Diode zu gross ist
(+) --|>|-- + (-) ------- -und eine Verpolschutzdiode mit (ggf. selbstrückstellender PTC Polyfuse) Sicherung aus irgendwelchen Gründen nicht angebracht ist
(+) ---Sich-+-- +
+-|>|-+
(-) --+-------- -
kann man mit einem 'falschrum' angeschlossenen MOSFET batteriebetriebene
Geräte vor dem verpolten Einlegen von Batterien schützen. Zuerst leitet die
(eingebaute Body-) Diode, dann schaltet der MOSFET durch und überbrückt
die Diode, wenn die Threshold-Spannung zur Batteriespannung passt (also
bei 3V braucht man MOSFETs mit sehr niedriger Threshold-Spannung wie
IRF7401 (NMOS) / IRF7404 (PMOS), bei 4.5 bis 9V LogicLevelMOSFETs wie
IRL2505, ab 18V wird's auch für normale MOSFETs wie IRF530 (NMOS) oder
IRF9530 (PMOS) zu viel und man muss das Gate mit Spannungsteiler oder
Z-Dioden schützen). Umgekehrt sperrt alles, zumindest bis 20V Spannung.
(+) --------+-------- +
D |G S
(-) --+--NMOSFET--+-- -
+----|<|----+ (Interne parasitäre Diode)
*-----
F.22. Transistoren und Dioden
> Durchlassspannung einer Diode
Eine Halbleiterdiode lässt den Strom nur in einer Richtung hindurch. Aber eine
Diode ist kein ideales Ventil, das in einer Richtung ohne Verluste arbeitet,
und in der anderen Richtung dicht ist. Auch die oft genannte
Vereinfachung, das an einer normalen Silizium-Diode einfach 0.7V Verlust in
Leitrichtung auftritt, also die Diode unter 0.7V einfach nicht leitet, ist falsch.
Man sollte sich daran gewöhnen, das Dioden bei vollem Strom nach Datenblatt
ca. 1V Spannungsverlust bewirken. Fliesst nur ganz wenig Strom durch eine
Diode liegt der Spannungsverlust eher bei 0.5V. Die Spannung ist auch noch
stark temperaturabhängig (was in einem Thermometer ausgenutzt werden kann).
Schottky-Dioden haben so 0.3V weniger, sperren aber auch schlechter.
Germanium-Dioden haben bei kleinen Strömen noch weniger Spannungsverlust,
der aber normalen Strömen schnell ansteigt und Silizium-Dioden überflügelt.
Den Zusammenhang zwischen Strom und Spannung in Durchlassrichtung einer
Diode drückt die Shockley-Formel aus:
I = Is * ( exp( U / (n*Ut) ) -1 ) Is = Sättigungsstrom ca. 1E-14A n = Korrekturfaktor ca. 1..2 je nach Diode Ut = Temperaturspannung = (k * T ) / e ca. 26mV bei 25 GradC T = Temperatur [K] e = Elementarladung = 1.6E-19 [C] k = Boltzmann-Konstante = 1.38E-23 [K/J]> Sperrstrom verschiedener Dioden Eine Diode soll verhindern, das Strom 'rückwärts' durch sie hindurchfliesst. Aber es ist dem Hersteller nicht möglich, dieses Sperrverhalten unabhängig von den anderen Anforderungen zu optimieren. Zu dem verdoppelt sich der Sperrstrom bei einer Temperaturerhöhung um 10K. Daher gibt es verschiedene Dioden, und man sollte für den jeweiligen Zweck die passende wählen. Grosse Dioden haben auch eine grosse Kapazität in Sperrrichtung, die auch nervt. BFT25 als pA Diode BAV45, FJT1100, PAD1, ID101, 1N3595, BAS116, BAV199: Einige pA, langsam C-B-Stecke Kleintransistor: handvoll pA nicht golddotierte Kleinsignaldioden wie BAS45: nA, nicht so schnell golddotierte Kleinsignaldioden wie 1N914, 1N4148, 1N4448: uA, schnell (ähnlich wie golddotierter Transistor NPN 2N2369 PNP 2N5771) 50Hz Gleichrichterdioden wie 1N400x, 1N540x: dutzende uA, langsam Schnelle Gleichrichterdioden (fast recovery) wie MR, MUR, EGP: einige mA Schottkydiode: 150mA bei 30A-Diode nicht unmöglich., sehr schnell Dioden mit niedriger Schwellspannung: BAT32, BAT63, 1SS99, 1SS16, SMS1546 Silizium-Schottky-Spitzendiode bis 1GHz nur 0.2V: 1N82 Tunneldiode: 1N3716, TU300 Schaltdioden: 1PS70SB84 (Philips) Gallium Arsenid Schottky für Schaltnetzteile ab 1MHz: GS8DI25104 (IXYS) 250V/4A Von: MaWin 12.11.2003 http://www.101science.com/transistor.htm Der Bipolartransistor besteht aus einer Diode von Basis nach Emitter (das ist auch das im Schaltzeichen eingezeichnete Diodendreieck) die sich auch wie eine Diode mit einer Sperrspannung von ca. -6V verhält. Ab +0.5V zwischen Basis und Emitter fliesst zunehmend mehr Strom. Das besondere am Transistor ist nun, das der kleine von Basis nach Emitter fliessende Strom es ermöglicht, das ein grosser Strom vom Kollektor zum Emitter fliessen kann, wenn denn am Kollektor ausreichend Spannung anliegt. Ein kleiner Strom durch die Basis-Emitter-Diode ermöglicht dabei einen um den Stromverstärkungsfaktor hfe (zwischen 10 und 1000, meist so 100) grösseren Strom durch den Kollektor. Natürlich wird der Kollektorstrom nur so gross, wie es die umgebende Schaltung erlaubt, im Beispiel bestehend aus Spannungsquelle und Last. Beide Ströme fliessen zusammen durch den Emitter wieder aus dem Transistor heraus. Leider sind die Dinger recht unlinear, was man mit geeigneten Schaltungen zu begradigen sucht.
+--------+
|+ |
Last | +
B | Spannungsquelle
--|< NPN | -
|E |
---+--------+
Der einfache Transistor kann den Strom durch eine Last steuern, wenn er in
Reihe zur Last an eine Spannungsquelle geschaltet wird. Erhöht man die
Spannung am Eingang B langsam von 0V auf 1V, so bemerkt man ab 0.5V einen
raschen Anstieg des Stroms durch die Last. Der Transistor sollte den
maximalen Strom der durch die Last fliessen kann aushalten, also 1.5A bei
12V Spannungsquelle und 8 Ohm Last. Und auch den maximalen Verlust von
0.75*6 = 4.5´Watt der bei halber Aussteuerung auftritt. Auch der Strom in
die Basis darf nicht zu gross werden, meist 1/10tel des Stroms durch den
Kollektor, hier also 150mA. Diese 150mA werden schon in der Gegend von 1V
erreicht. Leider kann man die genaue benötigte Spannung nicht angeben,
weil sie von Transistor zu Transistor (selbst bei derselben Typennummer)
unterschiedlich ist, und stark mit der Temperatur schwankt.
Daher verwendet man einen Vorwiderstand, mit dem man den erlaubten
Spannungsbereich zur Ansteuerung des Transistors vergrössert
0-12V +--------+
| | |
74R 8R |
| | Spannungsquelle
+---|< NPN |
|E |
------+--------+
Egal, ob für 150mA Basisstrom nun 0.9V oder 1.1V an der Basis benötigt
werden, hat man nun 150mA Basisstrom recht genau bei 12V am Eingang. So
macht man aus dem stromgesteuerten Transistor einen spannungsgesteuerten.
Er ist zwar vor Beschädigung geschützt, aber auch nicht besonders linear,
so das diese Beschaltung meist für Digitalsignale, also blosses
Ein-/Ausschalten der Last durch eine Steuerspannung verwendet wird.
Legt man den Widerstand, der den Basis-Emitter-Strom begrenzen soll, an
den Emitter, wird er zusätzlich vom Kollektorstrom durchflossen, daher
gilt dort ein wesentlich kleinerer Widerstandswert. Er zeigt sich am
Eingang durch den Stromverstärkungsfaktor vergrössert.
Der Eingangswiderstand dieser Verstärkers liegt also bei Re*hfe.
Es stellt sich am Emitterwiderstand eine Spannung ein, die ca. 0.7V
kleiner ist, als die Spannung am Eingang. Dadurch kann man mit der
Eingangsspannung also die Spannung am Emitterwiderstand und damit den
Strom durch den Emitterwiderstand und somit recht genau den Strom
bestimmen, der durch den Transistor und die Last fliesst. Weiss man
den Strom durch die Last, kann man den Spannungsabfall an der Last
ausrechnen. Die Eingangsspannung steuert also den Transistorstrom,
der wiederum die Ausgangsspannung an der Last bestimmt. Ist der
Widerstand der Last grösser als der am Emitter, erfolgt durch die Stufe
eine Spannungsverstärkung.
0-12V +--------+
| | |
| 8R |
| | Spannungsquelle
+---|< NPN |
|E |
7.4R |
| |
------+--------+
Bei 6V am Eingang leitet der Transistor. Es fliesst Strom durch ihn
hindurch. Der Strom erzeugt einen Spannungsabfall am 7.4R Widerstand.
Wenn 850mA durch den 7.4R Widerstand fliessen, führt das zu einem
Spannungsabfall von 6.3V. Es verbleiben nur noch 0.7V zwischen Basis
und Emitter. Wenn mehr Strom fliessen will, wird die Spannung zwischen
Basis und Emitter kleiner, der Transistor geht weiter zu und regelt
den Strom wieder herunter. Der Emitterwiderstand bewirkt also eine
Gegenkopplung, die Schaltung regelt den Strom. Wenn sie, wie die
erste Schaltung, aber 1.5A durch die Last fliessen lassen soll, was
bei einer Eingangsspannung von 12V passiert und damit 11.3V am
Emitterwiderstand abfallen, so braucht sie eine Spannungsquelle von
24V, sonst ist nicht genug Spannug für die 8R Last übrig.
Bei 850mA entstehen am 8 Ohm Lastwiderstand 6.8V.
Wenn man z.B. eine Spannungsverstärkung um das 10fache erreichen will,
muss der Lastwiderstand einen 10 mal so hohen Widerstandswert haben
wie der Emitterwiderstand, sagen wir Re=10 Ohm und Rl=100 Ohm.
Wenn wir 24V als Versorgungsspannung haben, fliessen maximal 210mA
durch beide, wobei durch den Emitterwiderstand zusätzlich der
Basisstrom fliesst, und der Emitter im Transistor auch schon ein
paar Ohm beiträgt. Damit diese 210mA durch den Emitterwiderstand
fliessen, muss an ihm ca. 2.2V anliegen, und an der Basis ca. 2.9V.
Bei nur 0.6V an der Basis geht der Transistr aus, es liegt keine
Spannung am Emitterwiderstand, es fliesst kein Emitterstrom und
kein Kollektorstrom und damit auch kein Strom durch die Last und
die hat damit keine Spannung.
Oft findet man in Geräten Transistoren mit der Bezeichnung A1015, C557, D998,
F830, H945 oder K1117 die in keinem Katalog zu finden sind. Fügt dann ein 2S,
IR, KT oder B vor die Typennummer und sucht im Katalog erneut, denn asiatische
Hersteller lassen gerne das 2S weg, Koreaner das KT, Europäer manchmal das
B, ST beim Nachbau von Motorola-ICs den MC34 Prefix (063 steht dann für
MC34063) und International Rectifier das IR. Aber glücklicherweise gibt es
kaum Nummernüberschneidungen. Die obigen Typen sind also 2SA1015, BC557,
IRF830 und 2SK1117. Leider funktioniert das manchmal doch nicht: KSD/KTD998
und 2SD998 oder KSC/KTC778 und 2SC778 sind nicht dasselbe. Ersatztyp für
KTD998/KTC778 ist 2SC4387/2SA1672 oder mit Isolierscheiben TIP33C/TIP34C
oder BD245/246. Mit H beginnen manche Hitachi Consumer-Transistoren. H945
ist also ein schlechterer 2SC945, HA42 ist MPSA42, H548 ist BC548, H9012 ist
C9012. Wobei C9012 ein Consumer-Transistor von Motorola ist, nicht ein
2SC9012 oder gar BC9012, die gibt's nämlich nicht.
Elektor Crescendo / Mini-Crescendo 2SJ50/2SK135 = 2SJ56/2SK176 =
2SJ1058/2SK162 in TOP3P
Viele Hersteller wie Motorola (MT), Fairchild (FD), ST (ST), Philips (PH),
Harris (RF), OnSemi (ND) Samsung (SS), Siliconix (SM) bezeichnen MOSFETs
nach einem einfachen Schema: MTP50N10 heisst Motorola TO220 50A NMOSFET
100V, also Herstellerkürzel, Gehäusebuchstabe A=TO220isoliert B=D2PAK
D=DPAK E=ISOTOP F=TOP3Pisoliert H=TO218 I=I2PAK J=TO220isoliert K=STO82
M=TO3 N=SOT223 O=SOP8 P=TO220 S=TO220isoliert U=TO251/IPAK V=D3PAK W=DIP
X=TO220isoliert Y=TO264, Amperezahl, Kanal-Polarität, Volt in 10er Schritten.
Auch IGBTs folgen oft diesem Muster: STGB20NB32 schafft z.B. 20A, 350V.
Manchmal hilft ein Herstellerkürzel auf dem Transistor, ansonsten orientiert man
sich erst mal an den Bezeichnungen der anderen im Gerät verbauten Transistoren.
Bei SMD-Bauteilen reicht der Platz für Typennummern nicht aus, und die Kürzel
sind HERSTELLERBEZOGEN, also mehrfach vergeben:
http://www.digitaldesigns.com/
http://www.come.to/technik
http://www.republika.pl/elektronikjk/s1.html
http://www.republika.pl/elektronikjk/w2.html
http://info.electronicwerkstatt.de/bereiche/bauteile/smd/smd_aktiv/index.html
http://www.maxim-ic.com/topmark.cfm
http://info.electronicwerkstatt.de/bereiche/bautei...
http://www1.schukat.com/schukat/schukat_cms_de.nsf...
http://iwenzo.de/wiki/Kategorie:SMD
http://www.systek.ru/marking.php
http://www.marking.at/index/
Transistorgrundschaltungen finden sich in
http://heureka.e-technik.uni-ulm.de/Tutorium/Virtuelles-Praktikum/index.html
Warum kann man Emitter und Collektor nicht vertauschen, dem Ersatzschaltbild
eines Transistors nach haben die doch keine Unterschiede?
Doch, haben sie, von der Geometrie her, trotzdem funktioniert ein Transistor
bei vertauschen Emitter/Collektor im sogenannten inversen Betrieb, und der
hat 4 Effekte: Eine viel geringere Stromverstärkung, so 5 statt 100, und eine
viel niedrigere Sättigungsspannung VCEsat. Die Transitfrequenz ist in dieser
Betriebsart wesentlich höher. Die maximale Spannung viel niedriger, meist nur
5V (UBEreverse).
http://analog-innovations.com/SED/InvertedTransistors(Hunter).pdf
> Kann man MOSFETs zur Leistungssteigerung parallelschalten ?
Von: Rolf Zimmermann
MOSFETs als Schalter betrieben kann man ohne Symetrier-R parallel schalten.
Der Kanalwiderstand Rds(on) steigt mit der Chiptemperatur, und symmetriert
den Strom durch den einzelnen FET entsprechend der Temperatur (der kühlste
FET bekommt mehr Strom ...)
MOSFETs im Linearbetrieb (also 'nicht ganz durchgeschaltet') verhalten sich
ab einer bestimmten Ugs gerade umgekehrt (der wärmste FET bekommt noch mehr
Strom...) weil die Gate-Source-Spannungskennline negativ temperaturabhängig
ist. Hier braucht's dann mindestens die R's in die Source des FETs. Da die
Threshold-Spannung von MOSFETs mit ca. 3.5V viel grösser ist als die nur 0.6V
grosse Ube-Spannung von Bipolartransistoren und die Werte auch locker um
Faktor 2 streuen, benötigt man im Vergleich zu Bipolartransistoren recht
grosse Widerstandwerte bei den Stromverteilungswiderständen und erhält damit
recht grosse Verlustleistungen. Man sollte wenigstens die MOSFETs gut
selektieren.
http://www.irf.com/technical-info/appnotes/an-1155.pdf
http://www.mikrocontroller.net/attachment/84223/AutomotiveMOSFETsinLinearApplication-ThermalInstability.pdf
+------+-- DD
| |
+---(--+ |
| | | |
GG --+--|I +--|I
| |
R R
| |
+------+-- SS
Um mit kleineren R´s und ohne Selektiererei auszukommen sollte man einen
OpAmp (Achtung: Er muss trotz kapazitiver Last stabil bleiben, z.B.
MC34072/LM6364/AD848 oder 'per Hand' stabilisiert werden mit extra
Kompensationskondensator C in der Rückkopplung) pro MOSFET spendieren, der
den Spannungsabfall am Stromverteilungswiderstand dieses MOSFETs regelt,
denn solche Schaltungen neigen zum phase lag der durch diese phase lead
Schaltung ausgeglichen wird.
+------------+-- DD
| |
+----------(-+ |
GG --+-|+\ | +-|+\ |
| >-+--|I | >-+--|I
+-|-/ C | +-|-/ C |
+------+-R-+ +------+-R-+
R R
| |
+------------+-- SS
*-----
F.22.1. MOSFET Treiber
Zur richtigen Ansteuerung von PowerMOSFETs benötigt man 0..<20V und wenn man
schnell umschalten will (und das will man, wenn man oft schaltet, denn beim
Umschaltvorgang entstehen die grössten Verluste) RICHTIG VIEL STROM (>1A).
Die diskrete Schaltung ist eher aufwändig:
VCC ----------o-----------.
| |
.-. | BC337
1k | | |/
| | .----| |
'-' | |> ||-+
| | | ||<-
o----o o-------||-+ MOSFET
BC547 | | | |
___ |/ | |< |
in --|___|--| '----| |
1k |> |\ |
| | BC327 |
GND ----------o-----------o----------'
Daher gibt es MOSFET Treiber ICs wie den simplen MC34151/34152 von
http://www.onsemi.com/ , den schnellen LTC1693 von http://www.linear.com/
bzw. TPS2811-15 von http://www.ti.com/ und mit Ladungspumpe
IR2010/2011/2104/2111 von http://www.irf.com/ bis hin zu 30A Treibern IXDD430
von Ixys, und sogar optisch isolierte wie HPCL3120. Doch manche machen
Probleme, insbesondere die ganz schnellen:
> HIP4080
Aus sci.electronics.design von Adam Seychell:
Has anyone here used this chip successfully? I'm designing a high frequency
PWM H-bridge using the HIP4080IAP MOSFET driver (to provide +-3V output at 20
amps). After reading all the application notes from Intersil they point out a
"shoot through" situation can occur when the the driver is first powered up.
They provide a circuit to fix this problem
(see http://www.intersil.com/data/TB/TB3/TB321/TB321.pdf )
It seems to me that this was a design fault in the driver because the fix
they describe is shown at ends of application notes and is not included in
the evaluation board. Their explanation of the issue is very brief and I was
wondering if anyone who has used this chip before could recommend what to do
about a power up circuit.
Winfield Hill:
I have used the 4080A chip in several designs without any problem at all with
powerup. Please notice that the TB321 was written for the 4080 and 4081
chips (old non-A versions, don't buy them, are even they still available?).
Of course the 4080A with its separate HI and LO inputs gives you the
capability to externally cause trouble, but that's your issue! I would pay
attention to the stuff in AN9404. How are you planning to implement your
H-bridge control? I'm a really big fan of the 4080A and the 4081A, have used
them to 2MHz, and have often recommended them here on s.e.d. They're so hip.
:-)
Jim Stockton:
I have used it in the past and it worked well after sorting out some ground
bounce issues. The then Harris FAE Ivars was very helpful in taming the
beast. I had to use a 33pf & 1 Ohm snubber from each output of H bridge to
ground and added 1 Ohm resistors in series with BHS & AHS lines to
controller. He had also suggested Toshiba Magnetics spike killer beads (AMO
Beads?) on Source Leads on top Fets & on Drain leads of bottom Fets. I didn't
need to use them though. Great part once circuit is tamed but in the mean
time plan on buying a tube for development work. They arent very forgiving at
high power levels.
Winfield Hill:
High-voltage power MOSFETs love to RF oscillate at from 10 to 30MHz when used
in the linear mode at even modest currents, like 5mA, and with more than say
25V across their drain-source. The easiest way to prevent this is to use two
ferrite beads and slip one over both the gate and source leads of a TO-220
part. Sometimes a gate resistor alone can spoil the oscillation (they're
always recommended anyway, and especially if you use a gate-source zener,
isolate the gate with a resistor), but I have better results and am more
comfortable with two ferrite beads.
Wenn man nicht so schnell umschalten will (für Motoren und Glühlampen reicht
eine eher langsame PWM ab 100Hz die man so nebenbei softwareerzeugen kann)
kann man auf die Idee kommen, LogicLevel MOSFETs (also solche, die bereits bei
4.5V soll durchgesteuert sind) direkt an einen PortPin eines uC oder Ausgang
eines CMOS-ICs zu hängen. Da aber das durchschalten beispielsweise von +5V
auf einen entladenen Kondensator (die Gate-Kapazität) wie ein Kurzschluss
wirkt, fliesst dann Strom ausserhalb des absolute maximum ratings des ICs.
Daher findet man an dieser Stelle oft einen Gate-Widerstand um den Strom auf
das erlaubte Maximum zu begrenzen. Allerdings müsste der Gate-Widerstand um
220 Ohm haben, was selbst bei 100 Hz die Umladezeit einer 1nF Gate-Kapazität
schon deutlich beeinflusst, so daß viele Entwickler den Widerstand auf 10
Ohm reduziern. Damit geht der Ausgang doch in die Abschnürbereich und der
Widerstand verhindert genau nix.
Auch für Rückwirkungen aus der Drain über die Gate-Drain Kapazität, die aus
einem schlagartigen ansteigen der Drain-Spannung zu einem Anheben der Gate
Spannung über die Betriebsspannung des ICs führen könnte und zu einem Strom
über die Schutzdioden des Ausgangs bis hin zum latch-up Effekt, hilft der
Widerstand nichts, dafür ist er zu niederohmig als Strombegrenzung und zu
hochohmig um das Gate festzuhalten.
*-----
F.23. Das KFZ-Bordnetz
Von: MaWin 11.8.2000
Häufig werden Fragen gestellt, wie man mit 'den 12 Volt' im Auto umgehen soll.
Sei es, weil man ein Handyladegerät bauen oder einen PC im Auto betreiben
möchte. Dabei hat ein Autoakku 8 Volt beim Anlassen, 12.6 Volt beim Rumstehen,
14.4 Volt beim Fahren, 28.8 Volt beim Jumpstart vom LKW, kurzzeitig -100 Volt
wenn ein Relais abfällt oder +100 Volt wenn ein Kabel der Lichtmaschine einen
Wackelkontakt hat.
Nur mal zur Verdeutlichung die Testimpulse, die ein KFZ-Bauteil nach ISO7637
http://www.noiseken.com/english/equip/img/ISS7600E.pdf und DIN40839 aushalten
muss
http://www.mikrocontroller.net/attachment/67154/3583_Automotiv_Protection.pdf
Von: Thomas Rehm 26.6.2000 siehe Datenblatt des VNH3SP30 von http://www.st.com:
Test Level VI:
Impuls 1: -100V, Anstiegszeit 1us, Dauer 2ms, Innenwiderstand 10 Ohm,
Wiederholrate 0,5 bis 5s, Prüfdauer 5000 Impulse.
Impuls 2: +100V, ansonsten wie Impuls 1
Impuls 3a und 3b: Impulspakete aus Impulsen mit -150V (3a) bzw. +100V (3b),
mit Anstiegszeit 5ns, Dauer 0,1us, Innenwiderstand 50 Ohm, Wiederholrate
100us, Paketdauer 10ms, Pause zwischen Paketen 90ms, 1 Stunde Prüfdauer.
Impuls 4: -7V über 20 Sekunden
Impuls 5: 40-400ms langer Puls von 40-100V mit 0.1-10ms Anstiegszeit,
Innenwiderstand 0.5-4Ohm
jump start/starting aid: mehrere Minuten 24V (genauer: 28.8V)
Alle im Auto eingebauten Schaltungen brauchen eine E-Typgenehmigung nach ECE
R10, siehe "F.20. Firma aufbauen" wie man die erlangt.
Achtung: Kommerzielle Geräte zum Anschluss an den Zigarettenanzünder
die mit dem Hinweis 'nur bei ausgeschaltetem Motor betreiben' versehen sind
haben KEINE Schutzmassnahmen und halten obige Testimpulse NICHT aus.
So etwas ist natürlich in der Praxis unbrauchbar und grob fahrlässig.
In einem Original Siemens KFZ Handyladeadapter befindet sich aber sehr
wohl eine Schutzschaltung wie unten gezeigt.
Immerhin ist im Auto an Klemme 30 (meist rot) Dauerplus und an Klemme 15
(meist schwarz) Plus über Zündung und Klemme 31 (meist braun) ist Masse.
Für einfache Anwendungen reicht es oft, nur die Stromzufuhr gegen
zerstörerische Spannungsspitzen abzublocken. Vom Autoakku über eine Sicherung
(die brennt zum Schutz der Transil durch, wenn die Spannung länger ausserhalb
des zulässigen Bereichs liegt, und muss ansonsten den Kurzschlussstrom des
Spannungsreglers aushalten) und eine Drossel (47uH, die hemmt Nadelimpulse
die wegen dem ESL vom Elko nicht geglättet werden und die der Spannungsregler
nicht mehr ausregeln kann sondern glatt durchlassen würde) an einen an Masse
geschalteten Überspannungsableiter (Transil, ggf. S10K20 für -.10 von Pollin),
der verhindert für Elko und Spannungsregler eine zu hohe Spannung. Leider
erst ab 40V, was einen ziemlich spannungsfesten Elko und Spannungsregler
erfordert, denn er muss den 30V JumpStart Impuls noch aushalten und genauer
sind Überspannungsableiter leider nicht, vor allem VDRs sind schlecht. Von
dort über eine Diode, die verhindert, das der Elko von vorne entladen oder
gar umgepolt wird, und ihm so überhaupt erst eine Chance gibt, kurze
Spannungsausfälle zu überbrücken, an den Eingangselko, hinter dem dann ein
Linearregler (L49xx von http://www.st.com/ , LM2931 von
http://www.national.com/ , er muss halt bei einer Eingangsspannung von 7.3V
immer noch seine Ausgangsspannung liefern können, wenn das angeschlossenen
Gerät auch beim Anlassen nicht ausgehen soll, ansonsten kann man von 10.5V
ausgehen) und bei 40V noch durchhalten, oder Schaltregler angebracht wird.
2A BYV27/400 LM2940/TLE4284DV50 +5V/1A
1A Drossel GF1G (400V/1A) L4995K +5V/500mA
flinke +------+
UBat --Sicherung--47uH--+--|>|--+------+--|Regler|--+--
| | | +------+ |
Transil P6KE36A 220uF/40V 100nF | 100nF
| | | | |(siehe Spannungsregler-Datenblatt)
Masse ------------------+-------+------+-----+------+--
Bei empfindlicheren Schaltungen sollte man auch die Ein- und Ausgänge
schützen, damit sie beim Fremdstarten oder Schweissen nicht gleich kaputt
geht. Um den geschilderten Testimpulsen zu widerstehen tut es meist
+-|>|- +5V
|
Eingang --10k--+--10k--+--| CMOS-Eingang
| |
10nF +-|<|- GND
|
GND
wobei die Eingangsschutzdioden des CMOS-ICs (oder eine 4V7 Z-Diode) meist
als Dioden ausreichen, ansonsten bietet sich die BAV99 an. Erst wenn nicht
bloss 12V Schaltzustände, sondern mehr Strom (oder exakte Messwerte) über den
Eingang hereinkommen sollen, wird es komplizierter.
Micronas MAS9172
Von: Rafael Deliano 26.8.2000
"Protection of HCMOS-Logic ICs in the Automotive Environment", Philips
Siehe im Datenblatt des LTC1435 von http://www.linear.com/ den Abschnitt
"Automotive Considerations: Plugging into the Cigarette Lighter"
*-----
F.24. Schaltregler
Von: MaWin 11.8.2000
Anstelle von 50Hz Trafos und Linearreglern werden vermehrt Schaltregler in
Netzteilen oder Spannungsreglern eingesetzt, die mit kleineren Spulen oder
Trafos auskommen und weniger Verluste haben und daher ab irgendeiner
Leistungsgrenze billiger (und wenn nicht billiger und kleiner, so zumindest
leichter und kühler) sind.
Leider sind die Dinger auf der einen Seite schwer zu bauen, auf der anderen
Seite gehen sie gerne kaputt. Bei der Reparatur hat man das Problem, das
Netzteile primär an 230V~ hängen und auf 325V= gleichrichten. Ein
Trenntrafo ist nützlich, damit man auf dieser Seite wenigstens messen kann.
Meistens sind Schaltnetzteile einfach zu reparieren. Der Starterwiderstand
(so 50k auf Primärseite, durch ihn fliesst Strom zum Aufladen in einen kleinen
Elko auf der Primärseite aus dem der IC seine initiale Betriebsspannung bezieht)
brennt gerne durch, worauf hin das Netzteil gar nicht anläuft. Der *kleine*
Elko auf der Primärseite und die Siebelkos auf Sekundärseite verlieren gerne
Kapazität, worauf hin man das Netzteil mehrmals ein-/ausschalten muss, bis es
anläuft, oder schlechtes Regelverhalten zeigt. Eine Überspannung aus dem Netz
zerstört gerne den Leistungstransistor auf Primärseite, meist hat der
entstehende Kurzschluss dann den Strommesswiderstand am Emitter zerstört,
die Sicherung ausgelöst und den SCK 'inrush current limiter' NTC beschädigt
und den Schaltregler-IC mitgenommen. http://www.ti.com/ "Off-Line SMPS Failure
Modes" SLVA085.PDF . Pfeift es, kann man versuchen, die Spulen zu verlacken.
Wer allerdings aus einem normalen PC-Schaltnetzteil den Lüfter ausbaut, weil
er meint, der Umbau der Transistoren und Dioden auf externe grössere Kühlkörper
wäre ausreichend, vergisst, das auch die restlichen Bauteile wie Elkos und
Widerstände in so einem Netzteil kostenoptimiert auf Zwangsbelüftung ausgelegt
sind. So ein Netzteil hält dann keine 6 Monate durch.
Die Schaltpläne mit Spannungsangaben und Oszillogrammen befinden sich in den
Datenblättern des verwendeten Steuer-ICs, und für den Selbstbau enthalten
diese Datenblätter alle notwendigen Infos. Insbesondere AN19, AN25, AN30,
AN66 und AN84 und AN118 für hohe Spannungen von http://www.linear.com/,
http://www.national.com/appinfo/power/files/f5.pdf und die Simple Switcher
von http://www.national.com/ und TOPSwitch von http://www.powerint.com/ AN120
von Philips oder VIPer und L4970/4980 von http://www.st.com/ haben
ausführlichste Application Notes und Tipps zur Bauteilauswahl, aber es ist
meist schwer, die vorgeschlagenen Bauteile zu bekommen. Nicht jeder Elko und
nicht jede Spule ist für Schaltregler geeignet, 50Hz Netzgleichrichterdioden
(1N4004) schon gar nicht. Alleine die Verluste im Abschaltmoment liegen bei
P=0,5*Irrm*Vout*trr*f. Wenn die Kiste nicht sofort abraucht, führen
ungeeignete Bauteile zu verringerter Leistung oder zu höheren Störungen. Ohne
100MHz Oszilloskop kommt man denen nicht auf die Schliche. Bei hohen
Leistungen scheinen sich CoolMOS/MDmesh als Schalter und SiC-Dioden ab
200V/100W/250kHz zu bewähren. Bei Spannungen ab 200V mag zwar eine UF4007
Diode nach Datenblatt ausreichen, sie hat aber eine viel zu hohe reverse
recovery charge (Ladung, bei hohen Spannungen viel wichtiger als reverse
recovery time, denn P=0,5*C*U*U*f ist die Verlustleistung die wegen dieser
Ladung irgendwo im Schaltregler verbraten wird. Eher HFA04TB60, 8ETH06,
MUR1620, BYV29FX-600). Siehe AN849 des MAX1856.
Spulenberechnung für alle SMPS Topologien:
http://schmidt-walter.eit.h-da.de/smps/smps.html
http://engineering.dartmouth.edu/other/inductor/programs.shtml
http://www.nomad.ee/micros/mc34063a/index.shtml
http://www.coremaster.com/appnotes.htm
Hobbytaugliche Grundlagen für DC/DC-Wandler um 100 Watt
http://www.sprut.de/electronic/switch/index.htm
Wechselrichter zur Netzeinspeisung
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9
Mini-Ringkernrecher (berechnet Induktivität aber keine Stromdichte):
http://www.dl5swb.de/html/mini_ringkern-rechner.htm
Micrometals Designsoftware (für Reichelt Ringkerne -18 und -26)
http://www.micrometals.com/software_index.html
Für Schaltregler braucht man Elkos mit hoher Wechselstrombelastbarkeit und
niedrigem ESR (Innenwiderstand). Bei http://www.rs-components.com/ und
http://www.farnell.de/ sind solche Angaben wenigstens im Katalog aufgeführt,
andere Versender haben meist gar nicht begriffen, das Angaben wie "Elko
1000uF/16V" heutzutage nicht mehr ausreichen. Man sollte daher 105Grad Elkos
aus geschlachteten Schaltnetzteilen und PC-Mainboards gut aufheben, und sich
möglichst ihre Datenblätter wegen Wechselstrombelastbarkeit und ESR-Angaben
aus dem Internet holen oder messen:
http://clientes.netvisao.pt/greenpal/evb1.htm
http://focus.ti.com/lit/ml/slup233/slup233.pdf
Eine Spule soll (bei der Schaltfrequenz) die benötigte Induktivität aufweisen
ohne durch den Strom in Sättigung zu gehen (wobei sie ihre Induktivität
verlieren würde und der Strom rapide ansteigt, siehe C4 in Appendix C von
AN25 von http://www.linear.com/ ). Sie darf ausserdem nicht zu heiss werden.
Optimalerweise in dem die Hälfte der Verluste im Kern und die andere Hälfte
der Verluste im Draht auftritt, aber dieses Optimum ist nur selten zu
erreichen.
Ein Kern ist je nach Material nur bis zu bestimmten Frequenzen zu gebrauchen
und hat bestimmte Grenzwerte, nämlich eine maximale Spannung/Windung und
einen maximalen Strom*Windung, bei deren Überschreitung die Verluste zu sehr
ansteigen (Sättigung, Eddy current Wirbelströme - hierher kommt die Erklärung
warum bei einem Trafo die kleinste Wicklung nicht immer einfach nur eine
Windung hat). In einem Trafo sind die Kernverluste abhängig von der Höhe der
Eingangs(wechsel)spannung und deren Frequenz, und die Kupferverluste steigen
quadratisch mit dem fliessenden Strom, also der Belastung. Bei zu hoher
Temperatur altert ein Kern in dem er mehr und mehr Verluste durch steigende
Eddy-Currents bekommt: http://www.micrometals.com/thermalaging_index.html
Oszillogramm am Ausgangskondensator hinter der Spule:
| | hoher Peak-Strom = Schaltzeit der Diode
| |
/| /| horizontaler Versatz = ESR (effektiver bei Schaltfrequenz)
/ | / |
/ \ / \ Schräge = Ripple = effektive Kapazität (bei Schaltfrequenz)
/ \ / \ etwas überlagert mit Spannungsabfall durch Strom am ESR
\ | \
\| \ abklingende Sinusschwingung = Klingeln auf Eigenresonanz
|
| überstehende Nadeln = Streuinduktivität
Trafos in Flusswandlern brauchen einen möglichst verlustarmen, 'steifen' Kern
mit hoher Permeabilität zur besten Kopplung der Wicklungen mit niedriger
Streuinduktivität. Trafos in Sperrwandlern (Flyback) und Spulen in Buck (auch
Ausgangsspule Flusswandler) oder Boost-Reglern speichern die Energie im Kern,
und dazu braucht der Kern einen Luftspalt. Man nimmt also entweder einen
E-Kern oder Schalenkern oder den distributed Gap im Ringkern. In
Ausgangsfiltern werden gerne Stabkerne verwendet, da der durch sie
hindurchfliessende Strom ja möglichst sowieso Gleichstrom sein soll, und sie
die Konstruktion von Spulen mit besonders geringer Wicklungskapazität
erlauben (zwei Drähte parallel aufwickeln, den zweiten danach wieder
entfernen, dadurch Abstand der Windungen), um Hf bestmöglich zu dämpfen.
Fertige Spulen gibt es von Epcos, Coiltronics, Coilcraft, Talema, Pulse,
Taijo Yuden. Für Simple Switcher ausgewählte Spulen gibt es bei
http://www.farnell.de/ und http://www.darisus.de/ . Speicherkerne von der
Stange sind für StepUp-Wandler gedacht, die mit einem DeltaB von ungefähr
0.3*Bmax gefahren werden. Bei mehr werden die Kernverluste größer und der
Kern heißer.
Unbewickelte Ringkerne von http://www.amidoncorp.com/ und die "-18" und "-26"
von http://www.micrometals.com/ gibt es bei http://www.reichelt.de/ ,
passende Datenblätter jeweils bei den Herstellern, Wickelmaschinen kommen von
Jovil.
Bei grösseren Leistungen nimmt man Ferrit E-Kerne von http://www.conrad.com/,
vollständige Daten dafür bei http://www.tridelta.de/, Material MF198=N87
100kHz, MF196=N27 25kHz, direkt aufeinandergeklebt bei Koppeltrafos, mit
Spalt bei Speicherspulen, veränderter Al-Wert im Datenblatt ablesbar.
Theoretisch müsste man für jeden Kern Grösse, Verluste und Preis ausrechnen,
um den 'Besten' (nach Kosten, Effizienz oder Platzbedarf) zu ermitteln, aber
mit Material 77 von Amidon für Koppeltrafos bis 100kHz, 26 von Micrometals
für Speicherspulen bis 50kHz und 18 für Speicherspulen bis 500kHz liegt man
nicht völlig daneben. Die ringkerntypisch hohe Temperaturabhängigkeit der
Induktivität stört beim Schaltregler nicht. Ein FT87-77 überträgt schon 20
Watt bei 20kHz, ein FT240-77 schafft maximal 1700 Watt bei 100kHz, gross
genug sind sie also auch. Bei Ferritkernen ist die Kopplung gut und man kann
auf eine Seite die primäre und auf die andere Seite die sekundäre Wicklung
aufbringen. Bei Eisenpulverkernen mit ihrem verteilten Luftspalt ist die
Kopplung schlecht, so daß man beide Wicklungen ineinander, also bifilar
wickeln sollte, wenn man einen Trafo baut.
Ansonsten bleibt einem nichts anderes übrig, als Speicherspule eine Drossel,
wie sie zur Entstörung von TRIAC Schaltungen angeboten werden zu nehmen und
auszuprobieren. Oft ähneln sie dem Amidon Eisenpulver-Material 16, sind sie
gelb mit weisser Seite dem Micrometals 26, und ein distributed air gap haben
konstruktionsbedingt alle Eisenpulver Materialien. Die Maximalstromangabe
dieser Spulen ist in RMS, das Material geht also erst bei mehr als dem
1.4-fachem Strom in Sättigung. Allerdings sind diese Drosseln für höhere
Spannungen ausgelegt (mehr Windungen um V/Wdg und damit Wirbelströme
klein genug zu halten) und somit nicht für Niederspannungsregler (minimaler
Drahtwiderstand) optimiert.
Bis 50kHz sollten sie aber einsetzbar sein. Man kann sie auch neu wickeln.
Bisherige Windungsanzahl Nalt zählen und Al aus Induktivität Lalt berechnen
Al = (Nalt^2) / Lalt, neue Windungsanzahl Nneu für die Sollinduktivität Lneu
berechnen Nneu = sqrt( Lneu / Al ), und bedenken, das die Strombelastbarkeit
Aneu = (Nalt^2 * Aalt) / (Nneu^2) ist.
Braucht man einen Koppeltrafo, nimmt man stromkompensierte Drosselspulen
mit 2 Wicklungen, die haben einen hochpermeablen Ferritkern.
Möchte man die transformierte Primärspannung messen, darf man den Kern nicht
in Sättigung fahren, ein 230V~ Trafo eignet sich also nicht, um unbelastet
die Netzspannung messen zu können, aber 175V~ kommt zunehmend weniger raus,
bis bei 230V~ je nach Qualität 10% im Kern verloren gehen. Man braucht also
400V~ Trafos oder 2 230V~ Trafos in Reihe (sekundär auch in Reihe), oder
andersrum: Zur Spannungsmessung mehr Windungen/V wickeln als nach Datenblatt
vorgeschlagen.
Im Allgemeinen stört es nicht, wenn der Kern eine grössere Induktivität (oder
höhere Strombelastbarkeit) hat als berechnet, denn oft liegt die Induktivität
bei Nennlast sowieso nur halb so hoch wie angegeben. Es verschiebt sich nur
der Übergang vom kontinuierlichen Betrieb zum diskontinuierlichen Betrieb, in
der Hoffnung, das der Regler in beiden Betriebsarten eine stabile
Regelschleife hat. Aber MC34063 (NCV3063, AIC1563), 78S40 und TL497 sind so
alt das das noch nicht gilt. Beim 78S40 und MC34063 berechnet man Ct (entgegen
dem Datenblatt) so das die Spule massig Zeit hat sich in den Ausgang zu
entladen (also off-Zeit festlegen). Die on-Zeit ist dann durch Ct so lang, das
sie immer vorzeitig durch Erreichen der Strombegrenzung (Widerstand Rs also
passend zum maximalen Spulenstrom dimensionieren) abgebrochen wird. Die
Induktivität ist also kleiner als das was sich nach Datenblatt als minimale
Induktivität errechnet. Bei extrem überhöhter Induktivität nimmt die
Ausregelzeit des Schaltreglers zu. Eine zu kleine Induktivität oder ein Kern
der sättigt führt dazu, das der Transistor vorzeitig wegen Überstrom
abgeschaltet wird, wenn der Schaltregler eine Strombegrenzung hat. Dann führt
das zu zu wenig Leistung. Oder sogar stirbt, wenn der Schaltregler keine
Strombegrenzung hat.
Manche Schaltregler (beispielsweise selbstoszillierende Push-Pull) verwenden
aber auch absichtlich die Sättigung des Kernes, was zu höherer Strombelastung
und potentiell Zerstörung der Transistoren führt, wenn man einen 'besseren'
Kern nimmt oder eine nicht-passende Induktivität.
Also berechnet man aus der angelegten maximalen Spannung die minimale Anzahl
der Windungen (und nimmt bei Niederspannung eher mehr). Wählt dann einen Kern
mit dem passenden Al-Wert aus, um die benötigte Induktivität n*n*Al erreichen
zu können. Da die üblichen Kernmaterialien einen viel zu hohen Al-Wert haben
und somit schon bei viel zu niedrigen Strömen in Sättigung gehen, führt man
einen Luftspalt ein oder nimmt Ringkerne mit 'distributed air gap'.
Eigentlich sind im Frequenzbereich der einfachen Schaltregler (<50kHz) alle
Eisenpulver- und Ferritkerne geeignet. Richtig Gedanken muss man sich nur
machen, wenn man den baulich kleinsten, effektivsten oder billigsten Kern
haben will. Aber Bauweisen mit geringem Streufeld (Ringkern, Topfkern,
Schalenkern) sind natürlich vorzuziehen. Entsprechend der Windungsanzahl und
dem Platz dafür schaut man, welche Drahtstärke man verwenden kann. Dann
rechnet man die Verluste im Draht (getrennt nach Gleichstromanteil und
Wechselstromanteil in Schaltfrequenz, denn wegen des Skin-Effekts ist der
Wechselstromwiderstand ja meist höher) aus und schaut nach, ob man mit dem
Kern hinkommt oder den nächstgrösseren braucht.
Möchte man auf einem T80-18 eine 100uH/1A Spule selber bauen, guckt man nach
dem Al-Wert des Kerns. Vorsicht: Der wird unterschiedlich in nH/Wdg,
uH/100Wdg oder in mH/1000Wdg angegeben, in der Formel ist er in H/Wdg
einzusetzen. Die notwendige Windungszahl N für eine Induktivität L ergibt
sich aus N = sqrt(L/Al), beispielsweise bei Al=31nH/Wgd bekommt man 100uH
durch sqrt(0.0001/0.000000031) = 57 Windungen.
Ein Buch kann meist nicht schaden:
Switchmode Power Supply Handbook, Billings, McGraw Hill, ISBN 0070067198
Switching Power Supply Design, Pressman, McGraw Hill, ISBN 0070522367
Schaltnetzteile. Konzepte, Bauelemente, Anwendungen; Hirschmann / Hauenstein, ISBN 3800915502
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/SMPSRM-D.PDF Switchmode Power Supply
Reference Manual mit vielen Beispielschaltungen
http://www.nxp.com/ AN120 SMPS Overview
http://www.st.com/ AN513 Topologies for Switched Mode Power Supplies.
http://www.st.com/stonline/company/seminar/smps/files/client_lobby.htm
http://www.ti.com/ Power Supply Design Considerations PDF
http://focus.ti.com/lit/ml/slup224/slup224.pdf
Kleinere Trafos bekommt man bereits, wenn man die Gleichspannung am Eingang
in eine höherfrequente Rechteckwechselspannung zerhackt, am einfachsten mit 2
nicht überlappend angesteuerten gegensinnigen Wicklungen (TL494, UCC2808,
SG3525, L4990/L5991, LTC3705, LM5015), und am Ausgang mit schnellen Dioden
(UF4004) gleichrichtet. Das ist effizient, aber die Ausgangsspannung ist
ungeregelt.
Es reicht z.B. für KFZ-Audio-Verstärker, in denen die nachfolgende Endstufe
ja selbst als Spannungsregler der Ausgangsspannung zum Lautsprecher hin wirkt.
Die maximale Ausgangsleistung so eines Verstärkers ist dadurch natürlich
eingangsspannungsabhängig, was dumme Jungs mit dicken Stabilisierungselkos
und Zuleitungskabeln teuer bekämpfen versuchen an statt einfach den nächst
grösseren Verstärker zu nehmen.
Möchte man eine geregelte Ausgangsspannung, regelt man nicht am Ausgang mit
zusätzlichen Verlusten, sondern natürlich besser eingangsseitig und kommt zum
Flusswandler (forward converter): Eine Drossel am Ausgang des obigen Trafos,
deren Induktivität im Verhältnis zur Schaltfrequenz hoch ist, dämpft dessen
Wechselspannung in einen dezent steigenden und fallenden Strom, mit dem der
Ausgangselko geladen wird, um die gewünschte Ausgangsspannung (von ca. 80%
Sekundärwechselspannung des Trafos) zu erzeugen.
Die tatsächliche Ausgangsspannung in Abhängigkeit von der Last wird dann
durch das prozentuale AN/AUS Verhältnis der primären Wechselspannung
geregelt. Fehlt der Trafo und ist der Eingang somit nicht galvanisch vom
Ausgang getrennt nennt man ihn step down oder Buck Regler. Er kann die
Eingangsspannung nur auf eine kleinere Ausgangsspannung reduzieren, macht
das aber effektiver als ein Linearregler.
Besonders einfach ist der Buck Regler als Hystereseregler: Er schaltet AN so
lange die Ausgangsspannung zu klein ist, und AUS wenn die Ausgangsspannung zu
hoch wird. Da dessen AN-Zeit aber sehr lang sein kann, und der Strom durch
die Spule in der Zeit besonders hoch ansteigt, muss er eine für den
Normalbetrieb überdimensionierte Spule haben. Daher ist die zu gross und
teuer. Man nimmt lieber Regler mit begrenzter AN-Zeit oder einen der
ausschaltet wenn der Spulenstrom einen beabsichtigten Maximalwert (unterhalb
der Sättigung der Spule) erreicht. Dann dauert es halt etwas länger bis der
Ausgang auf Spannung kommt, man hat aber im Normalbetrieb keine Nachteile.
Dafür ist die Betriebsfrequenz etwas stabiler.
Sperrwandler (flyback converter): Prinzip Zündfunke: Die Spule wird aus der
Spannungsquelle 'geladen', und wenn man die Spannungsquelle abschaltet,
entsteht schlagartig eine EMK Spannung in entgegengesetzter Polarität, die
über eine Diode sekundär in einen Ausgangselko geleitet wird. Bei jedem
Puls wird ein klein wenig Energie (Joule) transportiert, man braucht einfach
genug Pulse, um die Ausgangslast zu versorgen.
Ein Sperrwandler mit einer Spule der nicht galvanisch trennt heisst step-up
(Boost-Regler), ein Sperrwandler dessen Spule eine Anzapfung hat und der
so die Ausgangsspannung noch ein wenig höher transformiert heisst
boosted step-up und ein Sperrwandler mit Trafo, der Primärkreis und
Sekundärkreis galvanisch trennt, heisst Flyback, hergeleitet vom Fernseher,
bei dem aus 130V auf diese Art 1000V erzeugt werden, die man braucht, um die
Ablenkungsspule für den Rücklaufimpuls schnell genug umzusteuern. Da beim
Sperrwandler die Spule nicht kontinuierlich genutzt wird, sondern nur die
halbe Zeit aufgeladen und die halbe Zeit entladen wird und nur eine
Magnetisierungsrichtung verwendet wird, lohnt sich dessen Einsatz nur unter
100 Watt, darüber verwendet man besser andere Topologieen (Flusswandler)
weil die zusätzlichen Transistoren dann billiger sind als ein dickerer Trafo.
Buck-Boost: Invertierender Regler. Die einfachste Art, ohne Trafo eine
Ausgangsspannung zu erhalten, die grösser und kleiner als die
Eingangsspannung ist, da es in vielen Fällen nicht stört, wenn GND der
Eingangsspannung nicht GND des Ausgangs ist. Ansonsten:
SEPIC: Uneffektive Abwandlung eines Buck-Reglers durch einen zusätzlichen
Kondensator im Strompfad, damit er sowohl step-up als auch step-down wandeln
kann. Nimm lieber Buck-Boost (inverting),
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN954-D.PDF oder Trafo, die brauchen eh
weniger Bauteile.
SEPIC lohnt nur manchmal, wenn man durch ihn einfache fertige Spulen statt
eines speziell gewickelten Trafos verwenden kann. Der LM3478 spinnt wohl
manchmal: c0236a96-544e-49bd-a26b-367bb8a78ad3@i7g2000prf.googlegroups.com .
voltage mode beim Flusswandler: Der Schaltregler regelt in Abhängigkeit von
der Ausgangsspannung das AN/AUS Tastverhältnis beim NÄCHSTEN Impuls. Eine
Sättigung der Spule wird durch eine festgelegte maximale Impulsdauer
verhindert, aber ein zusätzlicher Überstromschutz ist notwendig wenn das
Netzteil kurzschlussfest sein soll.
voltage mode beim Sperrwandler arbeiten meist so, das sie die (durch
konstante Einschaltzeit in der Form festgelegten) Impulse komplett
unterdrücken, so lange die Ausgangsspannung ausreichend hoch ist.
current mode: Der Schaltregler regelt in Abhängigkeit von der
Ausgangsspannung den Spitzenstrom beim nächsten Impuls, dadurch eingebaute
Überstromsicherung und Schutz vor Sättigung der Spule. Das Prinzip ist gut
geeignet für Sperrwandler.
Snubber: Schaltet der Transistor den Strom durch eine Spule (auch ungewollt
die Streuinduktivität der Zuleitung eines Trafos) aus, entsteht der bekannte
'Zündfunke', dessen hohe Spannung den Schalttransistor gefährdet, wenn nichts
dagegen getan wird. Hier leitet die Diode die Energie in einen Kondensataor
C.
Die in C aufgefangene Energie wird dann in einem Widerstand R verheizt. Ein
guter Teil (Impulsanfang, C wirkt niederohmig) geht aber auch über C zurück
in den Eingang, wird also effektiv recykelt. Diese Schaltung aus Diode und
RC-Glied heisst Snubber:
U --+--+-----+
| | |
R C S
| | |
+--+-|<|-+
|
-|<
|
Angenommen die Spannung U beträgt 300V.
Angenommen der Strom I durch die Spule S beträgt max. 1A.
Angenommen die Streuinduktivität L beträgt 5uH (man misst sie, in dem man auf
Sekundärseite Kurzschlussbrücken statt Bauteile einsetzt, und die Impedanz
der Primärwicklung misst).
Die in der Steuinduktivität reflektierte Energie ist dann 0.5*L*I*I = 2.5uJ
Angenommen der Sperrwandler arbeitet mit 100kHz. Dann gibt es 100000 mal
pro Sekunde diese 2.5uJ, also 100000*0.0000025 = 0.25W
Wenn der Schalttransi maximal 400V aushält, darf die Spannung an RC nicht
über 100V steigen. Damit 0.25W bei 100V in R verbraten werden braucht man
(100*100)/0.25=40000 Ohm. Die Zeitkonstante der RC-Kombination sollte das
10 - 30 fache der Schaltfrequenz sein. Jene hat bei 100kHz eine Periode von
10uS, also nehmen wir eine 20fache Zeitkonstante von 200us = R*C. Bei
40k Ohm braucht man dazu 5nF. Überdimensionieren muss man nicht, da die
Schaltung effizienter arbeitet als in dieser Berechnung zu Grunde gelegt.
Es gibt auch noch viele andere Snubber-Methoden. http://www.ti.com/
"Snubber Circuits" SLUP100.PDF wobei Patente für so etwas wie die
Baker Clamp längst ausgelaufen sind, also heute nicht mehr stören.
http://www.elektroniknet.de/?id=243
Die wohl billigsten Schaltregler-ICs sind die uralten TL497, uA/LM78S40
und MC34063 (http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN920-D.PDF)
für Niederspannung, die alle auf Grund der niedrigen Schaltfrequenz leicht
zu beherrschen sind und für die es Zweithersteller gibt. Leider erreicht man
mit ihnen kaum über 75% Effektivität, vor allem bei step-down, da sie einen
uneffektiven Darlington NPN Emitterfolger als Schalter haben, und damit
eine recht hohe Schalt-Verlustspannung von ca. 2V. Man sollte sie eher in
step-up einsetzen, oder von relativ hohen Spannungen runterregeln (ja, es
gibt da auch noch die Schaltung mit dem externen PNP Transistor, aber
wer will schon zusätzliche Bauteile spendieren, wenn man einfach andere
ICs nehmen kann). Da sie die Eigenschaft haben, die Spannung durch
Auslassen von Impulsen zu regeln, kann so ein Regler allerdings je nach
Last pfeifen oder rauschen. Noch billiger geht es ohne ICs:
http://www.onsemi.com/pub_link/Collateral/AND8024-D.PDF
So sieht ein kommerzieller KFZ-Handyladeadapter aus, ohne jegliche
Schutzbeschaltung (Betrieb also nicht bei laufendem Motor) und prompt
fehldimensioniert (R1=0.5R, R2=5k1) so das das Handy wegen
Überspannung und Überstrom abschaltete, richtig war R1=1.2R, R2=3k3
und an den Eingang sollte wenigstens 100uF/35V.
12V -F1A-+-R1-+-+-+ +--+-09P-+---+----+-- Nokia 3210
6| 1|7|8| 2| | | | |
+-------------+ | R2 560R |
| 3 MC34063 5|-)-----+ | 220uF/16V
+-------------+ |K 1k LED |
1nF 4| 1N5818 | |K |
GND ------+--------+----+-----+---+----+-- GND
Als Ersatz für uneffiziente 7805/7812 an mehr als 12V/24V nimmt man so was wie
den LM2675 (Platine im Datenblatt). Braucht man nur 0.5A, nimmt man besser den
LM2671, weil ein Schaltregler den Strom in Impulsen aufnimmt, und bei dem
kleineren dann die Impulse nicht so heftig sind. Reichen 200mA tuts der MAX639.
Dadurch kommt man mit einer schwächeren Spule und einem kleinerern Elkos zum
Filtern aus. Die Strombegrenzung ist bei diesen einfachen Reglern ja fest
eingestellt und nicht durch einen externen Widerstand dimensionierbar. Also bei
diesen AllInOne Reglern ohne Widerstand zum Einstellen der Strombegrenzung
immer den gerade angemessenen Schaltregler-IC nehmen, die Berechnungssoftware
sagt i.A. schon, welcher passt. Beim LT1173/1174 ist die Strombegrenzung
einstellbar. LM5022 ist für höhere Spannungen und höhere Ströme dank externem
MOSFET.
Einen Schaltregler mit einfach regelbaren Ausgang von 0-5V zeigt AN66 von
http://www.linear.com/
Für Netzspannung gibt es die current mode controller UC384x/38C4x = LT124x
(guter Nachfolger UCC3802 und NCP1200, noch kompakter und billiger ICE2Axxx
von Infineon) für Sperrwandler bzw. den voltage mode controller SG3525 für
Flusswandler. Um aus einer oder zwei Batteriezellen eine konstante Spannung
zu machen, gibt es TPS610xx, UCC3941 (TI), LT1073/1173/1300/1613 (Linear),
MAX631 (Maxim) und andere. Der NCP1400 von http://www.onsemi.com/ geht gar
bis 0.2V runter. Die beste Designsoftware hat ST (L5970/5971/5972)
http://eu.st.com/stonline/products/support/smps/tools/tools.htm .
MSCAD+SCAD berechnet die Schaltregler von http://www.linear.com/.
Die für die bei den Versendern eher erhältlichen älteren Typen LM257x
benötigte Simple Switcher V3.3 Software gibt es noch unter
http://www.national.com/appinfo/power/files/sms33.exe>
Gerade die Simple Switcher sind sehr einfach aufzubauen. Es reicht, die
Bauelemente fliegend zu verdrahten, in dem die gekürzten Anschlussdrähte
direkt zusammengelötet werden, mit dem GND-IC-Bein als Massepunkt
und alle Bauteile sternförmig drumrum. Es wird funktionieren, wenn man
die Schaltung nicht ohne eine Mindestlast entsprechend dem kleinsten im
Berechnungsprogramm angegebenen Ausgangsstrom betreibt. Ohne
Oszilloskop bekommt man keine bessere Schaltung hin. Nur mechanisch
muss man sich überlegen, was die Bauteile hält, ohne das die
Verbindungsdrähte zu lang werden. Lochrasterplatinen und Drähte unten
umknicken funktionierte bei mir gut.
Nationals Simple Switcher Berechnungssoftware gibt wenigstens Vorschläge
für Rc+Cc bei den Wandlern mit COMP-Anschluss an, die optimalen Bauteilwerte
hängen aber von den Nebenwerten der anderen Bauteile und dem Layout ab.
Nachmessen und Anpassen ist also für optimalen Wirkungsgrad,
Ausregeleigenschaften und Störreduzierung notwendig. Bei
http://www.linear.com/ braucht man ein Oszilloskop dafür, kann dann aber die
besser ausregelnden LT107x, LT117x, LT1270 verwenden. Man braucht zum Messen
aber eine (z.B. mit 100Hz) geschaltete Last:
+12V --+------+ +-- Spannung für Last
R +---+ R Widerstand je nach Last
+--+-| | |
R +-|555|--|I NMOSFET BUZ10 oder so
+----| | |
C +---+ |
GND --+------+-----+--
Leiterplattenlayouttipps:
Siehe http://www.analog.com/ POWER_SECT8.PDF "Power supply noise reduction
and filtering" und "Grounding techniques for regulator circuits"
Fertige einseitige Platinenlayouts im Datenblatt des MC34063 von
http://www.onsemi.com/ und LM2671 von http://www.national.com/
AN711, AN776, AN1229 zeigen optimale Leiterplattenlayouts,
gute Platinenlayouttipps am Beispiel MAX1636, MAX1771 in AN1031 von
http://www.fairchildsemi.com/, im L4960 Datenblatt und in AN557 zum L4970
und in AN1074 zum VIPer20 von http://www.st.com/.
http://www.conrad.de/ 130228-as-01-de-pwm_schaltnetzteil.pdf
http://www.conrad.de/ 510062-sp-01-en-SPS_1540_PFC_Schaltnetzteil.pdf (15V/40A)
http://www.gb97816.homepage.t-online.de/ (Projekt Stromquelle 0-30V/0-60A/900W)
http://www.qrp4u.de/docs/de/smps_new/index.htm (250W mit SG3525)
http://www.blafusel.de/misc/spannung.html (Schaltnetzteile auf Streifenrasterplatine)
Galvanisch getrennte Schaltregler
http://www.linear.com/ LT1425 (DesignNote DN158, AppNote AN30 Figure 31+33)
http://www.national.com/ AN1095
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AND8039-D.PDF (UC3842 forward)
Chips für simple primärgetaktete Schaltnetzteile kleiner Leistung:
http://www.powerint.com/ TOPswitch/TinySwitch
http://www.st.com/ VIPer/L6590
http://www.nxp.com/ Starplug/TEA152x
http://www.infineon.com/ CoolSET
http://www.onsemi.com/ MC33363/NCP1000
http://www.irf.com/ IRIS40xx http://www.irf.com/technical-info/refdesigns/irismps4.pdf
http://www.fairchild.com/ FSDHxxxx
http://www.allegromicro.com/ STRG6653 quasiresonant
Halogenlampentrafos
http://www.eu.st.com/stonline/books/pdf/docs/3707.pdf
*-----
F.24.1. KFZ 'Netzteile'
Eine der häufigsten Fragen in d.s.e ist, "wie mache ich aus 12V irgendwas im
Bereich von 16V bis 24V bei einigen Ampere", meist zur Versorgung des Laptops
im Auto, und ein Schaltregler (hier step-up) ist die Lösung. 80W mit UC3845
erzeugt diese Schaltung:
+Vin ___ +Vout
--o-----------o-----------UUU---------o-->|---o----o-----
| | | | |
| + .----------. ||-+ | |
### | Vcc(7) | ___ ||<- | |
--- | Out(6)|------|___|----||-+ | |
| .--|Ref(8) | ___ | | |
| | | CS(3)|----------o-|___|-o | |
| | | Comp(1)|--o---. | | .-. | +
| | | | | | | | | | ###
| .-. | | .-. --- | | | | ---
| | | | UC384x | | | --- | .-. '-' |
| | | | | | | | --- | | R5 | |
| '-' | | '-' | --- | | .--o |
| | | | | | | '-' | | |
| o--|RC(4)FB(2)|--o---o---(-------(----' .-. |
| | | GND(5) | | | | | |
| --- '----------' | | | | |
| --- | | | '-' |
| | | | | | |
--o--o--------o---------------o-------o-------o----o-----
GND (Dieter Wiedmann) GND
und als Step-Down geht es so:
.--------------o-----------------------o-------o----o----------.
| | | | + | |
| | - ### .-. |
| | (Dieter Wiedmann) ^ --- | | |
| | | ___ | | | R7 |
| | o--UUU--o '_' |
| .----------. | | | |
| | Vcc(7) | ||-+ | | o +
| | | ___ ||<- | | max. Vin-1V
| | Out(6)|------|___|----||-+ | | PNP o -
| .--|Ref(8) | ___ | | >| BC557 |
+ o | | CS(3)|----------o-|___|-o | |--. |
10-20V | | Comp(1)|--o---. | | | /| | |
- o | | | | | | | | | | |
| .-. | | .-. | | | | | | |
| | | | UC3843 | | | --- | .-. '----(----o-----'
| | | | | | | --- --- | | R5 |
| '-' | | '-' | --- | | .----o
| | | | | | | '-' | |
| o--|RC(4)FB(2)|--o---o---(-------(-------' .-.
| | | GND(5) | | | | | Ufb*(Vout-0.7)/R7
| --- '----------' | | | |
| --- | | | '-'
| | | | | |
'-----o--------o---------------o-------o------------'
Der Shunt R5 führt zu 10% Verlust, also vielleicht ein Stromwandlertrafo
oder einen OpAmp oder eine vorgespannte Diode auf dem Weg zu CS einbauen.
Wenn's einfach sein soll (aber wegen nicht festlegbarer Strombegrenzung
kaum als Laptop-Netzteil geeignet), bietet sich bis 60W der teure LT1270
bzw. LT1270A an (bei Elpro für 9.50 / 16 EUR, Datenblatt und
Bauteil-Berechnungssoftware bei http://www.linear.com/).
Bat --+-L-+--+-L1-+-|>|-+--+--+-- ca. 60 Watt
| | | | | | |
| | +---------+ R1 | |
VDR C1 | LT1270x |-+ C2 Grundl